DE19924211A1 - Verfahren und Vorrichtung zur flexiblen Kanalkodierung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur flexiblen KanalkodierungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur flexiblen Kanalkodierung, bei der auf einem Übertragungskanal, vorzugsweise in einem Mobilfunksystem, zu übertragende Daten in Abhängigkeit vom aktuellen Zustand des Übertragungskanals als auch der Wichtigkeit der zu übertragenden Nutzdaten, flexibel kodiert werden. Zur Kodierung werden dabei einer oder mehrere Teilkodierer, einer oder mehrere Interleaver und eine oder mehrere Punktierungs- und Multiplexvorrichtungen verwendet.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Mobilfunksysteme
und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung mit der
die auf einem Übertragungskanal in einem Mobilfunksystem zu
übertragenden Informationen kodiert werden kann.
In den heutigen Mobilfunksystemen und weit mehr noch in zu
künftigen Anwendungen der Mobilfunksysteme werden neben der
normalen Übertragung von Sprache eine große Vielfalt zusätz
licher Dienste zur Anwendung kommen. Ein Beispiel dafür ist
die Übermittlung von Daten, um beispielsweise von einem Mo
bilfunksystem, insbesondere einem Handy, einen Zugang ins In
ternet zu bekommen. Es sei hier auch auf das zukünftige dien
steübergreifende Mobilfunksystem UMTS (Universal Mobile Tele
communications System) verwiesen.
Insgesamt zeichnet sich ab, daß durch die vielen unterschied
lichen Dienste, die in der Zukunft in Mobilfunksystemen ange
boten werden, sehr unterschiedliche Daten übertragen werden.
Dabei unterscheiden sich die Daten, je nach verwendetem
Dienst, vor allem in der Datenrate, mit der sie übertragen
werden sollen, und im Fehlerschutz, mit dem sie zu übertragen
sind.
Zum Zwecke des Fehlerschutzes wird die zu übertragende Infor
mation kodiert. Dabei erfolgt die Kodierung der Information
so, daß die schließlich über den Übertragungskanal zu über
tragende Information zum einen die zu übertragende Nutzinfor
mation, die sogenannte systematische Information enthält, und
eine kodierte Information.
Die Kodierung dient zur Sicherung der Übertragung gegen auf
dem Übertragungskanal auftretende Fehler. Diese Fehler können
anhand der Kodierung erkannt und/oder korrigiert werden. Die
kodierte Information wird aus der systematischen Information
erzeugt. Dabei werden aus den Bits der systematischen Infor
mation ein oder mehrere Bit kodierter Information, die man
allgemein auch als Parity-Bit bezeichnen kann, erzeugt. Wenn
man eine höhere Sicherheit gegenüber Übertragungsfehlern er
reichen will, so kann die Zahl der Kodierbits erhöht werden,
indem man beispielsweise aus jedem Nutzdatenbit zwei, drei
oder mehr Kodierbits erzeugt. Die einfache oder mehrfache Ko
dierung der Nutzbits kann dabei seriell oder parallel erfol
gen. Die zu kodierenden Bits können dabei vor der Kodierung
mit einem sogenannten Interleaver in eine neue Reihenfolge
gebracht. Dies ist vorteilhaft, da es je nach verwendetem Ko
dieralgorithmus Bitfolgen gibt, die für diesen Kodieralgo
rithmus günstig sind und Bitfolgen, die für diesen Kodieral
gorithmus nicht so günstig sind.
Mit einer zunehmenden Anzahl von Kodierbits im Verhältnis zu
den Nutzbits steigt zwar der Fehlerschutz der übertragenen
Daten gegenüber auf dem Übertragungskanal auftretenden Feh
lern, aber zugleich muß dieser nun wesentlich größere Daten
strom auch über einen gegebenen Übertragungskanal übertragen
werden. Dies führt zu einer unerwünschten Reduzierung der Da
tenrate.
Um die zu übertragende Datenmenge zu verkleinern, kann man
nun zusätzlich zur Kodierung eine sogenannte Punktierung
durchführen. Dabei werden von den Kodierbits nicht alle Bits
verwendet, sondern es werden gewisse Bits ausgeblendet
(punktiert).
