DE19855794A1 - Verfahren und Gerätesystem zur persönlichen Navigation - Google Patents
Verfahren und Gerätesystem zur persönlichen NavigationInfo
- Publication number
- DE19855794A1 DE19855794A1 DE19855794A DE19855794A DE19855794A1 DE 19855794 A1 DE19855794 A1 DE 19855794A1 DE 19855794 A DE19855794 A DE 19855794A DE 19855794 A DE19855794 A DE 19855794A DE 19855794 A1 DE19855794 A1 DE 19855794A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- disc
- location
- movement
- passive
- pulse
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C21/00—Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
- G01C21/38—Electronic maps specially adapted for navigation; Updating thereof
- G01C21/3804—Creation or updating of map data
- G01C21/3807—Creation or updating of map data characterised by the type of data
- G01C21/383—Indoor data
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Indicating Or Recording The Presence, Absence, Or Direction Of Movement (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Standort- und Richtungsbestimmung zur persönlichen Navigation. Mit Hilfe eines entsprechenden Gerätesystems wird nach der Standortbestimmung der Nutzen mit Informationen versorgt, um zum Zielort zu gelangen, z. B. in komplexen Innenräumen wie Flughäfen oder Zentren von Großstädten. Unter Verwendung elektromagnetischer Wellen und Sende- und Empfangstechnik erfolgt eine Standortbestimmung. Weiterhin erfolgt unter Nutzung des erdmagnetischen Feldes die Ausrichtung einer magnetisierten Scheibe, die in Abhängigkeit von der Bewegung des Benutzers Impulse erzeugt, die in einer Rechnereinheit ausgewertet werden. Bei der Bewegung des Gerätes im Vergleich zur Scheibe erfolgt auf einem oder mehreren Displays die Richtungsvorgabe an den Benutzer.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Standort- und Richtungsbestimmung zur persönlichen
Navigation. Mit Hilfe eines entsprechenden Gerätesystems wird nach der Standortbestimmung der
Nutzer mit Informationen versorgt, um zu seinem Zielort zu gelangen. Das Gerätesystem ist für
die Benutzung in komplexen Innenräumen, aber auch für die Benutzung im Gelände geeignet. Als
maßgebliche Beispiele seien z. B. Messen, Flughäfen, große Einkaufszentren und die Zentren in
Großstädten genannt. Es soll möglich sein, daß der Benutzer nach der Standort- und
Richtungsbestimmung seinen Weg schnell und unkompliziert findet.
Der Kompaß als Gerät zur Bestimmung der Himmelsrichtungen ist seit vielen Jahren ein bekanntes
und bewährtes Gerät. Der Kompaß kommt zu Lande, zu Wasser und in der Luft zur Anwendung.
Beim Magnetkompaß stellt das erdmagnetische Feld eine auf einer feinen Spitze gelagerte und
über einer Scheibe mit Windrose drehbare Magnetnadel in die magnetische Nord-Süd-Richtung
ein, die von der geografischen Nord-Süd-Richtung um die sogenannte Mißweisung, die
Deklination, abweicht. Beim Kreisel-Kompaß bewirkt die Erdrotation die Einstellung des
Kreiseldrehimpulses nach geografisch Nord. Der Elektronenstrahl-Kompaß beruht auf der
Ablenkung eines Elektronenstrahls durch das erdmagnetische Feld.
Im einfachsten Fall kann man nach einer Standortbestimmung mit Karte und Kompaß
(Marschkompaß mit Visiereinrichtung) die Bewegungsrichtung durch Ermitteln einer Marsch
richtungszahl festlegen. Befinden sich mehrere Hindernisse auf dem Weg, auf dem gemäß
Marschrichtungszahl die Bewegung erfolgen soll, müssen mehrere Marschrichtungszahlen
festgelegt werden, die jeweils nach einer gewissen absolvierten Wegstrecke beachtet werden
müssen. Es hängt mehr oder weniger von der Genauigkeit der Karte und von der Erfahrung des
Betreffenden ab, der sich mit Karte und Kompaß auf seinem Weg bewegt, um zum Ziel zu
gelangen. Wenn dann das Ziel der Kirchturm eines Ortes sein soll, wird es unschwer sein, das Ziel
zu erreichen. Wie vorher schon gesagt, soll aber das neue Verfahren und das entsprechende Gerät
z. B. den Weg vorgeben, der erforderlich ist, um an eine bestimmte Rolltreppe in einem Flughafen
zu gelangen. In derartigen Fällen ist die Verwendung von Karte und Kompaß absolut
unangebracht.
Wenn sich also allgemein die Frage stellt "wo bin ich?", könnte der Anwender nach dem
derzeitigen Stande der Technik den Satellitenpositionierdienst der deutschen Landesvermessung
(SAPOS) in Anspruch nehmen. Je nach gewünschter Genauigkeitsstufe werden die gewünschten
Daten geliefert. Eine Ergänzung ist der SAPOS-Hochpräziser Echtzeit-Positionierungs-Service.
Anwendungsbeispiele sind Fahrzeugnavigation, Verkehrsleitsysteme, Flottenmanagement,
Land- und Forstwirtschaft.
Im Zusammenhang mit dem o. g. Satellitenpositionierdienst soll kurz auf GPS oder "global
positioning system" eingegangen werden. Dieses System - ursprünglich für den militärischen
Einsatz gedacht - basiert auf dem Prinzip der Peilung über Satelliten in einer geostationären
Umlaufbahn. Die Koordination der Position der Satelliten werden verglichen mit der Laufzeit des
ausgestrahlten Signals zum Zielobjekt und daraus wird der Standort des Zielobjektes berechnet.
Im Prinzip wäre eine Positionsbestimmung über GPS für die noch darzulegende Erfindung
denkbar, jedoch ergeben sich bei näherer Beschauung drei gravierende Negierungspunkte, die wie
folgt definiert werden:
Es ist aufgrund der technischen Konzeption des GPS-Systems durchaus möglich, den Standort des
Nutzers ist auf wenige cm genau zu bestimmen.
