DE19913769A1 - Filterelement-Abdichtsystem - Google Patents
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Abstract
Um ein Filterelement-Abdichtsystem für eine Vorrichtung zum Filtrieren eines Fluids zum Abdichten des Bereichs des ungefilterten Fluids vom Bereich des mittels eines Filterelements gefilterten Fluids mit einer einen O-Ring und eine zugeordnete Dichtfläche umfassenden Radialabdichtung, wobei der O-Ring zwischen der Bodenfläche einer O-Ring-Nut und der Dichtfläche einpreßbar ist, derart weiterzubilden, daß die zur Montage und zur Demontage des Filterelements erforderlichen Kräfte reduziert werden können, wird vorgeschlagen, daß die Bodenfläche der O-Ring-Nut und die Dichtfläche schräg zueinander ausgerichtet sind. Außerdem wird eine Filtereinheit mit einem derartigen Filterelement-Abdichtsystem vorgeschlagen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Filterelement-
Abdichtsystem für eine Vorrichtung zum Filtrieren eines
Fluids zum Abdichten des Bereichs des ungefilterten
Fluids vom Bereich des mittels einer Filtereinheit ge
filterten Fluids mit einer einen O-Ring und eine zuge
ordnete Dichtfläche umfassenden Radialabdichtung, wobei
der O-Ring zwischen der Bodenfläche einer O-Ring-Nut
und der Dichtfläche einpreßbar ist.
Derartige Filterelement-Abdichtsysteme kommen insbeson
dere bei Filtervorrichtungen zur Filtrierung von Mine
ralölen in Hydrauliksystemen zum Einsatz. Derartige
Vorrichtungen weisen üblicherweise ein Filterelement
mit einem Filterbalg auf. Das Filterelement ist in ei
nem Filtergehäuse gehalten, und an einer Stirnseite des
Filterelements ist ein Deckel vorgesehen, der eine Um
fangsnut trägt, in der ein O-Ring angeordnet ist. Wird
das Filterelement in das Filtergehäuse eingeführt, so
wird hierbei der O-Ring zwischen der Bodenfläche der
Nut und einer an der Innenwand des Filtergehäuses vor
gesehenen Dichtfläche eingepreßt. Mittels des O-Rings
läßt sich innerhalb des Filtergehäuses der Bereich des
ungefilterten Fluids vom Bereich des gefilterten Fluids
dicht abtrennen. Um diese Dichtwirkung zu erzielen und
auch über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten,
ist eine bestimmte O-Ring-Pressung erforderlich. Dies
hat zur Folge, daß bei der Montage und bei der Demonta
ge des Filterelements eine entsprechende Preßkraft aus
geübt werden muß. Besonders bei der Demontage des Fil
terelements treten oft unverhältnismäßig hohe Demonta
gekräfte auf. Ursache hierbei ist u. a. ein "Verkleben"
des O-Rings im Filtergehäuse. Dies wird durch Alte
rungsprozesse sowie durch die während des Einsatzes der
Filtervorrichtung herrschende thermische Belastung ver
ursacht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Filter
element-Abdichtsystem der eingangs genannten Art erfin
dungsgemäß derart weiterzubilden, daß die zur Montage
und Demontage des Filterelements innerhalb eines Fil
tergehäuses erforderlichen Kräfte reduziert werden kön
nen.
