DE19827900A1 - Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen - Google Patents
Verfahren zur Beschichtung von OberflächenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Beschichtung einer
metallischen oder halbmetallischen Oberfläche sowie eine strukturiert
beschichtete Oberfläche.
Durch Beschichtung können Oberflächen funktionalisiert werden, um
dadurch vorbestimmte und wünschenswerte Eigenschaften zu erzielen. Die
kovalente Beschichtung von Siliciumoberflächen mit organischen Molekülen
über eine Kohlenstoff-Silicium-Bindung ist bekannt (M.R. Linford et al., J.
Am. Chem. Soc. 115 (1993), 12631-12632; M.R. Linford et al., J. Am.
Chem. Soc. 117 (1995), 3145-3155). Diese Beschichtungen wurden durch
Umsetzung von Wasserstoff-terminiertem Si(111) mit 1-Alkenen über einen
radikalischen Mechanismus unter Verwendung von Diacylperoxiden als
Radikalstarter hergestellt. Die Verwendung von Peroxiden ist jedoch
nachteilig, da Peroxide äußerst reaktiv, gesundheitsschädlich und außerdem
in ihrer Reaktivität wenig spezifisch sind.
Weiterhin ist es bekannt, selbstassemblierende Monoschichten von
funktionalisierten Organosilylverbindungen auf hydroxylierten
Siliciumoberflächen zu bilden (F. Effenberger et al., Synthesis 1995, 1126-1130;
K. Bierbaum et al., Langmuir 11 (1995), 512-518; S. Heid et al.,
Langmuir 12 (1996), 2118-2120; P. Harder et al., Langmuir 13 (1997),
445-454). In EP-A-0 664 452 wird die kovalente Bindung von
Kieselsäureverbindungen an die OH-Gruppen einer oxidierten
Siliciumoberfläche beschrieben. Nachteilig bei diesen Verfahren ist jedoch,
daß die Oberfläche vor der Beschichtung chemisch vorbehandelt werden
muß und zudem unerwünschte Vernetzungsreaktionen stattfinden können.
Darüber hinaus ist es für viele Anwendungen vorteilhaft, wenn die
Beschichtung auf einer metallischen und nicht auf einer oxidierten
Oberfläche aufgebracht ist.
Der vorliegenden Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Beschichtung von metallischen Oberflächen bereitzustellen, welches die
im Stand der Technik auftretenden Nachteile nicht aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur
Beschichtung einer metallischen oder halbmetallischen Oberfläche, welches
dadurch gekennzeichnet ist, daß man Beschichtungsmoleküle, die reaktive
Gruppen enthalten, durch Bestrahlung mit Licht kovalent an die Oberfläche
bindet.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß durch die Aktivierung mit Licht
eine effiziente Beschichtung von metallischen oder halbmetallischen
Oberflächen mit reaktive Gruppen enthaltenden Molekülen erhalten werden
kann. Die Bezeichnung "reaktive Gruppe" bedeutet im Zusammenhang mit
der vorliegenden Erfindung, daß unter geeigneten Bedingungen und bei
Bestrahlung mit Licht geeigneter Wellenlänge eine kovalente Bindung der
reaktiven Gruppe an eine Oberfläche erfolgt.
Die Bindung der Beschichtungsmoleküle an die Oberfläche kann auf einer
direkten Photoaktivierung von reaktiven Gruppen in den Beschichtungs
molekülen beruhen. Weiterhin kann die Bindung auch durch
Photoaktivierung der Oberfläche selbst erfolgen, wenn diese reaktive, z. B.
durch Licht aktivierbare Gruppen, z. B. Metall- oder/und
Halbmetallhydridverbindungen wie etwa Siliciumhydrid, enthält. Die durch
Licht aktivierten Gruppen der Oberfläche sind dann in der Lage, kovalente
Bindungen mit reaktiven Gruppen der Beschichtungsmoleküle einzugehen.
Auch eine Kombination beider Reaktionsmechanismen, d. h. Photoakti
vierung der Beschichtungsmoleküle und Photoaktivierung der Oberfläche,
ist möglich.
Die zu beschichtenden Oberflächen weisen einen metallischen oder
halbmetallischen Charakter auf und können ein oder mehrere Metalle,
Halbmetalle oder/und metallische bzw. halbmetallische Verbindungen
umfassen. Beispiele für geeignete Elemente, die eine metallische oder
halbmetallische Oberfläche bilden, sind die Metalle und Halbmetalle der
Gruppen 3 bis 16 des Periodensystems. Besonders bevorzugte Beispiele
sind Silicium, Germanium und metallische Verbindungen, die diese Elemente
enthalten. Beispiele für Oberflächen, die mehr als ein Element umfassen,
sind Legierungen, die zwei oder mehr Metalle oder/und Halbmetalle
umfassen. Ein Beispiel für eine Verbindung, die einen metallischen Charakter
aufweist, ist Galliumarsenid. Besonders bevorzugt ist die Oberfläche eine
hydrierte Oberfläche, d. h. die Metall- oder/und Halbmetallatome der
Oberflächenschicht sind zumindest teilweise an Wasserstoff gebunden. Ein
Beispiel für ein Metall- bzw. Halbmetallhydrid ist Siliciumhydrid. Bei den
erfindungsgemäß verwendeten metallischen Oberflächen handelt es sich
insbesondere um Oberflächen, die nichtoxidierte Elemente bzw.
Verbindungen aufweisen.
Erfindungsgemäß werden die reaktive Gruppen enthaltenden Moleküle an
die metallische oder halbmetallische Oberfläche kovalent, beispielsweise
über eine Oberflächenelement-Kohlenstoff- oder Oberflächenelement-
Sauerstoff-Bindung gebunden. Die verwendeten Moleküle können dabei
grundsätzlich eine beliebige reaktive Gruppe umfassen, d. h. eine Gruppe, die
durch Bestrahlung mit Licht direkt oder/und aufgrund von Wechsel
wirkungen mit der Oberfläche in eine reaktive Spezies, insbesondere in ein
Radikal, überführt werden kann. Bevorzugt wird die reaktive Gruppe aus
C = C- oder C = O-Doppelbindungen ausgewählt. Beispiele für solche reaktive
Gruppen sind Alken-, Aldehyd- und Vinylethergruppen. Besonders bevorzugt
sind Aldehydgruppen, mit denen überraschend hohe Bedeckungsgrade
erhalten werden können. Bei Aldehydgruppen erfolgt die Bindung an die
Oberfläche über den Sauerstoff. Im Gegensatz zu bekannten
Beschichtungsverfahren an hydroxylierte Siliciumoberflächen, bei denen die
Dicke der SiO2 Schicht unbestimmt ist, können mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren vorbestimmte, definierte und gleichmäßige Beschichtungen
erhalten werden.
Bei der Verwendung von Alkengruppen werden die Beschichtungsmoleküle
über ein Kohlenstoffatom an die Oberfläche gebunden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden beschichtete metallische
oder halbmetallische Oberflächen hergestellt, die für eine Vielzahl von
Anwendungen geeignet sind, z. B. zur Herstellung mikroelektronischer
Bauteile, sowie für Anwendungen in der Diagnostik und der Medizin.
Anwendungen für funktionalisierte Oberflächen, die durch chemische
Kopplung von Beschichtungsmolekülen an die Oberfläche hergestellt
wurden, sind z. B. in WO 92/10092, Fodor et al. (Nature 364(1993), 555-556)
und Cheng und Stevens (Adv. Mater. 9 (1997), 481-483) beschrieben.
Für diese Anwendungen sind auch erfindungsgemäß durch Photoaktivierung
beschichtete Oberflächen geeignet.
Hierzu werden für die Beschichtung zweckmäßigerweise Moleküle
verwendet, die neben einer oder mehreren reaktiven Gruppen mindestens
eine weitere funktionelle Gruppe enthalten. Die weitere funktionelle Gruppe
wird bevorzugt ausgewählt aus Haptenen, Biotin, Chelatierungsgruppen,
Nukleotiden, Nukleinsäuren, Nukleinsäurenanaloga, Polyethylenglykol,
konjugierten π-Systemen, geladenen Gruppen, nichtlinearen optischen
Strukturen, vernetzbaren Gruppen, elektrisch leitfähigen Gruppen,
Aminosäuren, Peptiden und Polypeptiden.
Für Anwendungen in der Mikroelektronik können Moleküle verwendet
werden, die konjugierte π-Systeme umfassen. Gerade bei solchen
Verbindungen ist die im Stand der Technik bekannte Aktivierung mit
Peroxiden nachteilig, da das Auftreten unerwünschter radikalischer
Nebenreaktionen beobachtet wird. Durch die erfindungsgemäße Bestrahlung
mit Licht definierter Wellenlänge, ist es hingegen möglich, selektiv
diejenigen reaktiven Gruppen, die zur Bindung an die metallische Oberfläche
vorgesehen sind, zu aktivieren und gleichzeitig weitere Gruppen, z. B. π-
Bindungen oder konjugierte π-Bindungen im Molekül nicht zu beeinflussen.
Bevorzugt werden als konjugierte π-Systeme enthaltende organische
Moleküle Polyene, Aromaten, z. B. Polyphenylene, Heterocyclen, z. B.
Polyheteroaryle und/oder Polyacetylene verwendet.
Durch vernetzbare Gruppen, wie beispielsweise Doppelbindungen, z. B.
Acrylester oder/und Dreifachbindungen, kann die Beschichtung nach dem
Aufbringen auf die metallische oder halbmetallische Oberfläche vernetzt
werden. Eine Vernetzung kann auch über eine Oxidation erfolgen, z. B. von
schwefelhaltigen Gruppen wie etwa Thiol- oder Thiophengruppen.
Durch die Verwendung von Haptenen, Polypeptiden und/oder Biotin können
spezifisch bindefähige Festphasen gebildet werden, die beispielsweise in
diagnostischen Verfahren, z. B. Immunoassays, eingesetzt werden können.
Bei Beschichtung der Oberfläche mit Nukleotiden, Nukleinsäuren oder
Nukleinsäureanaloga wie etwa peptidischen Nukleinsäuren, werden
Oberflächen erhalten, die beispielsweise für Nukleinsäure-
Hybridisierungstests geeignet sind.
Durch die Verwendung von Polyethylenglykol oder anderer inerter Moleküle
können chemisch inerte und resistente Oberflächen sowie biokompatible
Oberflächen, z. B. zur Verwendung als Implantatoberflächen hergestellt
werden.
Elektrisch leitfähige Gruppe und bestimmte Polypeptide, wie z. B.
Bakteriorhodopsin eignen sich insbesondere für elektronische
Anwendungen.
Die weiteren funktionellen Gruppen können während der Bindung der
organischen Moleküle an die Oberfläche gegebenenfalls durch
Schutzgruppen blockiert werden. Eine solche Blockierung ist jedoch oftmals
nicht erforderlich, wenn die zur Photoaktivierung verwendete Wellenlänge
so gewählt werden kann, daß zwar die photoaktivierbare Gruppe aktiviert
wird, die weitere funktionelle Gruppe jedoch beim Wellenlängenbereich des
eingestrahlten Lichtes nicht reagiert.
Bevorzugt wird eine metallische oder halbmetallische Oberfläche verwendet,
die mindestens ein Element ausgewählt aus B, Al, Ga, Si, Ge und As
umfaßt. Besonders bevorzugt wird als Oberfläche eine
Siliciumhydridoberfläche verwendet. Eine solche Oberfläche kann
beispielsweise durch Ätzen von oxidiertem Si-(111) mit Ammoniumfluorid
hergestellt werden (G. J. Pietsch, Appl. Phys. A: Mater. Sci. Process. A 60
(1995) 367-363; G. J. Pietsch, Struktur und Chemie technologischer
Siliciumoberflächen, VDI Fortschrittsberichte Reihe 9, 148, VDI-Verlag,
Düsseldorf 1992).
Die Beschichtung wird bevorzugt in einer Inertgasatmosphäre durchgeführt,
beispielsweise unter Argon.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren zur Bestrahlung verwendete Licht
quelle muß eine genügende Intensität aufweisen, um eine ausreichende
Beschichtungseffizienz zu erzielen. Grundsätzlich ist für die Beschichtung
jede Art von Lichtquelle geeignet, z. B. Lampen wie etwa eine HBO-Lampe.
