DE19934612A1 - Verfahren zur aktiven Unterdrückung von strömungsmechanischen Instabilitäten in einem Verbrennungssystem sowie Verbrennungssystem zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur aktiven Unterdrückung von strömungsmechanischen Instabilitäten in einem Verbrennungssystem sowie Verbrennungssystem zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur aktiven Unterdrückung von strömungsmechanischen Instabilitäten in einem Verbrennungssystem (10, 20, 30), in dem flüssiger oder gasförmiger Brennstoff mit Verbrennungsluft vorgemischt und Brennstoff-Luft-Mischung anschließend verbrannt wird, und bei welchem Verfahren der Massenstrom des zugeführten Brennstoffs nach Maßgabe einer ausgewählten Zeitfunktion moduliert wird, wird eine Vereinfachung und erhöhte Funktionssicherheit dadurch erreicht, dass die Modulation mit Mitteln der Fluidik (11) erfolgt.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verbrennungstechnik.
Sie betrifft ein Verfahren zur aktiven Unterdrückung von strömungsmechanischen
Instabilitäten in einem Verbrennungssystem gemäss dem Oberbegriff des An
spruchs 1. Sie betrifft weiterhin ein Verbrennungssystem zur Durchführung des
Verfahrens.
Thermoakustische Schwingungen stellen eine Gefahr für jede Art von Verbren
nungsanwendungen dar. Sie führen zu Druckschwankungen hoher Amplitude, zu
einer Einschränkung des Betriebsbereiches und können unerwünschte Emissio
nen erhöhen. Dieses trifft insbesondere für Verbrennungssysteme mit geringer
akustischer Dämpfung zu, wie sie beispielsweise bei Gasturbinen eingesetzt wer
den. Um eine hohe Leistung in Bezug auf Pulsationen und Emissionen über einen
weiten Betriebsbereich zu garantieren, kann eine aktive Kontrolle der Verbren
nungsschwingungen notwendig sein.
Es sind bereits verschiedene Techniken zur Kontrolle bzw. Unterdrückung von
Verbrennungsinstabilitäten mittels eines aktiven Kontrollsystems vorgeschlagen
worden, bei denen entweder in einer offenen oder geschlossenen Regelschleife
die Zufuhr des Brennstoffs und/oder der Verbrennungsluft zum Brenner oder den
Brennern in definierter Weise gesteuert bzw. moduliert wird. So bezieht sich eine
ältere, nicht vorveröffentlichte Anmeldung der Anmelderin beispielsweise auf die
aktive Kontrolle der Instabilitäten bei einem Vormischbrenner, wie er z. B. in der
EP-B1-0 321 809 in der dortigen Fig. 1 wiedergegeben ist. In einer offenen
Schleife werden bei einem solchen Vormischbrenner die Brennstoffströme in den
beiden äusseren Brennstoffleitungen (8, 9 in Fig. 1 der EP-B1-0 321 809) asym
metrisch mit Frequenzen zwischen 0,3 Hz und 5 kHz, vorzugsweise zwischen 5
Hz und 200 Hz, moduliert. Die Modulation erfolgt mit Hilfe zwei Brennstoffventilen,
die in die Brennstoffleitungen eingefügt sind.
Nachteilig ist bei der Verwendung von mechanisch bewegten, elektrisch angetrie
benen Brennstoffventilen, das mechanisch bewegte Teile vorhanden sind, die bei
den angewandten Modulationsfrequenzen einem erhöhten Verschleiss unterwor
fen sind und hinsichtlich der Funktionssicherheit Einschränkungen unterliegen.
Nachteilig ist aber auch der eigenständige Energiebedarf der Ventile, der zusätzli
che Schaltungsmassnahmen erforderlich macht.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur aktiven Kontrolle der Ver
brennungsinstabilitäten anzugeben, das einfach und funktionssicher ist und hin
sichtlich der apparativen Voraussetzungen nur geringe Anforderungen stellt.
Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Der Kern der Erfindung besteht darin, für die Modulation der Brennstoffzufuhr an
stelle der anfälligen mechanisch betätigten Ventile Methoden der Fluidik einzuset
zen, d. h., die Brennstoffströme durch strömungstechnische Mittel ohne bewegte
Teile zu verändern, wobei Fluidikschalter bzw. -steuerungselemente zum Einsatz
kommen.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist da
durch gekennzeichnet, dass innerhalb des Verbrennungssystems der Brennstoff in
zwei getrennten Brennstoffleitungen zum Vormischen geleitet wird, und dass zur
Modulation des zugeführten Brennstoffs der Brennstoffmassenstrom mit Mitteln
der Fluidik alternierend in unterschiedlicher Weise auf beide Brennstoffleitungen
aufgeteilt wird. Eine solche alternierende Aufteilung ist insbesondere für Vor
mischbrenner der o. g. Art geeignet, weil hierdurch auf vorteilhafte Weise die Axial
symmetrie der Verbrennungsflamme gestört und die mit der Axialsymmetrie ver
bundenen axialsymmetrischen Wirbelstrukturen und Druckschwingungen unter
drückt bzw. an ihrer Entstehung gehindert werden. Die alternierende Aufteilung
kann beispielsweise darin bestehen, dass über beide Brennstoffleitungen glei
chermassen eine erster unmodulierter Teilmassenstrom an Brennstoff zugeführt
wird, während ein zweiter Teilmassenstrom alternierend über eine der beiden
Brennstoffleitungen zusätzlich zugeführt wird. Hierbei wird in der Brennstoffzufuhr
nicht die volle Modulationstiefe ausgenutzt.
Es ist aber auch denkbar, dass gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der
Ausführungsform der (gesamten) Brennstoffmassenstrom alternierend über eine
der beiden Brennstoffleitungen geleitet wird (volle Modulationstiefe).
Die Modulation erfolgt vorzugsweise mit einer periodischen Zeitfunktion vorgege
bener Frequenz und Amplitude. Die Frequenzen richten sich dabei nach der
Geometrie und Betriebsweise des Verbrennungssystems und liegen üblicherweise
in einem Bereich, der weiter oben im Zusammenhang mit dem Stand der Technik
bereits genannt worden ist.
Die Zerstörung der Schwingungen begünstigenden Symmetrien in der Flamme
bzw. Brennkammer kann dabei einerseits dadurch erreicht werden, dass der
Brennstoff über die beiden Brennstoffleitungen zu einer einzigen Vormischein
richtung geleitet und dort an unterschiedlichen Stellen eingedüst wird.
Es ist aber auch denkbar, dass der Brennstoff über die beiden Brennstoffleitungen
zu verschiedenen Vormischeinrichtungen (z. B. Vormischbrennern) innerhalb des
selben Verbrennungssystems geleitet und dort eingedüst wird, was zu einer
Symmetrieunterdrückung innerhalb des Gesamtsystems mehrerer Vormischein
richtungen führt.
Das erfindungsgemässe Verbrennungssystem, welches eine Vormischeinrichtung
zum Vermischen des Brennstoffs mit der Verbrennungsluft, wenigstens eine
Brennstoffleitung zum Zuführen des Brennstoffs zur Vormischeinrichtung, sowie
Mittel zur Modulation des Massenstromes des zugeführten Brennstoffs umfasst, ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Modulationsmittel ein Fluidikelement umfassen.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verbrennungssystems nach der Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, dass der Brennstoff über zwei Brennstoffleitungen zu
geführt wird, und dass das Fluidikelement so ausgebildet und mit den beiden
Brennstoffleitungen verbunden ist, dass bei der Modulation zumindest ein Teil des
zugeführten Brennstoffmassenstroms alternierend auf eine der beiden Brenn
stoffleitungen umgeschaltet wird. Insbesondere führen die beiden Brennstofflei
tungen zur selben Vormischeinrichtung, und die Vormischeinrichtung ist so aus
gebildet, dass der Brennstoff aus jeder der Brennstoffleitungen an einer anderen
Stelle der Vormischeinrichtung eingedüst wird.
Bevorzugt umfasst das verwendete Fluidikelement einen Brennstoffeinlass und
zwei vom Brennstoffeinlass Y-förmig abzweigende und mit den Brennstoffleitun
gen in Verbindung stehende Brennstoffauslässe, sowie zwei quer zum Brennstoff
einlass verlaufende, einander gegenüberliegende Steuerkanäle, welche im Be
reich der Abzweigung der Brennstoffauslässe in den Brennstoffeinlass münden
und durch Beaufschlagung mit Über- oder Unterdruck eine Umlenkung des durch
den Brennstoffeinlass eintretenden Brennstoffmassenstromes von einem zum an
deren Brennstoffauslass ermöglichen.
Besonders einfach wird die gewünschte Modulation mit Hilfe dieses Fluidikele
mentes erreicht, wenn die beiden Steuerkanäle durch ein ausserhalb des Fluidik
elementes verlaufendes Verbindungsrohr vorgegebener Länge in einem geschlos
senen Kreis miteinander verbunden sind.
Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusam
menhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verbrennungssystems nach
der Erfindung mit einem Vormischbrenner, der über zwei unter
schiedliche Brennstoffleitungen mittels eines Fluidikelementes
moduliert mit Brennstoff versorgt wird;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verbrennungssystems
nach der Erfindung mit zwei parallel arbeitenden Vormischbren
nern, die jeweils über eine Brennstoffleitung mittels eines Fluidik
elementes moduliert mit Brennstoff versorgt werden;
Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Verbrennungssystems nach
der Erfindung mit einem Mischrohr, in welches im Bereich eines
Drallelementes von zwei gegenüberliegenden Seiten Brennstoff
eingedüst wird, der über zwei Brennstoffleitungen mittels eines
Fluidikelementes moduliert herangeführt wird;
Fig. 4 den inneren Aufbau eines Fluidikelementes, wie es bevorzugt in
den Ausführungsbeispielen gemäss Fig. 1 bis 3 eingesetzt wird;
und
Fig. 5 die bevorzugte Konfiguration des Fluidikelementes aus Fig. 4 als
selbsttätig schwingendes Kippelement.
In Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verbrennungssystems nach der
Erfindung wiedergegeben. Das Verbrennungssystem 10 umfasst einen (schemati
siert dargestellten) Vormischbrenner 17, der beispielsweise als Doppelkegelbren
ner ausgebildet ist, wie dies in Fig. 1 der EP-B1-0 321 809 gezeigt ist. Beim Vor
mischbrenner 17 wird ein (gasförmiger) Brennstoff an zwei gegenüberliegenden
Seiten eingedüst und mit der notwendigen Verbrennungsluft vermischt. Der
Brennstoff für den Vormischbrenner 17 wird dazu über zwei getrennte Brenn
stoffleitungen 15 und 16 herangeführt, die über ein Fluidikelement 11 aus einem
gemeinsamen Brennstoffeinlass 12 gespeist werden.
Das Fluidikelement 11 hat vorzugsweise den in Fig. 4 wiedergegebenen (schema
tisierten) inneren Aufbau. Der Brennstoffeinlass 12 verzweigt sich nach einer Ver
engung im Inneren des Elementes Y-förmig in zwei schräg abgehende Brennstoff
auslässe 31 und 32, an welche die Brennstoffleitungen 15, 16 angeschlossen
sind. Weiterhin sind im Inneren des Fluidikelementes zwei quer zum Brennstoff
einlass 12 verlaufende, einander gegenüberliegende Steuerkanäle 27 und 28 vor
gesehen, die im Bereich der Abzweigung der Brennstoffauslässe 31, 32 in den
Brennstoffeinlass 12 münden. Die Funktion des Fluidikelementes 11 basiert auf
den Prinzipien des Prandtl-Diffusors und des Coanda-Effekts. Der durch den
Brennstoffeinlass 12 einströmende Massenstrom hat die natürliche Tendenz, in
folge des Coanda-Effekts durch einen der Brennstoffauslässe 31, 32 abzuströmen
(in Fig. 4 ist durch die Pfeile angedeutet, dass der Strom in diesem Beispiel durch
den oberen Brennstoffauslass 31 abströmt). Durch Beaufschlagung mit Über
druck in dem einen Steuerkanal (27 in Fig. 4) oder Unterdruck im anderen Steuer
kanal (28 in Fig. 4) kann eine Umlenkung des durch den Brennstoffeinlass 12 ein
tretenden Brennstoffmassenstromes von einem Brennstoffauslass 31 zum ande
ren Brennstoffauslass 32 bewirkt werden, und umgekehrt.
Wird also dass Fluidikelement 11 in Fig. 1 aus einer Steuerung 14 über eine Steu
erleitung 13 mit entsprechenden periodischen Druckstössen auf die Steuerkanäle
27, 28 des Fluidikelementes angesteuert, verteilt es periodisch umschaltend den
Brennstoffmassenstrom am Brennstoffeinlass 12 auf einen der beiden Brennstoff
auslässe 31, 32 und damit auf eine der beiden Brennstoffleitungen 15, 16. Die
Umschaltfrequenz und damit die Modulationsfrequenz der Brennstoffzufuhr wird
dabei von der Steuerung 14 vorgegeben.
