DE19940698A1 - Elektrolyseanlage für die Metallgewinnung - Google Patents
Elektrolyseanlage für die MetallgewinnungInfo
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Abstract
Zur Elektrolyseanlage gehört ein Elektrolytbehälter zur Aufnahme eines Elektrolytbades mit zwei am Rand des Behälters angeordneten Stromschienen mit Anschlüssen an eine Gleichstromquelle. Es gibt mehrere, als Kathoden oder Anoden dienende Elektroden aus Metall, wobei jede Elektrode eine horizontale Tragstange und eine in das Elektrolytbad eintauchende Elektrodenfläche aufweist. Die Elektroden liegen beim Elektrolysebetrieb mit ihrer Tragstange im Bereich eines Berührungskontakts zur Stromübertragung auf einer der Stromschienen auf. Der Berührungskontakt zwischen der Tragstange und der zugehörigen Stromschiene erfolgt bei mindestens einigen der Elektroden entlang mindestens einer geraden, horizontalen Kontaktlinie, deren Länge 10 bis 500 mm beträgt, wobei eine der beiden sich berührenden Metallflächen einen Winkel x, gemessen gegen die Horizontale, von 30 bis 80 bildet. Die Breite des Berührungskontakts, senkrecht zur Kontaktlinie gemessen, beträgt 0,2 bis 4 mm.
Description
Die Erfindung betrifft eine Elektrolyseanlage für die
Metallgewinnung, mit einem Elektrolytbehälter zur Aufnahme
eines Elektrolytbades, mit zwei am Rand des Behälters
angeordneten Stromschienen aus Metall mit Anschlüssen an eine
Gleichstromquelle, mit mehreren, als Kathoden oder Anoden
dienenden Elektroden aus Metall, wobei jede Elektrode eine
horizontale Tragstange und eine in das Elektrolytbad
eintauchende Elektrodenfläche aufweist und wobei die Elektroden
beim Elektrolysebetrieb mit ihrer Tragstange im Bereich eines
Berührungskontakts zur Stromübertragung auf einer der
Stromschienen aufliegen.
Elektrolysenanlagen dieser Art sind aus dem US-Patent 4 035 280
und aus EP-A-0 121 509 bekannt. Hierbei weisen die Tragstangen
V-förmige Kerben auf, deren gerade Außenkanten im Bereich eines
Berührungskontakts auf kegelstumpfförmigen Flächen der
Stromschiene aufliegen. Dadurch weist jeder Berührungskontakt
vier Berührungspunkte auf, an denen der Stromübergang erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen auch für hohe
Ströme geeigneten Berührungskontakt zwischen Stromschiene und
Tragstange zu schaffen. Gleichzeitig sollen die dafür nötigen
Anlagenteile einfach herstellbar und verschleißarm sein.
Erfindungsgemäß gelingt dies bei der eingangs genannten
Elektrolyseanlage dadurch, daß der Berührungskontakt zwischen
der Tragstange und der zugehörigen Stromschiene bei mindestens
einigen der Elektroden entlang mindestens einer geraden,
horizontalen Kontaktlinie erfolgt, deren Länge 10 bis 500 mm
beträgt, daß eine der beiden sich berührenden Metallflächen
einen Winkel x, gemessen gegen die Horizontale, von 30 bis 80°
bildet und daß die Breite des Berührungskontakts, senkrecht zur
Kontaktlinie gemessen, 0,2 bis 4 mm beträgt.
Der erfindungsgemäße Berührungskontakt ist so ausgebildet, daß
entlang der horizontalen Kontaktlinie nicht nur eine vertikale
sondern auch eine horizontale Kraftkomponente wirkt. Dadurch
wird der Übergangswiderstand für den Stromfluß minimiert, auch
dann, wenn sich im Kontaktbereich störende Beläge bilden
können. Insbesondere dann, wenn die Elektrolyseanlage mit hohen
Strömen betrieben wird, wird die Länge einer Kontaktlinie
mindestens 20 mm betragen. Die erfindungsgemäße Ausbildung der
Kontaktfläche kann für die Kathoden und/oder die Anoden
erfolgen, dabei empfielt es sich, nicht nur einige, sondern
alle Berührungskontakte demgemäß auszubilden.
