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DE19920269A1 - Direkte Ozonung von biologischen Belebungsstufen in Abwasserkläranlagen zum Zwecke der Reduzierung von Überschußschlamm - Google Patents

Direkte Ozonung von biologischen Belebungsstufen in Abwasserkläranlagen zum Zwecke der Reduzierung von Überschußschlamm

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DE19920269A1
DE19920269A1 DE1999120269 DE19920269A DE19920269A1 DE 19920269 A1 DE19920269 A1 DE 19920269A1 DE 1999120269 DE1999120269 DE 1999120269 DE 19920269 A DE19920269 A DE 19920269A DE 19920269 A1 DE19920269 A1 DE 19920269A1
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DE
Germany
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sludge
ozone
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gas
oxygen
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DE1999120269
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English (en)
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Ortwin Leitzke
Stefan Bidinger
Bernd Dzedzig
Markus Geiger
Frank Heckmann
Heinrich Hoelter
Uwe Hofer
Michael Linnhoff
Bernd Rauch
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PHILAQUA AUFBEREITUNGSTECHNIK
Original Assignee
PHILAQUA AUFBEREITUNGSTECHNIK
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Publication date
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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Abstract

Der in einer biologischen Abwasserkläranlage normaler Weise anfallende Überschußschlamm wird erheblich reduziert, indem direkt der Sauerstoffversorgung für die aerobe Belebung geringe Mengen an Ozon (5 bis 50 g Ozon pro 1 kg organische Trockensubstanz in der Belebung und Tag) über ozonfeste Gaseintragsapparate, wie z. B. Teflonmembrane, Keramikkerzen oder Gas ansaugende Tauchpumpen oder Gas und Schlamm ansaugende Drehkolbenpumpen, die gleichzeitig die Belebung im Becken oder über einen Nebenstrom, der mindestens einen Flüssigkeits- und Schlammstrom im Verhältnis zum zu klärenden Abwasserzulauf von 1 zu 1 zu 3 entspricht, umwälzt, zugegeben werden, womit ein Gleichgewicht zwischen Wachsen und Schädigen der Mikroorganismen im Belebungsschlamm erhalten wird. DOLLAR A Das Ozon wird sofort von der Flüssigkeit absorbiert und reagiert mit den darin enthaltenen Schlammflocken, indem es die Zellwände der Mikroorganismen angreift, den Zellsaft freisetzt und wieder für den biologischen Abbau bereitstellt. Der Sauerstoff als Trägergas für Ozon wird nicht abgetrennt, sondern für die erhöhte biologische Aktivität genutzt. DOLLAR A Der Vorteil der direkten Ozonung in der aeroben Schlammbelebung nach diesem erfindungsgemäßen Verfahren liegt darin, daß entsprechend diesem einfachen Verfahren weniger Schlamm entsteht, entwässert, gepreßt und entsorgt werden muß, was Kosten einspart.