Als besonders günstig hat sich jedoch die Verwendung von Lasern
erwiesen. Vorzugsweise ist die Lichtquelle in der Lage, Licht einer
definierten Wellenlänge oder eines definierten Wellenlängenbereiches
einzustrahlen. Dies kann durch Verwendung monochromatischer
Lichtquellen wie etwa eines Lasers oder entsprechender Filter erreicht
werden. Bei Verwendung von monochromatischem Licht oder eines Lichts
mit einem engen definierten Wellenlängenbereich gelingt es auf selektive
Weise, die photoaktivierbaren Gruppen der Beschichtungsmoleküle oder/und
der Oberfläche anzuregen, während andere in den Beschichtungsmolekülen
enthaltene funktionelle Gruppen nicht beeinflußt werden.
Bevorzugt verwendet man Licht mit einer Wellenlänge im Bereich von 350
bis 400 nm, insbesondere von 370 bis 395 nm. Besonders bevorzugt wird
Licht mit einer Wellenlänge im Bereich von 380 bis 390 nm eingestrahlt.
Die Bestrahlungsdauer und -intensität hängt vom gewünschten Be
deckungsgrad, der verwendeten metallischen oder halbmetallischen
Oberfläche, den verwendeten Beschichtungsmolekülen und den
Reaktionsbedingungen ab. Üblicherweise erhält man die gewünschten
Ergebnisse bei Bestrahlung über einen Zeitraum von 1 Minute bis 30
Stunden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine über den Beschichtungs
bereich lateral homogene Schicht an Beschichtungsmolekülen, vorzugsweise
eine Monoschicht, erzeugt. Dabei kann eine einzige Spezies von
Beschichtungsmolekülen aber auch ein Gemisch mehrerer Spezies von
Beschichtungsmolekülen eingesetzt werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Gemisch
unterschiedlicher Beschichtungsmoleküle eingesetzt, wobei eine Spezies der
Beschichtungsmoleküle eine spezifisch mit einem freien Reaktionspartner
bindefähige Gruppe, z. B. Biotin, Hapten, Polypeptid, Nukleinsäure etc.,
enthält, während eine andere Spezies der Beschichtungsmoleküle keine
derartige funktionelle Gruppe enthält und somit als "Verdünnungsmolekül"
wirkt. Das molare Verhältnis von funktionellen Beschichtungsmolekülen zu
Verdünnungsmolekülen ist vorzugsweise von 1 : 100 bis 100 : 1.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß
es möglich ist, selektiv und präzise bestimmte Bereiche einer Oberfläche zu
beschichten. Beispielsweise durch die Verwendung einer geeigneten Optik
oder durch die Verwendung von Lasertechnik kann eine metallische oder
halbmetallische Oberfläche selektiv in kleinsten räumlichen Bereichen bis in
den Mikrometerbereich beschichtet werden. So können etwa Beschich
tungsmoleküle, die elektrisch leitfähige Gruppen enthalten, an gewünschten
Orten durch Bestrahlung aufgebracht werden, so daß ein in der
Mikroelektronik verwendbarer Schaltkreis entsteht. Selbstverständlich ist es
auch möglich, eine Oberfläche großflächig zu beschichten. Neben der
Verwendung von Lasern und/oder einer fokussierenden Optik, kann eine
strukturierte Beschichtung auch durch die Verwendung von Masken
oder/und optischen Gittern aufgebracht werden. Auf diese Weise ist es
möglich, beschichtete metallische Oberflächen mit beliebigen,
vorbestimmten Mustern zu erzeugen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist
insbesondere zur Herstellung von Array-Strukturen geeignet, die
beispielsweise in der Diagnostik zur Herstellung von Biosensoren verwendet
werden können.
Durch Aufbringen von Molekülen, die spezifisch bindefähige Gruppen
aufweisen, wie etwa Haptene, Biotine, Nukleobasen, Nukleinsäuren,
Nukleinsäureanaloga, Polypeptide u.ä., kann man beschichtete Oberflächen
für die Diagnostik herstellen. Durch Verwendung von biokompatiblen
organischen Molekülen ist es möglich, Oberflächen, die aus einem Material
bestehen, welches an sich vom Körper abgestoßen wird, bioverträglich zu
machen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein beschichteter Gegenstand,
umfassend einen Träger mit einer metallischen oder halbmetallischen
Oberfläche und daran kovalent gebundenen Beschichtungsmoleküle,
welcher dadurch gekennzeichnet ist, daß die Oberfläche eine Anordnung
beschichteter und unbeschichteter Bereiche aufweist. Vorzugsweise sind die
beschichteten Bereiche miniaturisiert, d. h. sie haben eine Fläche von 1 µm2
bis 10 mm2, besonders bevorzugt von 10 µm2 bis 1 mm2. Im Gegensatz von
im Stand der Technik bekannten Verfahren zur Beschichtung metallischer
Oberflächen durch chemische Aktivierung, bei denen lediglich eine
vollflächige Beschichtung möglich war, kann mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren eine strukturiert beschichtete Oberfläche erhalten werden. Es ist
eine Oberfläche mit definiertem Beschichtungsmuster herstellbar, bei der die
Beschichtung nur in vorbestimmten Bereichen der Oberfläche aufgebracht
ist. Bevorzugt weist die Oberfläche eine Array-Struktur auf. Durch geeignete
Fokussierungsoptiken und/oder Lasertechniken ist es möglich, präzise,
örtlich abgegrenzte Bereiche selektiv zu beschichten. Die Oberfläche umfaßt
bevorzugt Beschichtungsmoleküle, die mindestens eine weitere funktionelle
Gruppe enthalten, oder Mischungen von funktionellen Beschichtungs
molekülen mit inerten Verdünnungsmolekülen. Je nach Anwendung können
entsprechend geeignete funktionelle Gruppen wie zuvor beschrieben
eingesetzt werden.
Die Erfindung wird durch die beigefügten Figuren und die nachfolgenden
Beispiele weiter erläutert.
Fig. 1 zeigt die Verbindungen 1 bis 3, die zur Beschichtung von
Metalloberflächen eingesetzt wurden. Bei den Verbindungen
1a, 1b und 1c handelt es sich um Alkene, bei der Verbindung
2 um einen Vinylether und bei den Verbindungen 3a und 3b
jeweils um einen Aldehyd.
Fig. 2 zeigt schematisch die Bildung einer Schicht von Octadecanal
3a auf einer H-terminierten Si-(111)-Oberfläche.
Fig. 3 zeigt die Abhängigkeit des Bedeckungsgrads einer
Tetradecanal-Schicht auf einer Si-Oberfläche von der
eingestrahlten Wellenlänge.
Fig. 4 zeigt die Abhängigkeit des Bedeckungsgrades einer
Octadecen-Schicht auf einer Si-Oberfläche von der
eingestrahlten Wellenlänge.
Eine Si-H-Oberfläche wurde durch Ätzen von oxidierten Si(111)-Wafern mit
Ammoniumfluorid nach bekannten Methoden hergestellt (G. J. Pietsch,
Appl. Phys. A: Mater. Sci. Process. A 60 (1995) 347-363; G. J. Pietsch,
Struktur und Chemie technologischer Siliciumoberflächen, VDI-
Fortschrittsberichte, Reihe 9, 148, VDI-Verlag, Düsseldorf 1992). Die
Siliciumwafer (Si(111)p-Typ) wurden von der Wacker-Chemitronic GmbH
und Siltronix bezogen.
Die mit Fluoridionen geätzte H-terminierte Siliciumoberfläche wurde zu den
reinen Verbindungen 1, 2 bzw. 3 (vgl. Fig. 1) in einer Glasküvette gegeben
und für 20 bis 24 h in einer Inertgasatmosphäre bestrahlt. Unter den hier
verwendeten Versuchsbedingungen wurde ein optimale Reaktionszeit von
20 bis 24 h festgestellt, wobei kürzere oder längere Reaktionszeiten in einer
verringerten Bedeckung resultierten. Die Bildung von selbstassemblierenden
Monoschichten wurde durch Einstrahlen einer HBO-Lampe (150 W) initiiert.
Dann wurde das Siliciumsubstrat entnommen, mehrere Male mit
Dichlormethan gespült und mit Baumwolle abgewischt, um physikalisch
adsorbiertes Material zu entfernen.
Zum Vergleich wurde die Bildung von Monoschichten mit 1-Octadecen (1a)
auf einer H-terminierten Si(111)-Oberfläche durch Dioctadecanoylperoxid
gemäß dem Stand der Technik initiiert (M. R. Linford et al., J. Am. Chem.
Soc. 117 (1995), 3145-3155). Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
Wie aus Tabelle 1 ersichtlich ist, können mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren etwa gleiche Beschichtungsgrade für Alkene erzielt werden, wie
mit dem im Stand der Technik bekannten Verfahren unter Verwendung von
Peroxiden, wobei jedoch auf diese gefährlichen und unspezifischen
chemischen Reagenzien verzichtet werden kann.
Die Oberflächenbedeckung wurde unter Verwendung von Gleichung 1:
y = 0,007.x - 0,03429 (x = die Anzahl an CH2 Gruppen)
berechnet, die von einer linearen Regressionsanalyse der Diagrammflächen
der vas(CH2) und vs(CH2) Banden von sieben Alkyltrichlorsilanen
(Waferdaten) in Abhängigkeit ihrer Kettenlänge (8, 10, 12, 14, 16, 18 und
20 CH2 Gruppen) erhalten wurde (S. Heit et al., Langmuir 12 (1996) 2118-2120).
Die Bedeckung wird durch Dividieren der Flächen der Banden von
Vas(CH2) und vs(CH2) durch y erhalten.
Neben dem terminal nichtsubstituierten 1-Alken 1a wurde die Mono
schichtbildung auch mit den reinen ω-Thienyl-substituierten 1-Alkenen 1b
und c sowie mit dem Hexadecylvinylether 2 durch Bestrahlung unter
vergleichbaren Bedingungen untersucht. Darüber hinaus wurde festgestellt,
daß selbst eine geringe Verdünnung der 1-Alkene mit einem Alkan als
Lösungsmittel die Bildung der selbstassemblierenden Monoschicht deutlich
beeinflußt, was in einer geringeren Bedeckung resultiert. Die Verwendung
eines Gemisches umfassend neun Teile der Verbindung 1a und ein Teil
Hexadecan weist beispielsweise einen Bedeckungsgrad von nur 20% auf.
Der in Beispiel 1 beschriebene Versuch wurde unter den gleichen
Bedingungen wie für die Verbindung 1a beschrieben durchgeführt, außer
daß als Beschichtungsmolekül reines 1-Octadecanal (3a) (R. Redcliff et al.,
J. Org. Chem. 35 (1970), 4000-4002) verwendet wurde. Durch hochauf
lösende AFM-Abbildungen (50×50 nm2) wurde festgestellt, daß eine
homogene selbstassemblierende Monoschicht mit einem hohen
Bedeckungsgrad von 97% bezogen auf 100% Bedeckung mit Octa
decyltrichlorsilan (OTS) erhalten wird. In Fig. 2 ist schematisch eine
Monoschicht der Verbindung 3a dargestellt. Aus dem dichromatischen
Verhältnis D = 0,54 kann ein mittlerer Neigungswinkel von 12° für die
Moleküle in der Monoschicht gegenüber dem Substrat abgeleitet werden (A.
Ulman, An Introduction to Ultrathin Organic Films, Academic Press, London
1991). Dieses Ergebnis stimmt mit den Literaturdaten von OTS-Filmen (M.
R. Linford et al., J) Am. Chem. Soc. 117 (1995) 3145-3155) überein.
Reines Tetradecanal (Verbindung 3b) wurde wie in Beispiel 1 beschrieben,
auf eine Si(111)-H-Oberfläche bei 40°C bei verschiedenen
Strahlungswellenlängen aufgebracht. Als Lichtquelle wurde bei diesem
Versuch eine XBO-Lampe (450 W) und ein Doppelmonochromator (Jarrell
Ash Co. mod. 82-440) mit 1,3 nm Halbwertsbreite verwendet. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 2 und Abb. 3 zusammengefaßt.
Wie aus Tabelle 2 und Abb. 3 ersichtlich ist, wurde der maximale
Bedeckungsgrad mit Licht einer Wellenlänge von 385 nm erhalten.
Analog wurde die Abhängigkeit des Bedeckungsgrades von der Wellenlänge
mit reinem Octadecen (Verbindung 1a) untersucht. Auch hier wurde eine
maximale Bedeckung bei 385 nm erhalten (vgl. Abb. 4).
Die Geschwindigkeit der Bildung von selbstassemblierenden Monoschichten
wurde mit reinem Octadecanal (Verbindung 3a) auf einer Si(111)-H-
Oberfläche untersucht. Der Einfluß der Bestrahlungsdauer auf
Bedeckungsgrad und Orientierung der gebildeten Monoschichten ist in
Tabelle 3 zusammengefaßt.
Die wie in Beispiel 1 hergestellte H-terminierte Si-Oberfläche wurde in reines
Octadecanal (Verbindung 3a) in eine Glasküvette gegeben. Sie wurde auf
70°C erwärmt und für die in Tabelle 3 angegebenen Zeitdauern mit
polychromatischem Licht der Wellenlänge 385 nm bestrahlt. Die Oberfläche
wurde entnommen und wie in Beispiel 1 beschreiben gereinigt.
Nach einer Minute Bestrahlungsdauer wurde ein Bedeckungsgrad von 39%
festgestellt und die Lage der us(CH2)-Bande bei 2922 cm-1 zeigt eine geringe
Ordnung-der Monoschicht an. Der Bedeckungsgrad war nach 3 Minuten
Bestrahlung auf 80% erhöht. Bereits mit einer Bestrahlungszeit von 5
Minuten konnte ein optimaler Bedeckungsgrad von 103% erhalten werden.
Die uas(CH2)-Bande bei 2917 cm-1 zeigt die Bildung einer perfekt geordneten
selbstassemblierenden Monoschicht der Verbindung 3a an.
Bei bisherigen Untersuchungen zum Aufbau von Self-Assembly-
Monoschichten (Ulman, Chem. Rev. 96 (1996), 1533-1554 und weitere
Literaturzitate darin; Xia und Whitesides, Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 37
(1998), 550-575; Effenberger und Heid, Synthesis 1995, 1126-1130;
Bierbaum et al., Langmuir 11 (1995), 512-518; Heid et al., Langmuir 12
(1996), 2118-2120; Harder et al., Langmuir 13 (1997), 445-454) war eine
direkte laterale Strukturierung der Oberflächen nicht möglich, da man von
chemisch einheitlichen Oberflächen ausging und die anschließende
chemische Reaktion mit den schichtbildenden Substraten ebenfalls
einheitlich erfolgte.
Die erfindungsgemäße lichtinduzierte Herstellung von Self-Assembly-
Monoschichten ermöglicht jedoch bei Verwendung geeigneter Masken eine
direkte Strukturierung von Oberflächen. Als Masken besonders geeignet
sind dabei Folien, die bei der Herstellung von Platinen verwendet werden.
Die Strukturen der Masken wurden mit dem Computerprogramm Freehand
5.0 gezeichnet und direkt mit einem lasergestützten Photosatzsystem
(Linotronic 530, Linotype-Hell, Auflösung 2540 Dots/Zoll) auf Polymerfolien
(Fuji Laserrecorderfilm F100) gedruckt. Dann wurde das SiH-Substrat mit
der Maske bedeckt, Octadecanal zugegeben und geschmolzen. Die
Monoschichtbildung und -reinigung erfolgten wie zuvor beschrieben.
Anhand von IR-Spektren konnte nachgewiesen werden, daß bei Abdeckung
eines Teils der Si(111)-H-Oberfläche nur der nichtabgedeckte Bereich eine
SAM-Schicht ergibt. Darüber hinaus wurde festgestellt, daß der
nichtbelichtete Teil der SiH-Oberfläche noch voll reaktiv ist.
Aufgrund der unterschiedlichen Benetzbarkeit des beschichteten bzw.
unbeschichteten Siliciums läßt sich die Strukturierung der Siliciumoberfläche
auch für eine Betrachtung mit bloßem Auge bzw. im Mikroskop sichtbar
machen. Hierzu wurde das mit einer strukturierten Beschichtung versehene
Substrat unter einem Mikroskop (Carl Zeiss, zwanzigfache Vergrößerung)
mit einigen Tropfen einer Mischung aus 2-Propanol und Universalöl
(Lubricant Consult GmbH) benetzt. Das nach einigen Sekunden ausgebildete
Muster wurde photographiert.
Claims (25)
1. Verfahren zur Beschichtung einer metallischen oder halbmetallischen
Oberfläche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Beschichtungsmoleküle, die reaktive Gruppen enthalten,
durch Bestrahlung mit Licht kovalent an die Oberfläche bindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bindung der Beschichtungsmoleküle an die Oberfläche über
- (a) eine Photoaktivierung von reaktiven Gruppen in den Beschichtungsmolekülen,
- (b) eine Photoaktivierung von reaktiven Gruppen auf der Oberfläche oder
- (c) eine Kombination von (a) und (b) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die reaktiven Gruppen der Beschichtungsmoleküle aus C = C- oder
C = O-Doppelbindungen ausgewählt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtungsmoleküle reaktive Alken-, Aldehyd- oder/und
Vinylethergruppen enthalten.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtungsmoleküle neben reaktiven Gruppen mindestens
eine weitere funktionelle Gruppe enthalten.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere funktionelle Gruppe ausgewählt wird aus Haptenen,
Biotin, Chelatierungsgruppen, Nukleotiden, Nukleinsäuren,
Nukleinsäureanaloga, Polyethylenglykol, konjugierten π-Systemen,
geladenen Gruppen, nichtlinearen optischen Gruppen, vernetzbaren
Gruppen, elektrisch leitfähigen Gruppen, Aminosäuren, Peptiden und
Polypeptiden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtungsmoleküle als weitere funktionelle Gruppen
konjugierte π-Systeme enthalten.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtungsmoleküle Polyen-, Aryl-, Heteroaryl- oder/und
Polyacetylengruppen enthalten.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weiteren funktionellen Gruppen während der Bindung an die
Oberfläche durch Schutzgruppen blockiert werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche mindestens ein Element ausgewählt aus B, Al, Ga,
Si, Ge und As umfaßt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche mindestens eine Metall- oder/und
Halbmetallhydridverbindung umfaßt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche Siliciumhydrid umfaßt.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung in einer Inertgasatmosphäre durchgeführt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Licht mit Wellenlängen im Bereich von 370-395 nm
einstrahlt.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß man monochromatisches Licht einstrahlt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Gemisch von unterschiedlichen Spezies von
Beschichtungsmolekülen verwendet.
17. Verfahren nach Anspruche 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Spezies von Beschichtungsmolekülen eine weitere
funktionelle Gruppe trägt und eine andere Spezies von
Beschichtungsmolekülen keine weitere funktionelle Gruppe trägt.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine strukturierte Beschichtung durch Verwendung von
Masken oder/und optischen Gittern aufbringt.
19. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Array-Strukturen aufbringt.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine beschichtete Oberfläche zur Verwendung in der
Mikroelektronik herstellt, wobei man Bindemoleküle, die elektrisch
leitfähige Gruppen aufweisen, aufbringt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-19,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine beschichtete Oberfläche für die Diagnostik herstellt,
wobei man Bindemoleküle aufbringt, die spezifisch bindefähige
Gruppen aufweist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-19,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine biokompatible Beschichtung aufbringt.
23. Beschichteter Gegenstand, umfassend einen Träger mit einer
metallischen oder halbmetallischen Oberfläche und daran kovalent
gebundene Beschichtungsmoleküle,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche eine Anordnung beschichteter und unbe
schichteter Bereiche aufweist, wobei die beschichteten Bereiche
miniaturisiert sind.
24. Gegenstand nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß er ein Biosensor ist, der eine Array-Struktur aufweist.
25. Gegenstand nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtungsmoleküle mindestens eine weitere funktionelle
Gruppe enthalten oder Mischungen von Beschichtungsmolekülen mit
bzw. ohne weitere funktionelle Gruppen sind.
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|---|---|---|---|
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