Diese Aufgabe wird bei einem Filterelement-Abdicht
system der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Bodenfläche der O-Ring-Nut und die
Dichtfläche schräg zueinander ausgerichtet sind. In Ab
kehr von der allgemein üblichen Ausrichtung der Dicht
fläche parallel zur Bodenfläche der O-Ring-Nut ist bei
der vorliegenden Erfindung vorgesehen, daß die Boden
fläche schräg zur Dichtfläche ausgerichtet ist. Überra
schenderweise hat sich gezeigt, daß eine derartige Aus
richtung es ermöglicht, eine zuverlässige Abdichtung
des Bereichs des ungefilterten Fluids vom Bereich des
gefilterten Fluids zu erzielen, d. h. die hierfür erfor
derliche O-Ring-Pressung aufrechtzuerhalten, ohne daß
jedoch eine unverhältnismäßig hohe Montage- und insbe
sondere Demontagekraft erforderlich ist. Aufgrund der
schrägen Ausrichtung der Bodenfläche relativ zur Dicht
fläche wird der O-Ring zu Beginn der Montage des Fil
terelements im Filtergehäuse zunächst nur mit einer ge
ringen Preßkraft beaufschlagt, die sich während der
Montage erhöht, indem der O-Ring bei der Montage des
Filterelements ausgehend von einem Bereich, in dem die
Bodenfläche einen relativ großen Abstand von der Dicht
fläche aufweist, in einen Bereich mit verhältnismäßig
geringem Abstand zwischen Bodenfläche und Dichtfläche
überführt wird. Erst am Ende der Montage wird auf den
O-Ring die letztlich für eine zuverlässige Dichtwirkung
erforderliche starke O-Ring-Pressung ausgeübt. Die Mon
tagekraft kann dadurch erheblich reduziert werden.
Auch eine Demontage des Filterelements wird durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung beträchtlich verein
facht, denn aufgrund der schrägen Ausrichtung der Bo
denfläche relativ zur Dichtfläche wird der O-Ring bei
der Demontage des Filterelements aus einem Bereich mit
relativ geringem Abstand zwischen Bodenfläche und
Dichtfläche in einen Bereich mit vergrößertem Abstand
überführt. Die erforderliche Kraft zum Lösen des Fil
terelements wird dadurch erheblich verringert.
Von Vorteil ist es, wenn die Dichtfläche eine konische
Ausgestaltung aufweist. Hierbei hat sich ein Konuswin
kel von ungefähr 5° bis etwa 15°, vorzugsweise ca. 10°,
als besonders günstig erwiesen. Wird der Konuswinkel zu
gering gewählt, so erfährt der O-Ring während der Mon
tage des Filterelements im Filtergehäuse eine praktisch
gleichwirkende Preßkraft, so daß nur eine geringfügige
Reduzierung der erforderlichen Kräfte zur Montage und
Demontage erzielt wird. In einzelnen Fällen kann jedoch
bereits ein Konuswinkel von weniger als 5° eine nicht
unwesentlich verringerte Montagekraft zur Folge haben.
Wird andererseits ein großer Konuswinkel gewählt, so
kann damit nicht in allen Fällen zuverlässig sicherge
stellt werden, daß die für die Dichtwirkung erforderli
che O-Ring-Pressung auch über einen langen Zeitraum zu
verlässig aufrechterhalten wird.
Um insbesondere auch bei großen Konuswinkeln, bei
spielsweise von mehr als 15°, eine zuverlässige Ab
dichtwirkung auch über einen langen Zeitraum sicherzu
stellen, ist es von Vorteil, wenn der O-Ring mit einer
Spannkraft in Richtung des Bereichs des größten Durch
messers der konischen Dichtfläche beaufschlagt ist.
Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, daß das
Filterelement derart vom zu filtrierenden Fluid durch
strömt wird, daß sich aufgrund der damit verbundenen
Druckdifferenz zwischen Einlaß und Auslaß eine Kraftbe
aufschlagung des O-Ringes ergibt. Alternativ oder er
gänzend kann vorgesehen sein, daß das Abdichtsystem ein
Spannelement umfaßt.
Mittels eines derartigen Spannelements wird der O-Ring
zuverlässig im Bereich des größten Durchmessers der ko
nischen Dichtfläche gehalten, d. h. in demjenigen Be
reich, in dem die größte O-Ring-Pressung vorherrscht.
Durch das Spannelement kann somit die axial zur koni
schen Dichtfläche wirkende Lösekraft kompensiert wer
den, die sich aufgrund der konischen Ausgestaltung der
Dichtfläche und der radial wirkenden Preßkraft des O-
Rings ergibt.
Das Spannelement kann beispielsweise eine Feder umfas
sen. So kann zum Beispiel vorgesehen sein, daß zwischen
dem Filterelement auf seiner der O-Ring-Nut abgewandten
Stirnseite und dem Filtergehäuse eine Schraubenfeder
vorgesehen ist, die das Filterelement und den in der O-
Ring-Nut gehaltenen O-Ring axial in Richtung auf die
konische Dichtfläche vorspannt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vor
gesehen, daß die O-Ring-Nut eine konische Bodenfläche
aufweist. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht es,
die dem O-Ring zugeordnete Dichtfläche zylindrisch aus
zugestalten, dies wiederum hat zur Folge, daß allgemein
übliche Filtergehäuse mit einer entsprechenden Dicht
fläche zum Einsatz kommen können. Hierzu ist es ledig
lich erforderlich, für das Filterelement eine O-Ring-
Nut mit konisch ausgestalteter Bodenfläche zu verwen
den.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Konuswinkel der
Bodenfläche ungefähr 3° bis etwa 5° beträgt, wobei sich
ein Konuswinkel von ca. 4° als besonders vorteilhaft
erwiesen hat, um einerseits auch über einen längeren
Zeitraum eine zuverlässige Dichtwirkung zu erzielen und
andererseits die erforderlichen Montage- und Demontage
kräfte zu reduzieren.
Bei einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, daß die Breite der O-Ring-Nut minde
stens etwa der doppelten Materialstärke des O-Rings
entspricht. Eine derartige Ausgestaltung hat den Vor
teil, daß sich der O-Ring beim Einsetzen des Filterele
ments in das Filtergehäuse innerhalb der O-Ring-Nut ab
rollen kann. Dies hat eine weitere Verringerung der
Montage- und Demontagekraft zur Folge.
Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine Fil
tereinheit mit einem Filtergehäuse, einem darin ange
ordneten Filterelement sowie mit einem Filterelement-
Abdichtsystem der voranstehend erläuterten Art. Hierbei
kann ein Filteranschluß vorgesehen sein, auf den das
Filterelement aufsteckbar ist. Der Filteranschluß kann
beispielsweise als in einer Wandung eines Hydrauliksy
stems vorgesehener, konisch ausgebildeter Anschlußzap
fen ausgebildet sein, dessen Mantelfläche eine Dicht
fläche bildet, gegen den ein am Filterelement angeord
neter O-Ring anpreßbar ist. Hierzu kann das Filterele
ment mit dem O-Ring auf den Anschlußzapfen aufgesteckt
werden. Der Anschlußzapfen kann hierbei den Filterzu
lauf oder auch den Filterauslaß ausbilden.
Das Filterelement umfaßt bevorzugt eine zentrale Öff
nung, an der die O-Ring-Nut mit dem O-Ring angeordnet
ist, wobei vorteilhafterweise das Filterelement mittels
einer Feder mit einer Spannkraft in Richtung auf den
Filteranschluß beaufschlagbar ist.
Bevorzugt ist die Feder als Druckfeder ausgebildet und
zwischen dem Boden des Filtergehäuses und dem Boden des
Filterelements angeordnet. Bei einer derartigen Ausge
staltung kann das zu filtrierende Fluid, beispielsweise
das Mineralöl eines Hydrauliksystems, über die zentrale
Öffnung dem Filterelement zugeführt werden. Es tritt
dann radial aus dem Filterelement aus und wird über ei
nen Ablauf abgeleitet. Die Abdichtung des Bereichs des
ungefilterten Fluids vom Bereich, des gefilterten Fluids
erfolgt mittels des an der zentralen Öffnung des Fil
terelements angeordneten O-Rings, der gegen die Mantel
fläche des zapfenförmig ausgebildeten Zulaufs gepreßt
wird. Selbstverständlich kann auch die umgekehrte Strö
mungsrichtung für das Fluid vorgesehen sein, so daß
dieses radial in das Filterelement eintritt und letzte
res über die zentral angeordnete Öffnung wieder ver
läßt.
