DE19932742C1 - Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug - Google Patents
Netzbremseinrichtung für ein ElektrohandwerkzeugInfo
- Publication number
- DE19932742C1 DE19932742C1 DE19932742A DE19932742A DE19932742C1 DE 19932742 C1 DE19932742 C1 DE 19932742C1 DE 19932742 A DE19932742 A DE 19932742A DE 19932742 A DE19932742 A DE 19932742A DE 19932742 C1 DE19932742 C1 DE 19932742C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- braking
- network
- motor
- triac
- switching element
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims abstract description 34
- 238000001514 detection method Methods 0.000 claims abstract description 10
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 claims abstract description 4
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 11
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 8
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 4
- 239000004065 semiconductor Substances 0.000 description 3
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 2
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 210000003608 fece Anatomy 0.000 description 1
- 230000005032 impulse control Effects 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P3/00—Arrangements for stopping or slowing electric motors, generators, or dynamo-electric converters
- H02P3/06—Arrangements for stopping or slowing electric motors, generators, or dynamo-electric converters for stopping or slowing an individual dynamo-electric motor or dynamo-electric converter
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Stopping Of Electric Motors (AREA)
Abstract
Es wird eine Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug mit einem Stromwendermotor und einer Schaltungsanordnung mit einem zwischen Motor- und Bremsbetrieb umschaltenden zweipoligen Umschalter und einem mit dem Stromwendermotor in Reihe geschalteten elektronischen Leistungsschalter (Triac) und mit einer dem Triac zugeordneten Steuerelektronik vorgeschlagen, wobei zur sicheren Erkennung und Einleitung des Netzbremsvorganges die Steuerelektronik mit Einrichtungen versehen ist, die zur Erkennung des Motorbetriebes und des Netzbremsbetriebes dienen. DOLLAR A Die Netzbremseinrichtung findet im besonderen bei mit gefährlichen Werkzeugen bestückten Elektrowerkzeugen wie Winkelschleifer, Handkreissägen o. dgl. Anwendung.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Netzbremseinrichtung für
ein Elektrohandwerkzeug.
DE 35 11 895 A1 beschreibt eine Schaltungsanordnung für die
Ein- und Ausschaltung sowie Drehzahlsteuerung von elektri
schen Maschinen mit Mitteln zur Motorschnellbremsung durch
Umpolen und Kurzschließen von Feld- und Ankerwicklung des
Elektromotors, wobei mit einem zweipoligen Umschalter der Mo
torbetrieb und der Bremsbetrieb mittels einer Kurzschlußbrem
sung bestimmt wird.
Eine solche Schaltungsanordnung findet im besonderen bei
Elektrowerkzeugen und Küchenmaschinen Anwendung.
Netzgebremste Stromwendermotoren sind in unterschiedlichen
Auslegungen und Techniken bekannt.
In der DE-PS 15 88 380 wird eine Anordnung zur Gegenstrom
bremsung eines aus einer Batterie über eine Impulssteuerein
richtung gespeisten Gleichstromreihenschlußmotors mit zwei
seine Erregerwicklung umpolenden Wendeschützen beschrieben.
Mittels zweier Dioden (D1, D2), die ständig unmittelbar mit
je einem Anschluß der Erregerwicklung (E, F) verbunden sind,
und mittels eines Steuerglieds, das die Wendeschütze (1, 2)
nacheinander in entsprechender Reihenfolge betätigt, soll
verhindert werden, daß beim Umschalten des Motors auf Gegen
strombremsung keine Schaltfunken auftreten.
Die Gegenstrombremsung dient vorrangig dazu, den Motor bis
zum Stillstand abzubremsen, damit er möglichst schnell in der
entgegengesetzten Drehrichtung wieder hochgefahren werden
kann.
Für ein Elektrohandwerkzeug (Winkelschleifer, Handkreissäge)
mit hoher Leistungsaufnahme ist eine derartige Gegenstrom
bremsung, so wie sie in der DE-PS 15 88 380 beschrieben ist,
nicht geeignet, da für eine sichere Wechselstrombremsung die
erforderlichen Einrichtungen fehlen.
DE-AS 12 25 223 beschreibt eine Nutzbremsschaltung für wäh
rend der Bremsung serienerregte Wechselstrom Reihenschluß
fahrmotoren, deren Erregung während der Bremsung umgepolt ist
unter Verwendung von Mitteln zur Begrenzung des Bremsstromes
und zur Vermeidung von Selbsterregung mit netzfremder Fre
quenz. Hier wird eine vom Bremsstrom gesteuerte Schaltanord
nung wirksam gemacht, die mit jedem Nulldurchgang des Nutz
bremsstromes die Stromrichtung der abgeklungenen Halbwelle
unterbricht.
Für mit gefährlichen Werkzeugen bestückte Elektrowerkzeuge
findet eine derartige Nutzbremsschaltung jedoch keine Anwen
dung.
DE 23 48 880 B2 beschreibt einen Waschautomatenantrieb mit
einem elektrisch abbremsbaren Reihenschluß-Kommutatormotor,
dessen Ankerwicklung während der Bremsung kurzgeschlossen
ist. Die Drehzahl des Reihenschlußmotors ist über eine Halb
leiterschaltungsanordnung (1) steuerbar, und es ist ein
Schalter vorgesehen, durch den im geschlossenen Zustand so
wohl die Ankerwicklung (2) kurzgeschlossen als auch die Feld
wicklung über die Halbleiterschaltungsanordnung unmittelbar
an das speisende Netz angelegt ist, und der Erregerstrom kann
mittels der Halbleiterschaltungsanordnung verändert werden.
Auch die in der DE 23 48 880 beschriebene Schaltungsanord
nung ist für ein Elektrohandwerkzeug nicht geeignet. Da hier
mit nicht die bei Elektrohandwerkzeugen gewünschte sichere
Reihenschlußbremsung durchführbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Netzbremsein
richtung für Elektrohandwerkzeuge zu schaffen, womit lei
stungsstarke Elektrohandwerkzeuge mit einem standardgemäßen
Stromwendermotor sicher durch eine sanfte Schnellbremsung ge
bremst werden können, um eine solche Bremseinrichtung bei mit
gefährlichen Werkzeugen bestückten Elektrowerkzeugen wie
Handkreissägen, Winkelschleifer o. dgl. verwenden zu können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprü
chen und der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
Die Erfindung ist bei einer Anordnung der eingangs genannten
Art darin zu sehen, daß der Elektronik des Elektrohandwerk
zeugs zur Freigabe des Netzes für den Bremsbetrieb entspre
chende Einrichtungen zugeordnet sind, die eine sichere Erken
nung zur Einleitung des Bremsbetriebes bewirken, und daß dem
Stromwendermotor des Elektrowerkzeugs eine Drehzahlerfas
sungseinrichtung zugeordnet ist, die sowohl während des Mo
torbetriebes als auch während des Bremsbetriebes zur Erken
nung des Bremsverlaufs und des Motorstillstandes Anwendung
findet, und daß der Betriebsschalter des Elektrohandwerkzeugs
zwei Umschaltglieder und ein Netztrennglied beinhaltet, die
gleichzeitig über ein Betätigungselement betätigt werden, wo
bei das Netztrennglied für den Bremszeitverlauf eine automa
tische mechanische Netztrennverzögerung aufweist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Figuren dar
gestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung zum netzabhängigen Brem
sen eines Stromwendermotors, bei der ein elektro
nischer Leistungsschalter während des Bremsbetrie
bes in Reihe mit dem Stromwendermotor geschaltet
ist,
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung zum netzabhängigen Brem
sen eines Stromwendermotors, bei der ein elektro
nischer Leistungsschalter sowohl während des Mo
torbetriebes als auch während des Bremsbetriebes
in Reihe mit dem Stromwendermotor geschaltet ist.
Fig. 3 eine alternative Schaltungsanordnung zum netzab
hängigen Bremsen eines Stromwendermotors nach Fig.
2,
Fig. 4 eine Schaltungsanordnung zum netzabhängigen Brem
sen eines Stromwendermotors, bei der zwei elektro
nische Leistungsschalter parallel geschaltet sind,
wobei der eine elektronische Leistungsschalter für
den Motorbetrieb und der andere elektronische Lei
stungsschalter für den Bremsbetrieb bestimmt ist.
