DE19858345A1 - Brennstoffeinspritzdüse - Google Patents
BrennstoffeinspritzdüseInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brennstoffein
spritzdüse, die dafür ausgebildet ist, um Brennstoff in eine
Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine wie beispielsweise
einer Dieselmaschine einzuspritzen.
In einer Dieselmaschine ist eine Brennstoffeinspritzdüse
beispielsweise in einem Zylinderkopf für jeden Zylinder vor
gesehen, und es wird Brennstoff unter hohem Druck von der
Brennstoffeinspritzdüse in jede der Verbrennungskammern der
Maschine eingespritzt.
In den meisten Fällen spritzt die Brennstoffeinspritzdüse
des zuvor erläuterten Typs den Brennstoff aus einer Vielzahl
von Öffnungen oder Auslässen ein, die darin ausgebildet sind,
ohne eine Kollision der Brennstoffstrahlen zu bewirken, die
aus den jeweiligen Öffnungen ausgestoßen werden.
Mittlerweile ist es wünschenswert, daß der Brennstoff,
der in die Verbrennungskammer eingespritzt wird, daran gehin
dert wird an den Wänden der Verbrennungskammer anzuhaften
(inklusive der unteren Oberfläche des Zylinderkopfes). Es ist
auch wünschenswert, daß der Brennstoff die Form eines Brenn
stoff-Sprühnebels hat, der mit Luft in der Verbrennungskammer
gut durchgemischt ist, um eine Luft/Brennstoffmischung zu
erzeugen, die in der Kammer verbrannt werden soll.
Um den Brennstoff in einen Brennstoff-Sprühnebel zu brin
gen, muß der Brennstoff, der aus der Brennstoffeinspritzdüse
ausgestoßen wird, eine ausreichend kleine Sprüh-Eindringung
und eine ausreichend kleine Teilchengröße besitzen und muß
sich auch einheitlich innerhalb der Verbrennungskammer aus
breiten. Wenn die Brennstoffeinspritzdüse eine einzelne Öff
nung oder Loch besitzt, durch welches der Brennstoff einge
spritzt wird, ist es für solch eine Düse schwierig diese An
forderungen zu befriedigen.
Bei einem bekannten Beispiel einer Brennstoffeinspritzdü
se, wie sie in der offengelegten Japanischen Patentveröffent
lichung Nr. 7-310628 offenbart ist, sind ein Paar von Ein
spritzlöchern in der Seite eines distalen Endes eines Düsen
körpers ausgebildet, derart, daß diese Einspritzlöcher von
einander in der Axialrichtung des Düsenkörpers beabstandet
sind, und derart, daß die Injektionsachsen dieser Ein
spritzöffnungen sich einander schneiden und zwar unter Ein
schluß eines kleinen Winkels dazwischen. Im Betrieb werden
die Brennstoffstrahlen, die aus den jeweiligen Einspritzlö
chern ausgestoßen werden, veranlaßt miteinander an einer
Stelle außerhalb des Düsenkörpers zu kollidieren, um dadurch
einen Brennstoff-Sprühnebel zu erzeugen.
Bei der Brennstoffeinspritzdüse, die in der oben erläu
terten Veröffentlichung offenbart ist, bilden jedoch die In
jektionsachsen des Paares der Einspritzlöcher einen kleinen
Winkel (Kreuzungsachsenwinkel), in welchem sie einander kreu
zen und daher besitzt der resultierende Brennstoff-Sprühnebel
(fuel spray) eine übermäßig starke Sprüh-Eindringung und ei
nen kleinen Winkel der Ausdehnung (Sprühwinkel). Auch erfährt
der Brennstoff in dem Sprühnebel, der auf diese Weise erzeugt
wurde, unmöglich eine Zerstäubung und besitzt eine uner
wünschte große Teilchengröße.
Um die oben geschilderten Probleme zu lösen, kann der
Achsenkreuzungswinkel der Injektionsachsen geändert werden.
Durch ledigliches Ändern des Achsenkreuzungswinkels der In
jektionsachsen kann jedoch lediglich die Sprüh-Eindringung
reduziert werden oder es kann lediglich der Sprühwinkel (Win
kel der Ausbreitung des Sprühnebels) erhöht werden oder es
kann lediglich die Teilchengröße des Brennstoff-Sprühnebels
reduziert werden. Es ist somit schwierig, einen Brennstoff-
Sprühnebel zu erzeugen, der alle optimalen Eigenschaften be
sitzt.
Es war daher wünschenswert eine Brennstoffeinspritzdüse
zu schaffen, welche die Fähigkeit besitzt einen Brennstoff-
Sprühnebel zu erzeugen, der eine reduzierte Sprüh-Ein
dringung, einen erhöhten Sprühwinkel und eine reduzierte
Teilchengröße zur gleichen Zeit besitzt.
Die vorliegende Erfindung wurde in Hinblick auf die oben
geschilderten Situationen entwickelt. Es ist daher eine erste
Aufgabe der Erfindung eine Brennstoffeinspritzdüse zu schaf
fen, die einen Brennstoff-Sprühnebel mit einer reduzierten
Sprüh-Eindringung und einer reduzierten Teilchengröße auf
grund einer verbesserten Zerstäubung besitzt, wobei gleich
zeitig der Brennstoff die Möglichkeit erhalten soll, in der
Verbrennungskammer einheitlich verteilt zu werden.
Ein zweites Ziel der Erfindung besteht darin, eine Brenn
stoffeinspritzdüse zu schaffen, die einen Brennstoff-Sprüh
nebel erzeugt, der für eine Vormisch-Verbrennung vom Kompres
sions-Zündungstyp geeignet ist, wobei eine reduzierte Sprüh-
Eindringung sichergestellt werden soll und eine reduzierte
Teilchengröße aufgrund einer verbesserten Zerstäubung sicher
gestellt werden soll, der Brennstoff jedoch die Möglichkeit
erhalten soll, sich in der Brennstoffkammer einheitlich zu
verteilen.
