DE19828061C1 - Verfahren zur Regelung der Temperatur eines Kühlmöbels und Temperaturregelvorrichtung für ein Kühlmöbel - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Temperatur eines Kühlmöbels und Temperaturregelvorrichtung für ein KühlmöbelInfo
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Abstract
Es ist ein Verfahren zur Regelung der Temperatur eines Kühlmöbels (1) mit einem Kühlfach (3), einem Gefrierfach (2) und einem gemeinsamen Verdampfer (4) eines Kältekreislaufs, und eine entsprechende Temperatur-Regelvorrichtung vorgesehen. In einem ersten Modus (Normalbetrieb) wird der Kompressor (5) des Kältekreislaufs in Abhängigkeit von der Kühlfach-Temperatur (T¶2¶) bei Kühlbedarf EIN-geschaltet und bei fehlendem Kühlbedarf AUS-geschaltet. Der Kompressor (5) wird in einem zweiten Modus für eine vorgegebene Laufzeit zwangsweise EIN-geschaltet, wenn die AUS-Zeit des Kompressors (5) einen Grenzwert überschritten hat. Die zwangsweise EIN-Schaltung wird wiederholt, sooft die AUS-Zeit den Grenzwert überschreitet. Eine Rückkehr zum ersten Modus erfolgt, sobald das Kühlfach (3) Kühlbedarf hat. Die zugehörige Temperatur-Regelvorrichtung weist eine Überwachungsvorrichtung (14) für die Dauer der AUS-Zeit, einen Grenzwertgeber (16) und einen Vergleicher (15) auf, der ein Überschreitungssignal abgibt, wenn die AUS-Zeit den Grenzwert überschreitet. Die Schaltvorrichtung (8) erhält von einem EIN-Zeitgeber (10) ein für eine bestimmte Dauer vorgegebenes EIN-Schaltsignal. Auf diese Weise kann der Kühlbedarf von Gefrierfach (2) und Kühlfach (3) innerhalb eines größeren Bereichs von Umgebungstemperaturen gedeckt werden, wobei darüber hinaus auch eine Frostsicherung des Kühlfachs und eine Abtau-Sicherheit beim Verdampfer vorgesehen werden kann.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Rege
lung der Temperatur eines Kühlmöbels, das ein Kühlfach,
ein Gefrierfach und einen Kältemittelkreislauf mit ei
nem gemeinsamen Verdampfer für Kühlfach und Gefrierfach
sowie einen einzigen, gemeinsamen Kältemittelkompressor
aufweist, wobei der Kältemittelkompressor in Abhängig
keit von der Kühlfachtemperatur bei vorhandenem Kühlbe
darf im Kühlfach eingeschaltet und bei nicht vorhande
nem Kühlbedarf im Kühlfach ausgeschaltet wird, sowie
auf eine Temperaturregelvorrichtung für ein Kühlmöbel,
das ein Kühlfach mit einem Kühlfach-Temperaturfühler,
ein Gefrierfach und einen Kältemittelkreislauf mit ei
nem gemeinsamen Verdampfer für Kühlfach und Gefrierfach
sowie einen gemeinsamen Kältemittelkompressor und eine
temperaturabhängig betätigte Schaltvorrichtung auf
weist, die den Kältemittelkompressor in Abhängigkeit
von der Kühlfachtemperatur bei vorhandenem Kühlbedarf
im Kühlfach einschaltet und bei nicht vorhandenem
Kühlbedarf im Kühlfach ausschaltet.
Kühlmöbel, bei denen das Kühlfach und das Gefrierfach
durch einen gemeinsamen Verdampfer gekühlt werden, sind
in der Regel so ausgelegt, daß unter normalen Betriebs
bedingungen, z. B. bei einer Umgebungstemperatur von
25°C und bei einer mittleren Einstellung der Kühlfach-
Solltemperatur von etwa 5°C, eine Gefrierfach-Soll
temperatur von -18°C erreicht wird. Schwierigkeiten
entstehen, wenn die Umgebungstemperatur relativ zur vom
Benutzer eingestellten Kühlfach-Solltemperatur fällt.
Zwar sinkt der Kühlbedarf des Kühl- und Gefrierfaches
mit fallender Umgebungstemperatur; da aber der Kühlbe
darf des Kühlfaches, im Vergleich zum Kühlbedarf des
Gefrierfaches, schneller fällt, kann es dazu kommen,
daß der Kühlbedarf im Kühlfach gedeckt ist, im Gefrier
fach aber weiterhin Kühlbedarf besteht. Da das Kühlfach
nur einen kleinen Kühlbedarf hat, wird der Kältemittel
kompressor nur selten eingeschaltet. Die Temperatur im
Gefrierfach steigt hierdurch unzulässig an. Im Extrem
fall, wenn die Umgebungstemperatur gleich oder niedri
ger ist als die im Kühlfach eingestellte Solltempera
tur, wird der Kältemittelkompressor überhaupt nicht
mehr eingeschaltet und die Temperatur im Gefrierfach
wird solange gegen 5°C steigen, bis ein erneuter Kühl
bedarf im Kühlfach entsteht. Das bedeutet, daß die Ge
frierfach-Temperatur unzulässig ansteigt und daß die
Gefrierfach-Temperatur vom Kühlbedarf im Kühlfach ab
hängig ist.
Zur Lösung des geschilderten Problems ist es bekannt
(DE 196 48 399 A1), im Kühlfach eine Lampe oder einen
anderen Wärmeerzeuger vorzusehen, durch den der Kühlbe
darf des Kühlfaches künstlich erhöht wird. Dies führt
zwar zu einem früheren Einschalten des Kältemittelkom
pressors, hat aber einen höheren Energiebedarf zur Fol
ge.
Eine steuerungstechnische Lösung ist in US 5 524 444
beschrieben. Hier wird ab Fabrik eine schrankspezifi
sche elektronische Tabelle erstellt, die für eine be
stimmte Kühlfach-Solltemperatur Einschaltzeiten in Ab
hängigkeit von der Umgebungstemperatur enthält. Diese
Tabelle wird durch Tests vom Hersteller ermittelt und
beinhaltet die zu einer bestimmten Umgebungstemperatur
gehörende EIN-Zeit des Kältemittelkompressors. Eine
elektronische Überwachungseinrichtung mißt die EIN-Zeit
des Kältemittelkompressors und errechnet einen Mittel
wert über drei EIN-Perioden. Dieser Mittelwert wird in
die Tabelle eingegeben und liefert Informationen über
die (durch Tests ermittelte) Umgebungstemperatur und
die optimale EIN-Zeit des Kältemittelkompressors zur
Aufrechterhaltung der Gefrierfach-Solltemperatur. Da
die optimalen Einschaltzeiten für das Gefrierfach und
das Kühlfach unterschiedlich sind, wird eine Kompensa
tionsperiode eingeleitet, um die Temperatur im Gefrier
fach zu senken.
Aus US 5 535 597 ist es bekannt, einen Kältemittel
kompressor eines Kältekreislaufs zwangsweise für vorge
gebene Zeiten einzuschalten, wenn ein Temperaturfühler
defekt ist.
Aus der DE 197 18 609 A1 sind ein Verfahren und eine
Vorrichtung mit den gattungsbildenden Merkmalen der An
sprüche 1 und 4 bekannt, wobei anhand der in dieser
Druckschrift definierten, relativen Kältemittelkompres
sor-Einschaltdauer ED [= Einschaltdauer/(Einschaltzeit
+ Ausschaltzeit)] die tatsächliche Kältemittelkompres
sor-Laufzeit über Tabelle(n) vorgegeben wird.
Aus der DE 196 13 859 A1 ist ein Kühl- und/oder Ge
friergerät bekannt, bei dem ein Zeitglied eine tempera
turgesteuerte Kältemittelkompressor-Einschaltung solan
ge verhindert, bis der Verdampfer abgetaut ist, wobei
ein Korrekturglied das Zeitglied bei Kühlguteinlagerung
übersteuert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Temperaturregelvorrichtung für den Betrieb ei
nes Kühlmöbels mit einem Kühl- und Gefrierfach sowie
einem gemeinsamen Verdampfer und Kältemittelkompressor
anzugeben, bei denen für einen größeren Bereich von Um
gebungstemperaturen der Kühlbedarf sowohl des Gefrier
fachs als auch des Kühlfachs auf einfache Weise abge
deckt wird.
Verfahrensmäßig wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß trotz fehlenden Kühlbedarfs im
Kühlfach der Kältemittelkompressor zwangsweise immer
dann eingeschaltet wird, wenn die Ausschaltzeit des
Kältemittelkompressors einen vorgegebenen Ausschaltdau
er-Grenzwert überschritten hat, und daß der Kältemit
telkompressor nachfolgend solange eingeschaltet bleibt,
bis die Einschaltzeit des Kältemittelkompressors einen
vorgegebenen Einschaltdauer-Grenzwert überschritten
hat.
Bei diesem Vorgehen wird die Ausschaltdauer zur Fest
stellung eines Kühlbedarfs im Gefrierfach ausgenutzt
und dementsprechend der Kältemittelkompressor einmal
oder mehrmals für eine vorgegebene Laufzeit eingeschal
tet. Überraschenderweise läßt sich mit dieser Maßnahme
der Kühlbedarf des Gefrierfaches unabhängig von den Um
gebungstemperaturen auf einfache Weise decken.
Günstig ist es, daß der Kältemittelkompressor vor Ab
lauf des Einschaltdauer-Grenzwertes dann ausgeschaltet
wird, wenn die Kühlfachtemperatur eine geringfügig
oberhalb des Gefrierpunktes liegende Sicherheitstempe
ratur unterschreitet. Auf diese Weise wird zuverlässig
dafür gesorgt, daß das Kühlfach frostfrei bleibt und
die darin lagernde Ware nicht geschädigt wird.
Des weiteren empfiehlt es sich, daß der Ausschaltdauer-
Grenzwert hinreichend groß gewählt ist, daß unter Nor
malbedingungen der Verdampfer abgetaut ist. Der Ver
dampfer wird daher vollständig enteist. Dies kann da
durch erreicht werden, daß der Grenzwert empirisch er
mittelt und fest eingespeichert wird.
Vorrichtungsmäßig wird die gestellte Aufgabe erfin
dungsgemäß dadurch gelöst, daß eine die Laufzeit des
Kältemittelkompressors überwachende Überwachungsvor
richtung sowie ein Vergleicher vorgesehen ist, der die
Ausschaltzeit des Kältemittelkompressors mit einem vor
gegebenen Ausschaltdauer-Grenzwert vergleicht und bei
dessen Überschreitung ein Überschreitungssignal an die
Schaltvorrichtung abgibt, und daß die Schaltvorrichtung
beim Erhalt des Überschreitungssignals trotz fehlenden
Kühlbedarfs im Kühlfach den Kältemittelkompressor so
lange einschaltet, bis ein vorgegebener Einschaltdauer-
Grenzwert erreicht ist. Auf diese Weise ergibt sich ei
ne verhältnismäßig einfache Vorrichtung, mit der das
erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann.
Des weiteren empfiehlt sich eine auf den Einschaltdau
er-Grenzwert wirkende erste Steuervorrichtung, die die
sen Einschaltdauer-Grenzwert so weit verkleinert, daß
die Kühlfachtemperatur unter Normalbedingungen nur bis
zu einer geringfügig oberhalb des Gefrierpunktes lie
genden Sicherheitstemperatur absinkt. Auf diese Weise
kann der Kältemittelkompressor abgeschaltet werden,
wenn Frostgefahr im Kühlfach besteht.
Günstig sind auch eine auf den Ausschaltdauer-Grenzwert
wirkende zweite Steuerungsvorrichtung, die diesen Aus
schaltdauer-Grenzwert so weit verkleinert, daß die Ver
dampfertemperatur unter Normalbedingungen bis oberhalb
des Gefrierpunktes ansteigt. Hierdurch wird wiederum
eine sichere Enteisung des Verdampfers ohne einen uner
wünschten Temperaturanstieg im Kühlfach und im Gefrier
fach erreicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbei
spiels näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfin
dungsgemäßen Temperaturregelvorrichtung und
Fig. 2 in einem Diagramm den Verlauf der Umge
bungstemperatur, der Verdampfertemperatur,
der Kühlfachtemperatur und der Gefrier
fachtemperatur.
In Fig. 1 ist ein Kühlmöbel 1 mit einem Gefrierfach 2
und einem Kühlfach 3 veranschaulicht. Ein gemeinsamer
Verdampfer 4 ist derart ausbalanciert in beiden Fächern
angeordnet, daß der Kühlbedarf sowohl des Gefrierfaches
2 als auch des Kühlfaches 3 annähernd gedeckt wird. Der
Verdampfer 4 ist Teil eines auch einen Kältemittelkom
pressor 5 aufweisenden, im übrigen aber nicht veran
schaulichten Kältemittelkreislaufs. Im Kühlfach 3 befinden
sich noch ein Kühlfach-Temperaturfühler 6 und ein Ver
dampfer-Temperaturfühler 7.
Der Kältemittelkompressor 5 wird durch eine Schaltvor
richtung 8 ein- und ausgeschaltet, die einen ersten
Eingang 9 für einen ersten Modus und einen zweiten Ein
gang 10 für einen zweiten Modus aufweist.
Im ersten Modus ist ein Temperaturregler 11 wirksam,
beispielsweise in der Form eines eine Zweipunktregelung
bewirkenden Thermostaten, dem über eine Einstellvor
richtung 12 der gewünschte Sollwert der Kühlfachtempe
ratur und vom Kühlfach-Temperaturfühler 6 über den Ein
gang 13 der Istwert zugeführt wird. Überschreitet der
Istwert eine Obergrenze des Sollwerts, wird der Kälte
mittelkompressor 5 eingeschaltet. Unterschreitet der
Istwert eine Untergrenze des Sollwerts, wird der Kälte
mittelkompressor 5 ausgeschaltet. Auch der Verdampfer-
Temperaturfühler 7 ist mit dem Temperaturregler 11 ver
bunden, um eine Enteisung des Verdampfers in diesem Mo
dus sicherzustellen.
In einem zweiten Modus ist vorgesehen, daß eine Überwa
chungsvorrichtung 14 die Ausschaltdauer des Kompressors
5 seit dem letzten Ausschalten des Kältemittelkompres
sors 5 feststellt. Ein Vergleicher 15 vergleicht diese
Ausschaltdauer mit einem Grenzwert, der von einem
Grenzwertgeber 16 vorgegeben wird und beispielsweise
durch eine Einstellvorrichtung 17 einstellbar ist. Wenn
der Grenzwert überschritten wird, ergibt sich am Aus
gang 18 des Vergleichers 15 ein Überschreitungssignal,
das einen Einschaltdauergeber 19 veranlaßt, ein Ein
schaltsignal, dessen Dauer durch eine Einstellvorrich
tung 20 vorgegeben werden kann, über den Eingang 10 an
die Schaltvorrichtung 8 abzugeben. Der Kältemittelkom
pressor 5 läuft daher während der vorgegebenen Ein
schaltdauer.
Die optimalen Werte des durch die Einstellvorrichtung
17 vorgegebenen Grenzwerts und der durch die Einstell
vorrichtung 20 vorgegebenen Laufzeit können empirisch
ermittelt und so gewählt werden, daß eine größtmögliche
Kühlung im Gefrierfach 2 erzielt wird, ohne daß Frost
im Kühlfach 3 entsteht, und eine vollständige Enteisung
des Verdampfers 4 sichergestellt ist. Typische Werte
für den Grenzwert der Ausschaltdauer liegen bei 1 bis 2
Stunden und für die Einschaltdauer bei 10 bis 20 Minu
ten.
Dem Grenzwertgeber 16 ist eine Steuerungsvorrichtung 21
zugeordnet, die über ihren Ausgang 22 ein ENDE-Signal
abgibt, wenn der Verdampfer-Temperaturfühler 7 einen
Wert T4 kurz oberhalb des Gefrierpunkts mißt, der Ver
dampfer 4 also vollständig enteist ist. Das ENDE-Signal
unterbricht den Vergleichsvorgang und löst unverzüglich
das Überschreitungssignal am Ausgang 18 des Verglei
chers 15 aus. Der Kältemittelkompressor 5 beginnt daher
sofort zu laufen.
Eine weitere Steuerungsvorrichtung 23 ist dem Ein
schaltdauergeber 19 zugeordnet. Sie spricht an und gibt
an ihrem Ausgang 24 ein ENDE-Signal ab, das die vom
Einschaltdauergeber 19 vorgegebene Einschaltdauer been
det, wenn der Kühlfach-Temperaturfühler 6 einen Sicher
heitswert TS unterschreitet, der geringfügig über dem
Gefrierpunkt liegt. Hierdurch ist sichergestellt, daß
das Kühlfach frostfrei bleibt und die Temperatur im Ge
frierfach nicht unter -18°C sinkt.
In Fig. 2 ist die Betriebsweise der Temperaturregelvor
richtung der Fig. 1 im zweiten Modus veranschaulicht.
Es handelt sich um einen Test, bei dem eine Umgebungs
temperatur Ta von 5°C künstlich aufrechterhalten wurde.
Ferner sind die Gefrierfach-Temperatur T2, die Kühl
fachtemperatur T3 und die Verdampfer-Temperatur T4 an
gegeben. Ferner sind schraffiert die Laufzeit oder be
grenzte Einschaltdauer t1 des Kältemittelkompressors 5
und der Grenzwert t2 der Ausschaltdauer des Kältemit
telkompressors eingezeichnet.
Man erkennt, daß der Kältemittelkompressor 5 zum Zeit
punkt A eingeschaltet wird, wenn die Ausschaltdauer den
Grenzwert t2 überschritten wird. Der Kältemittelkom
pressor ist dann während einer fest vorgegebenen Lauf
zeit t1 in Betrieb und wird zum Zeitpunkt B wieder aus
geschaltet. Die Verdampfertemperatur T4 sinkt dement
sprechend mit einer gewissen Zeitverzögerung und nimmt
nach dem Abschalten des Kältemittelkompressors 5 wieder
allmählich zu. Die Kühlfachtemperatur T3 erfährt nur
eine geringfügige Schwankung oberhalb des Gefrierpunk
tes bei 0°C. Die Gefrierfach-Temperatur T2, die ent
sprechend der langen Stillstandszeit auf etwa -7°C an
gestiegen war, sinkt bis auf -18°C und steigt dann wie
der kontinuierlich an. Der Grenzwert t2 ist so bemes
sen, daß die Verdampfertemperatur T4 zum Zeitpunkt A
einen Wert Tt hat, der über dem Gefrierpunkt (0°C)
liegt, der Verdampfer 4 also vollständig enteist ist.
Mit Hilfe der Steuerungsvorrichtung 21 kann die Ver
dampfertemperatur T4 auch benutzt werden, um den Grenz
wert t2 zu verkürzen und damit ein zu starkes Ansteigen
der Verdampfertemperatur T4 zu verhindern. Sollte näm
lich die Kühlfach-Temperatur T3 unter einen Sicher
heitswert TS, der nur bis etwa 1°C über dem Gefrier
punkt zu liegen braucht, sinken, so daß Frostgefahr be
steht, kann dies mit Hilfe des Kühlfach-Temperatur
fühlers 6 festgestellt und über die Steuerungsvorrich
tung 21 zum Ausschalten oder Nichteinschalten des Käl
temittelkompressors benutzt werden. Durch die gleich
zeitige Überwachung von Kühlfachtemperatur T3 und Ver
dampfertemperatur T4 gelingt es mit hoher Genauigkeit,
die Gefrierfach-Temperatur T2 im gewünschten Bereich zu
halten, die Kühlfachtemperatur T3 nicht unter den Ge
frierpunkt sinken zu lassen und ein regelmäßiges Abtau
en des Verdampfers zu erzielen.
Wie Fig. 2 zeigt, können sich die Arbeitsschritte im
zweiten Modus mehrfach wiederholen und auf diese Weise
die gewünschten Temperaturen im Kühlfach und Gefrier
fach aufrechterhalten werden.
Die Laufzeit t1, die über die Einstellvorrichtung 20
fest eingegeben wird, kann auch variabel sein, bei
spielsweise in Abhängigkeit von der Kühlfach-Tempera
tur, die ohnehin kontinuierlich gemessen wird, verkürzt
werden. Auch der Grenzwert t2 der Ausschaltdauer, der
durch die Einstellvorrichtung 17 fest vorgegeben wird,
kann variabel sein, beispielsweise durch die Abhängig
keit von der Verdampfertemperatur T4 verkürzt werden.
Kühlfach und Gefrierfach können auch jeweils aus mehre
ren Teilen bestehen. Hierbei können die Teilkühlfächer
auch jeweils einen eigenen Temperaturfühler besitzen.
Claims (6)
1. Verfahren zur Regelung der Temperatur eines Kühlmö
bels, das ein Kühlfach, ein Gefrierfach und einen
Kältemittelkreislauf mit einem gemeinsamen Verdamp
fer für Kühlfach und Gefrierfach sowie einen einzi
gen, gemeinsamen Kältemittelkompressor aufweist,
wobei der Kältemittelkompressor in Abhängigkeit von
der Kühlfachtemperatur bei vorhandenem Kühlbedarf
im Kühlfach eingeschaltet und bei nicht vorhandenem
Kühlbedarf im Kühlfach ausgeschaltet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß trotz fehlenden Kühlbedarfs im
Kühlfach der Kältemittelkompressor zwangsweise im
mer dann eingeschaltet wird, wenn die Ausschaltzeit
des Kältemittelkompressors einen vorgegebenen Aus
schaltdauer-Grenzwert (t2) überschritten hat, und
daß der Kältemittelkompressor nachfolgend solange
eingeschaltet bleibt, bis die Einschaltzeit des
Kältemittelkompressors einen vorgegebenen Ein
schaltdauer-Grenzwert (t1) überschritten hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kältemittelkompressor vor Ablauf des Ein
schaltdauer-Grenzwertes (t1) dann ausgeschaltet
wird, wenn die Kühlfachtemperatur (T3) eine gering
fügig oberhalb des Gefrierpunktes liegende Sicher
heitstemperatur (TS) unterschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ausschaltdauer-Grenzwert (t2)
hinreichend groß gewählt ist, daß unter Normalbe
dingungen der Verdampfer abgetaut
ist.
4. Temperaturregelvorrichtung für ein Kühlmöbel, das
ein Kühlfach mit einem Kühlfach-Temperaturfühler,
ein Gefrierfach und einen Kältemittelkreislauf mit
einem gemeinsamen Verdampfer für Kühlfach und Ge
frierfach sowie einen gemeinsamen Kältemittelkom
pressor und eine temperaturabhängig betätigte
Schaltvorrichtung (8) aufweist, die den Kältemit
telkompressor in Abhängigkeit von der Kühlfachtem
peratur bei vorhandenem Kühlbedarf im Kühlfach
einschaltet und bei nicht vorhandenem Kühlbedarf im
Kühlfach ausschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß
eine die Laufzeit des Kältemittelkompressors (5)
überwachende Überwachungsvorrichtung (14) sowie ein
Vergleicher (15) vorgesehen ist, der die Ausschalt
zeit des Kältemittelkompressors mit einem vorgege
benen Ausschaltdauer-Grenzwert (t2) vergleicht und
bei dessen Überschreitung ein Überschreitungssignal
an die Schaltvorrichtung (8) abgibt, und daß die
Schaltvorrichtung (8) beim Erhalt des Überschrei
tungssignals trotz fehlenden Kühlbedarfs im Kühl
fach den Kältemittelkompressor (5) solange ein
schaltet, bis ein vorgegebener Einschaltdauer-
Grenzwert (t1) erreicht ist.
5. Temperaturregelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine auf den Einschaltdauer-
Grenzwert (t1) wirkende erste Steuervorrichtung
(23) vorgesehen ist, die diesen Einschaltdauer-
Grenzwert (t1) so weit verkleinert, daß die Kühl
fachtemperatur unter Normalbedingungen nur bis zu
einer geringfügig oberhalb des Gefrierpunktes lie
genden Sicherheitstemperatur (TS) absinkt.
6. Temperaturregelvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß eine auf den Ausschalt
dauer-Grenzwert (t2) wirkende zweite Steuerungsvor
richtung (21) vorgesehen ist, die diesen Ausschalt
dauer-Grenzwert (t2) so weit verkleinert, daß die
Verdampfertemperatur (T4) unter Normalbedingungen
bis oberhalb des Gefrierpunktes ansteigt.
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