Da - wie eingangs erwähnt - das System aber noch vorrangig für militärische Zwecke in Betrieb
ist, wurde der Peilungsradius auf zehn Meter begrenzt.
Dieses trägt den gravierenden Nachteil mit sich, daß in räumlichen Systemen von der Komplexität
z. B. einer Messe innerhalb eines 10 m-Radius sehr viel passieren kann (z. B. zwei bis drei
Messestände, mehrere Türen oder Treppen neben oder hintereinander).
In der täglichen Praxis des PKW-GPS wird die Richtung und der genaue Standort unter anderem
über technische Hilfsmittel wie eindeutige Fahrtrichtung, den unterschiedlichen Rollradius der
Vorderräder in Kurven etc. bestimmt.
Der Mensch ohne technische Hilfsmittel hat keine Möglichkeiten für eine solche Bestimmung.
Daher ist es mit GPS unmöglich, die Blick- oder Gehrichtung des Menschen eindeutig zu
bestimmen.
Das Verfahren benötigt ein dialogfähiges System, mit dem Informationen übermittelt werden
können.
Dieses ist über herkömmliche Peilsysteme - wie etwa GPS - nicht möglich, da es sich um eine reine
Standortbestimmung handelt.
Zusammenfassend läßt sich bis hierher feststellen, daß es diverse Möglichkeiten gibt, mit
bekannten Verfahren bzw. Geräten den jeweiligen Standort mehr oder weniger genau zu
bestimmen. Auch wenn in Prospekten zu GPS-Handys gesagt wird, daß wichtige Positionen in
500 Wegpunkten gespeichert werden können, so ist das nicht mit einer Richtungsbestimmung zu
vergleichen, das heißt, eine punktgenaue persönliche Navigation einschließlich einer Richtungsbe
stimmung ist mit den Verfahren bzw. Geräten, die den Stand der Technik charakterisieren, nicht
möglich.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bzw. Verfahrensvarianten und ein
entsprechendes Gerätesystem vorzuschlagen, welches es dem Benutzer ermöglicht, sich innerhalb
von komplexen räumlichen Systemen, wie z. B. Flughäfen, Stadtzentren mit Hilfe einer
elektronischen Orientierungshilfe fortzubewegen und seinen Weg sehnell und unkompliziert zu
finden. Als oberste Prämisse bei der Benutzung steht die Beschleunigung eines oft langwierigen
Weges. Die Handhabung des Gerätes soll einfach und leicht verständlich sein. Es soll im Sinne
eines Handys benutzt werden können, welches dialogfähig ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe wie folgt gelöst, wobei hinsichtlich der grundlegenden
erfinderischen Gedanken auf die Patentansprüche 1 und 5 verwiesen wird. Die weitere
Ausgestaltung des Verfahrens erstreckt sich auf die Ansprüche 2 bis 4 und die weitere
Ausgestaltung des Gerätesystems auf die Ansprüche 6 bis 10.
Zur Darlegung der Erfindung sind weitere Ausführungen erforderlich.
Wie sich aus dem Hauptanspruch ergibt, erfolgt die Standortbestimmung unter Verwendung - all
gemein ausgedrückt - elektromagnetischer Wellen und Sende- und Empfangstechnik. Das
bedeutet, daß es in Abhängigkeit von den jeweiligen Einsatzbedingungen durchaus sinnvoll ist,
das GPS zur Standortbestimmung zu benutzen.
Das Wegeprogramm kann entweder vom Benutzer seinen Vorstellungen entsprechend selbst
einprogrammiert werden oder bei Bereitstellung sind die erdenklichen Wegeprogramme bereits
eingegeben, die dann vom Nutzer zum Beispiel mit Hilfe seiner Boardingcard ausgewählt werden,
wenn es darum geht, einen entsprechenden Weg in einem Flughafen zu finden.
Herkömmliche Beschilderungssysteme bieten in der Regel nur Platz für 2-3 Sprachen. Das Gerät
ist jedoch so konzipiert, daß der Dialog zur Unterstützung der persönlichen Navigation vom
Grundsatz in allen Sprachen der Welt möglich ist.
Die Anzeige besteht aus drei verschiedenen Ebenen, die wie folgt beschrieben werden (am Beispiel
Flughafen).
Diese besteht lediglich aus der Richtungsanzeige in Form eines Pfeils. Sie steht optisch getrennt
auf dem Gerät, da sie nur die Richtung anzeigt, in der der Nutzer sich bewegen muß, um zum
Zielort zu gelangen.
Diese befindet sich auf dem Hauptdisplay des Gerätes. Sie beinhaltet Informationen sekundärer
Natur. Dieses sind z. B. wichtige locations wie z. B. das WC, nahegelegene Ärzte, die Zoll
abfertigung, Gates, Parkdeck, Ausgang etc., also die Orte, die direkt mit dem Flughafenbetrieb in
Verbindung stehen.
In dieser Ebene befinden sich Begriffe u. a. von Anbietern, die nicht unmittelbar mit dem
Flugbetrieb in Verbindung stehen. Man kann sich mit Aktivierung dieser Ebene z. B. zu diversen
Anbietern, wie z. B. Restaurants, Cafés, duty free shops etc. lotsen lassen.
Zum Gerät sind im Hinblick auf die Patentansprüche 5 bis 10 weitere Ausführungen erforderlich.
Das Gerät basiert im Prinzip auf der Erdmagnetfeldmessung, soweit es um die Richtungs
bestimmung geht.
Die drehbar gelagerte schichtdünne kreisrunde Scheibe kann aus Epoxydharz o. ä. bestehen. Die
neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Kunststoffherstellung zeigen, daß es möglich ist,
magnetisierten Kunststoff mit einem hohen Ferritanteil herzustellen. Daher wird grundsätzlich von
einer stark magnetisierten Scheibe gesprochen. Soweit es sich um Kunststoff für die Scheibe im
herkömmlichen Sinne handelt, ist auf der Scheibe ein stark magnetisierter Metallstreifen fixiert,
welcher als "Kompaß" für die Erdmagnetfeldmessung dient.