Um die erste Aufgabe zu lösen, schafft die vorliegende
Erfindung eine Brennstoffeinspritzdüse mit einem Einspritz-
Düsenkörper mit einem distalen Endabschnitt, in welchem eine
Vielzahl von Paaren von Einspritzlöchern ausgebildet sind,
derart, daß jedes Paar der Einspritzlöcher von jedem anderen
in einer Axialrichtung des Düsenkörpers beabstandet ist, und
derart, daß die Injektionsachsen von jedem Paar der Ein
spritzlöcher sich einander an einer Stelle außerhalb des Dü
senkörpers schneiden. Bei der Brennstoffeinspritzdüse nach
der Erfindung kollidieren Strahlen von Brennstoff, die aus
jedem Paar der Einspritzlöcher ausgestoßen werden, miteinan
der und zwar unmittelbar nach dem Durchgang durch die Ausgän
ge oder Öffnungen der Injektionslöcher derart, daß ein Ach
senkreuzungswinkel θ, der durch die Injektionsachsen von je
dem Paar der Injektionslöcher gebildet wird, in einem Bereich
von 30° ≦ θ ≦ 80° liegt. Durch Steuern des Achsenkreuzungs
winkels innerhalb dieses Bereiches wird die Sprüh-Eindringung
reduziert und es wird der Brennstoff einheitlich und weit
verstreut in der Verbrennungskammer der Maschine verteilt,
während die Zerstäubung des Brennstoffs erhöht oder verbes
sert wird, um eine reduzierte Teilchengröße zu schaffen. Kon
sequenter Weise kann der Brennstoff in der Verbrennungskammer
gut mit Luft vermischt werden und zwar bei einem verbesserten
Wirkungsgrad und das resultierende Luft-Brennstoff-Gemisch
wird in einer gewünschten Weise verbrannt, wodurch dann aus
gezeichnete Abgaseigenschaften sichergestellt werden.
Um das genannte zweite Ziel zu erreichen, schafft die
vorliegende Erfindung eine Brennstoffeinspritzdüse, die einen
Einspritzdüsenkörper mit einem distalen Endabschnitt enthält,
in welchem eine Vielzahl von Paaren von Einspritzlöchern aus
gebildet sind, derart, daß jedes Paar der Einspritzlöcher in
einer axialen Richtung des Düsenkörpers voneinander beabstan
det ist, und derart, daß die Injektionsachsen von jedem Paar
der Injektionslöcher sich an einer Stelle außerhalb des Dü
senkörpers einander schneiden. Bei dieser Brennstoffein
spritzdüse kollidieren Strahlen des Brennstoffs, der aus je
dem Paar der Einspritzlöcher ausgestoßen wird, miteinander
und zwar unmittelbar nach Passieren durch die Auslässe oder
Öffnungen der Injektionslöcher und zwar während einer Zeitpe
riode zwischen einer Anfangsperiode des Ansaughubes eines
Kolbens einer Maschine und einer Zwischenperiode eines Kom
pressionshubes des Kolbens, derart, daß ein Achsenkreuzungs
winkel θ, der durch die Injektionsachse von jedem Paar der
Injektionslöcher gebildet wird, in einem Bereich von
30° ≦ θ ≦ 80° liegt. Durch Steuern des Achsenkreuzungswinkels
innerhalb dieses Bereiches wird die Sprüh-Eindringung redu
ziert und es wird der Brennstoff einheitlich und weit oder
weitreichend in der Verbrennungskammer der Maschine zer
streut, während eine Zerstäubung des Brennstoffs erhöht oder
verbessert wird, um eine reduzierte Teilchengröße zu schaf
fen. Somit ist die Brennstoffeinspritzdüse dazu fähig, einen
Brennstoff-Sprühnebel zu er zeugen, der für eine Vormisch-
Verbrennung vom Kompressions-Zündungstyp geeignet ist und es
läßt sich der Brennstoff gut mit Luft in der Verbrennungskam
mer bei verbessertem Wirkungsgrad mischen.
Bei einer bevorzugter Ausführungsform der Erfindung, wie
sie unmittelbar zuvor beschrieben wurde, ist ein Hohlraum in
einem mittleren Abschnitt des Kolbens ausgebildet, derart,
daß der Hohlraum eine Größe besitzt, die ausreichend groß
ist, um Brennstoff-Sprühnebel aufzunehmen, der aus der Kolli
sion der Strahlen des Brennstoffs resultiert, welcher aus den
Einspritzlöchern emittiert wird. Zusätzlich zu den oben be
schriebenen Vorteilen kann eine vorbereitende Mischung des
Brennstoffs mit Luft während des Kompressionshubes des Kol
bens erreicht werden oder während des Anhebeprozesses des
Kolbens, so daß dadurch eine vorteilhafte Vormisch-Ver
brennung gemäß einer Kompressions-Zündung ermöglicht wird.
Die Erfindung wird mehr in Einzelheiten unter Hinweis auf
bestimmte bevorzugte Ausführungsformen anhand der beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen
Fig. 1A eine Ansicht ist, die eine Konstruktion eines
Hauptteiles einer Brennstoffeinspritzdüse gemäß der ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht,
und Fig. 1B eine Ansicht ist, welche die Form des Brennstoff-
Sprühnebels, der aus der Brennstoffeinspritzdüse ausgestoßen
wird, wiedergibt;
Fig. 2 ein Graph ist, der die Beziehungen zwischen den
Achsenkreuzungswinkel θ der Injektionsachsen von jedem Paar
der Injektionslöcher (Kollisionswinkel der Brennstoffstrah
len, die aus den Löchern ausgestoßen werden) und die Sprüh-
Eindringung und den Sprühwinkel jeweils zeigt;
Fig. 3 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen dem
Achsenkreuzungswinkel θ der Injektionsachsen von jedem Paar
von Injektionslöchern (Kollisionswinkel der Brennstoffstrah
len, die aus den Löchern ausgestoßen werden) und der Teil
chengröße des resultierenden Brennstoff-Sprühnebels zeigt;
Fig. 4 eine Ansicht ist, welche die Struktur eines
Hauptteiles der Brennstoffeinspritzdüse gemäß der zweiten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
Fig. 5 eine Ansicht ist, welche die Struktur eines
Hauptteiles einer Brennstoffeinspritzdüse gemäß einer dritten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
Fig. 6 eine Ansicht ist, welche die Struktur eines
Hauptteiles einer Brennstoffeinspritzdüse gemäß einer vierten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt; und
Fig. 7A bis Fig. 7H Ansichten sind, die zur Erläuterung
der Dispersion der Brennstoff-Sprühstrahlen in Relation zu
dem Achsenkreuzungswinkel θ der Injektionsachsen von jedem
Paar der Einspritzlöcher nützlich sind (Kollisionswinkel der
Brennstoffstrahlen, die aus den Löchern ausgestoßen werden).
