DE19926176A1 - Flaschenverschluß - Google Patents
FlaschenverschlußInfo
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Abstract
Ein Flaschenverschluß für eine Flasche mit zylindrischem Hals und Außengewinde am Hals, umfassend DOLLAR A (a) ein Siegel aus einer geeigneten Folie, mit dem die Flaschenhalsöffnung verschlossen wird, DOLLAR A (b) eine Kappe mit Innen- und Außengewinde oder mit Innengewinde und einer Außennut, deren Dach bis auf einen Ring entfernt ist ("Kragen"), die auf die mit dem Siegel versehene Flasche geschraubt wird, um das Siegel auf der Flaschenhalsöffnung zu fixieren, jedoch einen freien Zugang zum Siegel durch das Kappendach zu gestatten, und DOLLAR A (c) ein hülsenartiges Formteil (Adapter) mit Innengewinde oder mit einem Innenwulst, das auf die Kappe geschraubt wird oder auf die Kappe gesteckt wird und in die Außennut der Kappe einrastet und ebenfalls freien Zugang zum Siegel gestattet, wobei Nut und Wulst miteinander vertauscht sein können, DOLLAR A eignet sich insbesondere zum Verschluß von Flaschen, die konzentrierte Lösungen für die Verarbeitung farbfotografischer Materialien enthalten.
Description
Die Erfindung betrifft einen Verschluß für eine Flasche mit Hals, insbesondere eine
Flasche aus einem Kunststoffmaterial mit einem zylindrischen Hals zur Aufbewah
rung von fotografischen Verarbeitungschemikalien.
Im folgenden werden die Begriffe "oben" und "unten" so verwendet, wie sie sich bei
einer auf dem Flaschenboden stehenden Flasche ergeben.
An Flaschen zur Aufbewahrung fotografischer Verarbeitungschemikalien werden
eine Reihe von Anforderungen gestellt, die mit den bisherigen Flaschenverschlüssen
nicht zu erreichen sind:
- - sie müssen dicht verschlossen sein, auch wenn sie mit dem Ausguß nach unten hängen,
- - sie müssen an ein Verarbeitungsgerät andockbar sein
- - sie müssen automatisch zu öffnen und leicht und vollständig zu entleeren sein.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgaben mit einem neuartigen Flaschenver
schluß gelöst werden können.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Flaschenverschluß für eine Flasche mit
zylindrischen Hals und Außengewinde am Hals umfassend
- a) ein Siegel aus einer geeigneten Folie, mit dem die Flaschenhalsöffnung ver schlossen wird,
- b) eine Kappe mit Innen- und Außengewinde oder mit Innengewinde und einer Außennut, deren Dach bis auf einen Ring entfernt ist ("Kragen"), die auf die mit dem Siegel versehene Flasche geschraubt wird, um das Siegel auf der Flaschenhalsöffnung zu fixieren, jedoch einen freien Zugang zum Siegel durch das Kappendach zu gestatten, und
- c) ein hülsenartiges Formteil (Adapter) mit Innengewinde oder mit einem Innenwulst, das auf die Kappe geschraubt wird oder auf die Kappe gesteckt wird und in die Außennut der Kappe einrastet und ebenfalls freien Zugang zum Siegel gestattet.
Falls ein Außengewinde verwendet wird, wird vorzugsweise nur der obere Teil des
Kragens (b) mit dem Außengewinde versehen, während der untere beispielsweise so
gestaltet ist, daß ein Schraubenschlüssel angreifen und den Kragen auf oder zudre
hen kann. Dies kann auch maschinell durch ein entsprechendes Schraubwerkzeug
geschehen.
Nut und Wulst können zwischen Kappe und Adapter auch vertauscht sein.
Der Kragen (b) dient im wesentlichen dazu, beim Schließen der Chemikalienflasche
das Siegel (a) auf der Flaschenöffnung positionsgenau zu fixieren. Das Siegel (a)
wird im Anschluß an die Positionierung beispielsweise mittels Hochfrequenzver
schweißen mit der Flaschenöffnung fest verbunden; die Flasche ist damit abgedich
tet. Ein geeignetes Material für das Siegel ist z. B. aluminiumkaschiertes Polyethylen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist nur der obere Teil des Flaschen
halses mit einem Gewinde versehen und sowohl Kragen (b) als auch Adapter (c) rei
chen nur bis höchstens zum unteren Ende des Gewindes, wodurch der untere Teil des
Flaschenhalses freibleibt.
Dies ermöglicht, die Flasche vom Verarbeitungsgerät mit entsprechend geeigneten
Mitteln (z. B. Zentriergabel) zu zentrieren, festzuhalten und innerhalb des Gerätes um
90° über Kopf zu drehen, so daß sie im Anschluß an die Drehung mit der Ausguß
öffnung nach unten im Verarbeitungsgerät hängt.
Im Anschluß daran wird, sowie die Chemikalien benötigt werden, das Siegel durch
einen im Verarbeitungsgerät angeordneten Dorn durchstoßen und der Flascheninhalt
in dafür im Verarbeitungsgerät vorgesehene Behälter entleert.
Der Adapter (c) ist in seiner Länge so konzipiert, daß die Chemikalienlösung beim
Auslaufen nur in den vorgesehenen Behälter gelangt und beim schwallartigen Aus
laufen nicht Teile innerhalb des Gerätes verschmutzt; die Hülse des Adapters ragt
dazu vorzugsweise mehrere Zentimeter über das Siegel hinaus.
Adapter und Kragen sind separate Teile, um dem Werkzeug zur Hochfrequenzver
schweißung den Zugang zum Siegel zu erleichtern. Nach der Verschweißung wird
der Adapter auf die Flasche geschraubt oder gesteckt, wobei der Wulst in die Nut
einrastet.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Flaschenverschluß.
Die Flasche (1) mit dem Flaschenhals (2) und der Flaschenhalsöffnung (3) wird mit
einen Siegel (4) verschlossen, das durch den Kragen (5) positioniert und fixiert wird.
Nachdem das Siegel (4) mit der Flaschenhalsöffnung (3) beispielsweise mittels
Hochfrequenzverschweißen verbunden ist, wird der Adapter (6) befestigt, dessen
oberer Rand (7) vorzugsweise abgerundet ist, um ein Andocken im Gerät zu erleich
tern. Der untere Teil (2a) des Flaschenhalses (2) ist für eine Greifgabel frei zugäng
lich.
Die mit dem erfindungsgemäßen Flaschenverschluß verschlossenen Flaschen, die
bevorzugt mit fotografischen Verarbeitungschemikalien gefüllt sind, insbesondere
mit konzentrierten Lösungen, die später im Verarbeitungsgerät mit Wasser zu den
eigentlichen Verarbeitungslösungen verdünnt werden, werden insbesondere zu meh
reren in einem Gebinde in ein Verarbeitungsgerät eingeführt, denn für die Verarbei
tung eines Farbnegativfilms bis zum fertigen Papierabzug wird eine Reihe von Ver
arbeitungsbädern durchlaufen, die die richtigen Chemikalien in der richtigen Kon
zentration enthalten müssen, z. B.:
- Filmentwicklungsbad -
- Filmbleichbad -
- Filmfixierbad -
- Filmstabilisierbad -
- Papierentwicklungsbad -
- Papierbleichfixierbad -
- Papierstabilisierbad -
- Filmentwicklungsbad -
- Filmbleichbad -
- Filmfixierbad -
- Filmstabilisierbad -
- Papierentwicklungsbad -
- Papierbleichfixierbad -
- Papierstabilisierbad -
Diese Bäder werden aus Konzentraten durch Verdünnen mit Wasser angesetzt und je
nach Verbrauch (Anzahl der entwickelten Filme, bzw. Fläche des entwickelten
Papiers) regeneriert. Es gilt also, eine Mehrzahl unterschiedlicher Konzentrate an der
richtigen Stelle in das Verarbeitungsgerät einzufüllen. Diese Zahl erhöht sich noch
dadurch, daß für bestimmte Bäder mehrere Konzentrate unterschiedlicher Zusam
mensetzung erforderlich sind, weil nicht alle darin befindlichen Chemikalien mitein
ander vermischt stabil sind. So wird z. B. der Filmentwickler aus drei unterschied
lichen Teilen, das Papierbleichfixierbad aus zwei unterschiedlichen Teilen gemischt,
wobei unter Umständen auch die richtige Zugabereihenfolge einzuhalten ist.
Vorteilhaft ist ein Gebinde für mehrere Verarbeitungschemikalienkonzerte, das einen
in Höhe, Breite und Tiefe genormten Karton und wenigstens drei darin befindliche
nebeneinander angeordnete Chemikalienflaschen umfaßt, deren Ausgußöffnungen
sich auf gleicher Höhe (vom Kartonboden aus gesehen) und in einem vorbestimmten
Abstand voneinander befinden, wobei eine Kartonseite Merkmale aufweist, die ein
glattes Aufsetzen auf eine dafür vorgesehene Fläche des Verarbeitungsgerätes nur in
einer Weise ermöglichen. Dabei werden als Ausgußöffnungen die erfindungsgemä
ßen Flaschenverschlüsse vorgesehen.
Vorzugsweise werden für Filmverarbeitung und Papierverarbeitung getrennte Ge
binde vorgesehen.
Da von den unterschiedlichen Konzentraten üblicherweise unterschiedliche Mengen
zur Verarbeitung einer bestimmten Länge Film oder Fläche Papier benötigt werden,
haben die Chemikalienflaschen vorzugsweise unterschiedliche Größen. Für die An
ordnung der Flaschen in dem Karton bieten sich mehrere Lösungen an: z. B. Flaschen
gleicher Höhe, aber unterschiedlichen Querschnitts oder Flaschen gleichen Quer
schnitts, aber unterschiedlicher Höhe, wobei die Höhendifferenz durch Sockel ausge
glichen werden, die sich im Karton befinden und auf denen die kleineren Flaschen
stehen.
Die Flaschen haben vorzugsweise einen rechteckigen Querschnitt, da sich dadurch
die größte Packungsdichte und somit der kleinstmögliche Karton bei vorgegebenem
Volumen erreichen läßt.
Korrespondierend zur Kartongröße weist das Verarbeitungsgerät eine Aufsetzfläche
auf, auf die der Karton gestellt wird. Die Aufsetzfläche wird z. B. dadurch erzeugt,
daß eine senkrechte Außenwand des Gerätes um 90° nach außen geklappt wird,
wodurch zum einen die erforderliche Öffnung des Gerätes, zum anderen die erfor
derliche Aufsetzfläche für das Gebinde erhalten wird. Die Aufsetzfläche ist so
gestaltet, daß das Gebinde mit dem Deckel oder mit der Öffnung zur Seite nur eine
der vier möglichen Positionen einnehmen kann, beispielsweise dadurch, daß Länge
und Breite der Aufsetzfläche unterschiedlich sind und die Aufsetzfläche durch im
geöffneten Zustand des Gerätes hochragende Kanten begrenzt ist. Das in Höhe und
Breite ebenfalls unterschiedliche Gebinde, wobei Höhe und Breite des Gebindes mit
Länge und Breite der Aufsetzfläche korrespondieren, kann nun nur noch zwei der
vier möglichen Positionen einnehmen. Um ein eindeutiges Aufsetzen zu gewähr
leisten, wird weiterhin z. B. auf der Aufsetzfläche eine asymmetrisch aufgebrachte
Rippe vorgesehen, die mit einer Nut in der Gebindeseite korrespondiert.
Durch diese Maßnahmen wird sicher erreicht, daß das Gebinde nur dann gerade auf
die Aufsetzfläche aufgesetzt und im Anschluß daran in das Gerät eingeführt werden
kann, wenn es in der richtigen Weise aufgesetzt wird.
Der Deckel des Gebindes wird entfernt, sofern das Gebinde nicht ohnehin oben offen
ist, um ein Andocken des Konzentrats im Gerät zu ermöglichen. Dazu wird der
Deckel so gestaltet, daß er möglichst ohne Hilfsmittel leicht und immer in der glei
chen Höhe entfernt werden kann, beispielsweise dadurch, daß er als Stülpdeckel aus
gebildet ist oder mit einem umlaufenden Aufreißfaden vom Karton abgetrennt wird.
Das Gebinde ist vorzugsweise so gestaltet, daß die Flaschenhälse über den oberen
Rand des Kartons im geöffneten Zustand hinausragen.
Beim Einführen des geöffneten Gebindes in das Verarbeitungsgerät werden die Fla
schenhälse der noch verschlossenen Chemikalienflaschen mit geräteseitigen Mitteln,
beispielsweise Greifgabeln, zentriert und arretiert. Dies ermöglicht ein paßgenaues
Andocken aller in dem Karton enthaltenen Flaschen.
Anschließend wird das Gebinde um 90° gedreht, die Flaschen werden im gewünsch
ten Augenblick geöffnet, und ihr Inhalt läuft in die Regeneriertanks, aus denen nach
Verdünnen mit Wasser die Verarbeitungstanks gespeist werden. Durch die erfin
dungsgemäßen Flaschenverschlüsse gelingt das Auslaufen der Flaschen ohne Ver
schmutzung des Innenraumes des Verarbeitungsgerätes.
Das Öffnen der Konzentratflaschen kann gewünschtenfalls auch nacheinander erfol
gen.
Claims (4)
1. Flaschenverschluß für eine Flasche mit zylindrischem Hals und Außenge
winde am Hals umfassend
- a) ein Siegel aus einer geeigneten Folie, mit dem die Flaschenhalsöff nung verschlossen wird,
- b) eine Kappe mit Innen- und Außengewinde oder mit Innengewinde und einer Außennut, deren Dach bis auf einen Ring entfernt ist ("Kragen"), die auf die mit dem Siegel versehene Flasche geschraubt wird, um das Siegel auf der Flaschenhalsöffnung zu fixieren, jedoch einen freien Zugang zum Siegel durch das Kappendach zu gestatten, und
- c) ein hülsenartiges Formteil (Adapter) mit Innengewinde oder mit einem Innenwulst, das auf die Kappe geschraubt wird oder auf die Kappe gesteckt wird und in die Außennut der Kappe einrastet und ebenfalls freien Zugang zum Siegel gestattet, wobei Nut und Wulst miteinander vertauscht sein können.
2. Flaschenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur der
obere Teil des Kragens mit dem Außengewinde versehen und der untere Teil
so gestaltet ist, daß ein Schraubenschlüssel angreifen kann.
3. Flaschenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Flaschenhalsöffnung mit dem Siegel durch Hochfrequenzverschweißen ver
schlossen wird.
4. Flaschenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur der
obere Teil des Flaschenhalses mit einem Gewinde versehen ist und sowohl
Kragen (b) als auch Adapter (c) nur bis zum unteren Ende des Gewindes
reichen, wodurch der untere Teil des Flaschenhalses von einem Werkzeug
erreichbar ist.
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