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DE19938134C2 - Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases unter Überdruck - Google Patents

Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases unter Überdruck

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DE19938134C2 DE1999138134 DE19938134A DE19938134C2 DE 19938134 C2 DE19938134 C2 DE 19938134C2 DE 1999138134 DE1999138134 DE 1999138134 DE 19938134 A DE19938134 A DE 19938134A DE 19938134 C2 DE19938134 C2 DE 19938134C2
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Resmed R&D Germany GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases unter Überdruck mit einer Gebläseeinrichtung zur Förderung des Atemgases entlang eines Atemgasförderweges von einem Atemgasansaugbereich zu einem Atemgasausgangsbereich.
Vorrichtungen der eingangs genannten Art finden insbesondere Anwendung bei der Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen. Abweichend von den im allgemeinen nur kurzzeitig beispielsweise zur Zufuhr eines Anästhesiegases im Krankenhaus - insbesondere im OP- Bereich - verwendeten Beatmungsgeräten, wird bei Schlaftherapie-Beatmungsgeräten angestrebt, das Atemgas in einer Weise zuzuführen, die seitens des Patienten als angenehm empfunden wird und dessen natürliches Schlafverhalten in möglichst geringem Maß beein­ trächtigt und sich zudem unter physiologischen Gesichtspunkten als hinreichend verträglich erweist. Unter den genannten, auch als CPAP-Geräte bekannten Atemgaszufuhrvorrichtungen finden sich auch Geräte, bei welchen der Beatmungsdruck während einer Expirationsphase des Patienten abgesenkt und während einer sich zyklisch anschließenden Inspirationsphase auf einen vorgegebenen Druckpegel erhöht wird. Bei derartigen Geräten wird der erforderliche Überdruck üblicherweise mittels einer Gebläseeinrichtung erzeugt, wobei die Steuerung des Atemgasdruckes durch Änderung der Drehzahl der Gebläseeinrichtung erreicht wird. Diese Gebläseeinrichtung ist üblicherweise in einem mit Schall absorbierenden Elementen ausge­ kleideten Gehäuse aufgenommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine unter physiologischen Gesichtspunkten noch günstigere Durchführung einer Überdruckbeatmung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases unter Überdruck mit einem Außengehäuse, einer darin aufgenommenen Gebläseeinrichtung zur Förderung des Atemgases entlang eines Atemgasförderweges von einem Atemgasansaug­ bereich zu einem Atemgasausgangsbereich gelöst, die sich dadurch auszeichnet, daß eine Schallquelle vorgesehen ist zur Erzeugung eines Schallereignisses, das die seitens der Gebläse­ einrichtung erzeugten Schallereignisse zumindest teilweise auslöscht.
Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, die während der Atemgaszufuhr auftreten­ den Geräusche auf einen seitens des Patienten kaum noch wahrnehmbaren Geräuschpegel abzusenken. Hierdurch wird das natürliche Schlafverhalten des Patienten durch die Beat­ mungsvorrichtung in deutlich vermindertem Maße beeinträchtigt.
Gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, zur Steuerung der Schallquelle derart, daß diese ein Schallereignis mit einem vorbestimmten zeitlichen Verlauf erzeugt. Der zeitliche Verlauf des durch die Schallquelle gesteuert erzeugten Schallereignisses ist vorzugsweise derart abgestimmt, daß zumindest im hörbaren Bereich eine weitgehende Extinktion der durch die Gebläseeinrichtung erzeugten Geräusche erreicht wird. Die Ermittlung eines geeigneten zeitlichen Verlaufs des durch die Schallquelle erzeugten Schallereignisses erfolgt vorzugsweise unter Abarbeitung eines adapti­ ven Regelalgorithmus. In diesem adaptiven Regelalgorithmus werden vorzugsweise permanent vorhandene Grundschwingungen sowie vom momentanen Betriebszustand abhängige Schwingungsformen adaptiv berücksichtigt.
Eine besonders günstige Ermittlung geeigneter Extinktions-Schallereignisse wird gem. einer bevorzugten Ausführung der Erfindung dadurch erreicht, daß eine Schalldetektionseinrichtung vorgesehen ist, zur Erfassung der momentanen Schallereignisse, wobei diese Schalldetektions­ einrichtung mit der Steuereinrichtung operativ verbunden ist. Diese Schalldetektionseinrich­ tung kann auf vorteilhafte Weise durch ein Mikrophon verwirklicht werden, das in Schallaus­ breitungsrichtung vor der zur Erzeugung des Extinktionsschallsignales vorgesehenen Schallquelle angeordnet ist.
Alternativ dazu oder auch in Kombination hiermit ist es möglich, eine Schalldetektions­ einrichtung - insbesondere ein Mikrophon - in Schallausbreitungsrichtung nach der Schall­ quelle anzuordnen. Anhand des in Schallausbreitungsrichtung nach der Schallquelle angeordneten Mikrophons kann auf vorteilhafte Weise der Schallauslöschungsgrad sowie der Verlauf des Restschallsignales ermittelt werden.
Gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Schallquelle im Inneren des Außengehäuses aufgenommen. Hierbei ist die Schallquelle vorzugsweise im Bereich der höchsten Schallintensität im Inneren des Beatmungsgerätes angeordnet. Das durch die Schallquelle erzeugte Schallereignis wird gem. einer besonders bevorzugten Ausfüh­ rungsform unmittelbar in den Atemgasförderweg eingekoppelt. Dadurch wird es auf vorteil­ hafte Weise möglich, die Schallausbreitung insbesondere über den Atemgasschlauch zu unterdrücken.
Die zur Steuerung der Extinktions-Schallquelle vorgesehene Steuereinrichtung ist gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform mit einer Detektionseinrichtung gekoppelt zur Erfas­ sung des momentanen Betriebszustandes der Gebläseeinrichtung. Dadurch wird es auf vorteil­ hafte Weise möglich, in Echtzeit ein vergleichsweise exakt abgestimmtes Extinktions-Schall­ signal zu erzeugen. Über diese Detektionseinrichtung können beispielsweise die Drehzahl, der Motorstrom, die Motorspannung oder auch die Motorvibration erfaßt werden, wobei auf Grundlage dieser ermittelten Betriebsparameter beispielsweise aus einem gespeicherten Kenn­ feld die signifikanten Parameter für das Extinktionsschallereignis ermittelt werden können. Hierdurch wird auf vorteilhafte Weise eine zuverlässige Extinktion der Schallereignisse hoher Schallintensität möglich.
Eine im Hinblick auf eine besonders hochwertige Schallextinktion vorteilhafte Ausführungs­ form der Erfindung ist dadurch gegeben, daß die Steuereinrichtung die Phasenlage des Ex­ tinktionsschallsignales in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit des Atemgases entlang des Atemgasförderweges einstellt. Die Phasenlage des Extinktionsschallsignales wird hierbei permanent derart eingestellt, daß sich eine Phasenverschiebung im Bereich von λ/2 ergibt.
Eine besonders robuste und zuverlässige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrich­ tung ist dadurch gegeben, daß die Schallquelle wenigstens eine piezoelektrisch betätigte Schalleinkoppelungsfläche aufweist. Diese Schalleinkoppelungsfläche ist vorzugsweise derart angeordnet, daß die Ausbreitungsrichtung des Schallereignisses im wesentlichen parallel zur Strömungsrichtung in dem entsprechenden Abschnitt des Atemgasförderweges verläuft.
Hierbei ist es möglich, das Schallereignis derart in das Atemgas einzukoppeln, daß sich das Schallereignis entlang der momentanen Strömungsrichtung ausbreitet. Es ist auch möglich, die Schallquelle derart anzuordnen, daß sich das Schallereignis entgegen der momentanen Atem­ gasströmungsrichtung ausbreitet. Vorzugsweise sind zwei Schallquellen derart angeordnet, daß diese die Einkoppelung eines Schallereignisses sowohl in Atemgasströmungsrichtung als auch entgegen der Atemgasströmungsrichtung ermöglichen.
Eine besonders weitgehende Schallextinktion wird gem. einer besonders bevorzugten Ausfüh­ rungsform der Erfindung dadurch erreicht, daß insgesamt vier Schallquelleneinrichtungen vor­ gesehen sind, die sich paarweise gegenüberliegen, wobei eine Verbindungslinie zwischen zwei einander gegenüberliegenden Schallquellen den Atemgasförderweg unter einem Winkel im Bereich von ca. 45° schneidet. Hierdurch wird es möglich, sowohl Longitudinal- als auch Transversal-Schallwellen weitgehend auszulöschen. Eine von der momentanen Strömungs­ geschwindigkeit des Atemgases weitgehend unabhängige Schallauslöschung kann gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht werden, daß die Schalldetektionseinrichtung im wesentlichen auf gleicher Höhe angeordnet ist, wie die Schall­ quelle. Hierbei ist es insbesondere möglich, die Schalldetektionseinrichtung in die Schallquelle zu integrieren. Eine derartige integrierte Ausführungsform von Schalldetektionseinrichtung und Schallquelle läßt sich gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung durch ein Piezoelement verwirklichen.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte Schemadarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit drei Extinktions-Schallquellen sowie zwei Schalldetektionseinrichtungen;
Fig. 2 eine vereinfachte Schemadarstellung einer alternativen Ausführungsform mit ledig­ lich einer Extinktionsschallquelle, die ein Schallereignis sowohl in als auch gegen Strömungsrichtung in den Atemgasweg einkoppelt.
Die Darstellung gem. Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze zur Erläuterung der Funktion eines erfindungsgemäß ausgestalteten CPAP-Gerätes. Im Inneren eines Außengehäuses 1 ist eine Gebläseeinrichtung 2 aufgenommen, die bei der dargestellten Ausführungsform durch einen Elektromotor und ein auf einer Antriebswelle des Elektromotors aufgesetztes Radiallaufrad gebildet ist. Die Gebläseeinrichtung 2 ist in dem Außengehäuse 1 elastisch gelagert. Hierzu ist ein Weichstoffkörper 3 vorgesehen. Bei der dargestellten Ausführungsform wird durch den Weichstoffkörper 3 eine Abdichtung der Gebläseeinrichtung 2 im Inneren des Außengehäuses 1 erreicht.
Das seitens der Gebläseeinrichtung 2 angesaugte bzw. abgegebene Atemgas wird entlang eines Atemgasförderweges bewegt, der bei der dargestellten Ausführungsform einen Ansaugbereich 4 und einen Ausgangsbereich 5 umfaßt. In einem dem Ansaugbereich 4 vorge­ lagerten Abschnitt des Außengehäuses 1 ist eine Filtereinrichtung 6 vorgesehen zur Filterung des angesaugten Atemgases. Die Filtereinrichtung 6 bildet eine vergleichsweise große Durchgangsfläche und ist aus einem Material mit einem hohen Schallabsorptionsvermögen gefertigt. Der Ansaugbereich 5 ist durch mehrere Umlenkstrecken verlängert. Hierdurch wird ebenfalls die Ausbreitung etwaiger, seitens der Gebläseeinrichtung 2 erzeugter Geräusche nach außen unterdrückt. Die Verlängerung des Atemgasförderweges im Ansaugbereich 4 wird bei der dargestellten Ausführungsform durch Umlenkelemente 7 erreicht, die bei der hier dargestellten Ausführungsform einstückig mit dem Außengehäuse 1 ausgebildet sind. Es ist auch möglich, diese Umlenkelemente 7 zusätzlich mit einem schallabsorbierenden Material, beispielsweise einem offenzellig geschäumten Elastomermaterial zu verkleiden.
Der Ausgangsbereich 5 ist ebenfalls derart ausgebildet, daß sich ebenfalls ein vergleichsweise langer Atemgasförderweg ergibt. Dies wird bei der dargestellten Ausführungsform ähnlich wie im Ansaugbereich 4 durch Umlenkelemente 8 erreicht.
Der Ausgangsbereich 5 mündet in einen Anschlußstutzen 9, auf welchen ein Atemgas­ schlauch (nicht dargestellt) aufgesteckt werden kann, dessen patientenseitiges Ende mit einer hier nur vereinfacht dargestellten Atemmaske 10 verbunden ist. Die Atemmaske 10 ist mit mehreren Auslaßöffnungen 11 versehen, über welche ein vorbestimmter Gasstrom permanent aufrechterhalten werden kann. Durch diesen permanent herrschenden Gasstrom wird das im Rahmen eines Expirationsvorganges in den Atemgasschlauch hineingeförderte CO2 nach außen abgeführt. Alternativ zu den in der Atemmaske vorgesehenen Auslaßöffnungen 11 ist es auch möglich, zwischen dem nicht dargestellten Beatmungsschlauch und der Atemmaske 10 ein Spülelement vorzusehen, das einen vorbestimmten Leckage-Strom erzeugt.
Zwischen der Gebläseeinrichtung 2 und dem Anschlußstutzen 9 ist ebenfalls eine Filterein­ richtung 12 vorgesehen, durch welche das geförderte Atemgas gefiltert und eine teilweise Absorption der Motorgeräusche der Gebläseeinrichtung 2 erreicht wird. Diese Filtereinrichtung ist derart angeordnet, daß diese vergleichsweise einfach auch von einem Laien ausgewechselt werden kann. Sowohl die dem Ansaugbereich 4 zugeordnete Filtereinrichtung 6, als auch die dem Ausgangsbereich 5 zugeordnete Filtereinrichtung 12 sind derart ausgebildet, daß diese nur einen vergleichsweise geringen Strömungswiderstand erzeugen.
Das gezeigte CPAP-Gerät zeichnet sich durch wenigstens eine im Inneren des Außengehäuses 1 aufgenommene Schallquelle 14 aus, die ein Schallereignis erzeugt, das sich im Inneren des Außengehäuses 1 ausbreitet. Bei der gezeigten Ausführungsform wird das Schallereignis in das Atemgas eingekoppelt, das durch den Ausgangsbereich 5 zu dem Anschlußstutzen 9 hin strömt.
Die Schallquelle 14 wird über eine Steuereinrichtung 15 angesteuert. Die Steuereinrichtung 15 bestimmt dabei sowohl den zeitlichen Verlauf des Schallereignisses als auch die Intensität des erzeugten Schallsignales. In vorteilhafter Weise wird dabei das Schallereignis derart erzeugt, daß dieses die seitens der Gebläseeinrichtung 2 erzeugten Geräusche weitgehend insbeson­ dere im hörbaren Bereich auslöscht. Die Generierung des Schallereignisses erfolgt bei der dar­ gestellten Ausführungsform durch Erfassung des Schalles im Inneren des Außengehäuses 1, insbesondere im Ausgangsbereich 5. Hierzu ist eine Mikrophoneinrichtung 16 vorgesehen, über welche eine Signalrückführung zu der Steuereinrichtung 15 erfolgt. Über die Mikrophon­ einrichtung 16 kann insbesondere der Extinktionsgrad ermittelt und die Generierung des Extinktions-Schallereignisses adaptiv optimiert werden.
Bei der gezeigten Ausführungsform sind zusätzlich zu der im Ausgangsbereich 5 vorge­ sehenen Schallquelle 14 zwei weitere Schallquellen 17, 18 vorgesehen, durch welche ebenfalls die seitens der Gebläseeinrichtung 2 erzeugten Geräusche sowie etwaige Strömungsgeräusche weitgehend ausgelöscht werden. Die Schallquelle 17 befindet sich unmittelbar im Aufnahmeraum der Gebläseeinrichtung 2 und ist ähnlich wie eine Schallquelle 14 an die Steuereinrichtung 15 angeschlossen.
Die Schallquelle 18 dient der Auslöschung etwaiger Geräusche im Bereich des Ansaugkanales. Der Extinktionsgrad der durch die Schallquelle 18 erreichten Schallauslöschung wird durch eine im Ausgangsbereich 4 vorgesehene weitere Mikrophoneinrichtung 19 erfaßt. Auf Grund­ lage der über die Mikrophoneinrichtung 19 erfaßten Schallereignisse kann das über die Schall­ quelle 18 erzeugte Schallsignal ebenfalls adaptiv optimiert werden.
Eine im Hinblick auf einen hohen Extinktionsgrad vorteilhafte Schallauslöschung kann gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht werden, daß wenigstens ein Betriebsparameter der Gebläseeinrichtung 2 erfaßt wird. Hierdurch wird es möglich, den signifikanten Verlauf des erforderlichen Extinktionsschallsignales nahezu verzugsfrei zu bestimmen. Die Bestimmung der Grundform des Extinktionsschallereignisses erfolgt hierbei vorzugsweise unter Rückgriff auf ein ggf. adaptiv optimiertes Kennfeld. Bei der gezeigten Ausführungsform ist hierzu ein Beschleunigungsaufnehmer 20 vorgesehen, über welchen die Vibration der Gebläseeinrichtung erfaßt werden kann. Anhand der erfaßten Vibrationen der Gebläseeinrichtung 2 kann mit hoher Genauigkeit ein für eine nahezu voll­ ständige Schallextinktion erforderliches Schallereignis generiert werden. Alternativ dazu oder auch in Kombination hiermit ist es möglich, beispielsweise die Drehzahl, den Motorstrom oder die Motorspannung der Gebläseeinrichtung 2 zu erfassen.
Die über die Schallquellen 14, 17 und 18 erzeugten Schallereignisse sind hinsichtlich des zeit­ lichen Verlaufs und ihrer Phasenlage derart abgestimmt, daß eine nahezu vollständige Schall­ extinktion erreicht wird. Gem. einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird hierbei die Strömungsgeschwindigkeit des Atemgases in dem jeweiligen Abschnitt des Atemgasförderweges berücksichtigt.
Die Strömungsgeschwindigkeit des Atemgases in dem Atemgasförderweg kann mit extrem hoher Genauigkeit anhand der Phasenlage der über die Mikrophoneinrichtungen 16 oder 19 erfaßten Schallereignisse bestimmt werden. Auf Grundlage der momentanen Strömungsge­ schwindigkeit des Atemgases kann die Phasenlage der über die Schallquellen 14, 17 und 18 erzeugten Schallsignale derart abgestimmt werden, daß sich jeweils zwischen den seitens der Gebläseeinrichtung 2 erzeugten Geräuschen und den Extinktionsschallsignalen bei ansonsten ähnlichem Druckverlauf zeitlichem eine Phasenverschiebung von λ/2 ergibt.
Die Ermittlung der Strömungsgeschwindigkeit des Atemgases und die damit mögliche Bestim­ mung des momentanen Atemgasflusses kann gem. einem alternativen Lösungsgedanken auch unabhängig von der vorangehend beschriebenen Schallextinktion bei der Steuerung des CPAP-Gerätes Anwendung finden.
Die optimale Anordnung der Schallquellen kann beispielsweise an einem Prototyp empirisch ermittelt werden. Hierbei ist es möglich, die Schallquellen derart anzuordnen, daß das erzeug­ te Schallereignis sich im wesentlichen entgegen der Strömungsrichtung des Atemgases aus­ breitet.
Eine sowohl im Hinblick auf eine vergleichsweise effektive Schallextinktion sowie äußerst präzise Erfassung des Gasstromes v entlang eines Atemgasförderweges kann durch die in Fig. 2 gezeigte Anordnung erreicht werden. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Schall­ quelle 14' derart angeordnet, daß diese ein entsprechend über die Steuereinrichtung generiertes Schallereignis sowohl in einen stromaufwärts liegenden Bereich 5a, als auch in einem stromabwärts liegenden Bereich 5b einkoppelt. Über die Mikrophoneinrichtungen 16a, 16b kann das jeweilige resultierende Geräusch detektiert werden. Anhand der Phasenverschiebung zwischen den Signalen der über die Mikrophoneinrichtungen 16a, 16b erfaßten Schallereignisse kann der momentane Atemgasstrom v bestimmt werden. Der Atemgasstrom kann auch über die Phasenlage der seitens der Mikrophoneinrichtungen 16a, 16b erfaßten Schallsignale gegenüber der Schallquelle 14' ermittelt werden. Auch unter Verzicht auf die Schallquelle 14' kann über die Mikrophoneinrichtungen 16a, 16b der Atemgasstrom bestimmt werden, wenn in dem Atemgasförderweg ein bestimmtes Schallsignal meßbar ist. Dieses Schallsignal kann durch die Gebläseeinrichtung 2 erzeugt werden, oder auch pulsweise in den Atemgasförderweg eingekoppelt werden. Dieses pulsweise eingekoppelte Schallereignis ist gem. einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung derart abgestimmt, daß dieses außerhalb des hörbaren Bereichs liegt.
Die Erfindung ist nicht auf die vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise ist es auch möglich, das CPAP-Gerät mit lediglich einer einzigen Extinktions­ schallquelle zu versehen. Es ist auch möglich, die Schallquelle und die Mikrophoneinrichtung in ein einziges Bauelement zu integrieren. Durch Verkürzung des Abstandes zwischen Schall­ quelle und Mikrophoneinrichtung wird es möglich, den Einfluß der Strömungsgeschwindigkeit des Atemgases in dem Atemgasförderweg zumindest teilweise zu vernachlässigen.

Claims (14)

1. Vorrichtung zur Zufuhr eines Atemgases unter Überdruck mit einem Außengehäuse, einer darin aufgenommenen Gebläseeinrichtung zur Förderung des Atemgases entlang eines Atemgasförderweges von einem Atemgasansaugbereich zu einem Atemgasausgangsbereich, gekennzeichnet durch eine Schallquelle zur Erzeugung eines Schallereignisses, das die seitens der Gebläseeinrichtung erzeugten Schallereignisse zumindest teilweise auslöscht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, zur Steuerung der Schall­ quelle derart, daß diese ein Schallereignis mit einem vorbestimmten zeitlichen Schalldruckverlauf erzeugt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalldetektionseinrichtung vorgesehen ist, zur Erfassung eines Schallereignisses, wobei die Schalldetektionseinrichtung mit der Steuereinrichtung operativ verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldetektionseinrichtung in Schallausbreitungsrichtung vor der Schallquelle angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldetektionseinrichtung in Schallausbreitungsrichtung nach der Schallquelle angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallquelle im Inneren des Außengehäuses aufgenommen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallquelle das Schallereignis in das in dem Atemgasförder­ weg befindliche Atemgas einkoppelt.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung mit einer Detektionseinrichtung gekop­ pelt ist, zur Erfassung des momentanen Betriebszustandes der Gebläseeinrichtung.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung derart ausgebildet ist, daß diese die Dreh­ zahl, und/oder den Motorstrom, und/oder die Motorspannung, und/oder die Motorvibration bei der Generierung eines Extinktionsschallereignisses berücksichtigt.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung die Phasenlage des Extinktionsschall­ ereignisses in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit des Atemgases entlang des Atemgasförderweges einstellt.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallquelle wenigstens eine piezoelektrisch betätigte Schall­ einkoppelungsfläche aufweist.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallquelle derart angeordnet ist, daß diese das Schallereig­ nis im wesentlichen parallel zur Hauptströmungsrichtung in einen Abschnitt des Atemgas­ förderweges einkoppelt.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldetektionseinrichtung in unmittelbarer Nähe der Schallquelle angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldetektronseinrichtung in die Schallquelle integriert ist.
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