DE19838625A1 - Abhebesicherung für Gerüstböden - Google Patents
Abhebesicherung für GerüstbödenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04G—SCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
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Abstract
Die Erfindung befaßt sich mit einer Sicherung von Gerüstböden gegen das Abheben z. B. unter Windeinfluß. Die Abhebesicherung besteht aus einer an der Stirnfläche eines Gerüstbodens angebrachten Sicherungslasche und einem Sicherungshebel, der zwischen der Sicherungslasche und der Stirnseite des Gerüstbodens drehbar eingespannt wird und der an seinem unteren Ende und seinem oberen Ende abgewinkelt ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherung für Gerüstböden gegen das Abheben z. B.
unter Windeinfluß. Die Abhebesicherung besteht aus einer an der Stirnfläche eines
Gerüstbodens angebrachten Sicherungslasche und einem Sicherungshebel, der
zwischen der Sicherungslasche und der Stirnseite des Gerüstbodens drehbar
eingespannt wird und der an seinem unteren und seinem oberen Ende jeweils
abgewinkelt ist.
Im Zuge zunehmender Arbeitssicherheitsvorschriften kommen Arbeitsgerüsten eine
immer größere Bedeutung zu. Neben einer schnellen Montierbarkeit werden bei
Gerüsten hauptsächlich hohe Anforderungen an die Sicherheit gestellt.
Nahezu alle gängigen Gerüsttypen bestehen u. a. aus Rahmen und/oder vertikalen
und horizontalen Gerüstrohren, auf die die Gerüstböden, zum einfachen Montieren,
lediglich aufgelegt werden.
Um ein Wegfliegen dieser Gerüstboden und damit ein Sicherheitsrisiko zu
vermeiden, müssen die Gerüstböden gegen Abheben von den Rahmen gesichert
werden.
In der Vergangenheit hat man zur Sicherung der Gerüstböden z. B. Draht eingesetzt
durch den eine Verbindung zwischen dem Gerüstboden und dem Rahmen
hergestellt wurde. Die Nachteile dieses Verfahrens sind jedoch die sehr langen
Montage- und Demontagezeiten.
In einer Weiterentwicklung werden drehbare Riegel eingesetzt, die, wenn der
Gerüstboden aufgelegt war, unter ein vertikales Gerüstrohr oder das vertikale Rohr
eines Rahmens gedreht wurden und damit den Gerüstboden gegen Abheben
gesichert haben. Diese Konstruktion hat jedoch den Nachteil, daß sich diese
drehbaren Riegel oftmals gelöst haben.
Es stellte sich deshalb die Aufgabe, eine Abhebesicherung für Gerüstböden zur
Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist. Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Bereitstellung eines Verfahrens
zum Sichern von Gerüstböden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Bereitstellung einer Abhebesicherung
für Gerüstböden gelöst, die aus einer an der Stirnfläche eines Gerüstbodens
angebrachten Sicherungslasche und einem Sicherungshebel, der zwischen der
Sicherungslasche und der Stirnseite des Gerüstbodens drehbar eingespannt wird,
gelöst, wobei der Sicherungshebel an seinem unteren und seinem oberen Ende
jeweils abgewinkelt ist.
Die Sicherungslasche wird vorzugsweise aus einem 26-30 mm breiten, 2-4 mm
starken Stahlband, vorzugsweise St 37, hergestellt. Vorzugsweise in der Mitte weist
das Stahlband eine halbkreisförmige Ausbuchtung zur formschlüssigen Aufnahme
des Sicherungshebels auf.
Vorzugsweise sind rechts und links der Ausbuchtung, vorzugsweise symmetrisch
Bohrungen zur Aufnahme von Schrauben angebracht, so daß die Sicherungslasche
an der Stirnfläche des Gerüstbodens angeschraubt werden kann. Die
Sicherungslasche kann aber auch angeschweißt, angenietet oder auf eine sonstige,
dem Fachmann geläufige Art und Weise an der Stirnfläche befestigt werden, wobei
das Anschrauben bevorzugt wird.
Erfindungsgemäß sollte die Sicherungslasche so an der Stirnfläche des
Gerüstbodens angebracht werden, daß der Sicherungshebel zwischen der
Sicherungslasche und der Stirnfläche des Gerüstbodens eingespannt ist und sich
dadurch nur unter Aufbringung eines Drehmomentes verdrehen läßt.
Der Sicherungshebel wird vorzugsweise aus einem Rohr, vorzugsweise aus Stahl,
gefertigt, dessen äußerer Durchmesser vorzugsweise dem Durchmesser der
halbkreisförmigen Ausbuchtung der Sicherungslasche entspricht. Das Rohr wird an
seinem oberen und unteren Ende abgewinkelt. Das daraus resultierende Mittelstück
hat vorzugsweise eine Länge, die 3-5 mm größer ist als die Breite der
Sicherungslasche.
An seinem oberen Ende wird der Sicherungshebel vorzugsweise um <85°,
vorzugsweise um 90° abgewinkelt, so daß dieser Teil des Sicherungshebels nicht
über die Oberkante des Gerüstbodens hinausragt. Die Länge dieses abgewinkelten
Teils beträgt vorzugsweise 10-60 mm.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sicherungshebel am unteren Ende um
vorzugsweise 40-50° abgewinkelte und der abgewinkelte Teil vorzugsweise platt
gehämmert und vorne abgerundet. Das untere Ende ist so lang, daß sie im
gesicherten Zustand ein Gerüstrohr so umschließt, daß der Gerüstboden nicht mehr
abheben kann.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der Sicherungshebel auch an
seinem unteren Ende um etwa 90° abgewinkelt. Die Länge dieses abgewinkelten
Endes wird so bemessen, daß er im gesicherten Zustand ein Gerüstrohr so
umschließt, daß der Gerüstboden nicht mehr abheben kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Sicherungshebel aus einem Rohr mit
einem äußeren Durchmesser von vorzugsweise 13-14 mm und einer Wandstärke
von 15-2,5 mm gefertigt.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird der Sicherungshebel aus einem
Vollmaterial mit einem äußeren Durchmesser von vorzugsweise 9-11 mm gefertigt.
Die Gesamtlänge des Sicherungshebels sollte vorzugsweise die Dicke des
Gerüstbodens nicht überschreiten.
Die erfindungsgemäße Abhebesicherung wird vorzugsweise jeweils an den beiden
Stirnseiten eines Gerüstbodens vorzugsweise an deren Mitte angebracht.
Besonders bevorzugt wird die erfindungsgemäße Abhebesicherung so angebracht,
daß sie die Lauffläche des Gerüstbodens nicht überragt.
Die erfindungsgemäße Abhebesicherungen kann zur Sicherung von Gerüstböden
nahezu aller Gerüsttypen eingesetzt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Fig. 1-5 erläutert. Diese
Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken somit den allgemeinen
Erfindungsgedanken nicht ein.
In Fig. 1 ist die Abhebesicherung mit einem um 40-50°C abgewinkelten, platt
gehämmerten unteren Ende von vorne dargestellt.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht der Abhebesicherung gemäß Fig. 1.
In Fig. 3 ist ein Teil des Gerüstbodens mit der Abhebesicherung gemäß Fig. 1 im
eingebauten Zustand dargestellt.
In Fig. 4 ist ein Teil des Gerüstbodens mit der Abhebesicherung mit einem um 90°
abgewinkelten unteren Ende im eingebauten Zustand dargestellt.
In Fig. 5 ist ein Teil des Gerüstbodens mit der Abhebesicherung gemäß Fig. 1 im
eingebauten Zustand dargestellt, wobei der Sicherungshebel aus Vollmaterial
gefertigt ist.
Fig. 1 zeigt die Stirnseite 1 des Gerüstbodens, an der die Sicherungslasche 2 mit
zwei Schrauben befestigt ist. Zwischen der Sicherungslasche 2 und der Stirnseite
des Gerüstbodens 1 ist der Sicherungshebel 3 drehbar eingespannt. Der
Sicherungshebel 3 ist aus einem Rohr ∅ 13,5.1,8 gefertigt und weist ein
zylindrisches Mittelstück auf, das etwas länger ist als die Breite der
Sicherungslasche. Am unteren Ende 4 ist das Rohr um 47° abgewinkelt und platt
gehämmert und vorne abgerundet, so daß der Sicherungshebel kein
Verletzungsrisiko in sich birgt. Dem unteren Ende kommt die eigentliche
Sicherungsfunktion zu. Am oberen Ende 5 ist der Sicherungshebel um 90°
abgewinkelt. Das obere Ende 5 ist so lang, daß ein Gerüstbauer mit der Hand oder
mit dem Hammer ein ausreichendes Drehmoment aufbringen kann, um den in der
Sicherungslasche 2 eingespannten Sicherungshebel 3 zu drehen. Die
Abhebesicherung ist so an der Stirnseite des Gerüstbodens angebracht, daß sie
dessen Oberkante nicht überragt.
In Fig. 2 ist die in Fig. 1 dargestellte Abhebesicherung als Draufsicht dargestellt.
Durch die Ausrichtung des oberen Endes 5 ist erkennbar, ob sich die
Abhebesicherung im gesicherten oder ungesicherten Zustand befindet.
Fig. 3 zeigt einen gesicherten Gerüstboden. Der Boden liegt auf dem Gerüstrohr 6
und wird durch das untere Ende 4 des Sicherungshebels 3, das das Gerüstrohr in
der unteren Hälfte umschließt, gesichert.
In Fig. 4 ist eine Abhebesicherung dargestellt, bei der auch das untere Ende um
etwa 90° abgewinkelt ist. Das untere Ende reicht bis zur Mitte des Gerüstrohrs 6, auf
dem der zu sichernde Gerüstboden aufliegt.
Fig. 5 zeigt einen gesicherten Gerüstboden. Der Boden liegt auf dem Gerüstrohr 6
und wird durch das untere Ende 4 des Sicherungshebels 3, das das Gerüstrohr in
der unteren Hälfte umschließt, gesichert. In dieser Darstellung ist der
Sicherungshebel aus Vollmaterial mit einem Durchmesser von 10 mm gefertigt.
Das erfinderische Verfahren zur Sicherung von Gerüstböden kann ebenfalls anhand
der Fig. 3 oder 5 erläutert werden. Bevor der Gerüstboden auf die horizontalen
Gerüstrohre 6 des Gerüstes aufgelegt werden, steht der Sicherungshebel 3 so, daß
das untere Ende 4 an der Stirnseite des Gerüstbodens an- oder nahezu anliegt.
Danach wird der Gerüstboden auf die horizontalen Gerüstrohre 6 aufgelegt und der
Sicherungshebel um 90° von der Stirnseite des Gerüstbodens mit der Hand oder mit
einem Hammer weggedreht bzw. weggeschlagen, so daß das untere Ende 4 unter
das horizontale Gerüstrohr ragt und somit den Gerüstboden vor dem Abheben
sichert. Durch das obere Ende 5 des Sicherungshebels ist leicht erkennbar wie weit
der Sicherungshebel gedreht werden muß.
Die erfindungsgemäße Abhebesicherung ist leicht und schnell zu schließen und zu
lösen, wobei sie sich nicht selbständig lösen kann. Sie ist günstig herstellbar und
bereits im Betrieb befindliche Gerüstböden können nachträglich mit der
Abhebesicherung nachgerüstet werden. Ferner hat die erfindungsgemäße
Abhebesicherung den Vorteil, daß sie kein Sicherheitsrisiko für das Aufbaupersonal
und die sich auf dem Gerüst bewegenden Arbeiter darstellt. Für das Lösen bzw.
Schließen der Abhebesicherung wird meist kein Werkzeug benötigt. Falls ein
Werkzeug benötigt wird, so handelt es sich um einen Hammer, der ohnehin beim
Auf- oder Abbauen von Gerüsten benötigt wird.
Claims (8)
1. Abhebesicherung für Gerüstböden bestehend aus einer an der Stirnfläche (1)
eines Gerüstbodens angebrachten Sicherungslasche (2) und einem
Sicherungshebel (3), der zwischen der Sicherungslasche (2) und der Stirnseite
(1) des Gerüstbodens drehbar eingespannt wird und der an seinem unteren
Ende (4) und seinem oberen Ende (5) jeweils abgewinkelt ist.
2. Abhebesicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere
Ende um 40-50° abgewinkelt, platt gehämmert und vorne abgerundet ist.
3. Abhebesicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere
Ende um <85°, vorzugsweise 90° abgewinkelt ist.
4. Abhebesicherung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungshebel (3) aus einem Rohr oder Vollmaterial gefertigt wird.
5. Abhebesicherung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr
einen äußeren Durchmesser von 13-14 mm und eine Wandstärke von 1,5-2,5
mm oder das Vollmaterial einen Durchmesser von 9-11 mm aufweist.
6. Gerüstboden, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Stirnfläche (1)
wenigstens eine Abhebesicherung nach einem der Ansprüche 1-5
vorzugsweise lösbar angebracht ist.
7. Verfahren zur Sicherung von Gerüstböden gegen Abheben, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Gerüstboden nach Anspruch 6 auf zwei horizontale
Gerüstrohre (6) aufgelegt wird und dann der Sicherungshebel (3) mit der Hand
oder einem Hammer so verdreht wird, daß die Lasche (4) des
Sicherungshebels (3) unter das Gerüstrohr ragt.
8. Verwendung des Gerüstbodens nach Anspruch 6 als Teil eines Gerüstsystems.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998138625 DE19838625A1 (de) | 1998-08-26 | 1998-08-26 | Abhebesicherung für Gerüstböden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998138625 DE19838625A1 (de) | 1998-08-26 | 1998-08-26 | Abhebesicherung für Gerüstböden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19838625A1 true DE19838625A1 (de) | 2000-03-02 |
Family
ID=7878667
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998138625 Withdrawn DE19838625A1 (de) | 1998-08-26 | 1998-08-26 | Abhebesicherung für Gerüstböden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19838625A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008015066A1 (de) | 2008-03-19 | 2009-09-24 | Wilhelm Layher Verwaltungs-Gmbh | Belageinheit mit Abhebesicherung und Verfahren zur Sicherung einer Belageinheit gegen Abheben sowie Verfahren zur Entsicherung einer gegen Abheben gesicherten Belageinheit |
| DE102009039042A1 (de) * | 2009-07-21 | 2011-01-27 | Altrad Plettac Assco Gmbh | Sicherungslasche |
| WO2014095882A1 (en) | 2012-12-20 | 2014-06-26 | Mon.Zon Development Ab | Auto-locking scaffold profile system |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9311490U1 (de) * | 1993-08-02 | 1993-09-30 | Merkel, Gerald, 02625 Bautzen | Aushebesicherung für Gerüstbelagteile |
-
1998
- 1998-08-26 DE DE1998138625 patent/DE19838625A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9311490U1 (de) * | 1993-08-02 | 1993-09-30 | Merkel, Gerald, 02625 Bautzen | Aushebesicherung für Gerüstbelagteile |
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| WO2014095882A1 (en) | 2012-12-20 | 2014-06-26 | Mon.Zon Development Ab | Auto-locking scaffold profile system |
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