Das Gerätesystem entsprechend den Ansprüchen 6 bis 8 könnte man mit "elektronischer
Richtungsbestimmung über Fotovoltaik" bezeichnen. Die auf der Scheibe befindliche aktive
Fotodiode kann für jeden Lichtwellenbereich (Normallicht-LED oder Infrarot) ausgelegt sein. Der
magnetisierten Scheibe räumlich entgegengesetzt ist eine kreisrunde Grundplatte aus Kunststoff
oder ähnlichem angeordnet. Die Grundplatte hat den gleichen Durchmesser wie die magnetisierte
Scheibe, analog zu dieser sind im gleichen Abstand vom Zentrum mehrere passive Fotoelemente
angebracht, so daß - räumlich gesehen - die aktive Fotodiode sich direkt über einer passiven
Fotodiode befindet, diese somit anstrahlt und durch die fotovoltaische Reaktion einen Stromfluß
erzeugen kann. Der vom Zentrum aus bestehende Winkel zwischen dem passiven Fotoelementen
und somit ihre Anzahl wird durch die zu erzielende Genauigkeit und dem spezifischen Anwen
dungszweck festgelegt (viele passive Fotodioden - hohe Genauigkeit, wenige passive
Fotodioden - geringe Genauigkeit).
Es kann erforderlich sein, daß im Fall des Gewichtsüberhanges auf der magnetisierten Scheibe dem
aktiven Fotoelement entgegengesetzt ein Gegengewicht angebracht wird, welches die Scheibe im
Lot hält.
Die Grundplatte ist per Lötkontakt der passiven Fotozellen auf der Grundplatine des Systems
befestigt, auf welcher wie bei herkömmliche Platinen Leiterbahnen aufgebracht sind, durch welche
die elektrischen Impulse fließen, die der direkten digitalen Weiterverarbeitung dienen.
Die Platine wiederum ist in ein gegen Störeinflüsse abgeschirmtes Gehäuse eingeschraubt, welches
nach Aufwand dimensioniert wird.
Für die Aufhängung der magnetisierten Scheibe sind folgende Anmerkungen erforderlich.
Es ist wichtig, daß die rotierende Scheibe nahezu reibungsfrei aufgehängt wird, da das Erd
magnetfeld eine nur sehr geringe Kraft auf den magnetisierten Metallstreifen (oder die
magnetisierte Scheibe) ausübt. Dieses wird durch folgende Merkmale erreicht:
Auf die bewegliche Scheibe sind im Mittelpunkt jeweils oben und unten Metallelemente aus hochfestem Metall (z. B. Chrom- oder Stahllegierung) aufgebracht. Diese dienen gleichzeitig als Aufhängung für die Nadelspitzen, die von oben und unten in eine Rotationsmulde greifen sowie auch - durch das im Verhältnis zur Scheibe hohe Eigengewicht - als Rotationsstabilisator. Auf der oberen Seite dient dieses Element gleichzeitig als Minuspol und Masse für die aktive Fotodiode auf der Scheibe. Von oben und unten greifen jeweils spitz zulaufende konische Metallelemente in die Mulden und werden mit leichtem Druck arretiert. Hierdurch wird erreicht, daß durch die extrem geringe Reibungsfläche die Scheibe sehr leicht drehbar ist und sich so dem Erdmagnetfeld entsprechend ohne Verluste ausrichten kann. Die obere "Nadel" ist mehrteilig, im inneren - verbunden durch den direkten Kontakt mit der Rotationsmulde - befindet sich der Minuspol für die Zuleitung des Stromes zur aktiven Fotodiode, die "Außenhaut" der Nadel stellt den positiven Pol dar; über einen sehr kleinen Bürstenschleifer an der Außenhaut wird Energie abgenommen.
Auf die bewegliche Scheibe sind im Mittelpunkt jeweils oben und unten Metallelemente aus hochfestem Metall (z. B. Chrom- oder Stahllegierung) aufgebracht. Diese dienen gleichzeitig als Aufhängung für die Nadelspitzen, die von oben und unten in eine Rotationsmulde greifen sowie auch - durch das im Verhältnis zur Scheibe hohe Eigengewicht - als Rotationsstabilisator. Auf der oberen Seite dient dieses Element gleichzeitig als Minuspol und Masse für die aktive Fotodiode auf der Scheibe. Von oben und unten greifen jeweils spitz zulaufende konische Metallelemente in die Mulden und werden mit leichtem Druck arretiert. Hierdurch wird erreicht, daß durch die extrem geringe Reibungsfläche die Scheibe sehr leicht drehbar ist und sich so dem Erdmagnetfeld entsprechend ohne Verluste ausrichten kann. Die obere "Nadel" ist mehrteilig, im inneren - verbunden durch den direkten Kontakt mit der Rotationsmulde - befindet sich der Minuspol für die Zuleitung des Stromes zur aktiven Fotodiode, die "Außenhaut" der Nadel stellt den positiven Pol dar; über einen sehr kleinen Bürstenschleifer an der Außenhaut wird Energie abgenommen.
Das Gerät gemäß dem Anspruch 9 könnte man mit "elektronischer Richtungsbestimmung über
Impulszahlung" bezeichnen.
Auch dieses System basiert im Prinzip auf der Erdmagnetfeldmessung, jedoch werden eindeutige
Verarbeitungsdaten über Impulszahlung gewonnen.
