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Stand der
Technik
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Betreiben einer Kraftstoffzuführeinrichtung einer Brennkraftmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Steuergerät nach dem
Oberbegriff des nebengeordneten Anspruchs 10 und eine Kraftstoffzuführeinrichtung
nach dem Oberbegriff des nebengeordneten Anspruchs 11.
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Ein derartiges Verfahren, wie auch
ein derartiges Steuergerät
und eine derartige Kraftstoffzuführeinrichtung
sind aus der
DE 689
22 746 T3 bekannt. Dort ist das Mengensteuerventil im stromlosen
Zustand geöffnet.
Wird das Mengensteuerventil angesteuert, so wird es geschlossen
und die Hochdruckpumpe fördert
Kraftstoff für
die nachfolgende Einspritzung desselben in die Brennräume der
Brennkraftmaschine.
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Aus der
DE 36 16 356 A1 ist ein
Verfahren zur Ansteuerung eines Einspritzventils bekannt bei dem
die Magnetspule des Einspritzventils derart pulsierend an eine Betriebsspannung
angelegt, dass während
eines ersten Zeitabschnitts ein zum Öffnen ausreichender Strom fließt und im
Anschluß daran ein
zum Offenhalten des Ventils aureichender Strom fließt. Bei
diesem Verfahren wird der erste Zeitabschnitt beendet, wenn der
Strom einen nach einer vorgegebenen Funktion von der Batteriespannung abhängigen Spitzenwert
erreicht hat. Dadurch kann der Einfluss der Betriebsspannung auf
die Einspritzmenge kompensiert werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein
Verfahren der eingangs genannten Art, wie auch ein Steuergerät und eine
Kraftstoffzuführeinrichtung
der jeweils eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine
möglichst
genaue Zumessung der erwünschten Kraftstoffmenge
in die Brennräume
der Brennkraftmaschine möglich
ist.
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Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren
der eingangs genannten Art durch die kennzeichenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Bei einem Steuergerät
oder einer Kraftstoffzuführeinrichtung
der eingangs genannten Art wird die Aufgabe durch die kennzeichenden
Merkmale der nebengeordneten Ansprüche 10 und 11 gelöst.
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Der Schließzeitpunkt des Mengensteuerventils
stellt im Wesentlichen denjenigen Zeitpunkt dar, ab dem Kraftstoff
von der Hochdruckpumpe zu den Einspritzdüsen und damit zu den Brennräumen der Brennkraftmaschine
gefördert
wird. Durch den Schließzeitpunkt
des Mengensteuerventils wird auch die den Brennräumen und damit der Brennkraftmaschine
zugeführte
Kraftstoffmenge beeinflusst. Der Schließzeitpunkt des Mengensteuerventils
selbst ist von einer Mehrzahl von Größen abhängig. So wird der Schließzeitpunkt
eher erreicht, wenn die Batteriespannung, an der das Mengensteuerventil
anliegt, groß ist.
Ebenfalls bestehen Abhängigkeiten
des Schließzeitpunkts
von dem Spulenwiderstand des Mengensteuerventils, da dieser den
Strom durch das Mengensteuerventil bestimmt. Erfindungsgemäß werden
diese Abhängigkeiten
bei der Ansteuerung des Mengensteuerventils berücksichtigt. So wird bei der
Erfindung die Abhängigkeit
des Mengensteuerventils von der Batteriespannung und/oder von dem Spulenwiderstand
bei der Ermittlung und daraus resultierenden Ansteuerung des Mengensteuerventils zugrunde
gelegt. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die über das
Mengensteuerventil beeinflusste, der Brennkraftmaschine zugeführte Kraftstoffmenge auch
bei unterschiedlichen Batteriespannungen und/oder bei unterschiedlichen
Spulenwiderständen immer
dem erwünschten
Wert entspricht. Die Genauigkeit der Kraftstoffzumessung wird damit
verbessert, was gleichbedeutend ist mit einer Verminderung des Kraftstoffverbrauchs,
wie auch mit einer Verminderung von ausgestoßenen Schadstoffen.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung wird der Spulenwiderstand aus einer Spulentemperatur
des Mengensteuerventils ermittelt. Es ist damit erfindungsgemäß nicht
erforderlich, den Spulenwiderstand direkt zu messen. Stattdessen
reicht es aus, die Spulentemperatur zu erfassen. Aus dieser Spulentemperatur
kann auf den Spulenwiderstand geschlossen werden. Die Spulentemperatur des
Mengesteuerventils wiederum kann in besonders vorteilhafter Weise
aus der Kühlwassertemperatur
der Brennkraftmaschine und/oder aus der Ansauglufttemperatur der
Brennkraftmaschine ermittelt werden.