Eine Ausgestaltungsmöglichkeit der Berührungskontakte besteht
darin, daß mindestens eine Stromschiene rinnenförmig mit
mindestens einer schrägen Wand ausgebildet ist und daß die
Kontaktlinien der zugeordneten Elektroden entlang der schrägen
Wand verlaufen. Eine rinnenförmige Stromschiene ist einfach
herstellbar, gleichzeitig kann die Rinne zum Führen von
Kühlflüssigkeit und/oder Reinigungsflüssigkeit verwendet werden.
Es kann sich empfehlen, mindestens eine Stromschiene
rinnenförmig mit zwei schrägen Wänden auszubilden, so daß sich
eine Tragstange auf der Stromschiene entlang zweier
Kontaktlinien abstützt.
Eine einfache Variante besteht darin, daß mindestens eine
Stromschiene als horizontale Stange mit einer Stützkante
ausgebildet ist, daß der Behälter auf dem der Stromschiene
gegenüberliegenden Rand mindestens eine stromlose Gegenstütze
aufweist und daß mindestens eine der Tragstangen einen
stromleitenden Kopf mit schräger Kontaktfläche aufweist, der
beim Elektrolysebetrieb die Stützkante berührt. Auch hierbei
bildet die schräge Fläche gegen die Horizontale einen Winkel x
von 30 bis 80°.
Eine weitere Möglichkeit ist, mindestens eine Stromschiene
zahnstangenartig mit Eintiefungen zur Aufnahme von Tragstangen
und zur Ausbildung von Berührungskontakten mit zwei Kontakt
linien pro Tragstange auszubilden. Die rinnenartigen
Eintiefungen verlaufen hierbei parallel zur Tragstange und
ergeben ebenfalls eine einfache Ausführungsform jeder
Stromschiene. Gleichzeitig stellen die Eintiefungen eine
vorgegebene Positionierung für die Elektroden dar.
Ausgestaltungsmöglichkeiten der Elektrolyseanlage werden mit
Hilfe der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Elektrolyseanlage in perspektivischer,
schematischer Darstellung,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II durch die Anlage
der Fig. 1,
Fig. 3 das Zusammenwirken einer Tragstange mit einer
Stromschiene in gegenüber Fig. 2 vergrößerter
Darstellung,
Fig. 4 eine modifizierte Version der Fig. 3,
Fig. 5 eine zahnstangenartig ausgebildete Stromschiene in
perspektivischer Darstellung,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 und
Fig. 7,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 5 und
Fig. 6,
Fig. 8 eine weitere Variante mit rinnenartiger Stromschiene
in zu Fig. 2 analoger Darstellung und,
Fig. 9 eine Variante mit einer Stromschiene mit rechteckigem
Querschnitt in zu Fig. 2 analoger Darstellung.
Der Elektrolysebehälter (1) der Fig. 1 weist einen Zulauf (2)
für den Elektrolyten und einen Ablauf (3) auf. Im Elektro
lysebetrieb hängen im Behälter (1) im nicht dargestellten
Elektrolytbad hintereinander abwechselnd zahlreiche Kathoden
und Anoden, wobei in Fig. 1 der besseren Übersichtlichkeit
wegen nur eine Kathode (4) und eine Anode (5) dargestellt sind.
Die Stromzuführung erfolgt über Stromschienen (6) und (7),
wobei die Elektroden mit ihren Tragstangen (8) auf der
zugehörigen Schiene aufliegen und der Stromübergang im
Berührungsbereich erfolgt. Zur Kathode (4) gehört eine
stromlose Stützschiene (16) und zur Anode (5) gehört die
stromlose Stützschiene (17). Die Schienen sind mit den Rändern
des Behälters (1) befestigt, wie das in Fig. 1 und 2
dargestellt ist.
Jede Tragstange (8) stützt sich einerseits auf der dazu
gehörigen Stromschiene (6) und der gegenüberliegenden,
zugehörigen Stützschiene (16) ab, vergleiche auch Fig. 2. Mit
jeder Tragstange (8) ist eine Elektrodenfläche (9) leitend
verbunden, auf welche sich im Falle der Kathode das zu
gewinnende Metall, z. B Kupfer, Zink, Nickel oder Kobalt
abscheidet.