Description

2.) Anwendungsgebiet
In Deutschland fallen pro Jahr ca. 50 Millionen Tonnen Klärschlamm hauptsächlich als Faulschlamm an, wovon bisher 65% deponiert, 10% verbrannt und 25% auf landwirtschaftlich genutzte Felder verteilt werden.
Die Beseitigung dieses Faulschlammes wird in Zukunft ein größeres Problem, weil die TA Siedlungsabfall von 1993 es ab 2005 verbietet, solche Abfälle, die mehr als 5% organischen Anteil enthalten, auf Deponien zu bringen. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist diese Frist sogar auf den 1. Juli 1999 festgesetzt worden, siehe Literatur 1 (Hermann Schwarz et al.: "Chemisch-oxidative Behandlung von Faulschlamm mit Wasserstoffperoxid", Wasser, Boden und Luft WLB 5, 1996, 44-47). Deshalb beschäftigen sich mehrere Gruppen damit, diese Schlammenge entweder als Faulschlamm oder bereits vorher als Überschußschlamm der Biologie zu reduzieren.
3.) Zweck
Diese Erfindung bezweckt die Reduzierung des in der Belebung entstehenden und zu entsorgenden Klärschlammes.
4.) Stand der Technik 4.1) Chemisch-oxidative Behandlung von Faulschlamm mit Wasserstoffperoxid
Siehe Literatur 1: Hermann Schwarz et al.: "Chemisch oxidative Behandlung von Faulschlamm mit Wasserstoffperoxid", Wasser, Boden und Luft WLB 5, 1996, 44-47. Es wird beschrieben, daß in ein Druckgefäß gefüllter Faulschlamm unter erhöhtem Druck von p < 10 bar und erhöhter Temperatur von T < 100°C unter Luft- oder Sauerstoffeinschluß mit Wasserstoffperoxid so aufgeschlossen werden kann, daß er entweder weitgehend mineralisiert oder so angekrackt ist, daß er sich bei einer folgenden biologischen Behandlung erheblich reduzieren läßt.
4.2) Chemisch-oxidative Behandlung von Überschußschlamm mit Ozon in einem Teilstrom, der entweder dem Belebungsbecken oder der Nachklärung der Belebung entnommen und nach der Ozonung in die Belebung geführt wird.
Siehe Literatur 2: EP 645347 AT 21.09.94, Kurita Water industries Ltd. Die Japaner ozonen einen Teilstrom des Überschußschlammes außerhalb des Belebungsbeckens, z. B. in Begasungstürmen mit Ozonresivernichter. Sie ziehen einen Teilstrom des Überschußschlammes entweder aus der Nachklärung oder aus der Belebung ab, fügen Ozon hinzu und führen den ozonten Teilstrom der Belebung wieder zu. Durch Ozon werden die Zellwände der Flocken und der Bakterien im Überschußschlamm angegriffen oder sogar zerstört. Der auslaufende biologisch abbaubare Zellsaft wird mit dem Teilstrom wieder der Belebung zugeführt. Auf diese Weise wird ein Gleichgewicht der Überschußschlammproduktion in der biologischen Stufe erreicht, so daß eine abzuführende Überschußschlammenge minimiert oder gar vermieden wird.
4.3) Desintegration von Klärschlämmen
Siehe Literatur 3: Heft 61 des Institutes für Siedlungswasserwirtschaft an der Technischen Universität Braunschweig. Johannes Müller, Norbert Dichtet und Jörg Schwedes:
"Klärschlammdesintegration, Forschung und Anwendung", Fachtagung am 10. Und 11. März 1998 in Braunschweig.
Hier speziell: A. Scheminski, R. Krull und D. C. Hempel: "Mehrstufige Prozeßführung der Klärschlammstabilisierung mit mechanischem Aufschluß und Behandlung durch Ozon" Seiten 193-208.
Diese Gruppe beschäftigt sich mit der Desintegration von Klärschlämmen, gemeint ist damit eine Zerstörung der Flocke im abgetrennten Überschuß- oder Faulschlamm durch mechanische, chemische, biologische oder physikalische Methoden, um damit die Mikroorganismen in den Schlammflocken aufzuschließen und ihren Zellsaft für einen biologischen Abbau zugänglich zu machen und auf diese Weise die Schlammenge zu reduzieren.
Die spezielle Gruppe Scheminski, Krull und Hempel arbeitet mit einem zweistufigen anoxischen biologischen Verfahren, in dem sie den verwendeten Faulschlamm sowohl mechanisch als auch mit Ozon aufschließt und besser für die Biologie zum Abbau und dadurch für die Faulschlammreduzierung verfügbar macht.
5.) Kritik des Standes der Technik Zu 4.1) Chemisch-oxidative Behandlung von Faulschlamm mit Wasserstoffperoxid
Diese Methode beschäftigt sich nicht mit dem Überschußschlamm, sondern mit der späteren Stufe des Faulschlammes.
Es erscheint uns aufwendig, große Mengen von Faulschlamm bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur mit Wasserstoffperoxid aufzuschließen.
Zu 4.2) Chemisch-oxidative Behandlung von Überschußschlamm mit Ozon in einem Teilstrom
Die japanische Kurita-Gruppe braucht eine Abgasbehandlung und verschwendet Sauerstoff. Außerdem verursachen die Apparate der Teilstromozonung unnötige Investitions- und Betriebskosten.
Zu 4.3) Desintegration von Klärschlämmen
Diese Forschungs- und Anwendungsgruppe befaßt sich zwar mit der Reduzierung von Faulschlamm und schließt ihn mechanisch, chemisch und physikalisch auf, sie benutzt auch Ozon zur oxidativen Zerstörung der Zellwände, aber sie behandelt ihn wieder anoxisch nach. Diese Prozedur erscheint uns ebenfalls technisch und wirtschaftlich als zu aufwendig.
6) Aufgabe
Es soll ein Verfahren erfunden und entwickelt werden, das Überschußschlamm in biologischen Abwasserkläranlagen technisch möglichst einfach mit einer sicheren hohen Verfügbarkeit auf ökologisch und ökonomisch sinnvolle Weise stark im Zuwachs vermindert und die zu entsorgende Menge sehr erheblich gegenüber dem jetzigen Zustand reduziert.
7) Lösung der Aufgabe
