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DE19901639B4 - Druckabhängig reagierendes Ventil, insbesondere für einen Schwingungsdämpfer - Google Patents

Druckabhängig reagierendes Ventil, insbesondere für einen Schwingungsdämpfer Download PDF

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DE19901639B4
DE19901639B4 DE1999101639 DE19901639A DE19901639B4 DE 19901639 B4 DE19901639 B4 DE 19901639B4 DE 1999101639 DE1999101639 DE 1999101639 DE 19901639 A DE19901639 A DE 19901639A DE 19901639 B4 DE19901639 B4 DE 19901639B4
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pressure
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Andreas Förster
Joachim Kühnel
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ZF Friedrichshafen AG
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ZF Sachs AG
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/32Details
    • F16F9/50Special means providing automatic damping adjustment, i.e. self-adjustment of damping by particular sliding movements of a valve element, other than flexions or displacement of valve discs; Special means providing self-adjustment of spring characteristics
    • F16F9/512Means responsive to load action, i.e. static load on the damper or dynamic fluid pressure changes in the damper, e.g. due to changes in velocity
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Abstract

Druckabhängig reagierendes Ventil für einen verstellbaren Schwingungsdämpfer mit einer Kolbenstange, die in einen mit Dämpfflüssigkeit gefüllten Zylinderrohr axial beweglich angeordnet ist, wobei das druckabhängig reagierende Ventil mit einer über eine Druck-anschlußöffnung druckbeaufschlagten Verstelleinrichtung angesteuert wird, die einen zu einer Ventilfläche axial beweglichen Ventilkörper aufweist, wobei die Ventilfläche und der Ventilkörper zusammen einen Ventildurchlaßquerschnitt bestimmen und der Ventilkörper von einem in einem Druckraum schwimmend gelagerten Druckübersetzer angesteuert wird, der von mindestens einer Feder abgestützt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eines der den Ventildurchlaßquerschnitt bestimmenden Ventilteile (35; 39; 45; 103) mittels einer Einstellvorrichtung (73) relativ zu einer Momentanstellung des Druckübersetzer (43) bewegbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein druckabhängig reagierendes Ventil entsprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
  • Aus der DE 44 01 393 C1 ist ein druckabhängig reagierendes Ventil für einen verstellbaren Schwingungsdämpfer bekannt, umfassend eine Kolbenstange, die in einen mit Dämpfflüssigkeit gefüllten Zylinderrohr axial beweglich angeordnet ist, wobei das Zylinderrohr einen Anschluß an das druckabhängige Ventil aufweist, das von einer druckbeaufschlagten Verstelleinrichtung angesteuert wird, wobei die Verstelleinrichtung einen axial beweglichen Ventilkörper aufweist, der von einem in einem Druckraum schwimmend gelagerten Druckübersetzer angesteuert wird, wobei der Druckübersetzer von mindestens einer Feder abgestützt wird. Die den Druckübersetzer vorspannende Feder bestimmt die Steilheit einer Öffnungskennlinie des besagten Ventils bei gegebenen Ventilquerschnitten. Ein Problem besteht darin, daß im Stand der Technik Tellerfedern eingesetzt werden, die hinsichtlich ihrer Federkraft deutlichen Schwankungen unterworfen sind. Geringfügigste Abweichungen bei den Abmessungen der Tellerfedern wirken sich deutlich auf das Ventilverhalten aus.
  • Die US 5 301 776 offenbart einen mittels Magnetkraft verstellbaren Schwingungsdämpfer, wobei eine Schließfeder auf einen mittels Einstellgewinde längenverstellbaren Ventilkörper wirkt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein druckabhängig reagierendes Ventil derart weiterzuentwickeln, daß eine Ventilöffnungskennlinie und ein beliebiger Betriebspunkt darauf variabel einstellbar ist.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Der wesentliche Vorteil im Vergleich zum Stand der Technik liegt darin, daß der Ventildurchlaßquerschnitt unabhängig von der Lage und Vorspannung des Druckübersetzers einstellbar ist. Bisher lag immer eine geschlossene Verspannungskette vom Druckübersetzer bis zur Ventilfläche vor. Eine erhöhte Vorspannung des Druckübersetzers war immer mit einem geschlossenen Ventil verbunden. Gerade bei Tellerfedern besteht häufig die Notwendigkeit nach einer Nachjustierung der Federvorspannkraft. Mit der Einstellvorrichtung wird der zwanghafte Zusammenhang zwischen der Federvorspannkraft des Druckübersetzers und dem Ventildurchlaßquerschnitt aufgehoben, so daß bei identischer Vorspannkraft des Ventilkörpers ein geöffneter, aber auch ein geschlossener Ventildurchlaßquerschnitt möglich ist.
  • Für ein Ventilkennfeld bedeutet das, daß man über die Federvorspannung des Druckübersetzers Kraftkennlinien unterschiedlicher Steigungen, d. h. unterschiedlicher Kraftgradienten erzeugen kann und mittels der Einstellvorrichtung einen Betriebspunkt auf der Kraftkennlinien einstellen kann, ab dem beispielsweise der Ventilkörper gerade öffnet.
  • Bei einer Ausführungsform ist der Ventilkörper mittels der Einstellvorrichtung axial relativ zum Druckübersetzer justierbar. Alternativ kann die Ventilfläche mittels der Einstellvorrichtung relativ zum Druckübersetzer justierbar sein. Ein Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen eine der beiden Varianten kann darin gesehen werden, ob und mit welcher Vorrichtung das Ventil eingestellt wird, wobei das einzustellende Bauteil möglichst leicht zugänglich sein sollte.
  • Die Einstellvorrichtung soll möglichst zwei Funktionen erfüllen. Zum einen ist die beschriebene Bewegung eines der Ventilteile zu gewährleisen. Zum anderen sind auch Haltekräfte aufzunehmen, die gegen Betriebskräfte im Ventil wirken. Deshalb besteht die Einstellvorrichtung aus einer Gewindeverbindung, die bei der erstgenannten Variante den Druckübersetzer mit dem Ventilkörper zumindest mittelbar verbindet.
  • Bei einer vorteilhaften Abwandlung weist der Druckübersetzer eine Sacklochgewindeöffnung zur teilweisen Aufnahme des Ventilkörpers auf, wobei die Sacklochgewindeöffnung Teil der Einstellvorrichtung ist. Diese Lösung bietet sich insbesondere dann an, wenn der Ventilkörper zwecks Einstellung aus Richtung der Ventilfläche erreichbar ist. Man spart die Abdichtung des Ventilkörpers zum Druckübersetzer ein, da keine Durchgangsöffnung für den Ventilkörper vorliegt.
  • Man kann auch vorsehen, daß der Druckübersetzer eine Öffnung aufweist, durch die eine Verlängerung des Ventilkörper auf die dem Ventilkörper abgewandten Seite des Druckübersetzers führt, wobei zwischen der Verlängerung und dem Druckübersetzer die Einstellvorrichtung angeordnet ist, die den Ventilkörper relativ zum Druckübersetzer beweglich lagert. Zum einen wird der Ventilkörper besonders gut radial geführt. Des weiteren läßt sich die Rückseite des Ventilkörpers in der Regel leichter erreichen, wenn dieser beim Einstellablauf beispielsweise von einem Druckmedium beaufschlagt wird und eine gewisse Dichtheit der Meßvorrichtung zum Ventil gefordert ist. Besonders einfach wird der Einstellvorgang, wenn die Verlängerung zentrisch zur Druckanschlußöffnung in einem Deckel der Versteileinrichtung angeordnet ist, so daß die Verlängerung durch die Druckanschlußöffnung erreichbar ist.
  • Für alle Ausführungsformen wird angestrebt, daß das mittels der Einstellvorrichtung bewegliche Ventilteil mindestens eine Werkzeugfläche aufweist.
  • Man kann aber auch eine Variante realisieren bei der die Ventilfläche von einer Schraubhülse innerhalb eines topfförmigen Einsatzes gebildet wird. Die Schraubhülse kann bei Bedarf verdreht werden, wodurch sich die Lage der Ventilfläche ändert.
  • Selbst wenn die Gewindeverbindung der Einstellvorrichtung von einem Befestigungsgewinde gebildet wird, so muß ein axiales Gewindespiel berücksichtigt werden, da die Ventildurchlaßquerschnitte recht klein sind und das geringe axiale Gewindespiel den Ventildurchlaßquerschnitt beeinflußt. Aus diesem Grund weist die Gewindeverbindung einen Gewindespielausgleich auf. Ein Gewindespielausgleich könnte derart aussehen, daß das bewegliche Ventilbauteil beispielsweise mit einem ortsfesten Bauteil verrollt oder verschweißt wird. Das gesamte Ventil baut aber sehr klein, so daß entsprechende Arbeitsschritte u. U. zu Beschädigungen am Ventil führen können.
  • Dadurch, daß der Gewindespielausgleich aus einer auf das relativ zum Druckübersetzer bewegliche Ventilteil wirkenden Vorspannfeder besteht, wird sichergestellt, daß stets dieselben Gewindeflankenseiten aufeinanderliegen. Ein Flankenwechsel aufgrund extem schwankender Drücke auf den Ventilkörper durch Ausnutzen des Gewindespiels ist damit ausgeschlossen.
  • Zur weiteren Feineinstellung des Ventils ist vorgesehen, daß der Druckübersetzer beidseitig von Federelementen auf Stützflächen gehalten wird, wobei mindestens eine der Stützflächen axial verstellbar ist, wodurch die Vorspannung der auf den Druckübersetzer wirksamen Federelemente justierbar ist. In Abhängigkeit der Vorspannung kann erreicht werden, daß die resultierenden Federkräfte der am Druckübersetzer angreifenden Federn in Öffnungsrichtung oder in Schließrichtung wirken. Es kann auch ein Kräftegleichgewicht eingestellt werden. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn als Federelement ebene Federscheiben anstelle von Tellerfedern eingesetzt werden. Der Einfluß der Schirmung bei den Tellerfedern ist aufgehoben.
  • Im Hinblick auf eine einfache Einstellmöglichkeit wird die axial bewegliche Stützfläche von einem Stützring gebildet, der im Druckraum verschieblich gelagert ist. Zur kostengünstigen und trotzdem zuverlässigen Befestigung des Stützringes bildet dieser eine Preßpassung mit einer Führung innerhalb des Druckraums. Die Preßpassung läßt sich relativ leicht auslegen, da die maximal auftretenden Betriebskräfte am Stützring bekannt sind. Wird das Übermaß der Preßpassung geschickt ausgelegt, so kann der Stützring in einer Meßvorrichtung exakt eingestellt werden, indem beispielsweise ein Stempel auf den Stützring einwirkt und nach Messung der Federkraft am Druckübersetzer abgehoben werden kann. Die bei der Preßpassung auftretenden Reibkräfte zwischen dem Stützring und der Führung wirken gegen die Stützkräfte der Federelemente. Die Einstellung der Federelemente ist stufenlos möglich, wobei auf eine Gewindeverbindung zwi schen dem Stützring und der besagten Führung für den Stützring verzichtet werden kann.