Bei einer alternativen Ausgestaltung der Filtereinheit
kann vorgesehen sein, daß das Filtergehäuse rohrförmig
ausgestaltet ist, und das Filterelement kann axial in
das Filtergehäuse eingesetzt werden. Hierbei hat sich
eine Ausgestaltung als besonders günstig erwiesen, bei
der das Filterelement einen endseitigen Haltering auf
weist, der die O-Ring-Nut ausbildet und den O-Ring auf
nimmt. Beim Einsetzen des Filterelements in das Filter
gehäuse wird der O-Ring radial gegen die Innenwand des
Filtergehäuses gepreßt, die in diesen Bereich als
Dichtfläche ausgebildet ist. Hierbei kann die Dichtflä
che zylindrisch ausgestaltet sein, während für die O-
Ring-Nut eine konische Bodenfläche zum Einsatz kommt.
Wie voranstehend erläutert, wird durch die konische
Ausgestaltung der Bodenfläche und die damit verbundene
schräge Ausrichtung von Dichtfläche zu Bodenfläche si
chergestellt, daß zur Montage und zur Demontage des
Filterelements nur eine verhältnismäßig geringe Monta
gekraft erforderlich ist.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungs
formen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der
Zeichnung der näheren Erläuterung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Endbereichs eines
Filterelements mit einem Filterelement-
Abdichtsystem gemäß einer ersten Ausfüh
rungsform zu Beginn der Montage in einem
Filtergehäuse;
Fig. 2 eine Schnittansicht entsprechend Fig. 1
nach erfolgter Montage des Filterelements
im Filtergehäuse und
Fig. 3 eine Schnittansicht eines Filterelements
mit einem Filterelement-Abdichtsystem gemäß
einer zweiten Ausführungsform.
In den Fig. 1 und 2 ist eine insgesamt mit dem Be
zugszeichen 10 belegte Filtereinheit dargestellt mit
einem im wesentlichen hohlzylindrisch ausgestalteten
Filtergehäuse 12, das einstückig mit einem Auslaßstut
zen 14 verbunden ist, und mit einem Filterelement 16,
das in der durch den Pfeil 18 symbolisierten Axialrich
tung in das Filtergehäuse 12 einsetzbar ist.
Das Filterelement 16 umfaßt einen hohlzylindrischen
Mantel 20, an dessen Stirnseiten einerseits eine Stirn
wand 22 und andererseits eine in der Zeichnung nicht
dargestellte, an sich bekannte Endkappe angeordnet
sind. Der Mantel 20 umfaßt in üblicher Weise ein Stütz
rohr 24, das aus Metall oder einem Kunststoffmaterial
hergestellt und in radialer Richtung von zahlreichen
Durchflußbohrungen durchsetzt ist. Um das Stützrohr 24
herum ist ein im wesentlichen hohlzylinderförmiges Fil
termaterial in Form eines zu dem Stützrohr 24 koaxia
len, ein- oder mehrlagigen Filterbalgs 28 angeordnet.
Dieser Filterbalg 28 ist an sich bekannt und deshalb in
der Zeichnung nur schematisch dargestellt. Er ist durch
parallel zu einer Längsachse des Filterelements 16 ver
laufende Falten sternförmig so gefaltet, daß längs sei
nes Umfangs radial außenliegende Faltenspitzen und ra
dial innenliegende Faltengründe abwechselnd aufeinan
derfolgen.
Die Stirnwand 22 umfaßt eine kreisringförmige Abschluß
scheibe 30 mit einer zentralen kreisförmigen Durch
gangsöffnung 32, an der ein Haltebügel 33 festgelegt
ist.
Entlang seines Außenumfangs trägt die Abschlußscheibe
30 eine O-Ring-Nut 34 mit einem O-Ring 36. Die O-Ring-
Nut 34 weist hierbei eine der Abschlußscheibe 30 unmit
telbar benachbarte vordere Seitenwand 38 und eine im
Abstand zur Abschlußscheibe 30 angeordnete, parallel
zur vorderen Seitenwand 38 ausgerichtete hintere Sei
tenwand 40 auf, und zwischen den beiden Seitenwänden
38, 40 erstreckt sich eine Bodenwand, die eine Boden
fläche 42 der O-Ring-Nut 34 ausbildet. Die Bodenfläche
42 ist hierbei bezogen auf die Längsachse 19 der Fil
tereinheit 10 konisch ausgestaltet, indem sich der
Durchmesser der Bodenwand bezogen auf die Längsachse 19
in Richtung auf die Abschlußscheibe 30 zunehmend ver
größert. Hierbei beträgt der Konuswinkel, d. h. die Aus
richtung der Bodenfläche 42 relativ zur Längsachse 19,
ungefähr 4°.
Der Abstand der beiden Seitenwände 40 und 42 voneinan
der, d. h. die Breite der O-Ring-Nut 34, ist mehr als
doppelt so groß gewählt wie die Materialstärke des O-
Rings 36, wobei als Materialstärke die Differenz zwi
schen dem äußeren und inneren Halbmesser des O-Rings 36
bezeichnet wird.
Wie insbesondere aus Fig. 2 deutlich wird, ist die In
nenseite des Filtergehäuses 12 im Bereich der O-Ring-
Nut 34 als Dichtfläche 44 ausgestaltet, an die sich der
O-Ring 36 anlegt. Im Gegensatz zur konisch ausgebilde
ten Bodenfläche 42 der O-Ring-Nut 34 ist die Dichtflä
che 44 zylindrisch ausgestaltet. Dies hat zur Folge,
daß Dichtfläche 44 und Bodenfläche 42 schräg zueinander
ausgerichtet sind.
Wird das Filterelement 16 in das Filtergehäuse 12 in
Richtung des Pfeiles 18 eingesetzt, so legt sich der O-
Ring 36 zunächst aufgrund der konischen Ausgestaltung
der Bodenfläche 42 an die hintere Seitenwand 40 an, da
in diesem Bereich die Bodenwand ihren kleinsten Durch
messer bezogen auf die Längsachse 19 aufweist.
Wird nun das Filterelement 16 mittels des Haltebügels
33 in das Filtergehäuse 12 eingepreßt, so hat dies zur
Folge, daß sich der O-Ring 36 entgegen der Richtung des
Pfeils 18 innerhalb der breit ausgestalteten O-Ring-Nut
34 abrollt und schließlich im Bereich des größten
Durchmessers der Bodenwand, nämlich der vorderen Sei
tenwand 38 benachbart, zur Anlage kommt. In diesem Be
reich besteht nur ein verhältnismäßig geringer Abstand
zwischen der Bodenfläche 42 und der zugeordneten Dicht
fläche 44, so daß auf den O-Ring 36 eine beträchtliche
Preßkraft in radialer Richtung ausgeübt wird, die eine
Dichtwirkung des O-Rings 36 auch über einen längeren
Zeitraum sicherstellt.
Um das Filterelement 16 sicher in der in Fig. 2 darge
stellten Endstellung während des Betriebs der Fil
tereinheit 10 zu halten, kann auf das freie Ende des
Filtergehäuses 12 ein Deckel 46 aufgeschraubt werden.
Zu diesem Zweck trägt das Filtergehäuse 12 endseitig
ein Außengewinde 48, und der Deckel 46 weist ein zuge
ordnetes Innengewinde 50 auf. Der Deckel 46 legt sich
mit seiner dem Filterelement 16 zugewandten Innenseite
an den Haltebügel 33. Auf diese Weise wird vom Deckel
46 über den Haltebügel 33 eine Haltekraft auf das Fil
terelement 16 ausgeübt, so daß das Filterelement 16 un
verschieblich im Filtergehäuse 12 gehalten ist. Hierbei
ist es günstig, wenn sich der Haltebügel 33 federnd an
den Deckel 46 anlegt.
Der Haltebügel 33 ist als U-förmig gebogener Blech
streifen ausgebildet mit zwei Schenkeln 31 und 35, de
ren freie Enden die Stirnwand 22 im Bereich der Durch
gangsöffnung 32 hintergreifen. In Höhe der dem Deckel
46 zugewandten Oberseite der Abschlußscheibe 30 weisen
die Schenkel 31, 35 jeweils seitliche Ausstanzungen 37
auf, und ein den Ausstanzungen 37 benachbarter Bereich
der Schenkel ist auf der Oberseite der Abschlußscheibe
nach außen gebogen und bildet jeweils eine scharfe Kan
te 41, mit der sich der Haltebügel 33 an die Oberseite
der Abschlußscheibe anlegt, so daß in axialer Richtung,
d. h. in Richtung der Längsachse 19, eine Kraft vom
Deckel 46 über den Haltebügel 33 auf die Abschlußschei
be 30 übertragen werden kann.
Die voranstehend beschriebene Ausgestaltung des Halte
bügels 33 hat den Vorteil, daß der Haltebügel 33 nach
ansonsten vollständiger Fertigung des Filterelementes
16 auf einfache Weise in die Durchgangsöffnung 32 ein
gesetzt werden kann, wobei der Haltebügel 33 die Ab
schlußscheibe 30 hintergreift. Anschließend werden die
Laschen 39 nach außen gebogen und dadurch der Haltebü
gel 33 an der Abschlußscheibe 30 fixiert.
Während des Betriebs der Filtereinheit 10 strömt das zu
filtrierende Mineralöl - wie in Fig. 2 durch die Strö
mungspfeile 52 symbolisiert - von der Außenseite durch
den Filterbalg 28 und die Durchflußbohrungen 26 hin
durch in den vom Mantel 20 umgebenen Innenraum des Fil
terelements 16, wobei es hierbei effizient gefiltert
wird, und anschließend durchströmt das filtrierte Mine
ralöl die Durchgangsöffnung 32 und verläßt das Filter
gehäuse 12 über den Anschlußstutzen 14.
Soll, beispielsweise zu Wartungszwecken, das Filterele
ment 16 dem Filtergehäuse 12 entnommen werden, so wird
hierzu der Deckel 46 abgeschraubt und anschließend das
Filterelement 16 entgegen der Richtung des Pfeiles 18
aus dem Filtergehäuse 12 herausgezogen. Hierzu ist nur
eine verhältnismäßig geringe Auszugskraft erforderlich,
da der O-Ring 36 beim Herausziehen des Filterelements
16 aufgrund der schrägen Ausrichtung der Bodenfläche 42
relativ zur Dichtfläche 44 in den Bereich der Bodenwand
mit geringerem Durchmesser, d. h. in einen Bereich mit
geringer herrschender Preßkraft überführt wird. Zur
Montage und zur Demontage des Filterelements 16 ist so
mit nur eine verhältnismäßig geringe Montagekraft er
forderlich.
In Fig. 3 ist eine alternative Ausgestaltung einer
Filtereinheit dargestellt, die mit dem Bezugszeichen 55
belegt ist. Sie umfaßt ein im wesentlichen topfförmig
ausgestaltetes Filtergehäuse 57 mit einer Zylinderwand
58 und einem Boden 59, sowie ein im Filtergehäuse 57
angeordnetes Filterelement 61, das entsprechend dem
voranstehend erläuterten Filterelement 16 einen Filter
balg 63 aufweist, an dessen Stirnseiten einerseits eine
Stirnwand 65 und andererseits eine Endkappe 67 angeord
net sind. Der Filterbalg 63 umgibt in herkömmlicher
Weise ein Stützrohr 69 mit zahlreichen Durchflußbohrun
gen 71.
Die Stirnwand 65 weist eine zentrale Anschlußöffnung 73
auf, und im Bereich der Anschlußöffnung 73 ist eine im
wesentlich U-förmig ausgebildete O-Ring-Nut 75 mit ei
nem O-Ring 77 angeordnet.
Das Filtergehäuse 57 trägt in seinem dem Hoden 59 abge
wandten Endbereich ein Außengewinde 79, mit dessen Hil
fe es - wie in Fig. 3 dargestellt - mit einer Maschi
nenwand 81, an der ein dem Außengewinde 79 zugeordnetes
Innengewinde 82 vorgesehen ist, verschraubt werden
kann. Die Maschinenwand 81 kann hierbei beispielsweise
einen Teil eines Hydrauliksystems ausbilden.
An der Maschinenwand 81 ist ein konischer Zapfen 84
vorgesehen, der in die Anschlußöffnung 73 des Filtere
lements 61 eintaucht und im Bereich seiner Mantelfläche
eine der O-Ring-Nut 75 zugeordnete Dichtfläche 86 aus
bildet. Während die O-Ring-Nut 75 eine im wesentlichen
zylindrische Bodenfläche 88 aufweist, ist die konisch
ausgebildete Dichtfläche 86 schräg zur Längsachse 72
des Filterelements 61 orientiert, d. h. Bodenfläche 88
und Dichtfläche 86 sind schräg zueinander ausgerichtet.
Der Konuswinkel der Dichtfläche 86 beträgt hierbei un
gefähr 10°.
Um das Filterelement 6I mit dem O-Ring 77 am Zapfen 84
zu halten, ist zwischen die Endkappe 67 des Filterele
ments 61 und den Hoden 59 des Filtergehäuses 57 eine
Schraubenfeder 90 als Druckfeder eingespannt. Hierzu
weist die Endkappe 67 auf ihrer dem Boden 59 zugewand
ten Außenseite eine zentrale Vertiefung 92 auf, in der
die Druckfeder 90 mit einem Ende zur Anlage kommt, und
im Hoden 59 ist zentral eine Aufnahme 93 vorgesehen mit
einem in Richtung auf die Endkappe 67 ausgerichteten
Führungszapfen 94, der vom anderen Ende der Druckfeder
90 umgeben ist. Die Druckfeder 90 übt über das Filter
element 61 eine Spannkraft auf den O-Ring 77 aus in
Richtung des größten Durchmessers der konisch ausge
stalteten Dichtfläche 86. Dadurch wird das Filterele
ment 61 trotz der konischen Ausgestaltung der Dichtflä
che 86 zuverlässig am Zapfen 84 gehalten.
Während des Betriebs der Filtereinheit 55 kann das zu
filtrierende Fluid, beispielsweise ein Mineralöl, über
eine Durchgangsbohrung 96 des Zapfens 84 dem Filterele
ment 61 zugeführt werden. Wie durch die Strömungspfeile
99 in Fig. 3 angedeutet, durchströmt das Mineralöl
dann den Filterbalg 63 und kann anschließend über den
Zapfen 84 umgebende Öffnungen 98 das Filtergehäuse 57
verlassen. Hierbei wird durch den O-Ring 77, die O-
Ring-Nut 75 mit der Bodenfläche 88 und die Dichtfläche
86, die schräg zur Bodenwand 88 ausgerichtet ist, si
chergestellt, daß der Bereich des ungefilterten Mine
ralöls über einen langen Zeitraum dicht vom Bereich des
gefilterten Mineralöls getrennt ist.
Alternativ kann auch eine umgekehrte Strömungsrichtung
vorgesehen sein, d. h. das zu filtrierende Fluid wird
dem Filterelement 61 über die Öffnungen 98 zugeführt,
durchströmt anschließend den Filterbalg 63 radial von
außen nach innen und tritt über die Anschlußöffnung 73
aus dem Filterelement 61 aus. Eine derartige Strömungs
richtung hat den Vorteil, daß sich aufgrund des ein
stellenden Druckabfalls am Filterelement 61 eine Spann
kraft in axialer Richtung, dem Zapfen 84 zugewandt,
einstellt. Dies hat zur Folge, daß lediglich zu Beginn
des Betriebes mittels der Druckfeder 90 eine Spannkraft
ausgeübt werden muß zum Halten des Filterelements am
Zapfen 84. Während des Betriebes wird diese Spannkraft
vom strömenden Fluid ausgeübt aufgrund des sich ein
stellenden Druckabfalls.
Soll das Filterelement 61 ausgewechselt werden, so ist
es hierzu lediglich erforderlich, das Filtergehäuse 57
von der Maschinenwand 81 abzuschrauben. Ohne große Ab
zugskraft kann dann das Filterelement 61 vom Zapfen 84
gelöst werden. Hierzu ist es insbesondere nicht erfor
derlich, zunächst das Filtergehäuse 57 vollständig vom
Filterelement 61 zu trennen, um einen ungehinderten Zu
gang zum Filterelement 61 zu erhalten, so daß dieses
mittels geeigneter Werkzeuge vom Zapfen 84 abgezogen
werden kann. Aufgrund der relativ geringen Demontage
kraft kann vielmehr das Filtergehäuse 57 das Filterele
ment 61 umgeben, und trotzdem kann das Filterelement 61
vom Zapfen 84 gelöst werden. In Längsrichtung des Fil
tergehäuses 57 ist somit nur ein verhältnismäßig gerin
ger Einbauraum erforderlich, um das Filtergehäuse 57
und das Filterelement 61 an der Maschinenwand 81 bzw.
dem Zapfen 84 zu montieren.
Claims (13)
1. Filterelement-Abdichtsystem für eine Vorrichtung
zum Filtrieren eines Fluids zum Abdichten des Be
reichs des ungefilterten Fluids vom Bereich des
mittels eines Filterelements gefilterten Fluids
mit einer einen O-Ring und eine zugeordnete Dicht
fläche umfassenden Radialabdichtung, wobei der O-
Ring zwischen der Bodenfläche einer O-Ring-Nut und
der Dichtfläche einpreßbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bodenfläche (42; 88) der O-Ring-Nut (34; 75)
und die Dichtfläche (44; 86) schräg zueinander
ausgerichtet sind.
2. Abdichtsystem nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dichtfläche (86) konisch ausge
staltet ist.
3. Abdichtsystem nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Abdichtsystem ein Spannelement
(90) umfaßt zur Beaufschlagung des O-Rings (77)
mit einer Spannkraft in Richtung des größten
Durchmessers der konischen Dichtfläche (86).
4. Abdichtsystem nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Spannelement eine Feder (90) um
faßt.
5. Abdichtsystem nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die O-Ring-
Nut (34) eine konische Bodenfläche (42) aufweist.
6. Abdichtsystem nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Konuswinkel (42) ca. 3° bis un
gefähr 5° beträgt.
7. Abdichtsystem nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
der O-Ring-Nut (34) mindestens etwa der doppelten
Materialstärke des O-Rings (36) entspricht.
8. Filtereinheit mit einem Filtergehäuse, einem darin
angeordneten Filterelement sowie mit einem Filter
element-Abdichtsystem nach einem der voranstehen
den Ansprüche.
9. Filtereinheit nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Filtereinheit (55) einen Fil
teranschluß (84) umfaßt, auf den das Filterelement
(61) aufsteckbar ist, wobei der Filteranschluß
(84) zapfenförmig ausgebildet ist und die Dicht
fläche (86) ausbildet.
10. Filtereinheit nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Filterelement (61) eine zentrale
Öffnung (73) aufweist, an der die O-Ring-Nut (75)
mit dem O-Ring (77) angeordnet ist.
11. Filtereinheit nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Filterelement (61) mittels eines
Federelements (90) mit einer Spannkraft in Rich
tung auf den Filteranschluß (84) beaufschlagbar
ist.
12. Filtereinheit nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Federelement eine Druckfeder
(90) umfaßt, die zwischen einem Filtergehäuseboden
(59) und einem Endbereich (67) des Filterelements
(61) angeordnet ist.
13. Filtereinheit nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Filterelement (16) in das Fil
tergehäuse (12) einsetzbar ist und einen endseiti
gen Haltering (22) umfaßt, an dem die O-Ring-Nut
(34) angeordnet ist, und daß an der Innenwand des
Filtergehäuses (12) die Dichtfläche (44) vorgese
hen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19964180A DE19964180C2 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Filterelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19964180A DE19964180C2 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Filterelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19913769A1 true DE19913769A1 (de) | 2000-10-05 |
Family
ID=7935251
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19913769A Withdrawn DE19913769A1 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Filterelement-Abdichtsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19913769A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10259900A1 (de) | 2002-12-20 | 2004-07-01 | Mann + Hummel Gmbh | Filterelement |
| DE102012011735A1 (de) | 2012-06-13 | 2013-12-19 | Festo Ag & Co. Kg | Statisches Abdichtsystem und Verfahren zu seinem Zusammenbau |
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1999
- 1999-03-26 DE DE19913769A patent/DE19913769A1/de not_active Withdrawn
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