DE19902258A1 - Näherungsschalter mit magnetfeldempfindlichem Sensor - Google Patents
Näherungsschalter mit magnetfeldempfindlichem SensorInfo
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Abstract
Die einen magnetfeldempfindlichen Sensor, z. B. Hall-Sensor (2), auslösende Magnetanordnung (1) hat auf der dem Sensor zugewandten Seite eine Vielzahl alternierend angeordneter magnetischer Polzonen. Durch die geringe Feldstärkeänderung in die Richtungen Radial (5 und 7) zur Hauptachse (4) und starke Feldstärkenänderung in Richtung der Hauptachse (4) werden kurze Schaltwege und geringe Empfindlichkeiten gegenüber Lagetoleranzen realisiert.
Description
Die Erfindung betrifft einen Näherungsschalter mit einer Per
manentmagnetanordnung und einem magnetfeldempfindlichem Sen
sor, die relativ zueinander bewegt werden, und ein Ausgangs
signal erzeugen.
Derartige Näherungsschalter sind allgemein bekannt und erset
zen insbesondere bei Kfz-Anwendungen zunehmend konventionelle
mechanische Schalter. Diese berührungslosen Näherungsschalter
sind mit einem magnetfeldempfindlichem Sensor, beispielsweise
einem Hall-Sensor oder einem Magnetoresistor, ausgestattet.
Hall-Sensoren nehmen nur die senkrecht zur Sensoroberfläche
verlaufende Komponente eines Magnetfeldes wahr. Durch diese
Feldkomponente wird der Konstantstrom beeinflußt, und der
Sensor liefert eine auswertbare Hall-Spannung, die proportio
nal zur Normalkomponente des anliegenden Magnetfeldes ist.
Hall-Sensoren werden gegenwärtig zweckmäßigerweise in Form
eines integrierten Schaltkreises verwendet, der neben dem
Hall-Sensor eine zur Auswertung der Hallspannung geeignete
Schaltung enthält. Magnetfeldempfindliche Sensoren werden
meist als duale Schalter mit zwei Schaltpunkten eingesetzt,
die durch Aufbau, Verstärkung oder Richtungsänderung eines
Magnetfeldes ausgelöst werden.
Dieses Magnetfeld wird üblicher Weise von einem zweipoligen
Dauermagneten erzeugt, dessen Magnetfeldstärke mit dem Ab
stand abnimmt. Eine Relativbewegung zwischen dem Dauermagne
ten und dem Hall-Sensor wird aufgrund der Änderung des Ma
gnetfeldes am Ort des Hall-Sensors durch die Änderung der
Hall-Spannung angezeigt.
Die Relativbewegung erfolgt entlang eines Schaltweges, der
einen beliebigen Winkel zur Oberfläche des magnetfeldempfind
lichen Sensors haben kann. Üblicherweise liegt der Schaltweg
rechtwinklig oder parallel zur Oberfläche des magnetfeldemp
findlichen Sensors.
Ein Nachteil einer derartigen Vorrichtung ist, daß die Stärke
des erzeugten Feldes am Ort des Hall-Sensors auch bei langen
Schaltwegen nur gering abnimmt. Deshalb ist bei kleinen
Schaltwegen ein exaktes Auslösen kaum möglich. Lange Schalt
wege und hohe Schaltpunkttoleranzen sind somit in Kauf zu
nehmen.
Ein weiterer Nachteil dieser Anordnung ist, daß sich der
Feldlinienverlauf des zweipoligen Dauermagneten radial zur
Magnetisierungsrichtung stark ändert. Eine Lageänderung des
Magneten in Radialrichtung verändert häufig die Ausgangsspan
nung des Hall-IC, und wird als Abstandsänderung zwischen Dau
ermagnet und magnetfeldempfindlichem Sensor interpretiert.
Die Radialtoleranzen einer Führungsvorrichtung, die nur eine
definierte Relativbewegung zwischen Dauermagnetanordnung und
magnetfeldempfindlichem Sensor entlang des Schaltweges er
laubt, müssen daher durch aufwendige konstruktive Maßnahmen
eingeengt werden.
Ferner sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Anwesenheit
eines ferromagnetischen Objekts dadurch detektiert wird, daß
ein Magnetfeld, das zwischen einem stationären Hall-Sensor
und einem ebenso stationären Dauermagneten aufgebaut ist, in
Stärke und Ausrichtung durch das ferromagnetischen Objekt
verändert wird. Durch Relativbewegung zwischen dem ferroma
gnetischen Objekt einerseits und der stationären Hall-Sensor
Vorrichtung mit daneben befindlicher Dauermagnetanordnung an
dererseits ändert sich der Feldlinienverlauf des Magnetfel
des. In der US 5,781,005 ist ein derartiger Näherungssensor
für ferromagnetische Objekte beschrieben, bei dem die statio
näre Dauermagnetanordnung aus einem magnetischen Pol auf ei
ner Magnetfläche besteht, der eine Achse bildet, mit entge
gengesetzten magnetischen Polen auf zumindest beiden Seiten
der Achse (N-S-N oder S-N-S).
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Näherungsschalter mit magnetfel
dempfindlichem Sensor zu schaffen, der sich sowohl durch kur
ze Schaltwege, als auch durch eine geringe Empfindlichkeit
gegenüber Lagetoleranzen auszeichnet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß auf
der dem magnetfeldempfindlichen Sensor zugewandten Seite der
Permanentmagnetanordnung eine Vielzahl alternierend angeord
neter magnetischer Polzonen ausgebildet sind.
Durch diese Gestaltung wird eine hohe Feldliniendichte auf
der dem magnetfeldempfindlichen Sensor zugewandten Seite er
reicht. Die Feldlinien sind im Bereich dieser Seite stark ge
krümmt, kurz und örtlich begrenzt, dä die Feldlinien zwischen
benachbarten Polen verlaufen. Weil der Hall-Sensor nur auf
Feldkomponenten senkrecht zur Sensorfläche reagiert, nimmt
das vom Sensor detektierte Feld bereits nahe der Oberfläche
stark ab. Kurze Schaltwege sind somit realisierbar.
Weitere Ausführungsbeispiele und vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Näherungsschalter;
Fig. 2, 3 und 5 Ausführungsformen verwendbarer Permanent
magnetanordnungen; und
Fig. 4 magnetische Feldlinien, wie sie bei einer
Permanentmagnetanordnung aus Fig. 1, 2
oder 3 erzeugt werden.
Fig. 6 magnetische Feldlinien, wie sie bei einer
Permanentmagnetanordnung aus Fig. 5 er
zeugt werden.
In der Fig. 1 ist eine aus drei Dauermagneten zusammenge
setzte Dauermagnetanordnung 1 und ein Hall-IC 2 gezeigt, die
beim Schaltvorgang längs des Schaltweges relativ zueinander
bewegt werden. Der Schaltweg verläuft vorzugsweise entlang
einer Hauptachse 4 rechtwinkelig zur magnetfeldempfindlichen
Sensoroberfläche 3 entlang der Magnetisierungsrichtung 6 der
Dauermagnete. Jede andere Relativbewegung der beiden Bauteile
zueinander ist jedoch auch denkbar, beispielsweise in radia
ler Richtung 5 und 7 zur Magnetisierungsrichtung 6. Bei Annä
herung des Magnetfeldes an die magnetfeldempfindliche Senso
roberfläche 3 liefert der Hall-Sensor im Hall-IC 2 eine stei
gende Hall-Spannung. Der Hall-IC 2 wird als dualer Schalter
verwendet, der bei Über- bzw. Unterschreiten einer definier
ten Hall-Spannung schaltet und ein elektrisches Ausgangs
signal liefert.
Fig. 2 veranschaulicht eine Ausführungsform der Permanentma
gnetanordnung 1, bei der Dauermagnete in Sandwichbauweise ne
beneinander angeordnet sind. Die Magnetisierungsrichtungen
der Dauermagnete liegen parallel zueinander.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Permanentmagnetanord
nung ist besonders einfach aufgebaut, da drei gleiche Dauer
magnete verwendet werden, die miteinander verklebt sind.
In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform der Perma
nentmagnetanordnung 1 veranschaulicht, bei der die Dauerma
gnete koaxial ineinandergesteckt angeordnet sind. Ein dauer
magnetischer Vollzylinder wird in einen dauermagnetischen
Hohlzylinder paßgenau eingesteckt und verbunden. Dem Hall-
Sensor 2 ist eine Zylinderdeckfläche 10 zugewandt, die aus
einem inneren Kreis mit einer magnetischen Polung und einem
den Kreis umgebenden Kreisring mit entgegengesetzter magneti
scher Polung besteht. Dadurch ist eine größtmögliche Symme
trie des Magnetfeldes erreicht, wodurch die Schaltpunkte bei
einer Relativbewegungen in jede radiale Richtung 5 und 7 zur
Magnetisierungsrichtung 6 in gleichem Abstand zur Hauptachse
4 liegen.
In Fig. 4 sind Feldlinien 11 gezeigt, wie sie in Schnittdar
stellung bei den Ausführungsformen der Permanentmagnetanord
nung 1 entsprechend Fig. 1, 2 und 3 auftreten. Auf der dem
magnetfeldempfindlichen Sensor zugewandten Seite wird eine
hohe Feldliniendichte erreicht. Die Feldlinien sind im Be
reich der Fläche stark gekrümmt, kurz und örtlich begrenzt,
da die Feldlinien zwischen benachbarten Polen verlaufen. Weil
der Hall-Sensor nur auf Feldkomponenten senkrecht zur Sensor
fläche reagiert, nimmt das vom Sensor detektierte Feld be
reits nahe der Oberfläche stark ab. Kurze Schaltwege sind so
mit realisierbar.
In Fig. 5 ist eine Permanentmagnetanordnung gezeigt, die aus
einem einstückigen, mindestens dreipoligen Dauermagneten 8
besteht. Vorteil dieser Ausgestaltung ist, daß die Permanent
magnetanordnung nicht aus mehreren Einzelmagneten zusammenge
setzt wird, sondern aus einem Stück besteht.
In einer Ausgestaltungsvariante kann die Aufmagnetisierung so
erfolgen, daß die Magnetpole ausschließlich auf der dem ma
gnetfeldempfindlichen Sensor zugewandten Seite vorhanden
sind. Vorteil dieser Ausgestaltung ist, daß das Magnetfeld
räumlich begrenzt ist, und dadurch störende Einflüsse auf be
nachbarte Bauelemente vermieden werden. Der Verlauf der Ma
gnetfeldlinien einer solchen Permanentmagnetanordnung ist in
Fig. 6 dargestellt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die der Sensoro
berfläche 3 zugewandten Seite der Permanentmagnetanordnung 1
eine ungerade Anzahl an Magnetpolen auf, um durch symmetri
schen Aufbau des magnetischen Feldes symmetrische Lagetole
ranzempfindlichkeit zu gewährleisten.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann vorgese
hen werden, daß der mittlere Magnetpol in seiner Längs- und
Querabmessung in die radialen Richtungen 5 und 7 stets größer
als die magnetfeldempfindliche Oberfläche 3 des Sensors plus
der vorhandenen Lagetoleranz in Längs- und Querrichtung 5 und
7 ist. Die Mindestgröße des mittleren Magneten wird in diesem
Fall durch die Größe der magnetfeldempfindlichen Oberfläche 3
des Hall-IC 2 bestimmt.
Bei dieser Anordnung verlaufen die Magnetfeldlinien in einem
Bereich größer als der magnetfeldempfindliche Bereich des
Hall-IC senkrecht zur Oberfläche der Magnetanordnung, wodurch
die Führungsvorrichtung, die nur eine definierte Relativbewe
gung zwischen Dauermagnetanordnung und magnetfeldempfindli
chem Sensor entlang des Schaltweges erlaubt, mit größeren
Toleranzen, und dadurch billiger hergestellt werden kann.
Claims (7)
1. Näherungsschalter mit einem magnetfeldempfindlichem Sensor
(2) und einer relativ dazu beweglichen Permanentmagnetanord
nung (1) zur Erzeugung eines Ausgangssignals,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem magnet
feldempfindlichen Sensor (2) zugewandten Seite der bewegli
chen Permanentmagnetanordnung (1) eine Vielzahl alternierend
angeordneter magnetischer Polzonen ausgebildet ist.
2. Näherungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Permanentmagne
tanordnung (1) aus mindestens drei in Sandwichbauweise mit
einander verklebten Dauermagneten besteht.
3. Näherungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Permanentmagne
tanordnung (1) aus einem einstückigen und mindestens dreipo
ligen Dauermagneten (8) besteht.
4. Näherungsschalter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der einstückige und
mindestens dreipolige Dauermagnet (8) derart magnetisiert
ist, daß Magnetpole ausschließlich auf der dem magnetfeldemp
findlichen Sensor zugewandten Seite vorhanden sind.
5. Näherungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Permanentmagne
tanordnung (1) aus koaxial ineinandergesteckten Dauermagneten
(9) besteht.
6. Näherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Magnet
pol in seiner Längs- und Querabmessung in die Richtungen ra
dial zur Magnetisierungsrichtung (6 und 7) stets größer als
die magnetfeldempfindliche Oberfläche (3) des magnetfeldemp
findlichen Sensors (2) plus der vorhandenen Lagetoleranz in
die Längs- und Querrichtung (6 und 7) radial zur Hauptachse
(4) ist.
7. Näherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetpole auf
der dem magnetfeldempfindlichen Sensor (2) zugewandten Seite
der Permanentmagnetanordnung (1) symmetrisch zur deren
Hauptachse (4) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999102258 DE19902258A1 (de) | 1999-01-21 | 1999-01-21 | Näherungsschalter mit magnetfeldempfindlichem Sensor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999102258 DE19902258A1 (de) | 1999-01-21 | 1999-01-21 | Näherungsschalter mit magnetfeldempfindlichem Sensor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19902258A1 true DE19902258A1 (de) | 2000-07-27 |
Family
ID=7894933
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999102258 Ceased DE19902258A1 (de) | 1999-01-21 | 1999-01-21 | Näherungsschalter mit magnetfeldempfindlichem Sensor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19902258A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007014599A1 (de) * | 2005-07-29 | 2007-02-08 | Valeo Schalter Und Sensoren Gmbh | Vorrichtung zur detektion von umdrehungen einer lenkwelle |
| DE102013104001B3 (de) * | 2013-04-19 | 2014-10-16 | Trw Automotive Electronics & Components Gmbh | Näherungssensor sowie Baugruppe |
-
1999
- 1999-01-21 DE DE1999102258 patent/DE19902258A1/de not_active Ceased
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007014599A1 (de) * | 2005-07-29 | 2007-02-08 | Valeo Schalter Und Sensoren Gmbh | Vorrichtung zur detektion von umdrehungen einer lenkwelle |
| DE102013104001B3 (de) * | 2013-04-19 | 2014-10-16 | Trw Automotive Electronics & Components Gmbh | Näherungssensor sowie Baugruppe |
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