DE19842627A1 - Lenksystem für ein Fahrzeug - Google Patents
Lenksystem für ein FahrzeugInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Lenksystem für Fahrzeuge, das in einem Normalbetrieb, in dem eine vom Fahrer betätigte Lenkhandhabe und gelenkte Fahrzeugräder über eine Regelstrecke miteinander verbunden sind, und in einem Notbetrieb betreibbar ist, in dem die Lenkhandhabe und die gelenkten Fahrzeugräder zwangsgekoppelt sind. DOLLAR A Für ein derartiges Lenksystem soll eine Ausgestaltung angegeben werden, die mit konstruktiv einfachen Maßnahmen die Betriebssicherheit des Lenksystems erhöht. DOLLAR A Die Erfindung löst dieses Problem mit einem Lenkwinkelsteuergerät für einen die gelenkten Fahrzeugräder betätigenden Lenkwinkelsteller, das eine erste Lenkwinkelsteuerung enthält, mit einem Handmomentensteuergerät für einen die Lenkhandhabe zur Simulation von Handmomenten betätigenden Handmomentensteller, das einer erste Handmomentensteuerung enthält, wobei das Lenkwinkelsteuergerät eine zweite Handmomentensteuerung umfaßt, die redundant zur ersten Handmomentensteuerung des Handmomentensteuergerätes geschaltet ist, und wobei das Handmomentensteuergerät eine zweite Lenkwinkelsteuerung umfaßt, die redundant zur ersten Lenkwinkelsteuerung des Lenkwinkelsteuergerätes geschaltet ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Lenksystem für Fahrzeuge, das in
einem Normalbetrieb, in dem eine vom Fahrer betätigte Lenk
handhabe und gelenkte Fahrzeugräder über eine elektrische
bzw. elektronische Regelstrecke miteinander verbunden sind
(Steer-by-wire-Ebene), und in einem Notbetrieb betreibbar
ist, in dem die Lenkhandhabe und die gelenkten Fahrzeugräder
mechanisch und/oder hydraulisch zwangsgekoppelt sind
(Rückfallebene).
Ein solches Lenksystem weist üblicherweise ein Steuergerät
auf, das ständig die Funktionalität der Steer-by-wire-Kom
ponenten des Lenksystems überwacht, insbesondere redundant
vorhandene Informationen auf Plausibilität überprüft. Sobald
das Steuergerät einen Fehler erkennt, schaltet es vom Normal
betrieb in den Notbetrieb um, damit für das Fahrzeug eine ho
he Betriebssicherheit gewährleistet werden kann. Die soge
nannte "Rückfallebene" des Lenksystems, d. h. die im Notbe
trieb aktivierte mechanische und/oder hydraulische Zwangs
kopplung zwischen Lenkhandhabe und gelenkten Fahrzeugrädern,
kann beispielsweise über einen herkömmlichen Lenkstrang aus
gebildet sein, der eine Kupplung enthält, mit deren Hilfe der
mechanische Lenkstrang für den Notbetrieb aktivierbar ist.
Alternativ zu einem mechanischen Lenkstrang kann auch eine
hydraulische Zwangskopplung durch eine sogenannte
"hydraulische Stange" vorgesehen sein. Eine solche hydrauli
sche Stange weist ein handseitiges erstes Kolben-Zylinder-Ag
gregat auf, dessen Kolben durch Betätigungen der Lenkhand
habe axial im zugehörigen Zylinder verstellt wird, wobei Hy
draulikmittel aus einer durch den Kolben im Zylinder ausge
bildeten Kammer verdrängt und einem radseitigen zweiten Kol
ben-Zylinder-Aggregat zugeführt wird. Das aus dem ersten Kol
ben-Zylinder-Aggregat verdrängte Hydraulikmittel verdrängt im
zweiten Kolben-Zylinder-Aggregat den zugehörigen Kolben, der
mechanisch mit den gelenkten Fahrzeugrädern gekoppelt ist, so
daß sich diese verstellen.
