DE19902324A1 - Hochdruckpumpe - Google Patents
HochdruckpumpeInfo
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Abstract
Offenbart ist eine Hochdruckpumpe, insbesondere eine Radialkolbenpumpe mit mindestens einer Pumpeinheit, deren Kolben über einen Gleitschuh auf einem Exzenterring einer Antriebswelle abgestützt ist. Zur Lagesicherung des Exzenterrings ist in der Pumpeinheit ein Stützkolben angeordnet, der über eine Druckfeder gegen den Exzenterring vorgespannt ist. Die Axialbewegung des Stützkolbens wird über eine Haltescheibe auf den Kolben der Pumpeinheit übertragen. Der Stützkolben liegt dabei direkt oder über die Mitnahmescheibe oder auf sonstige Weise auf dem Gleitschuh auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Hochdruckpumpe, insbesonde
re eine Radialkolbenpumpe gemäß dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1.
Radialkolbenpumpen werden zur Erzeugung hoher Drücke,
beispielsweise als Kraftstoffhochdruckpumpe in Common-Rail-
Einspritzsystemen eingesetzt. Diese Pumpen zeichnen sich
durch geringe Leckage und einen hohen volumetrischen Wir
kungsgrad aus, wobei der vergleichsweise einfache konstruk
tive Aufbau es ermöglicht, Dichtspalte mit den zur Minimie
rung der Leckage erforderlichen Fertigungstoleranzen auszu
führen.
Die DE 197 27 294 A1 zeigt eine gattungsgemäße Hoch
druckpumpe, bei der beispielsweise drei oder fünf von einer
Exzenterwelle angetriebene Pumpeinheiten in einem Pumpenge
häuse aufgenommen sind. Jede der Pumpeinheiten hat einen in
einem Verdrängergehäuse geführten Kolben, der über einen
Gleitschuh auf einem Exzenterring aufliegt, der drehbar auf
einem Exzenter der Exzenterwelle gelagert ist. Dabei liegt
der Gleitschuh auf einer Abflachung des Exzenterrings auf.
Während der Drehung der Antriebswelle wird der Exzenterring
mit der Abflachung senkrecht zur Kolbenachse verschoben, so
daß eine entsprechende Relativbewegung und die damit ver
bundene Reibung zwischen dem Gleitschuh und dem Exzenter
ring entsteht. Bei hohen Drehzahlen kann diese Relativbewe
gung und die damit verbundene Reibung zwischen Exzenterring
und Gleitschuh zu einem Kippen des Exzenterrings und damit
zu einer Zerstörung der Pumpe führen. Um dies auszuschlie
ßen, wird beim Stand der Technik ein Stützkolben im Ver
drängergehäuse gelagert, der den Kolben im Abstand umgreift
und der über eine Druckfeder gegen den Exzenterring vorge
spannt ist, so daß ein Kippen oder Verdrehen des Exzenter
ringes praktisch ausgeschlossen ist. Bei dieser Konstruk
tion ist der Kolben über eine Haltescheibe mit dem Stütz
kolben verbunden, so daß der Kolbenauszug, d. h. die Bewe
gung des Kolbens in Radialrichtung nach innen im wesentli
chen durch die Ankoppelung an den Stützkolben bewirkt wird,
der über die Druckfeder gegen den Exzenterring vorgespannt
wird.
Problematisch bei dieser Konstruktion ist, daß die vor
beschriebenen Relativbewegungen auch zwischen dem Exzenter
ring und dem Stützkolben erfolgen, so daß der Anlagebereich
an den Exzenterring einem besonderen Verschleiß unterworfen
ist. Dieser Verschleiß läßt sich zwar durch Auswahl einer
geeigneten Gleitpaarung verringern, insbesondere bei Anwen
dungen in der Automobiltechnik reichen die erzielbaren
Standzeiten der Pumpe, ohne daß eine Wartung mit einem Er
satz der Verschleißteile erforderlich ist, nicht aus.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Hochdruckpumpe zu schaffen, bei der der Verschleiß
verringert ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Hochdruckpumpe mit den
Merkmalen des Patentanspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird der Stützkolben - nicht wie beim
Stand der Technik - auf dem Exzenterring sondern auf dem
Gleitschuh abgestützt, so daß es zu keiner wesentlichen Re
lativbewegung quer zur Stützkolbenachse im Anlagebereich
des Stützkolbens kommen kann. D. h., die Stützkraft des
Stützkolbens wird über den Gleitschuh auf den Exzenterring
übertragen, wobei die Relativbewegung zwischen Gleitschuh
und Exzenterring keine Rolle spielt, da der Gleitschuh hin
sichtlich seiner Materialauswahl ohnehin an eine optimale
Gleitfähigkeit und Abriebfestigkeit ausgewählt ist. Die Er
findung deckt dabei Ausführungsbeispiele ab, bei denen der
Stützkolben direkt oder über ein zwischengeschaltetes Bau
element auf dem Gleitschuh abgestützt ist.
Es wird bevorzugt, wenn der Stützkolben mit einer Mit
nahmeschulter ausgeführt ist, die zur Übertragung der Aus
zugsbewegung auf den Kolben in Anlage an die Halteeinrich
tung bringbar ist.
Diese Halteeinrichtung wird in vorteilhafter Weise als
Haltescheibe ausgeführt, die mit einem nabenförmigen Mit
telabschnitt auf den Kolben aufgesetzt ist und deren Um
fangsabschnitt zum Kolbenauszug in Anlage an den Stützkol
ben bringbar ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel liegt der
Stützkolben direkt auf dem Gleitschuh auf.
Bei einem Alternativausführungsbeispiel ist der Stütz
kolben über die Haltescheibe oder eine sonstige Halteein
richtung auf dem Gleitschuh abgestützt. Bei dieser Varian
te, bei der die Haltescheibe mit einer großen Stützkraft
beaufschlagt ist, muß jedoch ein vergleichsweise hartes Ma
terial zur Ausbildung der Haltescheibe verwendet werden, um
den Verschleiß zu minimieren.
Bei der erstgenannten Variante, bei der der Stützkolben
direkt auf dem Gleitschuh aufliegt, ist der Stützkolben mit
einer Radialschulter versehen, in die der Umfangsabschnitt
der Haltescheibe eintaucht, so daß dieses bei der Kolben
auszugsbewegung (radial nach innen) von dem Stützkolben
mitgenommen wird.
Der Gleitschuh ist besonders einfach montierbar, wenn
er mittels eines Sicherungsrings in einer stirnseitigen
Aufnahme des Stützkolbens festgelegt ist. Die Haltescheibe
wird vorzugsweise auf den Kolben aufgepreßt.
Die Anpreßkraft des Gleitschuhs auf dem Exzenterring
läßt sich insbesondere bei hohen Drehzahlen noch optimie
ren, indem im Stützkolben Durchbrüche vorgesehen werden,
über die Druckmittel in einen Druckraum einleitbar ist, um
den Gleitschuh auch hydraulisch gegen den Exzenterring vor
zuspannen.
Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden werden bevorzugte Auführungsbeispiele der
Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Rückansicht einer erfindungsgemäßen Ra
dialkolbenpumpe;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Radialkolbenpumpe aus
Fig. 1 entlang der Linie A-A und
Fig. 3 zwei Ausführungsbeispiele zur Ausgestaltung ei
ner Pumpeinheit der Radialkolbenpumpe aus Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine Rückansicht einer Förderpumpe 1, wie
sie beispielsweise bei Common-Rail-Kraftstoffeinspritzsys
temen für Verbrennungsmotoren vewendet wird. Als Hoch
druckpumpe zur Druckbeaufschlagung des Kraftstoffes mit
Drücken von bis zu 2000 bar werden in der Regel Radialkol
benpumpen eingesetzt, bei denen mehrere Pumpeinheiten, bei
spielsweise drei Pumpeinheiten 2a, 2b, 2c in einem Pumpen
gehäuse 4 aufgenommen sind.
Fig. 2 zeigt eine Teildarstellung eines Schnittes
durch die Radialkolbenpumpe gemäß Fig. 1 entlang der Linie
A-A. Demgemäß hat jede Pumpeinheit 2 ein Verdrängergehäuse
6 mit einem Zylinderkopf 8 und einem sich in Radialrichtung
nach innen erstreckenden, gegenüber dem Zylinderkopf 8 ra
dial zurückgesetzten Zylinder 10, der in das Pumpengehäuse
4 eintaucht.
Im Verdrängergehäuse 6 ist ein Kolben 12 geführt, der
über einen Gleitschuh 14 auf einem Exzenterring 16 auf
liegt. Die Auflagefläche des Exzenterrings 16 ist durch ei
ne Abflachung gebildet, die sich in der Darstellung gemäß
Fig. 2 senkrecht zur Zeichenebene erstreckt.
Der Exzenterring 16 ist über eine Gleitbuchse 18 auf
einem Exzenter 20 einer Antriebswelle 22 gelagert, die ih
rerseits über Gleitlager im Pumpengehäuse 4 geführt ist.
Wie eingangs erläutert, kann es insbesondere bei hohen
Drehzahlen zu einem Verdrehen oder Kippen des Exzenterrings
16 kommen. Zu dessen Sicherung ist bei dem in Fig. 2 dar
gestellten Ausführungsbeispiel am Außenumfang des Zylinders
10 ein Stützkolben 24 geführt, der über eine am Zylinder
kopf 8 abgestützte Druckfeder 26 in Richtung auf den Exzen
terring 16 vorgespannt ist. Hinsichtlich weiterer Details
des Stützkolbens 24 und der damit in Wirkverbindung stehen
den Bauelemente sei auf die folgenden Ausführungen im Zu
sammenhang mit Fig. 3 verwiesen.
Im Zylinderkopf ist ein Saugkanal 28 mit einem Saugven
til 30 angeordnet, über das das Druckmittel (Kraftstoff)
zuführbar ist. Druckseitig ist ein Druckkanal 32 im Zylin
derkopf 8 vorgesehen, der zu einem Druckventil 34 führt,
das in der Trennebene zwischen dem Zylinderkopf 8 und einem
Befestigungsflansch des Pumpengehäuses 4 angeordnet ist.
Der Ausgang des Druckventils 34 ist über einen pumpen
gehäuseseitigen Druckkanal 36 mit einer nicht dargestellten
Sammelleitung verbunden, über die das von den drei Pumpein
heiten 2a, 2b, 2c geförderte Druckmittel (Kraftstoff) einem
Verbraucher, im vorliegenden Fall einer Common-Rail zuführ
bar ist.
Der Sauganschluß der Pumpe ist über einen pumpengehäu
seseitigen Saugkanal 38 mit dem Eingang des Saugventils 30
verbunden. Das Druckventil 34 und das Saugventil 30 sind
beide als federvorgespannte Sitzventile, insbesondere als
Rückschlagventile ausgeführt.
Der Kolben 12 ist über ein Haltescheibe mit dem Stütz
kolben 24 verbunden, so daß eine Auszugsbewegung des Stütz
kolbens 24 zur Achse 42 der Antriebswelle 22 hin zur Ein
leitung eines Saughubes auf den Kolben 12 übertragen wird.
In Fig. 3 ist der Auflagebereich des Stützkolbens 24
auf den Gleitschuh 14 in vergrößerter Darstellung gezeigt,
wobei der links der Kolbenachse 44 dargestellte Zeichnungs
teil ein erstes Ausführungsbeispiel und der rechts von der
Kolbenachse 44 dargestellte Zeichnungsteil ein weiteres
Ausführungsbeispiel zeigen.
Das links dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht
im wesentlichen derjenigen Konstruktion, wie sie der Dar
stellung gemäß Fig. 2 entnehmbar ist.
Der bei beiden Ausführungsbeispielen identisch ausge
bildete Zylinder 10 hat eine Zylinderbohrung 46, in der der
Kolben 12 geführt ist. Die Zylinderbohrung 46 ist im Mün
dungsbereich radial erweitert, so daß ein Ringraum 48 ge
bildet wird, der vom Kolben 12, vom Gleitschuh 14 und vom
Stützkolben 24 begrenzt ist.
Die Haltescheibe 40 hat einen nabenförmigen Vorsprung
50, mit dem sie auf den in Fig. 3 untenliegenden Endab
schnitt des Kolbens 12 aufgepreßt ist. Um die Pressung mit
der erforderlichen Güte ausführen zu können, sollte die
Haltescheibe 40 aus einem weichen Material ausgebildet
sein. Der nabenförmige Vorsprung 50 taucht in den Ringraum
48 ein. Die in Fig. 3 untere Stirnfläche der Haltescheibe
fluchtet etwa mit der benachbarten Stirnfläche des Kolbens
12, so daß dieser und die Haltescheibe 40 flächig auf dem
Gleitschuh aufliegen.
Bei dem in Fig. 3 links dargestellten Ausführungsbei
spiel hat der am Außenumfang des Zylinders 10 geführte
Stützkolben 24 einen radialerweiterten Endabschnitt 52, in
dessen Stirnseite eine Aufnahme 54 für den Gleitschuh 14
ausgebildet ist. Die Axiallänge der Aufnahme 54 ist dabei
so gewählt, daß die Stirnfläche des Gleitschuhs 14 über die
benachbarte Stirnfläche des Stützkolbens 24 hinaussteht, so
daß letzterer keinen Kontakt mit dem Exzenterring 16 (siehe
Fig. 2) hat.
Ein Außenumfangsbereich 56 der Haltescheibe 40 er
streckt sich in die Aufnahme 54 hinein, so daß der Stütz
kolben 24 mit einer Ringstirnfläche 58 auf der Haltescheibe
40 und diese wiederum auf dem Gleitschuh 14 aufliegt. D. h.,
bei dem links dargestellten Ausführungsbeispiel stützt sich
der Stützkolben 24 über die Mitnahmescheibe 40 auf dem
Gleitschuh 14 ab. Dieser ist über einen in einer Ringnut
der Aufnahme 54 aufgenommenen Sicherungsring 60 in Axial
richtung gesichert, der an einer Schulter des Gleitschuhs
14 anliegt. Diese Schulter wird durch eine Rückstufung der
stirnseitigen Stützfläche 62 des Gleitschuhs 14 ausgebil
det, so daß die Auflagefläche des Gleitschuhs 62 etwas ver
ringert wird. Dies wird jedoch in Kauf genommen, da die
Montage des Gleitschuhs 14 durch Einsetzen des Befesti
gungsrings 60 wesentlich vereinfacht ist.
Im Ringmantel des Stützkolbens 24 sind zwei axialbeab
standete Durchbrüche 64, 66 ausgebildet, die durch die un
tere Außenumfangskante 68 des Zylinders 10 nacheinander
auf- bzw. zusteuerbar sind. Die Durchbrüche 64, 66 münden
im Bereich des Federraums des Stützkolbens 24, der mit
Druckmittel (beispielsweise Kraftstoff) gefüllt ist. D. h.,
durch die über die Umfangskante 68 geöffneten Durchbrüche
64 bzw. 66 kann Druckmittel in den Ringraum 48 eintreten
und die Haltescheibe 40 sowie den Gleitschuh 14 in Richtung
auf den Exzenterring 16 vorspannen.
In der gezeigten Position befindet sich der Kolben 12
an seinem oberen Totpunkt, in dem die maximale Druckbeauf
schlagung des Druckmittels erfolgt. Gemäß Fig. 3 ist dann
der Durchbruch 66 vollständig zugesteuert, während der
Durchbruch 68 nicht vollständig zugesteuert ist. Bei der
Bewegung des Stützkolbens 24 werden nacheinander die Durch
brüche 64, 66 auf- bzw. zugesteuert, so daß sich in Abhän
gigkeit von der Relativanordnung und Geometrie der Durch
brüche 64, 66 im Ringraum 48 ein vom Hub des Steuerkolbens
24 abhängiger Druck erzeugen läßt, über den die Halte
scheibe 40 und der Gleitschuh 14 zusätzlich zur Kraft der
Druckfeder 26 auf den Exzenterring 16 gepreßt wird. Hin
sichtlich der exakten Funktionsweise dieser hydraulischen
Anpressung des Gleitschuhs 14 an den Exenterring 16 sei auf
die in der Beschreibungseinleitung genannte DE 197 27 247
A1 verwiesen, deren Inhalt diesbezüglich zum Inhalt der
vorliegenden Anmeldung zu zählen ist.
Obwohl der Verschleiß der Haltescheibe 40 gegenüber der
in der vorgenannten Offenlegungsschrift beschriebenen Lö
sung wesentlich verringert werden konnte, zeigten Versuchs
läufe, daß zwischen der Haltescheibe, deren Lage senkrecht
zur Achse 44 des Kolbens 12 und des Stützkolbens 24 durch
die Führung des Kolbens 12 im Zylinder 10 bestimmt ist, und
dem Stützkolben 24 immer noch eine Relativbewegung erfolgt,
die - wenn auch im verringerten Maße - zu einem Verschleiß
der Haltescheibe 40 führt.
Fig. 3 zeigt rechts der Mittelachse 44 eine verbesser
te Ausführungsform, die sich im wesentlichen von der vorbe
schriebenen Ausführungsform dadurch unterscheidet, daß der
Stützkolben 24 nicht über die Haltescheibe 40 sondern di
rekt auf dem Gleitschuh 14 abgestützt ist. Dies wird bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erzielt, daß
die Haltescheibe 40 nicht bis zum Umfangsrand des Gleit
schuhs (wie beim linken Ausführungsbeispiel) geführt ist,
sondern im Abstand dazu endet. Der Stützkolben 24 hat eine
Radialschulter 70, die den Außenumfang der Haltescheibe 40
umgreift und auf dem Gleitschuh 62 aufliegt. Die der Halte
scheibe 40 zugeordnete Ringstirnfläche 58 ist derart ausge
bildet, daß sie mit einem minimalen Spalt zur Haltescheibe
40 steht, so daß praktisch keine Stützkraft über die Halte
scheibe 40 in den Gleitschuh 14 eingeleitet wird.
Der sonstige Aufbau entspricht demjenigen des vorbe
schriebenen Ausführungsbeispiels, so daß auf weitere Erläu
terungen verzichtet werden kann.
Beim Kolbenauszug, d. h. bei der Bewegung des Stützkol
ben 24 aus seiner gezeigten Endposition nach unten läuft
dieser bei dem in Fig. 3 rechts dargestellten Ausführungs
beispiel mit der Ringstirnfläche 58 auf die Haltescheibe 40
auf, so daß der Kolben 12 aufgrund seiner Verbindung mit
der Haltescheibe 40 nach unten bewegt wird. Im Anlagebe
reich zwischen der Haltescheibe 40 und dem Stützkolben 24
wirken dann lediglich diejenigen Kräfte, die zum Kolbenaus
zug, d. h. zur Bewegung des Kolbens 12 nach unten in Fig. 3
erforderlich sind. Diese Kräfte sind wesentlich geringer
als die Kräfte der Druckfeder 26, die beim links darge
stellten Ausführungsbeispiel über den Stützkolben 24 in die
Haltescheibe 40 und von dort in den Gleitschuh 14 eingelei
tet werden. D. h., bei der in Fig. 3 rechts dargestellten
Ausführungsform ist der Verschleiß der Haltescheibe 58 mi
nimal, so daß diese hinsichtlich der Materialwahl an die
optimale Ausgestaltung der Pressung mit dem Kolben 12 ange
paßt werden kann, da keine besonderen Anforderungen an die
Verschleißfestigkeit gestellt sind.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die bei
den vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, bei
denen die Stützkraft entweder über die Haltescheibe 40 oder
direkt in den Gleitschuh 14 eingeleitet wird. Prinzipiell
vorstellbar ist es auch, den Stützkolben 24 über einen ei
genen Stützring auf den Gleitschuh 14 abzustützen, so daß
der Aufbau des Stützkolbens 24 vereinfacht ist, da keine
Radialabstufung zur Aufnahme der Haltescheibe 40 vorgesehen
werden muß.
Die Anmelderin behält sich vor, auf die Gleitschuhan
ordnung einen von der Pumpenbauart unabhängigen Anspruch zu
richten.
Offenbart ist eine Hochdruckpumpe, insbesondere eine
Radialkolbenpumpe mit zumindest einer Pumpeinheit, deren
Kolben über einen Gleitschuh auf einem Exzenterring einer
Antriebswelle abgestützt ist. Zur Lagesicherung des Exzen
terrings ist in der Pumpeinheit ein Stützkolben angeordnet,
der über eine Druckfeder gegen den Exzenterring vorgespannt
ist. Die Axialbewegung des Stützkolbens wird über eine Hal
tescheibe auf den Kolben der Pumpeinheit übertragen. Der
Stützkolben liegt dabei direkt oder über die Mitnahmeschei
be oder auf sonstige Weise auf dem Gleitschuh auf.
Claims (8)
1. Hochdruckpumpe, insbesondere Radialkolbenpumpe mit zu
mindest einer von einer Antriebswelle (22) angetriebe
nen Pumpeinheit (2), mit einem Verdrängergehäuse (6),
in dem ein Kolben (12) axialverschiebbar geführt ist,
der mit einem Gleitschuh (14) an einem Exzenterring
(16) anliegt, der über einen den Kolben (12) zumindest
abschnittsweise im Abstand umgreifenden, im Verdränger
gehäuse (6) geführten und in eine Anlageposition vorge
spannten Stützkolben (24) abgestützt ist, wobei die
Auszugsbewegung des Stützkolbens (24) über eine Halte
einrichtung (40) auf den Kolben (12) übertragbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkolben (12) mit
telbar oder direkt gegen den Gleitschuh (14) vorge
spannt ist.
2. Hochdruckpumpe nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützkolben (24) eine Mitnahmeschul
ter (58) hat, die zur Übertragung der Auszugsbewegung
in Anlage an die Halteeinrichtung (40) bringbar ist.
3. Hochdruckpumpe nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung eine Halte
scheibe (40) ist, die mit einem nabenförmigen Abschnitt
(50) mit dem Kolben (12) verbunden ist und deren Um
fangsabschnitt (56) zum Kolbenauszug in Anlage an dem
Stützkolben (24) steht.
4. Hochdruckpumpe nach Patentanspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützkolben (24) über die Halte
scheibe (40) auf dem Gleitschuh (14) abgestützt ist.
5. Hochdruckpumpe nach Patentanspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützkolben (24) im Anlagebereich an
den Gleitschuh (14) eine Radialstufe hat, in die ein
Umfangsabschnitt (56) der Haltescheibe (40) eintaucht.
6. Hochdruckpumpe nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkolben
(24) eine Aufnahme (54) zur stirnseitigen Abstützung
des Gleitschuhs (14) hat, wobei in einer Ringnut in der
Umfangswandung der Aufnahme (54) ein Befestigungsring
(60) zur Axialfestlegung des Gleitschuhs (14) angeord
net ist.
7. Hochdruckpumpe nach einem der Patentansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Haltescheibe (40) auf
den Kolben (12) aufgepreßt ist.
8. Hochdruckpumpe nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des
Stützkolbens (24) zumindest ein Durchbruch (64, 66)
vorgesehen ist, der während der Axialbewegung des
Stützkolbens (24) aufsteuerbar ist, so daß Druckmittel
in einen an den Gleitschuh (24) angrenzenden Druckraum
(48) einleitbar ist.
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| DE19507295A1 (de) * | 1995-03-02 | 1996-09-05 | Rexroth Mannesmann Gmbh | Radialkolbenpumpe, insbesondere Kraftstoffpumpe für einen Verbrennungsmotor |
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Patent Citations (2)
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