Die Nutzdatenbits (die systematische Information) und die Ko
dierbits werden dann in einer Zeitmultiplexvorrichtung in Da
tenblöcke fester Größe umgesetzt und auf der Senderseite auf
den Übertragungskanal gegeben. Auf der Empfängerseite werden
die Daten mit einem Dekodieralgorithmus, der dem Kodieralgo
rithmus auf der Senderseite entspricht, wieder dekodiert.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein
Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit der Daten mit
unterschiedlicher Datenrate und mit einem unterschiedlichen
Fehlerschutz je nach Anwendungsfall über einen in einem Mo
bilfunksystem verwendeten Übertragungskanal übertragen werden
können. Die Anpassung an die aktuell anzuwendende Datenrate
und den aktuell anzuwendenden Fehlerschutz soll dabei schnell
und ohne großen Aufwand erfolgen können.
Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren und eine Vorrich
tung zur flexiblen Kanalkodierung, bei denen sogenannte
Turbo-Codes zur Kodierung der Daten verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vor
richtung zur flexiblen Kanalkodierung der vorliegenden Erfin
dung gestattet nun eine flexible Kodierung, die die Art und
den Umfang der Kodierung in Abhängigkeit vom aktuellen Zu
stand des Übertragungskanals und der Wichtigkeit der einzel
nen Informationssymbole zeitlich veränderlich gestaltet. Die
flexible Kodierung wird bei der vorliegenden Erfindung da
durch erreicht, daß die Größe des oder der verwendeten Inter
leaver, also der Umfang der Umschichtung der Bitfolge, und
die Punktierung der kodierten Bits zeitlich variabel gehalten
wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat somit den Vorteil, daß
ein einziger fester Kanalkodierer und ein einziger fester Ka
naldekodierer verwendet werden können, und daß die Flexibili
tät der Kodierung rein durch leicht veränderbare Software,
die das Interleaven und Punktieren steuert, erreicht wird.
Somit verwirklicht die vorliegende Erfindung eine kostengün
stige Lösung der Kodierung, da für eine Änderung der Kodie
rung keine Veränderung der verwendeten Hardwarekomponenten
erforderlich ist, sondern dies allein über eine leicht zu än
dernde Software erfolgen kann.
Nachfolgend werden beispielhaft zwei Ausführungsformen der
Erfindung anhand der Zeichnungsfiguren näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen schematischen Aufbau einer ersten Ausfüh
rungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur flexiblen
Kanalkodierung;
Fig. 2a zeigt ein erstes Beispiel einer verwendeten Punktie
rung;
Fig. 2b zeigt ein zweites Beispiel einer verwendeten Punk
tierung; und
Fig. 3 zeigt einen schematischen Aufbau einer zweiten Aus
führungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur flexi
blen Kanalkodierung.
In Fig. 1 ist der schematische Aufbau einer ersten Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur flexiblen Ka
nalkodierung gezeigt. Links oben läuft am Eingang 10 die zu
übertragende Nutzinformation in die Kodiervorrichtung ein.
Diese Information läuft zum einen über die Leitung 20 in un
verschlüsselter Form geradeaus weiter in die weiter unten nä
her beschriebene Punktierungs- und Multiplexvorrichtung 30.
Die beim Eingang 10 einlaufende Nutzinformation wird aber
auch auf parallelen Leitungen 40-1 bis 40-N+1 Teilkodierern
42-1 bis 42-N+1 zugeführt. Diese Teilkodierer erzeugen nach
verschiedenen wählbaren Kodierverfahren, wie beispielsweise
RSC (Recursiv Systematic Convolutional), NSC (Nonsystematic
Convolutional) oder Blockkodierverfahren, wie BCH, RS oder
RM, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, aus den Fol
gen der Nutzbits Kodierinformation, die auch Parityinforma
tion genannt wird. Diese Parityinformation wird dann eben
falls der oben schon erwähnten Punktier- und Multiplexvor
richtung 30 zugeführt.
Die erste parallele Leitung 40-1 zum ersten Teilkodierer 42-1
ist direkt parallel zur Leitung 20 der unverschlüsselten
Nutzdaten geschaltet. Die weiteren Teilkodierer 42-2 bis 42-N+1
sind hingegen über jeweils dazwischen geschaltete Inter
leaver 50-1 bis 50-N zum vorherigen Teilkodierer parallel ge
schaltet. Diese Interleaver verändern jeweils die Reihenfolge
der Bits, die in sie einlaufen. Damit wird bei der Parallel
schaltung mehrerer Teilkodierer unter Zwischenschaltung der
Interleaver erreicht, wie das oben schon angegeben wurde, daß
für die Kodierung ungünstige Bitfolgen durch die Änderung der
Reihenfolge der Bits in den Interleavern in für die Kodierung
günstigere Bitfolgen verwandelt werden.
Die unkodierte Nutzinformation und die Parityinformation aus
den Zweigen der parallel geschalteten Teilkodierer laufen in
die Punktierungs- und Multiplexvorrichtung 30 ein. In dieser
Vorrichtung 30 werden die Bitfolgen zunächst einer Punktie
rung unterzogen, das heißt, es werden aus den in die Vorrich
tung 30 einlaufenden Bitfolgen einzelne Bits unterdrückt, das
heißt herausgeschnitten (= punctured). Diese Bits kommen dann
nicht zur Übertragung. Die Punktierung wird weiter unten an
hand der Zeichnungsfiguren 2a und 3b noch näher beschrieben.
Nach der Punktierung werden die übrig gebliebenen Bits in Da
tenblöcke fester Größe gemultiplext und über den Übertra
gungskanal 60 übertragen.
Die Fig. 2a und 2b erläutern die Punktierung bei der Ko
dierung der Information, wobei angenommen wird, daß der Ka
nalkodierer unter Bezug auf Bild 1 so konfiguriert wird, daß
zwei Teilkodierer 42-1 und 42-2 und ein dazwischen geschalte
ter Interleaver 50-1 verwendet werden. Die Teilkodierer 42-1
und 42-2 werden identisch so ausgelegt, daß jeder Teilkodie
rer jeweils 1 Bit Parityinformation aus jedem Bit der Nutzin
formation erzeugt. Es werden zwei unterschiedliche Dienste
betrachtet, die auf dem Übertragungskanal des Mobilfunknetzes
zur Ausführung kommen sollen. Der Dienst 1 sei ein Dienst,
der eine Datenblockgröße von 200 Bit und eine Coderate ½ ver
wendet, und der Dienst 2 sei ein Dienst, der eine Daten
blockgröße von 600 Bit und eine Coderate von ²/₃ verwendet.
Beim Dienst 1 soll die Punktierung so erfolgen, daß die Pari
tyinformation des Teilkodierers 2 vollständig unterdrückt
wird, und beim Dienst 2 soll die Punktierung so erfolgen, wie
das in Fig. 2a gezeigt ist.
Fig. 2b zeigt eine alternative zyklische Punktierung des
Dienstes 1. In beiden Figuren entspricht die "0" dabei einem
nicht punktierten Bit, also einem Bit, das verwendet wird,
und das "X" entspricht einer Punktierung, also einem Bit, das
herausgeschnitten, das heißt, nicht verwendet wird.
Fig. 3 zeigt einen schematischen Aufbau einer zweiten Aus
führungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur flexiblen
Kanalkodierung. Es wird durch diese Ausführungsform ein fle
xibler, seriell verketteter Turbo-Kodierer verwirklicht. Die
beim Eingang 10 einlaufende Nutzinformation wird dabei zuerst
über einen äußeren Kodierer 70 kodiert. An diesen äußeren Ko
dierer 70 schließen sich dann eine Anordnung oder mehrere pa
rallele Anordnungen an, die jeweils aus einer Punktierungs-
und Multiplexeinheit 80-1 bis 80-N, einer sich daran an
schließenden Interleavereinheit 90-1 bis 90-N und einem dar
auf folgenden inneren Kodierer 100-1 bis 100-N besteht oder
bestehen. Die Ausgänge der inneren Kodierer 100-1 bis 100-N
sind dann mit einer Gesamtpunktierungs- und Multiplexvorrich
tung 110 verbunden, an deren Ausgang der eigentliche Übertra
gungskanal 60 angeschlossen ist.
Bei der Ausführungsform der Fig. 3 werde beispielhaft ein
dritter Dienst betrachtet. Dieser dritte Dienst verwendet In
formationsfolgen der Größe 300 Bit. Der äußere Kodierer hat
eine Koderate von ½. Die hier verwendete Punktierung stellt
sich in Anlehnung an Fig. 2 folgendermaßen dar: XXXO. Von
vier durch den äußeren Kodierer erzeugten Kodierbits werden
drei Bits über die Interleavereinheit 90-1 an den inneren Ko
dierer 100-1 geliefert. Der innere Kodierer 100-1 hat die Ko
derate von ½. Die gesamte Koderate für den dritten Dienst be
trägt: ¹/₂.⁴/₃.¹/₂ = ¹/₃. Die Gesamtpunktierungsvor
richtung 110 hat in diesem Beispiel die Punktierungsmatrix
[1].