Zwischen zwei Gehäusehalbschalen, die gleichzeitig als Abschirmung dienen, ist eine drehbare
schichtdünne magnetisierte Scheibe eingehängt. Die schichtdünne Scheibe hat am Rand jeweils
zwei sogenannte Pulsspuren, die durch längliche Öffnungen in einer konzentrischen Anordnung
um den Mittelpunkt gekennzeichnet sind. Die länglichen oder rechteckigen Öffnungen sind in
Drehrichtung oder ω um etwa die Hälfte versetzt angeordnet und lichtdurchlässig, während der
Rest der Scheibe lichtundurchlässig ist. Die Öffnungen werden je nach Anwendungsgebiet und
erforderlicher Genauigkeit sowie Machbarkeit jeweils gestanzt oder geätzt. In der oberen Gehäu
sehalbschale sind zwei gleiche sehr kleine aktive Fotodioden (normales oder Infrarotlicht/gerich
tet) befestigt. Diese beiden Dioden befinden sich im selben Abstand zueinander wie die beiden
Lichtpulsspuren auf der Scheibe, so daß sie sich im zusammengebauten Zustand exakt über den
Pulsspuren befinden. Im Gehäuse selbst befindet sich die Stromzuleitung für die beiden aktiven
Fotodioden, die ständig in Betrieb sind.
In der unteren Gehäusehalbschale sind zwei passive Fotodioden eingelassen, die bei direkter
Bestrahlung mit Licht einen Impulsstrom produzieren.
Auch diese beiden Dioden befinden sich im selben Abstand zueinander wie die beiden
Lichtpulsspuren auf der Scheibe, so daß sie sich im zusammengebauten Zustand exakt unter den
Pulsspuren und den Aktivdioden befinden.
Im Gehäuse selbst befinden sich Datenleitungen, die die Impulse zur Impulszäh
lung und -verarbeitung und danach weiter zur zentralen Recheneinheit weiterleiten.
Für das System ist es wiederum wichtig, daß die rotierende Scheibe nahezu reibungsfrei
aufgehängt wird. Dieses wird durch Maßnahmen erreicht, wie sie im Prinzip schon bei dem Gerät
zur Richtungsbestimmung über Fotovoltaik erläutert wurden.
Zur Funktionsweise des Systems ist auszuführen.
Wie bereits vorher erwähnt, handelt es sich um eine elektronische Richtungsermittlung über
Impulszählung.
Die Drehrichtung der aufgehängten Scheibe wird in Impulse umgesetzt, um diese so zur
elektronischen Weiterbearbeitung verwertbar zu machen. Dieses funktioniert wie folgt:
In der horizontalen Lage (also Griffhaltung des Gerätes) richtet sich die Impulsgeberscheibe nach dem Erdmagnetfeld aus. In der Praxis bedeutet das, das System einmal genordet werden muß, um so einen eindeutigen Referenzimpuls zu bestimmen.
In der horizontalen Lage (also Griffhaltung des Gerätes) richtet sich die Impulsgeberscheibe nach dem Erdmagnetfeld aus. In der Praxis bedeutet das, das System einmal genordet werden muß, um so einen eindeutigen Referenzimpuls zu bestimmen.
Ändert jetzt der Nutzer seine Richtung, so bleibt die Scheibe auch weiterhin in
Nord-Süd-Richtung ausgerichtet und dreht sich so relativ zum Gerät.
Die beiden Aktiv-Dioden strahlen dabei ständig Licht in Richtung der Passivdioden aus.
Bei einer Drehung also wird das Licht aus der "Sicht" der Passivdioden mehrmals "an- und aus
geschaltet", dieses je nach Drehwinkel oder auch Anzahl der durchlaufenen Impulsöffnungen.
Diese werden gezählt und so steht am Ausgang der Passivdioden ein direkt digital verarbeitbares
1/0-Signal zur Verfügung.
Damit die Verarbeitung "erkennt", welche Drehrichtung von der Scheibe eingenommen worden
ist, befindet sich auf der Scheibe eine zweite Spur, die exakt so versetzt ist, daß zu einem
bestimmten Zeitpunkt ZWEI eindeutige 1-Signale am Ausgang liegen.
Je nachdem, in welche Richtung nun gedreht wird, lassen die beiden Lichtschranken entweder
zuerst das Pulssignal 1 oder 2 durch. So läßt sich die Drehrichtung ebenfalls eindeutig ermitteln.
In der Praxis gibt es dabei fünf mögliche Zustände des Systems, auf die in den Ausführungs
beispielen eingegangen werden soll.
Das Gerät gemäß Anspruch 10 geht von der elektronischen Richtungsermittlung unter Ver
wendung der Mikrosystemtechnik aus.
Die Mikrosystemtechnik bietet sich in Zukunft an, da mit ihr eine Integration der Richtungs
bestimmung auf einem Halbleiter möglich wird.
Prinzipiell sieht dies so aus, daß im wesentlichen eine magnetisierte oder magnetisch beschichtete
Scheibe die Richtungsänderung wie beim Impulszähungsverfahren bestimmt.
Zunächst einmal wird eine Fassung für die Scheibe benötigt. Diese ist ohne weiteres mit einem
lithographischen Verfahren und anschließendem Flüssigätzprozeß herstellbar. Ebenso läßt sich
nach Stand der Technik durch obiges Verfahren die Scheibe mit ihrer Impulslochung herstellen.
Die bisher vorgeschlagene Spitze/Wanne als Lagerung kann wegfallen. Abweichend davon wird
vorgeschlagen, am Rand der Scheibe ein Art umlaufendes Gleitlager anzubringen.
Durch das Gleitlager braucht der Schwerpunkt der Scheibe nicht unter den Auflagepunkt verlegt
zu werden. So könnte man die Scheibe deutlich leichter dimensionieren. Die Lagerung durch das
Gleitlager verhindert, daß sich die Scheibe aus ihrer Normalebene dreht. Konstruiert man das
Gleitlager so, daß der Halt durch die Oberflächenspannung des Gleitmittels ausreicht, ist die durch
das Lager entstehende Reibung minimal. Durch entsprechende Beschichtung der Lageroberfläche
mit einem hochwirksamen Gleitmittel können Reibwert und Ausprägung der Flüssigkeitsoberflä
che entscheidend beeinflußt werden.
Die Lagerung am Rand erfordert eine sehr genaue Fertigung der Strukturen; diese ist aber mit den
vorhandenen lithographischen Verfahren (z. B. Röntgenlithographie) realisierbar.
Die Erfindung soll nunmehr anhand mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert werden. Die ein
zelnen Figuren zeigen in Prinzipdarstellung:
Fig. 1 Horizontaler Schnitt durch das Gehäuse, Draufsicht auf die Grundplatte mit passiven
Fotodioden als Teil der Gerätetechnik zur Richtungsbestimmung über Fotovoltaik.
Fig. 2 Schnitt A-A gemäß Fig. 1, zusätzlich ist die drehbare Scheibe mit Aufhängung
dargestellt.
Fig. 3 Bewegliche Scheibe mit magnetisiertem Streifen.
Fig. 4 Einzelheiten der Lagerung der drehbaren Scheibe und Einzelheiten der Stromver
sorgung der aktiven Fotodiode.
Fig. 5 Draufsicht auf die Gehäuseoberhälfte des Gerätes (ohne Linien für unsichtbare Teile)
als Teil der Gerätetechnik zur Richtungsbestimmung über Impulszählung.
Fig. 6 Schnitt A-A gemäß Fig. 5
Fig. 7 Draufsicht auf drehbare Scheibe mit Pulsspuren.
Fig. 8 Teilschnitt-Detaildarstellung-Lichtschranke und Pulsspuren.
Fig. 9 Detaildarstellung der Aufhängung einer sehr kleinen Scheibe - Elektronische Rich
tungsermittlung über Mikrosystemtechnik.
Die Fig. 10a bis 10c zeigen die Zustände der Richtungsermittlung über Impulszählung.
Fig. 10a Nutzer geht Richtung Norden - keine Richtungsänderung.
Fig. 10b Nutzer dreht nach links - Richtungsänderung nach Westen.
Fig. 10c Nutzer dreht nach rechts - Richtungsänderung nach Osten.
Es wird auf die Fig. 1 bis 4 verwiesen. Dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Geräte liegt
das Prinzip zugrunde, welches vorher mit "elektronischer Richtungsbestimmung über Fotovoltaik"
bezeichnet wurde.
Eine drehbare schichtdünne Scheibe 1, mit einem darauf befestigten magnetischen Streifen 7 ist
zwischen zwei Achsspitzen 2 angeordnet. Unter Verwendung je einer Rotationsmulde für jede
Achsspitze ist eine reibungsarme Aufhängung der Scheibe 1 gegeben. Auf der Scheibe 1 befindet
sich nahe dem Umfang eine aktive Fotodiode 3, die für jeden Lichtwellenbereich ausgelegt sein
kann. Als Gegengewicht für die Fotodiode 3, das heißt zum Gewichtsausgleich, befindet sich auf
der Scheibe das mit dem Positionszeichen 12 bezeichnete Gegengewicht. Unter der Scheibe 1 ist
eine unbewegliche Scheibe 4 plaziert mit einer Vielzahl passiver Fotodioden 5 nahe dem Umfang
der Scheibe 4, die von der aktiven Fotodiode 3 angestrahlt werden können. Die Stromversorgung
der aktiven Fotodiode 3 erfolgt derart, daß die obere Achsspitze 1 die Masse (Minuspol) darstellt,
während über eine Ummantelung des Stiftes der Achsspitze und über eine Schleiffläche 9 an der
Ummantelung 8 und unter Verwendung eines sehr kleinen Bürstenschleifers die Stromzufuhr
(Pluspol) über die Leitung 11 zur aktiven Fotodiode 3 gegeben ist. Die passiven Fotodioden 5
sind per Lötkontakt mit der Grundplatine 13 verbunden. Über Leiterbahnen (nicht dargestellt)
gelangen die elektrischen Impulse nach entsprechender Digitalisierung zur Weiterverarbeitung. Die
beschriebene Gerätetechnik ist in einem Gehäuse 6 eingebaut. Sobald der Nutzer des Gerätes
dieses horizontal schwenkt, erzeugen mehrere passive Fotodioden 5 Strom entsprechend dem
Winkelmaß beim Schwenken. Bei sehr vielen Fotodioden 5 am Umfang der unbeweglichen
Scheibe 4 wird eine hohe Genauigkeit bei der Errechnung der Richtungsänderung erreicht.
Es wird auf die Fig. 5 bis 8 verwiesen. Dem in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Geräteteil liegt
das Prinzip zugrunde, welches vorher mit "elektronischer Richtungsbestimmung über
Impulszählung" bezeichnet wurde. Die Verarbeitungsdaten werden bereits digitalisiert über die
Impulszählung gewonnen.
Zwischen den Gehäusehalbschalen 6 ist eine drehbare schichtdünne Scheibe 1, bestückt mit einem
magnetischen Streifen 7, aufgehängt. Die Pulsspuren 14, 15 sind durch längliche Öffnungen in einer
konzentrischen Anordnung um den Mittelpunkt der Scheibe 1 gekennzeichnet. In der oberen
Gehäuseschale 6 befinden sich zwei sehr kleine aktive Fotodioden direkt senkrecht jeweils über
einer Pulsspur 14, 15. Auch in der unteren Gehäusehalbschale 6 befinden sich zwei sehr kleine
Fotodioden, d. h. passive Fotodioden 5, die senkrecht unter den aktiven Fotodioden 3 und damit
senkrecht unter den Pulsspuren 14, 15 angeordnet sind. Bei direkter Bestrahlung durch die aktiven
Fotodioden 3 erzeugen die passiven Fotodioden 5 einen Impulsstrom. Wird das Gehäuse 6 vom
Benutzer horizontal geschwenkt, wird das Licht aus der "Sicht" der passiven Fotodioden 5
mehrmals "an- und ausgeschaltet". Die damit erhaltenen Signale sind bereits digitalisiert und
werden zur Verarbeitung weitergeleitet.
Zur Nutzung des Gerätes, wie es in den Fig. 5 bis 8 dargestellt ist, sollen weitere
Ausführungen unter Bezugnahme auf die Fig. 10a bis 10c gemacht werden.
Nutzer geht Richtung Norden - keine Richtungsänderung.
Im Anwendungsfall, daß der Nutzer sich mit gehaltenem Gerät Richtung Norden bewegt und
keine Richtungsänderung eintritt, liegt an beiden Passivdioden 5 das Signal "1" an, da sowohl
Bahn 15 als auch Bahn 14 auf Durchlaß geschaltet sind - dieses am Referenzimpuls "Norden", da
keine Impulsänderung (Drehbewegung) geschehen ist, registriert auch die Impulszählung keine
Signaländerung, daher als Richtung: eindeutig Norden.
Nutzer dreht nach links - Richtungsänderung nach Westen.
Wenn der Nutzer sich unabhängig von der Gradzahl nach links dreht, richtet sich die magnetisierte
Scheibe 1 im Gerät nach Norden aus und dreht somit relativ zum Gerät nach rechts.
Dabei durchlaufen die Lichtschranke (Referenz)impuls +N Impulse. Da Lichtpulsspur 14 immer
zuerst ein Signal abgibt, läßt sich aus dieser Priorität der Pulsbahn 14 die Drehrichtung erkennen.
Der dabei gedrehte Winkel läßt sich aus der Anzahl von +N Impulsen errechnen.
Nutzer dreht nach rechts - Richtungsänderung nach Osten.
Wenn der Nutzer sich unabhängig von der Gradzahl nach rechts dreht, richtet sich die
magnetisierte Scheibe 1 im Gerät nach Norden aus und dreht somit relativ zum Gerät nach links.
Dabei durchlaufen die Lichtschranke (Referenz)impuls -N Impulse. Da Lichtpulsspur 15 immer
zuerst ein Signal abgibt, läßt sich aus dieser Priorität der Pulsbahn 15 die Drehrichtung erkennen.
Der dabei gedrehte Winkel läßt sich aus der Anzahl von -N Impulsen errechnen.
Keine Richtungsänderung des Nutzers,
Dauerimpuls der Lichtschranke.
Dieser Fall ist analog zu Fig. 10a, nur daß hierbei vorher N-Impulse in positive oder negative
Richtung durchlaufen wurden. Diese Zahl ist durch die Impulszählung bereits gespeichert und geht
nicht verloren. Somit ist der eingehaltene Winkel ebenfalls bestimmt.
Keine Richtungsänderung des Nutzers,
so geht kein Impuls von der Lichtschranke aus.
Dieser Fall ist mit der vorher geschilderten Situation zu vergleichen, daß die magnetisierte
Impulsgeberscheibe 1 zwischen den Impulsbahnen 14, 15 anhält und kein Impuls von der
Lichtschranke ausgeht.
In sämtlichen Anwendungsfällen wird die Genauigkeit des Systems von der Anzahl der auf der
Impulsgeberscheibe eingeätzten oder gestanzten Öffnungen bestimmt.
Es wird auf Fig. 9 verwiesen.
Dem in Fig. 9 dargestellten Geräteteil liegt das Prinzip zugrunde, welches vorher mit
"elektronischer Richtungsbestimmung über Impulszählung" bezeichnet wurde. Da dieses Geräteteil
unter Verwendung der Mikrosystemtechnik zur Anwendung kommt, ist eine neue Lagerung der
magnetisierten Scheibe 1 sinnvoll. Am Umfang der Scheibe 1 ist eine Aussparung konkav
eingearbeitet. Spiegelbildlich ist diese konkave Aussparung auch im Gehäuse 6 vorhanden, in
welchem die Scheibe 1 gelagert ist. Diese beiden konkaven Aussparungen halten das Gleitmittel
(die Gleitmittelflüssigkeit) 16 mit definierter Oberflächenspannung für die Drehung der Scheibe 1.
Das Gleitmittel 17 ermöglicht eine hochgleitfähige Beschichtung, andererseits wird durch die
Oberflächenspannung des Gleitmittels 17 der Halt der Scheibe 1 erreicht.
1
drehbare schichtdünne (magnetisierte) Scheibe
2
Achsspitzen/Achsspitzenaufhängung
3
aktive Fotodiode
4
unbewegliche Scheibe
5
passive Fotodioden
6
Gehäuse/Gehäusehalbschalen
7
magnetischer Streifen
8
Ummantelung der Achsspitzen
9
Schleiffläche
10
Bürstenschleifer
11
Leitung für Fotodiode
3
12
Gegengewicht
13
Grundplatine
14
äußere Pulsspur
15
innere Pulsspur
16
Gleitmittel (Flüssigkeit) mit definierter Oberflächenspannung
17
Gleitmittel/hochgleitfähige Beschichtung
Claims (10)
1. Verfahren zur persönlichen Navigation durch Standortbestimmung und Bestimmung der
Bewegungsrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung elektromagnetischer
Wellen und Sende- und Empfangstechnik eine Standortbestimmung erfolgt, daß unter
Nutzung des erdmagnetischen Feldes nach dem bekannten Prinzip des Kompaß eine Scheibe
(1) ausgerichtet wird, in Abhängigkeit von der Bewegung der Scheibe (1) (Winkelmaß)
Impulse erzeugt werden, diese Impulse (erforderlichenfalls nach Digitalisierung) mit einem
im Navigationsgerät gespeicherten Wegeprogramm verglichen werden und das Ergebnis der
Richtungsvorgabe an den Nutzer des Gerätes über ein Display ausgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Standortbestimmung ein im
Navigationsgerät befindlicher Sender Signale einer bestimmten Frequenz ausstrahlt, nach
dem Prinzip der an sich bekannten Dreipunktperlung die Signale über mindestens drei im
Raum verteilte Empfangsanlagen aufgefangen und anhand ihrer unterschiedlichen Feldstärke
beurteilt werden und danach fortlaufend mit Bewegung des Nutzers des Navigationsgerätes
der jeweilige Standort errechnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Standortbestimmung mehrere
im Raum verteilte Sendeanlagen Signale unterschiedlicher Frequenz abstrahlen, über eine im
Navigationsgerät befindliche Empfangsanlage die Wellen unterschiedlicher Frequenzen
empfangen und im weiteren nach Auswertung der Stärke der empfangenen Signale
fortlaufend mit Bewegung des Nutzers des Navigationsgerätes der jeweilige Standort
errechnet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, zur Informationsübertragung in Einheit mit der
fortlaufenden Standortbestimmung, dadurch gekennzeichnet, indem die Signale unterschied
licher Frequenzen als Trägerfrequenzen für aufmodulierte Informationen benutzt werden und
im Navigationsgerät die aufmodulierten Informationen über Netzsignalabtrennung wieder
demoduliert werden.
5. Gerätesystem zur persönlichen Navigation durch Standortbestimmung und Bestimmung der
Bewegungsrichtung unter Nutzung des erdmagnetischen Feldes und unter Berücksichtigung
des Prinzips des Kompaß, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerätesystem aus einer dreh
baren schichtdünnen magnetisierten Scheibe (1) besteht, die Scheibe (1) so gelagert ist, daß
sie sich wie ein Kompaß ausrichtet, die Scheibe (1) am Umfang derart markiert ist, daß bei
ausgerichteter Scheibe (1) und entsprechender Relativdrehung von Festpunkten zu den
Markierungen der Scheibe das Maß (Winkelmaß) für die Relativbewegung ermittelt werden
kann, das Gerätesystem mit einem programmierbaren Chip für ein Wegeprogramm bestückt
ist und am Gehäuse mindestens ein Display plaziert ist für die Anzeige der gewünschten
Bewegungsrichtung nach Auswertung der Relativbewegung und dem Vergleich mit dem
Wegeprogramm.
6. Gerätesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine dünne magnetisierte
Scheibe (1) orthogonal zwischen zwei Achsspitzen (2) gelagert ist, nahe des Umfanges der
Scheibe (1) eine aktive Fotodiode (3) angeordnet ist, daß sich unter der Scheibe (1) eine
unbewegliche Scheibe (4) befindet, auf der nahe dem Umfang gleichmäßig eine Vielzahl
passiver Fotodioden (5) verteilt ist, die passiven Fotodioden (5) derart mit Leiterbahnen
bestückt sind, daß bei einer Relativbewegung der Scheibe (4) zum Gehäuse (6) im Vergleich
zur Scheibe (1) durch die Leiterbahnen elektrische Impulse zur digitalen Weiterverarbeitung
fließen können.
7. Gerätesystem nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Scheibe (1)
auf einer nicht magnetisierten Scheibe ein magnetischer Streifen (7) aufgebracht ist.
8. Gerätesystem nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieversorgung
der aktiven Fotodiode (3) derart erfolgt, daß ein Pol eine Achsspitze (2) darstellt, während
der andere Pol die Ummantelung (8) der Achsspitze darstellt, die so ausgeführt ist, daß über
eine Schleiffläche (9) und mikroskopisch kleinem Bürstenschleifer (10) und im weiteren über
Leitung (11) die Energieversorgung der aktiven Fotodiode (3) erfolgen kann.
9. Gerätesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine magnetisierte Scheibe (1)
orthogonal zwischen zwei Achsspitzen (2) gelagert ist, nahe dem Umfang der Scheibe (1)
zwei Pulsspuren (14, 15) mit unterschiedlichem Radius als Öffnungen in einer
konzentrischen Anordnung um den Mittelpunkt der Scheibe (1) eingearbeitet sind, die
Öffnungen in Drehrichtung um etwa die Hälfte versetzt angeordnet sind, über den
Pulsspuren (14, 15) jeweils eine aktive Fotodiode (3) plaziert ist, unter den Pulsspuren (14,
15) jeweils eine passive Fotodiode (5) derart angeordnet ist, daß bei einer Relativdrehung
des Gerätes zu der in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten Scheibe (1) am Ausgang der
passiven Elektroden (5) ein direkt weiterverarbeitbares digitales 1/0-Signal zur Verfügung
steht.
10. Gerätesystem nach Anspruch 5 und 9 unter Nutzung der Mikrosystemtechnik, dadurch
gekennzeichnet, daß eine sehr kleine magnetisierte Scheibe (1) am Rand ein umlaufendes
Gleitlager derart aufweist, daß die horizontale und vertikale Halterung durch die Ober
flächenspannung eines am Rande der Scheibe (1) befindlichen Gleitmittels (17) erfolgt und
beide Lagerhälften gegeneinander vorzugsweise konkav ausgearbeitet sind (wenn man von
einem vertikalen Schnitt durch das Lager ausgeht).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19855794A DE19855794A1 (de) | 1998-12-03 | 1998-12-03 | Verfahren und Gerätesystem zur persönlichen Navigation |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19855794A DE19855794A1 (de) | 1998-12-03 | 1998-12-03 | Verfahren und Gerätesystem zur persönlichen Navigation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19855794A1 true DE19855794A1 (de) | 2000-06-21 |
Family
ID=7889851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19855794A Withdrawn DE19855794A1 (de) | 1998-12-03 | 1998-12-03 | Verfahren und Gerätesystem zur persönlichen Navigation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19855794A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9670083B2 (en) | 2014-06-30 | 2017-06-06 | Hampton Roads Sanitation District | Method and apparatus for wastewater treatment using external selection |
| US9902635B2 (en) | 2014-07-23 | 2018-02-27 | Hampton Roads Sanitation District | Method for deammonification process control using pH, specific conductivity, or ammonia |
| US11999641B2 (en) | 2021-03-12 | 2024-06-04 | Hampton Roads Sanitation District | Method and apparatus for multi-deselection in wastewater treatment |
| US12221369B2 (en) | 2021-03-12 | 2025-02-11 | Hampton Roads Sanitation District | Method and apparatus for nutrient removal using anoxic biofilms |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3412777A1 (de) * | 1984-04-05 | 1985-10-17 | Ernst Dipl.-Kfm. Dr. 7100 Heilbronn Haag | Taschenrechner mit richtungsanzeiger nach mekka |
