DE19933397A1 - Augenschutzvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Eine Augenschutzvorrichtung gegen von einer Strahlungsquelle einfallende Strahlung ist mit einer Ortungseinrichtung (3) für die Strahlungsquelle, einer Augenpositions-Erfassungseinrichtung (4) für die Augenposition, einem transparenten, flächigen Blendenträger zur Erzeugung eines Blendenfleckes und einer zentralen Rechen- und Steuereinrichtung (2) versehen. Letztere erzeugt durch entsprechende Ansteuerung des Blendenträgers (5) einen Blendenfleck (9) auf dem Blendenträger (5), der die Blendwirkung der Strahlungsquelle gezielt herabsetzt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Augenschutzvorrichtung gegen von einer
Strahlungsquelle einfallende Strahlung, wie z. B. elektromagnetische
Strahlung aller Art oder Teilchenstrahlung. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf eine Blendschutzvorrichtung zum Einsatz in Fahrzeugen,
Motorradhelmen, Brillen u. dgl.
Der Hintergrund der Erfindung erschließt sich am augenfälligsten am kon
kreten Beispiel des Straßenverkehrs. Dort ist ein nach wie vor weitgehend
ungelöstes Problem die Blendung des Gegenverkehrs bei Nachtfahrten.
Bisher wurde zur Lösung dieses Problems versucht, die Blendwirkung
durch geeignete Manipulationen an der Blendquelle, also z. B. an den
Scheinwerfern eines Kraftfahrzeuges herabzusetzen. So ist es beispielswei
se bekannt, in Fahrzeuge einen Lichtsensor zu integrieren, der entgegen
kommende Fahrzeuge erfaßt und die eigenen Scheinwerfer bei Gegenver
kehr von Fern- auf Abblendlicht umstellt. Dies bringt zwar eine Schutzwir
kung für den anderen Verkehrsteilnehmer mit sich, eine Eigenblendung
durch entgegenkommende Fahrzeuge, die über solche automatische Ab
blendvorrichtungen nicht verfügen und deren Fahrer das Abblenden verges
sen, wird dadurch jedoch nicht verhindert. Darüber hinaus gibt es bislang
noch keinen wirksamen Blendschutz gegen stark reflektiertes Licht, wie es
beispielsweise bei nassem Asphalt selbst bei gut justierter Abblendlichtein
stellung des Gegenverkehrs auftritt.
Ein wirksamer Augenschutz spielt darüber hinaus nicht nur auf dem Gebiet
der Verkehrstechnik eine Rolle. Beispielsweise auch im Bereich des Ar
beitsschutzes, etwa im Umgang mit Schweißgeräten oder Laserapparaturen
sind die Augen durch geeignete Maßnahmen zu schützen. Hier besteht die
Problematik, daß z. B. Laser-Schutzbrillen oder Schweißervisiere entweder
eine extrem verringerte Transmission aufweisen und somit die Erkennbar
keit von Gegenständen außerhalb der Strahlungsquelle oft extrem erschwe
ren, oder wellenlängen-sensitiv sind, d. h. beispielsweise nur für eine spe
zielle Art von Laserquelle überhaupt eine Schutzwirkung entfalten.
Ausgehend von der geschilderten Problematik liegt der Erfindung die Auf
gabe zugrunde, eine Augenschutzvorrichtung gegen von einer Strahlungs
quelle einfallende Strahlung und insbesondere eine Blendschutzvorrichtung
anzugeben, die sich variabel an die Position der mindestens einen Strah
lungsquelle und der Augen anpaßt und eine selektive Abblendung der auf
die Augen gerichteten Blendstrahlung ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß eine Augenschutzvorrich
tung vorgesehen mit
- - einer Ortungseinrichtung zur laufenden dynamischen Erfassung der Position der mindestens einen Strahlungsquelle,
- - einer Augenpositions-Erfassungseinrichtung zur Bestimmung der Posi tion und/oder der Blickrichtung der zu schützenden Augen,
- - einem transparenten, flächigen Blendenträger vor den zu schützenden Augen, auf dem zeitlich und örtlich variabel mindestens ein die Strah lung absorbierender oder reflektierender Blendenfleck mit vorzugswei se dynamisch variierbarer verminderter Transparenz erzeugbar ist, und
- - einer mit der Ortungs- und der Augenpositions-Erfassungseinrichtung sowie dem Blendenträger gekoppelten Rechen- und Steuereinrichtung, die aus der von der Ortungseinrichtung laufend erfaßten Position der Strahlungsquelle und der von der Erfassungseinrichtung laufend be stimmten Position der zu schützenden Augen die Verbindungskoordi naten zwischen Augen und Strahlungsquelle und deren Durchstoßkoor dinaten durch den Blendenträger laufend berechnet und im Bereich der jeweils berechneten Durchstoßkoordinaten durch entsprechende An steuerung des Blendenträgers den oder die Blendenflecke erzeugt.
Aufgrund dieser Ausbildung der Augenschutzvorrichtung wird also ein dy
namischer Blendschutz realisiert, der sich in "Echtzeit" in seiner Position
und Ausbildung des Blendenfleckes an die sich relativ zu dem oder den
Augen bewegende Blendquelle anpaßt. Dabei wird ein entsprechender
Blendenfleck nur dann erzeugt, wenn eine Blendquelle vorhanden ist. Die
Ausbildung des Blendenträgers und des darauf zu erzeugenden Blenden
fleckes kann dabei an die Qualität der Strahlungsquellen angepaßt werden.
So ist für eine Schutzvorrichtung, deren Blendenträger in eine Fahrzeug
windschutzscheibe oder ein Visier eines Motorradhelmes integriert ist, eine
transparente Flüssigkristall-Matrixanordnung zur Erzeugung eines oder
auch mehrerer Blendenflecke geeignet, die die Scheinwerfer eines entge
genkommenden Fahrzeuges ausblenden. Durch die laufende Ermittlung der
Position der Blendquelle durch die Ortungseinrichtung und der Position
bzw. Blickrichtung der zu schützenden Augen mit Hilfe der Augenpositi
ons-Erfassungseinrichtung kann von der Rechen- und Steuereinrichtung
laufend und in Echtzeit beispielsweise der Durchstoßpunkt der Verbin
dungsgeraden zwischen den Augen und der jeweiligen Strahlungsquelle
durch den Blendenträger berechnet und dort der Blendenfleck erzeugt wer
den. Wird zusätzlich die Form und/oder Größe der Strahlungsquelle erfaßt,
so kann der Blendenfleck in seiner Ausbreitung auf dem Blendenträger
daran angepaßt werden. In diesem Falle werden als Verbindungs- und
Durchstoßkoordinaten nicht nur die eigentliche Verbindungsgerade und
Durchstoßpunkt zwischen Augen und der jeweiligen Strahlungsquelle, son
dern praktisch die Einhüllende oder der "Verbindungskörper" zwischen den
von den Augen und der oder den Strahlungsquellen belegten, sich dyna
misch verändernden Ortsflächen berechnet. Hinsichtlich der Erfassung der
Blendqualität ist darauf abzustellen, daß beispielsweise die Intensität der
abzublendenden Strahlungsquelle(n) vor der Hintergrundhelligkeit auszu
werten ist.
Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß unter "Blendstrahlung" nicht nur
sichtbares Licht mit hoher Intensität, sondern ganz generell Strahlungsqua
litäten zu verstehen sind, die unangenehm oder schädigend für die zu
schützenden Augen sind. Ferner kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
nicht nur Strahlungsquellen als solche direkt erfassen, sondern auch Abbil
dungen von solchen Strahlungsquellen auf reflektierenden Flächen, wie z. B. Reflektionen von Gegenverkehr-Scheinwerfern auf nassem Asphalt.
Wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung schließlich
die Blendqualität, d. h. zum Beispiel der Intensitätsunterschied zwischen
der Blendquelle und der Umgebungshelligkeit, erfaßt, so kann das notwen
dige Transparenzmaß des Blendenfleckes dynamisch verändert und ange
paßt werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbei
spiel des Erfindungsgegenstandes anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert wird. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm der Komponenten einer Augenschutzvor
richtung, und
Fig. 2 eine höchst schematische Draufsicht auf ein Kraftfahrzeug mit
einer Augenschutzvorrichtung gemäß Fig. 1.
Die in den Figuren gezeigte Augenschutzvorrichtung ist als Ganzes mit der
Bezugsziffer 1 bezeichnet. Sie weist eine zentrale Rechen- und Steuerein
richtung 2 auf, die Mikroprozessor-gestützt arbeitet. Weitere Komponenten
sind eine Ortungseinrichtung 3 auf der Basis eines Kamerasystems mit
mindestens einer Kamera umfassend einen CCD-Sensor, eine Augenpositi
ons-Erfassungseinrichtung 4, die durch ein bekanntes, Laser-gestütztes
Eye-Tracking-System gebildet ist, und einen sogenannten Blendenträger 5,
der im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 durch eine transparente
Flüssigkristall-Matrixanordnung gebildet ist, die in die Windschutzscheibe
6 des Kraftfahrzeuges 7 integriert ist. Die Matrixanordnung bedeckt die
komplette Fläche der Windschutzscheibe 6 und ist in einzelne, matrixför
mig dicht aneinander gesetzte Flüssigkristall-Elemente mit einer Größe von
einigen Zehntel mm2 bis in den Quadratzentimeter-Bereich eingeteilt. Wie
bei LCD-Anzeigen üblich, können einzelne Matrix-Elementen über eine
Treiberstufe 8 angesteuert und das Transmissionsverhalten der Ma
trixanordnung in einzelnen Matrix-Elementen gezielt verändert werden. Es
können also zeitlich und örtlich variabel in definierten Bereichen der Flä
che des Blendenträgers 5 dunkle Blendenflecken 9 erzeugt werden, in de
ren Bereich die Windschutzscheibe 6 dann weniger transparent bis un
durchsichtig wird.
Anhand der Fig. 2 kann nun die Funktionsweise der Blendschutzvorrich
tung erläutert werden:
Die CCD-Sensorkamera der Ortungseinrichtung 3 erfaßt laufend den im Blickfeld des Fahrers 10 liegenden Bereich außerhalb des Kraftfahrzeuges. Sobald eine Blendquelle in Form eines Scheinwerfers 11 eines entgegen kommenden Fahrzeugs von der Ortungseinrichtung 3 erfaßt wird, werden die entsprechenden Koordinatendaten der sich ändernden Scheinwerferpo sition und Daten, die die Strahlungsintensität der Scheinwerfer repräsentie ren, laufend an die zentrale Rechen- und Steuereinrichtung gegeben.
Die CCD-Sensorkamera der Ortungseinrichtung 3 erfaßt laufend den im Blickfeld des Fahrers 10 liegenden Bereich außerhalb des Kraftfahrzeuges. Sobald eine Blendquelle in Form eines Scheinwerfers 11 eines entgegen kommenden Fahrzeugs von der Ortungseinrichtung 3 erfaßt wird, werden die entsprechenden Koordinatendaten der sich ändernden Scheinwerferpo sition und Daten, die die Strahlungsintensität der Scheinwerfer repräsentie ren, laufend an die zentrale Rechen- und Steuereinrichtung gegeben.
Simultan werden die Positionen der Augen 12 des Fahrers 10 durch die
Augenpositions-Erfassungseinrichtung 4 erfaßt. Die entsprechenden Koor
dinatendaten werden ebenfalls an die zentrale Rechen- und Steuereinrich
tung 2 weitergeleitet. In den Rechenprozeß können darüber hinaus auch
Daten über die Blendempfindlichkeit und Adaptionsgeschwindigkeit des
Fahrers, die ebenfalls in der zentralen Rechen- und Steuereinrichtung 2
gespeichert sind, einbezogen werden.
Die Rechen- und Steuereinheit berechnet laufend aus den Koordinatenda
ten der Scheinwerfer 11 und der Augen 12 die Raumkoordinaten der Ver
bindungsgeraden 13 zwischen den Augen 12 und den Scheinwerfern 11.
Aus diesen Daten, die auf das Koordinatensystem "Kraftfahrzeug" bezogen
sind, können die Koordinaten der gedachten Durchstoßpunkte der Verbin
dungsgeraden 13 durch den Blendenträger 5 in der Windschutzscheibe 6
ebenfalls berechnet werden. Die Rechen- und Steuereinrichtung 2 ist dabei
so ausgelegt, daß alle Strahlungsqualitäts-Koordinatenerfassungs- und
Weiterverarbeitungsprozesse in Echtzeit erfolgen, die Blendenflecke 9 auf
den Durchstoßpunkten 14 also dynamisch den sich ändernden Positionen
von entgegenkommenden Fahrzeug und eigenem Kraftfahrzeug 7 angepaßt
werden.
Auf der Basis der berechneten Durchstoßpunkte 14 steuert die Rechen- und
Steuereinrichtung 2 die Flüssigkristall-Matrixanordnung über die Treiber
stufe 8 so an, daß um die Durchstoßpunkte 14 die entsprechenden LCD-
Matrix-Elemente zur Bildung der Blendenflecke 9 abgedunkelt werden. Da
die CCD-Sensorkamera der Ortungseinrichtung 3 so ausgelegt ist, daß zu
sätzlich die Form und Größe der Scheinwerfer 11 erfaßt wird, sind auch die
Blendenflecke 9 entsprechend in Form und Größe angelegt.
Schließlich ist in der Augenschutzvorrichtung 1 noch eine Helligkeits
meßeinrichtung 15 vorgesehen, die die Umgebungshelligkeit bestimmt.
Aufgrund der entsprechenden Meßdaten, die ebenfalls an die zentrale Re
chen- und Steuereinrichtung 2 gegeben werden, kann unter Einbeziehung
der Daten der Ortungseinrichtung und der gespeicherten Daten über
Blendempfindlichkeit und Adaptionsgeschwindigkeit des Fahrers das zur
Erzielung einer ausreichenden Blendschutzwirkung notwendige Transpa
renzmaß des Blendenfleckes 9 bestimmt und der Blendenträger 5 entspre
chend angesteuert werden. In der Praxis bedeutet dies, daß bei einem am
Tage mit Licht fahrenden entgegenkommenden Fahrzeug, das praktisch
keine Blendwirkung auf den Fahrer ausübt, kein Blendenfleck erzeugt wird.
In der Dämmerung, wo nur ein geringer Blendeffekt zu erwarten ist, wird
die Flüssigkristall-Matrixanordnung so angesteuert, daß im Bereich des
Blendenfleckes die Transmission nur geringfügig herabgesetzt wird. Bei
Nacht kann die Blendenfleck-Transmission auf praktisch Null herunterge
regelt werden.
Wie aus dem Vorstehenden erkennbar ist, wird durch die erfindungsgemä
ße Augenschutzvorrichtung genau der Bereich der Windschutzscheibe dy
namisch abgedunkelt, hinter dem sich die Scheinwerfer eines entgegen
kommenden Fahrzeuges befinden. Insoweit wird der Fahrer 10 wirkungs
voll vor Blendwirkungen des Gegenverkehrs geschützt. Trotzdem bleibt
praktisch der gesamte Bereich der Windschutzscheibe in seiner Transmis
sion unbeeinträchtigt, wodurch die Nachtsichteigenschaften durch die
Windschutzscheibe praktisch nicht verschlechtert, sondern sogar erheblich
verbessert werden.
Als weitere Blendschutzmaßnahme, die mit dem vorstehenden Erfindungs
gegenstand erzielbar ist, kann im Zusammenhang mit der Helligkeits
meßeinrichtung 15 vorgesehen werden, daß bei sehr hoher Umgebungshel
ligkeit, wie z. B. bei Fahrten auf Küstenstraßen unter Sonneneinstrahlung,
der Blendenträger 5 auf seiner gesamten Fläche durch Herabsetzung seines
Transparenzmaßes abgeblendet wird.
Wie als konkretes Ausführungsbeispiel nicht gezeigt ist, kann eine erfindungsgemäße Augenschutzvorrichtung auch bei einem Motorradhehn ein
gesetzt werden, wobei dann der Blendenträger in das Visier integriert ist.
