DE19900667C2 - Zentrifuge mit zwei Schälscheiben - Google Patents
Zentrifuge mit zwei SchälscheibenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
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-
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- B04B1/04—Centrifuges with rotary bowls provided with solid jackets for separating predominantly liquid mixtures with or without solid particles with inserted separating walls
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zentrifuge nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine gattungsgemäße Zentrifuge ist aus der DE 38 33 063 C1 bekannt. Diese Schrift
zeigt eine Zentrifuge mit einer Schälscheibe zur Ableitung von Flüssigkeiten aus
einer Schleudertrommel, wobei die Schälscheibe zwei Ableitungskanäle aufweist,
die von der Peripherie der Schälscheibe ausgehend zunächst spiralförmig nach in
nen hin und dann senkrecht nach oben verlaufen und die jeweils eine Drosselstelle
aufweisen, deren Querschnitt mit einem axial verstellbaren Drosselkörper verän
derlich ist.
Die Konstruktion des axial verstellbaren Drosselkörpers hat sich an sich bewährt.
Werden aber anstelle einer einzigen Schälscheibe zwei Schälscheiben eingesetzt,
um zwei Flüssigkeiten verschiedener Dichte abzuleiten, ist es erforderlich, beiden
Schälscheiben jeweils separate Drosselkörper zuzuordnen. Wird die Zentrifuge im
Betrieb mit unterschiedlichen Flüssigkeitsmengen beaufschlagt, ist es ferner not
wendig, bei beiden Schälscheiben die Drosselkörper jeweils separat einzustellen,
um sie der veränderten Flüssigkeitsmenge anzupassen. Eine derartige separate Ein
stellung ist schwierig, da die Drosseln in Abhängigkeit voneinander so einzustellen
sind, daß sie sich nicht gegenseitig nachteilig beeinflussen.
Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
die gattungsgemäße Zentrifuge derart weiterzubilden, daß eine konstruktiv
einfache sowie unkompliziert handhabbare Alternative zur axialen Einstellung der
Drosselstellen geschaffen wird.
Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch den Gegenstand des Anspruches 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Durch die Idee des verdrehbaren Drosselkörpers wird eine Möglichkeit
zur Einstellung des Drosselquerschnittes geschaffen, die konstruktiv einfach reali
sierbar ist und die aufgrund des Wegfalls der axialen Verstellung des Drosselkör
pers bei einfacher Handhabung eine besonders gedrungene Bauweise der Zentrifuge
erlaubt.
Vorzugsweise ist die Hülse auf eine der Schälscheiben aufgesetzt und ragt
mit ihrem Umfang in die Austrittsöffnung mindestens eines Ableitungskanales hinein. Durch
das Hineinragen in die Austrittsöffnung ist die Hülse dazu in der Lage, die Aus
trittsöffnung teilweise zu verschließen und auf diese Weise die Drosselwirkung zu
realisieren.
Die Ausbildung als zylindrische Hülse bietet zudem die Möglichkeit ei
ner einfachen Verstellung des Drosselquerschnittes mit einer an der Hülse ange
brachten, von außen greifbaren Handhabe.
Es ist möglich, die Veränderbarkeit der Drosselwirkung unkompliziert dadurch zu
realisieren, daß die zylindrische Hülse mit Umfangsöffnungen oder (blendenarti
gen) Ausnehmungen - z. B. im axialen Endbereich - versehen wird, welche am Um
fang derart verteilt sind, daß sie beim Verdrehen der Hülse auf der Schälscheibe die
Austrittsöffnung der wenigstens einen Drosselstelle mehr oder weniger verdecken.
Die Drehbarkeit des Drosselkörpers bietet neben den vorstehenden Vorteilen
auch eine einfache Möglichkeit dazu, die Pro
blematik der Abstimmung der Verstellung der Drosselquerschnitte bei zwei Schäl
scheiben zu lösen. Dazu werden die Umfangsöffnungen oder Ausnehmungen der
Hülse derart aufeinander abgestimmt, daß beim Verdrehen der Hülse auf der Schäl
scheibe die Querschnitte der Drosselstellen mehrerer verschiedener Schälscheiben
in Abhängigkeit vom Flüssigkeitszulauf in die Zentrifuge aufeinander abgestimmt
veränderbar sind. Die Abstimmung der Ausnehmungen oder Öffnungen in der Hül
se aufeinander wird empirisch ermittelt. Theoretisch sind auf diese Weise für jeden
Anwendungsfall jeweils Hülsen mit einer geeigneten "Blendencharakteristik" reali
sierbar.
Wenn die Ausnehmungen im Umfang der Hülse an den
beiden axialen Enden der zylindrischen Hülse ausgebildet sind, daß in jedem axialen
Endbereich jeweils eine der Drosselstellen beim Verdrehen der Hülse verändert
wird, ergibt sich die Möglichkeit für das abgestimmte Verstellen
von zwei Schälscheiben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird nachstehend näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht.
Fig. 1 zeigt eine als Separator ausgebildete Zentrifuge, die
eine (hier nur ansatzweise dargestellte, nach unten hin angesetzte) Schleu
dertrommel 2 zur Auftrennung eines Schleudergutes in verschiedene Komponenten
aufweist. Das Schleudergut bzw. die Schleuderflüssigkeit wird in der Darstellung
der Fig. 1 beispielsweise von oben durch einen zentralen Zulauf bzw. ein Zu
laufrohr 4 in Richtung des Pfeiles A in die Schleudertrommel 2 geleitet.
Die Ableitung von zwei der aus der Schleudertrommel 2 austretenden Flüssigkeits
komponenten erfolgt in zwei Schälkammern 6, 7 jeweils mittels einer Schälscheibe
8, 10, welche axial übereinander geschoben sind. Die Schälscheiben 8, 10 weisen
jeweils mindestens einen Ableitungkanal 12, 14 auf, der
jeweils in eine Ableitungskammer 16, 18 mündet, aus welchen die Flüssigkeiten
durch Ablaufrohre 20, 22 abgeleitet werden. In die Schälkammern 6, 7 werden die
Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte in der Richtung der Pfeile B und C durch
Kanäle 23, 25 eingeleitet, welche unterschiedlich weit radial von der Drehachse der
Schleudertrommel 2 beabstandet sind und so die Ausleitung von Flüssigkeiten ver
schiedener Dichte erlauben.
Die Ableitungskanäle 12, 14 der Schälscheiben 8, 10 erstrecken sich zunächst vom unte
ren Außenumfang der Schälscheiben 8, 10 nach innen hin und verlaufen dann innerhalb
rohrartiger Ansätze 24, 26 der Schälscheiben 8, 10 axial nach oben. Dabei ist der
rohrartige Ansatz 26 der oberen, "äußeren" Schälscheibe 10 über den rohrartigen Ansatz 24
der unteren, "inneren" Schälscheibe 8 geschoben, so daß zwischen "innerer" und "äußerer" Schäl
scheibe 8, 10 der äußere Ableitungskanal 14 ausgebildet wird. Die "innere", unte
re Schälscheibe 8 leitet die Flüssigkeit aus der unteren Schälkammer 7 in die Ab
leitungskammer 18, welche oberhalb der Ableitungskammer 16 der oberen, "äu
ßeren" Schälscheibe 10 liegt. Der rohrartige Ansatz 26 der "inneren" Schälscheibe 8 ist
über das Zulaufrohr 4 geschoben, so daß zwischen dem rohrartigen Ansatz 26 und
dem Zulaufrohr 4 ein Abschnitt des inneren Ableitungskanales 12 ausgebildet wird.
Im Anschluß an das obere axiale Ende des rohrartigen Ansatzes 24 der "äußeren"
Schälscheibe 10 ist auf den rohrartigen Ansatz 26 der "inneren" Schälscheibe 8 ferner
eine zylindrische Hülse 28 aufgesetzt, die sich von der unteren Ableitungskammer
16 bis in die obere Ableitungskammer 18 erstreckt und die in ihren oberen und un
teren axialen Endbereichen mit Ausnehmungen 30, 32 versehen ist, welche bei ei
nem Verdrehen der Hülse 28 auf dem rohrartigen Ansatz 26 die Mündungen bzw.
Austrittsöffnungen der Ableitungskanäle 12, 14 in die Ableitungsklammern 16, 18
nach Art von Drosseln je nach der Drehstellung der Hülse 28 auf dem rohrartigen
Ansatz mehr oder weniger freigeben. Auf diese Weise können bei veränderlicher
Flüssigkeitsmenge die Drosselstellen D1, D2 der Ableitungskanäle 12, 14 beider
Schälscheiben 8, 10 gemeinsam und in Abhängigkeit voneinander durch Verdrehen
nur eines einzigen Bauelementes - der Hülse - 28 eingestellt werden.
Die genaue Ausgestaltung der Hülse 28 bzw. ihrer Ausnehmungen 30, 32 wird er
mittelt, indem das optimale Verhältnis des Querschnittes der oberen Drossel zum
Querschnitt der unteren Drossel empirisch in Abhängigkeit von der Flüssigkeits
menge für einen Anwendungsfall (zum Beispiel Milch) ermittelt wird. In Abhän
gigkeit einer derartigen Untersuchung werden dann die Ausnehmungen 30, 32 am
Umfang der Hülse 28 verteilt.
Das Verdrehen der Hülse 28 wird mittels eines Handgriffes 34 realisiert, welcher in
den Umfangsmantel der Hülse eingesetzt ist. Der Handgriff 34 steht durch eine
schlitzartige Ausnehmung 36 in einem äußeren Rohrstück 38 radial nach außen vor
und wird je nach Flüssigkeitszulauf in die Zentrifuge verstellt, wozu am Schlitz 36
eine der Flüssigkeitsmenge entsprechende Markierung vorsehbar ist (hier nicht dar
gestellt). Allein durch das Verdrehen des Handgriffes 34 ist damit eine optimale
Einstellung beider Drosselstellen auf die jeweils zufließende Flüssigkeitsmenge
durchführbar.
2
Schleudertrommel
4
Zulaufrohr
6
,
7
Schälkammern
8
,
10
Schälscheiben
12
,
14
Ableitungkanäle
16
,
18
Ableitungskammern
20
,
22
Ablaufrohre
23
,
25
Kanäle
24
,
26
rohrartige Ansätze
28
Hülse
30
,
32
Ausnehmungen
34
Handgriff
36
Schlitz
38
Rohrstück
D1, D2 Drosselstellen
A, B, C Pfeil
D1, D2 Drosselstellen
A, B, C Pfeil
Claims (7)
1. Zentrifuge, die folgendes aufweist:
- a) eine Schleudertrommel (2),
- b) mindestens eine Schälscheibe (8, 10) zum Ab leiten von Flüssigkeit aus der Schleudertrommel (2), wozu die mindestens eine Schälscheibe (8, 10) mindestens einen Ableitungskanal (12, 14) aufweist, welcher in eine Ableitungskammer (16, 18) mündet,
- c) wobei zwischen Ableitungskanal (12, 14) und zugehöriger Ableitungskammer (16, 18) mindestens eine Drosselstelle (D1, D2) vorgesehen ist, der ein als zylindrische Hülse (28) ausgebildeter Drosselkörper zugeordnet ist,
- a) die Hülse (28) drehbar ausgelegt ist und mit Umfangsöffnungen oder Ausnehmungen (30, 32) versehen ist, welche am Umfang verteilt sind, derart, daß sie in Abhängig keit von ihrer jeweiligen Drehposition einen mehr oder weniger großen Querschnitt der mindestens einen Drosselstelle (D1, D2) freigibt.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindri
sche Hülse (28) auf eine der Schälscheiben (8) aufgesetzt ist und in die Au
trittsöffnung mindestens eines Ableitungskanales (16, 18) hineinragt.
3. Zentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsöffnun
gen oder Ausnehmungen (30, 32) der Hülse (28) derart aufeinander abgestimmt
sind, daß beim Verdrehen der Hülse (28) auf der Schälscheibe (8, 10) die Quer
schnitte der Drosselstellen (D1, D2) mehrerer verschiedener Schälscheiben (8,
10) in Abhängigkeit vom Flüssigkeitszulauf in die Zentrifuge aufeinander abge
stimmt veränderbar sind.
4. Zentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (30, 32) im axialen Endbereich der zylindrischen Hülse
(28) ausgebildet sind.
5. Zentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (30, 32) an beiden axialen Enden der zylindrischen
Hülse (28) vorgesehen sind und in jedem axialen Endbereich jeweils eine der
Drosselstellen (D1, D2) beim Verdrehen der Hülse (28) verändern.
6. Zentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine erste der Schälscheiben (8) auf ein inneres Zulaufrohr (4) und eine
zweite der Schälscheiben (10) über die erste Schälscheibe (8) geschoben ist, wobei
der Ableitungskanal (12) der ersten Schälscheibe (8) am oberen axialen Ende
der Hülse (28) und der Ableitungskanal (14) der zweiten Schälscheibe (10) am
unteren axialen Ende der zylindrischen Hülse (28) in die jeweils zugeordnete
Ableitungskammer (16, 18) mündet.
7. Zentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (28) mit einem radial nach außen vorstehenden Handbedienungsgriff
(34) versehen ist.
Priority Applications (7)
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