10
Eingang (Nutzinformation)
20
Leitung für nicht kodierte Nutzinformation
30
Punktierungs- und Multiplexvorrichtung
40
-
1
bis
40
-N+
1
parallele Leitungen zu Teilkodierern
42
-
1
bis
42
-N+
1
Teilkodierer
50
-
1
bis
50
-N Interleaver
60
Übertragungskanal
70
Äußerer Kodierer
80
-
1
bis
80
-N Punktierungs- und Multiplexeinheit
90
-
1
bis
90
-N Interleavereinheit
100
-
1
bis
100
-N innerer Kodierer
110
Gesamtpunktierungs- und Multiplexvorrichtung
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Kodierung einer Folge von Nutzdatenbits
für eine Übertragung auf einem Übertragungskanal, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie folgende Elemente umfaßt:
einen oder mehrere parallel zur Leitung 20, auf der die Nutzdaten einlaufen, angeordnete Teilkodierer (42-1 bis 42-N+1), die nach wählbaren Kodierverfahren aus den Nutzdaten bits Kodierbits oder Parityinformation erzeugen;
jeweils einen Interleaver (50-1 bis 50-N), der jeweils zwischen den parallel angeordneten Teilkodierern (42-1 bis 42-N+1) angeordnet ist und der die in ihn einlaufende Bitfol ge nach einem wählbaren Algorithmus in eine neue Bitfolge um setzt;
eine Punktierungs- und Multiplexvorrichtung (30), die parallele Eingänge aufweist, in die die nicht kodierten Nutz bits auf der Leitung 20 und die Paritybits von den einzelnen Teilkodierern (42-1 bis 42-N+1) einlaufen, und die eine Punk tierung und ein Multiplexen der einlaufenden Bits durchführt, um sie in Datenpakete fester Größe umzuwandeln, die an ihrem Ausgang auf den Übertragungskanal (60) gegeben werden.
einen oder mehrere parallel zur Leitung 20, auf der die Nutzdaten einlaufen, angeordnete Teilkodierer (42-1 bis 42-N+1), die nach wählbaren Kodierverfahren aus den Nutzdaten bits Kodierbits oder Parityinformation erzeugen;
jeweils einen Interleaver (50-1 bis 50-N), der jeweils zwischen den parallel angeordneten Teilkodierern (42-1 bis 42-N+1) angeordnet ist und der die in ihn einlaufende Bitfol ge nach einem wählbaren Algorithmus in eine neue Bitfolge um setzt;
eine Punktierungs- und Multiplexvorrichtung (30), die parallele Eingänge aufweist, in die die nicht kodierten Nutz bits auf der Leitung 20 und die Paritybits von den einzelnen Teilkodierern (42-1 bis 42-N+1) einlaufen, und die eine Punk tierung und ein Multiplexen der einlaufenden Bits durchführt, um sie in Datenpakete fester Größe umzuwandeln, die an ihrem Ausgang auf den Übertragungskanal (60) gegeben werden.
2. Vorrichtung zur Kodierung einer Folge von Nutzdatenbits
für eine Übertragung auf einem Übertragungskanal, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie folgende Elemente umfaßt:
einen äußeren Kodierer (70), in den die Nutzdaten ein laufen, wobei dieser nach wählbaren Kodierverfahren aus den Nutzdatenbits Kodierbits oder Parityinformation erzeugt;
eine sich an den Ausgang des äußeren Kodierers (70) an schließende Anordnung oder mehrere sich an den Ausgang des äußeren Kodierers (70) parallel anschließende Anordnungen, die jeweils aus einer Punktierungs- und Multiplexeinheit (80-1 bis 80-N), einer Interleavereinheit (90-1 bis 90-N) und ei nen inneren Kodierer (100-1 bis 100-N) besteht beziehungswei se bestehen,
wobei die Ausgänge der obigen Anordnung mit einer Ge samtpunktierungs- und Multiplexvorrichtung (110) verbunden sind, die eine Punktierung und ein Multiplexen der einlaufen den Bits durchführt, um sie in Datenpakete fester Größe umzu wandeln, die an ihrem Ausgang auf den Übertragungskanal (60) gegeben werden.