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Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung wird das Mengensteuerventil in Abhängigkeit von dem von der Hochdruckpumpe
erzeugten Ist-Druck beeinflusst. Auf diese Weise wird durch die Erfindung
berücksichtigt,
dass das Schließen
des Mengensteuerventils und damit der Schließzeitpunkt des Mengensteuerventils
abhängig
ist von dem von der Hochdruckpumpe erzeugten Ist-Druck. Dieser Ist-Druck wirkt auf das
Mengensteuerventil in dem Sinne ein, dass er den Schließvorgang
des Mengensteuerventils unterstützt.
Durch die Berücksichtigung dieses
Ist-Drucks wird die Genauigkeit der Kraftstoffzumessung mit den
bereits erläuterten
Vorteilen weiter verbessert.
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Bei einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung wird das Mengensteuerventil in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Brennkraftmaschine beeinflusst. Insbesondere
bei Verwendung einer mechanischen Hochdruckpumpe, die mit der Brennkraftmaschine
gekoppelt ist, hat die Drehzahl der Brennkraftmaschine einen direkten
Einfluss auf die Hochdruckpumpe. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
berücksichtigt,
dass die Drehzahl der Brennkraftmaschine bzw. der Hochdruckpumpe
in die Ansteuerung des Mengensteuerventils eingeht. Auch durch diese
Maßnahme
wird die Genauigkeit der Zumessung von Kraftstoff zu den Brennräumen der Brennkraftmaschine
weiter verbessert.
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Von besonderer Bedeutung ist die
Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens
in der Form eines Steuerelements, das für ein Steuergerät einer Brennkraftmaschine,
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, vorgesehen ist. Dabei ist auf
dem Steuerelement ein. Programm abgespeichert, das auf einem Rechengerät, insbesondere
auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und zur Ausführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignet ist. In diesem Fall wird also die Erfindung durch ein auf
dem Steuerelement abgespeichertes Programm realisiert, so dass dieses mit
dem Programm versehene Steuerelement in gleicher Weise die Erfindung
darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung das Programm geeignet
ist. Als Steuerelement kann insbesondere ein elektrisches Speichermedium
zur Anwendung kommen, beispielsweise ein Read-Only-Memory.
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Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen
der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind.
Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder
in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von
ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung
sowie unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw.
in der Zeichnung.
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1 zeigt
ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Kraftstoffzuführeinrichtung
für eine
Brennkraftmaschine;
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2 zeigt
eine schematische Darstellung einer Hochdruckpumpe der Kraftstoffzuführeinrichtung
der 1 in drei verschiedenen
Betriebszuständen
mit einem zugehörigen
Zeitdiagramm;
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3 zeigt
ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum
Betreiben der Kraftstoffzuführeinrichtung
der 1;
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4 zeigt
schematische Zeitdiagramme von Signalverläufen der Kraftstoffzuführeinrichtung der 1; und
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5 zeigt
ein schematisches Ablaufdiagramm eines ergänzenden Verfahrens zu dem Verfahren
der 3.
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In der 1 ist
eine Kraftstoffzuführeinrichtung 10 dargestellt,
die zum Betreiben einer Brennkraftmaschine vorgesehen ist. Insbesondere
ist die Kraftstoffzuführeinrichtung 10 zur
Verwendung bei einer Brennkraftmaschine mit Benzin-Direkteinspritzung
geeignet. Bei einer derartigen Brennkraftmaschine wird das Benzin
in einem sogenannten Homogenbetrieb während der Ansaugphase und in
einem sogenannten Schichtladungsbetrieb während der Verdichtungsphase
direkt in die Brennräume
der Brennkraftmaschine eingespritzt.
