DE19908492A1 - Versenktes Überführungsrohr für die Glaszuführung - Google Patents
Versenktes Überführungsrohr für die GlaszuführungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zuführung von
geschmolzenem Glas von einem Bereich eines Glasschmelzofens zu
einem anderen Bereich, und insbesondere auf ein verbessertes
Verfahren und eine Vorrichtung zur Zuführung von geschmolzenem
Glas durch ein versenktes Überführungsrohr innerhalb eines
Glasschmelztiegels unter gleichzeitiger Verhinderung der Korro
sion des Hitzeschildes um das versenkte Überführungsrohr herum.
Die übliche Methode, um Glas durch eine hitzebeständige Wand
innerhalb eines Glasschmelztiegels zu fördern, besteht darin,
einen in einem hitzebeständigen Block ausgebildeten Kanal zu
verwenden. Der Kanal oder das Überführungsrohr ist üblicherwei
se am Boden eines Brückenkörpers des Schmelzofens angeordnet
und dient dazu, das geschmolzene Glas aus einer Schmelzkammer
zu einem benachbarten Abscheider fließen zu lassen oder um das
Glas aus dem Schmelzofen abzuziehen, um es in einem Vorwärmofen
zu kühlen. Wenn sich geschmolzenes Glas auf beiden Seiten der
die verschiedenen Kammern trennenden Wand befindet, kann das
Überführungsrohr oder der Kanal einfach aus einem Loch in der
Wand bestehen. Wie auch immer, die Fleißbewegung des geschmol
zenen Glases neigt dazu, das Dach des hitzebeständigen Kanals
korrodieren zu lassen, und typischerweise ist der Bereich des
Überführungsrohres der erste Teil des Schmelzofens, der ver
schlissen ist.
Folglich ist die Lebensdauer von Glasschmelzöfen durch die Kor
rosion der Überführungsrohre, die die Schmelz- und die Klä
rungszonen oder -kammern sowie der Überführungsrohre, die die
Klärungszone und den Abscheider miteinander verbinden, be
stimmt. Die Klärungszone kann mit Temperaturen oberhalb 1500°C
betrieben werden, so daß die damit verbundenen Wände und Über
führungsrohre einer hohen Korrosion unterworfen sind. Das Dach
der Überführungsrohre ist der größten Korrosion unterworfen und
sogar ein gesinterter Zirkoniumblock ist mit der Zeit soweit
korrodiert, daß der Hitzeschild so dünn ist, daß ein Glasleck
auftreten kann.
Hitzebeständige Metallrohre, z. B. Molybdänrohre, wurden in der
Vergangenheit zur Förderung von Glas vom Boden des Tiegels
durch seine Seitenwand in einen Verteilungskanal verwendet, wie
in der US 4,029,887 von Spemulli gezeigt. Der Strom von ge
schmolzenem Glas durch ein Molybdänrohr verursacht eine sehr
geringe Korrosion in dem Rohr selbst, trotzdem kann die Korro
sion des umgebenden Hitzeschildes im Bereich des Durchtrittes
des Rohres durch die Seitenwand ausgeprägt sein. Die Ursache
für eine so hohe Korrosion ist in der Industrie als Aufwärts
bohrung bekannt. D.h., daß von einer horizontalen hitzebestän
digen Oberfläche, auf der Glas fließt, Blasen im Glas aufstei
gen werden bis sie auf die Oberfläche treffen. Die Blasen nei
gen dann dazu, eine Korrosion in Abhängigkeit vom Oberflächen
spannungsgradient der Blasen zu erzeugen und die Blasen bohren
dann im Endeffekt ein Loch in den Hitzeschild.
Die kompakten Korrosionsprodukte, die sich zwischen dem flie
ßenden Glas und dem korrodierten Hitzeschild gebildet haben,
fließen dann ab und frisches Glas dringt in den Bereich zwi
schen dem Rohr und dem Hitzeschild ein und wiederholt den Kor
rosionsprozeß. Wenn ein Molybdänrohr durch ein Loch in der Sei
tenwand des Glastiegels geführt ist, um geschmolzenes Glas aus
dem Tiegel abzuziehen, wie in dem Spremulli-Patent, wird der
Hitzeschild oberhalb des Rohres weiter fortfahren zu korrodie
ren, obwohl das Glas durch das Rohr fließt. Die Korrosion des
Hitzeschildes hält an, weil die kompakten Korrosionsprodukte
nicht am Abfließen gehindert werden. Eventuell ist der Hitze
schild, der das Glas vom wassergekühlten äußeren Rand des hit
zebeständigen und das Rohr umgebenden Metallflansches trennt,
zu klein und das Verfahren muß beendet werden, bevor ein Glas
leck auftritt.
US Patent Nr. 4,365,987 von Boettner erläutert die Verwendung
von wassergekühlten Molybdänflanschen, um Leckagen zwischen be
nachbarten Bereichen das Glaszuführsystem zu verhindern. Wie
auch immer, das Boettner-Patent ist in erster Linie auf ein
hitzebeständiges Metall-Glas-Fördersystem aus Molybdän gerich
tet, das den Glasfluß vom Schmelzofen zum Vorwärmofen mittels
eines eingebauten Flußmeßgerätes überwacht. Der Einlaß zum
Flußkontrollsystem liegt auf einer Ebene oberhalb des Bodens
des Schmelzofens und es fehlt an Einrichtungen, die Korrosion
des hitzebeständigen Blocks im Bereich des Einlaßendes des Zu
führrohres zu verhindern oder tatsächlich zu unterbinden. Folg
lich bestimmt die Korrosion der hitzebeständigen Wand, durch
die das Rohr geführt ist, die Lebensdauer des Zuführsystems.
Im Laufe der Zeit wurden Versuche unternommen, Überführungsroh
re in Glasschmelzöfen einzusetzen, die durch Rohre aus hitzebe
ständigem Metall, wie z. B. Molybdän, geschützt waren. Wie auch
immer, diese Versuche waren nicht vollständig erfolgreich, da
keine Anstrengungen unternommen wurden, das hitzebeständige Ma
terial, das die Zuführung umgab, gegen die Korrosionseffekte
des Glases auf der Außenseite der Zuführung, angrenzend an das
umgebende hitzebeständige Material, zu schützen. Die Verwendung
eines wassergekühlten Flansches im Bereich der Zuführung hat
dazu beigetragen, den vollständigen Durchfluß des geschmolzenen
Glaser über die Länge der Zuführung zu unterbinden, konnte aber
die Korrosion des hitzebeständigen Materials im Bereich der
Einlaß- und Auslaßenden und entlang der oberen Oberfläche der
Zuführung nicht verhindern. Die vorliegende Erfindung ist dar
aufgerichtet, diese Mängel zu beseitigen.
Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zum tatsächlichen Unterbinden
oder Verhindern der Korrosion des hitzebeständigen Materials im
Bereich eines hitzebeständigen Metallzuführsystems innerhalb
einer Glasschmelzofen anzugeben.
Die vorliegende Erfindung erläutert ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Zuführen von geschmolzenem Glas von einer Zone
oder Kammer eines Glasschmelzofens in eine andere Zone oder
Kammer durch ein versenktes Überführungsrohr unter gleichzeiti
ger Verhinderung und tatsächlichem Unterbinden schädlicher Kor
rosion des einen Bereich des Überführungsrohres bildenden hit
zebeständigen Materials. Ein hitzebeständiges Metallrohr oder
ein Kanal ist innerhalb des Überführungsrohres auf einer Ebene
unterhalb der Ebene des Schmelzofenbodens auf beiden Seiten ei
ner Trennwand zwischen den benachbarten Kammern angeordnet. Ein
vertikales, unten geschlossenes Rohr oder ein Kanal, im weite
ren als Standrohr bezeichnet, ist an beiden Enden der hitzebe
ständigen Metallzuführung angeordnet, die beide ein oberes,
über den Boden des Schmelzofens vorstehendes Ende aufweisen, so
daß das geschmolzene Glas das versenkte Überführungsrohr infol
ge des oberen Vorstehens der Standrohre an einem Punkt oberhalb
des Bodens des Schmelzofens betritt und verläßt.
Folglich gerät das Glas zwischen den hitzebeständigen Metall
teilen des Zuführsystems und dem umgebenden Hitzeschild ins
Stocken und wird sich schließlich mit den Korrosionsprodukten
anreichern. Infolge der Anreicherung des Glases mit den Korro
sionsprodukten im Bereich des Zuführsystems und aufgrund der
Tatsache, daß solche Produkte aufstauende Eigenschaften aufwei
sen, erfolgt kein Abfließen der Korrosionsprodukte, was es fri
schem Glas ermöglichen würde, es zu ersetzen und somit weitere
Korrosion zu erzeugen. Es ist diese Anreicherung und der feh
lendes Fluß, der weitere Korrosion des benachbarten Hitzeschil
des hemmt oder tatsächlich verhindert. Folglich besteht ein
Hauptaspekt der vorliegenden Erfindung darin, die kompakten
Korrosionsprodukte am Abfließen aus dem Bereich der Zuführung
zu hindern und dadurch die Anlagerung von frischem Glas zu ver
hindern. Es ist die Verwendung von Standrohren am Ende eines
Kanals, dessen oberer Bereich unterhalb der Ebene des Schmelz
ofenbodens liegt, der das Verharren der Korrosionsprodukt vor
Ort bewirkt und verhindert, daß zusätzliches Glas in den Be
reich fließt und zusätzliche Korrosion erzeugt.
Fig. 1 ist ein Teil eines schematischen Vertikalschnittes und
zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung des versenkten Überfüh
rungsrohres für die Glasförderung nach der vorliegenden Erfin
dung.
Bezogen auf die Zeichnung ist ein Ausschnitt eines Glasschmelz
ofens 10 mit zwei Zonen oder Kammern 12, 14 zu sehen, die durch
einen Brückenkörper 16 voneinander getrennt sind, der ein ver
senktes Überführungsrohr 18 umfaßt, welches eine Verbindung
zwischen den benachbarten Kammern 12 und 14 herstellt. Sowohl
die durch den Boden des oberen Blockes 26 bestimmte Oberseite
als auch die Unterseite 20 des versenkten Überführungsrohres 18
befinden sich unterhalb der Ebene des Bodens 22 der beiden Kam
mern 12 und 14. Das versenkte Überführungsrohr 18 ist in dem
Brückenkörper 16 ausgebildet und von hitzebeständigen Seiten
wandblöcken (nicht dargestellt), unteren Blöcken 24 und oberen
Blöcken 26 umgeben.
Ein Rohr oder ein Kanal 28 aus hitzebeständigem Metall ist in
dem versenkten Überführungsrohr 18 angeordnet, und erste und
zweite aus hitzebeständigem Metall bestehende, vertikal ausge
richtete Rohre oder Kanäle mit geschlossenen Böden, im weiteren
als Standrohre 30a und 30b bezeichnet, sind in Ausnehmungen 32
angeordnet, die in den Böden der Kammern 12 und 14 im Anschluß
an die Enden des versenkten Überführungsrohres 18 ausgebildet
sind. Jedes der Standrohre 30a und 30b umfaßt Flanschabschnitte
34, die an abgesetzten Endabschnitten 36 des aus hitzebeständi
gem Metall bestehenden Rohres oder Kanals 28 befestigt sind, um
eine auslaufsichere Dichtung zu bilden. Das obere Ende 38 der
aus hitzebeständigem Metall bestehenden Standrohre 30a und 30b
erstreckt sich über die Ebene des Bodens 22 der Kammern 12 und
14 hinaus, und ein offener Seitenwandabschnitt 40 der Standroh
re 30a und 30b, der über Flansche 34 dicht mit dem Kanal 28
verbunden ist, ermöglicht eine offene Verbindung zwischen dem
Inneren des Kanals 28 und den Standrohren 30a und 30b am Ein
laß- und am Auslaßende des Kanals.
Ein Flansch 42 aus hitzebeständigem Metallmaterial ist am äuße
ren Umfang des Kanals 28 mittels einer leckdichten Verbindung
angeordnet. Dieser Flansch soll verhindern, daß geschmolzenes
Glas an der Außenseite des Kanals entlangfließt, da dieser
Glasfluß die hitzebeständigen Blöcke 24 und 26 korrodieren
läßt. Die äußere Ecke des Flansches 42 ist durch einen wasser
gekühlten Ring 44 gegen Oxidation geschützt. Bei Bedarf kann
ein Inertgas in den Ring 44 geblasen werden, um ein Eindringen
von Luft zu verhindern. Eine Vielzahl von Reinigungsgasrohren
46 ist innerhalb des Überführungsrohres 18 und der Ausnehmungen
32 unterhalb des Rohres 28 und der Standrohre 30a und 30b vor
gesehen, um den aus hitzebeständigem Metall bestehenden Kanal
28 und die Standrohre 30a und 30b solange gegen Oxidation zu
schützen, bis geschmolzenes Glas die hitzebeständigen Metall
teile umgeben konnte.
Obwohl bei der vorliegenden Erfindung ein hitzebeständiges Me
tall wie Molybdän (Moly) bevorzugt als hitzebeständiges Metall
für das Rohr oder den Kanal 28 und die Standrohre 30a und 30
verwendet wird, können auch andere Materialien wie Wolfram,
Tantal, Rhenium, Niob, Stahl oder Stahllegierungen verwendet
werden. Ebenso können Edelmetalle, wie Platin und Rhodium oder
deren Legierungen verwendet werden, wenn dies sachdienlich ist.
Da Molybdän oberhalb von 550°C schnell oxidiert, muß es gegen
Oxidation geschützt werden bis es vollständig von geschmolzenen
Glas umgeben ist. Die übliche Praxis besteht darin, den Boden
des Schmelzofens vollständig mit Glasbruch zu bedecken, so daß
der Molybdänkanal 28 und die Molybdänstandrohre 30a und 30b
ebenfalls mit Glasbruch bedeckt sind. Wenn sich dann der
Schmelzofen erhitzt, schmilzt der Glasbruch und schließt den
Kanal und die Standrohre dicht gegen Sauerstoff ab. Zusätzlich
leiten zwei Reinigungsgasrohre 46 neben dem Kanal 28 während
des Anfahrens ein Inertgas oder ein Formiergas (8% H2, 92% N2)
in den den Kanal umgebenden Hohlraum. Zusätzlich leiten Reini
gungsgasrohre 46 Inertgas zu den Ausnehmungen 32 um die Mo
lybdänstandrohre 30a und 30b. Während des Anfahrens sind, wie
vorstehend erläutert, der Kanal und die Standrohre mit Glas
bruch bedeckt, und Inertgas umströmt den Kanal 28, die Stand
rohre 30a und 30b und den Flansch 42 zum Schutz der Molybdän
oberflächen gegen Oxidation bis zu einem Zeitpunkt, an dem der
Glasbruch geschmolzen ist und über die Molybdänoberflächen
fließt und das Molybdän gegen die Angriffe des Sauerstoffs ab
dichtet. Wenn das geschmolzene Glas erst einmal den Kanal, die
Standrohre und den Molybdänflansch umgibt, wirkt das geschmol
zene Glas als Dichtung und wird das Molybdän gegen Oxidation
schützen. Weiterhin wird das geschmolzene Glas an der Außensei
te des Kanals entlangfließen bis es den Stahlring 40 berührt,
wo der gekühlte Ring das Glas erstarren läßt und so ein weite
res Fließen verhindert.
Wenn im Betrieb das thermoplastische Material, wie geschmolze
nes Glas, von der Kammer 12 in die Kammer 14 fließt, folgt es
der Richtung der Pfeile a dergestalt, daß es über das obere
Ecke 38 des ersten Standrohres 30a durch eine mit dem Einlaßende
des Kanals 28 in Verbindung stehende und in dessen Seitenwand
angeordnete Öffnung 40 fließt, dann durch eine zweite mit dem
Auslaßende des Kanals 28 in Verbindung stehende Öffnung 40 in
das zweite Standrohr 30b eintritt und anschließend über die
obere Ecke 38 des zweiten Standrohres in die Kammer 14 gelangt.
Die Kammer 12 kann eine Schmelzzone und die Kammer 14 eine Klä
rungszone sein, oder als Alternative kann die Kammer 12 eine
Klärungszone und die Kammer 14 ein Abscheider sein, da das Be
schickungssystem der vorliegenden Erfindung für beide genannten
Möglichkeiten verwendet werden kann.
Die Tatsache, daß der aus hitzebeständigem Metall bestehende
Kanal oder das Rohr 28 unterhalb der Ebene des Bodens 22 der
Kammern 12 und 14 angeordnet ist und sich die oberen Enden oder
Öffnungen 38 der Standrohre 30a und 30b oberhalb der Ebene des
Bodens 12 der benachbarten Kammern 12 und 14 befinden, erzeugt
angestautes Glas um die Einlaß- und die Auslaßenden des Kanals
28. Da bedeutet, daß sich angestaute Glas nicht nur in den Aus
nehmungen 32 zwischen den Standrohren 30a und 30b und dem be
nachbarten hitzebeständigen Block bildet, sondern vielmehr bil
det sich angestautes Glas auch in dem Bereich 50 zwischen der
oberen Wände der Standrohre 30a und 30b und dem benachbarten
oberen Block 26. Indem man das Glas sich um die oberen Wände
des Kanals herum anstauen läßt, verhindert man, daß Korrosions
produkte, die schwer sind, von dem Kanal abfließen, was wieder
um verhindert, daß sie durch frisches Glas ersetzt werden. Da
die Molybdänstandrohre 30a und 30b das geschmolzene Glas zu ei
nem Punkt oberhalb der Ebene der Böden 22 der Schmelzofens 10
fördern, ist das Glas zwischen den Molybdänteilen und dem umge
benden Hitzeschild angestaut und wird eventuell mit Korrosions
produkten angereichert. Die Standrohre an beiden Enden des Ka
nals 28 lassen nicht zu, daß hitzebeständige Korrosionsprodukte
durch den Glasfluß durch das Rohr mitgerissen werden. Tatsäch
lich wird der Hohlraum um das Rohr die Korrosionsprodukte sam
meln, die sich dann am Boden des Schmelzofens absetzen. Die an
gereicherten Korrosionsprodukte zwischen dem Kanal und dem um
gebenden Hitzeschild und der fehlende Fluß dazwischen wird dann
weitere Korrosion des angrenzenden hitzebeständigen Blockes
verhindern, da frisches Glas, das weitere Korrosion verursachen
würde, am Zutritt zu diesem Bereich gehindert ist.
Wenn ein Auskleiden des Boden des Schmelzofens mit Glasbruch
beim Anfahren als Belag und als Schutz des Molybdänkanals und
der Standrohre gegen Oxidation nicht durchführbar ist, z. B.
wenn es notwendig ist, bei hoher Temperatur in einer verdämm
ten, festgestampften Mischung o. dgl. zu feuern, kann eine Ab
flußrinne oder ein Abflußgraben 52 über die Breite des Schmelz
ofens 10 durch eine Einfassung 54 vorgesehen sein. Die Abfluß
rinne 52, die zwischen der Einfassung 54 und dem Brückenkörper
16 gebildet ist, hat einen Boden 56 auf den gleichen Ebene wie
der Boden 22. Beim Anfahren ist die Abflußrinne mit Glasbruch
gefüllt und Inertgas ist über die Reinigungsgasrohre 46 zuge
führt, so daß nach dem Schmelzen des Glasbruches ausreichend
geschmolzenes Glas vorhanden ist, um die Oberflächen des Mo
lybdänkanals 28 und der Standrohre 30a und 30b zu bedecken, so
daß deren Oberflächen gegen Oxidation geschützt sind.
Obwohl ich eine neue bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung er
läutert habe, ist es für Fachleute offensichtlich, daß ver
schiedene Abänderungen und Abwandlungen möglich sind, ohne den
in den beigefügten Ansprüchen angegebenen Rahmen und Bereich zu
verlassen.
Claims (19)
1. Verfahren zum Zuführen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr unter gleichzeitiger Verhinderung
der Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, welches
umfaßt:
- - Fließen eines geschmolzenen thermoplastischen Materials von einer ersten Kammer in ein erstes hitzebeständiges Metall standrohr auf einer Ebene oberhalb der Ebene des Bodens der besagten ersten Kammer,
- - Fließen des geschmolzenen thermoplastischen Materials von besagtem ersten Standrohr zu einem Einlaßende eines hitzebe ständigen Metallkanals, der auf einer Ebene unterhalb der Ebene des Bodens von besagter ersten Kammer und des Bodens einer zweiten Kammer angeordnet ist,
- - Fließen des geschmolzenen thermoplastischen Materials von einem Auslaßende von besagtem Kanal in ein zweites hitzebe ständiges Metallstandrohr, und
- - Fließen des geschmolzenen thermoplastischen Materials aus wärts von besagtem zweiten Standrohr in besagte zweite Kam mer auf einer Ebene oberhalb der Ebene des Bodens von besag ter zweiter Kammer.
2. Verfahren zum Zuführen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr unter gleichzeitiger Verhinderung
der Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß
Anspruch 1 umfassend die Schritte:
- - Bilden von hitzebeständigen Korrosionsprodukten um die hit zebeständigen Metallteile herum,
- - Verhindern des Abfließens besagter Korrosionsprodukte von diesen Teilen, und
- - dadurch Verhindern, daß frisches geschmolzenes thermoplasti sches Material diese Korrosionsprodukte ersetzt, was weitere Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres erzeugen würde.
3. Verfahren zum Zuführen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr unter gleichzeitiger Verhinderung
der Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß
Anspruch 1 umfassend die Schritte:
- - Bildung eines Bereiches von stockendem geschmolzenem ther moplastischen Material um besagten hitzebeständigen Metall kanal herum, und
- - Verhinderung, daß die hitzebeständigen Korrosionsprodukte von dem durch besagten Kanal fließenden geschmolzenen ther moplastischen Material von dort entfernt werden.
4. Verfahren zum Zuführen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr unter gleichzeitiger Verhinderung
der Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß
Anspruch 1 umfassend die Schritte:
- - Stockenlassen von geschmolzenem thermoplastischen Material zwischen besagtem Kanal und dem hitzebeständigen Überfüh rungsrohr,
- - Anreichern von besagtem stockendem Material mit Korrosions produkten, und
- - Verhindern des Flusses von zusätzlichem geschmolzenen ther moplastischen Material um besagten Kanal herum, mit dem Ziel weitere Korrosion des umgebenden hitzebeständigen Überfüh rungsrohrmaterials zu verhindern.
5. Verfahren zum Zuführen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr unter gleichzeitiger Verhinderung
der Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß
Anspruch 1 umfassend den Schritt des Fließens von geschmolzenem
thermoplastischen Material in Form von geschmolzenem Glas von
einer ersten Kammer in einem Glasschmelzofen zu einer zweiten
Kammer in besagtem Glasschmelzofen durch ein hitzebeständiges
Überführungsrohr, das untergetaucht ist unterhalb der Ebene des
Bodens besagter Kammern.
6. Verfahren zum Zuführen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr unter gleichzeitiger Verhinderung
der Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß
Anspruch 1 umfassend die Schritte:
- - Fließen lassen des geschmolzenen thermoplastischen Materials in Form von geschmolzenem Glas von einer ersten Kammer in einem Glasschmelzofen zu einer zweiten Kammer in besagtem Glasschmelzofen durch ein erstes Standrohr aus hitzebestän digem Molybdän-Material, einen Kanal aus hitzebeständigem Molybdän-Material und ein zweites Standrohr aus hitzebestän digem Molybdän-Material;
- - Stockenlassen von geschmolzenem Glas im Bereich um besagten Kanal herum; und
- - Verhindern des Abfließens von geschmolzenem Glas von besag ten Molybdänteilen, so daß frisches geschmolzenes Glas nicht in den Stockungsbereich eindringen kann.
7. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, umfassend
- - eine erste Kammer mit einem ersten Boden,
- - eine zweite Kammer mit einem zweiten Boden,
- - ein hitzebeständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten ersten und zweiten Kammern eine Verbindung herstellt, mit mindestens einer Oberfläche auf einer Ebene unterhalb der Ebene von besagtem ersten Boden und besagtem zweiten Boden,
- - hitzebeständige Metallkanalmittel, die in besagtem Überfüh rungsrohr angeordnet sind und die ein Einlaßende und ein Auslaßende aufweisen,
- - Einlaßmittel zur Erzeugung eines Stockungsbereichs von ge schmolzenem thermoplastischen Material zwischen dem Einla ßende von besagten Kanalmitteln und dem umgebenden hitzebe ständigen Überführungsrohr, und zur Aufnahme eines Flusses von geschmolzenem thermoplastischen Material von besagter erster Kammer und zum Zuführen dieses Flusses zum Einlaßende besagter Kanalmittel und
- - Auslaßmittel zur Erzeugung eines Stockungsbereichs von ge schmolzenem thermoplastischen Material zwischen dem Auslaß ende von besagten Kanalmitteln und dem umgebenden hitzebe ständigen Überführungsrohr, und zur Aufnahme des Flusses von geschmolzenem thermoplastischen Material von dem Auslaßende von besagten Kanalmitteln und zum Zuführen dieses Flusses zu besagter zweiter Kammer.
8. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 7, wobei besagte Kanalmittel innerhalb von besagtem
Überführungsrohr unterhalb der Ebene von besagtem ersten und
zweiten Boden angeordnet sind.
9. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 7, wobei besagte Einlaßmittel ein oberes Ende zur Auf
nahme des Flusses von geschmolzenem thermoplastischen Material
aus besagter erster Kammer aufweisen, das auf einer Ebene ober
halb der Ebene von besagtem ersten Boden angeordnet ist.
10. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 7, wobei besagte Auslaßmittel ein oberes Ende zur Auf
nahme des besagten Flusses von geschmolzenem Material aus dem
Auslaßende von besagten Kanalmitteln zu besagter zweiter Kammer
aufweisen, das auf einer Ebene oberhalb der Ebene von besagtem
zweiten Boden angeordnet ist.
11. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 7, wobei besagte Einlaßmittel und besagte Auslaßmittel
aus hitzebeständigem Material bestehen und mit entgegengesetz
ten Enden von besagten hitzebeständigen Metallkanalmitteln über
leckdichte Anschlüsse verbunden sind.
12. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 11, wobei angestautes thermoplastisches Material die
hitzebeständigen Metallteile umgibt.
13. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 7, wobei wassergekühlte Flanschmittel um besagte Kanal
mittel herum zwischen seinen Enden vorgesehen sind, um den Ma
terialfluß entlang der Außenseite des Kanals zu unterbinden.
14. Vorrichtung zum Fließen von geschmolzenem thermoplastischen
Material von einer Kammer zu einer anderen durch ein hitzebe
ständiges Überführungsrohr, das zwischen besagten Kammern eine
Verbindung herstellt, unter gleichzeitiger Verhinderung der
Korrosion des hitzebeständigen Überführungsrohres, gemäß An
spruch 7, wobei besagte erste Kammer eine Schmelzkammer eines
Glasschmelzofen ist und besagte zweite Kammer eine Klärungskam
mer des besagten Schmelzofens ist, und besagte Einlaß- und be
sagte Auslaßmittel Standrohre sind, die mit je einem Ende von
besagten Kanalmitteln verbunden sind, damit geschmolzenes Glas
zwischen gesagter Schmelz- und Klärungskammer fließen kann.
15. Zuführsystem zum Zuführen von geschmolzenem Glas aus einer
Zone eines Glasschmelzofens durch ein hitzebeständiges Überfüh
rungsrohr zu einer anderen Zone des Glasschmelzofens, unter
gleichzeitiger Verhinderung der Korrosion des Überführungsroh
res, umfassend:
- - eine erste Zone mit einem ersten Boden,
- - eine zweite Zone mit einem zweiten Boden,
- - ein hitzebeständiges Überführungsrohr, das zwischen besagter erster Zone und besagter zweiter Zone eine Verbindung her stellt, mit einer oberen Oberfläche auf einer Ebene unter halb der Ebene von besagtem ersten und zweiten Boden,
- - korrosionsbeständige Kanalmittel, die in besagtem hitzebe ständigen Überführungsrohr derart angeordnet sind, daß sie zumindest teilweise auf einer Ebene unterhalb der Ebene von besagtem ersten und zweiten Boden liegen, und die ein Ein laßende und ein Auslaßende aufweisen,
- - korrosionsbeständige Einlaßmittel, die mit dem Einlaßende von besagten Kanalmitteln verbunden sind zur Aufnahme eines Flusses von geschmolzenem Glas aus besagter erster Zone auf einer Ebene oberhalb der Ebene von besagtem ersten Boden und zum Zuführen dieses Flusses zu dem Einlaßende von besagten Kanalmitteln, und
- - korrosionsbeständige Auslaßmittel, die mit dem Auslaßende von besagten Kanalmitteln verbunden sind zur Aufnahme des Flusses von geschmolzenem Glas von dem Auslaßende besagter Kanalmittel und zum Zuführen dieses Flusses zu besagter zweiter Zone auf einer Ebene oberhalb der Ebene von besagtem zweiten Boden.
16. Zuführsystem zum Zuführen von geschmolzenem Glas aus einer
Zone eines Glasschmelzofens durch ein hitzebeständiges Überfüh
rungsrohr zu einer anderen Zone des Glasschmelzofens, unter
gleichzeitiger Verhinderung der Korrosion des Überführungsroh
res, nach Anspruch 15, wobei besagte Einlaßmittel Mittel umfas
sen, die über die Ebene von besagtem ersten Boden überstehen,
um einen Bereich von gestautem Glas um das Einlaßende von be
sagten Kanalmitteln herum zu erzeugen und um ein Abfließen die
ses gestauten Glases von dort zu verhindern, und wobei besagte
Auslaßmittel Mittel umfassen, die über die Ebene von besagtem
zweiten Boden überstehen, um einen Bereich von gestautem Glas
um das Auslaßende von besagtem Kanal herum zu erzeugen und um
ein Abfließen dieses gestauten Glases von dort zu verhindern.
17. Zuführsystem zum Zuführen von geschmolzenem Glas aus einer
Zone eines Glasschmelzofens durch ein hitzebeständiges Überfüh
rungsrohr zu einer anderen Zone des Glasschmelzofens, unter
gleichzeitiger Verhinderung der Korrosion des Überführungsroh
res, nach Anspruch 16, wobei gesagte korrosionsbeständige Mit
tel aus Molybdän mit offener Verbindung untereinander bestehen
und untereinander mit leckdichten Anschlüssen verbunden sind,
um geschmolzenes Glas am Eindringen in die angestauten Bereiche
zu hindern.
18. Zuführsystem zum Zuführen von geschmolzenem Glas aus einer
Zone eines Glasschmelzofens durch ein hitzebeständiges Überfüh
rungsrohr zu einer anderen Zone des Glasschmelzofens, unter
gleichzeitiger Verhinderung der Korrosion des Überführungsroh
res, nach Anspruch 15, wobei sich eine Abflußrinne über die
Breite von zumindest einer der gesagten Zonen erstreckt, die
eine Bodenfläche auf der gleichen Ebene wie der Boden der Zone
aufweist und die durch eine Einfassung und einen Brückenkörper
oberhalb des hitzebeständigen Überführungsrohres gebildet ist.
19. Zuführsystem zum Zuführen von geschmolzenem Glas aus einer
Zone eines Glasschmelzofens durch ein hitzebeständiges Überfüh
rungsrohr zu einer anderen Zone des Glasschmelzofens, unter
gleichzeitiger Verhinderung der Korrosion des Überführungsroh
res, nach Anspruch 15, wobei eine der besagten Zonen ein Vor
wärmofen ist.
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