Wie am deutlichsten aus Fig. 3 hervorgeht, weist die Tragstange
(8) an einem Ende einen quaderförmigen Metallklotz (8b) auf,
mit dem sie elektrisch leitend verbunden ist. Der Klotz (8b),
der hier auch "Kopf" genannt wird, kann z. B. aus Kupfer oder
einer Kupferlegierung gefertigt sein, damit er den Strom gut
leitet. Der Klotz (8b) sitzt in der Stromschiene (6), die eine
längsverlaufende Rinne (11) mit schrägen Wänden (11a) und (11b)
sowie einen Boden (11c) aufweist. Gegen die Horizontale bilden
die Wände (11a) und (11b) einen Winkel (x) von 30 bis 80°. Der
Klotz (8b) berührt mit seinen unteren, horizontalen Kanten
(12a) und (12b) jeweils eine der schrägen Wände (11a) und (11b)
entlang einer horizontalen, geraden Linie (Kontaktlinie), deren
Länge durch die Maße des Klotzes bestimmt ist. Die Kontakt
linienlänge liegt im Bereich von 10 bis 500 mm und vorzugsweise
beträgt sie mindestens 20 mm. Die Breite des Berührungskontakts
entlang der Kontaktlinie, senkrecht zur Kontaktlinie gemessen,
ist relativ klein und liegt im Bereich von 0,2 bis 4 mm. Durch
das Gewicht der Elektrode kommt diese Kontaktbreite zustande,
weil die Kanten (12a) und (12b) nicht ideal scharfkantig sind
und sich ein wenig in die Wände (11a) und (11b) der
Stromschiene (6) eindrücken. Die Stromschiene besteht
üblicherweise aus Kupfer oder einer Kupferlegierung, damit sie
bei ausreichender Festigkeit den Strom genügend gut leitet. Zur
Erhöhen der Festigkeit der Schiene kann dem Kupfer z. B. Zirkon
zugegeben sein.
Die Rinne (11) kann auch zur Aufnahme einer Kühl- oder
Reinigungsflüssigkeit dienen. Zu diesem Zweck kann es nützlich
sein, den Boden (11c) der Rinne mit eingetieften Rillen (14) zu
versehen, wie das in Fig. 3 dargestellt ist. Diese Rillen (14)
sorgen für eine möglichst gleichmäßige Verteilung der
Flüssigkeit über dem Boden (11c), doch sind sie nicht unbedingt
erforderlich, um eine Flüssigkeit durch die Rinne (11) zu
führen.
Bei der Variante der Fig. 4 ist der Kontaktkopf (8b) nicht mit
eckigen Kanten sondern mit zylinderartig abgerundeten Flächen
(12c) und (12d) ausgebildet, welche die Wände (11a) und (11b)
der Schiene (6) entlang horizontaler Kontaktlinien berühren.
Die berührende Fläche entlang der Linien wird dadurch gegenüber
den eckigen Kanten (12a) und (12b) der Fig. 3 etwas
Verbreitert.
Bei der Variante gemäß Fig. 5 bis 7 ist eine der beiden
Stromschienen (6) oder (7) oder es sind beide Schienen
zahnstangenartig ausgebildet und mit Eintiefungen (20)
versehen. Die Eintiefungen (20) etwa in der Art von Kerben
weisen schräge Wände (20a) und (20b) auf, die gegen die
Horizontale einen spitzen Winkel von 30 bis 80° bilden. Zu
jeder Eintiefung (20) gehört eine Tragstange (8) einer
Elektrode und die Tragstange, die in Fig. 5 der besten
Übersichtlichkeit wegen weggelassen wurde, weist einen in der
Eintiefung sitzenden Metallklotz (8b) auf, der gemäß Fig. 6 und
7 Quaderform hat. Der Klotz ist elektrisch leitend mit der
Tragstange (8) verbunden und er stützt sich mit seinen unteren
Längskanten (12a) und (12b) jeweils auf einer der beiden
schrägen Wände (20a) und (20b) ab. Dadurch wird eine relativ
schmale Kontaktlinie entlang der Wände gebildet, deren
senkrecht zur Linie gemessene Breite mindestens 0,2 mm beträgt.
Gegenüber der Stromschiene stützt sich jede Tragstange (8) auf
einer Stützschiene (16) ab, wie das z. B. zusammen mit Fig. 1
erläutert wurde. Abweichend von Fig. 6 kann man auf die eckigen
Unterkanten des Klotzes (8b) auch verzichten und
zylinderähnlich abgerundete Berührungsflächen vorsehen, wie das
ähnlich schon zusammen mit Fig. 4 erläutert wurde.
Wenn jede Elektrode und ihre zugehörige Tragstange (8) den
Strom von einer Sromschiene nur entlang einer einzigen
Kontaktlinie übernimmt, bieten sich Ausgestaltungsmöglichkeiten
an, wie sie in Fig. 8 und Fig. 9 dargestellt sind. Gemäß Fig. 8
berührt der Kontaktkopf (8b) der Tragstange (8) nur die schräge
Wand (11a) entlang einer horizontalen Kontaktlinie. Auch hier
ist die Stromschiene (6) und auch die Stromschiene (7) als
Rinne geformt, durch die man Flüssigkeit zum Reinigen und/oder
Kühlen führen kann. Durch den Anschlag (8a) wird die Tragstange
auf der Stützschiene (16) ausreichend abgestützt und gehalten,
so daß die Elektrode im Behälter (1) fixiert ist.
Gemäß Fig. 9 weist die Tragstange (8) einen Kontaktkopf (18)
mit einer nach unten gerichteten schrägen Stützfläche (18a)
auf. Diese Stützfläche berührt eine obere Längskante der als
Stange ausgebildeten Stromschiene (7), wobei sich ebenfalls
wieder eine horizontale Kontaktlinie ergibt. Auf der
gegenüberliegenden Seite stützt sich die Tragstange ebenfalls
mit einer schrägen Fläche (18b) gegen die Stützschiene (17). Im
Übrigen ist die Elektrolyseanordnung die gleiche wie bereits
zusammen mit Fig. 1 erläutert. Es ist ersichtlich, daß die
Kante der Stromschiene, welche den Kontaktkopf berührt, auch
mehr oder weniger abgerundet sein kann.
Claims (5)
1. Elektrolyseanlage für die Metallgewinnung, mit einem
Elektrolytbehälter zur Aufnahme eines Elektrolytbades, mit
zwei am Rand des Behälters angeordneten Stromschienen aus
Metall mit Anschlüssen an eine Gleichstromquelle, mit
mehreren, als Kathoden oder Anoden dienenden Elektroden aus
Metall, wobei jede Elektrode eine horizontale Tragstange und
eine in das Elektrolytbad eintauchende Elektrodenfläche
aufweist und wobei die Elektroden beim Elektrolysebetrieb mit
ihrer Tragstange im Bereich eines Berührungskontakts zur
Stromübertragung auf einer der Stromschienen aufliegen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Berührungskontakt zwischen
der Tragstange und der zugehörigen Stromschiene bei
mindestens einigen der Elektroden entlang mindestens einer
geraden, horizontalen Kontaktlinie erfolgt, deren Länge 10
bis 500 mm beträgt, daß eine der beiden sich berührenden
Metallflächen einen Winkel x, gemessen gegen die Horizontale,
von 30 bis 80° bildet, und daß die Breite des
Berührungskontakts, senkrecht zur Kontaktlinie gemessen, 0,2
bis 4 mm beträgt.
2. Elektrolyseanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Stromschiene rinnenförmig mit mindestens
einer schrägen Wand ausgebildet ist und daß die Kontaktlinien
der zugeordneten Elektroden entlang der schrägen Wand
verlaufen.
3. Elektrolyseanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Stromschiene rinnenförmig mit zwei
schrägen Wänden ausgebildet ist und daß sich eine Tragstange
auf der Stromschiene mit zwei Kontaktlinien abstützt.
4. Elektrolyseanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Stromschiene zahnstangenartig mit
Eintiefungen zur Aufnahme von Tragstangen und zur Ausbildung
von Berührungskontakten mit zwei Kontaktlinien pro Tragstange
ausgebildet ist.
5. Elektrolyseanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Stromschiene als horizontale Stange mit
einer Stützkante ausgebildet ist, daß der Behälter auf dem
der Stromschiene gegenüberliegenden Rand mindestens eine
stromlose Gegenstütze aufweist und daß mindestens eine der
Tragstangen einen stromleitenden Kopf mit schräger
Kontaktfläche aufweist, der beim Elektrolysebetrieb die
Stützkante berührt.
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