DE19813690A1 - Optisch aktives Element und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Optisch aktives Element und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft optisch aktive Elemente aus einem für elektromagnetische Wellen transparenten Kunststoffmaterial sowie Verfahren zu deren Herstellung, wobei solche optischen Elemente an ihren Grenzflächen zum umgebenden Medium eine zumindest verringerte Reflexion aufweisen sollen. Zur Lösung dieses Problems soll unmittelbar auf der Oberfläche solcher Elemente zumindest teilweise eine Mikrostrukturierung flächenhaft ausgebildet werden und dabei die Breiten und Abstände der einzelnen Strukturelemente kleiner als die kleinste Wellenlänge der mit dem Element zu beeinflussenden elektromagnetischen Wellen sein.
Description
Die Erfindung betrifft optisch aktive Elemente aus
einem für elektromagnetische Wellen transparenten
Kunststoffmaterial sowie Verfahren zu deren Herstel
lung.
Bei optisch aktiven Elementen aus transparenten Mate
rialien für elektromagnetische Wellen, im sichtbaren
und nicht sichtbaren Wellenlängenbereich treten Pro
bleme an den Grenzflächen dadurch auf, daß das ein
fallende Licht teilweise reflektiert und demzufolge
entsprechende Lichtverluste in Kauf genommen werden
müssen.
Aus dem Stand der Technik sind diesem Nachteil ent
gegenwirkend einige Maßnahmen bekannt, um die Reflex
ionsverluste zumindest zu verringern.
Zum einen werden hierfür zusätzlich dielektrische
Interferenz schichten oder Interferenzschichtsysteme
auf die Oberflächen aufgebracht, um den reflektierten
Lichtanteil zu verringern. Dabei ist festzuhalten,
daß diese Möglichkeit nicht in jedem Fall praktikabel
ist und insbesondere bei den verschiedenen optisch
aktiven Elementen, wie z. B. Prismen oder Fresnellin
sen nicht ohne weiteres eingesetzt werden kann.
Außerdem treten eine Reihe von Beschränkungen auf.
Insbesondere bei der Beschichtung von Kunststoffen
kann die Haftung der Schicht auf dem Substrat kri
tisch sein, so daß sich die Schicht bei geringster
mechanischer Belastung ablöst. Desweiteren ist die
Entspiegelung stark strukturierter Oberflächen wie
z. B. Fresnellinsen oder -prismen mit Interferenz
schichtsystemen beim gegenwärtigen Stand der Technik
nur in Spezialfällen möglich. Die entspiegelnde Wir
kung von Interferenzschichtsystemen hängt stark vom
Einfallswinkel der Strahlung ab, was bei Anwendungen
mit einem breiten Winkelspektrum problematisch ist.
Eine andere Möglichkeit, die auf die Erkenntnisse von
Fresnel bezüglich der Reflexion und Reflexminderung
aufbaut, ist in GB 1 529 021 beschrieben. Dabei wer
den in transparenten Platten aus Kunststoffmateria
lien Ausstülpungen durch Prägen in solche Platten
erzeugt, um die Lichtverluste an Bedachungen von Ge
wächshäusern, die normalerweise reflexionsbedingt
auftreten, zu verringern.
In einer nicht vorveröffentlichten deutschen Patent
anmeldung ist darüber hinaus eine Möglichkeit be
schrieben, um eine Entspiegelungsschicht auf einem
optisch transparenten Material zu erhalten. Dabei
wird eine Trägerschicht auf mindestens einer Oberflä
chenseite mit einer eine Makrostruktur überlagernden
Mikrostrukturierung versehen. Die Makrostrukturierung
wirkt ähnlich wie eine Streuscheibe, hat aber den
Nachteil, daß das Kontrastverhältnis verringert wird.
Insbesondere dieser Nachteil sollte bei optisch akti
ven Elementen vermieden werden, um die gewünschten
Abbildungen nicht entsprechend zu verschlechtern. Die
der Makrostrukturierung überlagerte Mikrostrukturie
rung hat wiederum lediglich die Aufgabe der Vermin
derung der Reflexion an der Oberfläche. Diese Lösung
zielt auf die Beseitigung störender Reflexe und weni
ger auf die Erhöhung der Transmission. Die Makro
struktur dient der Umwandlung klar erkennbarer in
diffuse Reflexe; die Mikrostruktur reduziert die dif
fusen Reflexe, um den Kontrast zu verbessern. Für
optisch aktive Elemente stellt ein diffuser Reflex im
allgemeinen keine Verbesserung gegenüber einem klaren
Reflex dar, weil die Lichtausbeute verringert wird
und das Störlicht im optischen System verbleibt (be
sonders bei Objekten mit vielen brechenden Flächen)
und den Kontrast verschlechtert.
Neben der Verringerung des Kontrastes ist die dort
beschriebene Lösung ebenfalls nicht ohne weiteres an
optisch aktiven Elementen einsetzbar, da eine vorbe
reitete Trägerschicht nicht immanenter Bestandteil
eines optisch aktiven Elementes ist und demzufolge
zwischen Trägerschicht und eigentlichem Substrat des
optisch aktiven Elementes eine Grenzfläche mit den
bekannten Nachteilen ausgebildet ist. Desweiteren
können solche Trägerschichten nicht ohne weiteres auf
komplex konturierte optische Elemente aufgebracht
werden.
Außerdem können Haftungsprobleme, die auch bei den
Interferenzschichtsystemen zu berücksichtigen sind,
insbesondere bei den Kunststoffmaterialien auftreten.
Erläuternd soll weiterhin darauf hingewiesen werden,
daß bestimmte optisch aktive Elemente, wie Linsen,
Prismen, oder Lentikulare mit geringer Dicke und
großer Öffnung nach dem von Fresnel entwickelten Prinzip
durch entsprechende Oberflächenstrukturierung her
stellbar sind. Bei solchen optischen Elementen ist
deren Dicke zumindest über die optisch wirksame Flä
che nahezu konstant. Dabei werden Wirkflanken verwen
det, die konzentrisch bzw. parallel zueinander ange
ordnet sind und infolge der Ausbildung der Wirkflan
ken entsprechende diese voneinander trennenden Stör
flanken vorhanden sein müssen, die mehr oder weniger
Lichtverluste bedingen. Dabei gibt es bei solchen
optischen Elementen solche mit einseitiger Struktu
rierung und der entsprechenden Gegenseite, die in
diesem Fall normalerweise als Planfläche ausgebildet
ist. Solche optischen Elemente können aber auch an
beiden Seiten entsprechend mit Wirk- und Störflanken
strukturiert sein.
Selbstverständlich treten auch bei solchen optischen
Elementen beim Durchgang des Lichtes durch entspre
chende optische Grenzflächen Reflexionen auf, die
Intensitätsverluste und Kontrastverschlechterung be
dingen und zusätzlich störende, visuell auffällige
Reflexe verursachen können.
Insbesondere bei Fresnel-Linsen, die eine kurze
Brennweite erreichen, treten die elektromagnetischen
Wellen unter großen Winkeln (bis zu 70°) entweder
durch die plane Fläche und/oder die vorhandenen Wirk
flächen (infolge der Strukturierung) aus. Durch er
höhte Reflexion kann es eine zumindest teilweise Po
larisation des Lichtes geben. Außerdem kann der An
teil an reflektiertem Licht an der nächsten Grenzflä
che totalreflektiert werden bzw. durch Störflanken
austreten. Durch die hohe Komplexität können all die
se Möglichkeiten nicht berücksichtigt bzw. vorberech
net werden, so daß es zur Konzentration von Störlicht
auf der optischen Achse bzw. auf konzentrischen Rin
gen (Abbildungsfehler), bei Fresnellinsen, kommen
kann, deren Lage von den Abständen im optischen Sy
stem abhängig ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, optisch aktive
Elemente zur Verfügung zu stellen, die an ihren
Grenzflächen zum umgebenden Medium eine zumindest
verringerte Reflexion aufweisen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Mögliche Verfahren zur
Herstellung solcher optisch aktiven Elemente sind mit
den Merkmalen der Patentansprüche 7, 8 und 9 be
schrieben. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen und Wei
terbildungen der Erfindung ergeben sich bei Verwen
dung der in den untergeordneten Ansprüchen genannten
Merkmale.
Das erfindungsgemäße optisch aktive Element aus einem
für elektromagnetische Wellen im sichtbaren und nicht
sichtbaren Wellenlängenbereich transparenten Kunst
stoffmaterial ist dabei so gestaltet, daß zumindest
die Oberflächenbereiche, an denen die unerwünschten
Reflexionen vermieden werden sollen, unmittelbar auf
der Oberfläche eine flächenhafte Mikrostrukturierung
aufweisen, bei der die Abstände der einzelnen Struk
turelemente jeweils kleiner als die kleinste Wellen
länge der mit dem Element zu beeinflussenden elektro
magnetischen Wellen sind.
Mit einer solchen Ausbildung einer Mikrostrukturie
rung können die unerwünschten Reflexionen zumindest
stark verringert werden, da ein nahezu kontinuierli
cher Brechzahlübergang zwischen der Umgebung, in der
Regel Luft, und der eigentlichen Oberfläche des op
tisch aktiven Elementes zu verzeichnen ist, da der
Anteil an z. B. Luft innerhalb der Mikrostrukturierung
in Richtung auf das optisch aktive Element kontinu
ierlich abnimmt. Dies wird durch die Gestaltung der
Mikrostrukturierung begünstigt bzw. erreicht, in dem
das freie Volumen, das mit dem Umgebungsmedium (Luft
oder ein anderes Gas) ausgefüllt ist, innerhalb der
Mikrostrukturierung mit wachsender Tiefe kontinuier
lich abnimmt.
Die Mikrostrukturierung kann dabei einmal periodisch
ausgebildet sein und zum anderen können die einzelnen
Strukturelemente einer solchen Mikrostrukturierung
auch stochastisch verteilt auf den entsprechenden
Oberflächenbereichen ausgebildet sein. Auch die Form
der Strukturelemente kann stochastisch sein, z. B.
Pyramiden mit einer Größenverteilung.
Dabei sollten bei linien- oder gitterförmigen peri
odischen Strukturen die Perioden zwischen den Struk
turelementen und bei stochastischen Strukturen die
einzelnen Strukturelemente und Abstände zwischen die
sen, jeweils kleiner als die kürzeste Wellenlänge,
der mit dem optischen Element zu beeinflussenden
elektromagnetischen Strahlung sein.
Es können aber auch Mischformen von periodischer Aus
bildung und stochastischer Anordnung Verwendung fin
den, wenn das Abstandserfordernis für die Struktur
elemente zumindest überwiegend erfüllt ist.
Die Mikrostrukturierung sollte vorteilhaft auf der
Oberfläche der optisch aktiven Elemente mit einer
Tiefe bis zu maximal 1,5 µm, bevorzugt bis zu 1 µm
ausgebildet sein, wenn z. B. im Wellenlängenbereich
des sichtbaren Lichtes gearbeitet werden soll. Für
Infrarotlicht kann die Struktur auch einige µm breit
und tief sein.
Erfindungsgemäß können optisch aktive Elemente:
Prismen, Lentikulare, Strahlteiler, konkav- oder kon vexgeformte Linsen, Zylinderlinsen, Fresnel-Spiegel, wenn als Rückseitenspiegel verwendet, oder Fresnel linsen sein. Dabei können solche Linsen, wie dies bei Fresnellinsen generell der Fall ist, auch mit anderen Strukturierungen versehen sein, der die erfindungs gemäß zu verwendende Mikrostrukturierung überlagert wird.
Prismen, Lentikulare, Strahlteiler, konkav- oder kon vexgeformte Linsen, Zylinderlinsen, Fresnel-Spiegel, wenn als Rückseitenspiegel verwendet, oder Fresnel linsen sein. Dabei können solche Linsen, wie dies bei Fresnellinsen generell der Fall ist, auch mit anderen Strukturierungen versehen sein, der die erfindungs gemäß zu verwendende Mikrostrukturierung überlagert wird.
Dabei ist es sicher günstig, nicht nur die entspre
chenden Wirkflanken, sondern auch die Störflanken
solcher optisch aktiven Elemente erfindungsgemäß zu
modifizieren.
Einflußgrößen für die spektrale Bandbreite der refle
xionsmindernden Wirkung, sind im kurzwelligen Bereich
wiederum die Abstände zwischen den einzelnen Struk
turelementen bzw. die Breite der jeweiligen Periode
und diese wird im langwelligen Bereich durch die Tie
fe der Mikrostrukturierung begrenzt, das bedeutet,
daß man für größere Wellenlängen tiefer prägen muß.
Ist die Strukturgröße im Vergleich zur Wellenlänge,
für die das Bauelement eingesetzt wird, zu groß,
tritt Beugung auf.
Die Mikrostrukturierung kann auf Oberflächen des je
weiligen optisch aktiven Elementes ausgebildet sein,
in die das Licht ein- bzw. austritt, wobei in jedem
Fall die reflexionsmindernde Wirkung auftritt.
Mögliche Kunststoffmaterialien für die Herstellung
der erfindungsgemäßen optisch aktiven Elemente sind
Polymethylmethacrylate, Polycarbonate sowie andere
geeignete Polymere, die kostengünstig herstell- und
verarbeitbar sind. Dabei kann die Herstellung der
erfindungsgemäßen optisch aktiven Elemente in der
Form erfolgen, daß die Mikrostrukturierung bereits
während des eigentlichen Herstellungsverfahrens sol
cher Elemente durch Spritzgießen oder Heißprägen aus
gebildet wird. Hierfür können Werkzeuge verwendet
werden, an deren Oberfläche ein Negativabbild der
unmittelbar auf der Oberfläche des optisch aktiven
Elementes auszubildenden Mikrostrukturierung ausge
bildet ist. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß kei
ne zusätzlichen Verfahrensschritte für die Herstel
lung solcher optisch aktiven Elemente erforderlich
sind, die bei anderen noch zu beschreibenden Verfah
ren, mit denen solche Elemente herstellbar sind, er
forderlich sind. Beim Herstellen der erfindungsgemäßen
Elemente durch Spritzgießen mit unmittelbarer und
gleichzeitiger Ausbildung der Mikrostrukturierung in
bestimmten Oberflächenbereichen ist es auch günstig,
die Werkzeuge zusätzlich zu beheizen, um Spannungen
im Kunststoffmaterial zu vermeiden und es dem einge
spritzten Kunststoffmaterial durch ausreichende
Fließfähigkeit zu ermöglichen, die erfindungsgemäß
gewünschte Mikrostrukturierung auszubilden.
Die mit der Mikrostrukturierung zu versehenden Oberflä
chenbereiche müssen ausreichend erweicht sein.
Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung der erfin
dungsgemäßen optisch aktiven Elemente besteht darin,
die Mikrostrukturierung mittels eines Lasers auf der
Oberfläche eines solchen Elementes auszubilden. Hier
für sind insbesondere Eximerlaser und in begrenzter
Form auch NdYAG-Laser geeignet. Der Laserstrahl eines
solchen Lasers wird hierbei bevorzugt in zwei Ebenen
abgelenkt über die Oberfläche, die mit der Mikro
strukturierung versehen werden soll, geführt, wobei
zusätzlich eine Beeinflussung der Fokussierung des
Laserstrahls erforderlich sein kann, wenn eine nicht
ebene Fläche mikrostrukturiert werden soll. Dabei
kann der Laserstrahl durch eine die Mikrostrukturie
rung vorgebende und entsprechend ausgebildete Maske
auf die Oberfläche gerichtet werden, um die erforder
lichen Abstände der einzelnen Strukturelemente zu si
chern.
Die Laserstrahlbehandlung wirkt sich insbesondere bei
kleinen Stückzahlen kostengünstiger aus, als dies bei
dem anderen erwähnten Herstellungsverfahren der Fall
ist.
Da die erfindungsgemäßen optisch aktiven Elemente
keinen Materialverbund darstellen, sondern aus einem
einzigen homogenen Kunststoffmaterial bestehen, tre
ten die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile
nicht auf, so daß ein Langzeiteinsatz auch bei stark
schwankenden Temperaturen ohne weiteres möglich ist.
Zusätzlich verfügen diese Elemente über eine ausrei
chende mechanische Festigkeit, verringern Falsch
lichtanteile und verbessern Kontrast sowie Lichtaus
beute.
Nachfolgend soll die Erfindung beispielhaft beschrie
ben werden.
Als ein optisch aktives Element wird eine Fresnellin
se aus einem PMMA mit dem Brechungsindex n = 1,496
(bei 500 nm) durch Heißprägen mit einem Fresnel-Prä
gestempel und einer Gegenplatte hergestellt. Es han
delt sich dabei um eine Fresnellinse, die auf einer
Seite die bekannte Struktur aus Wirk- und Störflanken
aufweist, während die andere Seite planar ist. Auf
der Gegenplatte, die die Form der planaren Oberfläche
der Fresnellinse vorgibt, ist das negative Abbild der
gewünschten Mikrostrukturierung ausgebildet.
Das PMMA wird in Form von Granulat, Pulver oder einem
Plattenförmigen Halbzeug auf den in der Prägevorrich
tung untenliegenden Fresnel-Prägestempel aufgebracht
und durch Heizung des Fresnel-Prägestempels sowie der
Gegenplatte bis über die Erweichungstemperatur 108°C,
typischerweise auf etwa 180°C, erwärmt. Durch defi
niertes Absenken der Gegenplatte mit einem Enddruck
von etwa 10 MPa werden in den fließfähigen Kunststoff
gleichzeitig die Fresnelstruktur auf der einen Seite
und die entspiegelnde Mikrostruktur auf der anderen
Seite eingeprägt. Nach einer Abkühlungsphase wird die
Fresnellinse bei einer Temperatur unterhalb 98°C, der
Grenztemperatur für die Formbeständigkeit des PMMA,
entformt.
Die planare Seite der so hergestellten Fresnellinse
zeichnet sich gegenüber einer planaren Fläche ohne
Mikrostruktur durch eine Verminderte Reflexion aus.
Bei senkrechtem Lichteinfall werden durch die Fläche
mit Mikrostruktur nur etwa 1,5% des einfallenden
Lichtes im sichtbaren Wellenlängenbereich reflek
tiert, während eine gewöhnliche planare Fläche etwa
4% des einfallenden Lichtes reflektiert. Dadurch
wird die Lichtausbeute in optischen Systemen verbes
sert und die Ausbildung störender Reflexionen wirksam
unterdrückt.
Claims (10)
1. Optisch aktives Element aus einem für elektro
magnetische Wellen transparenten Kunststoffmate
rial,
dadurch gekennzeichnet,
daß unmittelbar auf der Oberfläche des Elementes
zumindest teilweise eine Mikrostrukturierung
flächenhaft ausgebildet ist, bei der die Breiten
und Abstände der einzelnen Strukturelemente
kleiner als die kleinste Wellenlänge der mit dem
Element zu beeinflussenden elektromagnetischen
Wellen sind.
2. Optisch aktives Element nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß freie Volumen inner
halb der Mikrostrukturierung mit wachsender Tie
fe kontinuierlich abnimmt.
3. Optisch aktives Element nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Strukturelemente der
Mikrostrukturierung periodisch auf der Oberflä
che ausgebildet sind und die Länge der Periode
kleiner als die kleinste Wellenlänge der mit dem
Element zu beeinflussenden elektromagnetischen
Wellen ist.
4. Optisch aktives Element nach einem der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrostrukturie
rung auf Oberflächen des Elementes ausgebildet
ist/sind, in die die elektromagnetischen Wellen
eingestrahlt werden und/oder austreten.
5. Optisch aktives Element nach einem der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von
Tiefe und Periode der Mikrostruktur (Aspektver
hältnis) nicht größer als 2 : 1 ist.
6. Optisch aktives Element nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von
Tiefe und mittlerer Breite der Strukturelemente
der Mikrostruktur nicht größer als 2 : 1 ist.
7. Optisch aktives Element nach einem der Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das optische Element
ein Prisma, eine konkav- oder konvexgeformte
Linse, eine Zylinderlinse, ein Lentikular, eine
Fresnellinse, ein Fresnelprisma, eine Fresnel-
Zylinderlinse, ein Fresnelspiegel, der als Rück
seitenspiegel verwendet wird, oder ein Strahl
leiter ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines optischen Ele
mentes nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das optisch aktive Element mittels Spritz
gießen in einem Werkzeug hergestellt wird, an
dessen Oberfläche ein Negativabbild der Mikro
strukturierung ausgebildet ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven
Elementes nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das optisch aktive
Element durch Heißprägen des bis über die Erwei
chungstemperatur erwärmten Kunststoffes mittels
eines das negative Abbild der Mikrostrukturie
rung aufweisenden Prägestempels hergestellt
wird.
10. Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven
Elementes nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrostrukturie
rung mit einem Laser durch Ablation auf der
Oberfläche des Elementes ausgebildet wird.
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| DE19813690A DE19813690A1 (de) | 1998-03-27 | 1998-03-27 | Optisch aktives Element und Verfahren zu seiner Herstellung |
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Applications Claiming Priority (1)
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Family
ID=7862643
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