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DE19920855A1 - Magenvolumenreduzierende Darreichungsform - Google Patents

Magenvolumenreduzierende Darreichungsform

Info

Publication number
DE19920855A1
DE19920855A1 DE1999120855 DE19920855A DE19920855A1 DE 19920855 A1 DE19920855 A1 DE 19920855A1 DE 1999120855 DE1999120855 DE 1999120855 DE 19920855 A DE19920855 A DE 19920855A DE 19920855 A1 DE19920855 A1 DE 19920855A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preparation
dosage form
expandable
gastric
substance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1999120855
Other languages
English (en)
Inventor
Frank Becher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LTS Lohmann Therapie Systeme AG
Original Assignee
LTS Lohmann Therapie Systeme AG
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Filing date
Publication date
Application filed by LTS Lohmann Therapie Systeme AG filed Critical LTS Lohmann Therapie Systeme AG
Priority to DE1999120855 priority Critical patent/DE19920855A1/de
Priority to PCT/EP2000/003826 priority patent/WO2000067682A1/de
Publication of DE19920855A1 publication Critical patent/DE19920855A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/0003Apparatus for the treatment of obesity; Anti-eating devices
    • A61F5/0013Implantable devices or invasive measures
    • A61F5/0036Intragastrical devices
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M31/00Devices for introducing or retaining media, e.g. remedies, in cavities of the body

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Abstract

Eine oral applizierbare Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvolumens, ist dadurch gekennzeichnet, daß sie als gastroretentives System in Form eines Beutels mit einer Hülle aus semipermeablen Material unter Einschluß eines im Milieu des Magensaftes expandierbaren Stoffes bzw. Zubereitung ausgebildet ist und im expandierten Zustand die Verhinderung der Pyloruspassage bewirkt.