Stromwendermotoren ohne Wendepole für mit gefährlichen Werk
zeugen bestückte Elektrohandwerkzeuge werden bislang mit Hil
fe von Elektronik netzunabhängig mittels einer Kurzschluß
schaltung gebremst, hierbei ist eine ausreichende Kommutie
rung während des Bremsvorganges von der Leistungsstärke des
Motors abhängig, je höher die Leistungsaufnahme des Stromwen
dermotors ist, desto geringer ist eine ausreichende Kommutie
rung zu erzielen.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen jeweils eine Schaltungsanordnung für
einen Stromwendermotor, mit denen eine netzabhängige Bremsung
mit einer ausreichenden Kommutierung durchführbar ist. Dem
Stromwendermotor, bestehend aus einem Anker 1 mit zugeordne
ten Bürsten 2, 2' und einer Feldwicklung 3, ist ein Betriebs
schalter mit zwei Umschaltgliedern und einem Netztrennglied
zugeordnet.
Die Schaltglieder S1; S2; S3 befinden sich jeweils in der Mo
torbetriebsstellung. Die Umschaltglieder S1, S2 und das Netz
trennglied S3 des Betriebsschalters für ein Elektrohandwerk
zeug werden gemeinsam über ein Betätigungselement geschaltet.
Die Feldwicklung 3 ist jeweils zwischen dem ersten und dem
zweiten Umschaltglied S1; S2 angeordnet. Die Feldwicklung 3
und der Anker sind miteinander vertauschbar.
Fig. 1 zeigt im einzelnen eine Schaltungsanordnung, bei der
der Motorbetriebskontakt a des ersten Umschaltgliedes S1 mit
einem ersten Netzanschluß und der Bremsbetriebskontakt b des
ersten Umschaltgliedes S1 über eine Brücke 4 mit dem Motorbe
triebskontakt c des zweiten Umschaltgliedes S2 und mit dem
ersten Anschluß des Ankers 1 verbunden ist, und der Bremsbe
triebskontakt d des zweiten Umschaltgliedes S2 ist über einen
elektronischen Leistungsschalter 5 (Triac) mit dem Motorbe
triebskontakt a des ersten Umschaltgliedes S1 und mit dem er
sten Netzanschluß verbunden. Der zweite Anschluß des Ankers 1
ist mit dem Motorbetriebskontakt e eines Netztrenngliedes S3
verbunden, wobei das Netztrennglied S3 mit dem zweiten Netz
anschluß verbunden ist.
Wird der Stromwendermotor ausgeschaltet, so erfolgt eine Um
schaltung vom Motorbetrieb in den Bremsbetrieb, hierbei wird
die Feldwicklung 3 über die Schaltglieder S1; S2 umgepolt, wo
bei ein Triac 5 in Reihe mit dem Stromwendermotor geschaltet
wird. Dem Triac 5 ist eine Steuerelektronik 6 zur Beeinflus
sung des aus dem Netz entnommenen Bremsstroms zugeordnet.
Die Steuerelektronik 6 für den Bremsvorgang ist so ausgelegt,
daß die Abbremsung des Motors sanft eingeleitet wird und sich
bis zum Ende des Bremsvorganges kontinuierlich verstärkt, wo
durch eine sanfte Schnellbremsung des Stromwendermotors bei
guter Kommutierung erzielt wird. Für den Bremsvorgang kann
die Steuerelektronik 6 eine Einrichtung zur Erfassung des Mo
torstillstandes oder ein Zeitglied für die Bremszeit beinhal
ten. Nach Beendigung des Bremsvorganges wird der Stromwender
motor durch das Netztrennglied S3 vom Netz getrennt.
Das Netztrennglied S3 kann über eine mechanische Einrichtung
oder über eine elektronische Einrichtung, die in Verbindung
mit der Steuerelektronik 6 steht, verzögert geschaltet wer
den. Die verzögerte Netztrennung dauert solange an bis der
Motor zum Stillstand gekommen ist. Sobald der Motor steht ist
der Triac 5 gesperrt, wodurch der Stromfluß über dem Motor
unterbrochen ist, und unmittelbar danach wird der Motor durch
das Netztrennglied S3 vom Netz getrennt.
Der Triac 5 kann während des Bremsvorganges von der dem Triac
zugeordneten Steuerelektronik 6 einerseits so angesteuert
werden, daß am Anfang des Bremsverlaufs jeweils eine oder
mehrere angeschnittene Halbwellen des Netzes hintereinander
durchgesteuert und danach jeweils eine Anzahl von Halbwellen
nicht durchgesteuert werden, und im weiteren Verlauf des
Bremsvorganges werden die nicht durchgesteuerten Halbwellen
kontinuierlich verringert.
Andererseits kann der Triac 5 während des Bremsvorganges der
art angesteuert werden, daß am Anfang des Bremsverlaufs die
Halbwellen einen hohen Anschnitt aufweisen, und im weiteren
Verlauf des Bremsvorganges der Anschnitt der Halbwellen in
Abhängigkeit vom geringsten zu erzielenden Bürstenfeuer kon
tinuierlich bis zum Ende des Bremsvorganges abnimmt, wobei
der Bremsstrom am Anfang gering ist, dann ansteigt, und da
nach über die gesamte Bremszeit konstant bleibt, hierbei ist
die Höhe des Bremsstroms während des Bremsverlaufs abhängig
vom geringsten zu erzielenden Bürstenfeuer am Kollektor des
Stromwendermotors.
Bei der Schaltungsanordnung der Fig. 1 wird ein elektroni
scher Leistungsschalter (Triac 5) lediglich während des
Bremsvorganges aktiv.
Fig. 2 zeigt eine Schaltungsanordnung, bei der ein elektroni
scher Leistungsschalter, ein erster Triac 7, sowohl während
des Motorbetriebes als auch während des Bremsbetriebes zum
Einsatz kommt. Der erste Triac 7 liegt hier ständig in Reihe
mit dem Stromwendermotor. Dem ersten Triac 7 ist eine Steu
erelektronik 8 zugeordnet, die sowohl für die Drehzahlsteue
rung des Motors als auch für die Steuerung des Bremsverlaufs
bei einer netzabhängigen Bremsung des Motors bestimmt ist.
Die Schaltglieder S1; S2; S3 der Schaltungsanordnung befinden
sich in der Motorbetriebsstellung. Wird der Stromwendermotor
abgeschaltet, so werden zuerst die Umschaltglieder S1; S2 be
tätigt und die Feldwicklung 3 umgepolt, wodurch eine netzab
hängige Bremsung des Motors eingeleitet wird. Die Umschaltung
vom Motorbetrieb in den Bremsbetrieb muß von der Steuerelek
tronik 8 sicher erkannt werden. Wird der für den Bremsvorgang
zuständige Triac nicht rechtzeitig mit dem Bremsprogramm der
Steuerelektronik angesteuert, so wird das Netz unmittelbar
über den Motor kurzgeschlossen, da in der Bremsschaltung
(Generatorfunktion) unbegrenzte Ströme fließen können.
Zur sicheren Erkennung der Einleitung des Bremsvorganges ist
daher in der Brücke, die dem Bremsbetriebskontakt d des zwei
ten Umschaltgliedes S2 mit dem Motorbetriebskontakt a des er
sten Umschaltgliedes S1 verbindet, ein zweiter Triac 9 ange
ordnet, der auch mit der Steuerelektronik 8 in Verbindung
steht. Der zweite Triac 9 dient zur Freigabe des Netzes wäh
rend des Bremsbetriebes hier als Schalter. Sobald eine Span
nung nach der Umschaltung vom Motorbetrieb in den Bremsbe
trieb am Bremsbetriebskontakt d des zweiten Umschaltgliedes
anliegt, wird der Bremsvorgang eingeleitet und der zweite
Triac 9 über die Steuerelektronik 8 ständig im Bereich des
Nulldurchganges gezündet, wobei der Bremsvorgang über den er
sten Triac 7 erfolgt. Der Bremsvorgang kann auch über den
zweiten Triac 9 erfolgen, indem der erste Triac 7 während des
Bremsbetriebes jeweils im Bereich des Nulldurchganges gezün
det wird.