Einige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wer
den nun unter Hinweis auf die Zeichnungen beschrieben.
Um zunächst auf Fig. 1 bis Fig. 3 einzugehen, so wird ei
ne Brennstoffeinspritzdüse gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Umgebung einer Verbrennungskammer einer
Brennkraftmaschine wie beispielsweise einer Dieselmaschine,
mit einer Brennstoffeinspritzdüse der vorliegenden Erfindung.
In Fig. 1 ist ein Zylinderkopf 2 auf der oberen Fläche eines
Zylinderblocks 1 montiert. Ein Kolben 4 ist in eine Zylinder
bohrung 3 eingepaßt, die in dem Zylinderblock 1 ausgebildet
ist, derart, daß der Kolben 4 entlang der Zylinderbohrung 3
hin und her verlaufen kann. Ein Hohlraum oder eine Ausnehmung
4a ist in einem oberen zentralen Abschnitts des Kolbens 4
ausgebildet.
Eine Brennstoffeinspritzdüse 5 ist in einem Abschnitt des
Zylinderkopfes 2 installiert, der jedem Zylinder der Maschine
entspricht, wobei dieser an einem im wesentlichen zentralen
Abschnitt des Hohlraums 4a gelegen ist. Ein Brennstoffzuführ
system (nicht gezeigt) wie beispielsweise eine Brennstoffein
spritzpumpe oder Akkumulator ist dafür ausgebildet, um Brenn
stoff der Brennstoffeinspritzdüse 5 zuzuführen.
Die Brennstoffeinspritzdüse 5 enthält einen Düsenkörper
7, der mit einem Düsensack 6 (oder Sackvolumen einer Düsen
spitze) an dessen distalem Ende ausgestattet ist, und es ist
ein Nadelventil 8 enthalten, welches innerhalb des Düsenkör
pers 7 derart aufgenommen ist, daß das Ventil 8 zu dem Düsen
sack 6 hin und von diesem weg hin und her verlaufen kann. Der
Düsensack 6 des Düsenkörpers 7 steht von der unteren Oberflä
che des Zylinderkopfes 2 vor und zwar in den Hohlraum 4a hin
ein, der durch den Kolben 4 festgelegt ist. Der Düsensack 6
ist mit einer Vielzahl von Einspritzteilen 9 ausgestattet,
die in der Umfangsrichtung angeordnet sind. Wenn das Düsen
ventil 8 angehoben wird, wird Brennstoff unter hohem Druck,
der von dem Brennstoffzuführsystem zugeführt wird, zu dem
Hohlraum 4a des Kolbens 4 hin eingespritzt und zwar durch die
jeweiligen Einspritzteile 9.
Ein Paar der Einspritzlöcher 9a, 9b sind durch jedes der
Einspritzteiie 9 des Düsensackes 6 hindurch ausgebildet, der
art, daß die Löcher 9a, 9b in der Axialrichtung des Düsenkör
pers 6 voneinander beabstandet sind. Die Einspritzlöcher 9a,
9b erstrecken sich schräg zu dem Hohlraum 4a oder nach unten,
und die Einspritzachsen X1, X2 der Einspritzlöcher 9a, 9b
kreuzen einander außerhalb von den Düsenkörper 7. Spezieller
gesagt ist das Einspritzloch 9a durch den Außenumfangsab
schnitt des Düsensackes 6 in der Umgebung oder Nachbarschaft
der Grenze zwischen dem Düsensack 6 und dem Düsenkörper 7
ausgebildet, derart, daß das Loch 9a sich von der inneren
Bohrung des Düsenkörpers 7 zu dem Hohlraum 4a hin erstreckt,
wobei es leicht in bezug auf die Ebene geneigt ist, die senk
recht zur Achse des Düsenkörpers 7 verläuft. Das Einspritz
loch 9b ist durch einen Ventilsitz 8a hindurch ausgebildet,
um das Nadelventil 8 aufzunehmen und zwar in der Nachbar
schaft der oben genannten Grenze, so daß das Loch 9b sich
schräg von der inneren Bohrung des Düsenkörpers 7 zu dem
Hohlraum 4a hin erstreckt, um einen spitzen Winkel in bezug
auf die Ebene zu bilden, die senkrecht zu der Achse des Dü
senkörpers 7 verläuft. Durch geeignetes Steuern der Richtun
gen der Paare der Einspritzlöcher 9a, 9b werden zwei Strahlen
aus Brennstoff, die aus den Löchern 9a, 9b ausgestoßen wer
den, dazu gebracht miteinander zu kollidieren und zwar an ei
ner Stelle (dem Schnittpunkt der Einspritzachsen X1, X2) un
mittelbar außerhalb der Ausgänge oder Auslässe der Löcher
oder Bohrungen.
Der Winkel (Achsenkreuzungswinkel) θ, der durch die Ein
spritzachsen X1, X2 der Einspritzlöcher 9a, 9b gebildet wird,
nämlich der Winkel (Kollisionswinkel) θ, in dem zwei Strahlen
des Brennstoffs, der aus jedem Paar der Einspritzlöcher 9a,
9b ausgestoßen wird, miteinander an der Außenseite des Düsen
körpers 7 kollidieren, wird auf einen geeigneten Wert in dem
Bereich von 30° ≦ θ ≦ 80° gesteuert, so daß ein günstiger
Brennstoff-Sprühnebel oder Nebel gebildet werden kann.
Ein Brennstoffstrahl, der aus der Kollision der zwei
Brennstoffstrahlen an der Schnittstelle der Achsen X1, X2 von
jedem Paar der Einspritzlöcher 9a, 9b resultiert, besitzt ei
ne allgemein flache Gestalt, wenn man in vertikaler Richtung
blickt, und dehnt sich oder weitet sich über eine horizontale
Ebene aus, um eine gewisse Verteilung der Brennstoffkonzen
tration zu erzeugen, wie dies in Fig. 1A und Fig. 1B gezeigt
ist. Die Art, mit welcher der Brennstoffstrahl oder der
Sprühnebel sich ausweitet bestimmt die Sprüh-Eindringung, den
Grad der Zerstäubung des Sprühnebels und den Grad der Auswei
tung des Sprühnebels (Sprühwinkel).
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben bestimmte
Experimente durchgeführt, um eine Beziehung zwischen dem Kol
lisionswinkel θ und der Sprüh-Eindringung, dem Sprühwinkel
und der Teilchengröße des Brennstoff-Sprühnebels herauszufin
den. Fig. 2 zeigt die Ergebnisse der Experimente in Ausdrücken
der Sprüh-Eindringung und des Sprühwinkels (wie in Fig. 1B
gezeigt ist).
Wenn der Kollisionswinkel θ gleich war oder kleiner war
als 20°, zeigte der Brennstoff-Sprühnebel eine starke Tendenz
zu einer Zylinder-Buchsenwand hingelenkt zu werden (d. h. in
der radialen Richtung des Zylinders), und es wurde daher die
Sprühstrahleindringung oder die Strecke der Erstreckung des
Sprühnebels übermäßig erhöht. Als ein Ergebnis neigte der
Brennstoff dazu, an der Zylinder-Buchsenwand anzuhaften. Wenn
der Kollisionswinkel θ um die 30° betrug, zeigte der resul
tierende Brennstoff-Sprühnebel im wesentlichen die gleiche
Sprüh-Eindringung wie diejenige, die durch eine herkömmliche
Düse erzeugt wird. Wenn der Kollisionswinkel θ 30° oder grö
ßer gewählt wurde, wurde die Kraft des Sprühnebels, der zu
der Zylinder-Buchsenwand hingerichtet war (d. h. in der radia
len Richtung des Zylinders) reduziert und zwar mit der Zunah
me des Kollisionswinkels θ, es war nämlich die Sprüh-
Eindringung umgekehrt proportional zu dem Kollisionswinkel.
Der Sprühwinkel zeigte eine Tendenz sich zu vergrößern
und zwar mit Reduzierung der Sprüh-Eindringung, mit einer
Vergrößerung in dem Kollisionswinkel θ. In der Tat war der
Sprühwinkel äquivalent zu demjenigen der herkömmlichen Düse,
wenn der Kollisionswinkel θ 20° oder kleiner war und nahm in
der Proportion zu dem Kollisionswinkel θ zu, so bald der Kol
lisionswinkel θ die 20° überschritten hat.
Die Teilchengröße des Brennstoff-Sprühnebels war äquiva
lent zu derjenigen der herkömmlichen Düse, wenn der Kollisi
onswinkel θ gleich oder kleiner war als 30° und sie wurde um
Grade reduziert, wenn der Kollisionswinkel θ die 30° über
schritt, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Ferner wurde sie um
angenähert 10% reduziert, wenn der Kollisionswinkel θ gleich
war oder größer war als 40°.
Zwischenzeitlich wurde die Brennstoff-Einspritzdüse 5 mit
einer Vielzahl von Paaren von Einspritzlöchern oder Bohrungen
9a, 9b ausgestattet, die in einer Umfangsrichtung der Düse
angeordnet sind, so daß die größtmögliche Menge an Brennstoff
in den Hohlraum 4a innerhalb einer kurzen Zeit eingespritzt
werden kann. Im Betrieb sollte ein Brennstoff-Strahl oder
Sprühnebel, der aus der Kollision von zwei Strahlen des
Brennstoffs resultiert, die aus jedem Paar von Einspritzlö
chern 9a, 9b ausgestoßen werden, verteilt wenden und mit an
deren Brennstoff-Sprühnebeln vermischt werden, die sich aus
der Kollision von Brennstoffstrahlen aus benachbarten Paaren
von Einspritzlöchern ergeben, wobei die Luft mit involviert
ist, welche die Brennstoff-Sprühnebel umgibt. Zu diesem Zweck
ist es wünschenswert, daß eine Luftschicht oder ein Luftfilm
zwischen den Sprühnebeln vorhanden ist, die aus den benach
barten Paaren von Einspritzlöchern 9a, 9b ausgestoßen werden,
um dadurch die gewünschte Dispersion und Mischung dieser
Brennstoff-Sprühnebel zu erreichen.
Fig. 7(a) bis 7(h) zeigen die Beziehungen zwischen der
Größe des Kollisionswinkels θ und dem Vorhandensein der Luft
schicht, die unter Verwendung des Sprühwinkels festgelegt
sind. Wenn der Kollisionswinkel θ gleich 20° oder kleiner
ist, kann eine große Anzahl von Paaren von Einspritzlöchern
oder Bohrungen vorgesehen werden, da der Sprühwinkel klein
ist, es neigt jedoch der Sprühnebel dazu an der Zylinder-
Buchsenwand anzuhaften (oder der Hohlraumwand) und wird nicht
mit der Luft vermischt. Wenn der Kollisionswinkel θ in dem
Bereich von 30° bis 80° liegt, ist eine geeignete Luftschicht
zwischen den Sprühnebeln vorhanden, die von den benachbarten
Paaren von Einspritzlöchern ausgestoßen werden, wobei die
Ausbildung einer gleichen oder größeren Anzahl von Einspritz
löchern verglichen mit denjenigen einer herkömmlichen Düse
zugelassen oder ermöglicht wird. Wenn der Kollisionswinkel θ
80° überschreitet, neigt die Menge an Luft übermäßig groß zu
werden verglichen mit derjenigen des Brennstoffs. In Fig. 7
ist die Interferenz zwischen den Brennstoff-Sprühnebeln und
der Zahl der Einspritzlöcher unter einer Bedingung festgelegt
oder bestimmt, gemäß der geometrische Formen oder Gestalten
oder Bereiche der Sprühnebel, die aus dem Sprühwinkel berech
net wurden, sich einander nicht in der Umfangsrichtung über
lappen.
Wie aus der vorangegangenen Beschreibung verstanden wer
den kann, wird die obere Grenze des Kollisionswinkels θ auf
80° eingestellt, so daß eine geeignete Luftmenge zwischen den
Brennstoff-Sprühnebeln vorhanden ist, die aus den benachbar
ten Paaren von Einspritzlöchern ausgestoßen werden.
Es folgt aus der oben gegebenen Beschreibung, daß der
Kollisionswinkel θ innerhalb des Bereiches von 30° ≦ θ ≦ 80°
eingestellt wird (der Bereich ist in Fig. 2 durch A angege
ben), um dadurch drei Forderungen oder Erfordernisse zu be
friedigen, nämlich die Reduzierung der Strahl-Eindringung,
Reduzierung der Teilchengröße des Brennstoff-Sprühnebels und
eine einheitliche Brennstoffverteilung, die erreicht werden
kann, indem man Schwankungen in der Konzentration des Brenn
stoffs beseitigt. Speziell wird der Kollisionswinkel θ in be
vorzugtester Weise auf 60° eingestellt.
Wenn der Kollisionswinkel θ in dem oben angegebenen Be
reich gesteuert wird, kann die Brennstoffeinspritzdüse 5 nach
der vorliegenden Erfindung Brennstoff-Sprühnebel erzeugen,
die eine ausreichend kleine Sprüh-Eindringung und eine signi
fikant reduzierte Teilchengröße besitzen, derart, daß der
Brennstoff einheitlich und weit zerstreut oder verteilt wer
den kann. Es werden somit die Brennstoff-Sprühnebel, die
durch die vorliegende Brennstoffeinspritzdüse 5 erzeugt wer
den, daran gehindert an den Wänden der Verbrennungskammer an
zuhaften (inklusive der unteren Oberfläche des Zylinderkopfes
2), und der Brennstoff wird somit gut mit Luft in der Ver
brennungskammer mit einem hohen Wirkungsgrad vermischt, um
eine günstige Luft/Brennstoff-Mischung zu erzeugen, die in
der Kammer zu verbrennen ist.
Bei der oben erläuterten Ausführungsform sind die Ein
spritzlöcher oder Bohrungen 9a, 9b durch den Düsensack 6 und
den Ventilsitz 8 jeweils hindurch verlaufend ausgebildet. Bei
der zweiten Ausführungsform, wie diese in Fig. 4 gezeigt ist,
sind beide Einspritzlöcher oder Bohrungen 9a, 9b durch den
Düsensack 6 hindurchgehend ausgebildet. Auch in diesem Fall
liefert das Brennstoffeinspritzventil 5 die gleichen Effekte
und Wirkungen wie bei der ersten Ausführungsform.
Bei der dritten Ausführungsform, die in Fig. 5 gezeigt
ist, sind beide Einspritzöffnungen oder Bohrungen 9a, 9b
durch den Ventilsitz 8 hindurchgehend ausgebildet. Auch in
diesem Fall liefert die Brennstoffeinspritzdüse 5 die glei
chen Effekte und Wirkungen wie sie durch die erste Ausfüh
rungsform erzielt werden. In Fig. 5 sind die gleichen Bezugs
zeichen wie in Fig. 1 verwendet, um entsprechende Komponenten
zu bezeichnen.
Eine Brennstoffeinspritzdüse gemäß der vierten Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung soll nun unter Hinweis
auf Fig. 6 beschrieben werden.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der Achsenkreu
zungswinkel θ, der durch die Einspritzachsen X1, X2 von jedem
Paar der Einspritzlöcher 9a, 9b gebildet ist, nämlich der
Kollisionswinkel θ, in welchem zwei Brennstoffstrahlen, die
aus den Einspritzlöchern 9a, 9b ausgestoßen wurden, miteinan
der außerhalb des Düsenkörpers 7 kollidieren, in einem Be
reich von 30° ≦ θ ≦ 80° eingestellt, so daß die Brennstoff
einspritzdüse Brennstoff-Sprühnebel emittieren kann, die für
eine Vormischverbrennung gemäß einer Kompressionszündung ge
eignet sind, wie im folgenden beschrieben wird.
Die sogenannte Vormischverbrennung gemäß einer Kompressi
onszündung ist als ein Verfahren bekannt, um eine magere Ver
brennung einer brennstoffarmen Luft/Brennstoff-Mischung zu
realisieren. Bei diesem Verbrennungsverfahren wird Brennstoff
in den Zylinder während einer frühen Periode des Verbren
nungszyklus' eingespritzt (nämlich zwischen der Anfangspe
riode des Ansaughubes und der Zwischenperiode des Kompressi
onshubes), so daß der Brennstoff gut mit der Luft vermischt
wird und zwar über eine bestimmte Zeitdauer hinweg, um da
durch eine einheitliche brennstoffarme oder magere Luft/Bren
nstoff-Mischung in dem gesamten Volumen des Zylinders für die
nachfolgende Verbrennung zu erzeugen. Es wird beispielsweise
der Brennstoff in den Zylinder in der Anfangsperiode des Kom
pressionshubes eingespritzt und wird dann mit der Luft wäh
rend des Kompressionshubes vermischt, so daß die vorgemischte
Mischung selbst zündet und zwar am Ende des Kompressionshu
bes.
Um in günstiger Weise die Verbrennung mit der mageren Mi
schung zu erreichen, ist es wünschenswert den Brennstoff dar
an zu hindern, an der unteren Fläche des Zylinderblockes 2
anzuhaften und wünschenswert die Brennstoff-Sprühnebel mit
einer reduzierten Sprüh-Eindringung zu erzeugen, die zu dem
Kolben 4 hin gerichtet sind, der von seiner oberen Totpunkt
lage beabstandet ist während deren Zerstäubung beschleunigt
wird, nämlich deren Teilchengröße reduziert wird.
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten ist es auch bei
der Vormischverbrennung gemäß dem Kompressions-Zündungstyp
wünschenswert eine große Menge an Brennstoff innerhalb einer
kurzen Zeit einzuspritzen, so daß sichergestellt wird, daß
eine ausreichende Menge an einer vorgemischten Luft/Bren
nstoff-Mischung erreicht wird, nämlich die gewünschte Brenn
stoffmenge in einer kurzen Zeit eingespritzt wird, um eine
Mischung des Brennstoffes mit Luft zu erreichen, ohne daß da
bei der Brennstoff die Möglichkeit erhält an der Zylinder
buchsenwand anzuhaften. Wenn die Brennstoffeinspritzdüse die
Brennstoff-Sprühnebel nicht so erzeugen kann, um diesen An
forderungen zu genügen, ist es unmöglich eine günstige Vor
mischverbrennung innerhalb des Zylinders durchzuführen.
Bei der Brennstoffeinspritzdüse 5 der vorliegenden Aus
führungsform ist daher jedes Paar der Einspritzlöcher oder
Bohrungen 9a, 9b so ausgebildet, daß es sich schräg zu dem
Hohlraum 4a des Kolbens 4 erstreckt oder nach unten erstreckt
derart, daß die Einspritzachsen X1, X2 dieser Löcher oder
Bohrungen sich einander außerhalb des Düsenkörpers 7 schnei
den, um dadurch Brennstoff-Sprühnebel zu erzeugen, die zu der
oberen Fläche des Kolbens 4 in der Anfangsperiode des Kom
pressionshubes hin gerichtet sind, um nämlich den Brennstoff
dichter beim Zentrum des Kolbens 4 verglichen mit der ersten
Ausführungsform einzuspritzen. Der Winkel (Achsenkreuzungs
winkel) θ, in welchem die Einspritzachsen X1, X2 einander an
der Außenseite des Düsenkörpers 7 schneiden, nämlich der Kol
lisionswinkel θ, in welchem die zwei Brennstoffstrahlen, die
aus den Einspritzlöchern 9a, 9b ausgestoßen werden, außerhalb
des Düsenkörpers 7 miteinander kollidieren, wird in einem Be
reich von 30° ≦ θ ≦ 80° eingestellt wie bei der ersten Aus
führungsform. Wenn der Kollisionswinkel auf diese Weise ge
steuert wird, zeigen die resultierenden Brennstoff-Sprühnebel
die gewünschten Eigenschaften und die Brennstoffeinspritzdüse
zeigt die gewünschten Einspritzeigenschaften.
Das Einstellen des Kollisionswinkels θ innerhalb des oben
angegebenen Bereiches ist bei der Vormisch-Verbrennung gemäß
einer Kompressionszündung vorteilhaft, da die gewünschte
Brennstoffmenge in einer kurzen Zeit eingespritzt werden
kann, ohne daß der Brennstoff die Möglichkeit erhält an der
Buchsenwand anzuhaften, so daß das Vermischen des Brennstoffs
mit Luft in einer kurzen Zeit vervollständigt werden kann.
Die Brennstoffeinspritzdüse der vorliegenden Ausführungsform
erreicht somit die gewünschten Eigenschaften und zwar eine
hohe Einspritzrate, einen hohen Grad der Dispersion und eine
verbesserte Zerstäubung (oder reduzierte Teilchengröße) des
Brennstoff-Sprühnebels.
Hierbei bedeutet eine hohe Einspritzrate, daß eine große
Brennstoffmenge innerhalb einer kurzen Zeit eingespritzt wer
den kann. Spezieller gesagt wird die Rate der Einspritzung
erhöht mit einer Zunahme des Gesamtbereiches der Einspritzlö
cher oder einer Zunahme in der Zahl der Paare der Einspritz
löcher, wenn die gleiche Größe der Löcher vorgesehen wird.
Der hohe Grad an Brennstoff-Dispersion bedeutet, daß sich
der Brennstoff einheitlich ausweitet oder zersprüht wird wäh
rend er weitläufig verteilt wird, um dadurch gut mit Luft
vermischt zu werden. Um einen hohen Grad an Brennstoff-
Dispersion zu erzielen, wird ein ausreichend großer Sprühwin
kel vorgesehen, wobei sichergestellt wird, daß ein Brenn
stoff-Sprühnebel von jedem Paar der Einspritzlöcher nicht mit
einem Brennstoff-Sprühnebel von einen anderen Paar von Lö
chern interferiert. Spezieller ausgedrückt wird der Grad der
Brennstoff-Dispersion mit einer Zunahme in der Zahl der Ein
spritzlöcher erhöht und auch mit einer Zunahme des Gesamtbe
reiches der Einspritzlöcher.
Das folgende wurde unter Berücksichtigung von gewünschten
Eigenschaften in Ausdrücken der Adhäsion des Brennstoffs an
einer Wand, der Rate der Brennstoffeinspritzung, der Disper
sion und der Vermischung des Brennstoff-Sprühnebels und der
Zerstäubung in Hinblick auf die oben erwähnten Punkte abge
leitet.
Die Adhäsion des Brennstoffs an der Wand der Verbren
nungskammer kann aus einer Änderung in der Brennstoff-Sprüh
eindringung bei variierendem Kollisionswinkel θ beurteilt
werden, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Wenn nämlich der Kol
lisionswinkel θ 20° oder kleiner ist, hat der Brennstoff-
Sprühnebel eine starke Tendenz zu der Zylinder-Buchsenwand
hin gelenkt zu werden (d. h. in der radialen Richtung des Zy
linders) oder die Sprüh-Eindringung neigt dazu groß zu werden
und daher neigt der Brennstoff-Sprühnebel dazu, an der Zylin
der-Buchsenwand anzuhaften. Wenn der Kollisionswinkel θ um
die 30° beträgt, zeigt die Brennstoffeinspritzdüse im wesent
lichen die gleiche Sprüh-Eindringung wie eine herkömmliche
Brennstoffeinspritzdüse. Wenn der Kollisionswinkel θ 30°
überschreitet, wird die Kraft, die zu der Buchsenwand hin ge
richtet ist (in der radialen Richtung des Zylinders) mit ei
ner Zunahme in dem Kollisionswinkel θ reduziert, es ist näm
lich die Sprüh-Eindringung umgekehrt proportional zu dem Kol
lisionswinkel θ.
Die Beziehung des Kollisionswinkels θ mit der Rate der
Brennstoffeinspritzung kann aus der Dispersion der Brenn
stoff-Sprühnebel verstanden werden, wie dies in Fig. 7(a)
bis Fig. 7(h) dargestellt ist.
Um die Menge der Einspritzung pro Zeiteinheit zu vergrö
ßern, kann die Zahl der Paare der Einspritzlöcher erhöht wer
den und zwar bei gleichzeitiger Reduzierung des Kollisions
winkels θ sofern benachbarte Brennstoff-Sprühnebel oder
Sprühstrahlen nicht miteinander interferieren. Wenn fünfzehn
Paare von Einspritzlöchern vorgesehen sind, und zwar bei ei
nem Kollisionswinkel θ von 20° oder kleiner, ist die Sprüh-
Eindringung übermäßig groß, was zu einer Adhäsion des Brenn
stoffs an der Zylinder-Buchsenwand führt. Wenn die Zahl der
Paare der Einspritzlöcher in dem Bereich von 11 bis 6 liegt
und zwar bei einem Kollisionswinkel 0 in dem Bereich von 30°
bis 60°, wird die Zahl der Einspritzlöcher durch die Sprüh-
Eindringung ausgeglichen. Die Zahl der Paare der Einspritzlö
cher erreicht ihre untere Grenze, wenn der Kollisionswinkel θ
gleich 80° ist.
Die Interferenz zwischen Brennstoff-Sprühnebeln und der
Zahl der Paare der Einspritzlöcher in Fig. 7(a)-(h) werden
unter einer Bedingung bestimmt, bei der geometrische Gestal
ten oder Bereiche der Sprühnebel, die aus dem Sprühwinkel be
rechnet wurden, sich in der Umfangsrichtung einander nicht
überlappen.
Die Dispersion/Mischung des Brennstoff-Sprühstrahls oder
Sprühnebels kann auch aus Fig. 7(a) bis Fig. 7(h) verstanden
werden. Es ist nämlich wünschenswert, daß ein Brennstoff-
Sprühnebel, der aus der Kollision der Brennstoffstrahlen aus
jedem Paar der Einspritzlöcher resultiert, mit anderen Brenn
stoff-Sprühnebeln oder Sprühstrahlen vermischt wird, die aus
benachbarten Paaren von Einspritzlöchern stammen, während
Luft involviert ist, welche die Brennstoff-Sprühstrahlen oder
Sprühnebel umgibt, so daß die resultierende Luft/Brennstoff-
Mischung sich einheitlich innerhalb des Zylinders ausweitet.
Um eine günstige Dispersion/Mischung sicherzustellen, ist
eine Luftschicht oder Luftfilm erforderlich, der zwischen den
Brennstoff-Sprühstrahlen vorhanden ist, und aus der Kollision
der Brennstoffstrahlen von benachbarten Paaren der Einspritz
löcher resultiert, so daß diese Brennstoff-Sprühstrahlen oder
Sprühnebel dispergiert und miteinander vermischt werden kön
nen.
Wie aus Fig. 7(a) bis 7(h) verstanden werden kann, haften
dann, wenn der Kollisionswinkel θ gleich 30° oder kleiner
ist, einige Abschnitte der Brennstoff-Sprühstrahlen oder
Sprühnebel an der Buchsenwand an und werden nicht mit Luft
vermischt, was in Ausdrücken des Mischvorganges des Brenn
stoffes mit der Luft nachteilig ist. Wenn die Zahl der Paare
der Einspritzlöcher in dem Bereich von 6 bis 11 liegt bei ei
nem Einspritzwinkel θ in dem Bereich von über 30° bis 60°,
ist eine geeignete Menge an Luft zwischen benachbarten Sprüh
strahlen oder Sprühnebeln als ein Ergebnis der Kollision vor
handen. Wenn der Kollisionswinkel θ gleich 80° ist, erreicht
die Zahl der Paare der Einspritzlöcher (vier) die niedrigste
Grenze, die noch ein Mischen des Brennstoffes mit Luft zu
läßt. Wenn der Kollisionswinkel θ 80° überschreitet, wird die
Menge an Luft übermäßig groß, wodurch es schwierig wird, eine
einheitliche Luft/Brennstoff-Mischung zu erzeugen.
In bezug auf den Grad der Zerstäubung, kann aus Fig. 3
verstanden werden, welche Änderungen in der Teilchengröße bei
einem Kollisionswinkel θ zeigt, daß dann, wenn der Kollisi
onswinkel 30° oder kleiner ist, die Teilchengröße äquivalent
ist derjenigen des Brennstoff-Sprühnebels, der durch eine
herkömmliche Brennstoffeinspritzdüse emittiert wird, wie dies
oben unter Hinweis auf die erste Ausführungsform erläutert
wurde. Wenn der Kollisionswinkel θ die 30° überschreitet,
wird die Teilchengröße um etwa 10% reduziert und es werden
feine Teilchen erzeugt.
Die TABELLE 1, die unten aufgeführt ist, zeigt die Ergeb
nisse der Beurteilung, ob die Brennstoff-Sprühnebel, die von
einer herkömmlichen Brennstoffeinspritzdüse emittiert wurden
und von Brennstoffeinspritzdüsen der vorliegenden Erfindung
emittiert wurden, für eine Vormisch-Verbrennung gemäß einer
Kompressionszündung geeignet sind und zwar in Hinblick auf
die oben genannten Eigenschaften und den Änderungen in dem
Sprühwinkel bei einem Kollisionswinkel θ, wie in Fig. 3 ge
zeigt ist. In der TABELLE 1 gibt "A" den höchsten Wert wie
der, "B" gibt einen relativ hohen Wert wieder, "C" gibt einen
zufriedenstellenden Wert wieder und D gibt einen Wert unter
halb eines erforderlichen Wertes wieder.
Wie aus den oben angegeben Ergebnissen beurteilt werden
kann, wurde herausgefunden, daß die Brennstoffeinspritzdüse
die Fähigkeit hat die gewünschten Brennstoff-Sprühnebel zu
erzeugen, und auch geeignete Einspritzeigenschaften für eine
Vormisch-Verbrennung gemäß einer Kompressionszündung zeigt,
wenn der Kollisionswinkel θ, in welchem Strahlen des Brenn
stoffs, die aus jedem Paar der Einspritzlöcher 9a, 9b ausge
stoßen werden, miteinander kollidieren, in dem Bereich von
30° ≦ θ ≦ 80° liegt.
Wenn zusätzlich der Kollisionswinkel θ in dem Bereich von
40° ≦ θ ≦ 80° liegt, werden die oben angegebenen Eigenschaf
ten besser als solche in dem Bereich von 30° ≦ θ ≦ 80°. Wenn
speziell der Kollisionswinkel θ gleich 60° beträgt, sind alle
die oben angegebenen Eigenschaften bei weitem besser als die
jenigen im Falle von anderen Kollisionswinkeln.
Ferner wird die Größe (und Gestalt) des Hohlraumes 4a,
der in einem zentralen Abschnitt der oberen Fläche des Kol
bens 4 ausgebildet ist, ausreichend groß eingestellt, um
Brennstoff aufzunehmen, der von der Brennstoffeinspritzdüse
eingesprüht wird, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist. Demzufolge
wird der Brennstoff gut mit Luft vor der Verbrennung während
des Kompressionshubes oder des Anhebprozesses des Kolbens 4
vermischt, so daß dadurch eine noch wünschenswertere Vor
misch-Verbrennung gemäß einer Kompressionszündung sicherge
stellt wird.
Es sei darauf hingewiesen, daß in Fig. 6 die gleichen Be
zugszeichen verwendet sind wie bei der ersten Ausführungsform
von Fig. 1, um entsprechende Komponenten zu identifizieren.
Claims (7)
1. Brennstoffeinspritzdüse, die einen Einspritzdüsenkör
per aufweist, der einen distalen Endabschnitt besitzt, in
welchem eine Vielzahl von Paaren von Einspritzlöchern ausge
bildet sind, derart, daß jedes Paar der Einspritzlöcher in
einer axialen Richtung des Einspritzdüsenkörpers voneinander
beabstandet sind, und derart, daß die Einspritzachsen von je
dem Paar der Einspritzlöcher sich an einem Punkt außerhalb
des Düsenkörpers schneiden, dadurch gekennzeichnet, daß
die aus jedem Paar der Einspritzlöcher ausgestoßenen
Brennstoffstrahlen unmittelbar nach Durchgang durch die Aus
gänge der Einspritzlöcher miteinander kollidieren, derart,
daß der Achsenkreuzungswinkel θ, der zwischen Einspritzachsen
von jedem Paar der Einspritzlöcher gebildet ist, in einem Be
reich von 30° ≦ θ ≦ 80° liegt.
2. Brennstoffeinspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Achsenkreuzungswinkel θ, der durch die
Einspritzachsen von jedem Paar der Einspritzlöcher gebildet
ist, in einem Bereich von 40° ≦ θ ≦ 80° liegt.
3. Brennstoffeinspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Achsenkreuzungswinkel θ, der durch die
Einspritzachsen von jedem Paar der Einspritzlöcher gebildet
ist, auf 60° eingestellt ist.
4. Brennstoffeinspritzdüse, die einen Einspritzdüsenkör
per aufweist, der einen distalen Endabschnitt besitzt, in
welchem eine Vielzahl von Paaren von Einspritzlöchern ausge
bildet sind, derart, daß jedes Paar der Einspritzlöcher in
einer axialen Richtung des Einspritzdüsenkörpers voneinander
beabstandet sind, und derart, daß die Einspritzachsen von je
dem Paar der Einspritzlöcher sich an einem Punkt außerhalb
des Düsenkörpers einander schneiden, dadurch gekennzeichnet,
daß
die aus jedem Paar der Einspritzlöcher ausgestoßenen
Brennstoffstrahlen unmittelbar nach Durchgang durch die Aus
gänge der Einspritzlöcher miteinander kollidieren und zwar
während einer Zeitperiode zwischen einer Anfangsperiode eines
Ansaughubes eines Kolbens einer Maschine und einer Zwischen
periode eines Kompressionshubes des Kolbens, in solcher Wei
se, daß der Achsenkreuzungswinkel θ, der durch die Einspritz
achsen von jeden Paar der Einspritzlöcher gebildet ist, in
einen Bereich von 30° ≦ θ ≦ 80° liegt.
5. Brennstoffeinspritzdüse nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß in einem mittleren Abschnitt des Kolbens
ein Hohlraum ausgebildet ist, welcher Hohlraum eine Größe be
sitzt, die ausreichend groß ist, um einen Brennstoff-Sprüh
nebel aufzunehmen, der aus der Kollision der Brennstoffstrah
len resultiert, die aus jedem Paar der Einspritzlöcher ausge
stoßen werden.
6. Brennstoffeinspritzdüse nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Achsenkreuzungswinkel θ, der durch die
Einspritzachsen von jedem Paar der Einspritzlöcher gebildet
ist, in einen Bereich von 40°≦ θ ≦ 80° liegt.
7. Brennstoffeinspritzdüse nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Achsenkreuzungswinkel θ, der durch die
Einspritzachsen von jeden Paar der Einspritzlöcher gebildet
ist, auf 60° eingestellt ist.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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