Description

Die Erfindung betrifft eine oral applizierbare Darrei­ chungsform zur Reduzierung des Magenvolumens.
Bei der Therapie verschiedener Indikationen, z. B. Adiposi­ tas, Magen- und Darmerkrankungen usw. kann es angezeigt sein, eine Reduzierung des Magenvolumens vorzunehmen. Es ist bekannt, eine solche Reduzierung durch eine Art von Strangulation, das heißt durch eine Abschnürung eines Teils des Magens vorzunehmen. Ein derartiger Eingriff erfordert eine Operation, wobei die Abschnürung eines Teils des Ma­ gens wieder rückgängig gemacht werden kann, jedoch nur auf dem Weg einer weiteren Operation.
Eine andere Art einer Reduzierung des Magenvolumens besteht aus einer Magen-Teilresektion, wobei ein Teil des Magens operativ entfernt wird. Diese Reduzierung des Magenvolumens kann nicht rückgängig gemacht werden.
Es sind Therapien bekannt, bei welchen es wünschenswert ist, das Magenvolumen nur für eine vorherbestimmbare, ver­ gleichsweise nur Stunden oder Tage dauernde Behandlungspe­ riode zu reduzieren. Hierfür können begreiflicherweise die vorgenannten Verfahren zur Magenvolumenreduzierung prak­ tisch nicht verwendet werden.
Medikamente mit einem Wirkstoff, die durch ihre Gestaltung längere Zeit im Magen verweilen sind bekannt.
Bei einer Darreichungsform gemäß US 4,996,058 befindet sich der Wirkstoff innerhalb des gastroretentiven Systems, wird durch den Magensaft aufgelöst und kontrolliert durch die Wände des Systems, die insofern eine Membranfunktion haben, abgegeben.
US 5,296,233 beschreibt ein kapselartiges Medikament, um­ fassend eine duale Unterschicht mit einer anfänglichen Un­ terschicht eines wasserlöslichen Filmbildner-Polymers, bei­ spielsweise Providon, und einer zweiten Unterschicht einer Mixtur zweier filmbildender Polymere, beispielsweise Provi­ don und Hydroxypropylmethylcellulose und einem hydrophoben Weichmacher, beispielsweise Rizinusöl, welches für eine glatte, gleichmäßige und substanziell blasenfreie Außen­ schicht, z. B. Gelatine für ein kapselartiges Medikament, welches trotz vergleichsweise großen Volumens problemlos schluckbar ist.
US 4,983,401 beschreibt ein pharmazeutisches Präparat zur längerfristigen Wirkstofffreisetzung unter Verwendung einer pH-kontrollierbaren Diffusionsmembran, bestehend aus einem pH-sensitiven Filmbildnerpolymer. Dieses kann als Ausgangs­ polymer Phthalsäure mit einer Carboxylgruppe enthalten, ge­ bunden an das Ausgangspolymer durch eine Esterbindung, wäh­ rend die zweite Carboxylgruppe als freie Säure übrigbleibt, so daß das modifizierte Filmbildnerpolymer bei niedrigem pH-Wert hydrophob und bei höherem pH-Wert hydrophil ist.
EP 0 326 816 A offenbart eine schwimmfähige therapeutische Wirkstoff-Dosierform unter Einschluß von zumindest einem Strukturelement mit Hohlräumen. Insbesondere kann das Strukturelement eine geschäumte oder mikroporöse Polymerma­ trix sein, beispielsweise von Polyolefin, Polyamid, Poly­ ester, Polystyrol, Polyacrylat, PTFE, PVC, Polyvinyliden­ chlorid oder Polysiloxan, gegebenenfalls in Form eines faltbaren oder rollbaren Films, Tablettenkerns oder in Schichtform. Alternativ können die Strukturelemente hohle Partikel z. B. aus Glas oder Keramik sein, eingelagert in eine Wirkstoff enthaltende Matrix-Komposition, insbesondere zur Verwendung in Kapseln. Die Gebilde können mit einer die Freisetzung von Wirkstoff kontrollierenden Membran versehen sein, welche eine lange Aufenthaltsdauer im Gastrointe­ stinaltrakt gewährleistet.
Die vorgenannten Dokumente offenbaren übereinstimmend Ge­ bilde mit im sauren Milieu des Magensaftes schwimmfähigen Eigenschaften, die eine rasche Pyloruspassage verhindern. Andererseits enthalten sie Wirkstoffe bzw. Mittel zur Frei­ setzung von Wirkstoffen, die in einer Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvolumens weder erforder­ lich noch erwünscht sind.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine oral applizierbare Darreichungsform anzugeben, die unter Vermeidung eines operativen Eingriffs dazu dient, eine zeitweilige, schmerzfreie und beschwerde­ freie Reduzierung des Magenvolumens unter neutralen Bedin­ gungen, das heißt ohne Freisetzung eines Wirkstoffs oder Hilfsstoffes, zu verwirklichen.
Zur Lösung der Aufgabe wird bei einer oral applizierbaren Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvo­ lumens mit der Erfindung vorgeschlagen, daß sie als gastro­ retentives System ohne jeden Wirkstoff in Form eines Beu­ tels oder einer Kapsel mit einer Hülle aus semipermeablem Material unter Einschluß eines im Magensaft expandierenden Stoffes bzw. Zubereitung ausgebildet ist und im expandier­ ten Zustand aufgrund der Volumenvergrößerung die Verhinde­ rung der Pyloruspassage bewirkt.
Erfindungsgemäße Darreichungsformen und Ausführungsformen werden im folgenden beschrieben.
In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den Stoffen bzw. der Zubereitung um Material, das im sauren Milieu des Magensaftes Gas oder Schaum bildet, wodurch der Beutel bzw. die Kapsel aufgebläht und damit die Passage des Pylorus verhindert wird.
Mit der oral applizierbaren Darreichungsform nach der Er­ findung wird durch Belegung eines vorherbestimmbaren An­ teils des Magenvolumens mit inerten Substanzen erreicht, daß das nutzbare Magenvolumen zeitweilig ohne Operation, schmerz- und beschwerdefrei reduziert wird. Dabei bewirkt der im Milieu des Magensaftes expandierbare Stoff eine Vo­ lumenvergrößerung der Darreichungsform sowie eine Verringe­ rung des spezifischen Gewichts, so daß diese Darreichungs­ form aufschwimmt und zugleich infolge ihres vergrößerten Volumens den Durchtritt durch die Pyloruspassage verhin­ dert. Damit wird ein Teil des Magenvolumens mit neutralem Material ausgefüllt und entsprechend das nutzbare Magenvo­ lumen reduziert.
Eine Ausgestaltung der Darreichungsform nach der Erfindung sieht vor, daß die Hülle aus einem mikroporösen Polymerma­ terial besteht. Dieses gestattet den Durchtritt von Flüs­ sigkeit aus dem Mageninneren in den Beutel oder die Kapsel, worauf die Flüssigkeit mit dem expandierbaren Stoff che­ misch reagiert und die Expandierung des Stoffes initiiert.
Eine andere Ausgestaltung der Darreichungsform sieht vor, daß der expandierbare Stoff bzw. die expandierbare Zuberei­ tung durch Zutritt von Magensaft aufschäumbares Material ist.
Weiterhin sieht die Darreichungsform nach der Erfindung vor, daß der expandierbare Stoff bzw. die expandierbare Zu­ bereitung ein Gasbildner wie ein Hydrogencarbonat ist. Darüber hinaus ist erfindungswesentlich die expandierbare Zubereitung wirkstofffrei, und sie kann darüber hinaus eine mit der Magensäure reagierende Basizität besitzen. Dadurch wird außer dem Volumen auch der Säuregehalt des Magensaftes reduziert, was in vielen Fällen der therapeutischen Indika­ tion von Vorteil ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Auf­ gabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Expansion des Beutels (durch die die Pyloruspassage verhindert wird) nicht durch einen Gasbildner, sondern durch volumenexpan­ dierende quellbare Polymere, sogenannte Superabsorber, er­ folgt. Die Hülle für solche Superabsorber ist wie bei kon­ ventionellen Systemen ganz oder teilweise flüssigkeits­ durchlässig, so daß das Polymer entsprechend viel Wasser aufnehmen kann und damit das Volumen des Beutels auf die gewünschte Größe vergrößert.
Es ist eine Eigenschaft vieler solcher Polymere, daß sie ihre Wasseraufnahmefähigkeit relativ kurzfristig verlieren, wenn sich in dem umgebenden Flüssigkeitsmilieu bestimmte andere Chemikalien befinden, z. B. Kochsalz, die die chemi­ sche Struktur der Superabsorber so verändern, daß das Was­ ser wieder freigegeben wird und durch die Hülle nach außen entweichen kann, was durch die Perestaltik des Magens ge­ fördert wird.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform können die Seiten des Beutels oder der Kapsel so zusammengeklebt wer­ den, daß sie sich von selbst nach einer vorbestimmten An­ wendungszeit lösen.
Es kann erforderlich werden, die Verringerung des nutzbaren Magenvolumens in besonders großem Umfang oder über eine be­ sonders langen Zeitraum vorzunehmen.
Diese zusätzliche Aufgabe wird erfindungsgemäß in einer be­ vorzugten Ausführungsform dadurch gelöst, daß ein Beutel mit mehreren Kammern geschaffen wird. Diese Kammern werden aus mehreren übereinanderliegenden Wandungen gebildet. Aufgrund des Zutritts der Magenflüssigkeit dehnt sich zu­ nächst eine der Kammern auf und verhindert die Pyloruspas­ sage. Eine weitere, davor bzw. dahinter liegende Kammer ist zunächst für den Magensaft unzugänglich, da der Zutritt ins Innere mit einem für den Magensaft zunächst undurchdringli­ chen Stoff verschlossen sind. Dieser Stoff ist so geartet, daß er sich im Laufe der Zeit sehr langsam im Magen auflöst und den Zugang der Magenflüssigkeit zu einer weiteren Kam­ mer freigibt. In der weiteren Kammer befindet sich - wie in der ersten Kammer und wie in konventionellen gastroretenti­ ven Systemen - ebenfalls ein Gasbildner, Schaumbildner oder ein Superabsorber. Dieser bläht sich somit erst nach länge­ rer Zeit auf, wenn die Gaserzeugung in der ersten Kammer erschöpft bzw. die Kammer leer geworden ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht ein Beutel aus einer vorderen und hinteren Kammer, die in der beschriebe­ nen Weise zusammenwirken. Die Wandungen der Kammer sind da­ bei so dünn, daß der Beutel eine flache Form erhält und so­ mit in üblicher Weise in entsprechender Kapsel verbracht und so in den Körper durch Schlucken eingeführt werden kann.
In einer weiteren Ausführungsform werden in der beschriebe­ nen Weise drei solche Kammern gebildet. Dabei wird zunächst der Gasbildner in einer der äußeren Kammern aktiviert. Da­ durch wird die Volumenvergrößerung des Beutels erreicht. Die beiden anderen Kammern liegen eng an der zweiten Außen­ wand an und beeinträchtigen die Formbildung in Form eines kleinen Ballons nicht. Nach einer definierten Zeit wird ei­ nerseits die Gasbildung in der ersten Kammer beendet, z. B. auch dadurch, daß die Verbindung der Außenwand mit der mittleren Kammer durch die Einwirkung des Magensafts gelöst und das Gas frei oder der Superabsorber aktiviert wird. Et­ wa in diesem Zeitraum wird der Zugang des Magensafts zur zweiten äußeren Kammer ermöglicht, so daß diese sich wie­ derum aufbläht. Nach definierter Zeit kann wiederum die zweite äußere Wandung quasi abgesprengt werden, so daß die dritte, innere Kammer frei wird und das Aufblähen dort be­ ginnt. Ein derartiges mehrschichtiges gastroretentives Sy­ stem kann in bekannter Weise kombiniert werden mit einer im Inneren von einer oder mehreren Kammern befindlichen mikro­ verkapselten Zubereitung des Wirkstoffs, oder aber durch Aufbringen von abrasiven oder anderen, Wirkstoff enthalten­ den Matrixschichten.
Es kann erforderlich werden, die Verringerung des nutzbaren Magenvolumens in besonders großem Umfang vorzunehmen. Dann können in einer bevorzugten Ausführungsform sämtliche Kam­ mern gleichzeitig aktiviert werden, so daß das verdrängte Volumen besonders groß ist.
Die Erfindung ist unkompliziert und zweckmäßig und erspart in vielen fällen einen operativen Eingriff. Insofern löst die Erfindung in optimaler Weise die eingangs gestellte Aufgabe.
Die gleichzeitig eingereichten Anmeldungen "Quellkapsel" (LTS 004/99), "Flachbett-GRS" (LTS 025/98), "2-Komponenten- GRS" (LTS 33/98), "Schlauch-GRS" (LTS 034/98) und "Mehrkam­ mer-GRS" (LTS 43/98) werden hiermit zum Bestandteil der vorliegenden Offenbarung gemacht.

Claims (11)

1. Oral applizierbare Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvolumens, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gastroretentives System in Form eines Beutels mit einer Hülle aus semipermeablem Material unter Einschluß eines im Milieu des Magensaftes expandierbaren Stoffes bzw. Zubereitung ausgebildet ist und im expandierten Zustand die Verhinderung der Pyloruspassage bewirkt.
2. Oral applizierbare Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvolumens, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gastroretentives System in Form eines Beutels mit einer Hülle aus semipermeablem Material unter Einschluß ei­ nes im sauren Milieu des Magensaftes gasbildenden Stoffes bzw. Zubereitung ausgebildet ist und durch Aufschwimmen im geblähten Zustand die Verhinderung der Pyloruspassage be­ wirkt.
3. Oral applizierbare Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvolumens, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gastroretentives System in Form eines Beutels mit einer Hülle aus semipermeablem Material unter Einschluß ei­ nes im sauren Milieu des Magensaftes aufschäumenden Stoffes bzw. Zubereitung ausgebildet ist und durch Aufschwimmen im geblähten Zustand die Verhinderung der Pyloruspassage be­ wirkt.
4. Oral applizierbare Darreichungsform zur zeitweiligen Reduzierung des Magenvolumens, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gastroretentives System in Form eines Beutels mit einer Hülle aus semipermeablem Material unter Einschluß ei­ nes im Milieu des Magensaftes die Flüssigkeitsaufnahme quellbaren Stoffes bzw. Zubereitung ausgebildet ist und durch Volumenvergrößerung im aufgequollenen Zustand die Verhinderung der Pyloruspassage bewirkt.
5. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Hülle aus einer mikroporösen Polymermembran besteht.
6. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der expandierbare Stoff bzw. die expandierbare Zu­ bereitung durch Zutritt von Magensaft aufschäumbares Mate­ rial ist.
7. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der expandierbare Stoff bzw. Zubereitung ein Gas­ bildner wie Hydrogencarbonat ist.
8. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der expandierbare Stoff bzw. Zubereitung ein Quellstoff wie ein Superabsorber ist.
9. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die expandierbare Zubereitung wirkstofffrei ist.
10. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die expandierbare Zubereitung mit der Magensäure reagierende Basizität besitzt.
11. Darreichungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die expandierbare Zubereitung eine mit dem Magen­ saft reagierende hohe Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit be­ sitzt.
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