Der Bremsvorgang kann auch anstatt über den zweiten Triac 9
über ein Relais erfolgen.
Damit nach einem Versagen der Bremselektronik das Netz sich
nicht über den Motor kurzschließen kann und der Motor nicht
abrupt abbremst, ist während des Bremsvorganges eine Siche
rung 10 mit dem Motor in Reihe geschaltet.
Fig. 3 zeigt eine Schaltungsanordnung, bei der auch sowohl
der Motorbetrieb als auch der Bremsbetrieb über einen Triac 7
erfolgt. Zur sicheren Erkennung der Einleitung des Bremsvor
ganges ist der Umschalter derart ausgelegt, daß die Umschalt
glieder S1 und S2 während des Umschaltens vom Motorbetrieb in
den Bremsbetrieb auf dem halben Weg kurzzeitig verharren,
hierdurch wird der Stromfluß über den Triac 7 für die Zeit
des Verharrens der Schaltglieder in der Mittelstellung f un
terbrochen. Dieser Zustand wird von der Steuerelektronik 8
über einen Shunt 11 erfaßt, wodurch das Motorbetriebsprogramm
beendet und das Bremsbetriebsprogramm aktiviert wird. Damit
von der Steuerelektronik 8 sicher erkannt wird, wann der Mo
torbetriebszustand geschaltet ist, führt eine Anschlußleitung
13 von der Steuerelektronik 8 zu dem ersten Umschaltglied S1.
Für den Netzbremsvorgang ist der Umschalter hier so verschal
tet, daß der Bremsbetriebskontakt d des zweiten Umschaltglie
des S2 über eine Brücke 12 mit dem Motorbetriebskontakt a des
ersten Umschaltgliedes S1 verbunden ist.
Fig. 4 zeigt eine Schaltungsanordnung, bei der über einen er
sten Triac 7 nur der Motorbetrieb und über einen zweiten
Triac 9 nur der Bremsbetrieb erfolgt. Der erste und der zwei
te Triac 7; 9 sind jeweils mit dem einen Triacanschluß an dem
zu dem Motorbetriebskonkakt a des ersten Umschaltgliedes S1
führenden Netzanschluß angeschlossen, wobei der andere
Triacanschluß des ersten Triacs 7 am Motorbetriebskontakt a
des ersten Umschaltgliedes S1 und der andere Triacanschluß
des zweiten Triacs 9 am Bremsbetriebskontakt d des zweiten
Umschaltgliedes S2 angeschlossen ist. Zur Erkennung des Mo
torbetriebes führt eine Anschlußleitung 14 von der Steuere
lektronik 8 zum Motorbetriebskontakt a des ersten Umschalt
gliedes S1, und zur Erkennung des Bremsbetriebes führt eine
Anschlußleitung 15 von der Steuerelektronik 8 zum Bremsbe
triebskontakt d des zweiten Umschaltgliedes S2.
Die Ansteuerung des ersten und/oder des zweiten Triacs 7; 9
während des Bremsbetriebes durch die Steuerelektronik 8 der
Fig. 2, 3, 4 erfolgt nach den gleichen Verfahren es sie nach
der Fig. 1 beschrieben ist. Nach Beendigung des Bremsvorgan
ges wird auch hier der Stromfluß über den Stromwendermotor 1
durch die Triacs 7; 9 gesperrt und danach der Motor durch das
Netztrennglied S3 vom Netz getrennt.
Mit der Steuerelektronik 8 kann auch eine Temperaturüberwa
chung des Motors, eine Drehzahlkonstandregelung, ein Wieder
anlaufstop und eine Bremszeitüberwachung sowie ein Überlast
stop durchgeführt werden.
Zur Drehzahlstellung des Stromwendermotors kann dem Anker ei
ne entsprechende Einrichtung zur Drehzahlerfassung zugeordnet
sein. Die Drehzahlerfassungseinrichtung 16 steht mit der
Steuerelektronik in Verbindung, und sie kommt sowohl während
des Motorbetriebes als auch während des Bremsbetriebes zur
Anwendung. Über die Drehzahlerfassungseinrichtung wird auch
der Motorstillstand während des Bremsvorganges ermittelt.