Besonders einfach wird die Modulationsanordnung, wenn auf die (gestrichelt ein
gezeichnete) Steuerung 14 samt Steuerungsleitung 13 ganz verzichtet wird. In
diesem Fall werden - wie in Fig. 5 dargestellt - die beiden Steuerungskanäle 27
und 28 extern durch ein Verbindungsrohr 29 miteinander verbunden und bilden so
einen geschlossenen Kreis. Bei einer derartigen Konfiguration des Fluidikelemen
tes kommt es zu selbsttätigen Kippschwingungen, die ein periodisches Umschal
ten der Strömung zwischen den Brennstoffauslässen 31 und 32 bewirken. Die
Geometrie des Kreises, insbesondere die wirksame Länge des Verbindungsrohres
29, bestimmt dabei die Kippfrequenz und kann so gewählt werden, dass sich eine
zur Unterdrückung der Verbrennungsschwingungen optimale Modulationsfrequenz
einstellt. Der besondere Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass keinerlei Ver
sorgungs- oder Steuerungseinrichtungen für die Modulation benötigt werden.
Im Beispiel der Fig. 1 wird die gesamte Brennstoffzufuhr zum Vormischbrenner 17
moduliert (100%-Modulation). Es ist aber - wie weiter oben bereits erwähnt - im
Rahmen der Erfindung durchaus auch denkbar und sinnvoll, nur einen Teilstrom
zwischen den beiden Brennstoffleitungen 15 und 16 periodisch umzuschalten,
während der übrige Brennstoffstrom gleichermassen durch beiden Leitungen
fliesst. Entsprechend währen in Fig. 1 Bypassleitungen vom Brennstoffeinlass 12
zu den Brennstoffleitungen 15, 16 vorzusehen, welche das Fluidikelement 11
überbrücken.
Während im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 die Modulation der Brennstoffzufuhr
durch periodisches Hin- und Herschalten zwischen den beiden Brennstoffleitungen
15, 16 die Symmetrie im angeschlossenen Vormischbrenner 17 selbst störend
beeinflusst, kann gemäss Fig. 2 die gewünschte Symmetriestörung bei einem
Verbrennungssystem 20, bei dem mehrere Vormischbrenner 18, 19 parallel in
eine Brennkammer arbeiten, auch dadurch erreicht werden, dass die beiden aus
dem Fluidikelement 11 kommenden (modulierten) Brennstoffleitungen 15, 16 se
parat an die verschiedenen Vormischbrenner 18, 19 angeschlossen werden. In
diesem Fall verhindert die Interaktion zwischen den beiden Vormischbrennern 18,
19 die Ausbildung der thermoakustischen Instabilitäten.
Schliesslich ist es im Rahmen der Erfindung auch denkbar, gemäss Fig. 3 anstelle
eines Vormischbrenners ein Mischrohr 21 zu modulieren. Bei diesem Mischrohr 21
sind die Brennstoffleitungen 15, 16 vom Fluidikelement 11 kommend an zwei ge
genüberliegende Eindüsvorrichtungen 23, 24 angeschlossen, durch die der
Brennstoff im Bereich eines im Inneren des Mischrohres 21 angeordneten Dralle
lementes 25 eingedüst und mit der durch den Lufteinlass 22 einströmenden Ver
brennungsluft wirbelnd vermischt wird. Bei entsprechender Modulation im Fluidik
element 11 werden dann Instabilitäten in der durch den Auslass 26 austretenden
Luft-Brennstoff-Mischung unterdrückt. Das Mischrohr 21 mit dem Drallelement
kann dabei ähnlich aufgebaut sein, wie dies in der US-A-4,226,083 beschrieben
ist.
10
,
20
,
30
Verbrennungssystem
11
Fluidikelement
12
Brennstoffeinlass
13
Steuerungsleitung
14
Steuerung
15
,
16
Brennstoffleitung
17
,
18
,
19
Vormischbrenner (Doppelkegel- oder EV-Brenner)
21
Mischrohr
22
Lufteinlass
23
,
24
Eindüsvorrichtung
25
Drallelement
26
Auslass
27
,
28
Steuerkanal
29
Verbindungsrohr
31
,
32
Brennstoffauslass
Claims (17)
1. Verfahren zur aktiven Unterdrückung von strömungsmechanischen In
stabilitäten in einem Verbrennungssystem (10, 20, 30), in dem flüssiger oder gas
förmiger Brennstoff mit Verbrennungsluft vorgemischt und Brennstoff-Luft-Mi
schung anschliessend verbrannt wird, bei welchem Verfahren der Massenstrom
des zugeführten Brennstoffs nach Massgabe einer ausgewählten Zeitfunktion mo
duliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulation mit Mitteln der Fluidik
(11) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb
des Verbrennungssystems (10, 20, 30) der Brennstoff in zwei getrennten Brenn
stoffleitungen (15, 16) zum Vormischen geleitet wird, und dass zur Modulation des
zugeführten Brennstoffs der Brennstoffmassenstrom mit Mitteln der Fluidik (11)
alternierend in unterschiedlicher Weise auf beide Brennstoffleitungen (15, 16) auf
geteilt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenn
stoffmassenstrom alternierend über eine der beiden Brennstoffleitungen (15, 16)
geleitet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Modulation mit einer periodischen Zeitfunktion vorgegebener Frequenz
und Amplitude erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennstoff über die beiden Brennstoffleitungen (15, 16) zu einer einzigen
Vormischeinrichtung (17, 21) geleitet und dort an unterschiedlichen Stellen einge
düst wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennstoff über die beiden Brennstoffleitungen (15, 16) zu verschiedenen
Vormischeinrichtungen (18, 19) innerhalb desselben Verbrennungssystems (20)
geleitet und dort eingedüst wird.