Die Lösung der Aufgabe, Klärschlamm technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll zu reduzieren, besteht darin, daß der Sauerstoffversorgung für eine aerobe biologische Behandlung geringe Mengen Ozon, womit ein Gleichgewicht zwischen Wachsen und Schädigen der Mikroorganismen im Belebungsschlamm gehalten wird, zugegeben werden, indem das ozonhaltige Gas in Dosen zwischen 5 und 50 g Ozon pro 1 kg organische Trockensubstanz in der Belebung und Tag über ozonfeste Gaseintragsapparate, wie z. B. Teflonmembrane, Keramikkerzen oder Gas ansaugende Tauchpumpen oder Gas und Schlamm ansaugende Drehkolbenpumpen, die gleichzeitig die Belebung im Becken oder über einen Nebenstrom, der mindestens einem Flüssigkeits- und Schlammstrom im Verhältnis zum Abwasserzulauf von 1 zu 1 bis zu 1 zu 3 entspricht, umwälzen, direkt in das voll durchmischte Belebungsbecken eingetragen und zur Reaktion gebracht wird.
8) Beschreibung der Verfahrensskizze zu
Direkte Ozonung von biologischen Belebungsstufen in Abwasserkläranlagen zum Zwecke der Reduzierung von Überschußschlamm
Variante 1
Das zulaufende (1) zu klärende Abwasser läuft über einen Sandfang (2) in die Denitrifikationstufe (4) der Belebung, wo z. B. ein Rührwerk (5) für eine Durchmischung sorgt. Von dort kommt es in die Nitrifikationsstufe (6) der Belebung, die über eine Belüftervorrichtung (7) mit sauerstoffhaltigem Gas versorgt wird. Zur Denitrifikation des Nitrates (NO3) wird ein Wasser-Schlamm-Strom mit einer Pumpe (8) von der Nitrifikationstufe in die Denitrifikationsstufe geführt. Das Nitrifikationsbecken (6) wird entweder über die Belüftung (7) oder über eine Pumpe (9), die einen mehrfachen Volumenstrom im Verhältnis des in das Becken zulaufenden zu klärenden Abwassers umpumpt, umgewälzt.
Diese Pumpe (9) saugt auch ozonhaltiges Gas (10), was separat durch stille elektrische Entladung aus sauerstoffhaltigem Gas in einem Ozonerzeugungsapparat produziert wurde, an und drückt das Gemisch aus Wasser, belebtem Schlamm und Gas in das Nitrifikationsbecken, wobei das Ozon sofort in der Flüssigkeit absorbiert wird und darin die Schlammflocken und die Zellwände der Mikroorganismen angreift und für den biologischen Prozeß verfügbar macht, so daß ein sauerstoffhaltiges Gas übrig bleibt, was mit dem frei gewordenen Zellsaft und der noch Feststoff enthaltenen Flüssigkeit in die aerobe Belebung gelangt.
Der die Anlage durchlaufende Abwasserstrom, der dabei zwar eine Reinigung erfährt, aber noch Trübstoffe enthalten kann, wird in der Nachklärung (11) z. B. durch Sedimentation der Feststoffe, die durch die Ozonung stark in der Menge reduziert sind, nachgereinigt, bevor er in den Vorfluter oder in eine nachgeschaltete chemische Phosphatfällung abläuft.
Überschußschlamm aus der Nachklärung (11) wird entweder über die Rücklaufleitung (12) in die Denitrifikation (4) zurückgeleitet oder über einen Abzug (13) aus der Nachklärung entsorgt.
Variante 2
Das zulaufende (1) zu klärende Abwasser läuft über einen Sandfang (2) in die Denitrifikationstufe (4) der Belebung, wo z. B. ein Rührwerk (5) für eine Durchmischung sorgt. Von dort kommt es in die Nitrifikationsstufe (6) der Belebung, die über eine Belüftervorrichtung (7) und einem Luftkompressor (9) mit sauerstoffhaltigem Gas versorgt wird.
Zur Denitrifikation des Nitrates (NO3) wird ein Wasser-Schlamm-Strom mit einer Pumpe (8) von der Nitrifikationstufe in die Denitrifikationsstufe geführt. Das Nitrifikationsbecken (6) wird über die Belüftung (7) mit dem Luftkompressor (9) umgewälzt.
Das ozonhaltiges Gas (10), was separat durch stille elektrische Entladung aus sauerstoffhaltigem Gas in einem Ozonerzeugungsapparat produziert wurde, wird aus dem Ozonerzeuger in die Gas führende Leitung zwischen Luftkompressor und Luftverteilung (7) in den unteren Teil des Beckens (6) gedrückt. Wo das Ozon sofort in der Flüssigkeit absorbiert wird und darin die Schlammflocken und die Zellwände der Mikroorganismen angreift und für den biologischen Prozeß verfügbar macht, so daß ein sauerstoffhaltiges Gas übrig bleibt, was mit dem frei gewordenen Zellsaft und der noch Feststoff enthaltenen Flüssigkeit die aerobe Belebung versorgt. Der die Anlage durchlaufende Abwasserstrom, der dabei zwar eine Reinigung erfährt, aber noch Trübstoffe enthalten kann, wird in der Nachklärung (11) z. B. durch Sedimentation der Feststoffe, die durch die Ozonung stark in der Menge reduziert sind, nachgereinigt, bevor er in den Vorfluter oder in eine nachgeschaltete chemische Phosphatfällung abläuft.
Überschußschlamm aus der Nachklärung (11) wird entweder über die Rücklaufleitung (12) in die Denitrifikation (4) zurückgeleitet oder über einen Abzug (13) aus der Nachklärung entsorgt.
9.) Erzielbare Vorteile
Der Vorteil der Ozonung in der aeroben Schlammbelebung nach diesem erfindungsgemäßen Verfahren liegt darin, daß entsprechend diesem einfachen Verfahren weniger Schlamm entsteht, entwässert, gepreßt und entsorgt werden muß, was Kosten einspart.
Die neue Erfindung von PHILAQUA hält den Schlamm in den biologischen Belebungsbecken im Gleichgewicht und verhindert dort bereits die Bildung von großen Mengen Schlamm, die im Faulturm unter anoxischen Bedingungen stabilisiert und dann entsorgt werden müßten.
Gegenüber Kurita ozont PHILAQUUA direkt die biologische Belebung voll durchmischt und nicht im Teilstrom. Sie benötigt keine Abgasbehandlung wegen Überschußozon, weil Ozon nur in sehr geringen unterstöchiometrischen Mengen bezogen auf den "chemischen Sauerstoffbedarf (CSB)" direkt in die Biologie gegeben wird, um einen Teil der Zellwände der Mikroorganismen im Schlamm der Belebung anzugreifen, z. B. 5-50 g Ozon pro Kg CSB in der Belebung, so daß keine Gefahr besteht, das biologische Leben total zu schädigen, sondern es bleibt durch Zuwachs und Schädigen im Gleichgewicht. Durch den Zellaufschluß mit Ozon wird der Zellsaft freigesetzt, er wird für die Biologie zugänglich und der biologische und chemische Sauerstoffbedarf steigen. Da ist es von Vorteil, daß Sauerstoff als Trägergas für Ozon nicht wie im Teilstrom ins Abgas geht, sondern mit Ozon direkt in die Belebung geführt und dort gebraucht wird.

Claims (2)

1. Ein Verfahren zur biologischen aeroben Behandlung und Reduzierung von Überschußschlämmen in Abwasserkläranlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Belebung mit sauerstoffhaltigen Gasen, wie Luft, technisch gewonnener Sauerstoff und mit Sauerstoff angereicherte Luft, die alle mit kleinen Mengen an Ozon angereichert sind, so direkt begast wird, daß sich in der aeroben Biologie ein Gleichgewicht im belebten Schlamm zwischen Wachsen und Absterben von Mikroorganismen einstellt, indem das ozonhaltige Gas in Dosen zwischen 5 und 50 g Ozon pro 1 kg organische Trockensubstanz in der Belebung und Tag über ozonfeste Gaseintragsapparate, wie z. B. Teflonmembrane, Keramikkerzen oder Gas ansaugende Tauchpumpen oder Gas und Schlamm ansaugende Drehkolbenpumpen, die gleichzeitig die Belebung im Becken oder über einen Nebenstrom, der mindestens einem Flüssigkeits- und Schlammstrom im Verhältnis zum Abwasserzulauf von 1 zu 1 bis zu 1 zu 3 entspricht, umwälzen, direkt in das voll durchmischte Belebungsbecken eingetragen und zur Reaktion gebracht wird.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Ozon und suerstoffhaltigen Gasen beschickten Belebung eine chemische Phosphatfällung folgt.
DE1999120269 1999-05-03 1999-05-03 Direkte Ozonung von biologischen Belebungsstufen in Abwasserkläranlagen zum Zwecke der Reduzierung von Überschußschlamm Withdrawn DE19920269A1 (de)

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