einen äußeren Kodierer (70), in den die Nutzdaten ein laufen, wobei dieser nach wählbaren Kodierverfahren aus den Nutzdatenbits Kodierbits oder Parityinformation erzeugt;
eine sich an den Ausgang des äußeren Kodierers (70) an schließende Anordnung oder mehrere sich an den Ausgang des äußeren Kodierers (70) parallel anschließende Anordnungen, die jeweils aus einer Punktierungs- und Multiplexeinheit (80-1 bis 80-N), einer Interleavereinheit (90-1 bis 90-N) und ei nen inneren Kodierer (100-1 bis 100-N) besteht beziehungswei se bestehen,
wobei die Ausgänge der obigen Anordnung mit einer Ge samtpunktierungs- und Multiplexvorrichtung (110) verbunden sind, die eine Punktierung und ein Multiplexen der einlaufen den Bits durchführt, um sie in Datenpakete fester Größe umzu wandeln, die an ihrem Ausgang auf den Übertragungskanal (60) gegeben werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Interleaver (50-1 bis 50-N) und/oder die Inter
leavereinheiten (90-1 bis 90-N) eine zeitlich veränderliche,
wählbare Größe aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Punktierungs- und Multiplexvor
richtung (30) und/oder die Punktierungs- und Multiplexeinheit
(80-1 bis 80-N) und/oder die Gesamtpunktierungs- und Multi
plexeinheit (110) eine Punktierung aufweist, die in zeitlich
veränderlicher, wählbarer Art erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Größe des Interleavers (50-1 bis 50-N) und/oder der In
terleavereinheiten (90-1 bis 90-N) in Abhängigkeit vom aktu
ellen Zustand des Übertragungskanals (60) und/oder der Wich
tigkeit der zu übertragenden Information festgelegt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Art der Punktierung in Abhängigkeit vom aktuellen Zustand
des Übertragungskanals (60) und/oder der Wichtigkeit der zu
übertragenden Information ausgewählt wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Teilkodierer (42-1 bis 42-N+1)
und/oder der äußere Kodierer (70) RSC-(Recursiv Systematic
Convolutional)-Codes, NSC-(Nonsystematic Convolutional)-Codes
oder Block-Codes, wie BCH-Codes, RS-Codes oder RM-Codes, er
zeugen.
8. Verfahren zur Kodierung einer Folge von Nutzdatenbits für
eine Übertragung auf einem Übertragungskanal, dadurch gekenn
zeichnet, daß es folgende Schritte umfaßt:
Ausbilden einer oder mehrerer kodierter Informationsfol gen oder Parityinformationsfolgen aus den Nutzdatenbits;
Punktierung und Multiplexen der Folge von Nutzdatenbits und der einen oder mehreren Bitfolgen von Parityinförmation zu Datenblöcken fester Bitgröße; und
Ausgeben der so erzeugten Datenblöcke auf den Übertra gungskanal.
Ausbilden einer oder mehrerer kodierter Informationsfol gen oder Parityinformationsfolgen aus den Nutzdatenbits;
Punktierung und Multiplexen der Folge von Nutzdatenbits und der einen oder mehreren Bitfolgen von Parityinförmation zu Datenblöcken fester Bitgröße; und
Ausgeben der so erzeugten Datenblöcke auf den Übertra gungskanal.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Parityinformationsfolgen durch verschiedene Kodierverfahren,
wie einer Erzeugung von RSC-(Recursiv Systematic Convolutio
nal)-Codes, NSC-(Nonsystematic Convolutional)-Codes oder
Block-Codes, wie BCH-Codes, RS-Codes oder RM-Codes kodiert
werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Erzeugung der Parityinformationsfolgen, die zu
kodierenden Bits zuerst in einem Interleaver (50-1 bis 50-N;
90-1 bis 90-N) in eine neue Reihenfolge gebracht werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Größe der verwendeten Interleaver zeitlich veränderlich
ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Art der Punktierung zeitlich veränder
lich ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die zeitliche Veränderbarkeit der Größe
der Interleaver und der Art der Punktierung in Abhängigkeit
vom aktuellen Zustand des Übertragungskanals (60) und/oder
der Wichtigkeit der zu übertragenden Information vorgenommen
wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999124211 DE19924211A1 (de) | 1999-05-27 | 1999-05-27 | Verfahren und Vorrichtung zur flexiblen Kanalkodierung |
| PCT/DE2000/001504 WO2000074295A1 (de) | 1999-05-27 | 2000-05-12 | Verfahren und vorrichtung zur flexiblen kanalkodierung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999124211 DE19924211A1 (de) | 1999-05-27 | 1999-05-27 | Verfahren und Vorrichtung zur flexiblen Kanalkodierung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19924211A1 true DE19924211A1 (de) | 2000-12-21 |
Family
ID=7909302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999124211 Withdrawn DE19924211A1 (de) | 1999-05-27 | 1999-05-27 | Verfahren und Vorrichtung zur flexiblen Kanalkodierung |
Country Status (2)
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| WO (1) | WO2000074295A1 (de) |
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2000
- 2000-05-12 WO PCT/DE2000/001504 patent/WO2000074295A1/de not_active Ceased
Patent Citations (5)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| WO2000074295A1 (de) | 2000-12-07 |
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