| DE3519277A1 (de) * | 1985-05-30 | 1986-12-04 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Navigationsverfahren fuer fahrzeuge |
| DE4433613A1 (de) * | 1994-09-21 | 1995-04-20 | Dieter Dipl Ing Steuer | Standortbestimmung von Fahrzeugen, Lebewesen und Gegenständen auf der Basis von zellorientierten Funknetzen |
| DE19519225A1 (de) * | 1994-05-31 | 1995-12-07 | Motorola Inc | Verfahren zum Eliminieren von zweideutigen Lösungen in einem hyperbolischen Positionierungssystem |
| DE19645394A1 (de) * | 1996-11-04 | 1998-05-20 | Bosch Gmbh Robert | Ortungssensor mit einem Satellitenempfänger zur Positionsbestimmung |
| DE19711092A1 (de) * | 1997-03-17 | 1998-09-24 | Philips Patentverwaltung | Navigationssystem und Verfahren zur Ausgabe von Richtunsinformationen des Navigationssystems |
-
1998
- 1998-12-03 DE DE19855794A patent/DE19855794A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3412777A1 (de) * | 1984-04-05 | 1985-10-17 | Ernst Dipl.-Kfm. Dr. 7100 Heilbronn Haag | Taschenrechner mit richtungsanzeiger nach mekka |
| DE3519277A1 (de) * | 1985-05-30 | 1986-12-04 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Navigationsverfahren fuer fahrzeuge |
| DE19519225A1 (de) * | 1994-05-31 | 1995-12-07 | Motorola Inc | Verfahren zum Eliminieren von zweideutigen Lösungen in einem hyperbolischen Positionierungssystem |
| DE4433613A1 (de) * | 1994-09-21 | 1995-04-20 | Dieter Dipl Ing Steuer | Standortbestimmung von Fahrzeugen, Lebewesen und Gegenständen auf der Basis von zellorientierten Funknetzen |
| DE19645394A1 (de) * | 1996-11-04 | 1998-05-20 | Bosch Gmbh Robert | Ortungssensor mit einem Satellitenempfänger zur Positionsbestimmung |
| DE19711092A1 (de) * | 1997-03-17 | 1998-09-24 | Philips Patentverwaltung | Navigationssystem und Verfahren zur Ausgabe von Richtunsinformationen des Navigationssystems |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9670083B2 (en) | 2014-06-30 | 2017-06-06 | Hampton Roads Sanitation District | Method and apparatus for wastewater treatment using external selection |
| US9902635B2 (en) | 2014-07-23 | 2018-02-27 | Hampton Roads Sanitation District | Method for deammonification process control using pH, specific conductivity, or ammonia |
| US11999641B2 (en) | 2021-03-12 | 2024-06-04 | Hampton Roads Sanitation District | Method and apparatus for multi-deselection in wastewater treatment |
| US12221369B2 (en) | 2021-03-12 | 2025-02-11 | Hampton Roads Sanitation District | Method and apparatus for nutrient removal using anoxic biofilms |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69506563T3 (de) | Navigationsinformationssytem | |
| EP1705459B1 (de) | System zur Bereitstellung von Navigationsinformationen für Personen innerhalb und außerhalb von Gebäuden | |
| DE3325484A1 (de) | Ausrichtlehre fuer eine empfangsantennenanordnung | |
| EP0112440A2 (de) | Bahnvermessungs- und Überwachungssystem | |
| EP3245478A1 (de) | Lokalisierungsvorrichtung und verfahren zur lokalisierung | |
| EP3400417A2 (de) | Kalibrierung der position von mobilen objekten in gebäuden | |
| DE60007279T2 (de) | Überwachungssystem für terrestrische navigations- und fluglandesysteme | |
| DE19910715C2 (de) | Verfahren zum autonomen Führen von Roboterfahrzeugen in Hallen sowie Radarstation zur Durchführung des Verfahrens | |
| EP2065722B1 (de) | Vorrichtung zur Ortung von Objekten oder Personen, insbesondere für eine Lawinenverschüttetensuche sowie Verfahren zur Ortung | |
| EP2637143B1 (de) | Verfahren zur Funkkommunikation zwischen einer Funkbake und einer Onboard-Unit sowie Funkbake und Onboard-Unit hierfür | |
| DE19855794A1 (de) | Verfahren und Gerätesystem zur persönlichen Navigation | |
| DE19647098A1 (de) | Ortungssystem zum mehrdimensionalen Orten eines Objektes auf der Grundlage von gemessenen Laufzeitdifferenzen von elektromagnetisch übertragenen Signalen | |
| EP2080033B1 (de) | Navigationseinrichtung und verfahren zum ermitteln von orientierungen | |
| EP1102084A2 (de) | Verfahren zur Bestimmung der Orientierung einer definierten azimutalen Richtung einer Navigationseinrichtung | |
| DE1456131C3 (de) | Bodenständige Überwachungsanlage für den Startanlauf und den Ausrollvor gang eines Flugzeuges | |
| DE19757199A1 (de) | Anlage zur Wegweisung | |
| EP2573583B1 (de) | Verfahren und Suchgerät zum Suchen eines Sendegeräts | |
| DE19921759C2 (de) | Informationssystem und Verfahren zur Orientierung | |
| DE102007029131A1 (de) | Verfahren und System zur Genauigkeitsverbesserung bei der Positionsermittlung | |
| WO2009082992A1 (de) | Richtungsanzeiger | |
| EP4318432B1 (de) | Flottenmanagementsystem für elektrokleinstfahrzeuge | |
| EP1102035B1 (de) | Positionsinformationsübermittlungsverfahren | |
| DE10212608B4 (de) | Verfahren zur Lokalisierung von mobilen Endgeräten eines zellularen Funktelefonnetzes | |
| DE2156716C3 (de) | Funkpeilsystem zur Kreuzpeilung, vorzugsweise für die Flugsicherung | |
| DE10043461A1 (de) | Mobile Anordnung und Verfahren zur großflächigen und hochgenauen Charakterisierung von Strahlungsfeldern im Außenbereich |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |