DE19904055A1 - Teilbare Schere für die minimal invasive und allgemeine Chirurgie - Google Patents
Teilbare Schere für die minimal invasive und allgemeine ChirurgieInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine teilbare Schere mit Sicherungsverriegelung für den Einsatz bei der minimal invasiven und allgemeinen Chirurgie.
Description
In der minimal invasiven Chirurgie sind Scheren bekannt, deren
beide Arme isoliert sind und durch Anschluß an eine
hochfrequente Spannungsquelle neben der Schneidwirkung auch
gleichzeitig durch die Einwirkung des elektrischen Stroms die
geschnittenen Gewebeteile koagulieren und damit z. B. gegen
weitere Blutungen verschließen. Die dünnen Scherblätter werden
aber mangels exakter Führung leicht verbogen und können dann
ihre scherende Wirkung, die auch auf dem gleitenden Ablauf der
beiden Schneiden gegeneinander beruht, nicht mehr richtig
entfalten. Das Scherengelenk dient nicht nur allein als
Drehachse, sondern muß auch noch den achsiale Pressdruck zur
Anpressung der beiden Scherblätter gegeneinander aufbringen. Bei
den bipolaren Scheren beeinflußt die notwendige Pressung des
Gelenks Probleme mit der Isolation, sodaß Kurzschlüsse auftreten
können.
Andererseits sind teilbare Scheren bekannt, deren Gelenk in der
Art eines Schlüssels und einem entsprechenden Schlüsselloch
ausgeführt ist. Diese Art der Ausführung hat den Nachteil, die
Scherenarme nicht ausreichend zu führen und gegen Aufspreizen zu
sichern. Auch ist hier die ausreichende Isolierung der Arme
gegeneinander nicht dauerhaft gesichert.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die
Schere so umzugestalten, daß die Nachteile bekannter Systeme
vermieden werden. Dazu werden die Scherenarme durch ein Gelenk
X-förmig zu einer echten. Schere verbunden. Dieses Gelenk ist
so ausgebildet, daß die Scherenarme einerseits sich leicht
drehen lassen, für bipolare Anwendung leicht zu isolieren sind
und andererseits leicht auseinander genommen werden können. Zur
Sicherung gegen auseinanderfallen der Scherenarme im normalen
Gebrauch und zur Unterstützung der Schneidwirkung durch
gleitende Bewegung der Schneiden aufeinander erhalten die
Scherenarme in unmittelbarer Nähe des Gelenks je eine
rechtwinklig abgebogene Lasche, die den jeweils anderen
Scherenarm umgreift, ihn während des Schneidens führt, die Arme
gegeneinander preßt und die Schere gegen Auseinanderfallen
sichert. Zum Auseinandernehmen der Schere wird sie soweit
geöffnet, daß die Laschen frei liegen und die Schere auseinander
genommen werden kann.
Die Ausbildung der Schere mit einem Gelenk in unmittelbarer Nähe
der Schneiden verleiht der Schere eine hohe Stabilität und sorgt
für eine effektive Wirkung, auch weil die Gefahr der Verbiegung
wesentlich verringert wird. Die Laschen sichern die Schere vor
dem Auseinanderfallen im normalen Gebrauch und pressen die
Scherenarme gegeneinander, sichern einen gleitenden Schnitt und
verhindern das Aufbiegen der Schere beim Schneiden von zähem
Gewebe. Die Trennbarkeit der Scherenarme ist die Voraussetzung
für eine leichte Reinigung des Geräts.
Weitere Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
aufgeführt.
Fig. 1 zeigt schematisch eine mögliche Ausführungsform der Er
findung. Dabei bezeichnet (1) die Scherenarme, (2) das
Scherengelenk, (3) und (4) die Laschen zur Sicherung der
Scherenteile. Weitere an sich bekannte Teile des Instruments,
insbesondere der Betätigungsmechanismus mit den Handgriffen sind
weggelassen.
Claims (8)
1. Schere, dadurch gekennzeichnet, daß die Scherenarme x-förmig
über ein lösbares Gelenk verbunden sind, ein Scherenarm in der
Nähe des Gelenks zwei rechtwinklig gebogene Laschen enthält,
die den anderen Scherenarm umgreifen.
2. Schere, dadurch gekennzeichnet, daß beide Scherenarme jeweils
in der Nähe des Gelenks eine rechtwinklig gebogene Lasche
enthalten, die den jeweils anderen Scherenarm umgreift.
3. Schere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Laschen vor dem Gelenk angebracht sind.
4. Schere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Laschen hinter dem Gelenk angebracht sind.
5. Schere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Lasche vor dem Gelenk und eine Lasche hinter dem Gelenk
angebracht ist.
6. Schere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schere durch Isolation sich berührender Teile als bipolare
Schere ausgebildet ist.
7. Schere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scherenarme gekröpft sind.
8. Schere nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidenteil auswechselbar
ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904055A DE19904055A1 (de) | 1998-11-05 | 1999-02-02 | Teilbare Schere für die minimal invasive und allgemeine Chirurgie |
| EP99957998A EP1126790B1 (de) | 1998-11-05 | 1999-11-05 | Medizinisches instrument zum schneiden von gewebe im menschlichen oder tierischen körper |
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| DE59912404T DE59912404D1 (de) | 1998-11-05 | 1999-11-05 | Medizinisches instrument zum schneiden von gewebe im menschlichen oder tierischen körper |
| US09/849,082 US6458129B2 (en) | 1998-11-05 | 2001-05-04 | Medical instrument for cutting tissue in the human or animal body |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE19851006A DE19851006A1 (de) | 1998-11-05 | 1998-11-05 | Teilbare Schere für die minimal invasive Chirurgie |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19904055A1 true DE19904055A1 (de) | 2000-09-28 |
Family
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| DE19904055A Ceased DE19904055A1 (de) | 1998-11-05 | 1999-02-02 | Teilbare Schere für die minimal invasive und allgemeine Chirurgie |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE19904055A1 (de) |
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1999
- 1999-02-02 DE DE19904055A patent/DE19904055A1/de not_active Ceased
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