DE19910734A1 - Linearantrieb und Verfahren zur Montage bzw. Demontage dieses Linearantriebes - Google Patents
Linearantrieb und Verfahren zur Montage bzw. Demontage dieses LinearantriebesInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Linearantrieb, bestehend aus einem an einem Schlitten angeordneten Primärteil, wobei der Schlitten auf einem Führungssystem verschiebbar ist, sowie aus einem ortsfesten Sekundärteil, welcher mit dem Primärteil derart zusammenwirkt, daß der Schlitten auf dem Führungssystem bewegbar ist. Um das Ein- und Ausbauen des Primärteiles zu erleichtern, wird vorgeschlagen, zwischen Primärteil und Schlitten ein Distanzstück anzuordnen, welches bei der Demontage des Primärteiles vom Schlitten entnehmbar ist und so der Abstand zwischen Primärteil und Sekundärteil veränderbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Linearantrieb, bestehend aus einem
an einem Schlitten angeordneten Primärteil beziehungsweise
Sekundärteil, wobei der Schlitten auf einem Führungssystem
verschiebbar ist, sowie aus einem ortsfesten Sekundärteil be
ziehungsweise Primärteil, welches mit dem Primärteil oder
Sekundärteil derart zusammenwirkt, daß der Schlitten auf dem
Führungssystem bewegbar ist.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage
und Demontage dieses Linearantriebes, wobei sich das Verfahren
hierbei insbesondere auf die Montage beziehungsweise Demontage
des Primärteiles beziehungsweise Sekundärteil an oder von einem
verschiebbaren Schlitten bezieht.
Vorgenannte Linearantriebe sind in der Technik weit verbreitet.
Sie werden zum Beispiel in Bearbeitungszentren oder Werkzeug
maschinen eingesetzt, um die Arbeitsspindel mit hoher Geschwin
digkeit und hoher Präzision zu bewegen und zu positionieren.
Der Sekundärteil besteht hierbei aus einer Anordnung von Mag
neten mit wechselnder Polarität. Der Sekundärteil ist zum
Beispiel ortsfest angeordnet und wirkt mit dem Primärteil zu
sammen. Der Primärteil besteht aus einem elektromagnetischen
Antrieb, bei dem der Stromfluß verwendet wird, um ein Magnet
feld zu erzeugen, welches mit dem Magnetfeld des Sekundärteils
derart zusammenwirkt, daß sich der Schlitten auf dem Führungs
system bewegt.
Nachfolgend wird die Erfindung derart beschrieben, daß sich der
Primärteil an dem Schlitten befindet, und der Sekundärteil
ortfest ist. Die Erfindung ist aber auf diese Ausgestaltung
nicht beschränkt. Es ist in gleicher Weise möglich, das Sekun
därteil (also die Anordnung der Magnete) beweglich am Schlitten
anzuordnen und den Primärteil ortsfest auszugestalten.
Als Führungssystem werden zum Beispiel eine oder mehrere
Führungsschienen angeordnet. Für eine hohe Effizienz ist vorge
sehen, daß der Spalt zwischen Primär- und Sekundärteil verhält
nismäßig gering ist. Dieser Spalt bestimmt letztendlich die
Effizienz des Antriebes und somit auch die Leistungsaufnahme
für eine Bewegung des Systems.
Bei einer Anordnung derart, daß die Bewegungsbahn des Linear
antriebs in einer horizontalen Ebene verläuft, befindet sich
der Primärteil zum Beispiel unterhalb des Schlittens. Die Ar
beitsspindel, zum Beispiel eine spanabhebende Werkzeugmaschine,
wird auf den Schlitten aufgebaut. Der Primärteil wird hierbei
mit Befestigungsmitteln, zum Beispiel mit Schrauben, mit dem
Schlitten verbunden. Der Schlitten erreicht mit den Aufbauten
ein beachtliches Gewicht von bis zu mehreren Tonnen. Ist nun
der Primärteil zu warten bzw. aufgrund Verschleißes zu wech
seln, so stellt das an den Monteur einige Probleme. Der Primär
teil ist derart unter dem Schlitten eingebaut, daß dieser nicht
einfach erreicht werden kann. Auch ist es nicht immer möglich,
den Schlitten mit der darauf befindlichen Werkzeugmaschine
anzuheben. Dabei ist zu beachten, daß zusätzlich zu dem Gewicht
des Schlittens und der Aufbauten noch die magnetische An
ziehungskraft aufgrund des Sekundärteiles auf alle magnetisier
baren Elemente wirkt, die die Kraft erhöht, die notwendig wäre,
den Führungsschlitten von dem Führungssystem abzuheben.
Die aufwendige Demontage des Linearantriebes führt zu langen
Wartungszeiten und somit zu langen Standzeiten der Werkzeug
maschine, was regelmäßig unerwünscht ist.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Linear
antrieb wie eingangs beschrieben dahingehend zu verbessern, daß
der Zeitaufwand für das Wechseln des Primärteiles, und somit
die Standzeiten der mit dem Linearantrieb ausgestalteten
Anlage, reduziert wird.
Die Erfindung geht hierbei aus von einem Linearantrieb wie
eingangs beschrieben und schlägt vor, daß zwischen Primärteil
beziehungsweise Sekundärteil und Schlitten ein Distanzstück
angeordnet ist, das bei der Demontage des Primärteiles bezie
hungsweise Sekundärteiles vom Schlitten entnehmbar ist und sich
so der Abstand zwischen Primärteil und Sekundärteil vergrößert.