Die Figuren zeigen jeweils eine Schaltungsanordnung für Wech
selstrombetrieb. Die Schaltungsanordnungen können auch für
Gleichstrombetreib ausgelegt sein, indem der Triac durch ei
nen Transistor ersetzt und die Steuerelektronik des Triacs
als Pulsweitenmodulator ausgelegt ist. Die Verschaltung und
die Wirkungsweise der Schaltungsanordnungen ist bei Gleich
strombetrieb die gleiche wie bei Wechselstrombetrieb.
Claims (10)
1. Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug mit einem
Stromwendermotor (1) und einer Schaltungsanordnung mit einem
zwischen Motor- und Bremsbetrieb umschaltenden zweipoligen
Umschalter und einem elektronischen Leistungsschalter (Triac
7), der in Reihe mit dem Stromwendermotor (1) geschaltet ist,
und mit einer dem Triac (7) zugeordneten Steuerelektronik
(8),
wobei zur sicheren Erkennung und Einleitung des Netzbremsvor
ganges die Steuerelektronik (6; 8) mit Einrichtungen versehen
ist, die zur Erkennung des Motorbetriebes und des Netzbrems
betriebes dienen, wobei hierfür Anschlußleitungen (13, 14, 15)
von der Steuerelektronik (6; 8) zum Anschluß des Motorbe
triebskontakts (a) des ersten Umschaltgliedes (S1) und/oder
zum Anschluß des Bremsbetriebskontakts (d) des zweiten Um
schaltgliedes (S2) oder zum Anschluß des ersten Umschaltglie
des (S1) zur Erkennung einer Spannung an diese Anschlüsse
führen, wobei eine anliegende Spannung am Motorbetriebskon
takt (a) des ersten Umschaltgliedes (S1) oder eine anliegende
Spannung am ersten Umschaltglied (S1) der Motorbetrieb über
die Steuerelektronik (6; 8) aktiviert ist, und eine anliegende
Spannung am Bremsbetriebskontakt (d) des zweiten Umschalt
gliedes (S2) der Netzbremsbetrieb über die Steuerelektronik
(6; 8) aktiviert ist.
2. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1,
wobei der Bremsvorgang über einen ersten Triac (7) erfolgt,
und in der Brücke, die den Bremsbetriebskontakt (d) des zwei
ten Umschaltgliedes (S2) mit den Motorbetriebskontakt (a) des
ersten Umschaltgliedes (S1) verbindet, ein weiterer Triac (9)
angeordnet ist, der als Netzschalter dient.
3. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 und 2,
wobei anstatt des zweiten Triacs (9) ein von der Steuerelek
tronik (8) angesteuertes Relais angeordnet ist.
4. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1,
wobei in der Brücke, die dem Bremsbetriebskontakt (d) des
zweiten Umschaltgliedes (S2) mit dem Motorbetriebskontakt (a)
des ersten Umschaltgliedes (S1) verbindet, ein Triac (5) an
geordnet ist, der nur für den Bremsvorgang Verwendung findet.
5. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4,
wobei die drei Schaltglieder (S1, S2, S3) der Schaltungsan
ordnungen in einem Betriebsschalter angeordnet sind, wobei
das Netztrennglied (S3) eine mechanische Ausschaltverzögerung
aufweist, die der Zeitdauer des Bremsvorganges entspricht.
6. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 bis 5,
wobei nach Beendigung des Bremsvorganges die Triacs gesperrt
sind und der Motor unmittelbar danach über das Netztrennglied
(S3) vom Netz getrennt ist.
7. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 bis 6,
wobei dem Stromwendermotor eine Einrichtung (16) zur Drehzah
lerfassung zugeordnet ist, die mit der Steuerelektronik (6; 8)
in Verbindung steht, wobei die Einrichtung zur Drehzahler
fassung sowohl während des Motorbetriebes als auch während
des Bremsbetriebes Anwendung findet, und auch zur Erkennung
des Motorstillstandes dient.
8. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 bis 7,
wobei der Triac (5, 7, 9) während des Bremsbetriebes so ange
steuert wird, daß am Anfang des Bremsbetriebes die Halbwellen
einen hohen Anschnitt aufweisen, und im weiteren Verlauf des
Bremsbetriebes der Anschnitt der Halbwellen entsprechend des
Bremsverlaufs bis zum Ende des Bremsbetriebes abnimmt, wobei
der Bremsstrom am Anfang gering ist, dann ansteigt, und da
nach über die gesamte Bremszeit konstant ist.
9. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 bis 8,
wobei während des Verlaufs des Bremsbetriebes jeweils eine
Anzahl von Halbwellen durchgesteuert und danach jeweils eine
Anzahl von Halbwellen nicht durchgesteuert werden, wobei die
Anzahl der durchgesteuerten und nicht durchgesteuerten Halb
wellen variabel mit der Steuerelektronik (6; 8) in Abhängig
keit zum Bremsverlauf und einer ausreichenden Kommutierung
bestimmt wird.
10. Netzbremseinrichtung nach Anspruch 1 bis 9,
wobei die Schaltungsanordnung der Steuerelektronik (6; 8) an
statt für Wechselstrombetrieb für Gleichstrombetrieb ausge
legt ist, und der Triac durch einen Transistor ersetzt ist
und die Steuerelektronik einen Pulsweitenmodulator beinhal
tet.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19932742A DE19932742C1 (de) | 1999-01-07 | 1999-07-14 | Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug |
| US09/869,619 US6448727B1 (en) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Mains braking device for a line-powered power tool |
| DE50000307T DE50000307D1 (de) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug |
| EP00907418A EP1145421B1 (de) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug |
| AT00907418T ATE221273T1 (de) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug |
| PCT/DE2000/000039 WO2000041294A1 (de) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug |
| ES00907418T ES2179811T3 (es) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Dispositivo de freno de red para una herramienta manual electrica. |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19900281 | 1999-01-07 | ||
| DE19932742A DE19932742C1 (de) | 1999-01-07 | 1999-07-14 | Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19932742C1 true DE19932742C1 (de) | 2000-09-21 |
Family
ID=7893684
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19932742A Expired - Fee Related DE19932742C1 (de) | 1999-01-07 | 1999-07-14 | Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug |
| DE50000307T Expired - Lifetime DE50000307D1 (de) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE50000307T Expired - Lifetime DE50000307D1 (de) | 1999-01-07 | 2000-01-05 | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE19932742C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010105903A2 (de) | 2009-03-03 | 2010-09-23 | Robert Bosch Gmbh | Elektrodynamische bremseinrichtung für einen universalmotor |
| DE102009060731A1 (de) * | 2009-12-29 | 2011-06-30 | Robert Bosch GmbH, 70469 | Elektronische Bürstenabschaltung für einen Elektromotor |
| WO2011076827A3 (de) * | 2009-12-23 | 2012-08-16 | Robert Bosch Gmbh | Bremseinrichtung für einen universalmotor |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1225223B (de) * | 1964-11-18 | 1966-09-22 | Siemens Ag | Nutzbremsschaltung fuer serienerregte Wechselstrom-Fahrmotoren |
| DE1588380C (de) * | 1972-12-21 | Theodor Kiepe Elektrotechnische Fabrik, 4000 Düsseldorf | Anordnung zur Gegenstrombremsung eines aus einer Batterie über eine Impulssteuereinrichtung gespeisten Gleichstromreihenschlußmotors | |
| DE2348880B2 (de) * | 1973-09-28 | 1977-12-01 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Waschautomatenantrieb |
| DE3511895A1 (de) * | 1985-04-01 | 1986-10-09 | BSG-Schalttechnik GmbH & Co KG, 7460 Balingen | Schalteranordnung |
