DE19815051A1 - Spinnmaschine mit einem einen Saugrotor aufweisenden Streckwerk - Google Patents
Spinnmaschine mit einem einen Saugrotor aufweisenden StreckwerkInfo
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Abstract
Spinnmaschine mit Streckwerken 1 und mit Spindeln sowie mit am Faserlaufwerk zwischen den Streckwerken und den Spindeln angeordneten, am Umfang mit einer Perforation 12 versehenen, im Innern unter Saugzug stehenden, angetrieben sich drehenden Saugrotoren 11, durch die in einer auf einen Teil des Umfangs der Saugrotoren begrenzten Verdichtungszone 23 Faserlunten 8 angesaugt und verdichtet werden, wobei die Drehachsen der Saugrotoren derart angeordnet sind, daß die Ebene ihrer Perforation zumindest annähernd mit der Ebene zusammenfällt, die die beiden Walzen 4', 4'' des Ausgangswalzenpaares 4 des Streckwerkes in deren Klemmlinie tangiert und wobei den Saugrotoren achsparallele Andrückrollen 24 zugeordnet sind, die am Ende der Verdichtungszone an dem die Perforation enthaltenden Umfangsbereich der Saugrotoren anliegen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Spinnmaschine mit Streckwerken und
mit Spindeln sowie mit am Faserlaufweg zwischen den Streckwerken
und den Spindeln angeordneten, am Umfang mit einer Perforation
versehenen, im Innern unter Saugzug stehenden, angetrieben sich
drehenden Saugrotoren, durch die in einer auf einen Teil des Um
fangs der Saugrotoren begrenzten Verdichtungszone Faserlunten
angesaugt und verdichtet werden.
Eine derartige Spinnmaschine ist aus der EP 0 162 787 B1 be
kannt. Den Streckwerken dieser Spinnmaschine ist jeweils ein
scheibenförmiger Saugrotor nachgeordnet, über den die von den
Streckwerken abgelieferten Faserlunten laufen und auf dem diese
Faserlunten verdichtet werden. Dieses Verdichten erfolgt durch
Ansaugen der die Faserlunte bildenden Fasern an eine schmale
Spur einer den Mantel des Saugrotors durchdringenden Perfora
tion, insbesondere einer um den Umfang des Saugrotors verlau
fenden Linie von Ansaugöffnungen. In der Ausführungsform der Fig.
10, 11 und 12 dieser Druckschrift ist die Drehachse des
Saugrotors waagrecht und die Ebene seiner Perforation parallel
zu den Streckwalzen der Streckwerke angeordnet. Auf diesem Saug
rotor werden jeweils zwei, von zwei nebeneinander liegenden
Streckwerken abgelieferte Faserlunten zu einem Kern/Mantel-Garn
vereinigt, dem dann mittels einer Falschdrallspindel falsche
Drehung erteilt und das schließlich auf eine Spule aufgewunden
wird.
Durch die Lage der Saugrotoren ist zumindest eine der Faser
lunten gezwungen, in nicht durch Drehung verfestigtem Zustand
über eine gewisse Strecke zu laufen. In diesem Bereich unter
liegt die Faserlunte der Gefahr der Beschädigung. So kann sie
oder zumindest ihre Fasern bspw. durch den Luftstrom eines Wan
derbläsers verwirbelt werden. Dadurch würde zumindest die Haa
rigkeit des erzeugten Garnes unerwünscht erhöht oder gar dessen
Gleichmäßigkeit nachteilig beeinträchtigt werden. Ferner übt die
Ringspinnvorrichtung auf die auf dem Saugrotor liegende Faser
lunte Zug aus, der ein optimales Verdichten der Faserlunte be
einträchtigt.
Der Erfindung war demgemäß die Aufgabe gestellt, die Distanz,
über die eine Faserlunte ohne Führung zu einem solchen Saugrotor
läuft, zu vermindern und den Fadenzug einer nachgeordneten Dre
hungs- und Aufwindevorrichtung von der Verdichtungszone fernzu
halten. Sie löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des
Hauptanspruches genannten Merkmale.
Das Faserband tritt als Bändchen aus dem Ausgangswalzenpaar aus,
dessen Breite ein Mehrfaches seiner Dicke beträgt. Dadurch, daß
sich die Perforation auf dem Saugrotor in der Richtung der
Breitenerstreckung des Faserbandes bewegt und das Faserband auf
seinem Umfang aufnimmt, ist hierdurch vorteilhafterweise bereits
eine Verdichtungswirkung gegeben, zu der die Saugwirkung in der
Verdichtungszone noch hinzukommt. Die Lage der Ebene der Perfo
ration in der die Ausgangswalzen in ihrer Klemmlinie tangieren
den Ebene erlaubt es vorteilhafterweise auch, das Faserband wie
üblich zu changieren.
Wenn in einer ersten Verwirklichung der Erfindung der Saugrotor
sehr schmal ausgeführt wird, wird der Vorteil erreicht, daß ein
Umfangsbereich des Saugrotors in den Zwickel zwischen der Unter
walze und der Oberwalze des Ausgangswalzenpaares gerückt werden
kann, wodurch er näher an der Klemmlinie des Ausgangswalzen
paares liegt. Damit wird die Distanz zwischen Klemmlinie des
Ausgangswalzenpaares, an der die Faserlunte die Führung durch
das Streckwerk verläßt, und dem Umfang des Saugrotors, an dem
die Faserlunte wieder einer Führung unterliegt, wesentlich ver
mindert.
Überraschend hat sich ergeben, daß in einer zweiten Verwirk
lichung der Erfindung, bei der das Abziehen des durch das Ein
springen der erteilten Drehung entstehenden Garnes vom Umfang
des Saugrotors oder vom Umfang einer ihm zugeordneten Andrück
rolle in einer zur Drehachse des Saugrotors seitlich versetzten
und schiefen Richtung erfolgt, das Garn über die Umfangsfläche
des Saugrotors oder der Andrückrolle abrollt. Hierdurch wird dem
Garn Drehung erteilt, die zwar falsche Drehung ist, jedoch das
Einspringen der erteilten echten Drehung dann vorteilhaft unter
stützt, wenn der Drehsinn der vorgesehenen Drehung und der Dreh
sinn der falschen Drehung auf deren ablaufender Seite überein
stimmt. Die Drehrichtung der erteilten falschen Drehung kann
durch Wahl der Drehrichtung des Saugrotors oder der Andrück
rolle, von dem bzw. der das Garn abläuft, und dessen Um
schlingung durch das Garn auf den Sinn der erteilten echten
Drehung abgestimmt werden. Durch dieses Unterstützen des Ein
springens der erteilten echten Drehung in das Garn werden Faden
brüche vermindert und das Einbinden abstehender Fasern verbes
sert, was die Haarigkeit des erzeugten Garnes vermindert.
Hierfür ist es von Vorteil, wenn der Saugrotor bzw. die Ahdrück
rolle, von dem bzw. der das Garn abläuft, nicht so schmal wie
möglich ausgebildet ist, sondern zumindest in Richtung des Ab
rollens des Garnes zylindrisch verlängert ist. Wenn es der Saug
rotor ist, der verlängert wird, muß hierbei allerdings auf den
Vorteil verzichtet werden, den Saugrotor in den Zwickel zwischen
den beiden Walzen des Ausgangswalzenpaares rücken zu können. Es
ist aber ohne weiteres möglich, die Andrückrolle in axialer
Richtung zu verlängern, so daß in diesem Falle sowohl der Vor
teil dichten Anstellens des Saugrotors an die Klemmlinie des
Ausgangswalzenpaares des Streckwerkes als auch der Vorteil des
Unterstützens der Drehungserteilung durch Falschdrall gegeben
ist.
Um ein besonders wirksames Abrollen des Garnes auf dem Saugrotor
oder auf seiner Andrückrolle zu erreichen, ist der Saugrotor
bzw. die betreffende Andrückrolle jedenfalls in dem Bereich, in
dem das Abrollen des Garnes stattfindet, mit einem Belag hohen
Reibungsbeiwertes ausgestattet, bspw. mit Gummi oder mit einem
gummiähnlichen Material belegt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann neben dem Herstellen von
einfachem Garn vorteilhaft auch beim Herstellen von Coregarn
eingesetzt werden. Entsprechend kann die Spinnmaschine zusätz
lich zu der erfindungsgemäßen Verdichtungsvorrichtung auch mit
Einrichtungen zum Herstellen von Coregarn ausgestattet werden.
In einem Coregarn soll der Kernfaden möglichst vollständig in
die das äußere Erscheinungsbild des Garnes bestimmenden Mantel
fasern eingebettet werden. Im normalen Coregarn-Spinnen erfolgt
dies dadurch, daß der Kernfaden der im letzten, in aller Regel
also im Hauptverzugsfeld breit auseinandergelaufenen Faserlunte
zugeführt wird, während das Herumlegen der Mantelfasern um den
Kernfaden durch das Drehen des Faserverbandes zwischen dem Aus
gangswalzenpaar und dem die Drehung erteilenden Organ, in aller
Regel also einer Ringspinnspindel erfolgt. Dieses Einbetten er
folgt an manchen Stellen entlang des Garnes häufig unvollstän
dig, was eine Qualitätseinbuße des erzeugten Coregarnes dar
stellt.
Durch das erfindungsgemäße Verdichten wird das Einbetten des
Kernfadens in die Mantelfasern zusätzlich zum Eindrehen unter
stützt und bewirkt so ein wirksameres, weniger Lücken aufweisen
des und über die Länge des Garnes gleichmäßigeres Abdecken des
Kernfadens durch die Mantelfasern.
In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Er
findung dargestellt. Die Darstellung ist weitestgehend schemati
siert.
Es zeigen
Fig. 1 den Querschnitt durch Streckwerk und Spindelreihe
einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 die ausschnittsweise Draufsicht auf den Gegenstand der
Fig. 1, teils geschnitten;
Fig. 3 eine Ausgestaltung des Gegenstandes der Fig. 1 zum
Herstellen von Coregarn und zum Spinnen mit Spinn
finger;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Saugrotor der Fig. 1 bis
3;
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform der Erfindung in Darstel
lung wie in Fig. 1;
Fig. 6 die ausschnittsweise Draufsicht auf den Gegenstand der
Fig. 5 in Darstellung wie in Fig. 2, teilweise ge
schnitten.
Die erfindungsgemäße Spinnmaschine weist ein Streckwerk 1 geläu
figer Bauart mit einem Eingangswalzenpaar 2, einem Mittelwalzen
paar 3 und einem Ausgangswalzenpaar 4 auf. Die Unterwalzen 2',
3' und 4' dieser Walzenpaare sind als Stahlwalzen ausgebildet,
die sich über die Länge des Streckwerksbereiches der Spinn
maschine erstrecken und weisen im Bereich der Arbeitsstellen
Riffelung auf. Die Oberwalzen 2'', 3'' und 4'' sind als Zwillings
oberwalzen ausgebildet, die mit elastischem Belag 5 versehen und
mittels nicht dargestellter Lenker an einem in Fig. 6 angedeu
teten Trag- und Belastungsarm 6 gelagert und federbelastet sind.
Die Walzen 2' und 2'' des Mittelwalzenpaares 2 sind mit Riemchen
7 ausgestattet, die jeweils in nicht dargestellten, ebenfalls am
Trag- und Belastungsarm 6 bzw. an der Stanze des Streckwerkes 1
gelagerten Riemchenkäfigen geführt sind. Dieses Streckwerk 1
liefert eine zur Endfeinheit verzogene, unverfestigte Faserlunte
8 ab. Es versteht sich, daß die Erfindung auch in Verbindung mit
Streckwerken anderen Aufbaues einsetzbar ist.
Die Unterwalzen 2', 3' und 4' stehen über ein geläufiges und da
her hier nicht dargestelltes Getriebe oder über Einzelantriebe
miteinander in Antriebsverbindung, was in Fig. 3 durch Wirk
linien 9 angedeutet ist.
Diesem Streckwerk 1 ist eine Verdichtungsvorrichtung 10 nachge
ordnet, die in der Ausführungsform der Fig. 1 bis 4 als ange
trieben rotierender, scheibenförmiger Saugrotor 11 ausgebildet
ist, der nur geringe Höhe H aufweist. An die schmale zylin
drische Umfangsfläche 12 dieses Saugrotors 11 schließen sich
beidseits Abfasungen 13 an. Auf diese Weise kann der Saugrotor
11 so angeordnet werden, daß er in den ausgangsseitigen Zwickel
zwischen den Walzen 4', 4'' des Ausgangswalzenpaares 4 ragt und
der Weg, den die aus dem Ausgangswalzenpaar austretende, unver
festigte Faserlunte 8 frei zurücklegen muß, so kurz wie möglich
ist.
In der Umfangsfläche 12 dieses Saugrotors 11 ist eine Perfora
tion 14 in Form einer Reihe kleiner Ansaugöffnungen 15 angeord
net. In der Darstellung der Fig. 2 ist der Saugrotor 11 in Ebene
der Perforation 14 geschnitten, um die Ansaugöffnungen 15 er
kennbar zu machen. Im Saugrotor 11 ist mittels eines Schirmes 16
eine in Fig. 2 erkennbare Saugkammer 17 gebildet. Die Saugkammer
17 steht mit einer in Fig. 1 angedeuteten Saugquelle 18 in Form
einer durch einen Motor 19 angetriebenen Saugpumpe 20 über eine
durch das Lagergehäuse 21 des Saugrotors 11 verlaufende Rohr
leitung 22 in Verbindung. Die Saugkammer 17 schirmt mittels
ihres Schirmes 16 die Ansaugöffnungen 15 der Perforation 14 bis
auf eine Verdichtungszone 23 (Fig. 6), die sich über einen
Bruchteil des Umfangs des Saugrotors 11 erstreckt, gegen den
Saugzug ab. Der Saugzug wirkt demgemäß nur in dieser Ver
dichtungszone 23 auf die Außenseite des Saugrotors 11.
Diese durch die ortsfeste Saugkammer 17 begrenzte Verdichtungs
zone 23 ist so angeordnet, daß sie an dem dem Ausgangswalzenpaar
4 am nahestliegenden Umfangspunkt des Saugrotors 11 beginnt. Am
Ende der Verdichtungszone 23 ist eine Andrückrolle 24 angeord
net, die über einen Haltearm 25 am Lagergehäuse 21 des Saug
rotors 11 gelagert ist. Sie wird mittels einer am Lagergehäuse
21 und am Maltearm 25 angreifenden Zugfeder 26 an die Umfangs
fläche 12 des Saugrotors 11 angedrückt und von diesem angetrie
ben. Die Andrückrolle 24 weist elastischen Belag auf. Der Saug
rotor 11 mit der in ihm angeordneten Saugkammer 17 und die An
drückrolle 24 bilden die Verdichtungsvorrichtung 10.
Wie aus Fig. 4 erkennbar, ist auch die Welle 27 des Saugrotors
11 hohl ausgebildet. Diese Welle 27 ist mittels Kugellagern 28
im Lagergehäuse 21 drehbar, an ihrem unteren Ende liegt ein den
Saugrotor 11 antreibender Tangentialriemen 29 an ihr an. Eine
Andrückrolle 29 sorgt für sichere Anlage des Tangentialriemens
an die Welle 27. Durch die hohle Welle 27 erstreckt sich die
stillstehende Rohrleitung 22, die sich im Saugrotor 11 zur Saug
kammer 17 erweitert. Der Saugrotor 11 weist einen Durchmesser
von bspw. 50 mm auf und ist mit einem abnehmbaren Deckel 31 ver
schlossen. Die Umfangsgeschwindigkeit des Saugrotors 11 ent
spricht der Liefergeschwindigkeit des Ausgangswalzenpaares 4 des
Streckwerkes oder ist geringfügig höher. Die Drehzahl des Saug
rotors 11 ist demgemäß gering.
Der Verdichtungsvorrichtung 10 ist in der Ausführungsform der
Fig. 1 bis 3 zum Drehen und Aufwinden des abgelieferten Garnes
32 eine geläufige und daher hier nicht im einzelnen beschriebene
Ringspinnvorrichtung 33 nachgeordnet. Sie umfaßt eine Spinnspin
del 34, die in einer ihren Antrieb und ihre Lagerung enthalten
den Spindelbank 35 sitzt und eine Ringbank 36, in der ein Spinn
ring 37 angeordnet ist, auf dem ein Ringläufer 38 umläuft. Das
Garn 32 läuft der Ringspinnvorrichtung 33 über einen Fadenführer
39 zu.
Im Betrieb liefert das Streckwerk 1 aus dem Ausgangswalzenpaar 4
eine Faserlunte 8 ab, die infolge des Durchmessers des zulaufen
den Vorgarnes und der Verzugsarbeit eine gewisse Breite auf
weist. Diese Faserlunte 8 wird durch den im Saugrotor 11 wirken
den Saugzug in der Verdichtungszone 23 an die Perforation 14 am
Umfang des Saugrotors 11 angesaugt und auf die schmale Linie der
Ansaugöffnungen 15 dieser Perforation zusammengefaßt und ver
dichtet. In diesem verdichteten Zustand wird sie zur Klemmlinie
zwischen der Saugrotor 11 und der Andrückrolle 24 gefördert.
Dort endet der Saugbereich und die Verdichtungszone 23. Nach
Verlassen der Klemmlinie zwischen der Saugrotor 11 und der An
drückrolle 24 wird die Faserlunte 8 durch den von der Ringspinn
vorrichtung 33 ausgeübten Fadenzug nach unten abgezogen und
durch Drehungserteilung verfestigt und aufgewunden.
In der Ausführungsform der Fig. 5 und 6 ist der Saugrotor 11'
zylindrisch und wesentlich höher ausgeführt als der Saugrotor
der Fig. 1 bis 3, so daß er nicht in den Zwickel des Ausgangs
walzenpaares 4 eingreifen kann. Es ist ihm ebenfalls eine An
drückrolle 24 zugeordnet. In der dargestellten Ausführungsvari
ante ist ihm eine Topfspinnvorrichtung 40 nachgeordnet, die
einen in einer Topfbank 41 gelagerten Spinntopf 42 und in dem
mittels eines an einem Arm 43 befestigten und auf und ab be
wegten Fadenführerrohres 44 der Spinnkuchen 45 gebildet wird.
Saugrotor 11' und Andrückwalze 24 sind in Bezug auf den Faden
führer 39 einer nachgeordneten Ringspinnvorrichtung 33 bzw. der
Einlauföffnung des Fadenführerrohres 44 einer Topfspinnvorrich
tung 40 so angeordnet, daß das Garn 32 beim Abziehen aus der
Klemmlinie zwischen dem Saugrotor und der Andrückwalze über den
Umfang des Saugrotors gezogen wird. Wie aus Fig. 6 erkennbar,
rollt bei diesem Abziehen das Garn 32 über die Mantelfläche des
Saugrotors 11' ab und wird dabei - insbesondere beim Abrollen
über dessen untere Kante - gedreht. Diese Drehung ist Falsch
drehung. Der Drehsinn dieser Falschdrehung kann aber durch Wahl
der Drehungsrichtung des Saugrotors 11' so gewählt werden, daß
sie das Einspringen der durch die Ringspinnvorrichtung 33 bzw.
durch die Topfspinnvorrichtung 40 erteilten echten Drehung in
das Garn 32 unterstützt. Um das Erteilen von Falschdrehung zu
unterstützen, kann der Umfang des Saugrotors 11' zumindest in
seinem unteren Bereich, auf dem das Garn 32 abrollt, mit einem
Belag 46 mit hohem Reibungsbeiwert versehen sein.
Es sei angenommen, daß dem erzeugten Garn S-Drehung erteilt wer
den soll, wofür der Spinntopf 42 in der in Fig. 6 mit dem Pfeil
A angegebenen Drehsinn anzutreiben ist. Damit dem auf dem Saug
rotor 11' abrollenden Garn ebenfalls S-Drehung erteilt wird, muß
der Saugrotor 11' mit dem durch den Pfeil B angedeuteten ent
gegengesetzten Drehsinn umlaufen. Es ist erkennbar, daß zum Her
stellen von Garn mit Z-Drehung nicht nur die Drehrichtungen der
Arbeitsaggregate umzukehren wären, sondern auch die Ver
dichtungszone 23 in dem Saugrotor 11' und die Andrückrolle 24
auf die linke Seite zu verlagern wären. Der Schirm 16 der Saug
kammer 17 kann hierzu verdreht werden, für die Andrückrolle 24
kann auf der gegenüberliegenden Seite des Lagergehäuses 21 des
Saugrotors 11' eine weitere Lagerung vorgesehen sein, so daß sie
leicht umgesetzt werden kann.
Dieser vorteilhafte Effekt des Unterstützens des Drehens des
Garnes durch Erteilen von Falschdrehung kann auch in Verbindung
mit dem Saugrotor 11 der Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 ver
wirklicht werden. Da die Umfangsfläche 12 dieses Saugrotors 11
zu niedrig ist, um einen wirksamen Abrolleffekt mit Falsch
drallerteilung zu gewährleisten, ist hierbei vorgesehen, das
Garn 32 auf der Andrückrolle 24 abrollen zu lassen. Die Andrück
rolle 24 ist zu diesem Zweck - wie in Fig. 3 dargestellt - über
ihren Anlagebereich an die schmale Umfangsfläche 12 des Saug
rotors 11 hinaus nach unten verlängert. Elastischen Belag mit
höherem Reibungsbeiwert als etwa Stahl, der das Abrollen unter
stützt, weist die Andrückrolle 24 ohnehin auf. Saugrotor 11 und
Andrückrolle 24 sind in Bezug auf den nachgeordneten Fadenführer
39 einer Ringspinnvorrichtung 33 so angeordnet, daß das ab
laufende Garn 32 über die Abrollwalze gezogen wird, auf ihr ab
rollt und hierbei falsche Drehung erhält. In diesem Fall muß die
Drehrichtung (Pfeil C) der Andrückrolle 24 dem Drehsinn der
Spinnspindel 34 (Pfeil A) entgegengesetzt sein, der Saugrotor 11
daher in gleichem Drehsinn umlaufen (Pfeil B) wie die Spindel
34. Wie erkennbar, ist die Andrückrolle 24 in Fig. 2 auf ent
gegengesetzten Seite eingezeichnet wie in Fig. 1.
In Fig. 3 ist auch dargestellt, daß die Spinnspindel 34 zum bal
lonlosen oder ballonreduzierten Spinnen mit einem Spinnfinger 47
ausgerüstet sein kann. Dieser Spinnfinger 47 fängt das zu
laufende Garn 56 direkt unterhalb des Fadenführers 39, schlingt
ihn um die Hülse 48 und führt ihn ohne Ballon dem Ringläufer 38
zu.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch mit einer Core
garneinrichtung 49 zum Herstellen von Coregarn verbunden werden.
Unter Coregarn versteht man ein Garn, bei dem ein vorzugsweise
aus einem endlosen, synthetischen Faden bestehender Kernfaden
durch Mantelfasern endlicher Länge, in der Regel Baum
woll- oder/und Wollfasern, ummantelt wird.
Wie ebenfalls aus Fig. 3 erkennbar, werden dem Streckwerk 1 zu
diesem Zweck zwei Abrollwalzen 50 zugeordnet, auf denen eine den
Kernfaden 51 enthaltende Kernfadenspule 52 aufliegt. Von einer
der Abrollwalzen 50 ist der Kernfaden 51 auf die Einlaufseite
der Oberwalze 4'' des Ausgangswalzenpaares 4 des Streckwerkes ge
führt. Die Abrollwalzen 50 sind mit einer der Umfangsgeschwin
digkeit des Ausgangswalzenpaares 4 entsprechenden Umfangsge
schwindigkeit angetrieben.
Dadurch wird erreicht, daß der Kernfaden 51 der Faserlunte 8 mit
deren Abzugsgeschwindigkeit aus dem Hauptverzugsfeld zwischen
den Walzenpaaren 3 und 4 entsprechender Geschwindigkeit zuläuft.
Der Kernfaden 51 wird durch einen zum Vorgarn-Einlauftrichter 53
des Streckwerkes 1 justierten und - durch eine dicke, strich
punktierte Wirklinie 54 angedeutet - gemeinsam mit diesem chan
gierenden Kernfaden-Fadenführer 55 geleitet. Dadurch wird
sichergestellt, daß der Kernfaden 51 der Faserlunte 8 stets mit
tig zugeführt wird. Er läuft daher in die an dieser Stelle noch
breit laufende Faserlunte 8 ein und wird dann in der an
schließenden Verdichtungszone 23 durch die unter Wirkung des
Saugzuges eng zusammenrückenden Mantelfasern der Faserlunte
dicht und deckend ummantelt und zum Coregarn 56.
Es versteht sich, daß die beschriebenen und dargestellten Vari
anten der Komponenten der erfindungsgemäßen Spinnmaschine wie
die unabdingbaren - Streckwerk 1, Verdichtungsvorrichtung 10,
Drehungs- und Aufwindevorrichtung 33 oder 40 - und die fakul
tativen - wie ballonlos mit Spinnfinger 47 und Coregarnein
richtung 49 - auch in anderen als den beschriebenen und darge
stellten Kombinationen verwirklicht werden können.
1
Streckwerk
2
Eingangswalzenpaar
3
Mittelwalzenpaar
4
Ausgangswalzenpaar
2
',
3
',
4
' Unterwalzen
2
'',
3
'',
4
'' Oberwalzen
5
Elastischer Belag
6
Trag- und Belastungsarm
7
Riemchen
8
Faserband
9
Wirklinien
10
Verdichtungsvorrichtung
11
,
11
' Saugrotor
12
Umfangsfläche des Saugrotors
13
Abfasungen
14
Perforation
15
Ansaugöffnungen
16
Schirm
17
Saugkammer
18
Saugquelle
19
Motor
20
Saugpumpe
21
Lagergehäuse des Saugrotors
22
Rohrleitung
23
Verdichtungszone
24
Andrückrolle
25
Haltearm
26
Zugfeder
27
Welle des Saugrotors
28
Kugellager
29
Tangentialriemen
30
Andrückrollen
31
Deckel des Saugrotors
32
Garn
33
Ringspinnvorrichtung
34
Spinnspindel
35
Spindelbank
36
Ringbank
37
Spinnring
38
Ringläufer
39
Fadenführer
40
Topfspinnvorrichtung
41
Topfbank
42
Spinntopf
43
Arm
44
Fadenführerrohr
45
Spinnkuchen
46
Belag hohen Reibungsbeiwertes
47
Spinnfinger
48
Hülse
49
Coregarneinrichtung
50
Abrollwalzen
51
Kernfaden
52
Kernfadenspule
53
Vorgarn-Einlauftrichter
54
Wirklinie
55
Kernfaden-Fadenführer
56
Coregarn
A, B, C Drehrichtungen
H Höhe
A, B, C Drehrichtungen
H Höhe
Claims (12)
1. Spinnmaschine mit Streckwerken und mit Spindeln sowie mit am
Faserlaufweg zwischen den Streckwerken und den Spindeln an
geordneten, am Umfang mit einer Perforation versehenen, im
Innern unter Saugzug stehenden, angetrieben sich drehenden
Saugrotoren, durch die in einer auf einen Teil des Umfangs
der Saugrotoren begrenzten Verdichtungszone Faserlunten an
gesaugt und verdichtet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehachsen der Saugrotoren (11, 11') derart angeord net sind, daß die Ebene ihrer Perforation (14) zumindest an nähernd mit der Ebene zusammenfällt, die die beiden Walzen des Ausgangswalzenpaares (4) des Streckwerkes in deren Klemmlinie tangiert und
daß den Saugrotoren achsparallele Andrückrollen (24) zuge ordnet sind, die am Ende der Verdichtungszone (23) an dem die Perforation enthaltenden Umfangsbereich der Saugrotoren anliegen.
daß die Drehachsen der Saugrotoren (11, 11') derart angeord net sind, daß die Ebene ihrer Perforation (14) zumindest an nähernd mit der Ebene zusammenfällt, die die beiden Walzen des Ausgangswalzenpaares (4) des Streckwerkes in deren Klemmlinie tangiert und
daß den Saugrotoren achsparallele Andrückrollen (24) zuge ordnet sind, die am Ende der Verdichtungszone (23) an dem die Perforation enthaltenden Umfangsbereich der Saugrotoren anliegen.
2. Spinnmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhe (H) der Saugrotoren (11) so gering wie möglich ge
halten ist. (Fig. 1 bis 4).
3. Spinnmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zylindrische Umfangsfläche (12) der Saugrotoren (11)
beidseitige Abfasungen (13) aufweist. (Fig. 1 bis 4).
4. Spinnmaschine nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsfläche (12) der Saugrotoren (11) in den Zwic
kel zwischen den beiden Walzen (4', 4'') der Ausgangswalzen
paare (4) ragt. (Fig. 1 bis 3).
5. Spinnmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Richtung, in der das erzeugte Garn (32) bzw. das er
zeugte Coregarn (56) vom Umfang der Saugrotoren (11, 11')
oder der ihnen zugeordneten Andrückrollen (24) abgezogen
wird, zur Drehachse dieser Saugrotoren oder Andrückrollen
seitlich versetzt und schief ist und wobei die Drehrichtung
der Saugrotoren oder der Andrückrollen und deren Umschlingen
durch das abgezogene Garn bzw. Coregarn derart gewählt ist,
daß der Sinn der durch ein Abrollen der erzeugten Garne bzw.
Coregarne vom Mantel dieser Saugrotoren oder Andrückrollen
erzeugten falschen Drehung im ablaufenden Garn (32) bzw.
Coregarn (56) mit dem Sinn der echten Drehung übereinstimmt,
die dem Garn bzw. dem Coregarn von den die echte Drehung er
zeugenden Vorrichtungen (33, 40) erteilt wird.
6. Spinnmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Saugrotor (11') bzw. die Andrückrolle (24), über den
bzw. die das Garn (32) oder das Coregarn (56) abrollt, in
Richtung des Abrollens des Garnes oder Coregarnes verlängert
ist. (Fig. 5).
7. Spinnmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Saugrotor (11') bzw. die Andrückrolle (24), über die
das Garn (32) oder das Coregarn (56) abrollt, zumindest in
dem Bereich, in dem das Abrollen des Garnes oder Coregarnes
stattfindet, mit einem Belag (46) hohen Reibungsbeiwertes
ausgestattet ist.
8. Spinnmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das vom Saugrotor (11, 11') ablaufende Garn (32) oder
Coregarn (56) einer Ringspinnvorrichtung (33) zuläuft. (Fig.
1, 2; 3).
9. Spinnmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spinnspindel (34) der Ringspinnvorrichtung (33) zum
Spinnen mit unterdrücktem oder reduziertem Ballon eingerich
tet ist.
10. Spinnmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spinnspindel (34) der Ringspinnvorrichtung (33)
einen Spinnfinger (47) aufweist. (Fig 3).
11. Spinnmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das vom Saugrotor (11, 11') ablaufende Garn (32) oder
Coregarn (56) einer Topfspinnvorrichtung (40) zuläuft. (Fig.
5).
12. Spinnmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Streckwerk (1) eine Einrichtung (49) zum Herstellen
von Coregarn (56) zugeordnet ist. (Fig. 3)
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19815051A DE19815051A1 (de) | 1998-04-03 | 1998-04-03 | Spinnmaschine mit einem einen Saugrotor aufweisenden Streckwerk |
| EP99106402A EP0947616A3 (de) | 1998-04-03 | 1999-03-27 | Spinnmaschine mit einem einen Saugrotor aufweisenden Streckwerk |
| JP11086856A JPH11315427A (ja) | 1998-04-03 | 1999-03-29 | サクションロ―タを備えている練条機を有する精紡機 |
| US09/285,584 US6032451A (en) | 1998-04-03 | 1999-04-02 | Spinning machine with condensing suction rotor for a drafting frame |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19815051A DE19815051A1 (de) | 1998-04-03 | 1998-04-03 | Spinnmaschine mit einem einen Saugrotor aufweisenden Streckwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19815051A1 true DE19815051A1 (de) | 1999-10-14 |
Family
ID=7863540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19815051A Withdrawn DE19815051A1 (de) | 1998-04-03 | 1998-04-03 | Spinnmaschine mit einem einen Saugrotor aufweisenden Streckwerk |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
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| EP (1) | EP0947616A3 (de) |
| JP (1) | JPH11315427A (de) |
| DE (1) | DE19815051A1 (de) |
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