DE19936742A1 - Antrieb für ein Kettenrad, insbesondere einer Kettenziehvorrichtung - Google Patents
Antrieb für ein Kettenrad, insbesondere einer KettenziehvorrichtungInfo
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Abstract
Bei dem Antriebsstrang vorzugsweise einer Ziehvorrichtung zum kontinuierlichen Ziehen von Rohr- und Stangenmaterial ist vorgesehen, daß der Antriebsstrang zwischen Antriebsmotor und Kettenrad ein antriebsseitiges Unrundrad und ein abtriebsseitiges Unrundrad aufweist. Durch die Auswahl geeigneter Unrundräder wird am abtriebsseitigen Unrundrad eine resultierende, abgegebene Drehzahl erzeugt, mit der der beim Ziehen von Ketten auftretende Polygoneffekt vollständig kompensiert werden kann, so daß keine Geschwindigkeitsschwankungen im ziehenden Kettenstrang mehr auftreten und mithin eine gleichbleibende Qualität des gezogenen Materials gesichert ist. Mit den miteinander kämmenden Unrundrädern können bei konstanter Antriebsdrehzahl des Antriebsmotors die Abtriebsdrehzahlen des abtriebsseitigen Unrundzahnrades auf den Polygoneffekt eingestellt werden. Die Auswahl der Geometrien der Unrundräder erfolgt in Abhängigkeit von der Anzahl der Zähne des Kettenrades und der Gestalt der Kettenglieder.
Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für ein mehrere Kettenzähne auf
weisendes Kettenrad. Das Hauptanwendungsgebiet der Erfindung ist ein
Kettenrad einer Kettenziehvorrichtung zum Ziehen von Stangen -, Rohr-,
Rund- und Profilmaterial mit einer endlos umlaufenden Kette. Die
Erfindung ist aber auch vorteilhaft auf anderen technischen Gebieten
einsetzbar, bei denen eine endlose umlaufende Kette mittels eines
Kettenrades angetrieben wird.
Da die Einzelglieder bzw. Verbindungsglieder einer Kette starr sind,
kann sich die Kette dem Teilkreis des Kettenrades nur polygonförmig
anpassen. Der Hebelarm einer auf den Kettenstrang ausgeübten Kraft
ändert sich dadurch mit dem Drehwinkel des Kettenrades, wodurch das
Lastmoment und die in Kettenzugrichtung resultierende Vortriebs
geschwindigkeit der Kette periodisch schwanken. Neben den Last- und
Geschwindigkeitsschwankungen werden auch Schwankungen der Kette
in der Laufhöhe angeregt, die insgesamt zu unerwünschten Schwingun
gen in der Maschine und dadurch zu höherem Verschleiß des gesamten
Kettenantriebs führen können. Bei der Auslegung des Antriebs für ein
Kettenrad bzw. für einen Kettentrieb muß daher dieser sogenannte
Polygoneffekt berücksichtigt werden.
Um dem Polygoneffekt entgegenzuwirken, sind im Stand der Technik
bisher eine Vielzahl von technischen Lösungen vorgeschlagen worden.
Eine Kompensation des Polygoneffektes kann z. B. dadurch erzielt
werden, daß vergleichsweise große Kettenräder mit einer hohen
Zähnezahl verwendet werden. Maschinen mit großen Kettenrädern
zeigen zwar einen vergleichsweise ruhigen Lauf, dies wird allerdings mit
einer Vergrößerung des für den Antrieb benötigten Bauraumes und mit
einer Erhöhung der Anzahl der Kettenglieder erkauft, so daß auch das
Gewicht der Kette und damit die zu installierende Antriebsleistung steigt.
Weiter ist es aus dem Stand der Technik bekannt, als Ausgleichsmittel
zur Kompensation des Polygoneffektes eine spezielle Kettenführung
vorzusehen, mit der die Kette derart an das Kettenrad herangeführt wird,
daß sich der Effekt der starren Kettenglieder nur geringfügig auswirkt.
In Kettenziehvorrichtungen zum Ziehen von Stangen-, Rohr-, Rund-
und Profilmaterial mit einer endlos umlaufenden Kette kann der
Polygoneffekt erheblichen Einfluß auf die Qualität des gezogenen
Materials haben, da sich Geschwindigkeitsschwankungen und Schwin
gungen unmittelbar auf die Homogenität des Ziehprozesses und die
Längentoleranzen des gezogenen Materials auswirken. In einem
kontinuierlichen Ziehprozeß werden die zu ziehenden Rohren oder
Stangen mit speziellen Greifwerkzeugen gegriffen und mit den um
laufenden Treibkettenpaaren gezogen. Eine derartige kontinuierliche
Ziehvorrichtung ist z. B. aus dem Patent EP 0 433 767 B1 bekannt. Bei
dieser Kettenziehmaschine wurde keine Ausgleichsvorrichtung zum
Ausgleich der durch den Polygoneffekt verursachten Geschwindigkeits
schwankungen der Treibketten vorgesehen.
Aus der EP 0 850 216 A1 ist ein dem Oberbegriff der vorliegenden
Erfindung zugrundeliegender Antrieb für eine kontinuierliche Ziehvor
richtung bekannt, bei dem dem Polygoneffekt bereits Rechnung getragen
wurde. Bei dem gattungsgemäßen Antrieb ist in den Antriebsstrang
zwischep dem Antriebsmotor und den angetriebenen Kettenrädern ein
Übersetzungsgetriebe geschaltet. Die Antriebswelle des Übersetzungs
getriebes ist mit der Motorwelle des Antriebsmotors über ein Kreuzkopf
gelenk verbunden und um einen Winkel verschwenkt eingebaut. Durch
das Kreuzkopfgelenk wird bei zueinander verschwenkter An- und
Antriebswelle eine Unregelmäßigkeit der Umfangsgeschwindigkeiten
erzielt, die zur Kompensation des Polygoneffektes ausgenutzt werden
soll. Der Ausgleichseffekt dieses Antriebs hängt entscheidend von der
Einstellung des Winkel zwischen der An- und Abtriebswelle ab. Ein
derartiger Antrieb erfordert daher einerseits eine genaue Justage des
Winkels, andererseits eine regelmäßige Überwachung der Einstellung,
da bei einer ungünstigen Fehlstellung des Winkels statt einer Kom
pensation eine Verstärkung des Polygoneffektes erzeugt wird. Für den
praktischen Einsatz in einer Ziehvorrichtung ist der aus der EP 0 850
216 A1 bekannte Antrieb daher wenig geeignet.
Mit der Erfindung soll ein Antrieb geschaffen werden, der mit einfachen
Mitteln eine betriebssichere Kompensation des Polygoneffektes bewirkt.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene
Erfindung gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Antriebs
strang zwischen Antriebsmotor und Kettenrad ein antriebsseitiges
Unrundrad und ein abtriebsseitiges Unrundrad aufweist. Durch die
Auswahl geeigneter Unrundräder wird am abtriebsseitigen Unrundrad
eine resultierende, abgegebene Drehzahl erzeugt, mit der der Polygon
effekt vollständig kompensiert werden kann, so daß keine oder nur
geringfügige Geschwindigkeitsschwankungen im ziehenden Kettenstrang
mehr auftreten und mithin eine gleichbleibende Qualität des gezogenen
Materials gesichert ist. Mit den miteinander wechselwirkenden Unrund
rädern können bei konstanter Antriebsdrehzahl des Antriebsmotors die
Abtriebsdrehzahlen des abtriebsseitigen Unrundzahnrades auf den
Polygoneffekt eingestellt werden. Die Auswahl der Geometrien der
Unrundräder erfolgt in Abhängigkeit von der Zähnezahl des Kettenrades
und der Gestalt der Kettenglieder. Der erfindungsgemäße Antrieb
bewirkt selbst bei Kettenräder mit nur wenigen Kettenzähnen eine
nahezu vollständige Kompensation des Polygoneffektes.
Da der Polygoneffekt periodisch auftritt, erfolgt die Auslegung der
Unrundräder vorzugsweise dergestalt, daß die Wälzkurve eines jeden
Unrundrades jeweils aus mehreren Wälzkreissegmenten mit gleichförmi
gen Wälzkurvenabschnitten zusammengesetzt ist. Die Wälzkurven
abschnitte des antriebsseitigen und des abtriebsseitigen Unrundrades
sollten gleiche Wälzkurvenlängen aufweisen, so daß die Wälzkurven
abschnitte und mithin die Unrundräder gleichmäßig aufeinander abrollen
und eine periodische Schwankung der Abtriebsdrehzahl des abtriebs
seitigen Unrundrades ermöglichen.
Weiter vorteilhaft ist es, wenn das antriebsseitige Unrundrad weniger
Wälzkreissegmente als das abtriebsseitige Unrundrad aufweist, so daß
ein Antriebsmotor mit hohen Antriebsdrehzahlen eingesetzt werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das antriebsseitige Unrundrad
ellipsenförmig.
Bei einer ersten Ausführungsalternative entspricht die Anzahl der Wälz
kreissegmente des abtriebsseitigen Unrundrades der Anzahl der
Kettenzähne. Bei einem derartigen Antrieb kann dann das abtriebsseitige
Unrundrad wahlweise mit dem Kettenrad auf einer gemeinsamen Welle
angeordnet sein oder durch ein Zahnradgetriebe oder ein Transmissions
mittel, wie z. B. einem Zahnriemen, mit dem Kettenrad gekoppelt sein.
Bei einer alternativen Ausführungsform ist zwischen dem abtriebsseitigen
Unrundrad und dem Kettenrad ein Übersetzungsgetriebe zwischenge
schaltet, dessen Übersetzungsverhältnis IK sich aus dem Verhältnis der
Anzahl der Wälzkreissegmente des abtriebsseitigen Unrundrades und der
Kettenzähne des Kettenrades bzw. aus dem Verhältnis des Winkels, über
den sich die Wälzkreissegmente des abtriebsseitigen Unrundrades
erstrecken, und dem Teilungswinkel des Kettenrades ergibt. Vor
teilhafterweise ist das Übersetzungsverhältnis ganzzahlig. Bei dem
Übersetzungsgetriebe kann es sich um ein ein- oder mehrstufiges
Zwischengetriebe handeln.
Das abtriebsseitige Unrundrad ist vorzugsweise derart konstruiert, daß
seine Wälzkurvenabschnitte zwei Wendepunkte haben. Jeder Wälzkur
venabschnitt weist dann in der Mitte einen minimalen Radialabstand von
der Drehachse des Unrundrades und an den Übergängen zu den nächsten
Wälzkreissegmenten maximale Radialabstände von der Drehachse auf.
Der Abstand zwischen den Drehachsen der Unrundräder ist vorzugs
weise konstant.
Weiter vorteilhaft ist es, wenn die Unrundräder als Zahnräder ausgebil
det sind, da mit Zahnrädern ein sicherer Ablauf der Wälzkreissegmente
aufeinander ohne die Gefahr von Gleiten zwischen den Unrundrädern
ermöglicht wird.
Für Kettenziehvorrichtungen, mit denen Stangen und Rohre mit
besonders hohen Qualitätsanforderungen an gleichbleibende Dicken
gezogen werden sollen, kann als weiteres Ausgleichsmittel zur Kom
pensation des Polygoneffektes eine spezielle Kettenführung der Kette an
das Kettenrad heran vorgesehen sein.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung einer rein schematischen Darstellung
des Aufbaus des erfindungsgemäßen Antriebs für zwei verschiedene Aus
führungsformen.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 schematisch einen erfindungsgemäßen Antriebsstrang ohne
Übersetzungsgetriebe; und
Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Antriebsstrang mit Übersetzungs
getriebe zwischen den Unrundzahnrädern und dem Ketten
rad.
In den Fig. 1 und 2 sind in einer rein schematischen Darstellung nur
die zum Ausgleich des Polygoneffektes notwendigen Bauteile eines
insgesamt mit 10 in Fig. 1 bzw. 20 in Fig. 2 bezeichneten Antriebs
strangs dargestellt. Der Antriebsstrang dient zum Antreiben des
Kettenrades 11 einer ansonsten nicht weiter dargestellten Ziehvor
richtung. Mit dem Kettenrad 11 wird eine Kette 12 in Richtung des
Pfeiles P gezogen. Die Ziehkette 12 besteht aus gelenkig miteinander
verbundenen Kettengliedern 12a, 12b, in deren Zwischenräume die
Zähne 13 des Kettenrades 11 eingreifen. An der Kette 12 sind die nicht
dargestellten Greifvorrichtungen zum Ziehen der nicht gezeigten Stangen
oder Rohren befestigt. In Ziehvorrichtungen erfolgt das Ziehen des
Materials meist mit Triebkettenpaaren, d. h. mit mindestens zwei parallel
zueinander laufenden Ketten.
Im Antriebsstrang 10 in Fig. 1 ist ein antriebsseitiges Unrundzahnrad 1
mit einem nicht gezeigten Antriebsmotor drehfest verbunden. Das
antriebsseitige Unrundzahnrad 1 ist ellipsenförmig und aus zwei
gleichförmigen Wälzkreissegmenten 2 zusammengesetzt, von denen eines
schraffiert gezeigt ist. Das antriebsseitige Unrundzahnrad 1 ist über seine
nicht näher dargestellte Verzahnung mit der Verzahnung des abtriebs
seitigen Unrundzahnrades 3 in Eingriff. Dieses weist insgesamt 6
zueinander gleichförmige Wälzkreissegmenten 4 auf, von denen eines
schraffiert dargestellt ist.
Es versteht sich, daß die einzelnen Unrundzahnräder aus einem Stück
bestehen bzw. gefertigt sein können und sich die Bezeichnung Wälz
kreissegmente nur auf den gleichförmigen Aufbau der einzelnen
Unrundzahnräder bezieht.
Das Wälzkreissegment 2 des Unrundzahnrades 1 hat einen Wälzkurven
abschnitt 2', der die gleiche Bogenlänge beziehungsweise Wälzkurven
länge wie der Wälzkurvenabschnitt 4' des Wälzkreissegmentes 4 des
abtriebsseitigen Unrundzahnrades 3 aufweist. Weiterhin ist der Abstand
zwischen der Drehachse 5 des Unrundrades 1 und der Drehachse 6 des
Unrundrades 3 konstant. Die Wälzkurve bzw. der Umfang des Unrund
rades 3 kann daher aus der konstanten Summe des Erzeugendenradius R
des Unrundrades 3 und des Erzeugendenradius U des Unrundrades 1
ermittelt werden.
Um den im Betrieb des Antriebsstrangs 10 am Kettenrad 11 auftretenden
Polygoneffekt auszugleichen, hat der Wälzkurvenabschnitt 4' des Wälz
kreissegmentes 4 des abtriebsseitigen Unrundzahnrades 3 zwei Wende
punkte 9, 9', sowie einen Wälzkurvenpunkt mit minimalem Radialab
stand Rmin in der Mitte des Wälzkurvenabschnitts 4' und zwei Wälzkur
venpunkte mit maximalem Radialabstand Rmax. Das elliptische Unrund
zahnrad 1 ist derart mit dem Unrundzahnrad 3 in Eingriff gesetzt, daß
sich die Wälzkurven einerseits berühren, wenn die kürzere Nebenachse
der Ellipse mit dem maximalen Radialabstand Rmax des Unrundzahnrades
3 zusammentrifft, andererseits berühren, wenn die längere Hauptachse
des ellipsenförmigen Unrundrades 1 auf den minimalen Radialabstand
Rmin trifft. Die Abtriebsdrehzahl cles abtriebsseitigen Unrundrades 3 ist
dann minimal, wenn, wie in Fig. 1 gezeigt, Nebenachse und maximaler
Radialabstand Rmax zusammentreffen bzw. maximal, wenn Hauptachse
und minimaler Radialabstand zusammentreffen. Die Kopplung des
abtriebsseitigen Unrundzahnrades 3 mit dem Kettenrad 11 ist zur
Kompensation nun derart ausgeführt, daß die Drehzahl des abtriebs
seitigen Unrundzahnrades 3 einen minimalen Wert hat, wenn sich das
Kettenrad 1, wie in Fig. 1 gezeigt, in einer Winkelstellung befindet, in
der bei theoretisch konstanter Antriebsdrehzahl des Kettenrades 11
aufgrund des Polygoneffektes eine maximale Kettenvorschubgeschwin
digkeit resultieren würde. Tatsächlich ist aber aufgrund der miteinander
kämmenden Unrundräder 1, 3 die Abtriebsdrehzahl des abtriebsseitigen
Unrundzahnrades 3 gerade minimal, so daß sich insgesamt der Polygon
effekt und die mit den Unrundzahnrädern 1, 3 erzeugten Drehzahl
schwankungen gegeneinander aufheben, so daß eine absolut gleichförnii
ge Kettenzuggeschwindigkeit resultiert.
Für den Fachmann ist nun ersichtlich, welche Erzeugendenradien und
Krümmungsradien die Maximalradien, Minimalradien und Wendepunkte
der Wälzkurven bzw. Unrundzahnräder 1, 3 haben müssen, damit eine
optimale Kompensation des Polygoneffektes bei einem bestimmten
Kettenrad erzielt wird.
In Fig. 1 ist das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Unrundzahnrad
3 und dem Unrundzahnrad 1 iu = 3 : 1. Das abtriebsseitige Unrundzahnrad
3 ist mit dem Kettenrad 11 über ein Transmissionsmittel 8 verbunden.
Daher muß der Winkel τi, über den sich das Wälzkreissegment 4 des
zweiten Unrundzahnrades 3 erstreckt, genau so groß wie der Winkel α1
zwischen zwei Zähnen 13 des Kettenrades 11 sein. Anstelle des
Transmissionsmittels kann aber auch ein Zahnradgetriebe verwendet
werden oder das Unrundzahnrad und das Kettenrad sind auf einer
gemeinsamen Welle angeordnet.
Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Antriebsstrangs 20.
Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Auch hier wird
die Kette 12 mittels der Zähne 13 des Kettenrades 11 in Transportrich
tung P bewegt. Abweichend von der Ausführungsform nach Fig. 1 ist
das abtriebsseitige Unrundzahnrad 23 über ein insgesamt mit 15
bezeichnetes Übersetzungsgetriebe mit dem Kettenrad 11 gekoppelt. Das
Übersetzungsgetriebe 15 besteht in an sich bekannter Weise aus Zahnrä
dern und kann ein- oder mehrstufig ausgeführt sein. Das abtriebsseitige
Unrundzahnrad 23 hat hier nur 3 Wälzkreissegmente 24 mit Wälzkur
venabschnitten 24', die sich über den Winkelbereich τ2 erstrecken. Das
Übersetzungsgetriebe hat ein Übersetzungsverhältnis von iK = τ2/α2
Insgesamt dreht sich daher das Kettenrad 11 um den Winkel α2, wenn
sich das abtriebsseitige Unrundrad 23 um den Winkel τ2 dreht. Das mit
dem nicht gezeigten Antriebsmotor gekoppelte antriebsseitige Unrund
zahnrad 21 ist zwar wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ellipsen
förmig und aus zwei Wälzkreissegmenten 22 aufgebaut, die Abmessun
gen der Haupt- und Nebenachse bzw. des Erzeugendenradius U des
Unrundrades 21 sind aber an die veränderte Kurvengeometrie des
Wälzkreissegmentes 24 angepaßt.
Bei beiden Ausführungsformen versteht es sich, daß das Übersetzungs
verhältnis iu zwischen den Unrundzahnrädern vergleichsweise frei
gewählt werden kann, so daß insgesamt der Antrieb sehr flexibel an die
optimale Motordrehzahl des Antriebsmotors angepaßt werden kann. Für
ein Kettenrad mit veränderter Zähnezahl oder verändertem Durchmesser
sind andere Wälzkurven und Erzeugendenradien für die Unrund
zahnräder zum Ausgleich des Polygoneffektes erforderlich.
Claims (14)
1. Antrieb für ein mehrere Kettenzähne aufweisendes Kettenrad,
insbesondere für ein Kettenrad einer Kettenziehvorrichtung zum
Ziehen von Stangen-, Rohr-, Rund- und Profilmaterial mit einer
endlos umlaufenden Kette, mit einem das Kettenrad über einen
Antriebsstrang antreibenden Antriebsmotor, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Antriebsstrang (10; 20) ein antriebsseitiges
Unrundrad (1; 21) und ein abtriebsseitiges Unrundrad (3; 23)
aufweist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wälzkurve eines jeden Unrundrades (1, 21; 3, 23) jeweils aus
mehreren Wälzkreissegmenten (2, 4; 22, 24) mit gleichförmigen
Wälzkurvenabschnitten (2', 4'; 22', 24') zusammengesetzt ist.
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wälzkurvenabschnitte (2', 4'; 22', 24') des antriebsseitigen und des
abtriebsseitigen Unrundrades (1, 3; 21, 23) gleiche Wälzkurvenlän
gen aufweisen.
4. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß das antriebsseitige Unrundrad (1; 21) weniger Wälz
kreissegmente (2; 22) als das abtriebsseitige Unrundrad (3; 23)
aufweist.
5. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß das antriebsseitige Unrundrad (1; 21) ellipsenförmig.
6. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Anzahl der Wälzkreissegmente (4; 24) des abtriebs
seitigen Unrundrades (3; 23) der Anzahl der Kettenzähne (13)
entspricht.
7. Antrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das ab
triebsseitige Unrundrad (3) und das Kettenrad (11) auf einer
gemeinsamen Welle angeordnet oder durch ein Zahnradgetriebe
oder ein Transmissionsmittel (14), wie einen Riemen, miteinander
gekoppelt sind.
8. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen dem abtriebsseitigen Unrundrad (3; 23) und dem
Kettenrad (13) ein Übersetzungsgetriebe (15) mit einem Überset
zungsverhältnis von (iK) zwischengeschaltet ist, wobei das
Ubersetzungsverhältnis aus dem Winkelbereich (τ2) der Wälz
kreissegmente (4; 24) des abtriebsseitigen Unrundrades (3; 23) und
dem Teilungswinkel (α2) des Kettenrades (13) festgelegt ist.
9. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Übersetzungsverhältnis (iK) ganzzahlig ist.
10. Antrieb nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Übersetzungsgetriebe (15) ein ein- oder mehrstufiges Zwischenge
triebe ist.
11. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeich
net, daß die Wälzkurvenabschnitte (4'; 24') der Wälzkreissegmente
(4; 24) des abiriebsseitigen Unrundrades (3; 23) zwei Wendepunkte
(9, 9') aufweisen.
12. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß der Abstand zwischen den Drehachsen (5; 6) der Unrund
räder (1, 3; 21, 23) konstant ist.
13. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Unrundräder (1, 3; 21, 23) Zahnräder sind.
14. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Kette mit einer speziellen Kettenführung an das
Kettenrad herangeführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999136742 DE19936742A1 (de) | 1999-08-07 | 1999-08-07 | Antrieb für ein Kettenrad, insbesondere einer Kettenziehvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999136742 DE19936742A1 (de) | 1999-08-07 | 1999-08-07 | Antrieb für ein Kettenrad, insbesondere einer Kettenziehvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19936742A1 true DE19936742A1 (de) | 2001-02-08 |
Family
ID=7917187
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999136742 Withdrawn DE19936742A1 (de) | 1999-08-07 | 1999-08-07 | Antrieb für ein Kettenrad, insbesondere einer Kettenziehvorrichtung |
Country Status (1)
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