DE19840537A1 - Pfannenschlaufe - Google Patents
PfannenschlaufeInfo
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Classifications
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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- B66C1/10—Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith for transmitting lifting forces to articles or groups of articles by mechanical means
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-
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Description
Die Erfindung betrifft eine Pfannenschlaufe als Verbindungsglied zwischen einem an
einer Pfanne angeordneten Zapfen und einem Gehänge eines Kranes gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Pfannen, insbesondere Gießpfannen in einem Stahlwerk, müssen entweder zum
Entleeren oder bei Erneuerung der Ausmauerung kippbar sein. Dazu wird zwischen
dem Zapfen der Pfanne und dem Gehänge eines Kranes eine sogenannte
Pfannenschlaufe als Verbindungsglied angeordnet. Dadurch wird der Anhängepunkt
soweit nach oben verschoben, daß die Pfanne unter dem Gehänge hindurch gekippt
werden kann. Die rechts und links der Pfanne angeordneten Pfannenschlaufen
müssen das Gewicht der Pfanne samt Inhalt tragen. Sie bestehen aus zwei parallel im
Abstand voneinander angeordneten Laschen, wobei in einem Endbereich der
Laschen eine den Zapfen der Pfanne umfassende Hülse und im anderen Endbereich
ein durch die Laschen sich erstreckender, im Hakenmaul des Krangehänges
einlegbarer Zapfen angeordnet ist, wobei die Endbereiche von Hülse und Zapfen sich
in den Laschen angeordneten, einander gegenüberliegenden Bohrungen abstützen
und mit den Laschen lösbar verbunden sind (Lexikon der Hüttentechnik, Band 5,
1963, Seite 240, 241). Nachteilig bei der bekannten Ausführung ist, daß der Kraftfluß
nur über die Laschen erfolgt, so daß die Querschnitte entsprechend ausgelegt
werden müssen. Das führt zu einem Gesamtgewicht der Pfannenschlaufen, die bei
begrenzter Maximallast für die gefüllte Pfanne der Nutzlast, d. h. der Einfüllmenge
verlorengeht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pfannenschlaufe anzugeben, die bei gleicher
maximaler Traglast signifikant weniger Gewicht hat als herkömmliche
Pfannenschlaufen.
Die gestellte Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Bestandteil von Unteransprüchen.
Nach der Lehre des Patentes sind die Hülse, der Zapfen und die Laschen aus einer
Werkstoffgüte hergestellt und form- und gewichtsoptimiert miteinander verbunden und
bilden ein isotensisches geschlossenes Kettenglied. Wesentlicher Ansatz der
neugestalteten Pfannenschlaufe ist die Einbeziehung von Hülse und Zapfen zur
Traglastübertragung, so daß überflüssiges Laschenmaterial eingespart werden kann.
Bei der bekannten Konstruktion war die Querschnittsauslegung im Bereich des
Zapfens für die Traglastübertragung gerade ausreichend, im Bereich der Hülse aber
überdimensioniert. Die vorgeschlagene Pfannenschlaufe ist dagegen so ausgelegt,
daß alle Querschnittsbereiche gleichmäßig beansprucht werden. Eine so gestaltete
Pfannenschlaufe kann einstückig sein, sei es als Stahlgußstück, sei es als ein aus
dem Vollen hergestelltes Schmiedestück. Von den Herstellkosten her und im Hinblick
auf eine Anpassung an verschiedene Krangehänge und Pfannenzapfen wird der
geschweißten Ausführung der Vorzug gegeben. Wesentlich dabei ist, daß die
Schweißnähte mit tragen und nicht nur zur Fixierung von Hülse und Zapfen in den
Laschen dienen.
Um keine Kerbspannungen im Schweißnahtbereich zu erzeugen, sind in dem an der
Schweißnaht unmittelbar angrenzenden Bereich abgerundete Ausnehmungen im
Sinne von Entlastungsnuten angeordnet. Mit dieser Art der Ausbildung der
Pfannenschlaufe kann das Gewicht für beide Pfannenschlaufen um bis zu mehr als 2
t reduziert werden, was der Nutzlast zugute kommt. Dabei bilden die Elemente der
Pfannenschlaufe zusammen mit dem Krangehänge ein Tragsystem
spannungsgleicher Querschnitte. Bei Werkstoffgleichheit von Pfannenschlaufe und
Krangehänge gilt:
F1.1 + F1.2 = F2.1 + F2.2 = F3 = F4 (1)
wobei F1.1 + F1.2 die Querschnittsflächen der Hülse und F2.1 + F2.2 die
Querschnittsflächen der Laschen und F3 die Querschnittsfläche des Zapfens der
Pfannenschlaufe und F4 die Querschnittsfläche des Krangehänges ist. Bei dieser
Betrachtungsweise werden die Schweißnähte in die Berechnung nach der
Finite-Elemente-Methode (FEM) mit einbezogen und als Gitterstruktur modelliert.
In der Zeichnung wird anhand zweier Ausführungsbeispiele die erfindungsgemäß
ausgebildete Pfannenschlaufe näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Pfannenschlaufe
Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-A in Fig. 1
Fig. 3 wie Fig. 1, jedoch ein anderes Ausführungsbeispiel
Fig. 4 einen Schnitt in Richtung A-A in Fig. 3
Fig. 5 ein Prinzipbild des erfindungsgemäßen Tragsystems
spannungsgleicher Querschnitte.
Die Pfannenschlaufe 1 besteht aus zwei parallelen im Abstand zueinander
angeordneten Laschen 2, 3. Im unteren Endbereich der Laschen 2, 3 ist eine Hülse 4
angeordnet, die erfindungsgemäß über tragende Schweißnähte 5, 6 mit den beiden
Laschen 2, 3 verbunden ist. Die Hülse 4 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen
größeren Durchmesser 7 auf im Vergleich zur Breite 8 der Laschen 2, 3. Das ist von
Vorteil für den Auslauf der Schweißnaht 5. In bekannter Weise ist die Bohrung der
Hülse 4 als Langloch ausgebildet, was durch den Versatz der beiden Achsen 9, 10
erkennbar wird. Diese Ausführung der Hülse 4 wird gewählt, damit bei abgestellter
Pfanne die Pfannenschlaufe 1 sich nach unten absetzen kann und gleichzeitig im
oberen Bereich verriegelt ist. Im oberen Endbereich der beiden Laschen 2, 3 ist der
Zapfen 11 angeordnet, der erfindungsgemäß ebenfalls über tragende Schweißnähte
12, 13 mit den beiden Laschen 2, 3 verbunden ist. Dabei liegt die Achse 14 des
Zapfens 11 oberhalb des Mittelpunktes 15 des Abrundungsradius 16 des oberen
Endbereiches der beiden Laschen 2, 3. Durch diesen Versatz wird Material der
Laschen 2, 3 oberhalb des Zapfens 11 eingespart, was der Gewichtsoptimierung
zugute kommt. Zur Entlastung im Schweißnahtbereich sind sowohl der Zapfen 11, als
auch die Hülse 4 mit Nuten 17, 17', 18, 18' versehen.
In den Fig. 3 und 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt, wobei für
gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet worden sind. Im Unterschied zur
Ausführungsform gemäß Fig. 1 und Fig. 2 sind die Elemente der Pfannenschlaufe
20 in einer anderen Art und Weise ausgebildet. Die Laschen 21, 22 umfassen den
Zapfen 11 nur noch über einen gewissen Umfang und zwar annähernd 180 Grad. Die
Hülse 23 weist kein Langloch auf und der Durchmesser 7 entspricht etwa der Breite 8
der Laschen 21, 22 oder ist sogar kleiner. Auch diese Pfannenschlaufe 20 ist
gewichtsoptimiert, da sie ebenfalls einem Tragsystem spannungsgleicher
Querschnitte entspricht.
Fig. 5 zeigt als Prinzipdarstellung das erfindungsgemäße Tragsystem
spannungsgleicher Querschnitte. Dabei entsprechen bei Werkstoffgleichheit von
Krangehänge 19 und Pfannenschlaufe 20 die Querschnitte F1.1 + F1.2 der Hülse 23,
dem Querschnitt F2.1 + F2.2 der Laschen 21, 22 und diesem dem Querschnitt F3
des Zapfens 11 und diesem wiederum dem Querschnitt F4 des Krangehänges 19.
Nicht berücksichtigt ist die Querschnittsbetrachtung der hier nicht dargestellten
tragenden Schweißnähte.
Claims (11)
1. Pfannenschlaufe als Verbindungsglied zwischen einem an einer Pfanne
angeordneten Zapfen und einem Gehänge eines Kranes, bestehend aus zwei
parallel im Abstand voneinander angeordneten Laschen, wobei in einem
Endbereich eine den Zapfen der Pfanne umfassende Hülse und im anderen
Endbereich ein im Hakenmaul des Krangehänges anlegbarer Zapfen
angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (4, 23), der Zapfen (11) und die Laschen (2, 3, 21, 22) aus einer
Werkstoffgüte hergestellt und form- und gewichtsoptimiert miteinander
verbunden sind und ein isotensisches geschlossenes Kettenglied bilden.
2. Pfannenschlaufe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfannenschlaufe einstückig ausgebildet ist.
3. Pfannenschlaufe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfannenschlaufe ein Stahlgußstück ist.
4. Pfannenschlaufe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfannenschlaufe ein aus dem Vollen hergestelltes Schmiedestück ist.
5. Pfannenschlaufe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (4, 23), der Zapfen (11) und die Laschen (2, 3, 21, 22) über
tragende Schweißnähte (5, 6) miteinander verbunden sind.
6. Pfannenschlaufe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (4, 23) und der Zapfen (11) in dem der Schweißnaht (5, 6, 12,
13) unmittelbar angrenzenden Bereich eine abgerundete Ausnehmung (17,
17', 18, 18') aufweisen.
7. Pfannenschlaufe nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite (8) der Lasche (2, 3) geringer ist als der in der gleichen Ebene
liegende Durchmesser (7) der Hülse (4).
8. Pfannenschlaufe nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite (8) der Lasche (21, 22) gleich oder größer ist als der in der
gleichen Ebene liegende Durchmesser (7) der Hülse (23).
9. Pfannenschlaufe nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse (14) des Zapfens (11) versetzt zum Mittelpunkt (15) des
Abrundungsradius (16) und in Richtung des oberen Endbereiches der beiden
Laschen (2, 3) angeordnet ist.
10. Pfannenschlaufe nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnseiten der Hülse (4, 23) und des Zapfens (11) glattbündig zur
außenliegenden Breitseite der Laschen (2, 3, 21, 22) liegen.
11. Pfannenschlaufe nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elemente (2, 3, 4, 11, 21, 22, 23) der Pfannenschlaufe (1, 20) zusammen
mit dem Krangehänge (19) ein Tragsystem spannungsgleicher Querschnitte
bilden.
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Cited By (2)
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| DE19953401C1 (de) * | 1999-11-01 | 2000-11-16 | Mannesmann Ag | Pfannenschlaufe |
| CN104439225A (zh) * | 2014-10-21 | 2015-03-25 | 张家港长力机械有限公司 | 钢水罐 |
-
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- 1998-08-28 DE DE19840537A patent/DE19840537A1/de not_active Withdrawn
- 1998-09-04 DE DE59809026T patent/DE59809026D1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN104439225A (zh) * | 2014-10-21 | 2015-03-25 | 张家港长力机械有限公司 | 钢水罐 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANNROEHREN-WERKE AG, 45473 MUELHEIM, DE |
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| 8130 | Withdrawal |