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Die Kraftstoffzuführeinrichtung 10 weist
eine elektrische Kraftstoffpumpe 11 auf, mit der der Kraftstoff
aus einem Kraftstofftank 12 angesaugt und über ein
Kraftstofffilter 13 weitergefördert wird. Die Kraftstoffpumpe 11 ist
dazu geeignet, einen Niederdruck zu erzeugen. Zur Steuerung und/oder
Regelung dieses Niederdrucks ist ein Niederdruckregler 14 vorgesehen,
der mit dem Ausgang des Kraftstofffilters 13 verbunden
ist, und über
den Kraftstoff wieder zum Kraftstofftank 12 zurückgeführt werden
kann.
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An den Ausgang des Kraftstofffilters 13 ist des
Weiteren die Serienschaltung aus einem Mengensteuerventil 15 und
einer mechanischen Hochdruckpumpe 16 angeschlossen. Der
Ausgang der Hochdruckpumpe 16 ist über ein Überdruckventil 17 an
den Eingang des Mengensteuerventils 15 zurückgeführt.
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Die Hochdruckpumpe 16 ist
dazu vorgesehen, einen im Vergleich zu dem von der elektrischen Kraftstoffpumpe 11 erzeugten
Niederdruck wesentlich höheren
Hochdruck zu erzeugen. Zur Ableitung eines eventuell entstehenden Überdrucks
ist das Überdruckventil 17 vorgesehen.
Wie noch erläutert werden
wird, ist das Mengensteuerventil 15 dazu geeignet, diejenige
Menge Kraftstoff einzustellen, die mit der Hochdruckpumpe 16 gefördert werden
soll.
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Der Ausgang der Hochdruckpumpe 16 ist
mit einem Druckspeicher 18 verbunden, an den eine Mehrzahl
von Einspritzventilen 19 angeschlossen sind. Der Druckspeicher 18 wird
häufig
auch als Rail oder Common Rail bezeichnet. Des Weiteren ist an den
Druckspeicher 18 ein Drucksensor 20 angeschlossen.
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Die Einspritzventile 19 sind
den Brennräumen
der Brennkraftmaschine zugeordnet. Die in der 1 dargestellte Kraftstoffzuführeinrichtung 10 ist damit
für eine
vierzylindrige Brennkraftmaschine vorgesehen. Über die Einspritzventile 19 wird
der Kraftstoff in die Brennräume
eingespritzt. Die Kraftstoffmenge, die über die einzelnen Einspritzventile
in die zugehörigen
Brennkrafträume
eingespritzt wird, wird über
das Mengensteuerventil 15 eingestellt.
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In der 2 ist
das Mengensteuerventil 15 und die Hochdruckpumpe 16 detaillierter
dargestellt. Das Mengensteuerventil 15 weist einen Elektromagneten 21 auf,
mit dem ein Ventil 22 geöffnet und geschlossen werden
kann. Die Hochdruckpumpe 16 weist einen Kolben 23 auf,
der von einem Nocken 24 der Brennkraftmaschine betätigt wird.
Des Weiteren ist die Hochdruckpumpe 16 mit einem Ventil 25 versehen.
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Zwischen dem Ventil 22,
dem Kolben 23 und dem Ventil 25 ist ein Förderraum 26 der
Hochdruckpumpe 16 vorhanden.
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Mit dem Ventil 22 kann der
Förderraum 26 von
einer Kraftstoffzufuhr durch die elektrische Kraftstoffpumpe 11 und
damit von dem Niederdruck abgetrennt werden. Mit dem Ventil 25 kann
der Förderraum 26 von
dem Druckspeicher 18 und damit von dem Hochdruck abgetrennt
werden. Im Ausgangszustand, wie er in der 2, links dargestellt ist, ist das Ventil 22 geöffnet und
das Ventil 25 geschlossen. Das geöffnete Ventil 22 entspricht
dem stromlosen Zustand des Elektromagneten 21. Das geschlossene Ventil 25 wird
durch eine entsprechende Feder oder dergleichen erreicht.
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In der linken Darstellung der 2 ist der Saughub der Hochdruckpumpe 16 dargestellt.
Bei einer Drehbewegung des Nockens 24 in Richtung des Pfeils 27 bewegt
sich der Kolben 23 in Richtung des Pfeils 28.
Aufgrund des geöffneten
Ventils 22 wird damit Kraftstoff, der von der elektrischen
Kraftstoffpumpe 11 gefördert
worden ist, in den Förderraum 26 angesaugt.
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In der mittleren Darstellung der 2 ist der Förderhub
der Hochdruckpumpe 16 gezeigt, wobei jedoch der Elektromagnet 21 noch
stromlos und damit das Ventil 22 noch geöffnet ist.
Aufgrund der Drehbewegung des Nockens 24 bewegt sich der
Kolben 23 in Richtung des Pfeils 29. Aufgrund
des geöffneten
Ventils 22 wird damit Kraftstoff aus dem Förderraum 26 zurück in Richtung
zu der elektrischen Kraftstoffpumpe 11 gefördert. Dieser
Kraftstoff gelangt dann über
den Niederdruckregler 14 zurück in den Kraftstofftank 12.
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In der rechten Darstellung der 2 ist – wie in der mittleren Darstellung – weiterhin
der Förderhub der
Hochdruckpumpe 16 gezeigt. Im Unterschied zu der mittleren
Darstellung ist jedoch nunmehr in der rechten Darstellung der Elektromagnet 21 erregt
und damit das Ventil 22 geschlossen. Dies hat zur Folge, dass
nunmehr der von dem Nocken 24 in Richtung des Pfeils 29 bewegte
Kolben 23 einen Druck in dem Förderraum 26 aufbaut.
Durch diesen Druck wird das Ventil 25 gegen die Kraft der
erwähnten
Feder geöffnet.
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Damit wird Kraftstoff von dem Kolben 23 aus dem
Förderraum 26 in
Richtung zu dem Druckspeicher 18 und damit in Richtung
zu den Einspritzventilen 19 gefördert.
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Die Menge des zu dem Druckspeicher 18 geförderten
Kraftstoffs hängt
davon ab, wann das Ventil 22 in seinen geschlossenen Zustand übergeht.
Je früher
das Ventil 22 geschlossen wird, desto mehr Kraftstoff wird über das
Ventil 25 in den Druckspeicher 18 gefördert. Dies
ist in der 2 durch einen mit
einem Pfeil gekennzeichneten Bereich B dargestellt.
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Sobald bei der rechten Darstellung
der 2 der Kolben 23 seinen
maximalen Kolbenhub erreicht hat, kann von dem Kolben 23 kein
weiterer Kraftstoff über
das Ventil 25 in den Druckspeicher 18 gefördert werden.
Aufgrund der bereits erwähnten
Feder wird das Ventil 25 wieder geschlossen. Des Weiteren
wird der Elektromagnet 21 wieder stromlos gesteuert, so dass
das Ventil 22 wieder öffnet.
Daraufhin kann der sich nunmehr entsprechend der linken Darstellung der 2 in Richtung des Pfeils 28 bewegende
Kolben 23 wieder Kraftstoff der elektrischen Kraftstoffpumpe 11 in
den Förderraum 26 ansaugen.
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In der 3 ist
ein Verfahren zum Betreiben der Kraftstoffzuführeinrichtung 10 der 1 dargestellt. Insbesondere
ist das Verfahren der 3 dazu vorgesehen,
das Mengensteuerventil 15 zu beeinflussen.
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Das Verfahren der 3 wird von einem nicht näher dargestellten
Steuergerät
ausgeführt. Das
Steuergerät
weist insbesondere einen Mikroprozessor auf, der zur Verarbeitung
von Programmen geeignet ist. Die in der 3 dargestellten Blöcke sind als derartige Programme
oder Programmmodule realisiert. Die Programme können auf einem elektronischen
Speicher, insbesondere auf einem Read-Only- Memory abgespeichert sein.
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In der 3 ist
ein Kennfeld 30 dargestellt, dem als Eingangssignale die
Drehzahl der Brennkraftmaschine N und die an der Brennkraftmaschine anliegende
Last L zugeführt
sind. In Abhängigkeit von
der Drehzahl N und der Last L erzeugt das Kennfeld 30 ein
Ausgangssignal, das einem erwünschten Solldruck
Psoll in dem Druckspeicher 18 entspricht. Dieser
Solldruck Psoll wird mit einem tatsächlichen
Istdruck Pist an einer Vergleichsstelle 31 verglichen.
Der Istdruck Pist wird dabei von dem Drucksensor 20 gemessen.
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Die Differenz des Solldrucks Psoll und des Istdrucks Pist ist
einer Förderbeginnregelung 32 zugeführt. Bei
der Förderbeginnregelung 32 kann
es sich um einen üblichen
Regler handeln, bspw. um einen PI- oder PID-Regler.
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Das Ausgangssignal der Förderbeginnregelung 32 ist
einer Steuerung 33 zugeführt, mit der der Elektromagnet 21 des
Mengensteuerventils 15 angesteuert und damit das Ventil 22 der
Hochdruckpumpe 16 beeinflusst wird. Die Steuerung 33 ist
dazu vorgesehen, den Übergang
des Elektromagneten 21 von seinem stromlosen in seinen
erregten Zustand und damit den Schließzeitpunkt des Ventils 22 zu
bestimmen. Mit Hilfe der Steuerung 33 ist es damit möglich, den
im Zusammenhang mit der 2 erläuterten
Bereich B zu realisieren. Mit der Steuerung 33 kann somit
der Schließzeitpunkt
und damit die Menge des zu dem Druckspeicher 18 geförderten
Kraftstoffs im Sinne des Bereichs B verändert werden.
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Die Steuerung 33 ist von
einer Mehrzahl von Eingangssignalen abhängig. So wird der Schließzeitpunkt
des Ventils 22 in Abhängigkeit
von einer Batteriespannung UBatt verändert, wobei
diese Batteriespannung UBatt zur Energieversorgung
unter anderem des Elektromagneten 21 des Mengensteuerventils 15 sowie
der elektromagnetischen Einspritzventile 19 dient. Ebenfalls
ist der Schließzeitpunkt
des Ventils 22 abhängig
von der Kühlwassertemperatur TK
der Brennkraftmaschine sowie von der Ansauglufttemperatur TA der
Brennkraftmaschine. Aus diesen Temperaturen kann die Steuerung 33 die
Spulentemperatur und damit den Spulenwiderstand des Elektromagneten 21 ableiten.
Dieser Spulenwiderstand wird von der Steuerung 33 bei der
Ermittlung des Schließzeitpunkts
des Ventils 22 und damit des Übergangs des Elektromagneten 21 von
seinem stromlosen in seinen erregten Zustand berücksichtigt. Ebenfalls ist die
Steuerung 33 und damit der Schließzeitpunkt des Ventils 22 abhängig von
der Drehzahl N der Brennkraftmaschine. Diese Drehzahl N entspricht
unmittelbar oder mittelbar der Drehzahl der Hochdruckpumpe 16.
Des Weiteren wird der Schließzeitpunkt
des Ventils 22 von der Steuerung 33 in Abhängigkeit
von dem tatsächlichen
Istdruck Pist ermittelt. Eine weitere Abhängigkeit
des Schließzeitpunkts
des Ventils 22 und damit der dem Druckspeicher 18 zugeführten Kraftstoffmenge
wird von der Steuerung 33 im Hinblick auf die Stellung des Nockens 24 berücksichtigt.
Aus der Stellung des Nockens 24 leitet die Steuerung 33 ein
Maß für die Geschwindigkeit
des Kolbens 23 ab, die in die Ermittlung des Zeitpunktes
für die
Ansteuerung des Magnetventils 21 und damit in die Ermittlung
des Schließzeitpunkts
des Ventils 22 eingeht.
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Als Ausgangssignal erzeugt die Steuerung 33 ein
Schließzeitpunktsignal
mit Ansteuerdauer ta, mit dem der Elektromagnet 21 des
Mengensteuerventils 15 angesteuert und von seinem stromlosen
in seinen erregten Zustand und zurück bewegt wird. Dadurch bestimmt
das Schließzeitpunktsignal
den Schließzeitpunkt
des Ventils 22.
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In der 4 ist
die Ansteuerdauer ta für das Schließzeitpunktsignal
ta in dem obersten Diagramm dargestellt.
Während
derjenigen Zeitdauer, in der das Schließzeitpunktsignal ta eine
Spannung aufweist, ist der Elektromagnet 21 erregt und
das Ventil 22 wird geschlossen. Diese Ansteuerdauer ta erstreckt sich von dem Zeitpunkt t1 bis zu dem Zeitpunkt t2.
Nach dem Schließen
wird somit Kraftstoff aus dem Förderraum 26 der
Hochdruckpumpe 16 in den Druckspeicher 18 gefördert.
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Weist das Schließzeitpunktsignal eine Spannung
auf, so hat dies – wie
bereits erläutert
wurde – zur
Folge, dass das Ventil 22 geschlossen wird. Dies ist in
dem zweiten Diagramm der 4 dargestellt. Das
Ventil erreicht dabei seinen geschlossenen Zustand in einem Zeitpunkt
t3, der vor dem Zeitpunkt t2 liegt.
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In dem dritten Diagramm der 4 ist der Strom durch den
Elektromagneten 21 aufgetragen. Aus diesem Diagramm ist
ersichtlich, dass der Strom, ausgehend vom Zeitpunkt t1 bis
zum Zeitpunkt t3 im Wesentlichen gleichmäßig ansteigt.
Aufgrund des Anschlags des Ventils 22 in seinem geschlossenen Zustand
steigt der Strom zwischen den Zeitpunkten t3 und
t2 nochmals steiler an. Nach dem Zeitpunkt
t2, also nachdem das Schließzeitpunktsignal
keine Spannung mehr aufweist, fällt
der Strom auf 0 ab.
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Im untersten Diagramm der 4 ist der Druckverlauf in
dem Förderraum 26 der
Hochdruckpumpe 16 dargestellt. Anfangs herrscht in dem
Förderraum 26 der
von der elektrischen Kraftstoffpumpe 11 erzeugte Niederdruck
ND. Aufgrund des sich schließenden
Ventils 22 und der Bewegung des Kolbens 23 in
Richtung des Pfeils 29 entsprechend der rechten Darstellung
der 2 steigt der Druck
in dem Förderraum
26 langsam an. Dies hat zur Folge – wie bereits erläutert wurde – dass sich
das Ventil 25 öffnet.
Damit herrscht im Zeitpunkt t3, also bei
geschlossenem Ventil 22, der von der Hochdruckpumpe 16 erzeugte
Hochdruck HD in dem Förderraum 26 der
Hochdruckpumpe 16. Dieser Hochdruck HD fällt nach
Beendigung des Förderhubs
im Zeitpunkt t4 wieder ab.
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Es ist möglich, dass das Ventil 22 aufgrund einer
Verschmutzung oder aus einem sonstigen Grund schwergängig ist
und damit keine normale Bewegung von seinem offenen in seinen geschlossenen
Zustand ausführt.
Dies kann zur Folge haben, dass das Ventil 22 im Zeitpunkt
t3 nicht geschlossen ist. Damit ist der
von der Steuerung 33 ermittelte Schließzeitpunkt für das Ventil 22 und
die daraus resultierende, dem Druckspeicher 18 zugeführte Menge
an Kraftstoff nicht mehr korrekt.
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Eine derartige Fehlfunktion des Ventils 22 kann
bspw. von der Steuerung 33 anhand des von dem Drucksensor 20 gemessenen
tatsächlichen
Istdrucks Pist in dem Druckspeicher 18 festgestellt
werden. An sich müsste
dieser Istdruck Pist in dem Druckspeicher 18 trotz
erfolgter Einspritzungen aufgrund der von der Hochdruckpumpe 16 zugeführten Menge an
Kraftstoff etwa konstant bleiben. Ist dies jedoch nicht der Fall,
sinkt also der Druck in dem Druckspeicher 18 insbesondere
nach einer Einspritzung wesentlich ab, so kann daraus auf eine Fehlfunktion
des Ventils 22 geschlossen werden.
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In diesem Fall kann bspw. von der
Steuerung 33 das in der 5 dargestellte
Verfahren zusätzlich durchgeführt werden.
Mit dem in der 5 gezeigten Verfahren
wird der Schließzeitpunkt
des Ventils 22, also der Zeitpunkt t2 in
der 4 nach "später" verschoben. Damit
wird der auf das Magnetventil 21 einwirkende Strom erhöht. Dies
hat zur Folge, dass unter Umständen
die vorhandene Schwergängigkeit des
Ventils 22 durch den erhöhten Strom überwunden werden kann. Gleichzeitig
ist bei dem Verfahren nach der 5 eine Überstromabschaltung
integriert.
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Das Verfahren nach der 5 geht von einem Schließzeitpunktsignal
mit der Ansteuerdauer ta = ta0 aus,
das bspw. auf die beschriebene Art und Weise von der Steuerung 33 ermittelt
wird. Bei dieser Ansteuerdauer ta kann auch
noch ein vorgegebener Sicherheitszuschlag berücksichtigt sein. Bei der Ansteuerdauer
ta handelt es sich um einen vorgegebenen
Startwert. Gemäß der 5 wird die Ansteuerdauer
ta in einem Block 34 definiert.
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In einem nachfolgenden Block 35 wird
geprüft,
ob der Strom durch den Elektromagneten 21 einen vorgegebenen
Maximalwert überschreitet.
Ist dies der Fall, so wird ein Diagnosebit F auf "1" gesetzt. Ist dies nicht der Fall, so
bleibt das Diagnosebit F auf "0".
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Hat der Strom durch den Elektromagneten 21 den
vorgegebenen Maximalwert nicht überschritten,
ist also F = 0, so wird die Ansteuerdauer ta in
einem Block 36 vergrößert und
damit der Zeitpunkt t2 nach "später" verschoben. Dies
wird mit Hilfe der Gleichung ta = ta + Δt durchgeführt. Danach wird das Verfahren
erneut mit dem Block 35 fortgesetzt.
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Wird in dem Block 35 jedoch
festgestellt, dass der Strom durch das Magnetventil 21 den
vorgegebenen Maximalwert überschritten
hat, ist also das Diagnosebit F auf "1" gesetzt,
so wird das Verfahren mit dem Block 37 fortgesetzt. In
dem Block 37 wird die Ansteuerdauer ta verkleinert
und damit der Zeitpunkt t2 nach "früher" verschoben. Dies
wird mit Hilfe der Gleichung ta : = ta – Δt durchgeführt.
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In einem dem Block 37 nachfolgenden
Block 38 wird, überprüft, ob die
Ansteuerdauer ta einen vorgegebenen Minimalwert
unterschritten hat. Dies wird mit Hilfe der Abfrage ta ≤ tamin durchgeführt. Der genannte Minimalwert
tamin entspricht einer minimalen Ansteuerdauer,
die konstruktiv nicht unterschritten werden kann.
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Wird die Abfrage des Blocks 38 mit "nein" beantwortet, ist
also die Ansteuerdauer ta nicht kleiner als
der Minimalwert tamin, so wird das Verfahren
der 5 wieder mit dem
Block 35 fortgesetzt. Hat jedoch die Ansteuerdauer ta den Minimalwert tamin unterschritten,
ist also die Abfrage des Blocks 38 positiv, so wird mittels
eines Blocks 39 ein Fehler registriert und ggf. gemeldet.
Bei diesem Fehler handelt es sich dann um einen Kurzschluss am Ventil 22.
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Durch den Block 35 ist die
erwähnte Überstromabschaltung
realisiert. Der Block 35 verhindert, dass der Strom durch
den Elektromagneten 31 den vorgegebenen Maximalwert übersteigt.
Gleichzeitig ist durch den Block 38 gewährleistet, dass der Elektromagnet 21 immer
mit einem Schließzeitpunktsignal mit
der Ansteuerdauer ta angesteuert wird, die
aus konstruktiver Sicht einen sinnvollen Wert darstellt.
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Durch das Verfahren in 5 wird der Elektromagnet 21 immer
mit dem maximalen Strom angesteuert, den das Steuergerät zur Verfügung stellen kann.
Falls auch bei diesem Strom das Ventil 22 durch eine Schwergängigkeit
nicht geschlossen werden kann, wird der Fehler durch den Druckabfall
im Druckspeicher 18 festgestellt.