DE19851505A1 - Schaltelement - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schaltelement mit einem Lichtsender (2), der benachbart zu einer Einkoppelstelle (7) einer Lichtleiteranordnung (8) angeordnet ist, und einem Lichtempfänger (3), der benachbart zu einer Auskoppelstelle (7) der Lichtleiteranordnung (8) angeordnet ist, wobei die Lichtleiteranordnung (8) eine von dem vom Lichtsender (2) ausgehenden Licht durchstrahlte Betätigungsfläche (13) besitzt und der auf Licht aus dem Bereich der Betätigungsfläche (13) ansprechbare Lichtempfänger (3) mit einer Auswertelektronik (5) verbunden ist, die bei Überschreiten eines vorbestimmten Schwellenwertes durch den Signalpegel des vom Lichtempfänger (3) erzeugten Ausgangssignals eine Schaltzustandsänderung bewirkt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Schaltelement mit einem Lichtsender und einem
Lichtempfänger.
In der Industrieelektronik werden immer platzsparendere Schalter und
Anzeigeelemente, die bestimmten Forderungen genügen müssen, benötigt.
Letztere umfassen eine kleine Bauweise, ESD-Festigkeit, komfortable und sichere
Bedienung sowie gegebenenfalls eine sichere Anzeigefunktion. Dies gilt
insbesondere auch für Frontplatteneinbauelemente, die eine platzsparende
Bauweise erfordern, so daß Schaltern und Anzeigeelementen der Platinenplatz
unmittelbar hinter der Frontplatte vorbehalten ist, diese sich jedoch gewöhnlich in
einer sehr gedrängten Anordnung befinden. Weitere Elektronik befindet sich
gewöhnlich im - bezogen auf die Frontplatte - hinteren Bereich der Platine.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schaltelement der eingangs genannten Art
zu schaffen, das zwischen seinem Betätigungsende und seinem eigentlichen
Schaltorgan einen gewünschten, zu überbrückenden Abstand ermöglicht.
Diese Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Hierdurch ist es möglich, die eigentliche Schaltelektronik im Abstand zur
Betätigungsfläche anzuordnen, so daß die Elektronik in hinteren Bereichen einer
Platine und die Betätigungsfläche etwa in einer Frontplatte angeordnet werden
können, wobei mittels eines Lichtleiters ein einen Schaltvorgang auslösendes
Lichtsignal übertragen wird. Dies bietet nicht nur zusätzlichen Platz für weitere
Bedien- und Anzeigeelemente benachbart zur Frontplatte, sondern führt auch zur
gewünschten ESD-Festigkeit. Abgesehen davon ist das Schaltelement sowohl
manuell als auch durch Fernbedienung sicher bedienbar sowie von kleiner, das
Vorsehen anderer Bauteile wenig oder gar nicht behindernder Bauweise. Eine
sichere Anzeigefunktion kann vorteilhaft vorgesehen sein.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in der nachfolgenden
Beschreibung und den Unteransprüchen enthalten.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigefügten
Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch im Schnitt eine Ausführungsform eines
Schaltelements.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Seitenansicht des Schaltelements von Fig. 1.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform eines Schaltelements weist
eine Sende- und Empfangseinheit 1 auf, die einen Lichtsender 2 (LED) und einen
Lichtempfänger 3 (Phototransistor) für infrarotes Licht umfaßt, die benachbart
zueinander angeordnet sind. Außerdem umfaßt die Empfangseinheit 1 benachbart
zu dem Lichtsender 2 und dem Lichtempfänger 3 einen Sender 4 (LED) für
sichtbares Anzeigelicht, das zwischen zwei unterschiedlichen
Wellenlängenbereichen, beispielsweise zwischen rot und grün umschaltbar ist. Die
Empfangseinheit 1 ist zusammen mit einer Auswerteelektronik 5 auf einer Platine 6
angeordnet. Die genannten elektronischen Bauteile 2 bis 5 können auf der Platine
6 mittels Durchsteck-, SMD-Technik, "fliegende Verdrahtung" od. dgl. angeordnet
und verschaltet sein.
