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DE19900274A1 - Verfahren zur Anpassung der Melkanlage an eine Herde von Tieren - Google Patents

Verfahren zur Anpassung der Melkanlage an eine Herde von Tieren

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Publication number
DE19900274A1
DE19900274A1 DE1999100274 DE19900274A DE19900274A1 DE 19900274 A1 DE19900274 A1 DE 19900274A1 DE 1999100274 DE1999100274 DE 1999100274 DE 19900274 A DE19900274 A DE 19900274A DE 19900274 A1 DE19900274 A1 DE 19900274A1
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Germany
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teat
animal
milk
vacuum
minimum vacuum
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DE1999100274
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DE19900274B4 (de
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Werner Happel
Fritz Happel
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Individual
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/007Monitoring milking processes; Control or regulation of milking machines

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Abstract

Verfahren zur Anpassung der Melkanlage an eine Herde von Tieren.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anpassung der Melkanlage an eine Herde von Tieren. Melkanlagen werden in den unterschiedlichsten Milchviehherden eingesetzt. Die einzelnen Tiere jedoch sind individuell verschieden, was die Melkbarkeit oder Zit­ zenformen betrifft. Besonders die zum Melken angelegte Vakuumhöhe ist entscheidend für die Melkbarkeit. Übliche Praxis ist, dass die Vakuumhöhe für das Melkvakuum vom Installateur nach seiner Schätzung ohne genauere Grundlagen eingestellt wird. Jedoch kann zu hohes Vakuum erhebliche Schädigungen und Mastitis zur Folge haben.
Ein weiteres Problem ist, dass oftmals eine nicht zur Herde passende Zitzengummi­ grösse verwendet wird. Dies hat den entscheidenden Nachteil, dass bei zu engen Zitzen­ gummis Abschnürungen an der Zitze auftreten, die den Ausmelkgrad behindern; die Folge sind Milchrückgang, Euterentzündungen oder lange Melkzeiten.
Bei zu grossen Zitzengummis fallen die Melkzeuge zu leicht ab, was ebenfalls stark die Milchabgabe stört und Probleme verursacht. Ausserdem klettern zu grosse Zitzengum­ mis und verursachen Abschnürungen an der Zitzenbasis.
Bekannt sind einfache Schablonen zur Bestimmung der Zitzengrösse, die aber durch einen schmalen Messsteg unbefriedigende Ergebnisse liefern.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile dadurch zu vermeiden, dass bei jeder Zitze von jedem Einzeltier das Mindestvakuum ermittelt wird, das für den Milchentzug erforderlich ist. Das erfolgt dadurch, dass mittels einer Milchentzugskontrolleinrichtung jede Zitze solange vorzugsweise mit langsam steigendem Vakuum beaufschlagt wird, bis ein Milchentzug erfolgt. Daraus ergibt sich das minimale Milchentzugsvakuum zum jeweiligen Zeitpunkt der Messung. Dies kann sowohl mit massierendem Zitzengummi als auch ohne Massage erfolgen. Die Kontrolle erfolgt vorteilhafterweise zu verschie­ denen Zeitpunkten im Abstand zu den Melkzeiten, z. B. eine Kontrolle vor dem Mel­ ken, eine in der Mitte der Zwischenmelkzeit, eine zwei Stunden nach dem Melken. Ausserdem ist es möglich auch das Milchentzugsvakuum in Abhängigkeit zum Lak­ tationsstadium zu ermitteln.
Auch ist eine Feststellung des Mindestmilchentzugsvakuums während des Melkens möglich. Somit lässt sich eine anpassende Vakuumhöhe auch für die Dauer des Melkens, abhängig vom Euterinnendruck und Minutengemelk, mit berücksichtigen.
Alle Daten werden gespeichert und ergeben dann eine Basis für die Ermittlung des optimalen Melkvakuums für das Tier. Dadurch wird das Tier mit optimaler Vakuum­ höhe gemolken.
Besonders wertvoll sind die Daten für eine züchterische Auswertung, z. B. können auch Tiere mit zu geringem Schliessmuskelwiderstand erfasst werden. (Tiere, die in der Zwi­ schenmelkzeit die Milch laufen lassen sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt). Ein weiterer Vorteil ist, dass bei Kontrollmessungen am Tier auch Abweichungen regi­ striert werden, die auf Verletzungen schliessen lassen, wie z. B. eine Trittverletzung an der Zitze mit einem inneren Schleimhautabriss, was die Melkbarkeit wesentlich ver­ schlechtert, aber von aussen nicht sichtbar sein muss.
In einer besonders vorteilhaften Umsetzung der Werte in der Praxis wird die Vakuum­ höhe beim Melken jeder Zitze des Einzeltieres angepasst. Dies ist besonders bei auto­ matischen Melksystemen durchführbar.
Falls bei grösseren Melkständen eine Anpassung des Vakuums an das Einzeltier zu aufwendig erscheint, so ist es möglich, die Tiere in Gruppen aufzuteilen, die annähernd gleiches Melkvakuum benötigen. Dies kann bei Erkennungssystemen automatisch über Selektionstore erfolgen.
Auch ohne Gruppeneinteilung kann durch Ermittlung des Durchschnittsvakuums für den Milchentzug aller Einzeltiere der Herde eine unnötige Belastung der Zitzen durch überhöhtes Vakuum vermieden werden.
Eine besonders vorteilhafte Kombination ist, wenn das Tier bei optimalem Melkvakuum mit der richtigen Zitzengummigrösse gemolken wird. Erfindungsgemäss wird dies durch eine Einrichtung erreicht, die grossflächig die Einzelzitze abtastet und die Werte speichert.
Eine erfindungsgemässe Möglichkeit ist die Anwendung einer Einrichtung mit Abtast­ kissen, die ringförmig um die Zitzenform angeordnet sind und bei der Messung vor­ zugsweise mit Druckluft oder Flüssigkeit beaufschlagt werden, um eine gleichmässige und genaue Anpassung der Kissen an die Zitze zu gewährleisten. Der Wert kann dann mittels Dehnmessstreifen oder Volumenmessung erfasst werden.
Eine weitere Möglichkeit ist eine optische Erfassung der Zitze über eine Messskala, die vorzugsweise im Hintergrund der Zitze angebracht ist.
Anhand der ermittelten Werte von "Minimalem Milchentzugsvakuum" und "definierter Zitzengrösse" lässt sich die Melkanlage in wichtigen Punkten objektiv an die bestehen­ de Herde anpassen und verbessert dadurch die Eutergesundheit und die Rentabilität.

Claims (13)

1. Verfahren zur Anpassung der Melkanlage an eine Herde von Tieren dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Tier das Mindestvakuum ermittelt wird, um Milch zu entziehen.
2. Nach Anspruch 1 für jede Zitze eines Tieres das Mindestvakuum ermittelt wird, um Milch zu entziehen.
3. Nach Anspruch 1 und 2 das Mindestvakuum, um Milch aus der Zitze zu entziehen, zu verschiedenen Zeitpunkten ermittelt und gespeichert wird.
4. Nach Anspruch 1 und 2 bei Vergleichsmessungen die Unterschiede des Mindestvakuums an der Zitze des gleichen Tieres gemessen, gespeichert und ausgewertet werden.
5. Nach Anspruch 1 und 2 als Indikator für den Milchentzug die Widerstandsmessung zwischen zwei Elektroden dient.
6. Nach Anspruch 1 und 2 als Indikator für den Milchentzug ein Sichtglas unterhalb der Zitze dient.
7. Nach Anspruch 1 und 2 die Ermittlung des Mindestvakuums für den Milchentzug bei zyklisch massierendem Zitzengummi erfolgt.
8. Nach Anspruch 1 und 2 die Ermittlung des Mindestvakuums für den Milchentzug ohne massierendem Zitzengummi erfolgt.
9. Nach Anspruch 1 und 2 die Zitze jedes Tieres individuell mit der Vakuumhöhe gemolken wird, die aufgrund der Auswertung der Ergebnisse des Mindestvakuums für Milchentzug ermittelt wird.
10. Die Zitzengrössen jedes Einzeltieres erfasst und gespeichert werden.
11. Nach Anspruch 10 die Abtastung der Zitze vorzugsweise ringförmig und möglichst grossflächig erfolgt.
12. Nach Anspruch 9 und 10 die Abtastung der Zitze mittels Kissen erfolgt, die vorzugsweise mit Druck beaufschlagt werden.
13. Nach Anspruch 9 und 10 die Erfassung der Zitzengrösse optisch erfolgt.
DE1999100274 1999-01-07 1999-01-07 Verfahren zur Anpassung der Melkanlage an eine Herde von Tieren Expired - Fee Related DE19900274B4 (de)

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FR2788196B1 (fr) 2002-05-24

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