DE19836924A1 - Ink-Jet-Tintenpatrone mit Verschlußvorrichtung - Google Patents
Ink-Jet-Tintenpatrone mit VerschlußvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Ink-Jet-Tintenpatrone mit Verschlußvorrichtung, für Ink-Jet-Drucker und ähnliche Schreib-, Druck- oder Zeichen-Anlagen, wobei sowohl die Tintenpatrone im Drucker als auch die Verschlußvorrichtung an der Tintenpatrone lösbar angeordnet sind, wobei die Tintenpatrone manuell oder automatisch aus einem externen Tank mit Tinte gefüllt werden kann, wobei die Tintenpatrone (1) mindestens ein Gehäuse (10), einen Tintenraum (11) und eine Nachfüll-Öffnung (12) aufweist, die durch eine Verschlußvorrichtung verschließbar ist. DOLLAR A Die Verschlußvorrichtung soll hierbei aus mindestens zwei verschiedenen Verschlußelementen bestehen, wovon eines abdichtend wirkt und ein Stopfen oder eine Verschlußkappe (13) ist und ein weiteres als luftdurchlässiger Körper oder als Ausgleichskappe (15) ausgebildet ist. Beide Kappen (13, 15) sollen wahlweise gegeneinander austauschbar und/oder aneinander anbringbar gestaltet sein. Weiterhin kann die Verschlußvorrichtung auch aus drei oder mehr verschiedenen Verschlußelementen bestehen, wobei mindestens eines als Verschlußkappe (13), ein zweites als Anschlußkappe (14) mit einem Schlauchanschluß (140) und ein drittes als Ausgleichskappe (15) mit einem Ausgleichskörper (16) ausgebildet ist und wobei alle drei Elemente bzw. Kappen (13, 14, 15) wahlweise gegeneinander austauschbar oder aneinander anbringbar gestaltet bzw. ausgebildet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ink-Jet-Tintenpatrone mit
Verschlußvorrichtung, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige verschließbare Tintenpatronen sind fest oder
austauschbar mit dem Druckkopf und/oder mit dem Drucker
verbunden und ggf. bedarfsweise manuell nachfüllbar oder
werden kontinuierlich, z. B. über ein Schlauchsystem, mit
Tinte aus einem größeren externen Tank versorgt. Prinzipiell
sind aber auch sogenannte Einweg-Patronen vorschlagsgemäß
verwendbar oder zu modifizieren.
Als Ink-Jet-Systeme, bei denen die vorschlagsgemäßen
Tintenpatronen Anwendung finden können, sind alle - in der
Regel elektronisch gesteuerten - automatischen Schreib-,
Zeichen-, und Druck-Anlagen oder -Geräte zu verstehen, die
zur Schrift- oder Bilddarstellung vorzugsweise sogenannte
Ink-Jet-Köpfe verwenden und deren Tintenspeicher meist lösbar
angeordnet und mit dem Druckkopf direkt oder indirekt über
ein Tintenzuleitungssystem verbunden ist, wobei als Schreib-
oder Zeichenmittel insbesondere Tinte oder Tusche und als
Ausgabeelemente Druckköpfe mit Düsen als Austrittsöffnungen
unterschiedlicher Anordnung und Größe verwendet werden.
Diese Drucker, die meist durch austauschbare Tintenpatronen
und/oder ggf. auch über Schlauchzuleitungssysteme direkt mit
Tinte befüllt oder nachgefüllt werden können, arbeiten zum
Teil auch mit modifizierten Patronen, die in den jeweiligen
Druckkopf austauschbar eingesetzt werden können oder die mit
dem Druckkopf fest verbunden sind und dann komplett in den
Drucker eingesetzt werden.
Die Tintenpatronen sind dann ggf. dahingehend verändert, daß
sie an ihrem Gehäuse ein Kupplungselement aufweisen, wie
beispielsweise einen Anschlußstutzen, der zum einfachen
Nachfüllen oder auch zum Anschluß eines Schlauchsystems
ausgebildet ist, das in einem großen Tintentank mündet und
der ggf. mit einer Verschlußvorrichtung versehen ist.
Das Volumen des Tintentanks kann ein Vielfaches des
handelsüblichen Füllvolumens einer gefüllten Ink-Jet-
Tintenpatrone ausmachen.
Der Anschlußstutzen kann auch zur manuellen Befüllung dienen
und ist üblicherweise mit einer Verschlußkappe luftdicht
verschlossen.
Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Lösungen für
derartige Tintenpatronen und -Systeme bekannt.
So zeigt beispielsweise [1.] DE 196 15 997 A1, eine manuell
nachfüllbare Tintenpatrone mit einem Tintentank für freie
Tinte und einem Ausgleichs- und Reguliersystem, sowie mit
einer Nachfüllöffnung, die während der Benutzung im System
mit einer Verschlußkappe luftdicht abgeschlossen wird.
Auch aus [2.] DE 296 03 466 U1 und [3.] US-PS 5 329 294 sind
Vorrichtungen zum manuellen Nachfüllen von Ink-Jet-
Tintenpatronen bekannt, wobei auch hierbei die Einfüllöffnung
flach dem Befüllen mit einem elastomeren Stopfen oder mit
einem Klebestreifen wieder luftdicht verschlossen wird.
Nachteilig hierbei ist es besonders, daß die im
Tintenbehälter vorhandene Tinte oder Tusche, vor allem beim
Bedrucken großer Flächen, nicht lange reicht und daß daher
die jeweilige Tintenpatrone sehr oft ausgewechselt oder
nachgefüllt werden muß. Außerdem sind bei diesen Patronen
Speicherfilter und/oder sonstige, meist aufwendige,
Pufferelemente oder Ausgleichsysteme erforderlich, zur
regulierten Abgabe der Tinte über den Druckkopf und zur
Verhinderung ungewollten Tintenausritts, z. B. bei
Druckerhöhungen im System oder bei unkontrolliertem
Lufteintritt.
Diese Tintenpatronen bzw. Druckköpfe mit Tintenspeicher sind
nicht über ein Tank/Schlauch-System nachfüllbar, sondern
sollen ausschließlich mit einer Nachfüllflasche oder mit
der Spritze manuell befüllt werden.
Es wurden daher [4.] in der Praxis bereits Tintenpatronen
derart verändert, daß die Einfüllöffnung mit einem
Schlauchanschluß versehen wurde, über den eine
kontinuierliche Tintenzufuhr aus einem großen Zusatztank und
gleichzeitig auch eine gesteuerte Abgabe der Tinte ermöglicht
wird. Der angeschlossene Schlauch bzw. das Schlauchsystem und
die Zufuhrsteuerung dienen hierbei meist auch als
Druckausgleichselement, indem durch Unterdruck der Tintenfluß
aus dem Druckkopf bzw. aus der Düsenplatte reguliert und ein
Auslaufen der Tinte im Stillstand verhindert wird.
Die Einfüllöffnung bzw. der Schlauchanschluß wird hierbei
üblicherweise mit einer lösbaren Verschlußkappe luftdicht
abgedichtet, wenn die Patrone transportiert oder gelagert
wird.
Nachteilig bei derartigen Druckköpfen bzw. Patronen ist es,
daß die in der Patrone bzw. im Druckkopf befindliche Tinte
bei nicht angeschlossenem Schlauchsystem und bei nicht
vorhandenem Puffer-System, nahezu ungebremst oder ungehemmt
auslaufen kann, wenn die Anschlußöffnung nicht luftdicht
verschlossen ist, oder daß der Tintenfluß schnell abreißt,
wenn nicht ausreichend Luft in die Patrone eintreten kann.
Derartige Patronen bzw. Druckköpfe sind folglich weder zu
Testzwecken kurzfristig einsetzbar, noch unter normalen
Arbeitsbedingungen sicher zu verwenden.
Bei Zentralversorgungen mit Schlauchanbindungen stellte es
sich auch als nachteilig heraus, daß ein Wechsel der
Tintenart, z. B. von Textiltinten oder Pigmenttinten oder
-Tuschen auf Farbstofftinten oder dergleichen, oder auch ein
kurzzeitiger "Zwischentest" mit anderen Medien, nur mit einer
aufwendigen und kostspieligen Komplettreinigung des gesamten
Systems verbunden und somit bisher nicht problemlos möglich
war.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, diese Mängel zu
beseitigen und eine mit einem Druckkopf versehene oder
verbindbare Tintenpatrone zu schaffen, die ggf. auch mit
einem Tank/Schlauch-System verbunden werden kann, über das im
Dauerbetrieb die langzeitige Tintenversorgung und ggf. auch
die Druckregulierung erfolgt, wobei die Patrone bzw. der
Druckkopf, auch zeitweilig unabhängig vom Tank/Schlauch-
System und ohne Eingriff oder Änderung benutzt werden kann
und wobei der Anwender den Druckkopf und ggf. auch die
Tintenpatrone, z. B. nach erfolgtem Test-Einsatz, unter
normalen Bedingungen, d. h. mit oder ohne Tank/Schlauch-System
weiter benutzen kann.
Diese Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 umfaßten Merkmalen
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind hierbei
in den ergänzenden Ansprüchen umfaßt.
Einige vorschlagsgemäße Tintenpatronen werden nachfolgend
anhand von Ausführungsbeispielen mit Hilfe der Zeichnungen
dargestellt und näher beschrieben.
Hierbei zeigen:
Fig. 1a eine erste Tintenpatrone mit Ausgleichssystem und
Verschlußkappe,
Fig. 1b eine Anschlußkappe für die Tintenpatrone gem.
Fig. 1a,
Fig. 1c eine Ausgleichskappe für die Tintenpatrone gem.
Fig. 1a,
Fig. 2a eine weitere Tintenpatrone mit einem Tank/Schlauch-
System und mit einer Anschlußkappe,
Fig. 2b eine Verschlußkappe für die Tintenpatrone gem.
Fig. 2a,
Fig. 2c eine Ausgleichskappe für die Tintenpatrone gem.
Fig. 2a,
Fig. 3a eine andere teilweise gefüllte Tintenpatrone mit
einer Ausgleichskappe,
Fig. 3b die Tintenpatrone nach Fig. 3a in einem
vergrößerten Ausschnitt.
Die in Fig. 1a dargestellte Tintenpatrone 1 für Ink-Jet-
Drucker, weist ein Gehäuse 10, einen mit freier Tinte 110,
bzw. mit Testtinte 111 oder mit Reinigungsflüssigkeit 112
teilweise gefüllten Tintenraum 11 und am Boden 103 ein
Regelsystem 105 mit einem Druckkopf-Anschluß 4 an der
Frontseite 104 auf. An der Rückwand 102 ist eine, mit einer
Verschlußkappe 13 abgedichtete Nachfüllöffnung 12 angebracht.
Das Regelsystem 105 ist hierbei noch nicht aktiviert, da der
Tintenverschluß 106 noch nicht gelöst ist.
Die mit einer Dichtung 130 versehene Verschlußkappe 13 wird
zum Nachfüllen aus der Nachfüllöffnung 12 entfernt, so daß
dann durch die Nachfüllöffnung 12 z. B. mittels
Nachfüllflasche manuell befüllt werden kann.
Fig. 1b zeigt eine hierzu passende Anschlußkappe 14.
Zur längeren Benutzung kann die Verschlußkappe 13 durch eine
mit einer Dichtung 130 und mit einem Schlauchanschluß 140
ausgestattete Anschlußkappe 14 ersetzt werden, wenn eine
kontinuierliche Tintennachfuhr erfolgen soll, z. B. über eine
schlauchförmige Zuleitung 2 aus einem großen Tank.
Wird statt dessen bzw. alternativ eine - wie in
Fig. 1b ersichtliche - Ausgleichskappe 15 eingesetzt, die
ebenfalls eine Dichtung 130 und zudem einen abgestimmten
Ausgleichskörper 16 aufweist, läßt sich der Tintenraum 11
bzw. dessen Tankinhalt i.d.R. störungsfrei leer schreiben.
Zum sicheren Verschluß weisen alle ein- oder aufzusetztenden
Kappen 13, 14, 15 ggf. eine separate Dichtung 130 oder
angeformte Dichtränder auf.
In Fig. 2a ist eine Befüllung über ein Schlauch/Tank-System
ersichtlich und vereinfacht dargestellt.
Aus dem externen Tank 3 wird hierbei über die als Schlauch
ausgebildete Zuleitung 2 in die Tintenpatrone 1'
kontinuierlich Tinte eingebracht. Die Zuleitung 2 ist hierbei
am Schlauchanschluß 140 der Anschlußkappe 14' befestigt, die
ihrerseits am Verschlußansatz 121 am Deckel 101 der
Tintenpatrone 1' lösbar angeordnet ist. An der Frontseite 104
und am Boden 103 des Gehäuses 10' befindet sich auch hier -
je nach Patronenart - ein Druckkopf-Anschluß 4 oder direkt
der Druckkopf selbst.
Die Fig. 2b und 2a zeigen je eine zugehörige
Verschlußkappe 13' und eine Ausgleichskappe 15', die
insgesamt als luftdurchlässiger Ausgleichskörper 16' aus
Kunststoffgranulat oder aus Keramikpulver gesintert und im
Griffbereich mit einem Schutzüberzug versehen ist.
Wenn nun diese Tintenpatrone 1' beispielsweise kurzzeitig mit
einer Testtinte oder mit einer Reinigungsflüssigkeit gefüllt
und betrieben werden soll, wird die Anschlußkappe 14' oder
auch nur die Zuleitung 2 gelöst und die Ausgleichskappe 15'
mit dem Ausgleichskörper 16' alternativ oder zusätzlich
aufgesetzt. Mit dieser Ausstattung kann dann der Testdruck
oder die Düsenreinigung problemlos durchgeführt werden.
Bei längeren Arbeitspausen ist zweckmäßigerweise alternativ
oder wiederum zusätzlich über die Ausgleichskappe, die
Verschlußkappe 13' aufzusetzten, um das Verdunsten oder
Eintrocknen des Inhalts zu verhindern.
Fabrikmäßig vorgefüllte Tintenpatronen weisen zunächst
ebenfalls eine abdichtende Verschlußkappe 13, 13' auf und
verfügen zusätzlich über eine austauschbare Ausgleichskappe
15, 15', 15''. Wenn hierbei der Verschlußansatz 121 bereits
vorab als passender Schlauchanschluß ausgebildet ist, kann
ggf. auf die zusätzliche Verwendung einer Anschlußkappe 14
verzichtet werden.
Andererseits können durch diese Verschlußsystematik auch
hochwertige "Test-Druckköpfe" bzw. Tintenpatronen verwendet
werden, die bereits mit kompletten - und in der Regel teueren -
Düsenköpfen ausgestattet sind. Wenn die hierin enthaltene
"Testtinte" oder das Reinigungsmittel verbraucht ist, muß
lediglich die Ausgleichskappe 15' gegen die Anschlußkappe 14'
getauscht werden - wenn kein anderweitiger Schlauchanschluß
besteht - um z. B. mit der herkömmlichen externen
Tintenversorgung weiter arbeiten zu können.
Die in den Fig. 3a und 3b dargestellte Tintenpatrone 1''
weist einen nachträglich auf das Gehäuse 10'' aufgesetzten
Deckel 101 mit einem, die Nachfüllöffnung 12 nach außen
verlängernden, Verschlußansatz 121 mit Anschlußgewinde 122
und aufgesetzter Ausgleichskappe 15'' auf, in die eine
Dochtfassung 160 mit einem durchgehenden Ausgleichskörper 16''
fest eingesetzt ist.
Am Boden 103 ist hierbei der Druckkopf-Anschluß 4
ersichtlich, über den die Abgabe der hier enthaltenen
Testtinte 111 erfolgt. Der Verschlußansatz 121 kann hierbei
so ausgebildet sein, daß er direkt als Schlauchanschluß
gestaltet ist und dienen kann, wenn der Tintenbehälter 1'' für
den regulären Betrieb weiter verwendet werden soll. Zur
sicheren Verbindung des Ausgleichskörpers 15'' mit der
Tintenpatrone 1'' ist an beiden Teilen jeweils ein
Anschlußgewinde 122 vorgesehen. Alternativ können hier aber
auch Bajonettverschlüsse oder einfachere Steckverbindungen
gewählt werden, wenn dies belastungsmäßig ausreicht.
In einer ersten vorteilhaften Ausführung der vorgeschlagenen
Lösung soll bei einer Ink-Jet-Tintenpatrone mit
Verschlußvorrichtung, für Ink-Jet-Drucker und ähnliche
Schreib-, Druck- oder Zeichen-Anlagen, sowohl die
Tintenpatrone im Drucker, als auch die Verschlußvorrichtung
an der Tintenpatrone lösbar angeordnet sein, wobei die
Tintenpatrone - ggf. auch über ein Schlauchsystem - mit Tinte
aus einem externen Tank gefüllt werden kann. Die
Tintenpatrone weist hierbei mindestens ein Gehäuse, einen
Tintenraum und eine Nachfüll-Öffnung auf und die Nachfüll-
Öffnung ist durch eine Verschlußvorrichtung verschließbar.
Die Verschlußvorrichtung ist vorschlagsgemäß als Set
ausgebildet und besteht aus mindestens zwei verschiedenen
Verschlußelementen, wobei eines abdichtend wirkt und als
Stopfen oder als Verschlußkappe 13, 13' gestaltet ist und ein
weiteres als luftdurchlässiger Körper bzw. als
Ausgleichskappe 15, 15', 15'' ausgebildet sein soll und wobei
beide Verschlußelemente bzw. Kappen 13, 13'; 15, 15', 15''
wahlweise gegeneinander austauschbar gestaltet und an der
Tintenpatrone 1, 1', 1'' oder aneinander anbringbar sind.
Bei einem anderen Kappen-Set besteht die Verschlußvorrichtung
aus drei oder mehr verschiedenen Verschlußelementen, wobei
mindestens eines als Verschlußkappe 13, 13', ein zweites als
Anschlußkappe 14, 14' und ein drittes als Ausgleichskappe 15,
15', 15'' ausgebildet ist und wobei alle drei Elemente bzw.
Kappen 13, 13'; 14, 14'; 15, 15', 15'' wahlweise gegeneinander
austauschbar und/oder aneinander anbringbar gestaltet sind.
Wenn die Ausgleichskappe 15, 15', 15'' ganz oder teilweise
luftdurchlässig ist und als Ausgleichskörper 16' gestaltet
ist oder mindestens einen Ausgleichskörper 16, 16'' aufweist,
läßt sich der Inhalt der Tintenpatrone bei ordnungsgemäßem
Arbeitseinsatz aufbrauchen.
Die Anschlußkappe 14, 14' muß flüssigkeitsdurchlässig sein
und z. B. einen rohr- oder zapfenförmigen Schlauchanschluß 140
aufweisen, damit die Patrone wahlweise bzw. im Dauerbetrieb
auch an zentralen Tintenversorgungen betrieben werden kann.
Damit die zusammengehörenden Verschlußelemente gegeneinander
austauschbar und/oder aneinander koppelbar als Set einsetzbar
sind, sollen die Verschlußkappe 13, 13', die Anschlußkappe
14, 14' und die Ausgleichskappe 15, 15', 15'' gleiche
Anschluß- und Befestigungsmittel aufweisen und bedarfsweise
gegeneinander austauschbar oder aneinander anschließbar sein.
Wenn nicht die Ausgleichskappe 15' insgesamt als
Ausgleichskörper 16' gestaltet ist, soll sie 15, 15''
mindestens einen Ausgleichskörper 16, 16'' aufweisen, der z. B.
als poröser Einsatz ausgebildet und fest in der
Ausgleichskappe 15, 15'' angeordnet ist.
Der Ausgleichskörper 16, 16'' kann vorteilhaft ein Faserdocht
sein, oder auch ein elastischer Schwamm, ein Filzeinsatz oder
ein starrer Einsatz aus Sinterkeramik oder aus gesintertem
Polyethylen oder anderem Kunststoff. Wenn die Ausgleichskappe
15' z. B. aus Sintermaterial gefertigt wurde und insgesamt den
Ausgleichskörper 16' darstellt, kann sie im Griffbereich
flüssigkeitsdicht lackiert oder anderweitig überzogen oder
umhüllt sein.
Als besonders einfache Lösung kann der Ausgleichskörper 16,
16'' ein herkömmlicher gesinterter, extrudierter oder
faseriger Schreibdocht sein, und definierte Dochtstärke
aufweisen, die vorzugsweise 0,05 bis 5,0 mm Durchmesser
beträgt.
Sofern die Luftdurchlässigkeit des Ausgleichskörpers 16, 16',
16'' zu groß ist, kann dieser vorteilhaft mit Schreibmittel
(z. B. durch umdrehen der Tintenpatrone und vollsaugen
lassen), einem Netzmittel oder Tensid, mit Wasser,
organischem Lösungsmittel oder mit einer anderweitigen
inhaltsverträglichen Flüssigkeit, die ggf. den Luftdurchlaß
hemmt, getränkt werden.
Der Tintenraum 11 zur Aufnahme freier Tinte 110 soll
vorteilhafterweise keine weiteren Saug- oder Einsatzteile
aufweisen, damit der jeweilige Inhalt leicht und sauber
verbraucht und gewechselt werden kann.
Dadurch kann der Tintenraum 11 bedarfsweise oder zeitweilig
auch z. B. mit spezieller Testtinte 111 oder mit
Reinigungsflüssigkeit 112 gefüllt werden.
Wenn die jeweilige Verschlußkappe 13, 13', die ggf.
vorhandene Anschlußkappe 14, 14' und die hierzu anschlußmäßig
komplementäre Ausgleichskappe 15, 15', 15'' oder weiter
zusammenwirkende Teile der Tintenpatrone 1, 1', 1'', derart
gestaltet und bemessen sind, daß sie aneinander koppelbar
sind, d. h. daß z. B. die Verschlußkappe 13, 13' wahlweise
direkt am Verschlußansatz 121 der Tintenpatrone 1, 1', 1'',
oder auf einer dort bereits montierten Anschlußkappe 14, 14',
oder auf der - ggf. bereits auf der Anschlußkappe montierten -
Ausgleichskappe 15, 15', 15'' dichtend angebracht werden
kann, dann können alle Teile des zusammengehörenden Sets, z. B.
zum Transport oder zur Lagerung, auch miteinander verbunden
werden. Prinzipiell kann dann das System aber auch mit einer
aufgesetzten Anschlußkappe 14, 14' und einer auf dieser
befestigten Ausgleichskappe 15, 15', 15'' benützt und in
Arbeitspausen mit einer hierauf angebrachten Verschlußkappe
13, 13' abgedichtet und langfristig gelagert werden.
Ein besonderer Vorteil der vorgeschlagenen Lösung besteht
grundsätzlich aber darin, daß eine vom Tank/Schlauch-System
unabhängige Verwendung herkömmlicher Tintenpatronen mit
zugehörigen Druckköpfen problemlos möglich wird, d. h. ohne
größere Modifikationen an diesen vornehmen zu müssen.
Hierdurch entsteht auch eine Minimierung der Kosten, da der
üblicherweise verwendete Druckkopf ein regulärer
Verkaufsartikel ist und somit für Testzwecke oder zur
Reinigung auf einen teueren Druckkopf mit Tintenspeicher
verzichtet werden kann.
Wenn hierbei als Ausgleichskörper 16, 16'' zur Luft-
Regulierung eine herkömmliche, z. B. metallgefaßte
Faserschreiberspitze verwendet wird, liegt damit bereits ein
gut geeigneter Grundkörper vor.
Zur Herstellung einer verwendbaren Ausgleichskappe 15'' muß
lediglich eine normale Verschlußkappe 13, 13' mittig
aufgebohrt und die metallgefaßte Faserschreiberspitze mit
noch zu definierender Stärke fest in die gebohrte Öffnung
eingesetzt werden. Damit wird ein definierter Druckausgleich
möglich, der durch die Wahl des Durchmessers, der Porösität
oder Porendichte und ggf. durch entsprechende Tränkung des
Ausgleichskörpers 16, 16', 16'', nach bedarf modifiziert
werden kann, um das für das gesamte System oder für das
gerade zu verwendende Medium, optimale Tinten-Abgabevolumen
zu erzielen.
1
,
1
',
1
'' Tintenpatrone bzw. Ink-Jet-Tintenpatrone
10
,
10
',
10
'' Gehäuse,
101
Deckel,
102
Rückwand,
103
Boden,
104
Frontseite,
105
Regelsystem,
106
Tintenverschluß,
11
Tintenraum,
110
Tinte,
111
Testtinte,
112
Reinigungsflüssigkeit,
12
Nachfüllöffnung,
121
Verschlußansatz,
122
Anschlußgewinde,
13
,
13
',
13
'' Verschlußkappe,
130
Dichtung,
14
,
14
' Anschlußkappe,
140
Schlauchanschluß
15
,
15
',
15
'' Ausgleichskappe,
16
,
16
',
16
'' Ausgleichskörper,
160
Dochtfassung,
2
Zuleitung,
3
Tank (extern)
Claims (14)
1. Ink-Jet-Tintenpatrone mit Verschlußvorrichtung, für Ink-
Jet-Drucker und ähnliche Schreib-, Druck- oder Zeichen-
Anlagen, wobei sowohl die Tintenpatrone im Drucker, als
auch die Verschlußvorrichtung an der Tintenpatrone
lösbar angeordnet sind, wobei die Tintenpatrone ggf.
manuell oder automatisch mit Tinte aus einem externen
Tank gefüllt werden kann, wobei die Tintenpatrone
mindestens ein Gehäuse, einen Tintenraum und eine
Nachfüll-Öffnung aufweist und wobei die Nachfüll-Öffnung
durch eine Verschlußvorrichtung verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußvorrichtung aus mindestens zwei
verschiedenen Verschlußelementen besteht, wobei eines
abdichtend wirkt und ein Stopfen oder eine
Verschlußkappe (13, 13') ist und ein weiteres als
luftdurchlässiger Körper oder als Ausgleichskappe (15,
15', 15'') ausgebildet ist
und daß die Verschlußelemente bzw. Kappen (13, 13'; 15,
15', 15'') wahlweise gegeneinander austauschbar und/oder
miteinander verbindbar gestaltet und an der
Tintenpatrone und/oder aneinander anbringbar sind.
2. Tintenpatrone nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußvorrichtung aus drei oder mehr
verschiedenen Verschlußelementen besteht, wobei
mindestens eines als Verschlußkappe (13, 13'), ein
zweites als Anschlußkappe (14, 14') und ein drittes als
Ausgleichskappe (15, 15', 15'') ausgebildet ist
und daß alle drei Elemente bzw. Kappen (13, 13'; 14,
14'; 15, 15', 15'') wahlweise gegeneinander austauschbar
und/oder miteinander verbindbar gestaltet und anbringbar
sind.
3. Tintenpatrone nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgleichskappe (15, 15', 15'') ganz oder
teilweise luftdurchlässig ist und als Ausgleichskörper
(16') dient oder einen oder mehrere Ausgleichskörper
(16, 16'') aufweist.
4. Tintenpatrone nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußkappe (14, 14'') flüssigkeitsdurchlässig
ist und einen rohr- oder zapfenförmigen Schlauchanschluß
(140) aufweist.
5. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußkappe (13, 13'), die Anschlußkappe (14,
14') und die Ausgleichskappe (15, 15', 15'') gleiche
Anschluß- und Befestigungsmittel aufweisen und wahlweise
gegeneinander austauschbar und/oder miteinander
verbindbar sind.
6. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Ausgleichskörper (16, 16', 16'') ein
poröser Einsatz ist, der fest in der Ausgleichskappe
(15, 15'') angeordnet ist oder der die Ausgleichskappe
(15') im wesentlichen bildet.
7. Tintenpatrone nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgleichskörper (16, 16'') ein Faserdocht ist.
8. Tintenpatrone nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgleichskörper (16, 16'') ein elastischer
Schwamm, ein Filzeinsatz oder ein starrer Einsatz aus
Sinterkeramik oder aus gesintertem Polyethylen ist.
9. Tintenpatrone nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgleichskörper (16, 16'') ein herkömmlicher
gesinterter, extrudierter oder faseriger Schreibdocht
ist und definierte Dochtstärke aufweist.
10. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dochtstärke des Ausgleichskörpers (16, 16'')
0,05 bis 5,0 mm Durchmesser beträgt.
11. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgleichskörper (16, 16', 16'') mit
Schreibmittel, einem Netzmittel oder Tensid, mit Wasser,
organischem Lösungsmittel oder mit anderer Flüssigkeit,
die ggf. den Luftdurchlaß hemmt, getränkt ist.
12. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tintenraum (11) zur Aufnahme freier Tinte (110)
keine weiteren Saug- oder Einsatzteile aufweist.
13. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tintenraum (11) mit spezieller Testtinte (111)
oder mit Reinigungsflüssigkeit (112) gefüllt ist.
14. Tintenpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Kappen (13, 13'; 14, 14'; 15, 15', 15'') und
deren Verbindungsmittel derart gestaltet und bemessen
sind, daß die Verschlußkappe (13, 13') wahlweise direkt
am Verschlußansatz (121) der Tintenpatrone (1, 1', 1'')
oder auf einer dort bereits montierten Anschlußkappe
(14, 14'') oder auf der Ausgleichskappe (15, 15', 15''),
dichtend angebracht werden kann.
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