Die optoelektronischen Bauteile 2, 3 und 4 befinden sich benachbart zu einer
Ein- und Auskoppelstelle 7 einer Lichtleiteranordnung 8, die beispielsweise über
geschlitzte Füße 9, die in Aufnahmeöffnungen 10 der Platine 6 eingesteckt sind, mit
der Platine 6 in fester Zuordnung der Ein- und Auskoppelstelle 7 zu den Bauteilen
2, 3 und 4 verbunden ist. Jedoch kann die Lichtleiteranordnung 8 auch in
irgendeiner anderen Weise wie durch Schrauben oder Kleben mit der Platine 6
verbunden sein.
Die Lichtleiteranordnung 8 erstreckt sich bis zu einer beispielsweise eine
Frontplatte bzw. ein Bedien- und Anzeigefeld bildende Platte 11, wobei die
Lichtleiteranordnung 8 endseitig durch eine Öffnung 12 in der Platte 11 geführt sein
kann, so daß die Lichtleiteranordnung 8 mit ihrer endseitigen Betätigungsfläche 13
zugänglich ist. Die Betätigungsfläche 13 verläuft im wesentlichen rechtwinklig zur
Richtung des vom Lichtsender 2 stammenden, in der Lichtleiteranordnung 8
geführten Lichts, so daß letzteres an der Betätigungsfläche 13 im wesentlichen
austritt.
Außerdem erscheint die Betätigungsfläche 13 zudem entsprechend dem vom
Sender 4 angezeigten Schaltzustand in einer bestimmten sichtbaren Farbe.
Wird die Betätigungsfläche 13 beispielsweise mit einem Finger berührt, wird
hierdurch Licht des Lichtsenders 2 zurück in die Lichtleiteranordnung 8 reflektiert,
der Lichtempfänger 3 empfängt eine vergrößerte Lichtmenge und erzeugt
dementsprechend ein Ausgangssignal, das der Auswerteelektronik 5 zugeführt wird.
Überschreitet das Ausgangssignal einen vorbestimmten Signalpegel, wird hierdurch
ein Schaltvorgang des Schaltelements bewirkt. Dementsprechend wird auch der
Sender 4 umgeschaltet, so daß in einer anderen Farbe von sichtbarem Licht an der
Betätigungsfläche 13 der nunmehrige Schaltzustand angezeigt wird.
Der vorbestimmte Signalpegel kann beispielsweise durch ein Potentiometer
eingestellt werden. Je nach Einstellung genügt eine Annäherung des Fingers an die
Betätigungsfläche 13 oder aber eine Berührung hiervon ist notwendig, um den
Schaltvorgang auszulösen.
Abgesehen davon läßt sich das Schaltelement auch mittels einer
entsprechenden Fernbedienung betätigen, da in die Lichtleiteranordnung 8 über
eine Fernbedienung eingestrahltes Licht bezüglich des Lichtempfängers 3 dieselbe
Wirkung wie die Annäherung bzw. Berührung mit dem Finger hat.
Zweckmäßigerweise wird das Ausgangssignal dem Lichtempfängers 3
hinsichtlich seiner Identität in bezug auf das vom Lichtsender 2 ausgestrahlte Signal
in der Auswerteelektronik 5 überprüft, d. h. der Lichtsender 2 wird entsprechend
moduliert. Bei Betätigung mittels einer Fernbedienung ist das hiervon ausgesandte
Licht dann entsprechend zu kodieren.
Die Lichtleiteranordnung 8 kann irgendeine Form besitzen und aus einem
Material bestehen, die geeignet sind, Licht der entsprechenden Wellenlängen
zwischen der Ein- und Auskoppelstelle 7 und der Betätigungsfläche 13 zu leiten.
Die Lichtleiteranordnung 8 kann starr oder flexibel sein bzw. gegebenenfalls auch
aus einem starren und einem flexiblen Teil bestehen. Sie überbrückt den Abstand
zwischen den elektronischen Bauteilen 2 bis 5 und der Platte 11, wobei dieser
relativ groß gewählt werden kann, so daß sich vorteilhafterweise eine hohe
ESD-Festigkeit (Durchschlagsfestigkeit) aufgrund der räumlichen Trennung zwischen
dem Bereich der Platte 11 und der Elektronik ergibt. Abgesehen davon gewinnt
man hierdurch zusätzlichen Platz im Bereich hinter der Platte 11.
Zwar können Lichtsender 2 und Lichtempfänger 3 vorteilhaft benachbart
zueinander angeordnet sein, jedoch können sie auch, wenn Ein- und
Auskoppelstelle 7 nicht zusammenfallen, räumlich getrennt voneinander angeordnet
sein, vgl. die Anordnung des gestrichelt in Fig. 2 dargestellten Lichtempfängers 3.
Zwar sind Lichtsender 2 und Lichtempfänger 3 zweckmäßigerweise zum
Senden bzw. Empfangen von gegebenenfalls moduliertem Infrarotlicht ausgelegt,
jedoch können Lichtsender 2 und Lichtempfänger 3 auch zum Senden bzw.
Empfangen von moduliertem sichtbaren Licht ausgelegt sein.
Eine optische Schaltzustandsanzeige in Form des entsprechend
angesteuerten Senders 4 ist ebenso zweckmäßig wie dessen Anordnung
benachbart zu einer Einkoppelstelle 7 der Lichtleiteranordnung 8.
Es ist aber auch möglich, den Sender 4 unabhängig von der
Lichtleiteranordnung 8 etwa in Form einer LED an der Platte 11 anzubringen, wobei
diese LED beispielsweise mittig in der ringförmig gestalteten Betätigungsfläche 13
angeordnet werden kann (oder umgekehrt ringförmig die Betätigungsfläche 13
umgibt).
Dem Sender 4 für sichtbares Anzeigelicht und dem Lichtsender 2 kann auch
jeweils ein eigener Lichtleiterabschnitt der Lichtleiteranordnung 8 zugeordnet
werden, wobei der dem Sender 4 zugeordnete Lichtleiterabschnitt lichtaustrittsseitig
benachbart zur Betätigungsfläche 13 des dem Lichtsender 2 zugeordneten
Lichtleiterabschnitts angeordnet sein sollte und eine entsprechende ringförmige
Anordnung, wie vorstehend in bezug auf die LED beschrieben, vorgesehen sein
kann.
Der Lichtsender 2 kann als Sender für entsprechend moduliertes sichtbares
Licht zugleich auch als Sender 4 für Anzeigelicht ausgebildet sein, so daß in diesem
Fall nur ein Sender für beide Funktionen benötigt wird.
Die Auswerteelektronik 5 ist, wie bereits erläutert, auf ein in vorbestimmter
Weise kodiertes, vom Lichtempfänger 3 erzeugtes Signal ansprechend ausgebildet.
Das Schaltelement kann außerdem zur Schalt-, Tast- und/oder
Proportionalsteuerung ausgelegt sein, wobei der Betrieb zur Schalt-, Tast- bzw.
Proportionalsteuerung über zum Lichtempfänger 3 eingestrahltes, mit einem
Zusatzcode moduliertes Licht etwa einer Fernbedienung umstellbar ist. Auch kann
die entsprechende Funktion durch die Länge der Betätigung gewählt werden, so
z. B. könnte eine kurze Betätigung zu einem Schalten, eine längere Betätigung zu
einem Tasten oder zu einer Proportionalsteuerung führen.
Claims (17)
1. Schaltelement mit einem Lichtsender (2), der benachbart zu einer
Einkoppelstelle (7) einer Lichtleiteranordnung (8) angeordnet ist, und einem
Lichtempfänger (3), der benachbart zu einer Auskoppelstelle (7) der
Lichtleiteranordnung (8) angeordnet ist, wobei die Lichtleiteranordnung (8) eine von
dem vom Lichtsender (2) ausgehenden Licht durchstrahlte Betätigungsfläche (13)
besitzt und der auf Licht aus dem Bereich der Betätigungsfläche (13) ansprechbare
Lichtempfänger (3) mit einer Auswerteelektronik (5) verbunden ist, die bei
Überschreiten eines vorbestimmten Schwellenwertes durch den Signalpegel des
vom Lichtempfänger (3) erzeugten Ausgangssignals eine Schaltzustandsänderung
bewirkt.
2. Schaltelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Lichtsender (2) und Lichtempfänger (3) benachbart zueinander angeordnet sind.
3. Schaltelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Lichtsender (2) und Lichtempfänger (3) zum Senden bzw. Empfangen von
gegebenenfalls moduliertem Infrarotlicht ausgelegt sind.
4. Schaltelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Lichtsender (2) und Lichtempfänger (3) zum Senden bzw. Empfangen von
moduliertem sichtbaren Licht ausgelegt sind.
5. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwellenwert der Auswerteelektronik (5) einstellbar ist.
6. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine optische Schaltzustandsanzeige vorgesehen ist.
7. Schaltelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltzustandsanzeige einen Sender (4) für sichtbares Anzeigelicht, das zwischen
zwei unterschiedlichen Wellenlängenbereichen umschaltbar ist, umfaßt.
8. Schaltelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender
(4) für sichtbares Anzeigelicht benachbart zu einer Einkoppelstelle (7) der
Lichtleiteranordnung (8) angeordnet ist.
9. Schaltelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender
(4) für sichtbares Anzeigelicht der Lichtsender ist.
10. Schaltelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Sender (4) für sichtbares Anzeigelicht und dem Lichtsender (2) jeweils ein eigener
Lichtleiterabschnitt der Lichtleiteranordnung (8) zugeordnet ist, wobei der dem
Sender (4) für sichtbares Anzeigelicht zugeordnete Lichtleiterabschnitt
lichtaustrittsseitig benachbart zur Betätigungsfläche (13) des dem Lichtsender (2)
zugeordneten Lichtleiterabschnitts angeordnet ist.
11. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das die Betätigungsfläche (13) der Lichtleiteranordnung (8)
bildende Ende in einer Öffnung einer einen Anzeige- und Schaltbereich bildenden
Platte (11) aufgenommen ist, die eine die Auswerteelektronik (5) sowie Lichtsender
(2) und Lichtempfänger (3) tragende Platine (6) schützt.
12. Schaltelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auswerteelektronik (5) sowie Lichtsender (2) und Lichtempfänger (3) von der Platte
(11) beabstandet auf der Platine (6) angeordnet ist, wobei die Lichtleiteranordnung
(8) den Abstand von diesen zur Platte (11) überbrückt.
13. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lichtleiteranordnung (8) starr ist.
14. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lichtleiteranordnung (8) flexibel ist.
15. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswerteelektronik (5) auf ein in vorbestimmter Weise
kodiertes, vom Lichtempfänger (3) erzeugtes Signal ansprechend ausgebildet ist.
16. Schaltelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß es zur Schalt-, Tast- und/oder Proportionalsteuerung
ausgelegt ist.
17. Schaltelement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Betrieb zur Schalt-, Tast- bzw. Proportionalsteuerung über zum Lichtempfänger (3)
eingestrahltes, mit einem Zusatzcode moduliertes Licht umstellbar ist.
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Family Applications (1)
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| DE1998151505 Expired - Fee Related DE19851505C2 (de) | 1998-11-09 | 1998-11-09 | Schaltelement |
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