DE19827259A1 - Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher - Google Patents
Energieversorgungsanlage mit SchwungradspeicherInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher, die einen Synchrongenerator (2), ein Schwungrad (4) und einen drehzahlveränderbaren Antrieb (6) mit einem Tachogenerator (44) aufweist. Erfindungsgemäß ist der Ständer (14) des Synchrongenerators (2) drehbar gelagert und mit einem Getriebe (8) versehen, ist jede Wicklung der mehrphasigen Wicklung (22) des Ständers (14) mittels eines Schleifringes (26) und einer Bürste (28) mit einem Klemmenanschluß (30) elektrisch leitend verbunden, ist der drehzahlveränderbare Antrieb (6) mit dem Getriebe (8) verbunden und ist der Läufer (12) mit einem weiteren Tachogenerator (46) versehen. Somit erhält man eine Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher, wobei kein Gleichstromzwischenkreisumrichter mit Anpaßtransformator mehr zwischen Generator (2) und Netz (24) benötigt wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Energieversorgungsanlage
mit Schwungradspeicher gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
In dem Aufsatz "Stromversorgungs-Anlagen mit Schwungrad-
Speicher für die Nachrichtentechnik", abgedruckt in der
DE-Zeitschrift "etz-B", Band 8, Heft 3, Seiten 85 bis 88, werden
verschiedene Ausführungsformen einer Energieversorgungsanlage
mit Schwungrad vorgestellt. Diese Energieversorgungsanlagen
mit Schwungradspeicher teilen sich in zwei Gruppen, nämlich
in Anlagen mit Motor-Generator und Anlagen mit Umkehrmaschi
ne, auf.
Bei einer Stromversorgungsanlage mit Schwungradspeicher und
Motor-Generator bezieht der Motor im normalen Netzbetrieb aus
einem Drehstromnetz seine Leistung und treibt das Schwungrad
samt dem Generator an. Außerdem weist diese Stromversorgungs
anlage einen Regler, bestehend aus Drehtransformator und Öl
druckregler, auf. Als Motor und Generator werden jeweils
Asynchronmaschinen in der Ausführungsform als Kurzschluß
läufer verwendet. Da Asynchrongeneratoren Blindstrom aufneh
men, muß eine Kondensatorbatterie für die Erregung parallel
geschaltet werden. Die Ausgangsspannung der Stromversorgungs
anlage wird abgegriffen und dem Meßwerk des Öldruckreglers
zugeführt, der den Drehtransformator verstellt, bis die Aus
gangsspannung der Nennspannung entspricht. Spannungs- und
Stromeinrichtungen gestalten die Überwachung der abgegebenen
Energie.
Fällt die Netzspannung aus, so wird der Schwungradsatz die
Spannung eine kleinere Zeit aufrechterhalten. Wie lange der
Schwungradsatz dazu in der Lage ist, hängt vom Regelbereich
des Drehtransformators und der Bemessung der Kondensatoren
ab. Mit sinkender Drehzahl steigt der Blindstrombedarf so an,
daß er durch die Kondensatoren nicht mehr gedeckt werden
kann; die abgegebene Spannung bricht schnell zusammen.
Bei einer Stromversorgungsanlage mit Schwungradspeicher in
der Ausführungsform mit Umkehrmaschine besteht das Schwung
rad-Aggregat aus einem Schwungrad und einer Asynchronmaschi
ne. Auch diese Anlage weist eine Kondensatorbatterie und ei
nen Regler, bestehend aus Drehtransformator und Öldruckreg
ler, auf. Bei Spannungsausfall arbeitet der Asynchronmotor
als Generator und erhält seine Erregung von der Kondensator
batterie und versucht, die Spannung im Ortsnetz aufrechtzuer
halten.
Gegenüber der Anlage mit Motor-Generator ist bei der Umkehr
maschine der Wirkungsgrad der Gesamtanlage höher, weil die
Verbraucherenergie unmittelbar dem Netz entnommen wird und
der Antriebsmotor lediglich seine Leerlaufverluste und den
Energieverlust des leerlaufenden Schwungrads zu decken hat.
Bei diesem System muß die Verbraucherspannung, die unmittel
bar aus dem Netz bezogen wird, geregelt werden. Aus diesem
Grund ist der Drehtransformator in die Verbraucherleitung ge
schaltet und legt beim Generatorbetrieb die Kondensatorbatte
rie ungeregelt elektrisch parallel zum Generator. Da jede Re
gelung mehr oder weniger träge arbeitet, ist es nicht zu ver
meiden, daß Spannungsstöße aus dem Netz zu den Verbrauchern
gelangen. Auch der Übergang vom Netz- zum Generatorbetrieb
und umgekehrt bei Spannungsausfall oder -wiederkehr geht
nicht ganz stoßfrei vor sich, weil ja jeweils zwei verschie
dene Netze, die nicht nur verschiedene Spannungen haben, son
dern auch in der Frequenz und in der Phasenlage ganz erheb
lich abweichen können, zusammenzuschalten sind. Die Aus
gleichsströme verursachen Spannungsänderungen, die wegen der
Trägheit der Regeleinrichtung in jedem Falle zu den Verbrau
chern gelangen.
Aus der DE 39 19 421 A1 ist eine Generatorsteuerungsvorrich
tung zur Steuerung des Antriebs eines Motor-Generators einer
Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher bekannt. Die
se Generatorsteuerungsvorrichtung ist mit einer Thyristor-
Steuereinrichtung versehen. Diese Thyristor-Steuereinrichtung
weist einen Transformator, einen netzseitigen Thyristorstrom
richter, eine Gleichstrom-Reaktanzspule, einen maschinensei
tigen Thyristorstromrichter und eine Wechselstrom-Reaktanz
spule auf. Diese beiden Stromrichter sind umgekehrt parallel
zueinander angeordnet. Wenn der Motor-Generator anläuft, wird
die Drehzahl des Motor-Generators durch einen von dem Ener
gieversorgungssystem über die Thyristor-Steuereinrichtung zu
geführten Strom auf die Nenn-Drehzahl erhöht. Somit erfolgt
die Energie zuvor aus dem elektrischen Energieversorgungssy
stem zum Motor-Generator. Um die im Schwungrad gespeicherte
Energie an das elektrische Energieversorgungsnetz zurückzu
führen, wird der Motor-Generator einem Bremsvorgang ausge
setzt. Dazu werden die beiden Stromrichter derart gesteuert,
daß die Kathodenseite des netzseitigen Stromrichters und die
Anodenseite des maschinenseitigen Stromrichters ein negatives
Potential aufweisen und das Potential an der Kathodenseite
des maschinenseitigen Stromrichters geringfügig höher einge
stellt wird als das Potential an der Anodenseite des netzsei
tigen Stromrichters.
Aus der DE 25 46 777 A1 ist eine Energieversorgungsanlage mit
Schwungradspeicher zur Abdeckung von seitlich auftretenden
Leistungsspitzen in Netzen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1
bekannt. Diese Energieversorgungsanlage weist einen Synchron
generator, einen Umrichter, ein Schwungrad, einen fremderreg
ten Motor und einen Transformator auf. Der Umrichter weist
einen netzgeführten Stromrichter, einen Gleichstromzwischen
kreis und einen statischen Gleichrichter auf. Dieser Gleich
stromzwischenkreis-Umrichter ist mit seinem netzseitigen
Stromrichter mittels des Transformators an ein Netz ange
schlossen, wobei der statische Gleichrichter wechselspan
nungsseitig mit dem Synchrongenerator verknüpft ist. Das
Schwungrad ist auf einer Welle mit dem Synchrongenerator und
einem fremderregten Gleichstrommotor als Anwurfmotor angeord
net. Der Gleichstromzwischenkreis-Umrichter weist eine Ein
richtung auf, mit der wahlweise der Motor aus dem Netz oder
die im Schwungrad gespeicherte Energie mittels des Synchron
generators ins Netz gespeist werden können. Der Synchrongene
rator speist somit mittels des statischen Gleichrichters den
Gleichstromzwischenkreis. Der netzgeführte Stromrichter, der
als Wechselrichter betrieben wird, verbindet den Gleichstrom
zwischenkreis mit dem frequenzstarren Netz. Zur Anpassung der
Ausgangsspannung des netzseitigen Stromrichters an die Netz
spannung dient der Transformator.
Eine Regeleinrichtung des Synchrongenerators sorgt während
einer Speisephase dafür, daß der Synchrongenerator eine kon
stante Leistung abgibt. Während der Speisephase wird der
netzseitige Stromrichter mit einem konstanten Steuerwinkel
betrieben. Das heißt, die Spannung im Zwischenkreis wird auf
einen konstanten Wert eingestellt. Außerdem sorgt die Rege
leinrichtung dafür, daß in der Ladephase der fremderregte Mo
tor das Schwungrad mit konstantem Drehmoment entsprechend dem
Nennwert beschleunigt. Ist die Enddrehzahl erreicht, so wird
mittels dieser Regeleinrichtung die Drehzahl des Schwungrads
konstant gehalten. Das heißt, im Gleichstromzwischenkreis-
Umrichter fließt ein wesentlich kleinerer Gleichstrom als bei
der Beschleunigung des Schwungrades. Dieser Wert wird von den
Verlusten der Speichereinheit im stationären Lauf bei n Dreh
zahl festgelegt. Soll nun die im Schwungrad gespeicherte
Energie ins Netz zurückgespeist werden, muß der Gleichstrom
zwischenkreis geschlossen werden, wobei die verwendeten Um
schalter stromlos geschaltet werden. Deshalb muß nun die Re
geleinrichtung den netzseitigen Stromrichter in die Wechsel
richterendlage steuern.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, diese bekannte
Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher derart weiter
zu gestalten, daß ein Gleichstromzwischenkreis-Umrichter mit
Anpaßtransformator zwischen Generator und Netz nicht mehr be
nötigt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den kennzeich
nenden Merkmalen des Anspruchs l.
Dadurch, daß der drehzahlveränderbare Antrieb mittels eines
Getriebes den drehbar gelagerten Ständer des Synchrongenera
tors auf eine synchrone Drehzahl regelt und daß die Wicklun
gen der mehrphasigen Wicklung des Ständers des Synchrongene
rators jeweils mittels eines Schleifringes und einer Bürste
mit einem Klemmenanschluß des Synchrongenerators elektrisch
leitend verbunden ist, wird kein Gleichstromzwischenkreis-
Umrichter mit Anpaßtransformator zwischen Generator und Netz
mehr benötigt. Mittels des drehzahlveränderbaren Antriebs mit
nachgeschaltetem Getriebe wird der Ständer des Synchrongene
rators so lange beschleunigt, bis der Ständerdrehzahl-Istwert
gleich einer synchronen Drehzahl ist. Die im Ständer indu
zierte Polradspannung weist bei Ständerdrehzahl-Istwert
gleich synchroner Drehzahl eine Frequenz und einen Betrag
auf, der gleich der Netzfrequenz und die gleich dem Wert der
Netzspannung sind. Bei diesem Synchronismus werden die Klem
menanschlüsse des Synchrongenerators mit den Phasenleitungen
eines Netzes verbunden, wobei am Sollwert-Eingang der Lei
stungs-Regeleinrichtung ein Leistungs-Sollwert gleich Null
ansteht. Dadurch ist sichergestellt, daß der Synchrongenera
tor stoßfrei ans Netz geschaltet wird.
An diesen Synchronisiervorgang schließt sich ein Ladebetrieb
an. Während dieses Ladebetriebes wird das Schwungrad auf eine
gewünschte Drehzahl geregelt, wobei gleichzeitig die Ständer
drehzahl so reduziert wird, daß der Synchrongenerator aus
Sicht des Netzes im synchronen Betrieb bleibt. Hat das
Schwungrad die gewünschte Drehzahl erreicht, liefert die Läu
ferdrehzahl-Regeleinrichtung einen Leistungs-Sollwert, mit
dem die Reibungsverluste des Schwungrades und des Läufers des
Synchrongenerators gedeckt werden. Ist die gewünschte Dreh
zahl des Schwungrades gleich der synchronen Drehzahl, so
dreht sich der Ständer mit einer kleinen Drehzahl derart, daß
der Lastwinkel so eingestellt wird, daß der Synchrongenerator
motorisch so viel Leistung aus dem Netz aufnimmt, daß die
Reibungsverluste gedeckt werden können.
Soll nun der Synchrongenerator die im Schwungrad gespeicherte
Energie ins Netz speisen, so steht am Sollwert-Eingang des
Leistungsreglers der Regeleinrichtung ein negativer Sollwert
an. Dadurch wird der drehzahlveränderbare Antrieb so ge
steuert, daß eine positive Lastwinkelveränderung sich ein
stellt, wodurch eine Leistung ans Netz abgegeben wird. Mit
Abgabe der im Schwungrad gespeicherten Leistung vermindert
sich die Läuferdrehzahl. Damit der Synchrongenerator aus
Sicht des Netzes im synchronen Betrieb bleibt, wird propor
tional zur Abnahme der Läuferdrehzahl die Ständerdrehzahl
derart erhöht, daß der positive Lastwinkel entsprechend einer
konstanten Leistungsabgabe konstant gehalten wird. Theore
tisch könnte die gesamte im Schwungrad gespeicherte Energie
in ein Netz gespeist werden. In diesem Fall wäre die Läufer
drehzahl gleich Null und die Ständerdrehzahl wie im Synchro
nismus, gleich der synchronen Drehzahl, wogegen anstelle des
Leerlaufbetriebs nun ein Lastbetrieb vorliegt.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Synchrongenera
tors und des erfindungsgemäßen Betriebes des drehzahlverän
derbaren Antriebs erhält man eine einfachere Energieversor
gungsanlage mit Schwungrad, die einen größeren Regelbereich
aufweist und preiswerter ist als die Energieversorgungsanlage
gemäß Oberbegriff des Anspruchs l.
Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Energieversorgungsanlage
sind den abhängigen Ansprüchen 2 bis 6 zu entnehmen.
Zur weiteren Erläuterung wird auf die Zeichnung Bezug genom
men, in der ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Energieversorgungsanlage mit Schwungrad schematisch veran
schaulicht ist.
Fig. 1 zeigt den mechanischen Aufbau der Energieversor
gungsanlage mit Schwungrad gemäß der Erfindung, in
Fig. 2 ist ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Ener
gieversorgungsanlage nach Fig. 1 dargestellt, in der
Fig. 3 ist ein Zeigerbild im stationären Starterbetrieb
des Synchrongenerators dargestellt, wobei die
Fig. 4 ein Zeigerbild im stationären Generatorbetrieb des
Synchrongenerators zeigt.
Die Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher gemäß der
Fig. 1 weist einen Synchrongenerator 2, ein Schwungrad 4, ei
nen drehzahlveränderbaren Antrieb 6 und ein Getriebe 8 auf.
Das Schwungrad 4 ist auf eine Welle 10 mit dem Läufer 12 des
Synchrongenerators 2 angeordnet. Der Ständer 14 des Synchron
generators 2 ist drehbar gelagert. Das Getriebe 8, insbeson
dere ein Schneckengetriebe, besteht aus einem abtriebsseiti
gen Zahnrad 16 und einem antriebsseitigen Zahnrad 18. Das ab
triebsseitige Zahnrad 16 umschließt den Ständer 14 des Syn
chrongenerators 2 und ist mit dessen Mantelfläche kraft
schlüssig verbunden. Das antriebsseitige Zahnrad 18 ist mit
einem niederpoligen Asynchronmotor 20 des drehzahlveränderba
ren Antriebs 6 kraftschlüssig verbunden. Der Vorteil des
Schneckengetriebes liegt darin, daß es sich nicht dreht, wenn
der drehzahlveränderbare Antrieb steht, obwohl auf das ab
triebsseitige Zahnrad 16 bei drehendem Läufer 12 ein entspre
chendes Gegenmoment einwirkt. Damit die Wicklungen der mehr
phasigen Wicklung 22 des drehbaren Ständer 14 des Synchronge
nerators 2 an Phasenleitungen eines Netzes 24 angeschlossen
werden können, ist jede Wicklung mittels eines Schleifringes
26 und einer Bürste 28 mit einem Klemmenanschluß 30 des Syn
chrongenerators elektrisch leitend verbunden. Eine derartige
Synchronmaschine ist aus der nationalen älteren Patentanmel
dung mit dem Aktenzeichen 197 52 940.2 bekannt.
Die Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher. Bei dieser
Darstellung wurde das Schwungrad 4 und der niederpolige Asyn
chronmotor 20 des drehzahlveränderbaren Antriebs 6 aus Über
sichtlichkeitsgründen nicht dargestellt. Der drehzahlverän
derbare Antrieb 6 weist neben diesem Asynchronmotor 20 auch
noch als Stellglied einen Spannungszwischenkreis-Umrichter 32
auf. Dieser Umrichter 32 weist einen ungesteuerten netzseiti
gen Stromrichter 34, einen Spannungszwischenkreis 36 und ei
nen lastseitigen Pulsstromrichter 38 auf. Ein derartiger Um
richter 32 mit nachgeschaltetem Asynchronmotor 20 ist aus der
Antriebstechnik bekannt. Dieser Umrichter 32 ist mit seinem
netzseitigen Stromrichter 34 mittels eines Lastschalters 40
mit dem Netz 24 verbunden, das außerdem mittels eines zweiten
Lastschalters 42 mit den Klemmenanschlüssen 30 des Synchron
generators 2 elektrisch leitend verbindbar ist. Der drehzahl
veränderbare Antrieb 6 und der Läufer 12 des Synchrongenera
tors 2 sind jeweils mit einem Tachogenerator 44 und 46 ver
bunden, an deren Ausgänge ein Ständer- und Läuferdrehzahl-
Istwert ns und nr anstehen. Ständerseitig weist der Synchron
generator 2 eine Spannungs- und Strommeßwerterfassung 48 und
50 auf, mit denen die Ständerspannung u1R,S,T und die Ständer
ströme i1R,S,T gemessen werden. Für die Messung der Netz-
Phasenspannungen uNR,S,T ist im Netz 24 eine Spannungs-Meß
werterfassung 52 angeordnet.
Damit der drehzahlveränderbare Antrieb 6 des Synchrongenera
tors 2 geregelt werden kann, ist eine Regeleinrichtung 54
vorgesehen, die ausgangsseitig eine Steuereinrichtung 56 auf
weist. Diese Regeleinrichtung 54 weist eine Läufer- und Stän
derdrehzahl-Regeleinrichtung 58 und 60, einen Betriebsart-
Umschalter 62, eine Leistungs-Regeleinrichtung 64, einen Lei
stungs-Istwertrechner 66 und einen Summierer 68 auf. Die Aus
gänge der Ständerdrehzahl- und Leistungs-Regeleinrichtung 60
und 64 sind ausgangsseitig mittels des Summierers 68 mitein
ander verknüpft. Ausgangsseitig ist dieser Summierer 68 mit
dem Eingang der Steuereinrichtung 56 verbunden. Am Ausgang
dieser Steuereinrichtung 56 stehen Steuersignale Sv für den
lastseitigen Pulsstromrichter 38 des Spannungszwischenkreis-
Umrichters 32 an. Diese Steuersignale Sv werden aus einem
Summen-Stellsignal Snp generiert. Der Ständerdrehzahl-Regel
einrichtung 60 ist ein Sollwert-Bildner 70 vorgeschaltet, an
dessen Eingängen die gemessenen Netz-Phasenspannungen uNR,S,T
und ein ermittelter Ständerdrehzahl-Istwert nr anstehen. Dem
Leistungs-Istwertrechner 66 sind die gemessenen Ständerspan
nungen u1R,S,T und Ständerströme I1R,S,T zugeführt, an dessen
Ausgang ein berechneter Leistungs-Istwert P1 ansteht.
Der Betriebsart-Umschalter 62 ist ausgangsseitig mit einem
Sollwert-Eingang der Leistungs-Regeleinrichtung 64 verbunden.
Dieser Betriebsart-Umschalter 62 weist eingangsseitig drei
Eingänge auf, wobei ein Motor-Eingang 72 mit dem Ausgang der
Läuferdrehzahl-Einrichtung 58 verknüpft ist. Am Generator-
Eingang 74 steht mittels eines Begrenzers 74 ein Leistungs-
Sollwert P*gen für den Generatorbetrieb an. Am Eingang 78 steht
ein Leistungs-Sollwert P* an, dessen Wert gleich Null ist. In
Abhängigkeit eines nicht näher dargestellten Betriebs-
Zustands-Signals wird einer der drei Eingänge 72, 74 und 78
auf den Ausgang des Betriebsart-Umschalters 62 geschaltet.
Der Sollwert-Bildner 70 weist eine Recheneinrichtung 80 und
einen Vergleicher 82 auf, dessen nichtinvertierender Eingang
mit einem Ausgang der Recheneinrichtung 80 verbunden ist. Der
invertierende Eingang dieses Vergleichers 82 ist mit dem Aus
gang des Tachogenerators 46 verknüpft, an dessen Ausgang ein
Läuferdrehzahl-Istwert nr ansteht. Am Ausgang des Verglei
chers 82 steht ein Ständerdrehzahl-Sollwert n*s an. Der Re
cheneinrichtung 80 sind die gemessenen Netz-Phasenspannungen
uNR,S,T zugeführt. Aus diesen Netz-Phasenspannungen uNR,S,T wer
den zunächst Spannungen des Mitsystems eliminiert, deren
Nulldurchgänge ausgewertet werden. Am Ausgang dieser Rechen
einrichtung 80 steht dann ein Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy
an.
Die Ständer-Drehzahl-Regeleinrichtung 60 weist einen Verglei
cher 84 und einen Drehzahlregler 86 auf, der dem Vergleicher
84 nachgeschaltet ist. Der nichtinvertierende Eingang dieses
Vergleichers 84 ist mit dem Ausgang des Vergleichers 82 des
Sollwert-Bildners 70 und der invertierende Eingang dieses
Vergleichers 84 ist mit dem Ausgang des Tachogenerators 44
verbunden, an dessen Ausgang ein gemessener Ständerdrehzahl-
Istwert ns ansteht. Dieser gemessene Ständerdrehzahl-Ist
wert ns wird mit einem ermittelten Ständerdrehzahl-Soll
wert n*s verglichen und aus einer ermittelten Regelabweichung
mittels des Drehzahlreglers 86 eine Stellgröße Sn erzeugt.
Die Leistungs-Regeleinrichtung 64 weist einen Vergleicher 88
und einen Leistungsregler 90 auf, der dem Vergleicher 88
nachgeschaltet ist. Der nichtinvertierende Eingang dieses
Vergleichers 88 ist mit einem Ausgang des Betriebsart-Um
schalters 62 verbunden, wobei der invertierende Eingang des
Vergleichers 88 mit dem Ausgang eines Leistungs-Istwert
rechners 66 verknüpft ist. Dieser Leistungs-Istwertrechner 66
berechnet aus den anstehenden Istwerten i1R,S,T und u1R,S,T mit
tels einer hinterlegten Gleichung einen Leistungs-Istwert P1.
Dieser berechnete Leistungs-Istwert P1 wird mit einem bereit
gestellten Leistungs-Sollwert P* verglichen und aus einer er
mittelten Regelabweichung mittels des Leistungsreglers eine
Stellgröße Sp generiert. Die beiden Stellgrößen Sp und Sn wer
den mittels des Summierers 68 zum Summen-Stellsignal Snp
überlagert.
Die Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung 58 weist einen Verglei
cher 92 und einen Drehzahlregler 94 auf, der dem Vergleicher
92 nachgeschaltet ist. Der nichtinvertierende Eingang dieses
Vergleichers 92 ist mit einem Ausgang eines Begrenzers 96 und
der invertierende Eingang mit einem Ausgang des Tachogenera
tors 46, an dessen Ausgang ein gemessener Läuferdrehzahl-
Istwert nr ansteht, verknüpft. Dem Begrenzer 96 ist ein
gangssseitig ein Läuferdrehzahl-Sollwert n*r zugeführt. Der
gemessene Läuferdrehzahl-Istwert nr wird mit dem Läuferdreh
zahl-Sollwert n*r verglichen und aus einer ermittelten Regel
abweichung wird mittels des Drehzahlreglers 94 ein Leistungs-
Sollwert P*mot für den Motorbetrieb des Synchrongenerators 2
erzeugt.
Anhand dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Energie
versorgungsanlage mit Schwungradspeicher soll nun deren Funk
tionsweise näher erläutert werden:
Im Stillstand der erfindungsgemäßen Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher ist der Betriebsart-Umschalter 62 auf den Eingang 78 geschaltet, an dem ein Leistungs-Sollwert P* mit dem Wert Null ansteht. Die Läuferdrehzahl-Regeleinrich tung 58 ist gesperrt und am Sollwert-Bildner 70 stehen die gemessenen Netz-Phasenspannungen uNR,S,T an, aus denen die Re cheneinrichtung 80 dieses Bildners 70 einen Synchrondrehzahl- Sollwert n*sy ermittelt, der proportional der Netzwinkelge schwindigkeit ωN ist. Dieser Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy entspricht der mechanischen Winkelgeschwindigkeit ωm, die die relative Geschwindigkeit zwischen einem stehenden Ständer und rotierenden Läufer bei einer herkömmlichen Synchronmaschine angibt. Bei einer Polpaarzahl p = 2 und einer Netzfrequenz f = 50 Hz ist dieser Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy = 1500 1/min. Da der Ständer 14 des Synchrongenerators 2 noch still steht, ist der Ständerdrehzahl-Sollwert n; gleich die sem Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy. Da der Läufer 12 des Syn chrongenerators 2 bis zur Zuschaltung ans Netz 24 still steht, verändert sich der Ständerdrehzahl-Sollwert n*s nicht. Da die Leistungs-Regeleinrichtung 64 ebenfalls nicht freige geben ist, steht an der Steuereinrichtung 56 ein Stellsignal Sn an, aus dem mittels der Steuereinrichtung 56 Steuersignale Sv generiert werden. Damit der Umrichter 32 den niederpoligen Asynchronmotor 20 mit Energie versorgen kann, ist der Lei stungsschalter 40 geschlossen. Mit Hilfe der Ständerdrehzahl- Regeleinrichtung 60 in Verbindung mit dem vorgeschalteten Sollwert-Bildner 70 wird der Ständer 14 des Synchrongenera tors auf den berechneten Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy ge bracht. Wenn der Ständer 14 mit dieser synchronen Drehzahl n*sy dreht, hat die im Ständer 14 induzierte Polradspannung u p eine Frequenz, die gleich der Netzfrequenz fN ist. Mittels der nicht näher dargestellten Erregung des Synchrongenerators 2 wird auch der Betrag der induzierten Polradspannung u p auf den Wert des Betrages der Netzspannung gebracht. Ist dieser Zustand erreicht, ist der Synchrongenerator 2 auf das Netz 24 synchronisiert. In diesem Zustand kann der Lastschalter 42 geschlossen werden, wodurch der Synchrongenerator 2 stoßfrei an das Netz 24 angeschlossen wird.
Im Stillstand der erfindungsgemäßen Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher ist der Betriebsart-Umschalter 62 auf den Eingang 78 geschaltet, an dem ein Leistungs-Sollwert P* mit dem Wert Null ansteht. Die Läuferdrehzahl-Regeleinrich tung 58 ist gesperrt und am Sollwert-Bildner 70 stehen die gemessenen Netz-Phasenspannungen uNR,S,T an, aus denen die Re cheneinrichtung 80 dieses Bildners 70 einen Synchrondrehzahl- Sollwert n*sy ermittelt, der proportional der Netzwinkelge schwindigkeit ωN ist. Dieser Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy entspricht der mechanischen Winkelgeschwindigkeit ωm, die die relative Geschwindigkeit zwischen einem stehenden Ständer und rotierenden Läufer bei einer herkömmlichen Synchronmaschine angibt. Bei einer Polpaarzahl p = 2 und einer Netzfrequenz f = 50 Hz ist dieser Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy = 1500 1/min. Da der Ständer 14 des Synchrongenerators 2 noch still steht, ist der Ständerdrehzahl-Sollwert n; gleich die sem Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy. Da der Läufer 12 des Syn chrongenerators 2 bis zur Zuschaltung ans Netz 24 still steht, verändert sich der Ständerdrehzahl-Sollwert n*s nicht. Da die Leistungs-Regeleinrichtung 64 ebenfalls nicht freige geben ist, steht an der Steuereinrichtung 56 ein Stellsignal Sn an, aus dem mittels der Steuereinrichtung 56 Steuersignale Sv generiert werden. Damit der Umrichter 32 den niederpoligen Asynchronmotor 20 mit Energie versorgen kann, ist der Lei stungsschalter 40 geschlossen. Mit Hilfe der Ständerdrehzahl- Regeleinrichtung 60 in Verbindung mit dem vorgeschalteten Sollwert-Bildner 70 wird der Ständer 14 des Synchrongenera tors auf den berechneten Synchrondrehzahl-Sollwert n*sy ge bracht. Wenn der Ständer 14 mit dieser synchronen Drehzahl n*sy dreht, hat die im Ständer 14 induzierte Polradspannung u p eine Frequenz, die gleich der Netzfrequenz fN ist. Mittels der nicht näher dargestellten Erregung des Synchrongenerators 2 wird auch der Betrag der induzierten Polradspannung u p auf den Wert des Betrages der Netzspannung gebracht. Ist dieser Zustand erreicht, ist der Synchrongenerator 2 auf das Netz 24 synchronisiert. In diesem Zustand kann der Lastschalter 42 geschlossen werden, wodurch der Synchrongenerator 2 stoßfrei an das Netz 24 angeschlossen wird.
An diesen sogenannten Synchronisiervorgang schließt sich nun
ein sogenannter Ladebetrieb an. In diesem Ladebetrieb wird
das Schwungrad 4 auf die synchrone Drehzahl n*sy beschleunigt.
Ist die Enddrehzahl erreicht, so wird das Schwungrad 4 auf
die Enddrehzahl gehalten.
Zu Beginn dieses Ladebetriebes wird die Läuferdrehzahl-Regel
einrichtung 58 und die Leistungs-Regeleinrichtung 64 freige
geben. Außerdem wird der Betriebsart-Umschalter 62 so betä
tigt, daß sein Ausgang mit dem Motor-Eingang 72 verbunden
ist. Zu Beginn des Ladebetriebes steht der Läufer 12 des Syn
chrongenerators 2 noch still, d. h., der Läuferdrehzahl-Ist
wert nr ist Null und am Ausgang des Drehzahlreglers 94 der
Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung 58 steht ein positiver Lei
stungs-Sollwert P*mot für den Motorbetrieb des Synchrongenera
tors 2 an, der in Abhängigkeit eines vorbestimmten Läufer
drehzahl-Sollwertes n*r bestimmt ist. Der Läuferdrehzahl-Soll
wert n*r kann Werte annehmen, die unter- oder übersynchron
sind, jedoch innerhalb der am Begrenzer 96 eingestellten
Grenzwerte liegt. Da zu Beginn des Ladebetriebes der Syn
chrongenerator 2 unbelastet ist, errechnet der Leistungs-
Istwertrechner 66 aus den gemessenen Ständerspannungen u1R,S,T
und -strömen i1R,S,T einen Leistungs-Istwert P1, dessen Wert
Null ist. Dadurch wird aus dem Leistungs-Sollwert P*mot zu Be
ginn des Ladebetriebes eine Stellgröße Sp generiert, die der
am Ausgang der Ständerdrehzahl-Regeleinrichtung 60 anstehen
den Stellgröße Sn mittels des Summierers 68 überlagert wird.
Aus der Summenstellgröße Snp werden mittels der Steuerein
richtung 56 Steuersignale Sv für den Pulsstromrichter 38 des
Spannungszwischenkreis-Umrichters 32 des drehzahlveränderba
ren Antriebs 6 erzeugt. Die Summenstellgröße Snp bewirkt eine
Veränderung der relativen Position zwischen Läufer 12 und
Ständer 14 des Synchrongenerators 2. Dies bewirkt wiederum
eine negative Lastwinkeländerung, die eine Leistungsaufnahme
aus dem Netz 24 zur Folge hat. Leistungsaufnahme aus dem Netz
24 bedeutet, daß der Synchrongenerator 2 im Motorbetrieb ist.
Ein entsprechendes Zeigerbild vom Netzspannungs-Zeiger u l und
Polradspannungs-Zeiger u p im Motorbetrieb ist in der Fig. 3
näher dargestellt. Die Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung 58 und
die unterlagerte Leistungs-Regeleinrichtung 64 erhöhen weiter
den Lastwinkel δ des Synchrongenerators 2 in motorischer
Richtung weiter, bis die gewünschte Läuferdrehzahl n*r er
reicht ist. Mit der Erhöhung des Läuferdrehzahl-Istwertes nr
wird mittels des Vergleicher 82 der Ständerdrehzahl-Sollwert
n*s derart verringert, daß der Ständerdrehzahl-Sollwert n*s
gleich der Differenz von synchroner Drehzahl n*sy und Läufer
drehzahl-Istwert nr ist. Mittels der Ständerdrehzahl-Regel
einrichtung 60 wird die Ständerdrehzahl ns dem ständig sich
ändernden Ständerdrehzahl-Sollwert n*s nachgeführt. Bei diesen
sich ablösenden Drehzahlregelungen von Ständer 14 und Läufer
12 des Synchrongenerators 2 befindet sich der Synchrongenera
tor 2 für das angeschlossene Netz 24 immer im synchronen Be
triebszustand. Am Ende des Ladebetriebes rotiert der Läufer
12 und damit das Schwungrad 4 mit der gewünschten Läuferdreh
zahl n*r. Ist dieser Läuferdrehzahl-Sollwert n*r erreicht, so
liefert die Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung 58 einen Lei
stungs-Sollwert P*mot, dessen Wert gerade so groß ist, daß die
Reibungsverluste der Synchronmaschine 2 und des Schwungrades
4 gedeckt werden.
Mittels eines Speisebetriebes wird die im Schwungrad 4 ge
speicherte Energie teilweise oder ganz in das angeschlossene
Netz 24 gespeist. Dieser Speisebetrieb kann dadurch ausgelöst
werden, daß eine Leistungsspitze im Netz abgedeckt werden
muß. Eine derartige Anforderung bewirkt eine Betätigung des
Betriebsart-Umschalters 62 derart, daß sein Ausgang mit sei
nem Generator-Eingang 74 verbunden ist. Am Generator-Eingang
74 steht ein negativer Leistungs-Sollwert P*gen für den Genera
tor-Betrieb des Synchrongenerators 2 an, der mittels des Be
grenzers 76 dem Eingang 74 zugeführt wird. Damit steht am
Sollwert-Eingang der Leistungs-Regeleinrichtung 64 ein nega
tiver Wert an, der dafür sorgt, daß die Summenstellgröße Snp
derart verändert wird, daß eine positive Lastwinkeländerung
stattfindet. Ein positiver Lastwinkel δ zeigt den Generator
betrieb des Synchrongenerators 2 an, wobei in der Fig. 4 ein
entsprechendes Zeigerbild dargestellt ist. Entsprechend des
gewünschten abzugebenden Leistungs-Sollwertes P*gen stellt sich
ein positiver Lastwinkel δ ein, der mittels des Sollwert-
Bildners 70 und der Ständerdrehzahl-Regeleinrichtung 60 auf
rechtgehalten wird. Mit Abgabe der im Schwungrad 4 gespei
cherten Leistung ans Netz 24 verringert sich der Läuferdreh
zahl-Istwert nr. Mit dieser Verringerung des Läuferdrehzahl-
Istwertes nr erhöht sich der Ständerdrehzahl-Sollwert n*s, der
gleich der Differenz von synchroner Drehzahl n*sy und Läufer
drehzahl-Istwert nr ist. Mittels der Ständerdrehzahl-Regel
einrichtung 60 wird der Ständerdrehzahl-Istwert ns diesem
sich ständig verändernden Ständerdrehzahl-Sollwert n*n nachge
führt. Theoretisch kann dieser Speisebetrieb so lange auf
rechterhalten werden, bis die gesamte im Schwungrad 4 gespei
cherte Energie in das am Synchrongenerator 2 angeschlossene
Netz 24 gespeist ist. In diesem Endzustand ist der Läufer
drehzahl-Istwert nr gleich Null und der Ständerdrehzahl-Ist
wert ns gleich der synchronen Drehzahl n*sy. Während des ge
samten Speisebetriebes befindet sich der Synchrongenerator 2
aus Sicht des Netzes 24 in synchronem Betrieb. Dies wird
durch die erfindungsgemäßen ablösenden Drehzahlregelungen von
Läufer 12 und Ständer 14 des Synchrongenerators 2 erreicht.
Diese Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher kann
auch bei Kraftwerken angewendet werden. Dazu wird das
Schwungrad 4 durch einen Turbosatz ersetzt. Eine Kraftwerk
seinheit, bestehend aus mehreren Komponenten mit verschiede
nen Teilwirkungsgraden, braucht nicht mehr nur für die syn
chrone Drehzahl optimiert werden. Befindet sich das Optimum
der Summe der Teilwirkungsgrade im Bereich der unter- oder
übersynchronen Drehzahl, so kann bei der möglichen Drehzahl
variabilität dieser Energieversorgungsanlage dies ausgenutzt
werden. Jede Komponente kann dann kostengünstig dimensioniert
werden. Das vorgeschlagene Energieversorgungsanlagenkonzept
verbessert durch die direkte Lastwinkelregelung das Stabili
tätsverhalten der Kraftwerkseinheiten.
Claims (6)
1. Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher, wobei
diese Anlage einen Synchrongenerator (2), ein Schwungrad (4),
einen drehzahlveränderbaren Antrieb (6) mit Tachogenerator
(44) und eine Regeleinrichtung (54) aufweist und wobei das
Schwungrad (4) auf einer Welle (10) mit dem Läufer des Syn
chrongenerators (2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ständer (14) des Synchrongenerators (2) drehbar gela
gert und mit einem Getriebe (8) versehen ist, daß jede Wick
lung der mehrphasigen Wicklung (28) des Ständers (14) des
Synchrongenerators (2) mittels eines Schleifringes (26) und
einer Bürste (28) mit einem Klemmenanschluß (30) des Syn
chrongenerators (2) elektrisch leitend verbunden ist, daß der
drehzahlveränderbare Antrieb (6) mit dem Getriebe (8) verbun
den ist, und daß der Läufer (12) des Synchrongenerators (2)
mit einem weiteren Tachogenerator (46) versehen ist, der
ebenfalls mit der Regeleinrichtung (54) verknüpft ist.
2. Energieversorgungsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der drehzahlveränderbare Antrieb (6) einen niederpoligen
Asynchronmotor (20) und einen Spannungszwischenkreis-Umrich
ter (32) aufweist.
3. Energieversorgungsanlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Getriebe (8) ein Schneckengetriebe vorgesehen ist,
dessen abtriebsseitiges Zahnrad (16) entlang des Umfangs des
Ständers (14) angeordnet ist und antriebsseitiges Zahnrad
(18) mit dem drehzahlveränderbaren Antrieb (6) verbunden ist.
4. Energieversorgungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Regeleinrichtung (54) eine Ständerdrehzahl-Regelein
richtung (60), eine Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung (58), ei
nen Betriebsart-Umschalter (62), eine Leistungs-Regeleinrich
tung (64), einen Leistungs-Istwertrechner (66) und eine Steu
ereinrichtung (56) aufweist, daß die Ständerdrehzahl- und
Leistungs-Regeleinrichtung (60, 64) ausgangsseitig mittels
eines Summierers (68) mit einem Eingang der Steuereinrichtung
(56) verknüpft ist, daß die Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung
(58) ausgangsseitig mittels des Betriebsart-Umschalters (62)
mit einem Sollwert-Eingang der Leistungs-Regeleinrichtung
(64) verknüpft ist, dessen Istwert-Eingang mit einem Ausgang
des Leistungs-Istwertrechners (66) verbunden ist, und daß der
Ausgang des weiteren Tachogenerators (46) mit einem Istwert-
Eingang der Ständer- und Läuferdrehzahl-Regeleinrichtung (60,
58) und der Ausgang des Tachogenerators (44) des drehzahlver
änderbaren Antriebs (6) mit einem Istwert-Eingang der Stän
derdrehzahl-Regeleinrichtung (60) verbunden sind.
5. Energieversorgungsanlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ständerdrehzahl-Regeleinrichtung (60) eingangsseitig
einen Sollwert-Bildner (70) aufweist.
6. Energieversorgungsanlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sollwert-Bildner (70) eine Recheneinrichtung (80) und
einen Vergleicher (82) aufweist, dessen nichtinvertierender
Eingang mit einem Ausgang der Recheneinrichtung (80) und des
sen invertierender Eingang mit dem Ausgang des weiteren Ta
chogenerators (46) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998127259 DE19827259A1 (de) | 1998-06-18 | 1998-06-18 | Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998127259 DE19827259A1 (de) | 1998-06-18 | 1998-06-18 | Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19827259A1 true DE19827259A1 (de) | 1999-12-23 |
Family
ID=7871339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998127259 Withdrawn DE19827259A1 (de) | 1998-06-18 | 1998-06-18 | Energieversorgungsanlage mit Schwungradspeicher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19827259A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2018072843A1 (en) * | 2016-10-21 | 2018-04-26 | Abb Schweiz Ag | A method of providing power support to an electrical power grid |
| CN113489230A (zh) * | 2021-07-13 | 2021-10-08 | 坎德拉(深圳)新能源科技有限公司 | 基于飞轮储能技术的新型调频系统 |
| EP4191091A1 (de) * | 2021-12-06 | 2023-06-07 | Abb Schweiz Ag | Schwungradvorrichtung für einen synchronkondensator |
-
1998
- 1998-06-18 DE DE1998127259 patent/DE19827259A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN110024254A (zh) * | 2016-10-21 | 2019-07-16 | Abb瑞士股份有限公司 | 向电网提供电力支持的方法 |
| US11056885B2 (en) | 2016-10-21 | 2021-07-06 | Abb Power Grids Switzerland Ag | Method of providing power support to an electrical power grid |
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