DE19901656A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Temperatur am Austritt eines Dampfüberhitzers - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Temperatur am Austritt eines DampfüberhitzersInfo
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Abstract
Nach dem Economizer (3) zweigt eine Einspritzwasserleitung (4) von der Verbindungsteilung (23) zwischen Economizer und Verdampfer zum Zwecke der Dampftemperaturregelung ab. In der Einspritzwasserleitung (4) befindet sich ein Regelorgan (5) zur Regelung des Einspritzwasserstromes. Das durch die Einspritzwasserleitung (4) strömende Einspritzwasser wird dem vom Verdampfer (7) kommenden Dampf an einer Mischstelle (10) eingespritzt, welche vor dem Überhitzer (8) angeordnet ist. Zur Steuerung der Stellung des Regelorgans (5) in der Einspritzwasserleitung (4) wird aus den Parametern Druck und Temperatur am Überhitzeraustritt die Enthalpie am Überhitzeraustritt berechnet und mit einer sich aus Sollparametern ergebenden Sollenthalpie verglichen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver
fahren zur Regelung der Temperatur am Austritt eines
Dampfüberhitzers durch Wassereinspritzung. Sie betrifft
weiter einen Dampfkessel zur Durchführung des Verfahrens.
Bei den meisten Dampfkesseln erfolgt die Re
gelung der Dampftemperatur am Kesselaustritt, indem an
einer oder mehreren Stellen im Überhitzerstrang Wasser im
meist unterkühlten Zustand eingespritzt wird. Dieses Was
ser wird üblicherweise vor dem Economizer entnommen und
verdampft nach der Einspritzstelle, womit die Enthalpie
und damit die Temperatur des überhitzten Dampfes an der
Einspritz- bzw. Mischstelle der jeweiligen Heizflächen
abgesenkt wird. Damit sinkt auch die Temperatur am Aus
tritt der jeweiligen Heizfläche.
Bei bekannten Verfahren ist die Temperaturab
senkung durch die Wassereinspritzung begrenzt und es kann
immer nur soviel Wasser eingespritzt werden, dass nach
der Mischung von Einspritzwasser und Dampf der Dampf aus
reichend überhitzt bleibt. Der Zweck ist die Vermeidung
von Temperaturschocks, welche durch unzulässig grosse
Temperaturabsenkungen bzw. durch das Auftreffen von kal
ten Einspritzwassertröpfchen auf die heissen, dampffüh
renden Rohre entstehen können.
Bekannte Einspritzregelkreise sind kaskaden
förmig aufgebaut, wobei der Vorkreis die Eintrittstempe
ratur vor dem jeweiligen Überhitzer regelt. Jedoch geht
die Information der Eintrittstemperatur verloren, sobald
nach der Mischung ein Zweiphasengemisch bei Sättigungs
temperatur vorliegt. Dann müsste die Regelung von Hand
ausgeführt werden.
Folglich ist die mögliche Temperaturabsenkung
durch das Einspritzen von Wasser, bei den bisher bekann
ten Ausführungen entscheidend begrenzt, da nicht soviel
Wasser eingespritzt werden darf, dass die Dampftemperatur
auf die Sattdampftemperatur absinkt.
Weiter weisen die bekannten Einspritzkühler
einen sehr hohen konstruktiven Aufwand auf; jeder Ein
spritzkühler zwischen den Heizflächen teilt die Heizflä
chenbündel und erfordert entsprechende Sammler und ver
bindende Rohrleitungen.
Aus energetischer Sicht besteht der Nachteil
der bisherigen Praxis der Wassereinspritzung zwischen
oder nach den Überhitzerheizflächen darin, indem zur
Dampftemperaturregelung einerseits eine Absenkung der be
reits erreichten hohen Dampftemperatur mit andererseits
einer Wasserverdampfung auf geringem Temperaturniveau ge
koppelt ist. Die Folge ist eine Verschlechterung des
Überhitzer- bzw. Kesselwirkungsgrades. Ein weiterer Nach
teil besteht in der werkstoffseitigen Heizflächenausle
gung für höhere Temperaturen.
Von besonderer Bedeutung ist das Problem der
Dampftemperaturregelung beispielsweise bei Kehrichtver
brennungsanlagen, d. h. bei Anlagen mit zunehmender Ver
schmutzung der Heizflächen in der Brennkammer. Als Folge
ergibt sich eine ständige Erhöhung der Rauchgastemperatur
vor dem Überhitzer. Um die Dampftemperatur nach dem Über
hitzer halten zu können, muss die Einspritzwassermenge
erhöht werden. Oft ist der Einbau mehrerer Zwischen-
Einspritzkühler erforderlich.
Mit der nachfolgend beschriebenen Erfindung
werden diese Nachteile überwunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
welchem ein jeweiliger Überhitzerstrang ohne Einspritz
kühler zwischen den Heizflächenabschnitten und/oder am
Ende der Heizflächen ausgebildet werden kann.
Ein vorderer Teil des den Überhitzer durch
strömenden Mediums arbeitet erfindungsgemäss als Verdamp
fer bei Sättigungstemperatur mit einem hohen inneren Wär
meübergang, so dass die Metalltemperatur und auch das
Ausmass einer Korrosion niedrig gehalten werden. Weiter
hin wird die Rauchgastemperatur im Bereich des Überhit
zeraustrittes abgesenkt, womit sich der Wirkungsgrad des
Kessels erhöht. Der Economizer wird entlastet. Im Über
hitzerstrang sind keine Zwischenkollektoren und zusätzli
che Einspritzkühler erforderlich.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht,
dass das Einspritzwasser EW am Eintritt in den Überhit
zer in den Dampf eingespritzt wird. Sollte der Überhitzer
aus mehreren Heizflächenpaketen aufgebaut sein, so ist
unter dem Eintritt in den Überhitzer der Eintritt in den
gesamten Überhitzerstrang zu verstehen. Zur Regelung der
Überhitzeraustrittstemperatur wird eine geeignete Tempe
raturregelung eingesetzt. Dazu werden zunächst die Dampf
parameter Druck pIST,A und Temperatur tIST,A am Über
hitzeraustritt erfasst. Aus diesen Parametern wird die
Enthalpie des Dampfes hIST,A ermittelt und mit einer sich
aus dem Sollwert der Dampftemperatur tS,A bei vorliegen
dem Druck pIST,A ergebenden Sollenthalpie hS,A vergli
chen. Ergänzend wird an geeigneter Stelle der Dampf
massenstrom D ermittelt. Damit lässt sich dann aus einer
Energie- und Massenbilanz um die Mischstelle die Ein
trittsenthalpie hE in den Überhitzer berechnen und zur
Verbesserung der Regelgüte auf die Enthalpieregelung auf
schalten.
Bei einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens mit einem Dampferzeuger ein
schliesslich einem Überhitzer mit Überhitzerrohren und
einem Eintrittssammler ist eine Mischstelle zur Zumi
schung von Einspritzwasser im Bereich des Eintrittssamm
lers des Überhitzers angeordnet.
Ein Dampfüberhitzer zur Durchführung des Ver
fahrens zeichnet sich durch eine ein Regelorgan enthal
tende Einspritzwasserleitung aus, welche zum Eintrittsbe
reich des Überhitzers verläuft.
Ein Dampfkessel zur Durchführung des Verfah
rens, welcher Dampfkessel einen Verdampfer, einen Über
hitzer sowie eine vom Verdampfer zum Überhitzer verlau
fende Leitung aufweist, zeichnet sich durch eine ein Re
gelorgan enthaltende Einspritzwasserleitung aus, welche
zum Eintrittsbereich des Überhitzers verläuft.
Eine Regelung zur Durchführung des Verfah
rens, mittels welcher die Stellung des Regelorgans in der
Einspritzwasserleitung gesteuert wird, zeichnet sich da
durch aus, dass aus den Parametern Druck (pIST,A) und
Temperatur (tIST,A) am Überhitzeraustritt die Enthalpie
am Überhitzeraustritt (hIST,A) berechnet und mit einer
sich aus der Solltemperatur (tS,A) bei vorliegendem Druck
(pIST,A) ergebenden Sollenthalpie (hS,A) verglichen wird.