  • Setzt man das druckabhängig reagierende Ventil zusammen mit einer Luftfeder eines Kraftfahrzeuges ein, deren Betriebsdruck auf den Druckübersetzer einwirkt, so steht ein relativ großes Luftvolumen in der Luftfeder einem relativ kleinen Volumen im Druckraum des Ventils gegenüber. Bei einer Federungsbewegung der Luftfeder wird das Luftvolumen kompremiert und anschließend wieder entspannt. Diese Schwingbewegungen würden sich auf den Druckübersetzer übertragen. Um den Betriebsdruck in Abhängigkeit der Beladung unabhängig von Federungsbewegungen während der Fahrt eines Fahrzeuges herauszufiltern, weist der Druckraum gemäß einem vorteilhaften Unteranspruch eine Druckanschlußöffnung auf, in der eine Drossel angeordnet ist. Diese Drossel glättet die Schwankungen des Betriebsdruckes auf den Druckübersetzer. Als weiterer Vorteil ist zu sehen, daß bei einer Ausfederungsbewegung des Fahrzeuges die Luftfeder zwangsläufig entspannter wird, und damit der Druck auf den Druckübersetzer reduziert würde, womit gleichzeitig eine Dämpfkraftverringerung bei einem druckabhängig reagierenden Ventil in einem Schwingungsdämpfer verbunden wäre, wenn die Drossel den Druck im Druckraum nicht kurzfristig halten könnte und somit gerade in der Zugstufe, wenn man eine größere Dämpfwirkung anstrebt, der Zielvorstellung nachkommt, in der Zugstufe eine möglichst hohe Dämpfung zu realisieren.
  • Die Wirkung einer Drossel ist abhängig von der Länge, dem Querschnitt und dem Verlauf der Drosselstrecke ab. Diese Forderungen werden auf sehr einfache Weise wirkungsvoll erfüllt, wenn die Drossel von einem Innengewinde gebildet wird, in das ein Schraubstück eingedreht wird, wobei das Gewindespiel zwischen dem Innengewinde und dem Schraubstückgewinde eine Drosselstrecke bildet. Das Gewindespiel stellt den Querschnitt, die Abwicklung des Gewindeganges die Drossellänge und die Schraubenform den Verlauf dar. Alle drei Parameter werden von einem Gewinde in sehr hohem Maße erfüllt, so daß die Drosselwirkung entsprechend ist.
  • So ist bei einer vorteilhaften Ausführung vorgesehen, daß die Verlängerung in die Druckanschlußöffnung ragt. Damit sind mehrere Vorteile verbunden. So wird die Zugänglichkeit der Verlängerung für den Einstellvorgang verbessert. Des weiteren erhält man bei entsprechender Dimensionierung der Querschnitte von Druckanschlußöffnung zur Verlängerung eine Radialführung der Verlängerung. Bei einem besonders engen Spalt zwischen der Verlängerung und der Druckanschlußöffnung kann auch der Spalt als Drossel genutzt werden.
  • Des weiteren kann die Verlängerung einen Drosselzulaufkanal von der Druckanschlußöffnung bis zum Druckraum aufweisen. Damit ist der Zusammenhang zwischen Führung und Drossel beim Spalt aufgehoben. Bei der Dimensionierung der Drossel kann man nicht beliebig vorgehen, sondern muß bestimmte rechnerische Zusammenhänge einhalten, die u. U. eine Führung der Verlängerung an dieser Stelle nicht zulassen.
  • Um einen besonders langen Drosselzulaufkanal zu erhalten mündet der Drosselzulaufkanal in der Verlängerung in die bereits als Drossel wirksame Gewindeverbindung zwischen dem Druckübersetzer und der Verlängerung.
  • Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung näher erläutert werden: Es zeigt:
  • 1 Schwingungsdämpfer mit druckabhängig reagierendem Ventil
  • 2, 48 Ausführungsvarianten des druckabhängigem Ventils
  • 3 Kraftkennlinien von dem druckabhängigen Ventil
  • 9 u. 10 Detaildarstellungen der 2, 48
  • In 1 ist ein Schwingungsdämpfers 1 mit einem Zylinder 3 dargestellt, in dem eine Kolbenstange 5 axial beweglich angeordnet ist. Der Zylinder ist nach unter durch einen Boden 7 abgeschlossen. Die Kolbenstange 5 ist durch eine Führungs- und Dichtungseinheit 9 aus dem oberen Ende des Zylinders herausgeführt. Innerhalb des Zylinders 3 ist an der Kolbenstange 5 eine Kolbeneinheit 11 mit einer Kolbenventilanordnung 13 befestigt. Der Boden des Zylinders 3 ist mit einer Bodenventilanordnung 15 versehen. Der Zylinder 3 ist von einem Behälterrohr 17 umhüllt. Zwischen dem Behälterrohr 17 und dem Zylinder 1 ist ein Ringraum 19 gebildet, der eine Ausgleichskammer darstellt. Der Raum innerhalb des Zylinders 1 ist durch die Kolbeneinheit 11 in eine erste Arbeitskammer 21a und eine zweite Arbeitskammer 21b unterteilt. Die Arbeitskammern 21a und 21b sind mit Druckflüssigkeit gefüllt. Die Ausgleichskammer 19 ist bis zu dem Niveau 19a mit Flüssigkeit und darüber mit Gas gefüllt. Innerhalb der Ausgleichskam mer 19 wird eine erste Leitungsstrecke, nämlich eine Hochdruckteilstrecke 23a, von einem Zwischenrohr 23 gebildet, welche über eine Bohrung 25 des Zylinders 1 mit der zweiten Arbeitskammer 21b in Verbindung steht. An diese Hochdruckteilstrecke schließt sich ein seitlich an dem Behälterrohr 17 angebautes druckabhängig reagierendes Ventil 27 an. Von diesem führt (nicht dargestellt) eine zweite Leitungsstrecke, nämlich eine Niederdruckteilstrecke, zu dem Ausgleichsraum 19.