7. Verbrennungssystem (10, 20, 30) zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, welches Verbrennungssystem (10, 20, 30) eine
Vormischeinrichtung (17, 18, 19, 21) zum Vermischen des Brennstoffs mit der
Verbrennungsluft, wenigstens eine Brennstoffleitung (15, 16) zum Zuführen des
Brennstoffs zur Vormischeinrichtung (10, 20, 30), sowie Mittel zur Modulation des
Massenstromes des zugeführten Brennstoffs umfasst, dadurch gekennzeichnet,
dass die Modulationsmittel ein Fluidikelement (11) umfassen.
8. Verbrennungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Brennstoff über zwei Brennstoffleitungen (15, 16) zugeführt wird, und dass das
Fluidikelement (11) so ausgebildet und mit den beiden Brennstoffleitungen (15,
16) verbunden ist, dass bei der Modulation zumindest ein Teil des zugeführten
Brennstoffmassenstroms alternierend auf eine der beiden Brennstoffleitungen (15,
16) umgeschaltet wird.
9. Verbrennungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Brennstoffleitungen (15, 16) zu verschiedenen Vormischeinrichtungen
(18, 19) innerhalb des Verbrennungssystems (20) führen.
10. Verbrennungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vormischeinrichtungen Vormischbrenner (18, 19) sind.
11. Verbrennungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Brennstoffleitungen (15, 16) zur selben Vormischeinrichtung (17, 21)
führen, und dass die Vormischeinrichtung (17, 21) so ausgebildet ist, dass der
Brennstoff aus jeder der Brennstoffleitungen (15, 16) an einer anderen Stelle der
Vormischeinrichtung (17, 21) eingedüst wird.
12. Verbrennungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vormischeinrichtung (17, 21) eine Hauptströmungsrichtung für das Brennstoff-
Luft-Gemisch aufweist, und dass der über die beiden Brennstoffleitungen (15, 16)
herangeführte Brennstoff quer zur Hauptströmungsrichtung an einander gegen
überliegenden Stellen (23, 24) eingedüst wird.
13. Verbrennungssystem nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Vormischeinrichtung ein Vormischbrenner (17) ist.
14. Verbrennungssystem nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Vormischeinrichtung ein Mischrohr (21) ist.
15. Verbrennungssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass
das Mischrohr (21) in seinem Inneren ein Drallelement (25) aufweist, und dass im
Bereich des Drallelementes (25) zwei gegenüberliegende, quer zur Rohrachse in
das Mischrohr (21) gerichtete Eindüsvorrichtungen (23, 24) angeordnet sind.
16. Verbrennungssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Fluidikelement (11) einen Brennstoffeinlass (12) und zwei
vom Brennstoffeinlass (12) Y-förmig abzweigende und mit den Brennstoffleitungen
(15, 16) in Verbindung stehende Brennstoffauslässe (31, 32) umfasst, und dass
zwei quer zum Brennstoffeinlass (12) verlaufende, einander gegenüberliegende
Steuerkanäle (27, 28) vorgesehen sind, welche im Bereich der Abzweigung der
Brennstoffauslässe (31, 32) in den Brennstoffeinlass (12) münden und durch Be
aufschlagung mit Über- oder Unterdruck eine Umlenkung des durch den Brenn
stoffeinlass (12) eintretenden Brennstoffmassenstromes von einem zum anderen
Brennstoffauslass (31 bzw. 32) ermöglichen.
17. Verbrennungssystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Steuerkanäle (27, 28) durch ein ausserhalb des Fluidikelementes (11)
verlaufendes Verbindungsrohr (29) vorgegebener Länge in einem geschlossenen
Kreis miteinander verbunden sind.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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