Auch ist der Einsatz der Vorrichtung in einer Schutzbrille, wie z. B. einer
Laserschutzbrille, oder bei einem Schweißervisier möglich. Nicht zuletzt
kann der Blendenträger auch in einen selbständigen Schirm integriert wer
den, der im Raum vor der zu schützenden Person positionierbar ist. Wie bei
allen anderen Ausführungsformen des Blendenträgers kann die optisch ak
tive Lage oder Schicht im Volumen des flächigen Trägers oder auf dessen
Oberfläche angebracht sein.
Claims (11)
1. Augenschutzvorrichtung gegen von mindestens einer Strahlungsquelle
einfallende Strahlung, insbesondere Blendschutzvorrichtung zum Ein
satz in Fahrzeugen, Motorradhelmen, Brillen und dergleichen, mit
- - einer Ortungseinrichtung (3) zur laufenden dynamischen Erfas sung der Position der mindestens einen Strahlungsquelle (11),
- - einer Augenpositions-Erfassungseinrichtung (4) zur Bestimmung der Position und/oder der Blickrichtung der zu schützenden Au gen (12),
- - einem transparenten, flächigen Blendenträger (5) vor den zu schützenden Augen (12), auf dem zeitlich und örtlich variabel mindestens ein die Strahlung absorbierender oder reflektierender Blendenfleck (9) mit verminderter Transparenz erzeugbar ist, und
- - einer mit der Ortungs- und der Augenpositions- Erfassungseinrichtung (3, 4) sowie dem Blendenträger (5) gekop pelten Rechen- und Steuereinrichtung (2), die aus der von der Ortungseinrichtung (3) laufend erfaßten Position der mindestens einen Strahlungsquelle (11) und der von der Erfassungseinrich tung (4) laufend bestimmten Position der zu schützenden Augen (12) die geometrischen Verbindungskoordinaten (13) zwischen Augen (12) und der mindestens einen Strahlungsquelle (11) und deren Durchstoßkoordinaten (14) durch den Blendenträger (5) laufend berechnet und im Bereich der jeweils berechneten Durch stoßkoordinaten (14) durch entsprechende Ansteuerung des Blen denträgers (5) den (die) Blendenfleck(en) (9) erzeugt.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ortungseinrichtung (3) derart ausgelegt ist, daß zusätzlich Form,
Blendqualität und/oder Größe der Strahlungsquelle (11) erfaßbar sind.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ortungseinrichtung (3) durch ein Kamerasystem gebildet ist.
4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kamerasystem einen CCD-Sensor umfaßt.
5. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Augenpositions-Erfassungseinrichtung (4)
durch ein Eye-Tracking-System gebildet ist, mit dem die Position der
Augen (12) selbst oder zumindest die Kopfposition der entsprechen
den Person (10) erfaßbar sind.
6. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Blendenträger (5) eine transparente Flüssigkri
stall-Matrixanordnung aufweist, in der von der Rechen- und Steuerein
richtung (2) gesteuert in definierten Flächenbereichen des Blendenträ
gers (5) dessen Transparenz zur Erzielung des Blendenfleckes (9) her
absetzbar ist.
7. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Helligkeitsmeßeinrichtung (15) zur Bestim
mung der Umgebungshelligkeit vorgesehen ist, wobei die Rechen- und
Steuereinrichtung (2) aus den Daten der Ortungseinrichtung (3) und
der Helligkeitsmeßeinrichtung (1 S) das zur Erzielung einer Blend
schutzwirkung notwendige Transparenzmaß des Blendenfleckes (9)
bestimmt und den Blendenträger (5) entsprechend ansteuert.
8. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Blendenträger (5) in eine Fahrzeugwindschutz
scheibe (6) oder ein Visier integriert ist.
9. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Blendenträger (5) in eine Brille, insbesondere
eine Schutzbrille integriert ist.
10. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Blendenträger (5) in einen vor der zu schüt
zenden Person (10) im Raum positionierbaren Schirm integriert ist.
11. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Blendenträger (5) auf seiner gesamten Fläche
abblendbar ist.
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