  • Wenn die Kolbenstange 5 aus dem Zylinder 3 nach oben ausfährt, wird die obere Arbeitskammer 21b verkleinert. Es bildet sich in der oberen Arbeitskammer 21b ein Überdruck aus, der sich durch die Kolbenventilanordnung 13 in die untere Arbeitskammer 21a abbauen kann, solange das druckabhängig reagierende Ventil 27 geschlossen ist. wenn das druckabhängig reagierende Ventil 27 geöffnet ist, so fließt gleichzeitig Flüssigkeit von der oberen Arbeitskammer 21b durch die Hochdruckteilstrecke 23 und das druckabhängig reagierende Ventil 27 in die Ausgleichskammer 19. Die Dämpfcharakteristik des Schwingungsdämpfers beim ausfahren der Kolbenstange 5 ist also davon abhängig, ob das druckabhängig reagierende Ventil 27 offen oder geschlossen ist.
  • Wenn die Kolbenstange 3 in den Zylinder 3 einfährt, so bildet sich in der unteren Arbeitskammer 21a ein Überdruck. Flüssigkeit kann von der unteren Arbeitskammer 21a durch die Kolbenventilanordnung 13 nach oben in die obere Arbeitskammer 21b übergehen. Die durch das zunehmende Kolbenstangenvolumen innerhalb des Zylinders 1 verdrängte Flüssigkeit wird durch die Bodenventilanordnung 15 in die Ausgleichskammer 19 ausgetrieben. In der oberen Arbeitskammer 21b tritt, da der Durchflußwiderstand der Kolbenventilanordnung 13 geringer ist als der Durchflußwiderstand der Bodenventilanordnung 15, ebenfalls ein steigender Druck auf. Dieser steigende Druck kann bei geöffneten druckabhängig reagierendem Ventil 27 durch die Hochdruckteilstrecke 23a wiederum in den Ausgleichsraum 19 überfließen. Dies bedeutet, daß bei geöffnetem druckabhängig reagierendem Ventil 27 der Stoßdämpfer auch beim einfahren dann eine weichere Charakteristik hat, wenn das druckabhängig reagierende Ventil 27 geöffnet ist und eine härtere Charakteristik, wenn das druckabhängig reagierende Ventil geschlossen ist, genauso wie beim Ausfahren der Kolbenstange. Festzuhalten ist, daß die Strömungsrichtung durch die Hochdruckteilstrecke 23a des Bypasses immer die gleiche ist, gleichgültig, ob die Kolbenstange ein- oder ausfährt.
  • Die 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des druckabhängigen Ventils 27 als Einzelkomponente. Innerhalb eines außen am Behälterrohr 17 angeordneten Rohrstutzens 29 ist ein topfförmiger Einsatz 31 montiert, der einen Anschluß 33 an die Hochdruckteilstrecke 23a des Schwingungsdämpfers aufweist. Am Boden des topfförmigen Einsatzes ist eine Ventilfläche 35 und mindestens eine Abflußöffnung 37 zum Ausgleichsraum 19 eingearbeitet.
  • Auf der Ventilfläche ist in dieser Betriebsstellung ein Ventilkörper 39 vorgespannt. Der Ventilkörper wird in einer zentralen Stufenöffnung 41 eines Druckübersetzers 43 radial geführt, wobei eine Ventilkörperdichtung 39a die Ventilkörpervorderseite von der Ventilkörperrückseite trennt. Dem Ventilkörper 39 schließt sich eine Verlängerung 45 an, die den Druckübersetzer vollständig durchsetzt und in einer Druckanschlußöffnung 47 in einem Deckel 49 endet. Die Druckanschlußöffnung ist mit einer nichtdargestellten Druckquelle, beispielsweise einer Luftfeder, verbunden.
  • Der Druck in der Druckanschlußöffnung, im weiteren Steuerdruck genannt, wirkt auf den Druckübersetzer 43, der axial schwimmend im topfförmigen Einsatz 31 geführt ist. Der Druckübersetzer wird von einer Scheibe gebildet, die an ihrem Außendurchmesser eine Dichtung 51 trägt. Dafür ist der Innendurchmesser des rohrförmige Einsatzes ausgehend vom Deckel 49 bis zu einer ersten Stützfläche 53 als Führungsfläche 55 gearbeitet.
  • Auf der ersten Stützfläche 53 radial außen und einem Absatz 57 auf der Unterseite des Druckübersetzers 43 ist ein erstes Federelement 59 angeordnet, das bevorzugt aus geschichteten Planscheiben besteht. Ein zweites Federelement 61 ist zwischen einem weiteren Absatz 63 des Druckübersetzers 43 und einer zweiten Stützfläche 65 verspannt. Die zweite Stützfläche 65 wird von einem Spannring 67 bereitgestellt, dessen Außendurchmesser zur Führungsfläche 55 derart dimensioniert ist, daß zwischen diesen Flächen eine Preßpassung vorliegt.
  • Ausgehend von der Dichtung 51 bildet die Führungsfläche 55 mit der Oberseite des Druckübersetzers 43 und dem Deckel 49 einen Druckraum 69, in dem der Steuerdruck anliegt. Von der Druckanschlußöffnung 47 gelangt das Steuermedium nicht direkt in den Druckraum, da die Verlängerung 45 außenseitig zur Druckanschlußöffnung 47 ab gedichtet ist. Die Verlängerung weist einen zentralen Drosselzulaufkanal 71 auf, der in etwa bis zum Ventilkörper reicht. Von dort aus kann das Druckmedium durch den geringen Spalt zwischen dem Druckübersetzer und der Verlängerung bis an eine Gewindeverbindung strömen, die eine Einstellvorrichtung 73 bildet. Die Gewindeverbindung stellt eine Fortsetzung des Drosselzulaufkanals 71 dar.