In diesen sich bildenden Spalt wird nun ein Transportmittel
eingeführt, auf welches dann der Primärteil beziehungsweise
Sekundärteil abgesenkt und dann herausbewegt wird. Hieraus
ergibt sich auch das erfindungsgemäße Verfahren zur Demontage
eines Primärteiles beziehungsweise Sekundärteiles von einem auf
einem Führungssystem verschiebbaren Schlitten, wobei zwischen
Primärteil beziehungsweise Sekundärteil und Schlitten ein
Distanzstück angeordnet ist und der Primärteil beziehungsweise
Sekundärteil durch Befestigungsmittel an dem Schlitten gehalten
ist, die zur Demontage derart gelöst werden, daß das Distanz
stück entnehmbar ist und dann der Primärteil beziehungsweise
Sekundärteil durch die Befestigungsmittel oder sonstige Posi
tioniermittel gegen den Schlitten bewegt wird, wodurch ein
Spalt zwischen Primärteil und Sekundärteil derart entsteht, daß
in diesem Spalt ein Transportmittel für den Primärteil bezie
hungsweise Sekundärteil angeordnet wird und dann die Befesti
gungsmittel des Primärteiles ganz gelöst werden, um den Primär
teil mit dem Transportmittel von dem Schlitten wegzubewegen.
Aufgrund der hohen magnetischen Kräfte, die zwischen dem Pri
märteil und dem Sekundärteil wirken, ist darauf zu achten, daß
Primär- und Sekundärteil nicht miteinander in Berührung kommen
oder flächig aufeinander anliegen, da dann eine Bewegung der
beiden Elemente relativ zueinander nur mit hohem Kraftaufwand
oder nicht mehr möglich ist. Das in den sich bildenden Spalt
eingeführte Transportmittel besteht hierbei günstigerweise aus
einem nicht magnetisierbaren Material und wirkt als Abstands
halter zwischen den beiden sich magnetisch anziehenden Elemen
ten. Aufgrund des verbleibenden Abstandes kommt es nicht zu
einem Anhaften der beiden Elemente, die beiden Elemente bleiben
zueinander beweglich.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Demontage wird günsti
gerweise das Distanzstück von den gleichen Befestigungsmitteln
am Schlitten gehalten, die auch den Primärteil an diesem be
festigen. Zunächst ist das Distanzstück auszubauen, um zwischen
Primärteil und Schlitten Platz zu schaffen, welcher, nachdem
der Primärteil relativ zum Schlitten bewegt wurde, dazu dient,
den Abstand zwischen Primär- und Sekundärteil derart zu ver
größern, daß ein nutzbarer Spalt entsteht.
Dabei ist es nicht notwendig, daß alle Befestigungsmittel hier
bei mitwirken, sondern es ist möglich, daß nur einige Befesti
gungsmittel dazu dienen, den Primärteil noch am Schlitten zu
befestigen. Dabei werden die Befestigungsmittel zunächst nur
ein wenig geöffnet und dadurch der Primärteil um wenige 1/10
Millimeter abgesenkt bzw. gegen den Sekundärteil bewegt, um das
Distanzstück seitlich herauszunehmen. Ist das Distanzstück
entfernt, werden mit Hilfe der Befestigungsmittel, die dann
wieder angezogen werden, oder durch weitere Hilfsmittel, zum
Beispiel Positioniermittel, der Primärteil wieder gegen den
Schlitten bewegt, wodurch sich der Spalt bildet.
Für den erfindungsgemäßen Gedanken kommt es hierbei nicht
darauf an, daß im Betriebszustand ein merklicher Spalt von
einigen Millimetern verbleibt, wesentlich für den erfindungs
gemäßen Gedanken ist, daß der Abstand zwischen Primärteil und
Sekundärteil durch den Ausbau des Distanzstückes erhöht wird.
Dadurch ist es auch möglich, daß der Abstand zwischen Primär
teil und Sekundärteil fast null ist.
Die erfindungsgemäße Anordnung beschränkt sich aber nicht nur
auf ein Verfahren zur Demontage des Primärteiles, sondern be
zieht sich auch im umgekehrten Sinne auf ein Verfahren zur
Montage eines Primärteiles beziehungsweise Sekundärteiles an
einem auf einem Führungssystem verschiebbaren Schlitten, wobei
der Primärteil beziehungsweise Sekundärteil auf dem Transport
mittel liegend oder anliegend unter dem Schlitten positioniert
wird, wobei der Primärteil beziehungsweise Sekundärteil durch
Befestigungsmittel oder Positioniermittel von dem Schlitten
gehalten wird und das Transportmittel vom Primärteil bezie
hungsweise Sekundärteil entfernt wird, wobei dann der Primär
teil bzw. Sekundärteil durch die Befestigungsmittel oder Posi
tioniermittel etwas von beziehungsweise Sekundärteil dem
Schlitten entfernt wird, um das Distanzstück zwischen Primär
teil und Schlitten einzubringen und anzuordnen und hernach
Primärteil und Schlitten mit dem Befestigungsmittel fest mit
einander verbunden werden.
Die Erfindung wird nicht auf die Anordnung des Primärteiles
beziehungsweise Sekundärteiles über oder seitlich vom Sekundär
teil beziehungsweise Primärteil beschränkt. Die Erfindung ist
in gleicher Weise bei Linearantrieben einsetzbar, deren Schlit
ten in einer horizontalen, vertikalen oder sonst geneigten
Ebene verfahrbar ist. Insofern bezieht sich die Formulierung
"unter dem Schlitten" auf eine Anordnung, bei der sich der
Primärteil beziehungsweise Sekundärteil zwischen Schlitten und
Sekundärteil beziehungsweise Primärteil befindet.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird bei der Montage
oder Demontage der Manipulationsspalt, also die verfügbare Höhe
zum Einführen und Einbauen bzw. Ausbauen des Primärteiles,
bewußt erhöht und dann, wenn der Primärteil positioniert ist,
der überflüssige Spalt durch das Distanzstück verdeckt. Im
Fall, daß der Primärteil auszubauen ist, wird umgekehrt ver
fahren und zunächst die verfügbare Spalthöhe durch Ausbau des
Distanzstückes erhöht. Die gewonnene Spaltdicke wird verendet,
um ein Transportmittel einzuführen, auf welchen dann der Pri
märteil abgesenkt, aufgelegt oder angelehnt wird, um diesen aus
dem Linearantrieb herauszutransportieren.
Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag ist es möglich, den Pri
märteil in kurzer Zeit zu wechseln, ohne dabei den kompletten
Linearantrieb abzubauen bzw. den Schlitten von dem Führungs
system zu entfernen. Die daraus resultierende Arbeitserleichte
rung führt auch zu deutlich geringeren Standzeiten der Maschine
und somit zu einer höheren Effizienz, der mit einem solchen
Linearantrieb ausgestatteten Anlage.
Nachfolgend wird die Erfindung derart beschrieben, daß sich der
Primärteil an dem Schlitten befindet, und der Sekundärteil
ortfest ist. Die Erfindung ist aber auf diese Ausgestaltung
nicht beschränkt. Es ist in gleicher Weise möglich, das Sekun
därteil (also die Anordnung der Magnete) beweglich am Schlitten
anzuordnen und den Primärteil ortsfest auszugestalten.
In einer erfindungsgemäßen Variante wird vorgesehen, daß als
Distanzstück ein Blindblech Verwendung findet. Das Blindblech
weist eine gewisse Dicke auf, die zusammen mit dem bestehenden
Abstand zwischen Primär- und Sekundärteil die verfügbare Spalt
dicke für ein Transportmittel vorgibt.
Dadurch ergibt sich auch bei der Montage des Linearantriebes
ein weiterer Vorteil. Die Distanzstücke oder auch die Blind
bleche werden in einem Satz unterschiedlicher Dicke vorgehal
ten, um dadurch insbesondere den Abstand zwischen Primär- und
Sekundärteil zu optimieren. Gleichzeitig ist es möglich, hier
durch Fertigungstoleranzen auszugleichen.
Neben der Verwendung von Blindblechen ist es auch möglich,
anders gestaltete Distanzstücke, zum Beispiel Hülsen und der
gleichen, oder auch Distanzstücke mit veränderlicher Dicke zu
verwenden.
Des weiteren ist es günstig, daß das Distanzstück ein- oder
mehrteilig ist. Für eine gleichmäßige Auflage des Primärteiles
am Schlitten ist es von Vorteil, wenn das Distanzstück mög
lichst flächig zwischen den beiden Elementen angeordnet wird.
Insbesondere bei größeren Anordnungen ist es von Vorteil, das
Distanzstück mehrteilig auszubilden, um nicht zu sperrige ein
zelne Elemente zu haben. Es ist dabei zu beachten, daß der
eingebaute Antrieb unter Umständen schlecht zugänglich ist und
daß es daher günstiger ist, mehrere kleinere Distanzstücke zu
verwenden, als ein größeres.
In einer weiteren Entwicklung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das Distanzstück bzw. Blindblech schlitzartige Aussparungen für
Befestigungsmittel, die zwischen Schlitten und Primärteil vor
gesehen sind, aufweist. Das Distanzstück wird in der Regel
rechtwinklig zu der Wirkrichtung der Befestigungsmittel
zwischen Primärteil und Schlitten eingebaut werden. Das
Distanzstück ist entlang dieser schlitzartigen Aussparungen an
den Befestigungsmitteln einführbar und bietet insbesondere bei
größerflächigeren Distanzstücken eine entsprechend größere
Anlagefläche. Alternativ hierzu ist auch vorgesehen, das
Distanzstück ohne entsprechende Aussparungen auszuführen. Die
Anordnung des Distanzstückes zwischen Primärteil und Schlitten
wird dann so gewählt, daß die Befestigungsmittel nicht stören,
indem das Distanzstück geringere Abmessungen aufweist, als der
Abstand zweier Befestigungsmittel, um zwischen den Befestigungs
mitteln eingebaut zu werden.
Günstigerweise werden als Befestigungsmittel und/oder Positio
niermittel Schraubenverbindungen vorgesehen. Erfindungsgemäß
ist auch vorgesehen, daß die Funktion des Positioniermittels
gleichzeitig von den Befestigungsmitteln übernommen wird. Die
Verwendung von Schraubenverbindungen ist dahingehend vorteil
haft, daß durch eine entsprechende Auswahl der Gewindesteigung
eine verhältnismäßig exakte Positionierung insbesondere beim
Ausbau des Distanzstückes möglich ist. Als Positioniermittel
werden zum Beispiel Einstelllehren oder sonstige Werkzeuge
beziehungsweise Spannmittel eingesetzt.
Es hat sich als günstig erwiesen, wenn das Distanzstück eine
Dicke von wenigen Millimetern, zum Beispiel von zwei bis zehn
Millimetern, aufweist. Der daraus resultierende Spalt reicht
aus, um ein Transportmittel entsprechend einzuführen und den
Primärteil beziehungsweise Sekundärteil ein- bzw. auszubauen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß der Schlitten in einer horizontalen, vertikalen
oder geneigten Ebene verfahrbar ist. In all diesen Fällen
erreicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung, daß das Primärteil
beziehungsweise Sekundärteil, welches auszubauen ist, leicht
erreichbar ist.
Es ist auch möglich, daß sich der Schlitten überhalb oder
unterhalb des Primärteiles beziehungsweise Sekundärteiles be
findet. Befindet sich der Schlitten über dem Primärteil bezie
hungsweise Sekundärteil, so wird der Schlitten durch eine Über
lagerung der Schwerkraft mit den magnetischen Anziehungskräften
auf dem Führungssystem gehalten. Aber auch eine "Über-Kopf-
Anordnung" ist realisierbar, wobei zum Beispiel das Führungs
system über dem Schlitten angeordnet ist und dadurch auch
Sekundärteil beziehungsweise Primärteil über dem Schlitten
angeordnet sind. Auch bei der "Über-Kopf-Anordnung" ist der
erfindungsgemäße Gedanke einsetzbar. Neben dem Gewicht des
auszubauenden Elementes, dem Primärteil oder dem Sekundärteil,
welches ca. 50 kg bis 100 kg beträgt, wirkt eine magnetische
Kraft von ca. 1 t bis 2 t auf dieses Element. Es ist daher
durchaus möglich, daß beim Ausbau eines "hängend" montierten
Linearantriebes der Primärteil vom Sekundärteil angezogen wird
und somit die gleichen Probleme bestehen, wie bei einer
"liegenden" Anordnung. Aber auch in dieser Ausgestaltung ist
die Verwendung des Distanzstückes vorteilhaft, welches das
Einführen eines Transportmittels erlaubt, um den Primärteil
beziehungsweise Sekundärteil auszubauen.
Erfindungsgemäß wird in dem Verfahren vorgeschlagen, für den
Transport des Primärteiles ein Transportmittel zu verwenden.
Günstig ist es hierbei, daß das Transportmittel aus einem nicht
magnetisierbaren Material, zum Beispiel Karton, Pappe, Kunst
stoff oder dergleichen, besteht. Das Transportmittel ist hier
bei zum Beispiel eine Unterlage, die auf dem Sekundärteil auf
gelegt wird und auf welcher der Primärteil rutschend bewegt
wird. Der Vorteil einer solchen Ausgestaltung ist, daß ein
Karton oder eine ähnliche Unterlage in einer Werkstatt fast
immer zur Verfügung steht. Gleichzeitig ist die Oberflächenbe
schaffenheit insbesondere von Karton, Pappe oder Kunststoff
derart weich, daß Verunreinigungen, zum Beispiel Späne oder
dergleichen, nicht zu Verletzungen der Oberfläche des Sekundär
teiles führen. Aufgrund der hohen magnetischen Kräfte zwischen
Primär- und Sekundärteil würden Metallspäne, die sich zwischen
diesen beiden Elementen befinden, die Oberflächen der Primär-
/Sekundärteile bei der Bewegung verkratzen.
Neben der Verwendung von Karton, Pappe, Kunststoff usw. ist es
aber auch möglich, nicht magnetisierbare Metalle, wie zum Bei
spiel Kupfer oder Messing, einzusetzen. Bei einer entsprechen
den Ausgestaltung ist es auch möglich, das Transportmittel zum
Beispiel mit Rädern auszustatten, um einen leichtgängigen Lauf
zu ermöglich.
Die Erfindung umfaßt auch Werkzeugmaschinen, die mit einem
Linearantrieb - wie beschrieben - ausgestattet sind. Die
Linearantriebe sind insbesondere bei Werkzeugmaschinen als
schnelles und genaues Positioniermittel bekannt. Hierbei ist es
vorteilhaft, daß diese als spanabhebende Werkzeugmaschinen, zum
Beispiel in Bearbeitungszentren oder Fräsautomaten, eingesetzt
werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer dreidimensionalen Ansicht
einen erfindungsgemäßen Linear
antrieb,
Fig. 2, 3 und 8 in einer Seitenansicht ein Detail
des erfindungsgemäßen Linear
antriebes,
Fig. 4 bis 7 in einer Draufsicht unterschied
liche Ausgestaltungen des Distanz
stückes des erfindungsgemäßen
Linearantriebes.
In Fig. 1 ist in einer Übersicht der erfindungsgemäße Linear
antrieb gezeigt. Auf einem Führungssystem 2 ist ein Schlitten 1
entlang des Doppelpfeiles 13 verschiebbar gelagert. Das Füh
rungssystem 2 besteht hierbei aus einer Grundplatte 22, auf der
zwei Führungsschienen 20, 21 parallel zueinander angeordnet
sind.
Der Schlitten 1 weist mehrere Schuhe 10 auf, durch welche der
Schlitten 1 auf den Führungsschienen 20, 21 gelagert ist. Auf
dem Schlitten 1 sind hier nicht weiter gezeigte Aggregate ange
ordnet, die aufgrund des Linearantriebes bewegbar und positio
nierbar sind. Als mögliche Aggregate sind hierbei zum Beispiel
Arbeitsspindeln für spanabhebene Werkzeugmaschinen anzusehen.
Vorgenannte Linearantriebe werden zum Beispiel in Bearbeitungs
zentren für eine spanabhebene Metallbearbeitung eingesetzt.
An dem Schlitten 1 ist ein Wegmeßsystem 11 seitlich angeordnet,
um die Position des Schlittens 1 auf dem Führungssystem 2
festzustellen.
Die auf dem Schlitten 1 angeordneten Elemente, insbesondere der
Primärteil 3, werden durch Leitungen, die in einem Kabelschlepp
12 angeordnet sind, mit nicht weiter dargestellten Elementen
und Versorgungsquellen verbunden.
Um den Schlitten 1 auf dem Führungssystem 2 zu bewegen, ist ein
Primärteil 3 auf der Unterseite des Schlittens 1 vorgesehen.
Der Primärteil 3 ist durch einen, auch geringen, Spalt 30 von
einem Sekundärteil 4 getrennt. Der Sekundärteil 4 befindet sich
in der hier gezeigten Ausgestaltung zwischen den beiden Füh
rungsschienen 20, 21 auf der Grundplatte 22. Es ist aber jede
andere Anordnung der beiden Elemente Primärteil 3 und Sekundär
teil 4 möglich. Zum Beispiel ist vorgesehen, daß ein Schlitten
1 von zwei Primärteilen und zwei Sekundärteilen, die seitlich
neben dem Schlitten 1 angeordnet sind, angetrieben wird.
Der Spalt 30, der sich zwischen dem Primärteil 3 und dem Sekun
därteil 4 befindet, beträgt in der Regel ca. 1 bis 1,5 mm. Die
Platzverhältnisse sind entsprechend eng. Bei dem Ausbau des
Primärteiles 3 reicht dieser Luftspalt nicht aus, um den Pri
märteil 3 aus dem Bereich zwischen Schlitten 1 und Sekundärteil
4 herauszuholen. Eine Vergrößerung des Luftspaltes 30 ist aber
nicht möglich, da dadurch die Effizienz des elektromagnetischen
Antriebes verschlechtert wird.
Der Sekundärteil 4 besteht aus einer Anordnung von Magneten
(Elektro-, Permanent- oder Elektropermanentmagneten) mit wech
selnder Polarität, die mit einem elektromagnetischen Antrieb
des Primärteiles 3 derart zusammenwirken, daß eine Bewegung des
Schlittens 1 entlang des Führungssystems 2 möglich ist.
Um das Montieren bzw. Demontieren des Primärteiles 3 zu er
leichtern, wird vorgeschlagen, daß ein Distanzstück 5 zwischen
Primärteil 3 und Schlitten 1 angeordnet wird. Sowohl Primärteil
3 als auch das Distanzstück 5 werden von Befestigungsmitteln 6,
die in Fig. 1 nur angedeutet sind, mit dem Schlitten 1 verbun
den. Als Befestigungsmittel 6 sind hierbei zum Beispiel Schrau
ben vorgesehen, die zum Beispiel von oben durch den Schlitten 1
in entsprechende Gewinde im Primärteil 3 eingreifen und so den
Primärteil 3 an dem Schlitten 1 befestigen.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß das Distanzstück 5 vor
der Demontage des Primärteiles 3 entfernt wird, um dadurch den
wirksamen Luftspalt 30 zu vergrößern. Bei der Montage des Pri
märteiles 3 wird das Distanzstück 5 erst nachdem der Primärteil
3 positioniert und gegebenenfalls auch von den Befestigungs
mitteln 6 oder anderen Positioniermitteln gehalten ist, einge
baut. So wird auch der Arbeitsluftspalt, also der Luftspalt,
der bei dem Betrieb des Linearantriebes vorgesehen ist, einge
stellt. Der Arbeitsluftspalt ist hierbei geringer als der Luft
spalt 30, der besteht, wenn der Primärteil 3 ein- oder ausge
baut wird.
In Fig. 2 sind verschiedene Ausgestaltungen des Befestigungs
mittels 6 angedeutet. In der rechten Anordnung wird eine
Schraube 61 mit Mehrkantkopf durch eine Bohrung 14 des Schlit
tens 1 hindurchgesteckt und in einer Bohrung 31 des Primärtei
les 3, welches ein Gewinde 32 aufweist, eingeschraubt. Bei
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nun zunächst
das Befestigungsmittel 6 ein wenig geöffnet, derart, daß das
zwischen dem Primärteil 3 und dem Schlitten 1 angeordnete
Distanzstück 5 frei beweglich wird, um dieses herauszunehmen
und so einen Freiraum zu schaffen. Bei der in Fig. 2 darge
stellten Ansicht befindet sich der Primärteil 3 unterhalb des
Schlittens 1. Durch ein leichtes Öffnen des Befestigungsmittels
6/61 bewirkt die Schwerkraft, daß sich der Primärteil 3 auto
matisch von dem Schlitten 1 etwas entfernt, um das Distanzstück
5 freizugeben. Die Erfindung ist aber auf eine Anordnung des
Primärteiles 3 unter dem Schlitten 1 nicht beschränkt. Es kommt
auf eine Relativbewegung des Primärteiles 3 zu dem Schlitten 1
an, die zum Beispiel bei einer schrägen oder senkrechten An
ordnung von entsprechenden Kraftmitteln (Feder oder derglei
chen) ableitbar ist.
Ist das Distanzstück 5 ausgebaut, so wird zum Beispiel mit
Hilfe der Befestigungsmittel 6 oder anderer Positioniermittel
(die hier nicht dargestellt sind) der Primärteil 3 gegen den
Schlitten 1 bewegt, in Fig. 2 zum Beispiel angehoben. Es ist
hierbei zu beachten, daß die verfügbare Tiefe 33 der Bohrung 31
ausreicht, um die Schraube 61 so weit einzudrehen, um den Pri
märteil 3 gegen den Schlitten 1 zu ziehen. Die verfügbare Tiefe
33 ist daher etwas größer zu wählen, als die Dicke des Distanz
stückes 5.
Die in Fig. 2 angedeutete Ausgestaltung entspricht im wesent
lichen den Verhältnissen, wie sie in Fig. 1 gegeben sind. Zu
beachten ist, daß die magnetische Anziehungskraft deutlich
größer ist als die Schwerkraft, weswegen es auch möglich ist,
daß der ausgebaute Gegenstand, zum Beispiel der Primärteil oder
der Sekundärteil, vertikal nach oben gezogen wird. Wie angedeu
tet ist es aber zu vermeiden, daß Primärteil und Sekundärteil
flächig aufeinander zu liegen kommen, da dann enorme magneti
sche Kräfte wirken und unsachgemäßes Ablösen der beiden Teile
unter Umständen zu einer mechanischen Zerstörung eines oder
beider Elemente führen kann. Umgekehrt ist es aber möglich,
wenn die magnetischen Kräfte bekannt sind, die Dicke des Trans
portmittels beziehungsweise der Unterlage so zu bemessen, daß
zum einen eine ausreichende Haltekraft besteht und gleichzeitig
das ausgebaute Element auf dem korrespondierenden Element be
weglich bleibt.
Sollte es nicht möglich sein, eine entsprechend tiefe Bohrung
31 in dem Primärteil 3 vorzusehen, so wird in Fig. 2, in der
linken Darstellung, eine entsprechende Variante vorgeschlagen.
In diesem Fall ist als Befestigungsmittel 6 ein Bolzen 62 mit
aufgeschnittenem Gewinde (oder ein Gewindestab) vorgesehen, der
in eine Bohrung 31 mit Gewinde 32 des Primärteiles 3 ganz ein
gedreht ist. Auf dem Schlitten 1 ist auf dem freien Ende des
Bolzens 62 eine Mutter 63 aufgedreht und preßt im eingebauten
Zustand den Primärteil 3 gegen den Schlitten 1. Soll nun der
Primärteil 3 ausgebaut werden, wird, ähnlich wie vorbeschrie
ben, die Mutter 63 ein wenig gelöst, um das Distanzstück 5 zu
entnehmen. Danach wird einfach die Mutter 63 auf dem Bolzen 62
so weit gedreht, bis der Primärteil 3 an dem Schlitten 1 an
liegt. Auf die verfügbare Tiefe der Bohrung 31 kommt es hierbei
nicht an.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausgestaltung der Anordnung des
Befestigungsmittels 6 gezeigt. Hierbei wird eine Schraube 60
wiederum in eine Bohrung 31 mit Gewinde 32 des Primärteiles 3
eingeschraubt. Fig. 3 ist hierbei nicht maßstäblich. Der
Schraubenkopf 64 liegt hierbei nicht auf der Oberfläche des
Schlittens 1 an, sondern befindet sich über einer Einstellmut
ter 65. Zwischen der Mutter 65 und dem Kopf 64 ist eine Paß
scheibe 66 angeordnet. Soll nun das Distanzstück 5 ausgebaut
werden, wird die Mutter 65 gelöst, das heißt in Richtung des
Kopfes 64 gedreht. Der verbleibende Spalt 67 zwischen der Paß
scheibe 66 und dem Kopf 64 entspricht dabei dem Maß, um welches
der Primärteil 3 vom Schlitten 1 entfernt wird, um das Distanz
stück 5 auszubauen. Durch eine solche Ausgestaltung wird
sichergestellt, daß bei einer Demontage des Primärteiles 3 der
Primärteil 3 nicht in Kontakt mit dem Sekundärteil 4 kommt. In
einem solchen Falle wären die Kräfte, um die beiden Elemente
wieder zu trennen, sehr groß, wobei auch zu beachten ist, daß
ein Zusammenhaften der magnetischen Elemente auch zu einer
Verbiegung des Primärteiles 3 führen kann, wenn versucht wird,
den Primärteil 3 nur einseitig von dem Sekundärteil 4 zu ent
fernen. Durch diese Sicherungsvorrichtung wird sichergestellt,
daß noch ein minimaler Spalt 30 in der gelösten Stellung des
Primärteiles 3 von dem Schlitten 1 besteht und der Primärteil
3 nicht an dem Sekundärteil 4 anliegt.
In Fig. 8 ist eine weitere Ausgestaltung einer Sicherungsvor
richtung für das erfindungsgemäße Verfahren zum Aus- bezie
hungsweise Einbauen des Linearantriebes gezeigt. Neben dem
bekannten Befestigungsmittel 6 (hier rechts angedeutet), ist
links daneben ein Distanzelement 7 vorgesehen. In Fig. 8 ist
die montierte Position gezeigt. Das Befestigungsmittel 6, zum
Beispiel eine Schraube, verbindet das Primärteil 3 (oder wie
mehrmals angedeutet auch das Sekundärteil 4) mit dem Schlitten
1. Zwischen diesen beiden Elementen befindet sich das Distanz
stück 5. Das Distanzelement 7, zum Beispiel ein Bolzen mit
Kopf, ist mit seinem unteren Bereich mit Gewindeteil 73 in den
Primärteil 3 eingeschraubt. Der Bolzen weist einen Schaft 74
auf, an dem sich unterhalb das Gewindeteil 73 anschließt. Das
Distanzelement 7, beziehungsweise der Bolzen 70, liegt mit dem
Schaft 74 an der dem Distanzstück 5 zugewandten Seite des
Primärteiles 3 an. In der hier gezeigten montierten Stellung
bildet sich zwischen der oberen Seite 15 des Schlittens 1 und
der Unterseite des Bolzenkopfes 71 ein Absatz, in welchen der
Bolzenkopf 71 aus dem Schlitten 1 vorzustehen scheint. Dieser
Abstand 72 zwischen der Unterseite des Bolzenkopfes 71 und der
Oberfläche 15 des Schlittens 1 definiert den maximalen Absenk
weg und sichert so, daß bei einem Ausbauen des Primärteiles 3
(beziehungsweise des Sekundärteiles 4) dieses nicht mit dem
anderen Element in Kontakt kommt und diese aufgrund der magne
tischen Kräfte unlösbar oder nur schwer lösbar miteinander
verbindet. Der Abstand 72 ist kürzer bemessen als der normale
Luftspalt 30 im eingebauten Zustand. Der maximale Absenkweg
reicht aus, um das Distanzstück 5 zu entfernen. Hernach wird,
wie beschrieben, das auszubauende Element, zum Beispiel mit dem
Befestigungsmittel 6 (gegen die magnetische Kraft), gegen den
Schlitten 1 gezogen, das Transportmittel in den vergrößerten
Spalt eingeschoben und dann sowohl Befestigungsmittel 6 als
auch Distanzelement 7 entfernt, wodurch das auszubauende Ele
ment auf dem Transportmittel aufliegt und von diesem entfernbar
ist. Für eine sichere Handhabung ist hierbei vorgesehen, daß
unterschiedliche Durchmesser der Bohrungen beziehungsweise
Gewinde verwendet werden, beziehungsweise unterschiedliche,
farbliche Codierungen für die Befestigungsmittel und Distanz
elemente vorgesehen werden.
In den Fig. 4 bis 7 sind verschiedene Ausgestaltungen des
Distanzstückes 5 gezeigt.
Zusätzlich ist in Fig. 4 eine Unteransicht des Schlittens 1 mit
den Befestigungsmitteln 6 angedeutet. Bei der hier gezeigten
Ausgestaltung befindet sich das Distanzstück 5, welches zum
Beispiel als rechteckiges Blindblech 50 ausgebildet ist,
zwischen den Befestigungsmitteln 6. Das Entfernen des Distanz
stückes 5 kann in zwei Richtungen (angedeutet durch die beiden
Pfeile 55, 56) erfolgen, wobei zum Beispiel das Blindblech 50
in solch einem Fall parallel zu der Anordnung der Befestigungs
mittel 6 entfernbar ist. Das Blindblech 50 weist an einem Ende
einen Überstand 51 auf, der so ausgebildet ist, daß dieser zum
Beispiel von Hand oder mit einem Werkzeug erreichbar ist, um
das Distanzstück 5 in dem Zwischenraum zwischen Schlitten 1 und
Primärteil 3 zu bewegen.
In einer verbesserten Ausgestaltung sind in Fig. 5 und 6 in den
Distanzstücken 5 schlitzartige Ausnehmungen 52 angeordnet, die
so angeordnet sind, daß die Befestigungsmittel 6 in diese
schlitzartigen Ausnehmungen 52 hineinpassen. Zwar ist in einem
solchen Fall der Aufbau des Distanzstückes 5 etwas aufwendiger
(aufgrund der Einarbeitung der Ausnehmung 52), aber es wird mit
diesem Bauelement eine vergrößerte Anlagefläche des Distanz
stückes 5 sowohl an dem Schlitten 1 als auch an dem Primärteil
3 zur Verfügung gestellt, wodurch das Auftreten von Kippmomen
ten bei der Montage zuverlässig vermieden wird. Die Ausbaurich
tung des Blindbleches 50 verläuft hierbei parallel zu der An
ordnung der Ausnehmungen 52 und ist mit dem Pfeil 55 gekenn
zeichnet.
Die Ausgestaltungen nach Fig. 5 und 6 korrespondieren mit der
angedeuteten Unteransicht des Schlittens 1 von Fig. 4. In Fig.
5 sind zwei Schlitze 52 angedeutet, um eine Längseinschiebbar
keit des Blindbleches nach Fig. 5 bei einer Anordnung der Be
festigungsmittel nach Fig. 4 zu ermöglichen.
In Fig. 6 sind drei Ausnehmungen 52 angeordnet, um eine Quer
verschiebung zu erreichen. In Fig. 6 sind die Ausnehmungen 52
an der Längsseite angeordnet, in Fig. 5 an der Querseite.
In einer weiteren Variante ist vorgesehen, das Distanzstück 5
aus mehreren Elementen 53, 54 aufzubauen. Die beiden Elemente
53, 54, die zum Beispiel wiederum als Blindbleche ausgebildet
sind, besitzen bei dieser Ausgestaltung ebenfalls schlitzförmi
ge Ausnehmungen 52, um ein Einschieben, insbesondere in den
Bereich der Befestigungsmittel 6, zu ergeben. Mit den Pfeilen
55, 57 sind wiederum die Ausbaurichtungen der beiden Elemente
53, 54 des Distanzstückes 5 angedeutet. Durch eine solche Aus
gestaltung ist das Distanzstück zum Beispiel nach vorne und
nach hinten herausziehbar. Natürlich ist es möglich, ein
Distanzstück auch aus drei oder mehreren Einzelteilen aufzubau
en, wobei diese wahlweise auch ohne schlitzförmige Ausnehmungen
52 ausgestattet sein können.
Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche
sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung
weitergehenden Schutzes.
Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen
weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Haupt
anspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches
hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung
eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale
der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden,
können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher
Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik
beansprucht werden.
Claims (18)
1. Linearantrieb, bestehend aus einem an einem Schlitten
angeordneten Primärteil beziehungsweise Sekundärteil,
wobei der Schlitten auf einem Führungssystem verschiebbar
ist, sowie aus einem ortsfesten Sekundärteil beziehungs
weise Primärteil, welcher mit dem Primärteil beziehungs
weise Sekundärteil derart zusammenwirkt, daß der
Schlitten auf dem Führungssystem bewegbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Primärteil (3) beziehungs
weise Sekundärteil (4) und Schlitten (1) ein Distanz
stück (5) angeordnet ist, das bei der Demontage des Pri
märteils (3) beziehungsweise Sekundärteil (4) vom Schlit
ten (1) entnehmbar ist und sich so der Abstand zwischen
Primärteil (3) und Sekundärteil (4) vergrößert.
2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Distanzstück (5) ein Blindblech (50) vorgesehen
ist.
3. Linearantrieb nach einem oder beiden der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzstück
(5) bzw. Blindblech (50) schlitzartige Aussparungen (52)
für Befestigungsmittel (6), die zwischen Schlitten (1)
und Primärteil (3) beziehungsweise Sekundärteil (4) vor
gesehen sind, aufweist.
4. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzstück
(5) ein- oder mehrteilig ist.
5. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Befestigungs
mittel (6) und/oder Positioniermittel eine Schraubenver
bindung (60, 62) vorgesehen ist.
6. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzstück
(5) eine Dicke von wenigen Millimetern, zum Beispiel von
zwei bis zehn Millimetern aufweist.
7. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (1)
in einer horizontalen, vertikalen oder geneigten Ebene
verfahrbar ist.
8. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Schlitten
(1) über- oder unterhalb des Primärteils (3), des Se
kundärteils (4) beziehungsweise des Führungssystems (2)
befindet.
9. Verfahren zur Demontage eines Primärteiles beziehungs
weise Sekundärteiles von einem auf einem Führungssystem
verschiebbaren Schlitten, wobei zwischen Primärteil be
ziehungsweise Sekundärteil und Schlitten ein Distanzstück
angeordnet ist und der Primärteil beziehungsweise Sekun
därteil durch Befestigungsmittel an dem Schlitten ge
halten ist, die zur Demontage derart gelöst werden, daß
das Distanzstück entnehmbar ist und dann der Primärteil
beziehungsweise Sekundärteil durch die Befestigungsmittel
oder sonstige Positioniermittel gegen den Schlitten be
wegt wird, wodurch ein Spalt zwischen Primärteil und
Sekundärteil derart entsteht, daß in diesem Spalt ein
Transportmittel für den Primärteil beziehungsweise Se
kundärteil angeordnet wird und dann die Befestigungs
mittel des Primärteils beziehungsweise Sekundärteil ganz
gelöst werden, um den Primärteil beziehungsweise Se
kundärteil mit dem Transportmittel von dem Schlitten
wegzubewegen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
während des Entnehmens des Distanzstückes der Primärteil
beziehungsweise Sekundärteil von dem Befestigungsmittel/
Positioniermittel gehalten wird.
11. Verfahren zur Montage eines Primärteiles beziehungsweise
Sekundärteiles an einem auf einem Führungssystem ver
schiebbaren Schlitten, wobei der Primärteil beziehungs
weise Sekundärteil auf einem Transportmittel liegend oder
anliegend an oder unter dem Schlitten positioniert wird,
wobei der Primärteil beziehungsweise Sekundärteil durch
Befestigungsmittel oder Positioniermittel von dem Schlit
ten gehalten wird und das Transportmittel vom Primärteil
beziehungsweise Sekundärteil entfernt wird, wobei dann
der Primärteil beziehungsweise Sekundärteil durch die Be
festigungsmittel oder Positioniermittel etwas von dem
Schlitten entfernt wird, um das Distanzstück zwischen
Primärteil beziehungsweise Sekundärteil und Schlitten
einzubringen und anzuordnen und hernach Primärteil be
ziehungsweise Sekundärteil und Schlitten mit dem Be
festigungsmittel fest miteinander verbunden werden.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als
Befestigungsmittel/Positioniermittel Schraubverbindungen
dienen.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als
Transportmittel eine aus nicht magnetisierbarem Material,
zum Beispiel Karton, Pappe, Kunststoff, bestehende
Unterlage dient.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
Transportmittel auf dem Sekundärteil beziehungsweise
Primärteil aufliegt.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Sicherungsvorrichtung vorgesehen ist, die die Entfernung
des Primärteiles beziehungsweise Sekundärteil vom
Schlitten derart begrenzt, daß der Primärteil beziehungs
weise Sekundärteil bei der Demontage/Montage nicht am
Sekundärteil beziehungsweise Primärteil anliegt.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicherungsvorrichtung mit den Befestigungsmitteln be
tätigt wird.
17. Werkzeugmaschine mit einem Linearantrieb nach einer oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 8.
18. Spanabhebende Werkzeugmaschine mit einem Linearantrieb
nach einem oder nach mehreren der Ansprüche 1 bis 8.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19910734A DE19910734A1 (de) | 1999-03-11 | 1999-03-11 | Linearantrieb und Verfahren zur Montage bzw. Demontage dieses Linearantriebes |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19910734A DE19910734A1 (de) | 1999-03-11 | 1999-03-11 | Linearantrieb und Verfahren zur Montage bzw. Demontage dieses Linearantriebes |
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Family
ID=7900516
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19910734A Ceased DE19910734A1 (de) | 1999-03-11 | 1999-03-11 | Linearantrieb und Verfahren zur Montage bzw. Demontage dieses Linearantriebes |
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| Country | Link |
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