Eine weiterführende Ausbildung der Regelung
zur Erhöhung der Regelgüte berechnet aus der Energie- und
Massenbilanz an der Mischstelle die Eintrittsenthalpie
(hE) in den Überhitzer und schaltet diese der Enthalpie
regelung auf.
Der Erfindungsgedanke soll am Beispiel des
Überhitzers eines beliebigen Kessels beschrieben werden,
soll jedoch für alle im überhitzten Bereich arbeitenden
Heizflächen insbesondere auch für die Zwischenüberhitzung
gelten.
Nachfolgend wird der Gegenstand der Erfindung
anhand von mehrere Ausführungen darstellenden Zeichnungen
beispielsweise näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch einen konventionell ge
feuerten Trommelkessel zur Erläuterung des erfindungsge
mässen Verfahrens,
Fig. 2 vereinfacht den Eintrittssammler ei
nes Überhitzers bzw. Zwischenüberhitzers mit einer Anord
nung zum Einspritzen von Wasser,
Fig. 3 schematisch einen als Trommelkessel
ausgeführten Abhitzekessel und
Fig. 4 schematisch einen als Zwangdurchlauf
kessel ausgeführten Abhitzekessel.
Fig. 1 zeigt rein schematisch einen konven
tionell gefeuerten Trommelkessel zur Erläuterung des er
findungsgemässen Verfahrens. Wie weiter unten ersichtlich
sein wird, lässt sich das Verfahren ebensogut an einem
Zwangdurchlaufkessel anwenden. Weiter ist zu bemerken,
dass alle in den Zeichnungsfiguren dargestellten Dampf
kessel nur eine Druckstufe aufweisen. Das erfindungsge
mässe Verfahren kann auch bei Kesseln mit mehreren Druck
stufen beispielsweise Abhitzekesseln angewendet werden.
Allgemein sei vermerkt, dass das erfindungs
gemässe Verfahren unabhängig vom Prinzip der Dampferzeu
gung sowie unabhängig von Aufbau und Auslegung des Kes
sels Gültigkeit besitzt.
Speisewasser strömt durch die Speisewasser
leitung 1 und wird durch eine Speisewasserpumpeneinheit 2
zu einem Economizer 3 gefördert. Am Economizeraustritt
zweigt eine Einspritzwasserleitung 4 ab. Gemäss einer
weiteren Ausführung kann die Einspritzwasserleitung auch
vor dem Economizer 3 von der Speisewasserleitung 1 ab
zweigen, wie dies in der Fig. 1 mit der strichpunktier
ten Linie 4a angedeutet ist. Der Ort der Abzweigung der
Einspritzwasserleitung 4 hängt vom jeweils vorliegenden
Druckabfall zwischen der Abzweigstelle und der noch zu
beschreibenden Einspritzstelle im Dampfkessel ab. Bei
ausreichendem Druckabfall wird die Einspritzwasserleitung
4 vorteilhaft nach dem Economizer 3 von der Verbindungs
leitung 23 zwischen Economizer 3 und Verdampfertrommel 6
abgezweigt, weil an dieser Stelle die Temperatur des
Speisewassers nahe der Sättigungstemperatur liegt, so
dass Temperaturschocks vermieden werden und günstigere
Verhältnisse für die Mischung von Einspritzwasser und
Dampf sichergestellt sind.
In der Einspritzwasserleitung 4 ist weiter
ein Regelorgan 5, beispielsweise ein Regelventil einge
baut.
Die Verbindungsleitung 23 verläuft in bekann
ter Weise nach dem Economizer 3 in die Trommel 6 des Ver
dampfers 7. Von der Trommel 6, d. h. deren Dampfraum geht
die Dampfleitung 9 zum Überhitzer 8.
Die Einspritzwasserleitung 4 mündet gemäss
der zeichnerischen Darstellung der Fig. 1 an einer
Mischstelle 10 am Eintritt des Überhitzers 8 in den
Dampfstrom. Hierzu muss bemerkt werden, dass der gezeich
nete Ort der Mischstelle 10 lediglich zur Erläuterung des
erfindungsgemässen Verfahrens dient. Wie noch ersichtlich
sein wird, befindet sich konstruktiv diese Mischstelle im
Bereich des Eintrittssammlers des Überhitzers 8.
Das Einspritzwasser wird erfindungsgemäss vor
der Überhitzung dem Dampf zugemischt, in diesem Ausfüh
rungsbeispiel dem Sattdampf nach der Trommel 6, wodurch
Nassdampf, d. h. wodurch ein Zweiphasengemisch entsteht
und damit der erste Teil des Überhitzers 8 als Verdampfer
arbeitet. Damit wird die mögliche Kühlwirkung des Ein
spritzkühlers 10 deutlich erweitert.
Die Regelung der Frischdampftemperatur er
folgt nun grundsätzlich durch eine Regelung der Stellung
des Regelorganes 5. Dazu dient eine Regelung, welche in
der Fig. 1 zur Erläuterung der Erfindung in einen ersten
Teil (Rechner) 11 und einen zweiten Teil (Regler) 12 auf
geteilt ist. Dem ersten Teil (Rechner) 11 der Regelung
werden die Parameter des Dampfes nach dem Überhitzer 8
zugeführt. Aus diesen Parametern wird im ersten Teil
(Rechner) 11 der Regelung die Enthalpie des Dampfes am
Überhitzeraustritt berechnet. Der berechnete Wert wird
dem zweiten Teil (Regler) 12 der Regelung zugeführt, in
welchem der Vergleich mit einem Sollwert erfolgt. Bei Ab
weichungen des errechneten Wertes vom Sollwert wird vom
zweiten Teil (Regler) 12 der Regelung die Stellung des
Regelorganes 5 und damit die Menge des eingespritzten
Wassers so geändert, dass der Sollwert wieder erreicht
wird. Damit wird die Austrittsenthalpie nach dem Überhit
zer 8 und somit die Austrittstemperatur des Dampfes gere
gelt.
In einem weiteren Schritt wird zur Erhöhung
der Regelgüte aus den Parametern an der Mischstelle im
ersten Teil (Rechner) 11 der Regelung durch eine Energie-
und Massenbilanz die Enthalpie am Eintritt in den Über
hitzer bestimmt und der Enthalpieregelung aufgeschalten.
Die Fig. 2 zeigt vereinfacht den Eintritts
sammler 14 eines Überhitzers 8, bei welchem das Ein
spritzwasser eingebracht wird.
In der Fig. 2 gehen die mit der Bezugsziffer
13 bezeichneten Überhitzerrohre von einem Eintrittssamm
ler 14 ab. Die Einspritzwasserleitung 4 endet in einem
Einspritzwasserverteilrohr 15. Dieses Einspritzwasserver
teilrohr 15 ist parallel neben dem Eintrittssammler 14
angeordnet. Vom Einspritzwasserverteilrohr 15 gehen Ein
spritzwasserlanzen 16 ab, welche durch den Eintrittssamm
ler 14 hindurchgehen und in die Überhitzerrohre 13 hin
einragen. Im Endbereich jeder Einspritzwasserlanze 16 be
finden sich Öffnungen zur feinen Verteilung des einzu
spritzenden Wassers. Der Massenstrom des Einspritzwassers
kann beispielsweise durch Blenden 17 gleichmässig auf die
Einspritzwasserlanzen 16 verteilt werden.
Die Wassereinspritzung und der Eintrittssamm
ler 14 des Überhitzers 8 bilden eine Einheit. Die konkre
te konstruktive Ausführung hängt von der Anordnung des
Eintrittssammlers 14 (liegend, stehend) und dem Abgang
der Überhitzerrohre 13 (horizontal, vertikal) ab. Insbe
sondere im Fall eines stehenden Eintrittssammlers 14 kann
durch Blenden 17 eine gleichmässige Massenstromverteilung
auf alle Überhitzerrohre sichergestellt werden.
Die Erfindung ist ebenfalls unabhängig von
der Gestaltung der Öffnungen am Ende der Einspritzwasser
lanzen 16.
Anhand der Fig. 3 und 4 werden nun weitere
Ausführungsvarianten am Beispiel des Abhitzekessels be
schrieben.
Fig. 3 zeigt einen Trommelkessel 18. Dabei
ist zur Vereinfachung angenommen, dass bezüglich der ver
schiedenen Heizflächen nur eine Druckstufe vorhanden ist.
Weiter ist der Trommelkessel 18 als Abhitzekessel bei
spielsweise einer Gasturbine nachgeschaltet gezeichnet.
Es ist offensichtlich, dass dem Kessel auch andere Heiz
gas- bzw. Rauchgasquellen zugeordnet sein können. Die Be
zugsziffer 19 bezeichnet den Heizgaseintritt und die Be
zugsziffer 20 den Heizgasaustritt des Trommelkessels 18.
Das Speisewasser strömt durch die Speisewasserleitung 1
mit der Speisewasserpumpeneinheit 2 zum Kessel 18. Der
Kessel 18 weist einen Economizer 3, einen Verdampfer 7
mit der Trommel 6 und eine Umwälzpumpeneinheit 22 auf.
Weiter weist der Kessel 18 einen Überhitzer 8 auf.
Die Wassereinspritzung 10 befindet sich wie
derum am Eintritt in den Überhitzer 8. Zur Entnahme des
Einspritzwassers seien beispielsweise die Möglichkeiten
des Ein- und Austrittes am Economizer, die Verdampfer
trommel und der Eintritt in den Verdampfer 7 erwähnt.
Selbstverständlich kann das Einspritzwasser
auch von einem System ausserhalb des Kessels kommen. Ent
scheidend ist lediglich, dass die Temperatur des Ein
spritzwassers unterhalb der zum Druck im Überhitzer gehö
renden Sättigungstemperatur liegt. Die Möglichkeiten der
Einspritzwasserentnahmen können einzeln oder in Kombina
tion zum Einsatz gelangen.
Die Förderung des Einspritzwassers kann durch
eine Druckdifferenz, eine Zubringerpumpe 21, eine Höhen
differenz oder eine Kombination dieser Möglichkeiten er
folgen.
Die Fig. 4 zeigt einen Zwangdurchlaufkessel
25. Als spezifische Ausführung ist wieder ein Abhitzekes
sel mit einem Heizgaseintritt 19 und einem Heizgasaus
tritt 20 dargestellt.
Das Speisewasser wird durch die Speisewasser
leitung 1 mit der Speisewasserpumpeneinheit 2 dem Kessel
25 zugeführt. Auch hier wird angenommen, dass im Kessel
jeweils nur eine Druckstufe vorhanden ist. Der Kessel
weist einen Economizer 3, einen Verdampfer 7 und einen
Überhitzer 8 auf. Weiter ist ein Separator 26 zwischen
Verdampfer 7 und Überhitzer 8 vorhanden.
Auch bei der Ausführungsvariante eines
Zwangdurchlauf-Abhitzekessels wird die Wassereinspritzung
10 am Eintritt in den Überhitzer 8 realisiert. Bedingt
durch das Zwangdurchlaufprinzip ergeben sich im Bereich
des Separators (gegenüber dem Umlaufkessel) andere Mög
lichkeiten der Einspritzwasserentnahme.
1
Speisewasserleitung
2
Speisewasserpumpeneinheit
3
Economizer
4
,
4
a Einspritzwasserleitung
5
Regelorgan
6
Trommel
7
Verdampfer
8
Überhitzer
9
Dampfleitung
10
Mischstelle/Wassereinspritzung/Einspritzkühler
11
Erster Teil der Regelung (Rechner)
12
Zweiter Teil der Regelung (Regler)
13
Überhitzerrohre
14
Eintrittssammler
15
Einspritzwasserverteilrohr
16
Einspritzwasserlanzen
17
Blenden
18
Trommelkessel (Abhitzekessel)
19
Heizgaseintritt
20
Heizgasaustritt
21
Zubringerpumpeneinheit
22
Umwälzpumpeneinheit
23
Verbindungsleitung (zwischen Economizer und
Trommel)
25
Zwangdurchlaufkessel (Abhitzekessel)
26
Separator
EW
EW
Einspritzwassermassenstrom
D
D
Dampfmassenstrom
hE
hE
Eintrittsenthalpie
hS,A
hS,A
Sollenthalpie
hIST,A
hIST,A
Dampfenthalpie
pIST,A
pIST,A
Dampfdruck
tIST,A
tIST,A
Dampftemperatur
tS,A
tS,A
Sollwert der Dampftemperatur
Claims (14)
1. Verfahren zur Regelung der Temperatur am
Austritt eines Dampfüberhitzers durch Wassereinspritzung,
dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser im Bereich des
Eintrittes des Dampfes in den Überhitzer (8) eingespritzt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Wasser im Bereich des Eintrittssamm
lers (14) in den Überhitzer (8) eingespritzt wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser in Nass
dampf, Sattdampf oder überhitztem Dampf eingespritzt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf durch die
Wassereinspritzung bis auf Nassdampfbedingungen abgekühlt
wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der
Überhitzeraustrittstemperatur mittels einer Enthalpiere
gelung erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass zur Erhöhung der Regelgüte aus der Ener
gie- und Massenbilanz an der Mischstelle (10) die Ein
trittsenthalpie in den Überhitzer berechnet und der Ent
halpieregelung aufgeschalten wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzwasser
an geeigneter Stelle eines Kessels, eines Wasserdampf
kreislaufes oder eines sonstigen Wassersystems entnommen
wird und dessen Temperatur niedriger sowie dessen Druck
höher als die Temperatur bzw. der Druck an der Mischstel
le (10) ist.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah
rens nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem
Dampferzeuger (18, 25) einschliesslich einem Überhitzer
(8) mit Überhitzerrohren (13) und einem Eintrittssammler
(14), gekennzeichnet durch eine Mischstelle (10) zur Zu
mischung von Einspritzwasser im Bereich des Eintritts
sammlers (14) des Überhitzers (8).
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah
rens nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein Einspritz
wasserverteilrohr (15), von welchem Einspritzwasserlanzen
(16) ausgehen, die in mindestens einige der Überhitzer
rohre (13) hineinragen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, dass von einem parallel zum Eintrittssamm
ler (14) angeordneten Einspritzwasserverteilrohr (15)
Einspritzwasserlanzen (16) abgehen, die durch den Ein
trittssammler (14) hindurchgehen und in die Überhitzer
rohre (13) hineinragen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, da
durch gekennzeichnet, dass jeweils eine Einspritzwasser
lanze (16) in jeweils ein Überhitzerrohr (13) hineinragt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9
bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindringtiefe
der Einspritzwasserlanzen (16) in die Überhitzerrohre
(13) abhängig von den Parametern an der Mischstelle (10)
derart gewählt ist, dass das Einspritzwasser vom Dampf
mitgeführt wird und nicht in den Eintrittssammler (14)
zurücklaufen kann.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzwasser
lanzen (16) mit Blenden (17) zur kontrollierten Vertei
lung der einzelnen Einspritzwassermassenströme ausgerü
stet sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8
bis 13, gekennzeichnet durch eine Reglereinheit mit einem
Rechnerteil (11) und einem Reglerteil (12), welchem Rech
nerteil (11) die Parameter des Dampfes nach dem Überhit
zer zugeführt werden, und in welchem Rechnerteil (11) aus
diesen Parametern die Enthalpie des Dampfes berechnet und
der berechnete Wert der Enthalpie dem Reglerteil (12) zu
geführt wird, um mit einem Sollwert verglichen zu werden,
welcher Reglerteil (12) mit einem Regelorgan (5) zum Re
geln der Menge des eingespritzten Wassers in Verbindung
steht.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19901656A DE19901656A1 (de) | 1999-01-18 | 1999-01-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Temperatur am Austritt eines Dampfüberhitzers |
| US09/484,179 US6311647B1 (en) | 1999-01-18 | 2000-01-18 | Method and device for controlling the temperature at the outlet of a steam superheater |
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| DE19901656A DE19901656A1 (de) | 1999-01-18 | 1999-01-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Temperatur am Austritt eines Dampfüberhitzers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19901656A1 true DE19901656A1 (de) | 2000-07-20 |
Family
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|---|---|---|---|
| DE19901656A Withdrawn DE19901656A1 (de) | 1999-01-18 | 1999-01-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Temperatur am Austritt eines Dampfüberhitzers |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19901656A1 (de) |
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