  • Damit die Einstellvorrichtung bzw. die Gewindeverbindung spielfrei arbeitet, ist zwischen der Verlängerung und der Oberseite des Druckübersetzers eine Vorspannfeder 75 angeordnet, die die beiden genannten Bauteile der Gewindeverbindung so vorspannt, daß stets dieselben Gewindeflanken in Eingriff sind. Als Anschlag für die Vorspannfeder 75 dient eine Stützscheibe 77.
  • Bei der Montage wird zunächst der Ventilkörper 39 mit seiner Verlängerung 45 in die Stufenöffnung bis zum Anschlag oder nahe dem Anschlag eingeschraubt. Danach wird die Dichtung 51 des Druckübersetzers eingelegt. Auf die erste Stützfläche 53 im topfförmigen Einsatz 31 wird eine Anzahl von Planscheiben für das erste Federelement 59 aufgelegt. Danach wird der Druckübersetzer samt Ventilkörper in den topfförmigen Einsatz 31 eingeführt. In einem weiteren Arbeitsschritt wird das zweite Federelement 61 auf den Absatz 63 aufgelegt. Die so vorbereitete Unterbaugruppe spannt man in eine Vorrichtung, die von unten auf den Ventilkörper eine periodisch schwellende Kraft aufbringt. Die Krafteinleitung kann durch einen Stößel mechanisch oder durch ein Druckmedium hydraulisch oder pneumatisch erfolgen.
  • Für eine bestimmte Ventileinstellung soll auf den Ventilkörper eine definierte Öffnungskraft aufgebracht werden. Gleichzeitig wird der Druckübersetzter 43 über den eingeführten Spannring 67 und dem zweiten Federelement 61 niedergedrückt. Ist der vorgesehene Kraftgradient auf den Druckübersetzer erreicht, so können die Mittel zur Krafteinleitung auf den Ventilkörper und den Druckübersetzer außer Betrieb gesetzt werden. Die Federelemente sind damit auf eine vorgesehene Federrate eingestellt. Der Spannring hält durch seine Preßpassung zur Führungsfläche 55 die eingestellte Lage der Federelemente. Toleranzen an den Federelementen, den Absätzen am Druckübersetzer o. ä. werden durch diese Art der Einstellung ausgeglichen.
  • Danach muß die Vorspannfeder 75 mit der Stützscheibe 77 montiert werden. In einem weiteren Arbeitsschritt wird mittels der Einstellvorrichtung 73 die Lage des Ventilkörpers 39 relativ zum Druckübersetzer 43 festgelegt, um einen Ventildurchlaßquerschnitt zwischen dem Ventilkörper und der Ventilfläche 35 einzustellen. Man kann vorsehen, daß bereits ein Ventildurchlaßquerschnitt gegeben ist. Alternativ kann in Öffnungsrichtung der Ventilkörper kraftlos auf der Ventilfläche 35 aufliegen oder durch eine Verstellbewegung, bei der der Ventilkörper aus dem Druckübersetzer herausgedreht wird, eine Vorspannung auf den Ventilkörper einwirken. Für die Einstellbewegung verfügt die Verlängerung 45 an ihrem Ende über mindestens eine Werkzeugfläche 79. Mit der Einstellvorrichtung kann ein Betriebspunkt auf der Kraftkennlinie des Druckübersetzers eingestellt werden.
  • Die 3 soll den Unterschied zum Stand der Technik verdeutlichen. Die strichpunktierten Kennlinien stellen typische Federkennlinien von Tellerfedern dar. Es besteht ein zwanghafter Zusammenhang von Federkraft und Ventildurchlaßquerschnitt bzw. dem Weg sv des Ventilkörpers. Damit kann man nur die strichpunktierten Kennlinen erreichen, wobei diese auch noch stark toleranzbehaftet sind.
  • Mit der unterschiedlichen Vorspannung der ersten und zweiten Federelemente werden unterschiedliche Steigungen bei den Schließkräften Fs erreicht. Die Einstellvorrichtung ermöglicht eine Verschiebung des Betriebspunktes, beispielsweise des Öffnungspunktes des Ventilskörpers vom der Ventilfläche auf einer Geraden im Kennlinienfeld. Damit kann auch ein Betriebspunkt im dritten Quadranten des Kennfeldes eingestellt werden, bei dem der Ventilkörper von den Federelementen auch ohne Krafteinleitung auf den Ventilkörper bereits von der Ventilfläche abgehoben ist. Die Schließkräfte Fs stellen die resultierenden Kräfte dar, die auf den Druckübersetzer einwirken, nämlich die in Schließrichtung wirkende Steuerkraft im Druckraum und die Vorspannkraft des zweiten Federelementes abzüglich der Öffnungskraft des ersten Federelementes. Die Horizontalachse des Kraftdiagrammes stellt den Weg der Einheit Druckübersetzer/Ventilkörper dar, wobei der Ursprung den Zustand markiert, wenn der Ventilkörper auf der Ventilfläche ohne Schließkraft aufliegt.
  • Für die weitere Beschreibung wird wieder auf die 2 Bezug genommen. Sind die Krafteinstellungen an der bisher beschriebenen Baueinheit abgeschlossen, so wird der topfförmige Einsatz 31 in den Rohrstutzen 29 eingeführt. Danach wird der Deckel 49 mit seiner außenliegenden Deckeldichtung 81 in den Rohrstutzen geschoben, bis der Deckel auf dem topfförmigen Einsatz 31 stirnseitig zur Anlage kommt. Die Deckeldichtung soll den Druckraum 69 und den Ausgleichsraum 19 zur Umgebung im Bereich des Ventils 27 abdichten. Ein Sicherungsring 83 hält den Deckel in der geschlossenen Position, wobei der Deckel verdrehbar ist, um eine nicht dargestellte Versorgungsleitung in eine gewünschte Position zum Ventil 27 ausrichten zu können.
  • Während des Dämpferbetriebs wird Dämpfflüssigkeit über die Hochdruckteilstrecke 23a in den Anschluß 33 des Ventils 27 verdrängt. In Abhängigkeit der gewünschten Dämpfkraftkennlinie muß das Dämpfmedium ggf. eine Vordrossel 85 passieren, bevor es auf eine Anströmungsfläche 87 des Ventilkörpers 39 trifft. Der Druck auf die Anströmfläche multipliziert mit deren Flächeninhalt stellt eine auf den Ventilkörper wirksame Öffnungskraft dar, die gegen die resultierende Schließkraft aus Steuerdruck im Druckraum 69 auf den Druckübersetzer 43 und der resultierenden Federkraft der beiden Federelemente 59; 61 wirkt. Ist die Öffnungskraft größer als die Schließkraft, so hebt der Ventilkörper ab, bzw. hebt ein bereits geöffneter Ventilkörper, der im drucklosen Zustand bereits einen Ventildurchlaßquerschnitt zuläßt, weiter ab. Über die Abflußöffnungen 37 kann das Dämpfmedium in den Ausgleichsraum 19 aus einem Niederdruckraum 89 zwischen dem Boden des topfförmigen Einsatzes und der Unterseite des Druckübersetzers 43 abströmen.
  • Es sei noch erwähnt, daß der Momentandruck im Schwingungsdämpfer, wenn keine Kolbenbewegung abläuft, auf die Fläche der Größe der Unterseite des Druckübersetzers zuzüglich der Anströmfläche 87 des Ventilkörpers 39 wirkt und eine Öffnungskraft darstellt. Insbesondere bei Schwingungsdämpfern mit einer Gasvorspannung im Ausgleichsraum muß dieser Umstand bei der Einstellung der Federelemente berücksichtigt werden, da bei Erwärmung, beispielsweise durch den Dämpfbetrieb, die Gasvorspannung ansteigen kann, wodurch der Ventilkörper aufgrund der größeren Öffnungskraft einen größeren Ventildurchlaßquerschnitt einstellt und die Dämpfkraft im Gegenzug sinkt.
  • Der wesentliche Aufbau der 4 entspricht der 2. In der Wirkung sind beide Ventile 27 identisch, so daß nur auf die Unterschiede eingegangen wird. Die wesentlichen Unterschiede bestehen darin, daß die Verlängerung 45 des Ventilkörpers 39 ein separates Bauteil in der Art eines Ventilstößel darstellt und die Unterseite des Druckübersetzers von der Ventilkörperdichtung 39a hydraulisch dicht vom Niederdruckraum 87 getrennt ist, andererseits aber eine Entlüftungsverbindung 91 zum Atmosphärendruck aufweist. Die Doppelfunktion der Deckeldichtung 81, nämlich abdichten des Druckraumes 69 und des Ausgleichsraums 19 wird geteilt. Die Deckeldichtung in der 4 ist nicht mehr an der unteren Außenkante des Deckels 49, sondern in etwa mittig in der Stirnflächedes topfförmigen Einsatzes 31 angeordnet, so daß die Deckeldichtung ausschließlich den Druckraum 69 abdichtet. Für die Abdichtung des Ausgleichsraums 19 wird eine Rohrstutzendichtung 93 eingesetzt. Die Entlüftungsverbindung 91 befindet sich zwischen der Deckeldichtung 81 und der Rohrstutzendichtung 93. Damit steht ein ausreichend großer Querschnitt zwischen der Innenwandung des Rohrstutzens und der Außenwandung des topfförmigen Einsatzes 31 für die Be- und Entlüftung des Raumes zwischen der Unterseite des Druckübersetzers 43 und dem Boden des topfförmigen Einsatzes zur Verfügung. Beim Betrieb folgt der Ventilkörper 39 aufgrund des Momentandrucks im Ventil 27 der Bewegung der Verlängerung 49.
  • Der wesentliche Vorteil der aufgezeigten Unterschiede liegt darin, daß der Stationärdruck im Schwingungsdämpfer aufgrund der Gasvorspannung im Ausgleichsraum 19 einen wesentlich kleineren Einfluß auf die auf den Ventilkörper wirksame Öffnungskraft ausübt. Der Stationärdruck wirkt zwar auf die Anströmfläche 87 des Ventilkörpers, aber auch gleichzeitig auf eine Ventilkörperrückseite 95, so daß nur die Differenzfläche aus Anströmfläche abzüglich der Ventilkörperrückseite als Wirkfläche für den Stationärdruck verbleibt. Bei einem entsprechenden Größenunterschied zwischen der druckbeaufschlagten Fläche im Druckraum für den Druckübersetzer und die druckbeaufschlagten Flächen am Ventilkörper kann der Einfluß des Stationärdruckes vernachläßigt werden. Es ist zu berücksichtigen, daß die Wirkung des Stationärdruckes mit dem momentanen Betriebsdruck bei der Kolbenstangenbewegung überlagert wird.
  • Die 5 ist bis auf die Ausgestaltung des Drosselzulaufkanal identisch mit der 4. Abweichend wird der Drosselkanal 71 von einem Ringspalt zwischen der Druckanschlußöffnung 47 und der in die Druckanschlußöffnung ragenden Verlängerung 45 gebildet. Man spart eine Dichtung in der Verlängerung und die zusätzliche zentrale Boh rung in der Verlängerung. Die Entscheidung welche der beiden Varianten eingesetzt werden kann, ist abhängig vom erforderlichen Drosselquerschnitt.
  • Bei der Darstellung der 6 wurde auf die Variante der 2 zurückgegriffen. Der Unterschied zur 2 besteht darin, daß die Verlängerung 49 des Ventilkörpers 39 nicht mehr bis in die Anschlußöffnung 47 ragt. Die Anschlußöffnung ist mit einem Innengewinde 97 versehen, in das ein Schraubstück 99 eingreift. Der Gewindespiel zwischen dem Innengewinde und dem Schraubstück entspricht der Gewindeverbindung der Einstellvorrichtung der 2.
  • In der 7 ist eine Variante der Einstellvorrichtung 73 dargestellt, bei der die Gewindeverbindung in einer Sacklochöffnung 101 unmittelbar zwischen dem Ventilkörper 39 und dem Druckübersetzer 43 ausgeführt ist. Die Werkzeugfläche 79 zur Einstellung befindet sich in der Anströmfläche 87. Die Vorspannfeder 75 in der Bauform einer Tellerfeder ist zwischen dem Boden der Sacklochöffnung und der Rückseite des Ventilkörpers verspannt. Im Vergleich zur 6 spart man nocheinmal die Ventilkörperdichtung 39a zwischen dem Ventilkörper und dem Druckübersetzer ein.
  • Mit der 8 soll dokumentiert werden, daß als das den Ventildurchlaßquerschnitt bestimmendes Ventilteil nicht nur der Ventilkörper 39 relativ zum Druckübersetzer justiert werden kann, sondern auch die Ventilfläche. Dazu ist die Ventilfäche 35 als Teil einer Schraubhülse 103 ausgeführt, deren Gewindeverbindung der Einstellvorrichtung 73 zwischen der Schraubhülse und dem Anschluß 33 ausgeführt ist. Die Schraubhülse weist einen Kragen auf, an dem auf der der Ventilfläche 35 abgewandten Seite die Vorspannfeder 75 angreift und sich am Boden des topfförmigen Einsatzes 31 abstützt. Der Ventilkörper ist duech den Betriebsdruck in der Hochdruckteilstrecke 23a zum Druckübersetzer 43 fixiert.
  • Die 9 zeigt einen Ausschnitt des druckabhängigen Ventils 27 im Bereich zwischen den beiden Federelementen 59; 61. Es soll vermieden werden, daß unter Druck stehendes Medium auf die jeweilige Rückseite des Federelementes strömt und damit der Vorspannkraft des Federelementes entgegenwirkt.
  • Dazu verfügt der Spannring 67 in seiner Stützfläche 65 über eine Radialöffnung 67a, die den Druckraum 69 mit der Rückseite des zweiten Federelementes verbindet. Der Zweck dieser Maßnahme besteht darin, daß nicht nur die Vorder- und die Rückseite mit Druckmedium beaufschlagt ist und damit der Druck auf das Federelement keinen Einfluß auf das Federelement ausübt, sondern daß die druckbeaufschlagte Fläche im Druckraum 69 eindeutig definiert ist. Man hat bei Versuchen herausgefunden, daß das Federelement 61 dichtend an der Stützfläche 65 anliegt. Damit vergrößert sich die druckbeaufschlagte Fläche am Druckübersetzer wesentlich, da als Außendurchmesser der druckbeaufschlagten Fläche der Innendurchmesser des topfförmigen Einsatzes 31 zu berücksichtigen ist. In Folge dessen ändert sich auch das gesamte Betriebsverhalten des druckabhängigen Ventils 27. Durch eine einfache Radialöffnung 67a kann dieses Problem behoben werden.
  • Ähnliche Verhältnisse liegen bei dem ersten Ventilelement 59 vor. Ein vom Absatz 57 bestimmte Rückraum 89a kann während des Ventilbetriebs mit Druckflüssigkeit gefüllt werden, da die Stützfläche 53 und der Absatz 57 keine Dichtstellen bilden. Ein eingeschlossenes Druckvolumen auf der Rückseite wurde die resultierende Federkraft des Federelementes verändern. Deswegen ist im topfförmigen Einsatz 31 eine Abströmöffnung 31a eingebracht, die den Rückraum 89a mit dem Ausgleichsraum 19 verbindet.
  • Im übrigen ist noch zu erwähnen, daß die Höhen der Absätze 57 und 63 derart bemessen sind, daß die entsprechenden Ringflächen 43a; 43b Abstützflächen für die zugehörigen Federelemente 59; 61 bilden, damit diese selbst bei extremen Betriebssituationen nicht überlastet und beispielsweise plastisch verformt werden.
  • Des weiteren ist der Übergang von der ersten Stützfläche 53 zur Innenwandung des topfförmigen Einsatzes scharfkantig ausgeführt, damit das Federelemtent 59 keine Radialbewegung ausführen kann und eindeutig zentriert ist.
  • In der 10 ist ein geometrischer Zusammenhang zwischen dem maximalen Ventilhub h des Ventilkörpers 39 und dem geringsten Abstand s des Druckübersetzers 43 zum topfförmigen Einsatz 31 dargestellt. Es ist unter allen Betriebszuständen gewährleistet, daß das Maß s größer/gleich dem Maß h ist. Damit wird verhindert, daß der eigentliche Übertrittquerschnitt aus der Hochdruckteilstrecke 23a in den Niederdruck raum 89 von einem Führungskragen 43c des Druckübersetzers gebildet wird. Wenn der Führungskragen 43c den Übertrittsquerschnitt bestimmt, kann sich an der Anströmfläche 87 des Ventilkörpers 39 ein Unterdruck bilden, der den Ventilkörper 39 auf die Ventilsitzfläche 35 herunter zieht und damit ein völlig ungenügendes Betriebsverhalten des druckabhängigen Ventils mit sich bringt.
  • Die gezeigten Ventile 27 sind in ihrer Funktion als funktional als Druckbegrenzungsventile anzusehen, wobei die Anwendung und Auslegung nur beispielhaft anzusehen ist. Ein Ventil 27 ist entsprechend der DE 44 24 437 auch als Vorstufenventil innerhalb einer Absperrventilbaugruppe als Ersatz für ein magnetisch angesteuertes Ventil denkbar. Des weiteren muß das Ventil 27 nicht unbedingt von einer Steuerleitung einer Luftfeder rein belastungsabhängig angesteuert werden. Auch eine separate Versorgung mit einem Druckmedium wie Öl oder Luft ist denkbar. Durch eine Abstimmung der Federkräfte der ersten und zweiten Federelemente und eine Anpassung aufgrund der Einstellvorrichtung ist das Ventil universell für einen weiten Druckbereich einsetzbar.

Claims (19)

  1. Druckabhängig reagierendes Ventil für einen verstellbaren Schwingungsdämpfer mit einer Kolbenstange, die in einen mit Dämpfflüssigkeit gefüllten Zylinderrohr axial beweglich angeordnet ist, wobei das druckabhängig reagierende Ventil mit einer über eine Druck-anschlußöffnung druckbeaufschlagten Verstelleinrichtung angesteuert wird, die einen zu einer Ventilfläche axial beweglichen Ventilkörper aufweist, wobei die Ventilfläche und der Ventilkörper zusammen einen Ventildurchlaßquerschnitt bestimmen und der Ventilkörper von einem in einem Druckraum schwimmend gelagerten Druckübersetzer angesteuert wird, der von mindestens einer Feder abgestützt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eines der den Ventildurchlaßquerschnitt bestimmenden Ventilteile (35; 39; 45; 103) mittels einer Einstellvorrichtung (73) relativ zu einer Momentanstellung des Druckübersetzer (43) bewegbar ist.
  2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (39) mittels der Einstellvorrichtung (73) axial relativ zum Druckübersetzer (43) justierbar ist.
  3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilfläche (35) mittels der Einstellvorrichtung (73) relativ zum Druckübersetzer (43) justierbar ist.
  4. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung (73) aus einer Gewindeverbindung besteht.
  5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckübersetzer (43) eine Sacklochgewindeöffnung (101) zur teilweisen Aufnahme des Ventilkörpers (39) aufweist, wobei die Sacklochgewindeöffnung Teil der Einstellvorrichtung (73) ist.
  6. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckübersetzer (43) eine Öffnung (41) aufweist, durch die eine Verlängerung (45) des Ventilkörper (39) auf die dem Ventilkörper (39) abgewandten Seite des Druckübersetzers (43) führt, wobei zwischen der Verlängerung und dem Druckübersetzer die Einstellvorrichtung (73) angeordnet ist, die den Ventilkörper (39) relativ zum Druckübersetzer (43) beweglich lagert.
  7. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilfläche (35) von einer Schraubhülse (103) innerhalb eines topförmigen Einsatzes (31) gebildet wird.
  8. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindeverbindung einen Gewindespielausgleich (75, 77) aufweist.
  9. Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindespielausgleich aus einer auf das relativ zum Druckübersetzer (43) bewegliche Ventilteil wirkenden Vorspannfeder (75) besteht.
  10. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckübersetzer (43) beidseitig von Federelementen (59; 61) auf Stützflächen (53; 57; 63; 65) gehalten wird, wobei mindestens eine der Stützflächen (59; 61) axial verstellbar ist, wodurch die Vorspannung der auf den Druckübersetzer (43) wirksamen Federelementen (59; 61) justierbar ist.
  11. Ventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die axial bewegliche Stützfläche (65) von einem Stützring (67) gebildet wird, der im Druckraum (69) verschieblich gelagert ist.
  12. Ventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (67) eine Preßpassung mit einer Führung (55) innerhalb des Druckraums (69) bildet.
  13. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (69) eine Druckanschlußöffnung (47) aufweist, in der eine Drossel angeordnet ist.
  14. Ventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel von einem Innengewinde (97) gebildet wird, in das ein Schraubstück (99) eingedreht wird, wobei das Gewindespiel zwischen dem Innengewinde und dem Schraubstückgewinde eine Drosselstrecke bildet.
  15. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (45) zentrisch zur Druckanschlußöffnung (47) in einem Deckel (49) der Verstelleinrichtung angeordnet ist, so daß die Verlängerung (45) durch die Druckanschlußöffnung (47) erreichbar ist.
  16. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das mittels der Einstellvorrichtung (73) bewegliche Ventilteil (39, 45; 103) mindestens eine Werkzeugfläche (79) aufweist.
  17. Ventil nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (45) in die Druckanschlußöffnung (47) ragt.
  18. Ventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (45) einen Drosselzulaufkanal (71) von der Druckanschlußöffnung (47) bis zum Druckraum (69) aufweist.
  19. Ventil nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselzulaufkanal (71) in der Verlängerung (45) in die Gewindeverbindung zwischen dem Druckübersetzer (43) und der Verlängerung (45) mündet.
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