DE19807847A1 - Spritzenaufsatz - Google Patents
SpritzenaufsatzInfo
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- A61J1/20—Arrangements for transferring or mixing fluids, e.g. from vial to syringe
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Description
Die Erfindung betrifft einen auf den Spritzenstutzen einer
Spritze aufsetzbaren Spritzenaufsatz zur Entnahme eines flui
den Mediums aus einem Vorratsbehälter.
In dem bekannten Stand der Technik sind derartige Spritzen
aufsätze als Spritzennadeln ausgebildet, die auf den Spritzen
stutzen der Spritze aufsetzbar sind. Zur Entnahme der in einem
Vorratsbehälter enthaltenen Flüssigkeit wird die Spritze in
eine an dem Behälter versehene Membran eingestochen und die
Flüssigkeit wird in an sich bekannter Weise aufgezogen.
Problematisch ist das Befüllen einer Spritze, wenn keine
Spritzennadel eingesetzt wird. Zu diesem Zweck muß der Sprit
zenkolben aus der Spritze entfernt werden, und die Spritze muß
durch die Kolbenöffnung mit der zu spritzenden Flüssigkeit
befüllt werden. Gleichzeitig muß bedacht werden, daß die Aus
trittsöffnung am Spritzenstutzen zugehalten wird, da sonst die
Flüssigkeit aus dieser austritt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Spritzenauf
satz vorzusehen, mit dem die Spritze auch ohne Verwendung
einer Nadel auf einfache Weise mit Flüssigkeit befüllt werden
kann.
Dieses wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Spritzen
aufsatz einen mediendurchströmbaren Stopfen zur Entnahme des
fluiden Mediums aus dem Behälter aufweist, daß der Stopfen mit
einer Spritzenöffnung mediendicht auf den Spritzenstutzen
aufsetzbar ist und daß der Stopfen mit seiner äußeren Mantel
fläche mediendicht in eine Entnahmeöffnung des Vorratsbehäl
ters einführbar ist.
Vorzugsweise ist die äußere Mantelfläche des Stopfens konisch
ausgebildet, wobei der Außendurchmesser des Stopfens von der
Stopfenunterseite zur Stopfenoberseite hin abnimmt. Der erfin
dungsgemäße Spritzenaufsatz erlaubt es erstmalig, auf einfache
Art und Weise flüssige Medien ohne Nadeln und ohne umständli
ches Hantieren aus Vorratsbehältern zu entnehmen.
Da der Spritzenaufsatz in die Öffnung eines Behälters medien
dicht einsetzbar ist, läßt sich ein nicht mit einer Membran
versehener Behälter umdrehen, um das zu entnehmende Medium dem
Spritzenstutzen zuzuführen. Dieses vereinfacht die Entnahme
des Mediums deutlich im Verhältnis zu den Fällen, in denen ein
teilweise gefüllter Behälter durch schräges Einführen der
Spritze in den Behälter geleert werden soll. Insbesondere ist
dieses problematisch, wenn der Behälter nicht durchsichtig
ist, so daß der Füllstand des Mediums nicht sichtbar ist und
der Benutzer nicht sehen kann, wohin die Öffnung des Spritzen
stutzens gerichtet werden muß, um das Medium zu entnehmen.
Zur Entnahme des fluiden Mediums wird eine Spritze mit ihrem
Spritzenstutzen in die Spritzenöffnung eingeführt, und die
Anordnung aus Spritze und Spritzenaufsatz wird in eine Behäl
teröffnung eingeschoben, bis die äußere Mantelfläche des
Spritzenaufsatzes an der Behälteröffnung fest zur Anlage
kommt. Auf diese Weise ist sowohl die Anordnung zwischen dem
Spritzenstutzen und der Spritzenöffnung als auch die Anordnung
zwischen der Mantelfläche des Spritzenaufsatzes und der Behäl
teröffnung mediendicht. Die Spritze wird dann in bekannter
Weise aufgezogen. Dabei durchströmt die Flüssigkeit den Sprit
zenaufsatz und tritt durch den Spritzenstutzen in die Spritze
ein.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Spritzenaufsatz
einen mediendurchströmbaren Kanal im Bereich der Mittel-Längs
achse des Stopfens auf. Dieser läuft vorzugsweise kolinear zu
der Mittellängsachse des Stopfens. Allerdings sind andere
Ausführungsformen denkbar, in denen der Kanal gekrümmt ver
läuft und aus der seitlichen Mantelfläche des Spritzenauf
satzes austritt oder, daß mehrere Kanäle vorgesehen werden,
die an verschiedenen Stellen der Mantelfläche austreten und
zusammen bei der Spritzenöffnung gebündelt werden. Auf diese
Weise können je nach Ausbildung des bzw. der Kanäle unter
schiedliche Strömungseigenschaften für verschiedene Einsatz
gebiete realisiert werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Spritzenaufsatz aus
einem elastischen Kunststoff, wie z. B. Gummi gefertigt ist.
Der elastische Kunststoff verbessert die mediendichte Passung
des Spritzenaufsatzes sowohl an der Behälteröffnung als auch
an der Spritzenöffnung.
Um diese Eigenschaft zu verbessern, ist es vorteilhaft, wenn
sich der Kanal an der Spritzenöffnung auf einen Durchmesser
verjüngt, der kleiner ist als der Außendurchmesser des klein
sten mit dem Spritzenaufsatz zu verwendenden Spritzenstutzens.
Auf diese Weise können Spritzenstutzen mit unterschiedlichen
Außendurchmessern mit ein und demselben Spritzenaufsatz ver
wendet werden. Da der Durchmesser der Spritzenöffnung geringer
ist als der Außendurchmesser des verwendeten Spritzenstutzens
und der Spritzenaufsatz aus einem elastischen Material ge
fertigt ist, sind unterschiedlich große Spritzen mit entspre
chend ausgebildeten Spritzenstutzen immer mediendicht in den
Spritzenaufsatz einsetzbar.
In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsformen des erfin
dungsgemäßen Spritzenaufsatzes dargestellt. Diese wird im
folgenden anhand der Figuren detailliert beschrieben. Es zei
gen:
Fig. 1 eine Seitenansicht im Schnitt des auf den Spritzen
stutzen einer Spritze aufgesetzten Spritzenaufsatzes,
Fig. 2 den Spritzenaufsatz aus Fig. 1 bei der Entnahme einer
Flüssigkeit aus einem Vorratsbehälter in der Seiten
ansicht im Schnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht im Schnitt des erfindungsgemäßen
Spritzenaufsatzes mit auf den Spritzenstutzen aufge
setzter Nadel und
Fig. 4 eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Spritzenaufsatzes in der Seitenansicht.
Wie aus den Zeichnungen zu entnehmen ist, besteht der Sprit
zenaufsatz 1 aus einem konisch zulaufenden, kreisrunden Stop
fen, der auf den Spritzenstutzen 2 einer Einwegspritze 3 auf
setzbar ist. Zu diesem Zweck ist der Spritzenaufsatz 1 an der
Stopfenunterseite 4 eine Spritzenöffnung 5 vorgesehen, mit der
der Spritzenaufsatz 1 auf den Spritzenstutzen 2 mediendicht
aufsetzbar ist.
Die äußere Mantelfläche des Spritzenaufsatzes 1 verläuft ko
nisch, d. h., daß der Umfangradius des Spritzenaufsatzes 1 von
der Stutzenunterseite 4 zur Stutzenoberseite 7 hin kontinuier
lich abnimmt.
In der Fig. 2 ist der erfindungsgemäße Spritzenaufsatz 1 bei
der Entnahme einer Flüssigkeit 7 aus einem die Flüssigkeit
enthaltenden Behälter 8 im Schnitt dargestellt. Für die Ent
nahme der Flüssigkeit 7 aus dem Behälter 8 wird der auf die
Spritze 3 aufgesetzte Spritzenaufsatz 1 in die Behälteröffnung
eingeführt, bis die Mantelfläche 6 des Spritzenaufsatzes 1 an
dem Außenrand der Behälteröffnung zum Anliegen kommt. Durch
weiteres Eindrücken des Spritzenaufsatzes 1 in den Behälter 8
dichtet der Spritzenaufsatz 1 die Behälteröffnung 9 medien
dicht ab. Dieser Effekt wird zudem dadurch verbessert, daß der
Spritzenaufsatz 1 aus einem elastischen Material wie z. B.
Gummi gefertigt ist. Durch die Elastizität läßt sich der
Spritzenaufsatz 1 teilweise in die Behälteröffnung 9 einpres
sen, so daß dieser fest in der Behälteröffnung sitzt und nicht
heraus fallen kann.
Zur Entnahme der in dem Behälter 8 enthaltenen Flüssigkeit 7
wird der Spritzenkolben 10 aus der Spritze 3 in bekannter Art
und Weise herausgezogen. Auf diese Weise entsteht ein Unter
druck, der die Flüssigkeit 7 aus dem Behälter 8 durch den
Spritzenaufsatz 1 in das Innere der Spritze 3 hereinzieht. Die
Flüssigkeit 7 durchfließt dabei einen in der Mitte des Sprit
zenaufsatzes 1 vorgesehenen Kanal 10, der kolininear zur mitt
leren Längsachse des Spritzenaufsatzes 1 verläuft. Selbstver
ständlich ist der Kanal 10, der an der Oberseite des Spritzen
aufsatzes 1 mit einem Loch versehen, durch das die Flüssigkeit
aus dem Behälter in den Kanal 10 eintreten kann.
Der Kanal 10 geht über in einen sich im Durchmesser verjüngen
den Bereich der Spritzenöffnung 5 in dem Spritzenaufsatz 1.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, verjüngt sich der Kanal
an der Öffnung auf einen Durchmesser, der kleiner ist als der
Außendurchmesser des Spritzenstutzens 2. Auf diese Weise wird
auch zwischen dem Spritzenstutzen 2 und dem Spritzenaufsatz 1
ein mediendichter Sitz realisiert, so daß keine Flüssigkeit
austreten kann. Da der Spritzenaufsatz 1 aus einem elastischen
Material gefertigt ist, kann die Spritzenöffnung 5 des Sprit
zenaufsatzes 1 so klein gefertigt werden, daß der Spritzenauf
satz mediendicht auf allen zu verwendenden Spritzenstutzen
aufsetzbar ist. Bei größeren Spritzenstutzen wird das Material
des Spritzenaufsatzes 1 entsprechend zusammengedrückt, so daß
auch größere Spritzenstutzen in dem Spritzenaufsatz 1 einsetz
bar sind.
In der Fig. 3 ist der Spritzenaufsatz 1 ebenfalls in der
Seitenansicht im Schnitt dargestellt. Allerdings ist bei die
ser Ansicht auf den Spritzenstutzen 2 eine handelsübliche
Spritzennadel 11 aufgesetzt. Über diese aufgesetzte Spritzen
nadel 11 ist der Spritzenaufsatz 1 übergestülpt. Die Elastizi
tät des Materials, aus dem Spritzenaufsatz 1 gefertigt ist,
erlaubt es gleichfalls, den Außendurchmesser der Spritzennadel
11 in der Spritzenöffnung 5 mediendicht aufzunehmen.
In dieser Ausführungsform kann der Spritzenaufsatz beispiels
weise als beißringartiges Element verwendet werden, um einem
Patienten im Mund eine Spritze zu setzen. Beim Erschrecken
beißt der Patient dann nicht direkt auf die Spritze oder die
Spritzennadel, sondern auf den elastischen Kunststoff des
Spritzenaufsatzes 1. Dieses verhindert Verletzungen und ist
besonders gut bei Kindern einzusetzen, die den Mund schließen,
wenn eine Spritze gesetzt wird.
In der in Fig. 4 dargestellten alternativen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Spritzenaufsatzes 1 ist dieser ebenfalls
kreisrunde Stutzen zusätzlich zu dem konischen Verlauf der
äußeren Mantelfläche an der Mantelfläche stufenartig ausge
bildet, wobei die einzelnen Stufen einen von der Stopfenunter
seite zu der Stopfenoberseite abnehmenden Außendurchmesser
aufweisen. Diese Ausführungsform gewährleistet eine größere
innere Anlagefläche der im Außendurchmesser unterschiedlich
großen Mantelflächen für verschieden große Behälteröffnungen.
Die senkrechten Mantelflächen der einzelnen Stufen können so
in unterschiedlich große Behälteröffnungen paßgenau eingesetzt
werden. Diese Ausführungsform ist ebenfalls aus einem elasti
schen Gummi gefertigt, so daß die einzelnen Stufen für die
verschiedenen Behälteröffnungen ein leichtes Übermaß aufweisen
und so dichtend an den Innenseiten der entsprechenden Behäl
teröffnungen anliegen. Durch das leichte Übermaß wird verhin
dert, daß der Spritzenaufsatz 1 aus der Behälteröffnung unbe
absichtigt herausfällt. Auch dieser Spritzenaufsatz 1 ist mit
einem entlang der zentralen Längsachse verlaufenden Kanal zur
Entnahme von Flüssigkeit aus Behältern versehen.
1
Spritzenaufsatz
2
Spritzenstutzen
3
Spritze
4
Stutzenunterseite
5
Spritzenöffnung
6
Mantelfläche
7
Flüssigkeit
8
Behälter
9
Behälteröffnung
10
Kanal
11
Spritzennadel
Claims (8)
1. Auf den Spritzenstutzen einer Spritze aufsetzbarer Sprit
zenaufsatz zur Entnahme eines fluiden Mediums aus einem
Vorratsbehälter, dadurch gekennzeich
net, daß dieser einen mediendurchströmbaren Stopfen zur
Entnahme des fluiden Mediums aus dem Behälter (8) auf
weist, daß der Stopfen mit einer Spritzenöffnung (5) me
diendicht auf den Spritzenstutzen (2) aufsetzbar ist und
daß der Stopfen mit seiner äußeren Mantelfläche (6) me
diendicht in eine Behälteröffnung (9) des Vorratsbehälters
(8) einführbar ist.
2. Spritzenaufsatz nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die äußere Mantelfläche (6)
des Stopfens konisch ausgebildet ist.
3. Spritzenaufsatz nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die äußere Mantelfläche stu
fenartig ausgebildet ist.
4. Spritzenaufsatz nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß dieser einen mediendurch
strömbaren Kanal (10) aufweist.
5. Spritzenaufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Kanal
(10) im Bereich der Mittel-Längsachse des Stopfens ver
läuft.
6. Spritzenaufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß dieser aus
einem elastischen Kunststoff gefertigt ist.
7. Spritzenaufsatz nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich der Kanal (10) an der
Spritzenöffnung (5) auf einen Durchmesser verjüngt, der
kleiner ist als der Außendurchmesser des kleinsten mit dem
Spritzenaufsatz (1) zu verwendenden Spritzenstutzens (2).
8. Spritzenaufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Kanal
colinear zur Längsachse des Stopfens ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998107847 DE19807847A1 (de) | 1998-02-25 | 1998-02-25 | Spritzenaufsatz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998107847 DE19807847A1 (de) | 1998-02-25 | 1998-02-25 | Spritzenaufsatz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19807847A1 true DE19807847A1 (de) | 1999-08-26 |
Family
ID=7858824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998107847 Withdrawn DE19807847A1 (de) | 1998-02-25 | 1998-02-25 | Spritzenaufsatz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19807847A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7284580B2 (en) | 2002-11-12 | 2007-10-23 | Boots Healthcare International Limited | Liquid dispensing |
-
1998
- 1998-02-25 DE DE1998107847 patent/DE19807847A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7284580B2 (en) | 2002-11-12 | 2007-10-23 | Boots Healthcare International Limited | Liquid dispensing |
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