-
1999
- 1999-07-14 DE DE19932742A patent/DE19932742C1/de not_active Expired - Fee Related
-
2000
- 2000-01-05 DE DE50000307T patent/DE50000307D1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1588380C (de) * | 1972-12-21 | Theodor Kiepe Elektrotechnische Fabrik, 4000 Düsseldorf | Anordnung zur Gegenstrombremsung eines aus einer Batterie über eine Impulssteuereinrichtung gespeisten Gleichstromreihenschlußmotors | |
| DE1225223B (de) * | 1964-11-18 | 1966-09-22 | Siemens Ag | Nutzbremsschaltung fuer serienerregte Wechselstrom-Fahrmotoren |
| DE2348880B2 (de) * | 1973-09-28 | 1977-12-01 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Waschautomatenantrieb |
| DE3511895A1 (de) * | 1985-04-01 | 1986-10-09 | BSG-Schalttechnik GmbH & Co KG, 7460 Balingen | Schalteranordnung |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010105903A2 (de) | 2009-03-03 | 2010-09-23 | Robert Bosch Gmbh | Elektrodynamische bremseinrichtung für einen universalmotor |
| US8541963B2 (en) | 2009-03-03 | 2013-09-24 | Robert Bosch Gmbh | Electrodynamic braking device for a universal motor |
| WO2011076827A3 (de) * | 2009-12-23 | 2012-08-16 | Robert Bosch Gmbh | Bremseinrichtung für einen universalmotor |
| US9590538B2 (en) | 2009-12-23 | 2017-03-07 | Robert Bosch Gmbh | Braking device for a universal motor |
| DE102009060731A1 (de) * | 2009-12-29 | 2011-06-30 | Robert Bosch GmbH, 70469 | Elektronische Bürstenabschaltung für einen Elektromotor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE50000307D1 (de) | 2002-08-29 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1145421B1 (de) | Netzbremseinrichtung für ein elektrohandwerkzeug | |
| EP2854283B1 (de) | Verfahren zum Bremsen eines elektrischen Antriebsmotors | |
| EP2517349B1 (de) | Bremseinrichtung für einen universalmotor | |
| EP0489970A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von elektrischen Antrieben | |
| EP1014543B1 (de) | Reihenschlussmotor mit Kommutator | |
| EP0367987A1 (de) | Bremsschaltung für Reihenschlussmotor | |
| EP0471038B1 (de) | Stromwendermotor | |
| EP0732799B1 (de) | Reihenschlussmotor mit Bremseinrichtung | |
| DE19932742C1 (de) | Netzbremseinrichtung für ein Elektrohandwerkzeug | |
| DE4201005C2 (de) | Schaltungsanordnung zum netzunabhängigen, aussetzerfreien Bremsen eines Reihenschlußmotors | |
| DE4244805C2 (de) | Bremsschaltung für Universalmotoren | |
| DE2829685C2 (de) | Mit Gleichspannung gespeister Motor | |
| AT403866B (de) | Schaltungsanordnung zum abbremsen eines stromwendermotors, insbesondere eines universalmotors in einem elektrowerkzeug | |
| EP1107442A2 (de) | Schaltungsanordnung zur Kurzschlussbremsung eines Gleichstrommotors | |
| DE3044238C2 (de) | Schalteinrichtung für Gleichstrombremsung von Asynchronmotoren | |
| DE19809939A1 (de) | Gebremstes Elektrowerkzeug | |
| DE3119794A1 (de) | Schutzschaltung fuer einen phasenanschnittgesteuerten oder -geregelten elektromotor | |
| DE19951747C1 (de) | Schaltung für einen Elektromotor | |
| DE19617882B4 (de) | Elektromotorische Heckenschere mit Zweihandbedienung | |
| EP0087591B1 (de) | Schaltungseinrichtung für Gleichstrombremsung eines Wechselstrommotors | |
| EP0924848B1 (de) | Reihenschlussmotor mit Kommutator | |
| DE3929556A1 (de) | Stromwendermotor | |
| DE2602910C2 (de) | Elektrische Sicherheitsschaltung von Maschinen | |
| DE3250056C2 (en) | Safety system for hand-held power tool | |
| DE19637864C1 (de) | Universalmotor mit einer Bremseinrichtung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: METABOWERKE GMBH & CO, 72622 NUERTINGEN, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: METABOWERKE GMBH, 72622 NUERTINGEN, DE |
|
| 8380 | Miscellaneous part iii |
Free format text: PFANDRECHT |
|
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20150203 |