DE19939703A1 - Niederspannungs-Leistungsschalter mit Anschlußschienen für verschiedene Nennströme - Google Patents
Niederspannungs-Leistungsschalter mit Anschlußschienen für verschiedene NennströmeInfo
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Abstract
Ein Niederspannungs-Leitungsschalter weist durch Befestigungsmittel fixierte, einschiebbare, aus einem profilierten Halbbezug hergestellte Anschlußschienen (1; 5; 8; 11; 17; 27; 35) auf, die hohl ausgebildet sind. Es können nur ein Hohlraum oder mehrere Hohlräume (2; 6; 12; 22-24; 28-30) vorhanden sein. Die Anschlußschienen (1; 5; 8; 11; 17; 27; 35) haben für alle Stromstärken den gleichen äußeren Querschnitt, sie weisen für unterschiedliche Stromstärken unterschiedliche Wandstärken und damit unterschiedlich große Hohlräume (2; 6; 12; 22-24; 28-30) auf. Somit können die Durchführungsöffnungen für die Anschlußschienen in den jeweiligen Schaltergehäusen einer Typenreihe alle gleich, entsprechend den Abmessungen für die Anschlußschienen (8) der maximalen Stromstärke, ausgebildet sein.
Description
Die Erfindung betrifft einen Niederspannungs-
Leistungsschalter mit einem aus einer Rückwand und einem Vor
derteil bestehenden Gehäuse und einem in diesem Gehäuse be
findlichen Kontaktsystem, das wenigstens eine, zweckmäßig
zwei etwa parallele, durch Befestigungsmittel fixierte, ein
schiebbare, aus einem profilierten Halbzeug hergestellte An
schlußschienen, zur Verbindung des Kontaktsystems mit einem
äußeren Stromkreis aufweist, wobei sich die Anschlußschienen
durch in der Rückwand befindliche Fensteröffnungen erstrecken
und durch Befestigungsmittel in dem Gehäuse arretiert sind
und wobei ferner die eine der Anschlußschienen als Träger ei
nes ortsfesten Schaltkontaktes und eines Lichtbogenhornes
dient, während die weitere der Anschlußschienen durch eine
gelenkige oder flexible Leiteranordnung mit einem bewegbaren
Schaltkontakt des Schaltkontaktsystems in Verbindung steht.
Anschlußschienen von Leistungsschaltern sind die schaltersei
tigen Verbindungsstellen des Kontaktsystems zu den Schienen
systemen der Schaltanlage. Sie werden entweder bei Festein
bauschaltern direkt oder bei Einschubschaltern über Lamellen
kontakte mit den Feldschienen der Schaltanlage verbunden. An
dem aus dem Gehäuse nach außen hindurchgeschobenen Teil jeder
Anschlußschiene kann also eine weitere, anlagenseitige Schie
ne angeschraubt werden oder bei Einschubschaltern eixüTrenn
kontakt angebracht werden. Die obere Anschlußschiene mit dem
festen Schaltkontakt muß dabei in dem isolierenden Wandkörper
fest angeordnet sein, da beim Schaltvorgang die beweglichen
Kontakte mit voller Kraft auf den festen Kontakt auftreffen.
Die Anschlußschienen müssen weiterhin so gestaltet sein, daß
sie rationell herstellbar sind und geeignet sind, bestimmte
Funktionen zu erfüllen. Diese Funktionen sind: die Stromtrag
fähigkeit, die Wärmeabfuhr, eine Einfahrkontur für die Lamel
lenkontakte, eine Fläche für Frontanschlüsse sowie die Auf
nahme und Übertragung der statischen und dynamischen Kräfte.
Es handelt sich also um eine kräftemäßig und dynamisch hoch
beanspruchte Stelle.
Darüber hinaus soll es möglich sein, Anschlußschienen für un
terschiedliche Stromstärken in einem einheitlichen Gehäuse
unterzubringen.
Als Befestigungsmittel für die Anschlußschiene dienen bei
herkömmlichen Schaltern, wie zum Beispiel in der DE 44 16 105
beschrieben, Schrauben, die sich durch quer zur Längsachse
der Anschlußschienen angeordnete Öffnungen erstrecken und für
deren Aufnahme in der Rückwand des Gehäuses ein entsprechen
des Muttergewinde vorgesehen ist. Aus Gründen der mechani
schen Festigkeit der aus einem Isolierstoff bestehenden Rück
wand des Gehäuses, werden hier metallische Einlegmuttern oder
Einpreßmuttern verwendet.
Bei den genannten Leistungsschaltern mit hohen Nennströmen
von beispielsweise 1000 A bis 6000 A weisen die
Anschlußschienen einen beträchtlichen Querschnitt auf. Des
halb sind sie mit mehreren Querbohrungen zu versehen und
es ist eine entsprechende Anzahl von Befestigungsmitteln er
forderlich.
Die Herstellung und der Einbau derartiger Anschlußschienen
ist folglich mit einem hohen Material- und Fertigungsaufwand
verbunden.
Es wurde deshalb die Verwendung von Anschlußschienen von Nie
derspannungs-Leistungsschaltern vorgeschlagen, die von einem
Profilmaterial mit einem oder mehreren Vorsprüngen abgesägt
sind, derart, daß die Anschlußschienen durch ein Loch ge
steckt werden und der oder die Vorsprünge des Profilmaterials
als Anschläge der Anschlußschiene am Schaltergehäuse dienen
und somit die Kraftüberleitung der Schaltkräfte auf das Ge
häuse bilden.
Damit ist einmal die Position des Festkontaktes zum Gehäuse
bestimmt und zum Anderen wird die Befestigungsstelle von den
genannten Kräften entlastet, so daß hier nur eine Fixierkraft
benötigt wird, eine Belastung durch die Scherkraft und die
Positionisierungskraft aber nicht auftritt.
Eine derartige Anschlußschiene, mit einem angeformten Vor
sprung, wurde zur Überwindung des vorgenannten Aufwandes in
der DE-OS 196 43 607 vorgeschlagen. Diese Anschlußschiene
wird von innen durch die Durchführungsöffnung der Gehäusewand
gesteckt und stützt sich mittels eines Vorsprunges an der Ge
häuserückwand ab.
Zur Herstellung dieser Anschlußschiene werden besondere Pro
file verwendet, die eine einstückig angeformte Leiste aufwei
sen, von denen dann Stücke abgeschnitten werden, welche die
Anschlußschiene bilden. Die Befestigung der Anschlußschiene
erfolgt von der dem Schaltkontaktsystem zugewandten Seite.
Das hat den Nachteil, daß die Befestigung bei zusammengebau
tem Schalter unzugänglich ist, und die Anordnung trotz der
Verbesserungen, wie nicht mehr erforderliche Querbohrungen in
den Anschlußschienen und verringertem Material- und Ferti
gungsaufwand, keine befriedigende Lösung darstellt.
Unabhängig von der Art der Befestigung werden je nach dem
Nennstrom verschieden dicke Anschlußschienen verwendet. Diese
Anschlußschienen werden ebenfalls aus Profilen durch Absägen
hergestellt. Das Gehäuse weist einheitliche Ausschnitte für
die Anschlußschienen auf, die jeweils für die größte Nenn
stromstärke ausgelegt sind. Für dünnere Anschlußschienen
kleinerer Nennstromstärken werden Distanzstücke aus Kunst
stoff verwendet, die die Zwischenräume füllen. Die Montage
der Distanzstücke hat den Nachteil zusätzlicher Kosten für
diese Teile sowie höherer Montagekosten und sie bilden eine
Fehlerquelle bei einer kundenseitigen Montage der Strombah
nen. In allen diesen bisher bekannten Niederspannungs-
Leistungsschaltern sind die Anschlußschienen, unabhängig von
der sonstigen Herstellungstechnologie aus massivem Material
hergestellt. Das bedingt, daß die Schienen für unterschiedli
che Stromstärken auch unterschiedliche Querschnitte aufweisen
und somit unterschiedliche äußere Abmessungen; ein Nachteil,
der vorstehend bereits behandelt wurde.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin,
einen Niederspannungs-Leistungsschalter so auszubilden, daß
seine Anschlußschienen auch bei unterschiedlichen Nennstrom
werten den gleichen äußeren Querschnitt aufweisen und ohne
zusätzliche Distanzstücke in Schaltergehäusen mit einheitli
chen Durchgangsöffnungen eingesetzt werden können.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch
gelöst, daß die aus einem Profilmaterial durch Absägen herge
stellten Anschlußschienen des Niederspannungs-
Leistungsschalters hohl ausgebildet sind, wobei sie sowohl
nur einen, als auch mehrere Hohlräume aufweisen können.
Dabei weisen die Anschlußschienen für alle unterschiedlichen
Stromstärken den gleichen äußeren Querschnitt auf. Die Strom
tragfähigkeit wird somit mittels der Wandstärke der Hohl
schiene reguliert, die den leitenden, stromtragenden Quer
schnitt bildet. Daraus ergibt sich, daß bei niedrigeren
Stromstärken durch geringe Wandstärken ein größerer, bezie
hungsweise bei höheren Stromstärken durch dickere Wandstärken
ein kleinerer innerer Hohlraum vorhanden ist, bis hin zu ei
ner massiven Ausgestaltung ohne Hohlraum, bei der höchsten
Bemessungsstromstärke. Auf die für diese höchste Bemessungs
stromstärke erforderlichen äußeren Abmessungen sind dann die
Durchführungsöffnungen in den jeweiligen Schaltergehäusen
ausgelegt.
Hohle stromtragende Leiter sind aus der Hochspannungs- und
Hochfrequenztechnik bekannt. Bei diesen Hohlleitern dient die
hohle Ausbildung lediglich dem Zweck die Koronaverluste der
Leiter, also der Abstrahlung von Energie an scharfen Kanten
oder engen Radien zu verringern, beziehungsweise dem Skinef
fekt Rechnung zu tragen, der darauf beruht, daß bei hohen
Frequenzen nur im äußeren Bereich eines Leiters Energie über
tragen wird, aber nicht dem Zweck, eine unterschiedliche
strommäßige Belastbarkeit bei einem einheitlichen äußeren
Querschnitt zu gewährleisten.
Eine stromführende hohle Anordnung ist auch in der US-PS
3,597,713 beschrieben, die ein Gerät als Ersatz für eine
Hochspannungs-Schmelzsicherung zeigt, in dem eine Kombination
eines Vakuumschalters mit einem Schaltgriff, der, ähnlich wie
ein Hoch- oder Mittelspannungstrennschalter eine Öse zur Be
tätigung aufweist, dargestellt ist. In einem hohlen Anschluß
stück des Gerätes ist eine elektronische Schaltung eingebaut.
Damit ist zwar ein stromführendes hohles Teil an einem elek
trischen Schaltgerät bekannt geworden, aber dieses dient le
diglich der Unterbringung einer anderen Komponente des Gerä
tes, nämlich der genannten elektronischen Schaltung und nicht
der Regulierung der Stromtragfähigkeit des Bauteils.
Bei Anschlußschienen können Bohrungen erforderlich sein, die
mit einem Gewinde oder ohne ein Gewinde ausgebildet sein kön
nen, beispielsweise zu Befestigungszwecken am Gehäuse oder
gegen eine axiale Verschiebung. Diese Bohrungen können in ei
ner gemeinsamen Achse angeordnet sein oder auch gegeneinander
versetzt. Um eine Deformierung der hohlen Anschlußschienen
durch die Klemmkraft der durch diese Bohrungen hindurchge
führten oder in das Gewinde dieser Bohrungen eingeschraubten
Schrauben zu vermeiden, können zwischen den Hohlräumen der
Anschlußschienen geeignete Stege zur Erhöhung der Festigkeit
vorgesehen werden. Das bedeutet bezüglich der Herstellung des
Profilmaterials möglicherweise einen Mehraufwand, hat aber
keinen Einfluß auf die Stromtragfähigkeit.
Zur Vermeidung dieses eventuellen Mehraufwandes können im
Hohlraum der Anschlußschiene auch quer zur Längsrichtung der
Anschlußschiene verlaufende Führungsnuten für bei Bedarf ein
zuschiebende Stützstege vorgesehen werden. Die in diese Füh
rungsnuten einzuschiebenden Stützstege können aus dem glei
chen Material bestehen, wie die Anschlußschiene, können aber
auch aus einem unterschiedlichen Material bestehen. Diese
eingeschobenen Stützstege dienen dem gleichen Zweck, wie die
angeformten, nämlich der Stabilisierung der Anschlußschiene
gegen eine Deformierung der hohlen Anschlußschiene durch die
Klemmkraft oder Belastung von durch die Bohrungen hindurchge- -
führten Schraubenbolzen oder in das Gewinde dieser Bohrungen
eingeschraubten Schrauben.
Da diese eingeschobenen Stützstege keinen Einfluß auf die
Stromtragfähigkeit ausüben, können für die Auswahl des Mate
rials andere Gesichtspunkte, zum Beispiel die Festigkeit, als
Bewertungsparameter in Betracht gezogen werden.
Die vorgenannten, mit oder ohne ein Gewinde ausgebildeten
Bohrungen können im Bereich von Hohlräumen angeordnet sein,
was insbesondere dann zweckmäßig ist, wenn Durchgangsbolzen
hindurchgeführt werden, wobei sie dann eine gemeinsame Achse
aufweisen müssen und kein Gewinde benötigen.
Bei einer Ausbildung der Bohrungen mit einem Gewinde kann es
vorteilhaft sein, sie so anzuordnen, daß sie sich in einem
Steg befinden. Dadurch sind größere Gewindelängen möglich,
was eine höhere Belastbarkeit der Schraubverbindung ermög
licht.
Zur Vermeidung von Befestigungsbohrungen können die Anschluß
schienen auch mit an sich bekannten Anschlägen zur axialen
Fixierung versehen sein. Sie werden dann durch geeignete, an
sich bekannte Befestigungselemente, zum Beispiel Klemmschrau
ben, in axialer Richtung fixiert. Gleichzeitig oder zusätz
lich können derartige Anschläge axiale Kräfte, wie Kontakt
schalt- oder Kontaktandruckkräfte aufnehmen und diese auf das
Gehäuse übertragen.
Es empfiehlt sich, daß der Stahlraum bzw. die Hohlräume quer
zur Längserstreckung der Anschlußschiene angeordnet und beid
seitig offen ist bzw. sind. In dieser Ausführung, die für al
le vorstehend beschriebenen Varianten geeignet ist, kann als
Ausgangsmaterial zur Herstellung der Anschlußschienen ein
Strompreßprofil benutzt werden, von dem Abschnitte einer ge
wünschten Breite abgetrennt werden.
Die Erfindung soll nachfolgend zum besseren Verständnis an
hand eines bevorzugten, den Schutzumfang der Erfindung nicht
einschränkenden Beispiels, unter Bezugnahme auf die zugehöri
ge Zeichnung, näher erläutert werden.
Die Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung einen
Schnitt durch einen Niederspannungs-Leistungsschalter zur
Veranschaulichung der allgemeinen Position von Anschlußschie
nen.
Die Fig. 2 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene eines Niederspannungs-Leistungsschalters
für eine geringe Stromstärke.
Die Fig. 3 zeigt schematisch eine zweite Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene eines Niederspannungs-Leistungsschalters
für eine mittlere Stromstärke.
Die Fig. 4 zeigt schematisch eine dritte Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene eines Niederspannungs-Leistungsschalters
für die höchste Bemessungsstromstärke.
Die Fig. 5 zeigt schematisch eine vierte Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene eines Niederspannungs-Leistungsschalters
mit einem Hohlraum.
Die Fig. 6 zeigt schematisch eine fünfte Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene eines Niederspannungs-Leistungsschalters
mit mehreren Hohlräumen.
Die Fig. 7 zeigt schematisch eine sechste Ausführungsform
einer Anschlußschiene eines Niederspannungs-
Leistungsschalters mit mehreren Hohlräumen.
Die Fig. 8 zeigt schematisch eine siebente Ausführungsform
einer Anschlußschiene eines Niederspannungs-
Leistungsschalters mit Anschlägen zur axialen Fixierung.
Die Fig. 9 zeigt schematisch eine achte Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene eines Niederspannungs-Leistungsschalters
mit einem Hohlraum und darin angeordneten einschiebbaren
Stützstegen.
In der schematischen Darstellung eines Niederspannungs-
Leistungsschalters gemäß Fig. 1 sind eine Schaltkontaktan
ordnung mit zugehöriger Lichtbogenlöschkammer sowie eine An
triebsvorrichtung zur Betätigung der Schaltkontaktanordnung
innerhalb eines Gehäuses erkennbar. An der Rückseite des Ge
häuses sind sich horizontal erstreckende Anschlußschienen zu
gänglich, die in bekannter Weise mit der Schaltkontaktanord
nung in Verbindung stehen oder deren Bestandteil sind.
Die Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer Anschluß
schiene 1 eines Niederspannungs-Leistungsschalters, der in
nerhalb einer Baureihe für eine geringe Stromstärke. In die
ser Ausführungsform weist sie nur einen einzigen Hohlraum 2
auf, der sich im wesentlichen über ihre gesamte Abmessung er
streckt. Diese Anschlußschiene 1 weist eine dünnere, dem
niedrigen Betriebsstrom angepaßte, Wand 3 auf. Da die Außen
abmessungen, also der äußere Querschnitt der Anschlußschiene
1 eine konstante Größe darstellen soll, ist der Hohlraum 2
wegen der geringen Wandstärke verhältnismäßig groß. In der
schematischen Darstellung ist, wie auch bei allen folgenden
Figuren nicht dargestellt, daß die Außenseite 4 der Anschluß
schiene 1, mittels welcher sie mit der Schaltanlage verbunden
ist, Einfahrschrägen für Einschubkontakte aufweisen kann.
Die Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Anschluß
schiene 5 eines Niederspannungs-Leistungsschalters für eine
mittlere Stromstärke. In dieser Ausführungsform weist sie
ebenfalls nur einen einzigen Hohlraum 6 auf, der sich im we
sentlichen über ihre gesamte Abmessung erstreckt. Diese An
schlußschiene 5 weist eine dickere, dem höheren Betriebsstrom
angepaßte, Wand 7 auf. Da die Außenabmessungen, also der äu
ßere Querschnitt der Anschlußschiene 5 ebenfalls eine kon
stante Größe darstellen soll, ist der Hohlraum 6 wegen der
dickeren Wandstärke verhältnismäßig klein.
Die Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform einer Anschluß
schiene 8 eines Niederspannungs-Leistungsschalters für die
höchste Bemessungsstromstärke. Diese Anschlußschiene 8 ist so
bemessen, daß ihr Gesamtquerschnitt 9 dem stromtragenden
Querschnitt für die geforderte höchste Nennstromstärke ent
spricht. Hier ist folglich keine Querschnittsreduzierung in
Form eines Hohlraumes möglich und die Anschlußschiene 8 ist
folglich aus massivem Material hergestellt.
Die Fig. 5 zeigt eine vierte Ausführungsform einer Anschluß
schiene 11 eines Niederspannungs-Leistungsschalters mit einem
Hohlraum 12, der sich im wesentlichen über ihre gesamte Ab
messung erstreckt. Diese Anschlußschiene 11 weist Bohrungen
13; 14; 15; 16 auf, die zu Befestigungszwecken vorgesehen
sind und gegebenenfalls ein Gewinde aufweisen. Im Beispiel
sind die Bohrungen 13 und 14 in einer gemeinsamen Achse ange
ordnet, was bei einer Verwendung von Durchgangsbolzen erfor
derlich ist, und die Bohrungen 15 und 16 sind versetzt ange
ordnet, was beispielsweise bei einer Verwendung von Einzel
schrauben zweckmäßig sein kann. Dann sind diese Bohrungen mit
einem Gewinde versehen.
Die Fig. 6 zeigt eine fünfte Ausführungsform einer Anschluß
schiene 17 eines Niederspannungs-Leistungsschalters mit meh
reren Hohlräumen 22; 23; 24, zwischen denen Stege 25; 26 vor
gesehen sind. In dieser Anschlußschiene 17 sind Bohrungen 18;
19; 20; 21 im Bereich der Hohlräume 22, 23 und 24 vorgesehen.
Die genannten Stege 25 und 26 dienen zur Erhöhung der Festig
keit und dazu» eine Deformierung der hohlen Anschlußschiene
17 durch die Klemmkraft oder Belastung der durch diese Boh
rungen 18 bis 21 hindurchgeführten Schraubenbolzen oder in
das Gewinde dieser Bohrungen 18 bis 21 eingeschraubten
Schrauben zu vermeiden.
Die Fig. 7 zeigt eine sechste Ausführungsform einer An
schlußschiene 27 eines Niederspannungs-Leistungsschalters mit
mehreren Hohlräumen 28; 29; 30. Bei dieser Ausführungsform,
sind die mit einem nicht dargestellten Gewinde versehenen
Bohrungen 31; 32 so angeordnet, daß sie sich in einem Steg
33; 34 befinden. Dadurch sind größere Gewindelängen möglich,
was eine höhere Belastbarkeit der Schraubverbindungen ermög
licht.
Die Fig. 8 zeigt eine siebente Ausführungsform einer An
schlußschiene 35 eines Niederspannungs-Leistungsschalters mit
Anschlägen 36; 37 zur axialen Fixierung der Anschlußschiene
35 im Gehäuse des Niederspannungs-Leistungsschalters. Mittels
dieser Anschläge 36; 37 wird die Anschlußschiene 35 durch ge
eignete Befestigungselemente, zum Beispiel Klemmschrauben, im
axialer Richtung fixiert. Gleichzeitig oder zusätzlich können
diese Anschläge 36; 37 axiale Kräfte, wie Kontaktschalt- oder
Kontaktandruckkräfte aufnehmen und diese auf das Gehäuse
übertragen.
Die Fig. 9 zeigt schematisch eine achte Ausführungsform ei
ner Anschlußschiene 38 eines Niederspannungs-Leistungsschal
ters mit einem Hohlraum 39 und darin angeordneten einschieb
baren Stützstegen 40; 41. In dem sich im wesentlichen über
die gesamte Länge der Anschlußschiene 38 erstreckenden Hohl
raum 39 der Anschlußschiene 38 sind quer zur Längsrichtung
der Anschlußschiene 38 verlaufende Führungsnuten 42; 43; 44;
45 für bei Bedarf einzuschiebende Stützstege 40; 41 vorgese
hen. Die in diese Führungsnuten 42; 43; 44; 45 einzuschieben
den Stützstege 40; 41 können aus dem gleichen Material beste
hen, wie die Anschlußschiene 38, können aber auch aus einem
unterschiedlichen Material bestehen. Diese eingeschobenen
Stützstege 40; 41 dienen dem gleichen Zweck, wie die ange
formten, nämlich der Stabilisierung der Anschlußschiene 38
gegen eine Deformierung der hohlen Anschlußschiene 38 durch
die Klemmkraft oder Belastung von durch die Bohrungen 46; 47;
48 und 49 hindurchgeführten Schraubenbolzen oder in das Ge
winde dieser Bohrungen 46; 47; 48 und 49 eingeschraubten
Schrauben. Allerdings können in ihnen keine Bohrungen vorge
sehen werden.
Die Vorteile der erfinderischen Lösung bestehen darin, daß
innerhalb einer Baugröße einheitliche äußere Abmessungen der
Anschlußschienen erreicht werden, wodurch Distanzstücke und
dergleichen entfallen. Innerhalb einer Baugröße können ein
heitliche Einschubkontakte und somit einheitliche Einschub
rahmen verwendet werden, was eine starke Reduzierung der Va
riantenvielfalt und eine Kostenreduzierung zur Folge hat. Die
Bohrungen der Hohlprofile können gestanzt werden, was kosten
günstiger und sauberer als Bohren ist. Die Verbindungstechnik
vereinfacht sich auf eine Variante pro Baugröße, wodurch die
Fertigung vereinfacht wird. Durch die stark vergrößerte Ober
fläche von Hohlprofilen, die seitlich offen sind, erfolgt ei
ne bessere Wärmeabfuhr.
Claims (18)
1. Niederspannungs-Leistungsschalter mit einem aus einer
Rückwand und einem Vorderteil bestehenden Gehäuse und einem
in diesem Gehäuse befindlichen Kontaktsystem, das wenigstens
eine, zweckmäßig zwei, etwa parallele, durch Befestigungsmit
tel fixierte, einschiebbare, aus einem profilierten Halbzeug
hergestellte Anschlußschienen, zur Verbindung des Kontaktsy
stems mit einem äußeren Stromkreis aufweist, wobei sich die
Anschlußschienen durch in der Rückwand befindliche Fenster
öffnungen erstrecken und durch Distanzstücke in dem Gehäuse
positioniert sind und wobei ferner die eine der Anschluß
schienen als Träger eines ortsfesten Schaltkontaktes und ei
nes Lichtbogenhornes dient, während die weitere der Anschluß
schienen durch eine gelenkige oder flexible Leiteranordnung
mit einem bewegbaren Schaltkontakt des Schaltkontaktsystems
in Verbindung steht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (1; 5; 8; 11; 17; 27; 35) hohl aus
gebildet sind.
2. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (1; 5; 11) nur einen Hohlraum (2; 6;
12) aufweisen.
3. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (17; 27, 35) mehrere Hohlräume (22-24;
28-30) aufweisen.
4. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (1; 5; 8; 11; 17; 27; 35) für alle
Stromstärken den gleichen äußeren Querschnitt aufweisen.
5. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (1; 5; 8; 11; 17; 27; 35) für unterschied
liche Stromstärken unterschiedliche Wandstärken aufweisen.
6. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchführungsöffnungen für die Anschlußschienen (1;
5; 8; 11; 17; 27; 35) in den jeweiligen Schaltergehäusen ei
ner Typenreihe alle gleich, entsprechend den Abmessungen für
die Anschlußschienen (S) der maximalen Stromstärke, ausgebil
det sind.
7. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (11; 17; 27) Bohrungen (13-16;
18-21; 31; 32) zu Befestigungszwecken aufweisen.
8. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen (13-16; 18-21; 31; 32) ein Gewinde aufwei
sen.
9. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Ansprüch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen (13-16; 18-21) in einer Anschlußschiene
(11; 17) auf der Oberseite und der Unterseite derselben in
einer gemeinsamen Achse angeordnet sind.
10. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen (13-16; 18-21) in einer Anschlußschiene
(11; 17) auf der Oberseite und der Unterseite derselben ge
geneinander versetzt angeordnet sind.
11. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (17; 27) zwischen den Hohlräumen
(22-24; 28-30) derselben einstückig angeformte Stege (25; 26;
33; 34) zur Erhöhung der Festigkeit aufweisen.
12. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 7 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen (13-16; 18-21) in den Anschlußschienen (11;
17) im Bereich von Hohlräumen (22-24; 28-30)angeordnet sind.
13. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 7 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen (31; 32) in den Anschlußschienen (27) in
den Stegen (33; 34) angeordnet sind.
14. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (35) mit an sich bekannten Anschlä
gen (36; 37) zur axialen Fixierung versehen sind.
15. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußschienen (38) quer zur Längsrichtung der An
schlußschiene (38) verlaufende Führungsnuten (42; 43; 44; 45)
für einzuschiebende Stützstege (40; 41) aufweisen.
16. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Führungsnuten(42; 43; 44; 45) einschiebbaren
Stützstege (40; 41) aus dem gleichen Material bestehen, wie
die Anschlußschiene (38).
17. Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Führungsnuten (42; 43; 44; 45) einschiebbaren
Stützstege (40; 41) aus einem zur Anschlußschiene (38) unter
schiedlichen Material bestehen.
18. . Niederspannungs-Leistungsschalter nach einem der vorange
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (2, 6, 12) bzw. die Hohlräume (22-24; 28-30)
quer zur Längserstreckung der Anschlußschiene (1, 5, 11; 17,
27, 35) angeordnet und beidseitig offen ist bzw. sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999139703 DE19939703A1 (de) | 1999-08-18 | 1999-08-18 | Niederspannungs-Leistungsschalter mit Anschlußschienen für verschiedene Nennströme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999139703 DE19939703A1 (de) | 1999-08-18 | 1999-08-18 | Niederspannungs-Leistungsschalter mit Anschlußschienen für verschiedene Nennströme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19939703A1 true DE19939703A1 (de) | 2001-02-22 |
Family
ID=7919158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999139703 Ceased DE19939703A1 (de) | 1999-08-18 | 1999-08-18 | Niederspannungs-Leistungsschalter mit Anschlußschienen für verschiedene Nennströme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19939703A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20106248U1 (de) * | 2001-04-04 | 2002-08-08 | Siemens AG, 80333 München | Anschlussschiene für Niederspannungs-Leistungsschalter |
-
1999
- 1999-08-18 DE DE1999139703 patent/DE19939703A1/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20106248U1 (de) * | 2001-04-04 | 2002-08-08 | Siemens AG, 80333 München | Anschlussschiene für Niederspannungs-Leistungsschalter |
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