DE19855293C1 - Biopsiesystem - Google Patents
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Abstract
Ein Biopsiesystem weist eine Biopsievorrichtung (2) und eine Montagevorrichtung (3) auf. Die Biopsievorrichtung (2) ist zur Entnahme einer Gewebeprobe von einem Patienten eingerichtet und hat ein Entnahmeinstrument (14) und eine zur Montage der Biopsievorrichtung (2) an der Montagevorrichtung (3) eingerichtete Halteeinrichtung (12). Die Montagevorrichtung (3) kann an einer Diagnostikvorrichtung, insbesondere einer Röntgenvorrichtung, angebracht werden. In eine quaderähnliche Aussparung (26) ragt in einer Arretierstellung der erste Hebelarm eines Schwenkhebels, an dessen zweiten Hebelarm ein als Drucktaste (38) ausgebildeter Vorsprung angeordnet ist. Durch Drücken auf die Drucktaste (38) dreht sich der Schwenkhebel entgegen der Wirkung einer Feder in eine Entarretierstellung.
Description
Die Erfindung betrifft ein Biopsiesystem mit einer Biopsievor
richtung und mit einer Montagevorrichtung.
Mit Hilfe einer Biopsievorrichtung kann einem Patienten eine
Gewebeprobe entnommen werden. Zu diesem Zweck dient ein Entnah
meinstrument, zum Beispiel in Form einer Hohlnadel, das an den
Patienten herangeführt und in das betroffene Gewebe eingeführt
wird. Wenn eine Hohlnadel verwendet wird und das Gewebe weich
ist, läßt sich eine Gewebeprobe in die Hohlnadel einsaugen. Dies
stellt keinen schwerwiegenden Eingriff an dem Patienten dar. Aus
dem Ergebnis der entnommenen Gewebeprobe ergibt sich die weitere
Behandlung des Patienten.
Eine derartige Biopsievorrichtung ist z. B. aus der US 5 769 086
bekannt. Die Hohlnadel dieser Vorrichtung hat in der Nähe der
Spitze eine seitliche Öffnung, durch die sich Gewebe ansaugen
läßt. Eine Steuereinrichtung dient zum automatischen Bewegen der
Hohlnadel. Eine ähnliche Biopsievorrichtung ist in dem von der
Anmelderin verteilten Prospektblatt "Das Mammotome Vakuumbiop
sie-System" beschrieben. Etwas anders ist die in der US 5 782 775
erläuterte Biopsievorrichtung aufgebaut. In diesem Fall wird
eine Gewebeprobe mit Hilfe einer Nadel, einer die Nadel umgeben
den Kanüle und einer Schneideinrichtung eingeholt.
Häufig ist es von großem Vorteil, wenn eine derartige Biopsie
vorrichtung unter Beobachtung der Gewebeentnahme mit Hilfe einer
Diagnostikvorrichtung angewendet wird. Als Diagnostikvorrichtung
kommt insbesondere eine Röntgenvorrichtung in Betracht (siehe
z. B. die oben erwähnten Schriften US 5 769 086 und US 5 782 775,
die auch aufwendige Montierungen für die Biopsievorrichtung
zeigen, sowie "Das Mammotome Vakuumbiopsie-System"), aber auch
andere Vorrichtungen, wie zum Beispiel eine Ultraschallvorrich
tung, sind denkbar. Solche Diagnostikvorrichtungen sind aufwen
dig und teuer. Daher sollten sie möglichst universell verwendbar
sein. Wenn eine bestimmte Biopsievorrichtung dauernd
im für den Patienten zugänglichen Bereich der Diagnostikvorrich
tung angebracht wäre, würde die Vielseitigkeit der Diagnostik
vorrichtung erheblich eingeschränkt. Denn dann stände dieser
Raum nicht für andere Geräte zur Verfügung, die je nach Anwen
dungsfall zum Einsatz kommen sollen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, um
eine Biopsievorrichtung schnell und sicher im Zusammenhang mit
einer gegebenen Diagnostikvorrichtung anwenden zu können, ohne
daß dabei das an der Diagnostikvorrichtung zur Verfügung stehen
de Platzangebot dauerhaft von der Biopsievorrichtung beeinträgt
wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Biopsiesystem mit den Merk
malen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin
dung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Das erfindungsgemäße Biopsiesystem weist eine Biopsievorrichtung
und eine Montagevorrichtung auf. Die Biopsievorrichtung ist zur
Entnahme einer Gewebeprobe von einem Patienten eingerichtet und
hat ein Entnahmeinstrument und eine zur Montage der Biopsievor
richtung an der Montagevorrichtung eingerichtete Halteeinrich
tung. Die Montagevorrichtung ist an einer Diagnostikvorrichtung,
insbesondere einer Röntgenvorrichtung, anbringbar und zur Monta
ge der Biopsievorrichtung eingerichtet. Eine an der Montagevor
richtung vorgesehene quaderähnliche Aussparung weist zwei sich
gegenüberliegende innere Breitseiten und zwei sich gegenüberlie
gende innere Schmalseiten auf. Ein zweiarmiger Schwenkhebel mit
einem ersten Hebelarm und einem zweiten Hebelarm ist von einer
Feder in eine Arretierstellung vorgespannt, in der der erste
Hebelarm in die Aussparung hineinragt. Der erste Hebelarm ver
läuft an seiner in die Aussparung hineinragenden Außenseite
abgeschrägt und ist dazu eingerichtet, beim Einstecken eines an
den Querschnitt der Aussparung angepaßten Gegenstands in die
Aussparung entgegen der Wirkung der Feder einzuschwenken. Der
zweite Hebelarm weist gegenüber der abgeschrägten Außenseite des
ersten Hebelarms einen als Drucktaste ausgebildeten Vorsprung
auf, der von einer Außenseite der Montagevorrichtung zugänglich
ist und mit dessen Hilfe der Schwenkhebel entgegen der Wirkung
der Feder in eine Entarretierstellung einschwenkbar ist.
Nachdem die Montagevorrichtung einmal an einer gewünschten Dia
gnostikvorrichtung angebracht ist, kann sie immer wieder zum
schnellen Montieren der Biopsievorrichtung benutzt werden, wenn
die Biopsievorrichtung benötigt wird. Die Biopsievorrichtung
wird von der Montagevorrichtung sicher gehalten und läßt sich so
unter der Kontrolle der Diagnostikvorrichtung in zuverlässiger
und reproduzierbarer Weise anwenden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die
Halteeinrichtung der Biopsievorrichtung einen Haltevorsprung
auf, der in die an der Montagevorrichtung vorgesehene quaderähn
liche Aussparung einsteckbar ist. Vorzugsweise ist der Haltevor
sprung der Biopsievorrichtung quaderähnlich und im Querschnitt
an den Querschnitt der Aussparung der Montagevorrichtung ange
paßt. Dabei weist der Haltevorsprung der Biopsievorrichtung
vorzugsweise eine Ausnehmung auf, und der erste Hebelarm des
Schwenkhebels ist dazu eingerichtet, im montierten Zustand der
Biopsievorrichtung in Arretierstellung des Schwenkhebels in
arretierendem Eingriff in die Ausnehmung an dem Haltevorsprung
hineinzuragen. Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil,
daß die Biopsievorrichtung mit einem Handgriff an der Montage
vorrichtung angebracht werden kann. Dazu wird der Haltevorsprung
der Biopsievorrichtung in die quaderähnliche Aussparung der
Montagevorrichtung eingesteckt. Sobald das freie Ende des Halte
vorsprungs an der abgeschrägten Außenseite des ersten Hebelarms
des Schwenkhebels angreift, drückt es den ersten Hebelarm ent
gegen der Wirkung der Feder aus dem freien Querschnitt der Aus
sparung (d. h. der Schwenkhebel wird eingeschwenkt), und zwar so
lange, bis der erste Hebelarm der Ausnehmung an dem Haltevor
sprung gegenüberliegt. Zu diesem Zeitpunkt schlägt der Haltevor
sprung vorzugsweise an einem Anschlag in der Montagevorrichtung
an. Auf jeden Fall schwenkt dann der Schwenkhebel in die Arre
tierstellung, in der der erste Hebelarm in die Ausnehmung an dem
Haltevorsprung eingreift. Damit ist die Biopsievorrichtung an
der Montagevorrichtung unverrückbar gesichert. Auch das Auslösen
der Arretierung gestaltet sich sehr einfach. Dazu ist es ledig
lich erforderlich, auf die von einer Außenseite der Montagevor
richtung zugängliche Drucktaste zu drücken, wodurch der Schwenk
hebel in die Entarretierstellung einschwenkt. Danach kann die
Biopsievorrichtung aus der quaderähnlichen Aussparung der Monta
gevorrichtung herausgezogen werden.
Bei anderen Ausgestaltungen macht die Halteeinrichtung der Biop
sievorrichtung nicht von der durch den Schwenkhebel gegebenen
Schnellkupplungsmöglichkeit der Montagevorrichtung Gebrauch,
sondern hat zum Beispiel eine eigene Arretiereinrichtung in der
Halteeinrichtung eingebaut. Zum Beispiel kann die Halteeinrich
tung wiederum einen Haltevorsprung aufweisen, aus dem beim Um
legen eines an der Biopsievorrichtung angebrachten Klemmhebels
seitlich Klemmelemente ausfahren, die den Haltevorsprung, wenn
er in die quaderähnliche Aussparung der Montagevorrichtung ge
steckt ist, an der Innenwandung dieser Aussparung festklemmen.
Das erfindungsgemäße Biopsiesystem ist also vielseitig einsetz
bar und erlaubt die Anwendung verschiedenartiger Kopplungsele
mente, wie sie bei unterschiedlichen Arten von Biopsievorrich
tungen vorliegen können.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die
Montagevorrichtung eine Führungseinrichtung auf, die im montier
ten Zustand der Biopsievorrichtung zum Führen des Entnahmein
struments der Biopsievorrichtung eingerichtet ist. Zum Beispiel
kann die Führungsöffnung einen Führungsriegel mit einer Füh
rungsöffnung aufweisen, die im montierten Zustand der Biopsie
vorrichtung das Entnahmeinstrument der Biopsievorrichtung um
gibt. Insbesondere bei nadelartigen Entnahmeinstrumenten, die
nur eine geringe Biegesteifigkeit haben, läßt sich mit Hilfe der
Führungseinrichtung eine präzisere Führung des Entnahmeinstru
ments bei der Gewebeentnahme erreichen. Wenn das Entnahmeinstru
ment in der Biopsievorrichtung verschiebbar gelagert ist, kann
das Entnahmeinstrument in der Führungsöffnung gleiten, so daß
die Führungseinrichtung in bezug auf die übrige Montagevorrich
tung und die übrigen Teile der Biopsievorrichtung stationär sein
kann.
Vorzugsweise ist die Führungseinrichtung von der übrigen Monta
gevorrichtung abnehmbar. Dazu kann die Führungseinrichtung zum
Beispiel einen Dorn aufweisen, der quer zu seiner Längsachse
eine schlitzähnliche Ausnehmung hat und in eine an seinen Quer
schnitt angepaßte Ausnehmung an der Montagevorrichtung einsetz
bar ist. In diese Ausnehmung ragt das abgewinkelte Ende einer
Arretierfeder hinein, das, wenn der Dorn in diese Ausnehmung
eingesetzt ist, in die schlitzähnliche Ausnehmung des Dorns
eingreift. Bei dieser Ausgestaltung läßt sich die Führungsein
richtung mit einem Handgriff an der Montagevorrichtung anbringen
oder davon entfernen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist im Eingangsbereich der
quaderähnlichen Aussparung der Montagevorrichtung eine Stufe
vorgesehen, an der im montierten Zustand der Biopsievorrichtung
ein Gehäuseteil der Biopsievorrichtung anliegt. Diese Stufe
gewährt zusätzlichen Halt, insbesondere wenn sie weitgehend
horizontal verläuft, so daß sie einen Teil des Gewichtes der
Biopsievorrichtung aufnehmen kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Biopsiesystems mit einer Biop
sievorrichtung, die einen Haltevorsprung aufweist, und
mit einer Montagevorrichtung,
Fig. 2 eine Explosionsansicht der Montagevorrichtung gemäß
Fig. 1, in die zusätzlich das den Haltevorsprung der
Biopsievorrichtung aufweisende Bauteil eingezeichnet
ist,
Fig. 3 die Anordnung aus Fig. 2 in zusammengesetztem Zustand
in perspektivischer Ansicht und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 für die Montage der Biopsievorrichtung an
der Montagevorrichtung wesentlichen Elemente.
In Fig. 1 ist in perspektivischer Ansicht ein Ausführungsbei
spiel eines Biopsiesystems 1 dargestellt. Das Biopsiesystem 1
weist eine Biopsievorrichtung 2 und eine Montagevorrichtung 3
auf.
Die Biopsievorrichtung 2 hat ein Gehäuse 10. An einer Stirnseite
des Gehäuses 10 ragt seitlich ein Haltevorsprung 12 vor, der
fest an den tragenden Teilen der Biopsievorrichtung 2 verankert
ist. Parallel zu dem Haltevorsprung 12 erstreckt sich ein Ent
nahmeinstrument 14. Im Ausführungsbeispiel ist das Entnahmein
strument 14 als Hohlnadel mit einer massiven Spitze und einer
seitlichen Öffnung im Spitzenbereich 15 ausgebildet und kann mit
Hilfe der Bedienungselemente der Biopsievorrichtung 2 um seine
Längsachse gedreht werden. Eine Pumpe 16 ist über Schläuche 18
mit dem Gehäuse 10 der Biopsievorrichtung 2 verbunden. Die Pumpe
16 erzeugt einen Unterdruck, der zum Einsaugen von Gewebeproben
durch die Öffnung im Spitzenbereich 15 des Entnahmeinstruments
14 genutzt werden kann. Bis auf den Haltevorsprung 12 ist die
Biopsievorrichtung 2 von herkömmlicher Bauart.
Die Montagevorrichtung 3 ist in Fig. 2 in Explosionsansicht
dargestellt, so daß die einzelnen Bauteile in anschaulicher
Weise gezeigt sind. Das Bauteil der Biopsievorrichtung 2, das
den Haltevorsprung 12 aufweist, ist in Fig. 2 mit eingezeich
net. In Fig. 3 ist die Anordnung aus Fig. 2 im zusammengesetz
ten Zustand gezeigt.
Die Montagevorrichtung 3 hat eine Grundplatte 20, von der sich
(bei der Orientierung gemäß Fig. 2) ein Frontteil 22 und eine
Rückenplatte 24 nach oben erstrecken. Zwischen dem Frontteil 22
und der Rückenplatte 24 ist eine im wesentlichen quaderförmige
Aussparung 26 ausgebildet, die nach unten von der Grundplatte 20
begrenzt ist und die zwei sich gegenüberliegende innere Breit
seiten 27 (am Frontteil 22 und an der Rückenplatte 24) und zwei
sich gegenüberliegende innere Schmalseiten 28 (an den beiden
seitlichen Bereichen des Frontteils 22) aufweist. Da die Aus
dehnung der Frontseite des Frontteils 22, gemessen in einer
Richtung senkrecht zu der Grundplatte 20, geringer ist als die
Ausdehnung der Rückenplatte 24, ist an dem Frontteil 22 eine
Stufe 29 ausgebildet. Die Stufe 29 liegt also in dem frei zu
gänglichen Eingangsbereich der Aussparung 26.
In einer seitlichen Ausnehmung des Frontteils 22 ist ein
Schwenkhebel 30 eingebaut, siehe insbesondere Fig. 4, die einen
durch die Aussparung 26 verlaufenden Längsschnitt in einer Ebene
parallel zu der Rückenplatte 24 darstellt. Der Schwenkhebel 30
ist zweiarmig mit einem ersten Hebelarm 31 und einem zweiten
Hebelarm 32. Der Drehpunkt befindet sich an einem Drehzapfen 33,
der durch eine in Fig. 2 erkennbare Bohrung in das Frontteil 22
eingesetzt ist, aber in Fig. 2 nicht direkt dargestellt ist.
Eine Schraubenfeder 34 spannt den Schwenkhebel 30 in eine Arre
tierstellung vor, in der der erste Hebelarm 31 in die Aussparung
26 hineinragt, siehe Fig. 4. An seiner in die Aussparung hin
einragenden Außenseite 36 verläuft der erste Hebelarm 31 abge
schrägt, d. h. er erstreckt sich in der Arretierstellung unter
einem relativ flachen Winkel in bezug auf die senkrecht zu der
Grundplatte 20 verlaufenden Längsachse der Aussparung 26. Der
zweite Hebelarm 32 hat gegenüber der abgeschrägten Außenseite 36
des ersten Hebelarms 31 einen Vorsprung, der als Drucktaste 38
gestaltet ist und aus der Ausnehmung in dem Frontteil 22 nach
außen hervorragt. Durch Drücken auf die Drucktaste 38 läßt sich
der Schwenkhebel 30 aus der Arretierstellung gemäß Fig. 4 in
eine Entarretierstellung einschwenken, in der er nicht mehr in
die Aussparung 26 vorsteht.
Der Haltevorsprung 12 der Biopsievorrichtung 2 ist der Endbe
reich eines Riegels 40, der als Einzelteil in den Fig. 2 bis
4 gezeigt ist. Zur sicheren Verankerung des Riegels 40 an tra
genden Teilen der Biopsievorrichtung 2 dienen zwei vorspringende
Zapfen 42, die in zwei Löcher an der Biopsievorrichtung 2 ein
greifen und eine Sicherung gegen Verdrehen gewährleisten, und
eine durch eine eingesenkte Bohrung 44 gesteckte Senkschraube
46, die in ein Gewindeloch an der Biopsievorrichtung 2 ge
schraubt ist. Der Querschnitt des Haltevorsprungs 12 ist an den
Querschnitt der Aussparung 26 angepaßt, so daß durch Einstecken
des Haltevorsprungs 12 in die Aussparung 26 eine sichere und
drehfeste Montage der Biopsievorrichtung 2 an der Montagevor
richtung 3 erreicht wird.
Im Bereich des Haltevorsprungs 12 ist der Riegel 40 mit einer
seitlich offenstehenden Ausnehmung 48 versehen, siehe auch Fig.
4. Wenn der Haltevorsprung 12 gemäß der Darstellung in Fig. 4
von oben in die Aussparung 26 eingeschoben wird, gleitet sein
unteres Ende an der Außenseite 36 des ersten Hebelarms 31 ent
lang und drückt dabei den Schwenkhebel 30 in die Entarretier
stellung. Der Haltevorsprung 12 läßt sich soweit vorschieben,
bis sein unteres Ende an der Grundplatte anschlägt. Dann befin
det sich die Ausnehmung 48 gegenüber dem ersten Hebelarm 31, und
der erste Hebelarm 31 kann sich unter der Wirkung der Schrauben
feder 34 ungehindert zurück in die Arretierstellung bewegen. Er
greift dabei in die Ausnehmung 48 ein. Wird nun an dem Haltevor
sprung 12 nach oben gezogen, verbleibt der Schwenkhebel 30 auf
grund der Gestaltung der Außenseite 36 seines ersten Hebelarms
31 in der Arretierstellung. Der Haltevorsprung 12 (und somit die
Biopsievorrichtung 2) läßt sich also mit einem Handgriff in die
Aussparung 26 einschieben und ist sofort arretiert.
Um die Arretierung zu lösen, muß man auf die Drucktaste 38 drüc
ken, wodurch der Schwenkhebel 30 in seine Entarretierstellung
bewegt wird. Danach läßt sich die Biopsievorrichtung 2 mit dem
Haltevorsprung 12 problemlos nach oben wegziehen.
Um einen besseren Halt für das wenig biegesteife Entnahmeinstru
ment 14 der Biopsievorrichtung 2 zu erreichen, ist die Montage
vorrichtung 3 mit einer Führungseinrichtung 50 versehen, siehe
die Fig. 1 bis 3. Die Führungseinrichtung 50 weist einen im
montierten Zustand der Biopsievorrichtung 2 im wesentlichen
senkrecht zu dem Entnahmeinstrument 14 verlaufenden Führungs
riegel 52 auf, an dessen einem Ende sich eine Führungsöffnung 54
befindet, durch die das Entnahmeinstrument 14 gesteckt werden
kann. An dem entgegengesetzten Ende geht von dem Führungsriegel
52 ein Dorn 56 aus. Quer zu seiner Längsachse hat der Dorn 56
eine schlitzähnliche Ausnehmung 58, siehe insbesondere Fig. 2.
Der Dorn 56 kann in eine auf seinen Durchmesser abgestimmte
Ausnehmung 60 an der Unterseite der Grundplatte 20 der Montage
vorrichtung 3 eingesetzt werden. Wenn er bis zum Anschlag durch
geschoben ist, sorgt eine Arretierfeder 62 mit einem abgewinkel
ten Ende 64 dafür, daß er nur unter größerem Kraftaufwand wieder
aus der Ausnehmung 60 herausgezogen werden kann, denn das abge
winkelte Ende 64 der Arretierfeder 62 greift in die schlitzähn
liche Ausnehmung 58 ein. Die Führungseinrichtung 50 läßt sich
also auf einfache Weise an der übrigen Montagevorrichtung 3
anbringen und wieder davon abnehmen. Sie braucht nur dann einge
setzt zu werden, wenn sie bei einer gegebenen Biopsievorrichtung
auch tatsächlich benötigt wird und stört daher nicht bei dem
sonstigen Gebrauch der Montagevorrichtung 3.
Die in Fig. 2 eingezeichneten Teile sind mit Hilfe der Schrau
ben 66 untereinander verbunden. Die Schrauben 66 haben unter
schiedliche Größen und greifen jeweils in Gewindelöcher ein. Zur
permanenten Montage der Montagevorrichtung 3 an einer Diagno
stikvorrichtung dienen Bohrungen 68 in der Grundplatte 20, durch
die sich Befestigungsbolzen stecken lassen.
Wie das Biopsiesystem 1 angewendet wird, ergibt sich bereits
weitgehend aus dem Vorhergehenden. Die Montagevorrichtung 3 wird
fest mit der gewünschten Diagnostikvorrichtung (zum Beispiel
einer Röntgenvorrichtung) verschraubt. Die Orientierung der
Montagevorrichtung 3 ist im Prinzip beliebig. Denkbar ist auch
die permanente Montage an einem schwenkbaren Bauteil der Diagno
stikvorrichtung. Um eine gewünschte Biopsievorrichtung 2 mit der
Montagevorrichtung 3 zu verbinden, wird der Haltevorsprung 12
der Biopsievorrichtung 2 über das frei zugängliche Ende der
Aussparung 26 in die Aussparung 26 geschoben, und zwar so lange,
bis sich der Schwenkhebel 30 wieder in der Arretierstellung
befindet. Dann ist die Biopsievorrichtung 2 sicher und unver
rückbar mit der Montagevorrichtung 3 verbunden. Im Ausführungs
beispiel liegt in diesem montierten Zustand der Biopsievorrich
tung 2 das Gehäuse 10 an der Stufe 29 an. Dadurch wird, zumin
dest solange die Stufe 29 weitgehend horizontal verläuft, die
Stabilität der Anordnung weiter erhöht. Die Biopsievorrichtung
2 kann nun in der gewünschten Weise an einem Patienten 2 einge
setzt werden. Dies läßt sich mit Hilfe der Diagnostikvorrich
tung, im Ausführungsbeispiel einer Röntgenvorrichtung, auf si
chere Weise kontrollieren, denn wegen der festen Montage der
Biopsievorrichtung 2 an der Montagevorrichtung 3 und damit an
der Diagnostikvorrichtung gibt es keine unerwünschten Bewegun
gen. Im Ausführungsbeispiel wird das Entnahmeinstrument 14 zum
Beispiel zum Entnehmen von Mammagewebe unter der Überwachung der
Diagnostikvorrichtung in das Gewebe eingebracht und an eine
gewünschte Stelle herangeführt. Dazu kann das Entnahmeinstrument
14 um seine Längsachse gedreht werden, so daß die Öffnung im
Spitzenbereich 15 an eine geeignete Gewebsstelle gelangt. Durch
Anlegen von Unterdruck mit Hilfe der Pumpe 16 kann Gewebe in die
Biopsievorrichtung 2 eingesaugt werden.
Wenn die Biopsievorrichtung 2 an der Diagnostikvorrichtung nicht
weiter benötigt wird, läßt sich die Arretierung durch Druck auf
die Drucktaste 38 aufheben und die Biopsievorrichtung 2 mit dem
Haltevorsprung 12 problemlos aus der Aussparung 26 herausziehen.
Claims (9)
1. Biopsiesystem,
- 1. mit einer Biopsievorrichtung (2) und
- 2. mit einer Montagevorrichtung (3),
- 3. wobei die Biopsievorrichtung (2) zur Entnahme einer Gewe beprobe von einem Patienten eingerichtet ist und ein Entnah meinstrument (14) und eine zur Montage der Biopsievorrich tung (2) an der Montagevorrichtung (3) eingerichtete Hal teeinrichtung (12) aufweist, und
- 4. wobei die Montagevorrichtung (3) an einer Diagnostikvor richtung, insbesondere einer Röntgenvorrichtung, anbringbar ist, zur Montage der Biopsievorrichtung (2) eingerichtet ist und eine quaderähnliche Aussparung (26) mit zwei sich ge genüberliegenden inneren Breitseiten (27) und zwei sich gegenüberliegenden inneren Schmalseiten (28) aufweist, wobei die Montagevorrichtung (3) ferner einen zweiarmigen Schwenkhebel (30) mit einem ersten Hebelarm (31) und einem zweiten Hebelarm (32) aufweist, wobei der Schwenkhebel (30) von einer Feder (34) in eine Arretierstellung vorgespannt ist, in der der erste Hebelarm (31) in die Aussparung (26) hineinragt, wobei der erste Hebelarm (31) an seiner in die Aussparung (26) hineinragenden Außenseite (36) abgeschrägt verläuft und dazu eingerichtet ist, beim Einstecken eines an den Querschnitt der Aussparung (26) angepaßten Gegenstands in die Aussparung (26) entgegen der Wirkung der Feder (34) einzuschwenken, und wobei der zweite Hebelarm (32) gegenüber der abgeschrägten Außenseite (36) des ersten Hebelarms (31) einen als Drucktaste (38) ausgebildeten Vorsprung aufweist, der von einer Außenseite der Montagevorrichtung (3) zugäng lich ist und mittels dem der Schwenkhebel (30) entgegen der Wirkung der Feder (34) in eine Entarretierstellung ein schwenkbar ist.
2. Biopsiesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteeinrichtung der Biopsievorrichtung (2) einen Halte
vorsprung (12) aufweist, der in die an der Montagevorrich
tung (3) vorgesehene quaderähnliche Aussparung (26) ein
steckbar ist.
3. Biopsiesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltevorsprung (12) der Biopsievorrichtung (2) quader
ähnlich ist und im Querschnitt an den Querschnitt der Aus
sparung (26) der Montagevorrichtung (3) angepaßt ist.
4. Biopsiesystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Haltevorsprung (12) der Biopsievorrichtung (2)
eine Ausnehmung (48) aufweist und der erste Hebelarm (31)
des Schwenkhebels (30) dazu eingerichtet ist, im montierten
Zustand der Biopsievorrichtung (2) in Arretierstellung des
Schwenkhebels (30) in arretierendem Eingriff in die Ausneh
mung (48) an dem Haltevorsprung (12) hineinzuragen.
5. Biopsiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Montagevorrichtung (3) eine Füh
rungseinrichtung (50) aufweist, die im montierten Zustand
der Biopsievorrichtung (2) zum Führen des Entnahmeinstru
ments (14) der Biopsievorrichtung (2) eingerichtet ist.
6. Biopsiesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungseinrichtung (50) einen Führungsriegel (52) mit
einer Führungsöffnung (54) aufweist, die im montierten Zu
stand der Biopsievorrichtung (2) das Entnahmeinstrument (14)
der Biopsievorrichtung (2) umgibt.
7. Biopsiesystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Führungseinrichtung (50) von der übrigen Monta
gevorrichtung (3) abnehmbar ist.
8. Biopsiesystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungseinrichtung (50) einen Dorn (56) aufweist, der
quer zu seiner Längsachse eine schlitzähnliche Ausnehmung
(58) hat und in eine an seinen Querschnitt angepaßte Aus
nehmung (60) an der Montagevorrichtung (3) einsetzbar ist,
wobei in diese Ausnehmung (60) das abgewinkelte Ende (64)
einer Arretierfeder (62) hineinragt, das bei in diese Aus
nehmung (60) eingesetztem Dorn (56) in die schlitzähnliche
Ausnehmung (58) des Dorns (56) eingreift.
9. Biopsiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß im Eingangsbereich der quaderähnlichen
Aussparung (26) der Montagevorrichtung (3) eine Stufe (29)
vorgesehen ist, an der im montierten Zustand der Biopsievor
richtung (2) ein Gehäuseteil der Biopsievorrichtung (2)
anliegt.
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