Aus der DE 196 22 731 A1 ist eine hydrostatische Lenkeinrich
tung bekannt, die zwei Steuersysteme besitzt. Jedes dieser
Steuersysteme weist dabei eine Hydraulikmittelpumpe, ein Ser
voventil und einen Servomotor auf. Die Servoventile werden
über ein gemeinsames Lenkhandrad betätigt. Die bekannte Len
keinrichtung weist außerdem ein Umschaltventil auf, das in
seiner Betriebsstellung die Motorleitungen des zweiten Steu
ersystems in einer Notfallstellung die Motorleitungen des er
sten Steuersystems hydraulisch miteinander verbindet. Außer
dem ist eine Stellvorrichtung vorgesehen, die beim Auftreten
eines Fehlers im ersten Steuersystem anspricht und das Um
schaltventil aus der Betriebsstellung in die Notfallstellung
umschaltet. Bei der bekannten Lenkeinrichtung ist daher auch
bei Ausfall des ersten Steuersystems ein servounterstützter
Lenkbetrieb möglich. Eine derartige Lenkeinrichtung, die über
zwei komplette, separat arbeitende Steuersysteme verfügt, ist
relativ aufwendig.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
für ein Lenksystem der eingangs genannten Art eine Ausgestal
tung anzugeben, die mit konstruktiv einfachen Maßnahmen die
Betriebssicherheit des Lenksystems erhöht.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch ein Lenksystem mit
den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, für die
Steer-by-wire-Ebene ein erstes Steuergerät
(Lenkwinkelsteuergerät) für die Betätigung eines Radwinkel
stellers und ein zweites Steuergerät
(Handmomentensteuergerät) für die Simulation von Handmomenten
an der Lenkhandhabe vorzusehen, wobei die Steuergeräte je
weils so ausgestaltet sind, daß jedes Steuergerät zusätzlich
Teilfunktionen oder auch sämtliche Funktionen des jeweils an
deren Steuergerätes ausführen kann, so daß für jedes Steuer
gerät ein redundantes Steuergerät zur Verfügung steht. Da die
Steuergeräte vorzugsweise rechnerunterstützt arbeiten und so
mit programmierbar sind, können Zusatzfunktionen durch eine
geänderte Programmierung ohne größeren Aufwand in die Steuer
geräte integriert werden. Die Ausfallsicherheit des Lenksy
stems wird durch den erfindungsgemäßen Vorschlag deutlich
verbessert.
Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Lenksystems sind die Steuergeräte und
die diesen zugeordneten Sensoren über einen Datenbus mitein
ander verbunden. Auf diese Weise kann mit geringem Aufwand
ein vollständiger Informationsaustausch zwischen den Steuer
geräten und den jeweils zugeordneten Sensoren durchgeführt
werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Lenksystems kann das Lenksystem in einem Kom
fortnotbetrieb betrieben werden, in dem für die mechanische
und/oder hydraulische Zwangskopplung der Rückfallebene eine
Servounterstützung vorgesehen ist, durch die zur Betätigung
der Lenkhandhabe erforderliche Handmomente reduziert werden,
um dadurch die Lenkbetätigung der Lenkhandhabe zu erleich
tern. Vorzugsweise wird dabei die Servounterstützung mittels
noch funktionsfähiger Elemente der Steer-by-wire-Ebene des
Lenksystems realisiert. Beispielsweise kann die Servounter
stützung durch den Handmomentensteller erfolgen, der bei ent
sprechender Aussteuerung durch seine Kopplung mit der Lenk
handhabe die für eine Lenkbetätigung erforderlichen Handmo
mente reduziert.
Bei einer mit einem z. B. hydraulischen Servomotor arbeitenden
Steer-by-wire-Ebene und einer hydraulisch zwangsgekoppelten
Rückfallebene kann über eine entsprechende Kopplung der Hy
drauliksysteme der zur Betätigung des Servomotors vorgesehene
Hydraulikmittelkreis als Servounterstützung für die hydrauli
sche Zwangskopplung der Rückfallebene dienen.
Das Steuerverhalten des Fahrzeuges unterscheidet sich bezüg
lich der erforderlichen, vom Fahrer an der Lenkhandhabe auf
zubringenden Handmomente beim Normalbetrieb sehr deutlich vom
Notbetrieb, so daß ein Wechsel der Betriebszustände während
einer Fahrt, insbesondere während einer Kurvenfahrt, gefähr
lich ist. Durch den erfindungsgemäßen Komfortnotbetrieb
stellt das Lenksystem für einen (Teil-)Ausfall der Steer-by-wire-Ebene
einen Betriebsmodus zur Verfügung, der im wesent
lichen einer herkömmlichen Servolenkung entspricht. Dabei
kann der Übergang zwischen dem Normalbetrieb und dem Komfort
notbetrieb so ausgestaltet werden, daß er vom Fahrer nicht
bemerkt wird. Es ist jedoch zweckmäßig, dem Fahrer einen ent
sprechenden Warnhinweis mit der Aufforderung zu geben, dem
nächst eine Werkstatt aufzusuchen.
Zur Realisierung eines derartigen servounterstützten Komfort
notbetriebes sind nur geringfügige bauliche Maßnahmen durch
zuführen.
Ein weiterer wichtiger Gedanke des erfindungsgemäßen Lenksy
stems wird darin gesehen, daß die Steuergeräte des Lenksy
stems Zugriff auf Parameter, Daten, Signale u. dgl. anderer
elektrischer oder elektronischer Fahrzeugkomponenten haben,
um daraus Informationen (Signalwerte) zu generieren, die zu
den Informationen (Signalwerten) redundant sind, die von den
den Steuergeräten zugeordneten Sensoren generiert werden.
Dieser Informationsfluß kann besonders einfach dadurch rea
lisiert werden, daß die Steuergeräte über einen Datenbus mit
einem Fahrzeugrechner verbunden sind, in dem die vorgenannten
Fahrzeugbetriebsparameter vorhanden sind bzw. dem diese Para
meter zugeleitet werden.
Weitere wichtige Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen
Lenksystems ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus der
Zeichnung und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand
der Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der je
weils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombi
nationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschrei
bung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Prinzipdarstellung eines er
findungsgemäßen Lenksystems.
Entsprechend Fig. 1 weist das erfindungsgemäße Lenksystem ein
Lenkwinkelsteuergerät 1 auf, das zur Betätigung gelenkter
Fahrzeugräder 2 dient. Das Lenkwinkelsteuergerät 1 ist über
eine Signalleitung 3 mit einem Lenkwinkel-Sollwertgeber 4
verbunden, der mit einer als Lenkhandrad 5 ausgebildeten
Lenkhandhabe gekoppelt ist. Außerdem ist das Lenkwinkelsteu
ergerät 1 über eine Signalleitung 6 mit einem Lenkwinkel-Ist
wertgeber 7 verbunden. Das Lenkwinkelsteuergerät 1 führt
einen Vergleich der Soll- und Istwerte der Lenkwinkel durch
und schaltet in Abhängigkeit davon ein Regelventil B, mit dem
es über entsprechende Schaltleitungen 9 und 10 verbunden ist.
Das Regelventil 8 ist einerseits über eine Rückführungslei
tung 11 an ein Hydraulikmittelreservoir 12 sowie über eine
Hydraulikleitung 14 an die Druckseite einer Hydraulikmittel-Pumpe
13 angeschlossen, die saugseitig ebenfalls mit dem Hy
draulikmittelreservoir 12 verbunden ist. In der Hydrauliklei
tung 14 ist zwischen der Hydraulikmittelpumpe 13 und dem Re
gelventil 8 außerdem ein Druckfilter 15 sowie ein Druckmeßge
rät 16 enthalten. Andererseits ist das Regelventil 8 über
Druckleitungen 17 und 18 an einen als Kolben-Zylinder-Aggregat
ausgebildeten Servomotor 19 angeschlossen. Bei
Stromausfall nimmt das Regelventil 8 die in Fig. 1 darge
stellte Schaltstellung ein, in der sämtliche Anschlüsse des
Regelventils 8 kurzgeschlossen sind.
Der Servomotor 19 weist zwei Kolben 20 und 21 auf, die an ei
ner einen Zylinder 22 des Servomotors 19 axial durchdringen
den Kolbenstange 23 fixiert sind. Zwischen den Kolben 20 und
21 ist im Zylinder 22 eine von der Kolbenstange 23 durchdrun
gene axiale Trennwand 24 ausgebildet, so daß im Zylinder 22
des Servomotors 19 insgesamt vier Kammern 25, 26, 27 und 28
ausgebildet sind. Die beiderseits der Trennwand 24 angeordne
ten Kammern 26 und 27 werden dabei von den Druckleitungen 17
und 18 des Regelventils 8 beaufschlagt, um die Kolben 20 und
21 und somit die Kolbenstange 23 axial zu verstellen. Die
Kolbenstange 23 ist über Lenkstangen oder Spurstangen 29 und
30 mit den gelenkten Fahrzeugrädern 2 gekoppelt, so daß eine
Axialverstellung der Kolbenstange 23 eine Lenkverstellung der
gelenkten Fahrzeugräder 2 bewirkt.
Darüber hinaus ist das Lenkwinkelsteuergerät 1 über eine
Schaltleitung 31 mit einem ersten Sicherheitsventil 32 ver
bunden, das unbestromt die in Fig. 1 dargestellte Schaltstel
lung aufweist, in der die Druckleitungen 17 und 18 kurzge
schlossen sind. Für den Steer-by-wire-Betrieb des Lenksystems
schaltet das Lenkwinkelsteuergerät 1 das erste Sicherheits
ventil 32 in die andere Schaltstellung, in der die Drucklei
tungen 17 und 18 voneinander getrennt sind.
Damit das Lenkwinkelsteuergerät 1 sämtliche ihm zugeordnete
Funktionen erfüllen kann, ist es mit einer ersten Lenkwinkel
steuerung 74 ausgestattet. Diese kann als Schaltung oder als
Programm ausgebildet sein.
Um dem Fahrer ein Gefühl für die an den gelenkten Fahrzeugra
dern 2 wirkenden Seitenkräfte zu geben, weist das erfindungs
gemäße Lenksystem ein Handmomentensteuergerät 33 auf, das
über eine Schaltleitung 34 einen als Elektromotor ausgebilde
ten Handmomentensteller 35 betätigt. Dieser Handmomentenstel
ler 35 ist direkt oder über ein Getriebe 36 an eine durch das
Lenkhandrad 5 betätigte Lenkspindel 37 gekoppelt ist, die bei
71 gelagert ist.
Das Handmomentensteuergerät 33 ist außerdem über Signallei
tungen 38 und 39 an zwei Druckmeßgeräte 40 und 41 angeschlos
sen, von denen das eine Druckmeßgerät 40 mit der einen Druck
leitung 17 und das andere Druckmeßgerät 41 mit der anderen
Druckleitung 18 kommuniziert. Das Handmomentensteuergerät 33
kann auf diese Weise Druckdifferenzen zwischen den Kammern 26
und 27 ermitteln und daraus die an den gelenkten Fahrzeugra
dern 2 wirkenden Seitenkräfte bestimmen. In Abhängigkeit der
ermittelten Seitenkräfte generiert das Handmomentensteuerge
rät 33 einen Handmomenten-Sollwert, der an dem Lenkhandrad 5
wirksam sein soll. Um dieses Handmoment an dem Lenkhandrad 5
zu simulieren, wird in entsprechender Weise der Handmomenten
steller 35 betätigt. Dabei ist mit der Lenkspindel 37 ein
Handmoment-Istwertgeber 42 gekoppelt, der über eine Signal
leitung 43 mit dem Handmomentensteuergerät 33 verbunden ist.
Über einen Vergleich der Soll- und Istwerte der Handmomente
wird das vom Handmomentensteller 35 auf die Lenkhandhabe 5
übertragene Handmoment reguliert.
Damit das Handmomentensteuergerät 33 sämtliche ihm zugeordne
te Funktionen erfüllen kann, ist es mit einer ersten Handmo
mentensteuerung 73 ausgestattet, die dabei als Schaltung oder
als Programm ausgebildet sein kann.
Für den Notbetrieb, d. h. für den Fall, daß die Steer-by-wire-Ebene
fehlerhaft ist, weist das erfindungsgemäße Lenksystem
eine Not- oder Rückfallebene auf, in der eine mechanische und
hydraulische Zwangskopplung zwischen der Lenkhandhabe 5 und
den gelenkten Fahrzeugrädern 2 vorhanden ist. Zu diesem Zweck
ist die von der Lenkhandhabe 5 betätigte Lenkspindel 37 an
ein Kolben-Zylinder-Aggregat 44 gekoppelt. Das mit dem Kol
ben-Zylinder-Aggregat 44 zusammenwirkende axiale Ende der
Lenkspindel 37 ist dabei als Spindeltrieb ausgebildet, der
mit einem Kolben 45 des Kolben-Zylinder-Aggregates 44 zusam
menwirkt, derart, daß Drehverstellungen der Lenkspindel 37
eine Axialverstellung des Kolbens 45 in einem Zylinder 46 des
Kolben-Zylinder-Aggregates 44 bewirken. Der Kolben 45 trennt
im Zylinder 46 axial zwei Kammern 47 und 48, die über Hydrau
likleitungen 49 und 50 jeweils mit einer axial außenliegenden
Kammer 25 bzw. 28 des Servomotors 19 verbunden sind. Da das
Hydrauliksystem dieser Zwangskopplung zwischen Lenkhandhabe 5
und den gelenkten Fahrzeugrädern 2 abgeschlossen ist und da
das Hydraulikmittel im wesentlichen inkompressibel ist, wird
entsprechend der durch einen Pfeil 51 symbolisierten Fahrt
richtung die rechte Kammer 47 des Kolben-Zylinder-Aggregates
44, die rechte Kammer 28 des Servomotors 19 sowie die diese
Kammern 47 und 28 miteinander verbindende rechte Hydrau
likleitung 49 als "rechte hydraulische Stange" bezeichnet. In
entsprechender Weise werden die linke Kammer 48 des Kolben-
Zylinder-Aggregates 44, die linke Kammer 25 des Servomotors
19 und die diese verbindende linke Hydraulikleitung 50 als
"linke hydraulische Stange" bezeichnet.
Die linke Hydraulikleitung 50 kann über eine Verbindungslei
tung 52 mit der rechten Hydraulikleitung 49 kommunizieren. Zu
diesem Zweck müssen jedoch ein zweites Sicherheitsventil 53
und ein drittes Sicherheitsventil 54 entsprechend betätigt
werden. Das zweite Sicherheitsventil 53 und das dritte Si
cherheitsventil 54 sind über Schaltleitungen 55 und 56 mit
dem Lenkwinkelsteuergerät 1 und mit dem Handmomentensteuerge
rät 33 verbunden. In Fig. 1 weisen das zweite und das dritte
Sicherheitsventil 53 und 54 ihre unbestromte Schaltstellung
auf, die sie für den Notbetrieb selbsttätig einnehmen. In
dieser Stellung sind die Anschlüsse der Sicherheitsventile 53
und 54 gesperrt, so daß die Hydraulikleitungen 49 und 50
nicht über die Verbindungsleitung 52 miteinander kommunizie
ren können.
Um die Funktionssicherheit der Rückfallebene gewährleisten zu
können, sind an das Kolben-Zylinder-Aggregat 44 drei Entlüf
tungsleitungen 57, 58 und 59 angeschlossen, die jeweils die
geodätisch am höchsten gelegenen Punkte des Hydrauliksystems
der Rückfallebene bilden. Die Entlüftungsleitung 58, die mit
einem zwischen den Kammern 47 und 48 ausgebildeten, relativ
drucklosen Ringraum 60 des Zylinders 46 kommuniziert, ist
über eine Rücklaufleitung 61 ständig mit dem Hydraulikmittel
reservoir 12 verbunden. Im Unterschied dazu sind die Entlüf
tungsleitungen 57 und 59, die mit den Druck beaufschlagten
Kammern 46 und 47 kommunizieren, nur über Lüftungsventile 62
und 63 an die Rücklaufleitung 61 anschließbar. Die Lüftungs
ventile 62 und 63 können zum einen über Schaltleitungen 64
und 65 vom Handmomentensteuergerät 33 sowie über davon sepa
rate Schaltleitungen 66 und 67 vom Lenkwinkelsteuergerät 1
betätigt werden.
Die Druckbeaufschlagung der hydraulischen Stangen bzw. der
hydraulischen Zwangskopplung der Rückfallebene erfolgt über
eine hydraulische Kopplungsleitung 68, die zwischen dem zwei
ten und dritten Sicherheitsventil 53 und 54 an die Verbin
dungsleitung 52 angeschlossen ist und diese mit der Drucklei
tung 17 verbindet. Durch entsprechende Schaltbetätigungen der
Sicherheitsventile 53 und 54 sowie des Regelventils 8 können
dadurch die linke Hydraulikleitung 50 oder die rechte Hydrau
likleitung 49 oder beide mit der Druckseite der Hydraulikmit
telpumpe 13 verbunden werden.
Mit den Hydraulikleitungen 49 und 50 kommunizieren Druckmeß
geräte 69 und 70, mit deren Hilfe die Steuergeräte 1 bzw. 33
die Dichtigkeit des Hydrauliksystems der Rückfallebene über
prüfen können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Steuergeräte 1
und 33 sowie sämtliche Sensoren (z. B. Druckmeßgeräte,
Ist-/Sollwertgeber) über einen gemeinsamen Datenbus miteinander
verbunden. Auf diese Weise wird zum einen die Anordnung der
Signalleitungen erheblich übersichtlicher, zum anderen kann
dadurch jede Komponente auf sämtliche Informationen, die im
Bus transportiert werden, zugreifen. Insbesondere dann, wenn
zur Verbindung der Lenksystem-Komponenten ein oder mehrere
Datenbusse verwendet werden, können sich die entsprechend
ausgebildeten bzw. entsprechend programmierten Steuergeräte 1
und 33 gegenseitig ergänzen bzw. ersetzen. Zu diesem Zweck
enthält das Lenkwinkelsteuergerät 1 eine zweite Handmomenten
steuerung 75, die sämtliche Funktionen des Handmomentensteu
ergerätes 33 ausführen kann und dabei als Schaltung oder als
Programm ausgebildet sein kann. Außerdem enthält das Handmo
mentensteuergerät 33 eine zweite Lenkwinkelsteuerung 76, die
sämtliche Funktionen des Lenkwinkelsteuergerätes 1 ausführen
kann und dabei als Schaltung oder als Programm ausgebildet
sein kann. Damit sich die Steuergeräte 1 und 33 auch hin
sichtlich ihrer Schaltfunktionen ergänzen und ersetzen kön
nen, sind vorzugsweise separate Verstärker vorgesehen, um die
Schaltleistung für die zu schaltenden Elemente, wie z. B. Ven
tile und Stellglieder, zur Verfügung zu stellen.
Zweckmäßigerweise bildet das Handmomentensteuergerät 33 zu
sammen mit dem Handmomentensteller 35 eine gemeinsam montier
bare Baugruppe, die z. B. im Bereich eines Armaturenbrettes im
Fahrzeug, in der Nähe der Lenkhandhabe 5 montiert wird. Der
Handmoment-Istwertgeber 42 befindet sich dann auch in örtli
cher Nähe zu dieser Baugruppe oder ist in diese integriert.
Lediglich die Druckmeßgeräte 40 und 41 sind in der Nähe des
Servomotors 19 angeordnet, so daß zur Verbindung mit dem
Handmomentensteuergerät 33 jedenfalls für die Signalleitungen
38 und 39 im Fahrzeug Kabel verlegt werden müssen. Auch das
Lenkwinkelsteuergerät 1 ist üblicherweise mit dem Servomotor
19 zu einer gemeinsam montierbaren Baugruppe zusammengefaßt,
die jedoch im Bereich des Lenkgestänges 29, 30, in der Nähe
der gelenkten Fahrzeugräder 2 am Fahrzeug montiert ist. Dabei
ist auch der Lenkwinkel-Istwertgeber 7 zweckmäßigerweise in
diese Baugruppe integriert. Ebenfalls kann das Regelventil 8
sowie der gesamte Hydraulikkreis für die Betätigung des Ser
vomotors 19 in dessen Nähe untergebracht sein. Lediglich der
Lenkwinkel-Sollwertgeber 4 ist im Bereich der Lenkhandhabe 5
angeordnet, so daß jedenfalls für die Signalleitung 3 im
Fahrzeug ein Kabel verlegt werden muß.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene gegenseitige Redundanz der
Steuergeräte 1 und 33 läßt sich ohne großen konstruktiven
Aufwand besonders einfach realisieren. Wenn für die Steuerge
räte 1 und 33 standardisierte, programmierbare Bauteile ver
wendet werden, hängt es im wesentlichen von der Programmie
rung ab, ob das Steuergerät 1 bzw. 33 zur Betätigung des
Handmomentenstellers 35 oder zur Betätigung des Lenkwinkel
stellers (Servomotor 19) dient. Dementsprechend können die
Steuergeräte 1 und 33 auch so ausgebildet, insbesondere pro
grammiert, werden, daß sie sowohl zur Betätigung des Handmo
mentenstellers 35 als auch des Lenkwinkelstellers 19 verwen
det werden können. Da ohnehin Kabel für die Signalleitungen
38 und 39 zur Verbindung der Druckmeßgeräte 40 und 41 mit dem
Handmomentensteuergerät 33 und für die Signalleitung 3 zur
Verbindung des Lenkwinkel-Sollwertgebers 4 mit dem Lenkwin
kelsteuergerät 1 verlegt werden müssen, kann ohne zusätzli
chen Aufwand statt dessen ein Datenbus verlegt werden, so daß
beide Steuergeräte 1 und 33 einerseits die Signalwerte sämt
licher Sensoren abrufen können und andererseits über jeweils
von beiden Steuergeräten 1 und 33 zu den Schaltelementen ver
legte Stromkabel jeweils sämtliche oder ein Teil der Schalte
lemente betätigt werden können. Auf diese Weise können sich
die Steuergeräte 1 und 33 gegenseitig unterstützen und erset
zen. Die Sicherheit des Lenksystems wird durch die erfin
dungsgemäße Ausgestaltung erhöht.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind die von beiden Steu
ergeräten 1 und 33 betätigbaren Schaltelemente, wie z. B. Ven
tile, Elektromotor, elektrische Kupplung in einem Lenkstrang,
mit getrennten Wicklungen ausgestattet, von denen je eine ei
nem der Steuergeräte 1 und 33 zugeordnet ist. Beispielsweise
besitzen die Ventile jeweils zwei getrennt und unabhängig
schaltbare Betätigungsmagnete. Auf diese Weise wird die Aus
fallsicherheit, insbesondere hinsichtlich Kurzschlußfestig
keit, verbessert.
Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Lenksystems können die Steuergeräte 1
und 33 für den Fall, daß nur Teile der Steer-by-wire-Ebene
des Lenksystems fehlerhaft arbeiten, das Lenksystem in einem
Komfortnotbetrieb betreiben, der im wesentlichen wie eine
herkömmliche servounterstützte Lenkung mit Zwangskopplung
zwischen Lenkhandhabe 5 und gelenkten Fahrzeugrädern 2 arbei
tet. Blockiert beispielsweise das Regelventil 8, werden die
Sicherheitsventile 32, 53 und 54 in die in Fig. 1 dargestellte
Schaltposition geschaltet, so daß die Lenkbetätigung der ge
lenkten Fahrzeugräder 2 in Abhängigkeit der Axialverstellung
des Kolbens 45 im handseitigen Kolben-Zylinder-Aggregat 44
erfolgt. Damit der Fahrer am Lenkhandrad 5 nicht das ganze
für eine Lenkverstellung der gelenkten Fahrzeugräder 2 erfor
derliche Handmoment von Hand aufbringen muß, wird in diesem
Komfortnotbetrieb der Handmomentensteller 35 als Servounter
stützung verwendet, wozu er vom Handmomentensteuergerät 33
über Schaltleitung 34 bzw. vom Lenkwinkelsteuergerät 1 über
eine Schaltleitung 72 in entsprechender Weise angesteuert
wird.
In einem anderen Schadensfall können das Regelventil 8 und
die Sicherheitsventile 53 und 54 so von den Steuergeräten 1
und 33 gesteuert werden, daß das radseitige Kolben-Zylinder-Aggregat
(Servomotor 19) in Abhängigkeit der Betätigung der
Lenkhandhabe 5 hydraulisch betätigt wird und sich so für die
Axialverstellung des Kolbens 45 bzw. für die Kolbenstange 23
des Servomotors 19 eine hydraulische Servounterstützung er
gibt.
Erst wenn auch die zur Servounterstützung verwendbaren Kompo
nenten der Steer-by-wire-Ebene ausfallen, muß das erfindungs
gemäße Lenksystem im Notbetrieb ohne Servounterstützung be
trieben werden.
Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt des erfindungsgemäßen
Lenksystems wird darin gesehen, daß während des Normalbetrie
bes des Lenksystems in regelmäßigen Abständen zum einen das
Hydrauliksystem der Rückfallebene (die hydraulischen Stangen)
über die Entlüftungsventile 62 und 63 entlüftet wird, so daß
Beeinträchtigungen der Funktion der Rückfallebene ausge
schlossen werden können. Zum anderen werden regelmäßig Dich
tigkeitsprüfungen der Hydraulikkomponenten der Rückfallebene
durchgeführt, wobei die linke hydraulische Stange unabhängig
von der rechten hydraulischen Stange untersucht werden kann.
Auf diese Weise können gegebenenfalls vorhandene Leckagen re
lativ genau lokalisiert werden. Falls das Lenksystem bzw.
dessen Steuergeräte 1 und 33 eine Fehlfunktion der Rückfalle
bene feststellen, kann dies dem Fahrer angezeigt werden. Je
denfalls wird diese Fehlfunktion bei der nächsten Inspektion
des Fahrzeuges signalisiert. Je nach Sicherheitskonzeption
kann für diesen Fall auch vorgesehen sein, daß die Höchstge
schwindigkeit des Fahrzeuges, dessen Reichweite od. dgl. be
grenzt werden. Beispielsweise soll das Fahrzeug nur noch mit
niedriger Geschwindigkeit bis zur nächsten Werkstatt gefahren
werden können.
Wenn die Steuergeräte 1 und 33 beispielsweise über einen Bus
77 mit einem oder mehreren Fahrzeugrechnern 78 kommunizieren,
können die von dem jeweiligen Rechner erfaßten und verarbei
teten Informationen von den Steuergeräten 1 und 33 ausgenutzt
werden, um Plausibilitätsprüfungen durchzuführen oder um für
ausgefallene Sensoren bzw. für deren Signale redundante Si
gnale zu erhalten.
Claims (13)
1. Lenksystem für ein Fahrzeug, das in einem Normalbetrieb,
in dem eine vom Fahrer betätigte Lenkhandhabe (5), z. B. Lenk
handrad, und gelenkte Fahrzeugräder (2) über eine elektrische
bzw. elektronische Regelstrecke miteinander verbunden sind
(Steer-by-wire-Ebene), und in einem Notbetrieb betreibbar
ist, in dem die Lenkhandhabe (5) und die gelenkten Fahrzeu
gräder mechanisch und/oder hydraulisch zwangsgekoppelt sind
(Rückfallebene), mit einem Lenkwinkelsteuergerät (1) für ei
nen die gelenkten Fahrzeugräder (2) betätigenden Lenkwinkel
steller (19), z. B. elektrischer oder hydraulischer Servomo
tor, das eine erste Lenkwinkelsteuerung enthält, die Lenkwin
kel-Istwerte eines mit den gelenkten Fahrzeugrädern (2) betä
tigten Lenkwinkel-Istwertgebers (7) und Lenkwinkel-Sollwerte
eines mit der Lenkhandhabe (5) betätigten Lenkwinkel-Soll
wertgebers (4) vergleicht und in Abhängigkeit davon den
Lenkwinkelsteller (19) betätigt, und mit einem Handmomenten
steuergerät (33) für einen die Lenkhandhabe (5) zur Simulati
on von Handmomenten betätigenden Handmomentensteller (35),
das eine erste Handmomentensteuerung enthält, die mit den an
den gelenkten Fahrzeugrädern (2) wirkenden Kräften korrelier
te Handmoment-Sollwerte generiert und mit Handmoment-Ist
werten eines mit der Lenkhandhabe betätigten Handmoment-Ist
wertgebers (42) vergleicht und in Abhängigkeit davon den
Handmomentensteller (35) betätigt, wobei die Steuergeräte
(1, 33) sich selbst und das Lenksystem auf Funktionssicherheit
und Plausibilität überwachen und in Abhängigkeit dieser Über
wachung ein Umschalten zwischen dem Normalbetrieb und dem
Notbetrieb des Lenksystems bewirken, wobei das Lenkwinkel
steuergerät (1) eine zweite Handmomentensteuerung umfaßt, die
redundant zur ersten Handmomentensteuerung des Handmomenten
steuergerätes (33) geschaltet ist, und wobei das Handmomen
tensteuergerät (33) eine zweite Lenkwinkelsteuerung umfaßt,
die redundant zur ersten Lenkwinkelsteuerung des Lenkwinkel
steuergerätes (1) geschaltet ist.
2. Lenksystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehrere Datenbusse vorgesehen sind, an welche
die Steuergeräte (1, 33) und diesen zugeordnete Sensoren ange
schlossen sind.
3. Lenksystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den oder die Datenbusse noch wenigstens ein weiteres
Fahrzeugsteuergerät angeschlossen ist.
4. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuergeräte (1, 33) während des Normalbetriebes die
mechanische und/oder hydraulische Zwangskopplung der Rückfal
lebene auf Funktionalität überprüfen.
5. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanische und/oder hydraulische Zwangskopplung der
Rückfallebene ein handseitiges Kolben-Zylinder-Aggregat (44)
aufweist, das mechanisch mit der Lenkhandhabe (5) betätigt
ist und das hydraulisch ein radseitiges Kolben-Zylin
der-Aggregat (19) betätigt, das seinerseits mechanisch die ge
lenkten Fahrzeugräder (2) betätigt.
6. Lenksystem nach den Ansprüchen 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuergeräte (1,33) zur Überprüfung der Funktionali
tät der Rückfallebene einen Hydraulikkreis der Zwangskopplung
auf Dichtigkeit und/oder anstehendes Systemdruckniveau über
prüfen.
7. Lenksystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwangskopplung einen mechanischen Lenkstrang auf
weist, der mittels elektrisch oder hydraulisch betätigter
Kupplung auftrennbar ist, wobei zur Funktionsüberprüfung Nä
herungsschalter vorgesehen sind, die ansprechen, wenn die
Kupplung routinemäßig kurzzeitig geschlossen wird, und/oder
wobei zur Funktionsüberprüfung der elektrischen Kupplung de
ren Strom- und/oder Spannungsversorgung geprüft wird und/oder
wobei zur Funktionsüberprüfung der hydraulischen Kupplung
Drucksensoren vorgesehen sind, die den minimal zulässigen
Öffnungsdruck überwachen.
8. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuergeräte (1, 33) das Lenksystem in einem Komfort
notbetrieb betreiben können, in dem für die mechanische
und/oder hydraulische Zwangskopplung der Rückfallebene eine
Servounterstützung vorgesehen ist.
9. Lenksystem nach den Ansprüchen 5 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lenkwinkelsteller als hydraulischer Servomotor (19)
ausgebildet ist, der durch ein mit einer Hydraulikmittelpumpe
(13) verbundenes Servoventil (8) betätigt ist, und daß die
Servounterstützung des Komfortnotbetriebes durch den Hydrau
likmittelkreis des Servomotors (19) erfolgt, der dabei hy
draulisch mit den Kolben-Zylinder-Aggregaten (44, 19) der
Zwangskopplung gekoppelt ist und deren Betätigung servounter
stützt.
10. Lenksystem nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Servounterstützung durch den Handmomentensteller (35)
erfolgt, der dabei Betätigungen der Lenkhandhabe (5) unter
stützt.
11. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuergeräte (1, 33) über einen Datenbus mit einem
Fahrzeugrechner verbunden sind, an den weitere Sensoren ange
schlossen sind, und dort vorhandene Fahrzeugbetriebsparameter
zur Erzeugung von Signalen verwenden, die zu denjenigen Si
gnalen redundant sind, die anhand von Meßwerten wenigstens
eines den Steuergeräten zugeordneten Sensors generiert wer
den.
12. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß getrennte separate Schaltleitungen (64, 65, 66, 67, 34, 72)
vorgesehen sind, die jedes Steuergerät (1, 33) mit einem oder
mehreren Schaltelementen (62, 63, 35) verbinden, die so durch
beide Steuergeräte (1, 33) betätigbar sind.
13. Lenksystem nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die durch beide Steuergeräte (1, 33) betätigbaren Schalte
lemente (62, 63, 35) jeweils zwei Wicklungen aufweisen, die zur
Betätigung des jeweiligen Schaltelementes (62, 63, 35) getrennt
bestrombar sind und von denen je eine dem einen Steuergerät
(1) und je eine dem anderen Steuergerät (33) zugeordnet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |