DE19813440A1 - Be- und Entladungssystem für Kraftfahrzeuge auf Bahnwagen - Google Patents
Be- und Entladungssystem für Kraftfahrzeuge auf BahnwagenInfo
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Abstract
Aufgabe der Erfindung ist es, das Be- und Entladesystem nach dem Baukastenprinzip aufzubauen und vorhandene Containertragwagen mit montierbaren speziellen Baueinheiten oder Gruppen und Steuerungselementen so umzurüsten, daß ohne Spezialladerampe an beliebigen Bahnsteigplätzen die Be- und Entladung auf und von Transportwaggons gewährleistet ist. DOLLAR A Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Be- und Entladungssystem als Modulbaukastensystem aus mehreren auf Containertragwagen aufmontierbaren verriegelbaren Containermodulen mit zugeordneter schwenkbarer Auffahrrampe und Schwenk-, Verriegelung- oder Antriebsgetriebe sowie einer mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Antriebseinheit besteht. Die Antriebsraupen der schwenkbaren Auffahrrampe sind über die Winkelgetriebe mit den PKW-Antriebsrädern, Antriebsrollen und einem Antriebsrad oder mit dem Druckluft- oder Hydrauliksystem verbunden. DOLLAR A Die Be- und Entladung erfolgt vorzugsweise durch die Antriebskraft der Fahrzeuge und/oder der weiteren Antriebssysteme für das Ein- und Ausschwenken des Trägermoduls (Fig. 1). Für das Be- und Entladen von LKW-Transporten sind die Tragwagen mit ausfahrbaren anhebbaren Laderampen mit Außenlängsträgern sowie außerdem mit je einem Antriebsmodul mit Antriebsbändern und einem Verfahrmodul ausgerüstet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Be- und Entladesystem für Kraftfahrzeuge zur
Beförderung auf Schienenfahrzeugen, insbesondere eine Be- und Entladean
lage für PKW und LKW zur Beförderung auf Waggons von Bahnzügen.
In bekannter Weise werden Kraftfahrzeuge auf Bahnwagen derart transpor
tiert, daß diese Kraftfahrzeuge am Startbahnhof über Rampen auf den Zug
geladen und an einem bestimmten Zielbahnhof meist gleichzeitig wieder
entladen werden. Dieses Be- und Entladen ist sehr zeitaufwendig und
nachteilig, da es ein individuelles Be- und Entladen von Fahrzeugen auf
Zwischenbahnhöfen nicht möglich macht.
Es sind daher weitere Systeme bekannt, die ein schnelleres Be- und Entladen
von PKW und LKW auf Bahnwaggons an jedem beliebigen Abfahrt- und
Ankunftsbahnhof gestatten, so daß eine individuelle Beförderung der Kraft
fahrzeuge auf dem Schienenweg und ihr jederzeitiges unabhängiges und
selbsttätiges Auf- und Entladen erfolgen kann.
Verschiedene bekannte patentierte Be- und Entladesysteme für Kraftfahr
zeuge auf Bahnwagen besitzen entweder eine drehbare Brücke, eine
schwenkbare Ladeplattform oder speziell ausgebildete Auffahrrampen für ein
entsprechendes Beladen bzw. Auffahren oder ein Entladen bzw. Abfahren
der Fahrzeuge.
Nach der DE 36 16 484 ist eine Anlage zum Be- und Entladen von Kraft
fahrzeugen auf ein und von einem Schienenfahrzeug mit einer Vielzahl von
hintereinander angeordneten Stellplätzen bekannt, bei der über eine zentrale
Steuereinheit ein Kraftfahrzeug von einem Halteplatz auf einem Bahnsteig
auf einen bestimmten Stellplatz des Schienenfahrzeuges befördert oder von
diesem abgegeben wird. Die gesteuerte Fördervorrichtung ist als Dreh-Schie
bevorrichtung ausgebildet, die Drehung einer Plattform erfolgt um 90°. Ein
seitliches Be- und Entladen ist zwar an jedem beliebigen Bahnhof- der dafür
entsprechend ausgerüstet ist, möglich, wobei die Steuereinheit mit entspre
chenden Informationen die gesamte Anlage steuert.
Trotzdem ist das seitliche Be- und Entladen nachteilig, da es platz-, zeit- und
energieaufwendig ist.
In ähnlicher Weise ist nach dem Gebrauchsmuster DE 296 04 796 eine Hub- und
Schwenkvorrichtung zur Querverladung von Straßenfahrzeugen ohne
Rampenanlagen bekannt, bei der eine drehbare Palette über einen auf dem
Bahnwaggon befestigten Ständer verschwenkbar und absenkbar ist. Bei der
Ständerkonstruktion sind vorzugsweise Hydraulikzylinder für die Hubarbeit
vorgesehen, wobei auch eine mehrstöckige Verladung ohne Rampenanlage
erfolgen kann. Insgesamt ist diese Vorrichtung für Schwerlasttransporte
jedoch sehr aufwendig.
Die Erfindung gemäß Gebrauchsmuter G 93 16 221.9 schützt eine Vorrich
tung zum Transport von Straßenfahrzeugen, insbesondere großen Personen
kraftwagen, die durch eigenen Antrieb be- und entladen werden. Eine
drehbare Ladeplatte, die in ihrer Transportstellung achsparallel zu einem
speziellen Kraftfahrzeugeisenbahnwagen verriegelt ist, besitzt eine doppelt
ausfahrbare Laderampe.
Die Laderampe ist auf einem Unterbau drehbar angebracht und ist in die
entsprechende Be- und Entladeposition einstellbar. Die Kraftfahrzeuge
fahren selbständig auf die bzw. von der Laderampe. Nachteilig bei diesem
System ist ein komplizierter ferngesteuerter Schwenk-, Dreh- und Verriege
lungsmechanismus für den gesamten Lade- und Beförderungsvorgang, der
äußerst störanfällig ist. Die Bahnwaggons sind als spezielle Kraftfahrzeugei
senbahnwagen konstruiert ausgerüstet und nur zweckbestimmt einsetzbar.
In ähnlicher Weise besitzen nach dem G 295 02 141.1 Spezialeisenbahnwa
gen für PKW und LKW zweckgebunden eine separate Aufnahmeplatte, die
in der Mitte um einen Drehpunkt wechselweise drehbar gelagert ist.
Nach der PS DE 41 36 055 wurde eine relativ robuste Lösung für die
Verschwenkung und Verriegelung einer Plattform in Transportposition
gefunden, bei der auf einem auf Drehgestellen ruhenden Hauptrahmen die
befahrbare Ladeplattform gelagert und um eine von zwei endseitigen
Drehgestellachsen schwenkbar ist. Für rechts- und linksseitige Schwenkbe
wegungen dienen zwei hydraulische Schwenkzylinder, die auf der Mitte
lachse des Hauptrahmens befestigt sind.
Die Verriegelung der Ladeplattform erfolgt durch absenkbare Ringe, die die
Drehgestellachsen umfassen. Seitlich klappbare Platten bilden einen Teil des
speziell ausgebildeten Niederflur-Eisenbahntransportwagens. Auch bei diesen
Waggons handelt es sich um Spezialwagen und Züge, die nur auf bestimmten
vorgesehenen Strecken einsetzbar sind.
In ähnlicher Weise ist in der EP 02 08 228 ein Tiefladewaggon geschützt,
dessen Antrieb der Ladebühne über einen Antriebsmechanismus mit mehre
ren den Brückenteilen zugeordneten Pneumatik-Arbeitszylindern, Zahnrad
und Getriebe erfolgt.
Die EP 04 63 505 beschreibt einen Eisenbahnwagen zum Transport von
Personenkraftfahrzeugen, die sich mittels ihres eigenen Antriebssystems auf
die Fahrbahnplatten bewegen und über die Stirnseiten der Waggons be- und
entladen werden. Wände und Dach sind bewegungsabhängig miteinander
gekoppelt und beim Be- und Entladen zum Öffnen und Schließen absenkbar
und verstellbar. Das Heben und Senken des Daches sowie der Stirnwände
bzw. Seitenwände, d. h. die Steuerung der notwendigen Bewegungsabläufe
wird über Hubzylinder und ein hydraulisches Hub-Kolbengestänge weiterge
geben.
Nach der EP 05 16 583 ist ein Bahnwagen zur Aufnahme von Ladungsträ
gern, d. h. Straßenfahrzeugen, mit zwei parallelen Tragschienen auf einem
Drehrahmen bekannt, wobei der Drehrahmen mit Drehlager und selbständi
gem Antriebsmotor, vorzugsweise Hydraulikmotor für die Schwenkbewe
gung, ein Zahnstangensegment und hydraulische Steuerelemente besitzt.
Ein weiterer bekannter Tiefladeeisenbahnwagen nach der DE 44 30 118
besitzt eine drehbare Brücke mit Auffahrhilfen in Form von
Auffahrschienen, über die vorzugsweise LKW mit eigenem Antrieb auf einen
Zug mit diesem Spezialwaggon auffahren bzw. diesen selbständig wieder
lassen können. Die Auffahrhilfen sind klappbar und Überbrücken unter
schiedliches Niveau zwischen Waggon und Straße. Durch dieses System ist
es möglich, einzelne Straßenfahrzeuge auf Teilstrecken zu transportieren
ohne mehrere Kraftfahrzeuge gleichzeitig be- oder entladen zu müssen.
Ein weiterer bekannter Eisenbahnwagen zur Beförderung von Straßenfahr
zeugen ist nach DE 38 30 085 bekannt und besitzt zum Befördern von
vorzugsweise PKW eine senkrecht zur Längsachse drehbare Plattform, die in
ihrer Transportstellung achsparallel zum Eisenbahnwagen verriegelt und zur
Be- und Entladung in eine seitliche Ladestellung ausschwenkbar ist. Damit
besteht eine benutzerfreundliche Möglichkeit für PKW, an beliebigen Halte
stellen auf einen Zug aufzufahren und ihn an einem vorgesehenen Zielort
wieder zu verlassen.
Die Plattform ist mit einer ausfahrbaren Rampenplatte zum Ausgleich der
Höhenunterschiede ausgestattet. Vorzugsweise besitzt jeder Waggon zwei
voneinander in ihrer Transport- und Ladestellung unabhängige Plattformen.
Diese vielfältigen bekannten Vorrichtungen zum Be- und Entladen von
Kraftfahrzeugen auf Schienenfahrzeuge besitzen die Nachteile, daß das
System der Be- und Entladung entweder äußerst kompliziert und aufwendig
in Konstruktion und Funktion aufgebaut ist oder Spezialeisenbahnwagen mit
zweckgebundener Ausrüstung nur auf bestimmten Strecken fahren und
komplett be- und entladen werden müssen.
Bei den meisten derzeit bekannten vorhandenen Be- und Entladesystemen ist
es nur möglich, daß die Kraftfahrzeuge die Waggons von hinten oder der
Reihe nach befahren, so daß meist nur am Start- und Zielbahnhof das Be- und
Entladen komplett erfolgen kann. Diese vorhandenen Systeme verhin
dern einen effizienten Einsatz des Systems Schiene und eine effektive Ausla
stung des Gütertransportes.
Bekannt ist auch die Abkopplung von Waggons für verschiedene Richtungen
oder eine aufwendige Paggage-Planung, die diejenigen Fahrzeuge, die an den
nächstgelegenen Bahnhöfen entladen werden sollen, auch als letztes belädt.
Zwischenuladung oder -entladung ist bauartbedingt schwer möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Be- und Entladesystem für Kraftfahrzeuge
zur Beförderung auf Schienenfahrzeugen zu entwickeln, das nach dem
Baukastenprinzip so aufgebaut ist, daß vorhandene Containertragwagen mit
montierbaren Spezialaufbauten in Form von Baueinheiten, Baugruppen und
Steuerungselementen so umgerüstet sind, daß ohne Spezialladerampe an
beliebigen Bahnsteigstellplätzen die Be- und Entladung von Kraftfahrzeugen,
vorzugsweise PKW und LKW auf und von Transportwaggons gewährleistet
ist.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Be- und Entla
desystem für Kraftfahrzeuge zur Beförderung auf Schienenfahrzeugen,
insbesondere für das Be- und Entladen von PKW, dadurch gekennzeichnet
ist, daß es als Modulbaukastensystem aufgebaut ist und aus mehreren auf
einen Containertragwagen aufinontierbaren und über je eine Containerverrie
gelung befestigten Containermodulen besteht. Außerdem ist das Ladesystem
dadurch gekennzeichnet, daß jedem Containermodul auf einem Grundrah
men des Containertragwagens eine über einem Drehlager horizontal
schwenkbare Auffahrrampe, mehrere Winkelgetriebe als Schwenk- und
Verriegelungs- oder Antriebsgetriebe und eine mechanische, hydraulische
oder pneumatische Antriebseinheit mit Raupen zugeordnet sind.
Die Antriebsraupen der schwenkbaren Antriebsrampe sind über mehrere
Winkelgetriebe I. . .IV mit den PKW-Antriebsrädern, Antriebsrollen und
einem Antriebsband mechanisch verbunden, so daß der Antrieb für den
Schwenk- und Verriegelungsvorgang der Auffahrrampe über die Drehbewe
gung der Antriebsräder des zu verladenden Fahrzeuges erfolgt. Außerdem ist
es erfindungsgemäß möglich, daß die Antriebseinheit als Hydraulikaggregat
mit Hydraulikpumpe, Druckspeicher und Hydraulikmotor oder als
Druckluftantrieb mit Druckluftzylindern ausgeführt ist. Vorzugsweise besitzt
ein Containertragwagen zwei voneinander unabhängige Containermodule mit
je einer horizontal ausschwenkbaren und verriegelbaren Auffahrrampe und
je einer unabhängigen Antriebseinheit mit verschiedenen Winkelgetrieben
I. . .IV.
Die mechanische Antriebseinheit für die Schwenk-, Ver- und Entriegelung
der Auffahrrampe besitzt von den PKW-Antriebsrädern angetriebene und
quer zur Fahrtrichtung angeordnete Antriebsrollen, Schwenk-, Verriege
lungs- u. a. Winkelgetriebe I. . .IV, Freilaufgetriebe, Antriebsbänder für den
Radstandsausgleich und Antriebsraupen für die Auffahrrampe.
Die pneumatische Antriebseinheit für die Bewegungen der Auffahrrampe
besteht aus mehreren Druckzylindern am unteren Teil des Containertragwa
gens, dem Winkeigetriebe I mit Antriebsritzel, dem Winkelgetriebe II mit
schaltbaren Freiläufen, einem Zusatzantrieb mit Innenverzahnung und den
lose mitlaufenden Raupen.
Die hydraulische Antriebseinheit für die Schwenk-, Ver- und Entriegelung
der Auffahrrampe ist aus einer durch das Winkelgetriebe II angetriebenen
Hydraulikpumpe, einem Druckspeicher und mehreren vom Druckspeicher
angetriebenen Hydraulikmotoren, die über das Winkelgetriebe IV den
Antrieb der Antriebsraupen für die Bewegung der Auffahrrampe bewirken,
aufgebaut.
Die Ansteuerung der hydraulischen und pneumatischen Antriebseinheit
erfolgt über rechnergesteuerte Magnetventile, die von einem Prozeßrechner
gesteuert werden. Der Prozeßrechner eines zentralen Datenleitstandes in der
Lokomotive ist über Datenleitungen mit den einzelnen Containermodulen
verbunden, so daß der gesamte Be- und Entladeprozeß zentral steuerbar ist
Die Informationen optischer Sensoren für die Abtastung der Fahrzeugkontu
ren sowie Magnetstreifen-Informationen über die Zielverladestationen der
einzelnen Containermodule liefern u. a. die Hauptsteuerbefehle für die
Einfahr-, Ausfahr- und Schwenkbewegungen der Auffahrrampe.
Eine weitere erfindungsgemäße Variante des Be- und Entladesystems
vorzugsweise für LKW ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Tragwagen mit
einer festen Laderampe und Außenlängsträgern ausgerüstet ist. Die
Laderampe ist seitlich ausfahrbar und anhebbar mittels einer Antriebseinheit,
wobei das Anheben, Einfahren und Absenken der Laderampe durch zwei
parallel gekoppelte, über die Antriebsräder der Zugmaschine angetriebene
Antriebsbänder sowie einen Druckspeicher mit Hydraulikpumpe und -motor
erfolgen.
Jeder Containertragwagen des erfindungsgemäßen Systems ist vorzugsweise
mit einem vom Radsatz angetriebenen bordeigenen Generator ausgerüstet.
Das erfindungsgemäße Be- und Entladesystem besitzt folgende wesentliche
Vorteile gegenüber den bisher bekannten Ausführungen:
- - Die Fahrzeiten der Straßenfahrzeuge können erheblich verkürzt werden, auch im internationalen Verkehr.
- - Die Nachtfahrten können auf die Schiene verlagert werden, so daß das Unfallrisiko, das nachts bekanntlich besonders hoch ist, nahe Null sinkt.
- - Bei geringer Sicht oder gefährlich glatten Straßen kann ein Ausweichen auf der Schiene zur Unfallvermeidung vorgeschrieben werden.
- - Die Einsparung von erheblichen Kraftstoffmengen bedingt die Schonung der Umwelt.
- - Der Verschleiß der Straßenfahrzeuge wird minimiert.
- - Ein Zu- und Entladen von Kraftfahrzeugen auf Schienenfahrzuge ist an jeder Haftestelle ohne spezielle Laderampe und ohne aufwendige Umkoppel- und Rangiervorgänge des Zuges möglich.
- - Als Verladestation kann theoretisch jeder Bahnhof verwendet werden, bauliche Maßnahmen sind so gut wie nicht notwendig.
- - Das Schienennetz ist erheblich besser und effizienter zu nutzen durch ständig pendelnde Züge, auf die jeder PKW- und LKW-Fahrer auffahren und beliebig im nächsten Bahnhof wieder abfahren kann.
- - Die Containertragwagen sind bereits vorhanden und müssen nur gering angepaßt werden.
- - Die Tragwagen können auch weiter zum Containertransport verwendet werden durch schnelle Demontage der Module (wie bei einem 20'' Container PKW; 40'' Container LKW).
- - Insgesamt ist durch die Einführung dieses modularen Systems eine erhebli che Flexibilisierung im PKW- und LKW-Transport auf der Schiene zu errei chen und damit auch eine wesentlich höhere Akzeptanz durch die PKW-Fahrer und Spediteure.
- - Die erforderlichen Investitionskosten sind vergleichsweise gering.
- - Bei Verwendung der Rechnerunterstützung wird die Zugauslastung sowie die Be- und Entladung je nach Zielbahnhof nach logischen Gesichtspunkten optimiert.
- - Der Lösevorgang sowie der Schwenkvorgang als auch der Verriegelungs vorgang werden über die Drehbewegung der Antriebsräder des Fahrzeugs eingeleitet und durchgeführt. Dies ermöglicht einen nahezu hilfsenergiefreien modularen Aufbau.
- - Im Container- oder kombinierten Verkehr wird ein Umsetzen der Module überflüssig und damit eine erhebliche Zeiteinsparung erreicht, da der komplette PKW-/LKW-Zug transportiert wird.
Der wesentliche Vorteil dieser Erfindung liegt darin, daß allein durch die
Antriebskraft des Fahrzeuges der Be- oder Entladevorgang desselben ermög
licht wird. Weiter eignen sich diese hydraulischen, pneumatischen oder ähnli
chen Systeme zum Ein- oder Ausschwenken des nicht beladenen
Trägermoduls, und die im System gespeicherte Energie kann zum Aufneh
men von Container-Behältern genutzt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen und in
unterschiedlichen Varianten erläutert.
In den dargestellten Prinzipzeichnungen zeigen:
Fig. 1 Ein- und Ausfahrten PKW-System in schematischer Darstellung,
Fig. 2 schwenkbare Auffahrrampe PKW-System im Schnitt,
Fig. 3 schwenkbare Auffahrrampe PKW-System mit Räderantrieb in
schematischer Draufsicht,
Fig. 4 schwenkbare Auffahrrampe PKW-System mit Druckluft in
schematischer Draufsicht,
Fig. 5 schwenkbare Auffahrrampe PKW-System mit Hydraulikantrieb
in schematischer Draufsicht,
Fig. 6 Tragwagen mit Laderampe LKW-System in schematischer
Darstellung.
Fig. 7 schwenkbare Auffahrrampe PKW-System mit Allradantrieb in
schematischer Draufsicht,
Fig. 8 Querschlittenaufnahmemodul, LKW-Systeme,
Fig. 9 Aufnahmemodul mit Zentralrohr in Draufsicht,
Fig. 10 Aufnahmemodul mit Zentralrohr im Schnitt.
Fig. 1 und 9 zeigen schematisch das Ein- und Ausfahren von Personen
kraftwagen 1 beidseitig auf bzw. von Containertragwagen 2. Auf den Contai
nertragwagen 2 sind vorzugsweise je zwei Containermodule 3; 4 über je eine
Containerverriegelung 5 befestigt.
Die Schnittstelle zwischen Waggon und Modulen 3; 4 bilden Standardeckbe
schlage (Cormer Casting), wie aus dem Containerbau bekannt. Die Module
3; 4 können so auf vorhandenen Containertragwagen 2 der Bundesbahnen
international verwendet werden. Die Zusatzausstattung der Tragwagen
beschränkt sich auf ein Minimum.
Das erfindungsgemäße System besteht aus einer seitlich rechts oder links in
Fahrtrichtung ausschwenkbaren Auffahrrampe 8, die in den jeweiligen
Endlagen automatisch über die mechanische Verriegelung 5 fixiert ist. Die
Auffahrrampe 8 ist an der Stirnseite über ein abgedichtetes Kugeldrehlager
leichtgängig und dauerhaft drehbar gelagert. Der Innenring des Lagers weist
eine Verzahnung auf, in die ein Antriebsritzel eingreift. In die Lauffläche der
Auffahrrampe 8 sind folgende Komponenten integriert: die Antriebseinheit
und die Fixierung des Fahrzeuges.
Die Auffahrrampe 8 ist in einem Drehlager 7 auf einem Grundrahmen 6
gelagert, der an den Containertragwagen 2 angepaßt ist.
Die Fixierung der PKW-Antriebsräder 10 der Vorderachse erfolgt zwischen
zwei quer zur Fahrtrichtung angeordneten Antriebsrollen 11. Diese Antriebs
rollen 11 sind mit Schwenk- und Verriegelungsgetrieben I. . .V 13 . . . 16
verbunden und liefern so im Falle eines frontgetriebenen Fahrzeuges das
notwendige Antriebsmoment. Die Aufnahme der Hinterachse erfolgt über
zwei unter den Rädern angeordneten Antriebsbändern 9, um die unterschied
lichen Radstände sowie Spurbreiten der verschiedenen PKW-Typen zu erfas
sen. Die Antriebsbänder 9 sind links und rechts starr miteinander verbunden
und dienen ebenso wie die vorderen Antriebsrollen 11 im Falle eines hinter
rad- oder allradgetriebenen Fahrzeuges der Übertragung des Antriebsmo
mentes. Der Kraftfluß ist nur vom Fahrzeug auf die Getriebe I. . .IV 13. . .16,
jedoch nicht umgekehrt durch Zwischenschaltung von Freiläufen möglich.
Damit wird das Drehmoment nur an der angetriebenen PKW-Achse
abgenommen. Die Überbückung des Abstandes zwischen Bahnsteig und
Außenante des Waggons erfolgt durch die Auffahrrampe 8 mit der lose
mitlaufenden Raupe 21 - Fig. 4.
Die Antriebsrollen 11 der PKW-Räder sind zum Zwecke der Justierung bei
der nicht angetriebenen Achse, d. h. bei fehlendem Antriebsmoment durch
die PKW-Räder automatisch durch das Gewicht des Fahrzeuges blockiert,
um ein Herausrollen zusätzlich zu erschweren.
Beim Auffahren des Fahrzeuges 1 gelangen die Vorderräder des PKW's
nach Überfahren der Hinterachsaufnahmerollen in einen sogenannten
Aufnahmeschlitten, der ebenso pro Rad zwei quer zur Fahrrichtung drehbar
gelagerte Rollen enthält (siehe auch Fig. 8/10). Entsprechend der unter
schiedlichen PKW-Antriebs Varianten Frontantrieb, Heckantrieb oder
Allradantrieb unterscheiden sich das Auffahren und der Schwenkantrieb der
Auffahrrampe 8:
Bei reinem Frontantrieb zieht der Aufnahmeschlitten den PKW 1 entlang einer Längsführung so weit auf das Aufnahmemodul (Fig. 7-10), bis die Hinterachse in deren Aufnahmerollen zum Stehen kommt. In diesem Augen blick wird das Antriebssystem umgeschaltet auf den Schwenkantrieb und schwenkt das Aufnahmemodul (Fig. 7-10) durch den Antrieb des PKW 1 auf den Waggon 2. Der Vorteil dieser Variante ist der Wegfall von Antriebs rollen für den Längenausgleich bei unterschiedlichen Radständen der Fahrzeuge sowie unterschiedlichen Fahrbahnen.
Bei reinem Frontantrieb zieht der Aufnahmeschlitten den PKW 1 entlang einer Längsführung so weit auf das Aufnahmemodul (Fig. 7-10), bis die Hinterachse in deren Aufnahmerollen zum Stehen kommt. In diesem Augen blick wird das Antriebssystem umgeschaltet auf den Schwenkantrieb und schwenkt das Aufnahmemodul (Fig. 7-10) durch den Antrieb des PKW 1 auf den Waggon 2. Der Vorteil dieser Variante ist der Wegfall von Antriebs rollen für den Längenausgleich bei unterschiedlichen Radständen der Fahrzeuge sowie unterschiedlichen Fahrbahnen.
Beim Hinterradantrieb wird der Aufnahmeschlitten der Vorderachse
antriebslos durch die Schubkraft der Hinterachse bis in die Endlage nach
vorn geschoben, d. h. die Hinterräder kommen zwischen ihren Aufnahmerol
len zum Stehen.
Beim Allradantrieb führt der Aufnahmeschlitten durch die Antriebskraft der
Vorderachse des PKW 1 wie beim reinen Frontantrieb, unterstützt durch die
Schubkraft der Hinterachse, bis die Endstellung erreicht ist.
Die Getriebe, die vorzugsweise als Winkelgetriebe I. . .IV - 12 . . . 16 ausgeführt
sind, sind so aufgebaut und innerhalb des Systems angeordnet, daß sie
verschiedene Funktionen erfüllen. Das Winkelgetriebe I-12 dient vorzugs
weise als Schwenk- und Verriegelungsgetriebe für die Auffahrrampe 8. Das
Winkelgetriebe II-14 in Verbindung mit dem Freilaufgetriebe 13 dient zum
Ein- und Ausschwenken bei gleichzeitiger Entkopplung der vorderen bzw.
hinteren Antriebsräder 10 bei Fahrzeugen mit Allrad- oder Frontantrieb.
Die Winkelgetriebe III, IV, 1-15, 16, dienen entweder zum Antrieb der
Raupen 18 für das Ein- und Ausschwenken der Auffahrrampe 8 des Aufnah
memoduls (Fig. 7-9) oder dazu, die Raupe 18 anzutreiben und damit die
Funktion Drehlagerung auf dem Drehlager 7 des Grundrahmens 6 von der
Funktion Drehmomentübertragung über die Antriebsrollen 11 zu trennen.
Das Antriebsritzel sowie die Verzahnung im Drehkranz entfallen, dafür wird
die Raupe 18 angetrieben (Fig. 3).
Die Auffahrrampe 8 bzw. das Aufnahmemodul ist als Stahlschweißkonstruk
tion mit zwei breiten Fahrbahnen mit seitlicher Fühlung der PKW-Räder 10
aufgebaut oder als angetriebener Gleitschlitten zur Aufnahme der Vorder
achse ausgeführt. Vorteil des Systems mit Aufnahmemodul ist der Wegfall
der Fahrhahn. Um unterschiedliche Bahnsteighöhen (bauliche Toleranzen)
erfassen zu können, ist die Auffahrrampe 8 im vertikalen Drehpunkt horizon
tal schwenkbar gelagert. An einem Ende sind Antriebsrollen 11 angebracht,
die eine kreisförmige Bewegung der Auffahrrampe 8 vom Zug auf den
Bahnsteig und umgekehrt ermöglichen.
Fig. 4 zeigt die seitlich rechts oder links in Fahrtrichtung ausschwenkbare
Auffahrrampe 8, die in den jeweiligen Endlagen automatisch über eine
mechanische Verriegelung 5 fixiert ist. Die Schwenkbewegung erfolgt über
Druckluftzylinder 22, die in der Unterkonstruktion des Moduls 3; 4 integriert
sind. Die Ansteuerung der Druckluftzylinder 22 erfolgt über Magnetventile,
die wiederum über einen Prozeßrechner bedarfsbedingt angesteuert werden.
Der Antrieb erfolgt über das Winkelgetriebe I mit Antriebsritzel 19 durch den
Zusatzantrieb 20, so daß die Raupen 21 nur lose mitlaufend ohne Antriebs
funktion ausgeführt sind.
Eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Be- und Entladesystems ist
in Fig. 5 dargestellt, wobei die schwenkbare Auffahrrampe 8 über ein
Hydraulikaggregat angetrieben wird. Dieser Hydraulikantrieb für die
Schwenkbewegung der Auffahrrampe 8 erfolgt ausgehend von einer über die
Winkelgetriebe 12; 14 angetriebenen Hydraulikpumpe 23 und dem gefüllten
Druckspeicher 24, der bei entsprechendem Druck die Hydraulikmotoren 25
betätigt. Die Hydraulikmotoren 25 sind über das Winkelgetriebe 16; mit den
Antriebsraupen 18 für die Schwenkbewegung der Auffahrrampe 8 verbun
den.
Die Ansteuerung des Hydraulikaggregates erfolgt über Magnetventile von
einem zentralen Rechner im Leitstrand der Lokomotive. Die Stromversor
gung der erfindungsgemäßen PKW Be- und Entladesysteme erfolgt über
bordeigene Batterien, die durch einen vom Radsatz des Containertragwagens
2 angetriebenen bordeigenen Generator wiederaufladbar sind.
Die Verladung von PKW auf einen Bahnwaggon erfolgt nach folgendem
Ablauf:
- - Die zu verladenden PKW stehen höhengleich zur Ladefläche der Bahnwag gon auf zugeordneten Stellplätzen,
- - Die jeweils reservierten Schwenkmodule werden am Verladeort mittels der teleskopartigen Auffahrschienen und dem darauf montierten Transportschlitten hydraulisch und computergesteuert in einem Winkel von ca. 45 Grad diagonal zum Bahnwaggon ausgefahren,
- - Die PKW fahren auf das Schwenkmodul auf; die Antriebsrollen werden arretiert,
- - Die Vorderräder fahren auf das vordere System auf. Es ist drehbar (Diago nalausrichtung) und längsverstellbar (Ausgleich der verschiedenen Achsab stände). Bei Hinterradantrieb erfolgt der Längenausgleich durch Freilauf, bei Vorderradantrieb durch den Raduntrieb. Das Einrasten der Hinterräder auf den hinteren Antriebsrollen stoppt den Längenausgleich. Die beiden Antriebssysteme sind durch eine längsverstellbare Kardanwelle verbunden. Sind alle Räder des Fahrzeugs auf die Antriebsrollen aufgefahren, wird die Arretierung derselben aufgehoben, die Kardanwelle eingekuppelt und das Schwenkmodul auf Seitenantrieb umgeschaltet,
- - Der Radantrieb schaltet auf Seitenantrieb um und befördert den PKW mit der Hinterachse auf den Bahnwaggon. Eine Anschlagkupplung beendet den Vorgang durch Freilauf und bewirkt eine Arretierung des PKW,
- - Die Entladung erfolgt durch Rückwärtsgang des PKW. Die rückwärts bewegten Räder entkoppeln die Arretierung (nur bei Stillstand des Bahnzu ges möglich), der Ausfahrvorgang wird eingeleitet. Das Schwenkmodul wird seitlich ausgefahren, eine Anschlagkupplung arretiert die Antriebswalzen. Der PKW kann vor- oder rückwärts vom Bahnwaggon herunterfahren. Die Beladung einer zweiten Ebene ist bei vorhandenem 2. stöckigem Waggon unter Verwendung einer 2. Laderampe möglich.
Fig. 6 zeigt Tragwagen 26 für die LKW Be- und Entladung mit anheb- und
ausfahrbarem Querschlittenaufnahmemodul 36 und Außenlängsträgern 27
seitlich neben dem Tragwagen 26. Dieses Be- und Entladesystem ist
vorzugsweise für LKW-Transporte geeignet. Die seitlich rechts oder links in
Fahrtrichtung ausschiebbare Laderampe 30 ist in den jeweiligen Endlagen
automatisch über eine mechanische Verriegelung fixiert. Das seitliche
Ausschieben erfolgt nach einem Anhebevorgang, der die Laderampe 30 über
das Niveau der aus statischen Gründen vorhandenen starken Außenlängsträ
ger 27 hebt.
Beim LKW-Zug erfolgt das Auffahren parallel zur Zuglängsachse und das
parallele Aufnehmen der LKW's zum Waggon vom Bahnsteig 30 bis zur
Fixierung der Vorderräder in einer Vertiefung des Querschlittenaufnahme
moduls 36. Die Antriebsräder der Zugmaschine oder des Zugfahrzeugs
erzeugen ein Antriebsmoment; dieses Antriebsmoment wird auf Antriebsrol
len, die in das Aufnahmemodul eingelassen sind, übertragen. Diese werden
mittels quer zur Zugfahrtrichtung befindlichen Antriebsraupen 18 in
Bewegungsenergie umgewandelt, die den kompletten LKW-Zug auf den
Waggon verfahren. Die Entladung erfolgt umgekehrt.
Der hydraulische/pneumatische Druck, der durch die Antriebsachse des
Zugfahrzeugs mittels Hydro- oder pneumatischer Pumpe erzeugt wird, wird
in einem Druckspeicher 24 gepuffert. Aus dem Druckspeicher 24 ist die zum
Anheben, Einfahren in den Tragwagen 26 und zeitgleiches Absenken der
Querschlittenaufnahmemodule 36 notwendige hydraulische Energie zu
entnehmen.
Das einzeln verstellbare Verfahrensmodul 28 zum Einfahren und Absenken
der Laderampe 30 zwischen die Außenlängsträger 27 ist mit einem Hydro
motor, das Antriebsmodul 29 ist mit Hydropumpe und Hydromotor ausge
stattet.
Eine weitere Variante ermöglicht die Aufnahme jeder Achse der Zugkombi
nation durch den Radständen angepaßte, mittels Hilfskraft verstellbarer
Schienen. Diese tragen quer zur Fahrtrichtung ausschiebbare Schlitten. In
diesen Schlitten sind die Räder der LKW-Achsen aufgenommen und werden
parallel auf den Tragwagen 26 gezogen.
Der Antrieb aller Trägermodule erfolgt je Achse mit Antriebsrollen 11 verse
henen Schlitten unter den Antriebsachsen des LKWs oder der
Zugmaschine. Die Schienen sind über teleskopierbare Antriebswellen oder ein
hydraulisches, pneumatisches oder ähnliches System miteinander verbunden.
Fig. 8 zeigt ein Querschlittenaufnahemodul 36 für LKW-Systeme in
Seitensicht. Die Verladung von LKW, Schwerlastern und Lastzügen
erfolgt nach dem Prinzip wie bei den PKWs.
- - Die PKW-Verladung erfolgt diagonal, die LKW-Verladung parallel unter Verwendung ähnlicher Antriebsmodule.
- - Der LKW durchfährt eine Meßstation. Die Achsabstände werden vermes sen und auf einer Chipkarte gespeichert.
- - Auf dem Bahnwaggon befinden sich pro Achse je ein Trägermodul. Mittels einer auf dem Bahnwaggon befindlichen Rasterschiene werden die einzelnen Trägermodule computergesteuert entsprechend der gemessenen Achsabstände eingerichtet und gleichzeitig mittels Hydraulik rechtwinklig ausgefahren.
- - Der LKW befährt parallel zum Bahnwaggon die parallel zueinander stehenden Trägermodule, die Antriebsrollen sind arretiert und durch Kardan wellen oder ein hydraulisches, pneumatisches oder ähnliches System mitein ander verbunden.
- - Nach Belastung durch alle Achsen wird die Arretierung der Antriebsrollen aufgehoben und auf Seitenantrieb umgeschaltet.
- - Die Antriebsräder des LKW bewirken über die Kardanwellen den gleichzei tigen seitlichen Antrieb aller Trägermodule und somit die parallele Verladung des gesamten LKW oder evtl. zweier kleinerer LKW.
- - Nach Vollendung des seitlichen Einfahr- bzw. Verladevorganges schaltet bei Weiterlaufen der LKW-Räder eine Umschaltkupplung auf ein Hydraulik system um, welches den LKW auf den Tiefladewaggon absenkt und arretiert.
- - Der Entladevorgang erfolgt in umgekehrter Reihenfolge durch Einlegen des Rückwärtsganges.
- - Die Arretierung wird aufgehoben, der LKW hydraulisch angehoben und ausgefahren.
- - Der LKW kann von den Trägermodulen nach vorne herunterfahren. Bei der LKW-Verladung kann durch die im System befindliche Hydraulik mittels Ankuppeln eines Druckschlauches die Verbindung zwischen LKW und Verladesystem hergestellt werden.
Die im LKW erzeugte Druckluft bedient somit die Verladehydraulik.
In Fig. 9 ist das Aufnahmemodul dargestellt, bei dem der Aufnahmeschlitten
11, der die Räder der Vorderachse aufnimmt und dann angetrieben durch die
Hinterachse nach vorn geschoben wird oder angetrieben von den Rädern der
angetriebenen Vorderachse, entlang des Zentralrohres läuft. Die Aufnahme
rollen 11 der Hinterachse können ebenso wie die Antriebsrollen 11 der
Vorderachse angetrieben werden.
Fig. 10 zeigt das Aufnahmemodul im Schnitt sowie die Antriebsrollen 11
für die Räder der Vorderachse. Zum Antrieb des Gleitschlitten 33 dient
ebenfalls eine senkrechte Antriebsrolle 11.
Jeder Containertragwagen 2 ist mit einem vom Radsatz angetriebenen
Generator ausgerüstet, so daß die Ansteuerung der Antriebseinheiten,
vorzugsweise der Hydraulik über Magnetventile durch bordeigene wiederauf
ladbare Batterien gewährleistet ist. Von einem zentralen Rechner im
Leitstand der Lokomotive werden alle Informationen gesammelt sowie
entsprechende Steuerbefehle ausgegeben. Folgende vorzugsweise Eingangs
größen und Informationen werden beispielsweise rechnergestützt verarbeitet
und mit Datenfernübertragung zum oder vom Rechner im Leitstand der
Lokomotive übertragen:
Zielbahnhof der Fahrzeuge, eingegeben über Barcode oder Magnetstreifen, Auffahrrampe eingefahren, Auffahrrampe ausgefahren, Auffahrrampe verriegelt, Abmessungen der Kraftfahrzeuge, freier Modulstellplatz u. a. Die Beladung einer zweiten Ebene ist bei vorhandener Rampe unter Nutzung der Fahrzeug-Elektronik möglich, indem die Belegung auf einer Chipkarte gespeichert wird.
Zielbahnhof der Fahrzeuge, eingegeben über Barcode oder Magnetstreifen, Auffahrrampe eingefahren, Auffahrrampe ausgefahren, Auffahrrampe verriegelt, Abmessungen der Kraftfahrzeuge, freier Modulstellplatz u. a. Die Beladung einer zweiten Ebene ist bei vorhandener Rampe unter Nutzung der Fahrzeug-Elektronik möglich, indem die Belegung auf einer Chipkarte gespeichert wird.
1
PKW
2
Containertragwagen/Bahn
3
Containermodul
4
Containermodul
5
Containerverriegelung
6
Grundrahmen + Teleskopteil Querausschub mitlaufend
7
Drehlager auf dem Grundrahmen
8
Auffahrrampe, horizontal und vertikal schwenkbar
9
Antriebsband/Rollenbahn
10
Antriebsräder
11
Antriebsrollen
12
Winkelgetriebe I (Schwenk- und Verriegelungsgetriebe)
13
Freilaufgetriebe
14
Winkelgetriebe II
15
Winkelgetriebe III
16
Winkelgetriebe IV und lineares Untersetzungsgetriebe
17
Kupplung
18
Raupe/Antriebsraupe Schwenkantrieb/Linearantrieb
19
Winkelgetriebe I mit Antriebsritzel
20
Zusatzantrieb mit Innenverzahnung
21
Raupe, mitlaufend
22
Druckluftzylinder
23
Hydraulikpumpe
24
Druckspeicher
25
Hydraulikmotor
26
Tragwagen mit fester Laderampe
27
Außenlängsträger
28
Verfahrmodul, verstellbar/Querschlittenaufnahmemodul
29
Antriebsmodul
30
Laderampe, ausfahrbar
31
Drehrichtungsumkehrimpulsgeber
32
Längsführung für Gleitschlitten
33
Gleitschlitten mit wahlweisem Vorderradantrieb
34
Energieführungskette für hydraulische Leitungen
35
Längsführung für Querschlittenaufnahmemodul
36
Querschlittenaufnahmemodul für LKW-Systeme
37
LKW Antriebsrad
38
Linear Lager
Claims (8)
1. Be- und Entladesystem für Kraftfahrzeuge zur Beförderung auf Schienen
fahrzeugen, insbesondere Be- und Entladesystem für PKW auf Waggons,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß es als Modulbaukastensystem aufgebaut ist und aus mehreren auf einen Containertragwagen (2) aufmontierbaren und über je eine Containerverriege lung (5) befestigten Containermodulen (3; 4) besteht,
- - daß jedem Containermodul (3; 4) auf einem Grundrahmen (6) des Contai nertragwagens (1) eine über einem Drehlager (7) horizontal schwenkbare Auffahrrampe (8) sowie mehrere Schwenk- und Verriegelungsgetriebe I. . .IV (12. . .16) und eine mechanische, hydraulische oder pneumatische Antriebs einheit mit Raupen (18; 21) zugeordnet sind und
- - daß die Antriebsraupen (18) der schwenkbaren Auffahrrampe (8) über mehrere Winkelgetriebe I. . .IV (12. . .16) mit den PKW-Antriebsrädern (10), Antriebsrollen (11) und einem Antriebsband (9) oder mit Druckluftzylindern (22) unterhalb des Containermoduls (3) oder mit Hydraulikpumpe (23), Druckspeicher (24) und Hydraulikmotor (25) verbunden sind.
2. Be- und Entladesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß ein Containertragwagen (2) vorzugsweise zwei voneinander unabhän gige Containermodule (3; 4) mit je einer unabhängigen Antriebseinheit sowie den Schwenk- und Verriegelungsgetrieben I. . .IV (12. . .16) besitzt.
3. Be- und Entladesystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die mechanische Antriebseinheit für die Schwenk-,
Ver- und Entriegelung der Auffahrrampe (8) aus den Antriebsrädern (19)
eines PKW, den quer zur Fahrtrichtung angeordneten Antriebsrollen (11),
den Schwenk- und Verriegelungsgetrieben, insbesondere den Winkelgetrie
ben I. . .IV (12. . .16), den Freilaufgetrieben (13; 14), den Antriebsbändern (9)
für den Radstandsausgleich der nichtangetriebenen PKW-Räder und den
Antriebsraupen (18) der Auffahrrampe (8) für die Abstandsüberbrückung
zwischen Bahnsteig und Waggon aufgebaut ist.
4. Be- und Entladesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die pneumatische Antriebseinheit für die Schwenk-, Ver- und Entriege lung der Auffahrrampe (8) aus mehreren Druckluftzylindern (22) am unteren Teil des Containermoduls (3; 4), den Schwenk und Verriegelungsgetrieben, vorzugsweise dem Winkelgetriebe I (19) mit Antriebsritzel und dem Winkel getriebe II (14) mit schaltbaren Freiläufen, einem Zusatzantrieb (20) mit Innenverzahnung und den lose mitlaufenden Raupen (10) aufgebaut ist.
5. Be- und Entladesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die hydraulische Antriebseinheit für die Schwenk-, Ver- und Entriege lung der Auffahrrampe (8) aus einer durch das Winkelgetriebe II (14) angetriebenen Hydraulikpumpe (23), einem Druckspeicher (24), mehreren vom Druckspeicher (24) angetriebenen Hydraulikmotoren (25), den Winkel getriebe IV (16), den Antriebsraupen (18) und dem Schwenk- und Verriege lungsgetriebe I (12) aufgebaut ist.
6. Be- und Entladesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß rechnergesteuerte Magnetventile für die Ansteuerung der hydraulischen und pneumatischen Antriebseinheit, optische Sensoren für die Abtastung der Fahrzeugkonturen und Magnetstreifen-Informationen für die Zielverladesta tionen über Datenleitungen von den Containermodulen (3; 4) zu einem Prozeßrechner in dem zentralen Datenleitstand der Lokomotive verbunden sind.
7. Be- und Entladesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß ein Tragwagen (26) vorzugsweise für LKW-Transporte mit einer festen, seitlich ausfahrbaren und anhebbaren Laderampe (30) und Außen längsträgern (27) ausgerüstet ist und die Antriebseinheit für das Anheben, Einfahren und Absenken der Laderampe (30) aus einem Antriebsmodul (29) mit zwei parallel gekoppelten, über die Antriebsräder (10) der Zugmaschine angetriebenen Antriebsbändern (9), einem Druckspeicher (24), Hydropumpe und Hydromotor sowie aus einem versteilbaren Verfahrmodul (28) besteht.
8. Be- und Entladesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß es über Adapter für die Verladung von Containern und/oder Wechsel behältern verwendbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998113440 DE19813440A1 (de) | 1998-03-26 | 1998-03-26 | Be- und Entladungssystem für Kraftfahrzeuge auf Bahnwagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998113440 DE19813440A1 (de) | 1998-03-26 | 1998-03-26 | Be- und Entladungssystem für Kraftfahrzeuge auf Bahnwagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19813440A1 true DE19813440A1 (de) | 1999-10-07 |
Family
ID=7862477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998113440 Withdrawn DE19813440A1 (de) | 1998-03-26 | 1998-03-26 | Be- und Entladungssystem für Kraftfahrzeuge auf Bahnwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19813440A1 (de) |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ULTSCH, KUNO, 96237 EBERSDORF, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |