DE19805356C1 - Verfahren zur Herstellung von reinem LiPF¶6¶ - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von reinem LiPF¶6¶Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinem
Lithiumhexafluorophosphat, LiPF6, aus LiF und PCl5 in
Diethylether.
Lithiumhexafluorophosphat, LiPF6, findet derzeit in allen
kommerziellen Lithiumionenbatterien als Leitsalz Verwendung.
LiPF6 ist eine mäßig hydrolyseempfindliche Substanz, die
ausgesprochen hygroskopisch ist und im Kontakt mit feuchter
Luft Fluorwasserstoff (HF) freisetzt. HF wirkt sich
außerordentlich schädlich auf die Zyklenstabilität von
Lithiumionenbatterien aus, da es Metalle aus den aus
Übergangsmetalloxiden bestehenden Kathoden herauszulösen vermag
und so den Zerfall der Elektroden bewirkt.
Die Batteriehersteller bevorzugen deshalb das LiPF6 in einer
Form, die möglichst wenig hydrolyseempfindlich ist, d. h. eine
möglichst geringe spezifische Oberfläche besitzt. Weiterhin
sollte das LiPF6 freifließend sein, damit es in automatisierten
Anlagen verarbeitet werden kann. Schließlich sollte
gewährleistet sein, daß die nicht unerhebliche Lösungswärme bei
der Herstellung von Elektrolytlösungen kontrolliert freigesetzt
wird.
Alle diese Forderungen werden von einem groben LiPF6-
Kristallisat oder -Granulat mit einer gleichmäßigen
Kornverteilung erfüllt. Dieses Produkt muß in möglichst reiner
Form zur Verfügung stehen, denn es ist bekannt, daß neben
möglichst geringen HF-Gehalten z. B. auch ein niedriger
Chloridgehalt notwendig ist, um eine gute Zyklenstabilität bei
wiederaufladbaren Batterien zu gewährleisten.
Lithiumhexafluorophosphat wird zumeist aus gereinigtem PF5 und
Lithiumfluorid in einem Lösungsmittel (HF oder organische
Lösungsmittel, wie Diethylether oder Acetonitril) dargestellt.
Da das PF5-Gas zum einen mit Verunreinigungen aus der Synthese
belastet ist (z. B. POF3, HCl u. ä.) und zum anderen bei der
Reaktion mit LiF in einem flüssigen Medium mit
Feuchtigkeitsspuren unter Freisetzung von HF, POF3, Li[PO2F2]
u. a. Produkten reagiert, muß das erhaltene Rohprodukt aufgrund
der hohen Reinheitsanforderungen der Batterieindustrie in der
Regel gereinigt werden.
Zur Reinigung kann das Rohprodukt z. B. aus wasserfreier HF
umkristallisiert werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß
letzte Säurespuren und Lithiumfluorid nur sehr schwierig
abgetrennt werden können. Zudem erfordert es wegen der
korrosiven und toxischen Eigenschaften von HF eine aufwendige
Reaktionstechnik.
Deshalb sind Syntheseverfahren, die die Verwendung von HF
vermeiden, im technischen Maßstab leichter zu realisieren. So
wird in der US-PS 3,607,020 ein Verfahren zur Herstellung von
LiPF6 vorgeschlagen, bei dem LiF mit PF5 in einem inerten
organischen Lösungsmittel umgesetzt wird, wobei sich als
Lösungsmittel insbesondere niedere, gesättigte Alkylether und
niedere Alkylester aliphatischer gesättigter Monocarbonsäuren
eignen. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß unmittelbar vor
Durchführung des Verfahrens PF5-Gas zu synthetisieren ist, da
dieser Rohstoff nicht auf dem Markt erhältlich ist.
In der US-PS S. 378,445 wird ein Verfahren zur Herstellung von
LiPF6-Lösungen beschrieben, bei dem in einem niedrigsiedenden,
aprotischen, organischen Lösungsmittel in basischem Milieu ein
Lithiumsalz mit einem das Hexafluorophosphation enthaltenden
Salz umgesetzt wird. Allerdings ist die erhaltene LiPF6-Lösung
relativ stark verunreinigt und muß vor der Verwendung als
Elektrolyt erst gereinigt werden.
In der JP 09245807 A und der CA-A 2,193,119 werden Verfahren
zur Herstellung von LiPF6 beschrieben, bei denen LiF mit
teurem, in großen Mengen nicht verfügbarem PF5-Gas in einem
nichtwässrigen organischen Lösungsmittel umgesetzt wird. Die
Herstellung von kristallinem, lösungsmittelfreiem LiPF6 ist
nach diesen Verfahren nicht vorgesehen.
Ein anderes Verfahren (EP 643 433 B1) geht von
Ammoniumhexafluorophosphat aus, das mit LiH in aprotischen
Lösungsmitteln gemäß der Gleichung
zu LiPF6 umgesetzt wird. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß
NH4PF6 und LiH relativ teure Rohstoffe sind.
In einem weiteren Verfahren (US-PS 5,378,445) wird, ausgehend
von MPF6 (M = Na, K, NH4, NR4), die Lithiumverbindung gemäß der
Gleichung
M = Na, K, NH4 NR4 X = Halogen etc.
als Lösung in organischen Solvenzien hergestellt. Das Verfahren hat die Nachteile, daß die Metallhexafluorophosphate (MPF6) nicht oder nur zu hohen Preisen verfügbar sind und die Lösungen durch das Anion X verunreinigt sind (z. B. 0,1% KCl oder 3% KBr).
als Lösung in organischen Solvenzien hergestellt. Das Verfahren hat die Nachteile, daß die Metallhexafluorophosphate (MPF6) nicht oder nur zu hohen Preisen verfügbar sind und die Lösungen durch das Anion X verunreinigt sind (z. B. 0,1% KCl oder 3% KBr).
In der deutschen Patentanmeldung 196 32 543 wird unter anderem
ein Verfahren zur Herstellung von LiPF6 aus den billigen
Rohstoffen LiF und PCl5 unter autogenem Druck oder wahlweise in
organischen Lösungsmitteln, insbesondere in Diethylether, nach
der Gleichung
6LiF + PCl5 → LiPF6 + 5LiCl (3)
vorgeschlagen.
Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß feinpulvrige,
chloridhaltige Endprodukte gebildet werden (z. B. 0,2% Cl--
Gehalt bei der Druckherstellung). Es wurde zudem gefunden, daß
bei der Direktsynthese in Diethylether eine Verfärbung des
anfangs farblosen Reaktionsgemisches stattfindet. Die bläulich
schwarzen Verunreinigungen verbleiben nach Entfernung des
Lösungsmittels im LiPF6-Rohprodukt und sind nur äußerst
schwierig abzutrennen.
Bei der Kristallisation von LiPF6 aus organischen
Donorlösungsmitteln, wie Diethylether oder Acetonitril, bilden
sich in der Regel Komplexe zwischen dem LiPF6 und dem Solvenz
(LiPF6 . Dx; D = Donorsolvenz, x = 1... 4). Die zumeist in
Form gut ausgebildeter Kristalle anfallenden Solvatkomplexe
zerfallen bereits beim Trocknen bei Temperaturen unterhalb des
Solvatzersetzungspunktes zu einem oberflächenreichen, schlecht
handhabbaren Pulver.
So liefert die Zersetzung des wohldefinierten Acetonitril-
Komplexes LiPF6 . (CH3CN)4 unter reduziertem Druck bei
Temperaturen bis 30°C ein zwar reines, aber oberflächenaktives,
damit schwierig handhabbares lösungsmittelfreies Produkt (US-
PS 3,594,402).
Bei der Kristallisation von LiPF6 aus Diethylether wird
ebenfalls ein Solvatkomplex erhalten, dessen
Solvatzersetzungspunkt bei ca. 40°C liegt (eigene Versuche).
Die Herstellung eines solvatfreien LiPF6 aus etherischer Lösung
ist seit längerer Zeit bekannt. So wird gemäß der US-PS
3,607,020 LiPF6 aus LiF und PF5 in Ether bei 0 bis 50°C
hergestellt und das erhaltene LiPF6-Kristallisat bei 30 bis
35°C unter reduziertem Druck (0,2 mm) getrocknet.
Ähnlich wird gemäß der DE 196 14 503 A1 die Trocknung des LiPF6,
das durch Umsetzung von LiF mit PF5 hergestellt und in
Diethylether gelöst wird, bei max. 40°C im Vakuum vorgenommen.
Temperaturen von etwa 40°C werden im allgemeinen deshalb nicht
überschritten, weil eine Produktzersetzung gemäß der Gleichung
befürchtet wird. So wird z. B. in der US-PS 3,594,402 behauptet,
daß die Dissoziation gemäß Reaktion (4) bei etwa 20°C beginne
und LiPF6 sich bei 30 bis 40°C zersetze.
Das bei Temperaturen von 40°C aus etherischen Lösungen
isolierte LiPF6 enthält in Abhängigkeit von den
Herstellungsbedingungen eine gewisse Menge "Kristallether" (ca.
1 bis 2 mol), der beim Vakuumtrocknen zwar relativ schnell und
vollständig entfernt werden kann, wodurch aber zwangsläufig ein
staubförmiges, oberflächenreiches Produkt erhalten wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, die aus dem Stand der Technik
bekannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zu schaffen,
das ausgehend von billigen Rohstoffen in einem technisch
einfachen, beherrschbaren Prozeß ein gut handhabbares, reines
LiPF6 liefert, das eine Reinheit von < 99,8% hat.
Die Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 angegebene Verfahren
gelöst. Die Unteransprüche 2 bis 11 offenbaren Merkmale, die
das erfindungsgemäße Verfahren weiterbilden. Bei Ausführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens nach den Unteransprüchen 12 bis 14
erhält man ein durch Totaleindampfung gewonnenes reines LiPF6.
Alternativ sind in den Unteransprüchen 15 bis 24
Verfahrensmerkmale angegeben, die zu einem durch
Kristallisation gewonnenen hochreinen LiPF6 führen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine
diethyletherhaltige LiF-Suspension mit PCl5 umgesetzt, wobei
die LiF-Suspension vor der Zudosierung des PCl5 schwach
angesäuert wird. Es wurde überraschend gefunden, daß durch
Ansäuerung beispielsweise mit HCl-Gas die LiPF6-
Bildungsreaktion beschleunigt und gleichzeitig Nebenreaktionen
zurückgedrängt werden. Besonders auffällig ist auch das
Phänomen, daß die Verfärbung des Reaktionsgemisches ausbleibt
bzw. stark verzögert wird.
Vor Beginn der Umsetzung mit PCl5 wird die Diethylether
enthaltende LiF-Suspension angesäuert. Es ist auch möglich, den
Diethylether vor der Zugabe von LiF anzusäuern und für die
Aufschlämmung des Lithiumfluorids zu verwenden.
Zum Ansäuern dienen wasserfreie protische Säuren HX, wobei X
sein kann: ein Halogen, Sulfat oder ein Carbonsäurerest.
Bevorzugt sind solche Säuren, deren korrespondierende
Lithiumsalze in Ether bzw. Ether/Kohlenwasserstoffmischungen
möglichst schlecht löslich sind. Besonders bevorzugt sind HCl-
und HF-Gas, wobei ersteres wegen der einfacheren Handhabung
besonders vorteilhaft ist.
Die Säurekonzentration kann zwischen 0,01 und 0,5 mmol/g
Suspension betragen. Besonders bevorzugt ist der Bereich
zwischen 0,02 und 0,2 mmol/g.
Die Umsetzungstemperatur beträgt 0 bis 35°C, wobei der
bevorzugte Bereich zwischen 15 und 30°C liegt.
Die Reaktionszeit wird u. a. von der Reaktionstemperatur und
Rührintensität beeinflußt. Im bevorzugten Temperaturbereich
zwischen 15 und 30°C werden typisch 2 bis 8 Stunden für einen
praktisch quantitativen Umsatz benötigt. Je nach gewählten
Reaktionsbedingungen (Säurekonzentration, Zudosierungszeit,
Rührintensität, Stöchiometrie und Temperaturen) bleibt das
Reaktionsgemisch während der gesamten Reaktionszeit farblos,
oder es wird erst gegen Ende gelblich oder schwach bläulich.
Zu der angesäuerten, gut gerührten LiF-Suspension wird bei
Temperaturen zwischen 0 und 35°C das PCl5 dosiert. Die
zudosierte PCl5-Menge wird so gewählt, daß pro mol PCl5 6,06
bis 12 mol LiF vorliegen. Da das theoretische
Stöchiometrieverhältnis PCl5 zu LiF 1 : 6 beträgt, liegt LiF in
einem definierten Überschuß vor. Bevorzugt ist ein Verhältnis
PCl5 zu LiF von 1 : 6,3 bis 1 : 7,2. Höhere LiF-Überschüsse
führen prinzipiell zu einer schnelleren und vollständigeren
Ausnutzung des eingesetzten PCl5, jedoch wird die Ökonomie des
Prozesses negativ beeinflußt.
Nach Reaktionsende wird das Reaktionsgemisch mit einer Base
neutralisiert, wobei die aufzuwendende Basenmenge mindestens
der eingesetzten Säuremenge entspricht. Als Basen können
Ammoniak, LiOH, Li2CO3, LiH oder Organolithiumverbindungen, wie
Methyllithium oder Butyllithium eingesetzt werden. Bevorzugt
sind Methyllithium, das in Form einer etherischen Lösung auf
dem Markt verfügbar ist, und Lithiumhydrid, das bei der
Neutralisation keinerlei störende Nebenprodukte hinterläßt.
Wegen der Unlöslichkeit von Lithiumhydrid wird es (bezogen auf
die eingesetzte Säuremenge) bis zum 10 fachen, bevorzugt 3 bis
6 fachen, molaren Überschuß eingesetzt. Überschüssiges
Lithiumhydrid kann zusammen mit den ebenfalls etherunlöslichen
Lithiumhalogeniden bequem durch Filtration abgetrennt werden.
Die Konzentration des als Suspension in Diethylether
vorgelegten Lithiumfluorids beträgt vorzugsweise 10 bis 40%.
Als Reaktionsmedium dient entweder reiner, trockener
Diethylether oder ein Gemisch aus Diethylether und einem
Lösungsmittel, das aus einem oder mehreren Kohlenwasserstoffen
besteht. In Frage kommende Kohlenwasserstoffe sind Alkane, wie
z. B. bevorzugt Pentan, Hexan, Heptan oder Cyclohexan und
Aromaten, wie z. B. bevorzugt Toluol, Xylol oder Ethylbenzol.
Die Menge des wahlweise zusätzlich eingesetzten Lösungsmittels
kann in weiten Grenzen schwanken und beispielsweise 0,3 bis 3
Gewichtsteile der LiF-Menge betragen. Eine darüber
hinausgehende Verdünnung ist möglich, macht aber aus
technischen und wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn. Das
Lösungsmittel kann entweder schon vor der Ansäuerung und
Zudosierung von PCl5 in Gänze vorgelegt oder während der PCl5-
Dosierung oder der Nachreaktionsphase zugegeben werden. Es
verbessert die Rührfähigkeit der Reaktionssuspension und
ermöglicht es, einen Teil des teureren Diethylethers zu
ersetzen. Weiterhin kann es im wahlweise durchzuführenden
Kristallisationsreinigungsschritt (s. u.) als
Kristallisationshilfsmittel eingesetzt werden.
Das neutralisierte Reaktionsgemisch wird anschließend zur
Abtrennung der unlöslichen Beiprodukte und des überschüssigen
Lithiumfluorids filtriert, dekantiert oder zentrifugiert. Auf
diese Weise wird eine etherische LiPF6-Rohproduktlösung
erhalten. Die Rohlösung ist u. a. mit chlorhaltigen
Verbindungen, besonders PCl3, verunreinigt.
Bei der Herstellung von LiPF6 nach einem zum Stand der Technik
gehörenden Verfahren (siehe auch Vergleichsbeispiel 1), bei dem
mit nicht angesäuertem Diethylether gearbeitet wird, werden ca.
0,5 bis 1,5 mol % PCl3 (bestimmt aus dem Integrationsverhältnis
PCl3 : PF6 - im 31P-NMR-Spektrum) als Verunreinigung beobachtet.
Es wurde überraschend gefunden, daß die Ansäuerung des
Diethylethers nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu einer
deutlichen Abnahme der PCl3-Verunreinigung führt: sie liegt nur
noch im Bereich der 31P-NMR-Nachweisempfindlichkeit (ca. 0,02
%) oder darunter.
Unlösliche Bestandteile (LiCl, LiF, LiH, LiOH) der etherischen
LiPF6-Rohproduktlösung werden abfiltriert, und die leicht
gelbliche oder farblose LiPF6-Lösung wird entweder durch Ein
dampfung getrocknet oder in der unten beschriebenen Weise durch
Kristallisation weiter gereinigt.
Durch Totaleindampfung läßt sich aus dem Filtrat eine mäßig
saubere LiPF6-Qualität (Gehalt ca. 99,8%) gewinnen. Um ein gut
handhabbares Produkt, d. h. ein solches mit geringer
spezifischer Oberfläche zu erzielen, werden der Diethylether
und das eventuell vorhandene Lösungsmittel bei Normal- oder nur
mäßig vermindertem Druck (600 bis 1000 mbar) abdestilliert.
Nach Entfernung der Hauptmenge Ether wird die Sumpftemperatur
durch äußere Beheizung auf 40 bis 100°C, bevorzugt 50 bis 75°C
gesteigert. Zur Abtrennung letzter Diethylether- bzw. weiterer
Lösungsmittelreste kann der Druck gleichzeitig
(sinnvollerweise) vermindert werden (auf z. B. 0,1 bis 10 mbar).
Überraschenderweise wurde bei den relativ hohen Temperaturen
keinerlei Produktzersetzung nach Reaktionsgleichung (4)
beobachtet. Auf der anderen Seite liegen die Sumpftemperaturen
über dem Zersetzungspunkt des LiPF6-Etherats, weshalb sich
direkt ein etherfreies, staubfreies Festprodukt bildet. Je nach
gewählten Trocknungsbedingungen wird entweder ein klumpiges
Produkt oder ein Granulat erhalten.
Für höhere Reinheitsansprüche kann ein
Kristallisationsverfahren gewählt werden. Dazu wird die
etherische Rohproduktlösung mit einem aprotischen
Kristallisationshilfsmittel versetzt, das LiPF6 in reiner Form
nicht oder nur sehr schlecht löst und einen höheren Siedepunkt
als Diethylether besitzt.
Alternativ kann auch die auf eine LiPF6-Konzentration von 20
bis 50%, bevorzugt 30 bis 45%, voreingedampfte
Rohproduktlösung in reinem Diethylether mit dem
Kristallisationshilfsmittel versetzt und anschließend filtriert
werden.
Dieses Kristallisationshilfsmittel ist z. B. ein weiterer Ether
(Methyl-tert.-Butylether (MTBE), Dibutylether,
Diisopropylether), ein Alkan (z. B. Heptan, Methylcyclohexan,
Octan) oder ein aromatischer Kohlenwasserstoff (z. B. Benzol,
Toluol, Ethylbenzol) oder eine Mischung aus den genannten
Stoffen. Besonders bevorzugt sind Heptan, Methylcyclohexan,
Toluol und Methyl-tert.-Butylether.
Die Menge des Kristallisationshilfsmittels beträgt 0,2 bis 5
Gewichtsteile der in Diethyletherlösung befindlichen LiPF6-
Menge. Besonders bevorzugt sind 0,3 bis 1,5 Gewichtsteile
bezogen auf das gelöste LiPF6.
Die LiPF6-Lösung im oben definierten Lösungsmittelgemisch wird
bei Normal- oder leicht vermindertem Druck aufkonzentriert. Die
Manteltemperatur der Destillationsblase beträgt dabei zunächst
40 bis 70°C. Gemäß den unterschiedlichen Siedepunkten
destilliert anfangs praktisch reiner Diethylether, wodurch sich
das Lösevermögen des zurückbleibenden Lösungsmittels für die
Verunreinigungen und auch LiPF6 kontinuierlich verschlechtert.
Bei Erreichung eines Et2O : LiPF6-Verhältnisses von ca. 1,2 bis
2,3 wird die Destillation unterbrochen und der
Destillationsrückstand durch Filtration von eventuell
ausgefällten Verunreinigungen befreit.
Das klare Filtrat wird sodann bis auf eine Restethermenge von 0
bis 30% weiter eingedampft. Die Sumpftemperatur steigt dabei
bis auf ca. 40 bis 90°C. Lithiumhexafluorophosphat scheidet
sich dabei als farbloser, grobkristalliner Feststoff ab. Der
Feststoff wird durch Filtration oder Zentrifugation von der
Mutterlauge befreit. Vorzugsweise wird dieser Fest/Flüssig-
Trennungsschritt bei Temperaturen ≧ 40% vorgenommen.
Das Kristallisat wird mit einem aliphatischen und/oder
aromatischen Kohlenwasserstoff gewaschen, wobei vorzugsweise
Pentan, Hexan oder Toluol eingesetzt werden, und anschließend
getrocknet. Vorzugsweise erfolgt die Trocknung bei erhöhten
Temperaturen (30 bis 50%) unter vermindertem Druck.
Auf diese Weise wird ein lösungsmittelfreies, grobkristallines
Produkt mit einer Reinheit von < 99,9% erhalten.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand von
Vergleichs- und Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Die Beispiele 1 und 5 wurden zu Vergleichszwecken nach dem
Stand der Technik ausgeführt, die restlichen Beispiele wurden
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ausgeführt.
In einem 2-1-Doppelmantelgefäß wurden 170,0 g (8,3 mol, 38%
Überschuß) getrocknetes Lithiumfluorid in 920 g Diethylether
suspendiert. Bei einer Innentemperatur von 25% wurden
innerhalb von 18 Minuten 207 g (1,0 mol) PCl5 aus einer
Dosierbirne zugegeben. Durch Gegenkühlung wurde die
Innentemperatur unter 28% gehalten. Nach 2 Stunden begann sich
das Reaktionsgemisch violett zu verfärben; nach erneuter Zugabe
von 32 g (1,23 mol) LiF entfärbte sich die Reaktionssuspension
kurzfristig, jedoch war die Violettfärbung nach 15 Minuten
wieder zu beobachten.
Das Reaktionsgemisch wurde nach 3,5-stündiger Reaktionszeit mit
2,6 g LiH versetzt und noch 1,5 Stunden gerührt. Die Suspension
wurde filtriert und der Rückstand mit 3 Portionen Ether
nachgewaschen.
Es wurden 963 g einer blaugrauen Lösung erhalten. Die Lösung
wurde bei 25°C im Vakuum aufkonzentriert (Auswaage 518 g) und
eine Probe hydrolysiert und elementaranalytisch untersucht:
Li = 1,12%; P = 5,25%; F = 18,5%; Cl = 0,48%
Die LiPF6-Rohausbeute betrug also ca. 128 g (84%), die Lösung
hatte einen Gehalt an LiPF6 von ca. 24,7%. Im 31P-NMR-Spektrum
konnte PCl3 (δ31P = -220 ppm) nachgewiesen werden; das
Molverhältnis PCl3 : LiPF6 betrug ca. 1,2 : 100.
In einem 3-1-Doppelmantelreaktor mit Teflon-Dispergierscheibe,
Rückflußkühler und Feststoffdosierer wurden 256,8 g (9,90 mol,
10% Überschuß) LiF in 1184 g salzsaurem Diethylether (H+ =
0,08 mmol/g, gesamt 95 mmol) vorgelegt. Bei einer
Innentemperatur zwischen 24 und 27°C wurden 312 g (1,50 mol)
PCl5 portionsweise innerhalb 1 Stunde zudosiert.
Nach einer Reaktionszeit von insgesamt 5 Stunden begann sich
die Lösung schwach gelblich zu verfärben. Es wurden 3,15 g
(0,40 mol) Lithiumhydrid vorsichtig zugegeben (anfangs starke
Gasentwicklung) und dann wurde ca. 20 Minuten am Rückfluß
gekocht.
Nach Filtration wurden 1288 g einer klaren, fast farblosen
Lösung erhalten (Li = 0,65%, F = 11,4%, P = 3,1%), deren
Gehalt an LiPF6 ca. 15,2% betrug (entsprechend einer LiPF6-
Rohproduktausbeute von ca. 86%). Laut 31P-NMR-Spektrum betrug
das Molverhältnis PCl3 : LiPF6 0,02 : 100.
Die Beispiele 1 und 2 zeigen, daß durch Ansäuerung wesentlich
weniger unerwünschtes PCl3 gebildet wird und die
Produktverfärbung weitestgehend vermieden werden kann.
In einem 250-ml-Schienkkolben mit Rückflußkühler wurden 18,8 g
getrocknetes LiF (726 mmol, 10% Überschuß) in 103 g salzsaurem
Diethylether (0,07 mmol H+/g) vorgelegt und ohne Kühlung mit
22,8 g (110 mmol) PCl5 versetzt. Durch die freiwerdende
Reaktionswärme erhitzte sich das Reaktionsgemisch innerhalb von
13 Minuten bis zum Sieden (36°C). Nach 50 Minuten fiel die
Temperatur wieder auf unter 35°C. Nach 80 Minuten wurde eine
leichte rötliche Verfärbung bemerkt.
Wie in Beispiel 3 wurden 20,6 g LiF (793 mmol, 10% Überschuß)
in 100 g salzsaurem Diethylether (0,14 mmol H+/g, Gesamtmenge
14 mmol) suspendiert und mit 25,0 g (120 mmol) PCl5 versetzt.
Das Gemisch erhitzte sich innerhalb ca. 7 Minuten bis zum
Sieden. Nach etwa 1,5 Stunden war eine sehr schwache
Gelbfärbung zu bemerken, die sich in den folgenden 1,5 Stunden
nicht verstärkte. Es wurden 0,2 g (25 mmol) LiH zugegeben und
15 Minuten unter Rückfluß gekocht. Nach Filtration wurde eine
praktisch farblose etherische LiPF6-Lösung erhalten.
Die Beispiele 3 und 4 (unterschiedliche Varianten des
erfindungsgemäßen Verfahrens) zeigen, daß das unterschiedliche
Verfärbungsverhalten abhängig von der Säurekonzentration ist.
Bei einer Säurekonzentration von 0,14 mmol/g wurde auch bei
relativ hohen Reaktionstemperaturen eine farblose Produktlösung
erhalten.
380 g der filtrierten Lösung aus Beispiel 1 (LiPF6-Gehalt ca.
15,2% entspr. 57,8 g Inhalt) wurden im Rotationsverdampfer
(Badtemperatur 30 bis 40°C) im Vakuum (zuletzt 1 mbar) bis zur
Trockne und Gewichtskonstanz eingedampft. Es wurden 53 g
(Ausbeute: 92%) eines gelblichen, staubfeinen Pulvers
erhalten.
88 kg einer analog Beispiel 2 hergestellten LiPF6-Lösung wurden
zunächst auf eine Konzentration von 31% LiPF6 eingeengt. Diese
eingeengte Lösung wurde in einem beheizbaren Planetenmischer
(Manteltemperatur 45 bis 55°C) zunächst bei Normaldruck, dann
im Vakuum (ca. 50 mbar) in ca. 5 h zur Trockne eingedampft. Es
wurden 14.2 kg eines gelblichen Granulates (Kornbereich 1 bis 3
mm) erhalten.
Ausbeute: 88%, Cl-Gehalt: 0,08%.
Die Beispiele 5 und 6 demonstrieren, daß bei einer Erhöhung der
Sumpftemperatur über 40°C ein Granulat erhalten werden kann,
während unter 40°C ein gelbliches, staubfeines Pulver erhalten
wird, und daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren reines LiPF6
erzeugt wird.
364 g einer 38%igen etherischen LiPF6-Lösung (hergestellt
analog Beispiel 2) wurden bei ca. 15°C unter Rühren innerhalb
ca. 30 Minuten mit 450 g Hexan versetzt. Das dabei in Form z. T.
gut ausgebildeter Kristallnadeln ausfallende LiPF6-Etherat
wurde in einer Glasfritte isoliert und mit etwas Pentan
gewaschen. Das filterfeuchte Produkt (278 g) wurde im Vakuum
(0,1 mbar) bei Raumtemperatur getrocknet. Es wurden 122 g (88
%) reines LiPF6 in Form eines weißen, sehr feinkristallinen
Pulvers erhalten (Reinheit < 99,9%).
In einem 500-ml-Schlenkkolben wurden 91,4 g rohes LiPF6 (Cl-
Gehalt 1,2%) in 144 g Ether gelöst und mit 95 g Toluol
versetzt. Die trübe Lösung wurde 30 Minuten gerührt und dann
filtriert.
Das klare, gelbe Filtrat wurde bei einem Druck von 700 mbar und
einer Ölbadtemperatur von 70°C eingeengt, bis die
Destillattemperatur auf ca. 55°C stieg. Dabei fielen farblose,
grobe Kristalle aus. Der Rückstand (213 g) wurde warm
filtriert, das Kristallisat wurde mit Toluol und Hexan
gewaschen und anschließend im Vakuum getrocknet. Es wurden 79,7
g (87%) reines LiPF6 erhalten (Cl-Gehalt 50 ppm).
Die erfindungsgemäßen Beispiele 7 und 8 belegen das
unterschiedliche Kristallisationsverhalten von LiPF6 aus
Diethylether/Kohlenwasserstoffmischungen unterhalb und oberhalb
von ca. 40°C.
197 g rohes LiPF6 (Cl-Gehalt 0,06%) wurden in 460 g Ether
gelöst und mit 195 g Toluol versetzt. Die leicht trübe Lösung
wurde 2 Stunden bei RT gerührt und dann filtriert. Die klare
Lösung wurde bei Normaldruck und einer Badtemperatur von
anfangs 40°C, dann steigend auf 75°C eingeengt. Nach Abtrennung
von 474 g Destillat wurde das in Form großer, farbloser
Kristalle ausfallende LiPF6 abfiltriert, gewaschen und
getrocknet. Die Ausbeute betrug 194 g (98%), der Chloridgehalt
lag bei < 20 ppm.
Dieses Beispiel zeigt, daß aus einer relativ reinen LiPF6-
Rohproduktqualität praktisch ohne Verluste ein chloridfreies
LiPF6 erhalten werden kann.
178 g einer gelben 20,1%igen rohen etherischen LiPF6-Lösung
(enthielt 0,4% Chlorid) wurden bei RT mit 36 g Toluol
versetzt. Es bildete sich eine gelbe, klare Lösung. Am
Rotationsverdampfer wurde bei einer Badtemperatur von anfangs
50°C, später 60°C und leicht vermindertem Druck (zunächst 1000,
dann 700 mbar) Ether abdestilliert. Nach Abtrennung von ca.
110 ml Destillat (= 55% des Ethers) begann die Abscheidung
eines Niederschlages. Es wurden weitere 60 ml Ether
abdestilliert. Die Suspension wurde filtriert, und der
abfiltrierte Feststoff wurde mit wenig Toluol und Hexan
gewaschen.
Es wurden 31,3 g (88%) eines staubfreien, grobkristallinen und
reinweißen Kristallisats erhalten. Der Chloridgehalt betrug
noch < 20 ppm.
In diesem Beispiel wurde eine verdünnte LiPF6-Lösung mit einem
Kohlenwasserstoff versetzt und eingedampft, bis solvatfreies,
reines LiPF6 ausfiel. Im vorliegenden Fall wurde der Ether
nicht vollständig entfernt, so daß die Verunreinigungen in der
Lösung blieben und eine Polierfiltration nicht nötig war.
86,0 g rohes LiPF6 (Cl-Gehalt 0,5%) wurden in 201 g
Diethylether gelöst und mit 88 g Methylcyclohexan versetzt. Die
leicht trübe Lösung wurde filtriert; das klare Filtrat wurde
bei einer Badtemperatur von 70°C und einem Druck von 800 mbar
eingeengt. Es wurden 190 g Destillat abgetrennt und der
Rückstand filtriert. Auf diese Art konnten 84 g (98%) eines
groben Kristallisats mit einem Chloridgehalt von 70 ppm
erhalten werden.
Aus diesem Beispiel wird deutlich, daß anstelle des Aromaten
Toluol gesättigte Kohlenwasserstoffe eingesetzt werden können.
Claims (24)
1. Verfahren zur Herstellung von reinem LiPF6 aus LiF und
PCl5 in Diethylether, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Suspension aus LiF, Diethylether und einer wasserfreien protischen Säure HX, wobei X ein Halogen, Sulfat oder Carbonsäurerest ist, mit PCl5 umgesetzt wird,
daß die Säure HX nach Beendigung der Umsetzung mit einer Base neutralisiert wird,
daß die neutralisierte Mischung filtriert wird und
daß aus dem Filtrat das reine LiPF6 isoliert wird.
daß eine Suspension aus LiF, Diethylether und einer wasserfreien protischen Säure HX, wobei X ein Halogen, Sulfat oder Carbonsäurerest ist, mit PCl5 umgesetzt wird,
daß die Säure HX nach Beendigung der Umsetzung mit einer Base neutralisiert wird,
daß die neutralisierte Mischung filtriert wird und
daß aus dem Filtrat das reine LiPF6 isoliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
saure Suspension von LiF in Diethylether entweder durch
Zugabe von LiF in angesäuerten Diethylether oder durch
Ansäuern einer Suspension von LiF in Diethylether
hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Säure HX gasförmiges HCl oder gasförmiges HF
verwendet wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Säurekonzentration 0,01
bis 0,5 mmol/g-Suspension, bevorzugt 0,02 bis 0,2 mmol/g-
Suspension, beträgt.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzungstemperatur 0 bis
35°C, bevorzugt 15 bis 30°C, beträgt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionszeit 2 bis 8
Stunden beträgt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß PCl5 zu LiF im Molverhältnis
1 : 6,06 bis 1 : 12, bevorzugt 1 : 6,3 bis 1 : 7,2,
eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß als Base NW, LiOH, Li2CO3, LiH
oder eine Organolithiumverbindung, bevorzugt LiH oder
Methyllitium, eingesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Base LiH bis zum 10-fachen, bevorzugt im 3-bis 6-fachen,
molaren Überschuß zur eingesetzten Säuremenge zugesetzt
wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß LiF in soviel Diethylether
suspendiert wird, daß eine Suspension mit einer LiF-
Konzentration von 10 bis 40% entsteht.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß vor oder während der Umsetzung
0,3 bis 3 Gewichtsteile eines aliphatischen und/oder
aromatischen Lösungsmittels pro Gewichtsteil LiF zugesetzt
werden.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter Umsetzung der
Diethylether und das Lösungsmittel destillativ entfernt
werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sumpftemperatur bei der destillativen Diethylether-
und Lösungsmittelentfernung gegen Ende des
Destillationsprozesses 40 bis 100°C, bevorzugt 50 bis
75°C, beträgt.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die destillative Diethylether- und
Lösungsmittelentfernung bei 1000 bis 600 mbar begonnen
wird und der Druck nach Abtrennung der Hauptmenge des
Diethylethers und des Lösungsmittels allmählich reduziert
wird und daß zuletzt bei vollem Vakuum getrocknet wird.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß ein aprotisches
Kristallisationshilfsmittel, welches einen höheren
Siedepunkt als Diethylether aufweist und in reiner Form
LiPF6 kaum oder nicht löst, nach erfolgter Umsetzung der
Lösung von LiPF6 in Diethylether zugesetzt wird.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die LiPF6-Lösung in
Diethylether auf eine LiPF6-Konzentration von 20 bis 50%,
bevorzugt 30 bis 45% eingedampft wird und anschließend ein
aprotisches Kristallisationshilfsmittel, welches
seinerseits einen höheren Siedepunkt als Diethylether
aufweist und in reiner Form LiPF6 kaum oder nicht löst,
zugesetzt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 und/oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kristallisationshilfsmittel ein
Alkan oder ein Aromat oder ein Ether, bevorzugt Heptan
oder Methylcyclohexan oder Toluol oder Methyl-tert.-
Butylether, ist.
18. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kristallisationshilfsmittel in einer Menge von 0,2 bis 5
Gewichtsteilen, bevorzugt 0,3 bis 1,5 Gewichtsteilen,
bezogen auf die LiPF6-Menge der Lösung, zugegeben wird.
19. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß der Diethylether bis zu
einem Et2O : LiPF6-Gewichtsverhältnis von 1,2 : 1 bis
2,3 : 1 abdestilliert und die Lösung filtriert wird.
20. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß die LiPF6-haltige Lösung
eingedampft wird, wobei der Diethylether bis auf eine
Restmenge von 0 bis 30% der ursprünglich vorgelegten Menge
abdestilliert wird, wobei die Sumpftemperatur auf 40 bis
90°C ansteigt und wobei sich LiPF6 als kristalliner,
solvatfreier Feststoff abscheidet.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
das abgeschiedene, kristalline LiPF6 durch Filtration oder
Zentrifugation von der Mutterlauge abgetrennt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abtrennung von der Mutterlauge bei Temperaturen von
über 40°C vorgenommen wird.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch
gekennzeichnet, daß das kristalline LiPF6 mit einem
aliphatischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoff,
bevorzugt Pentan oder Hexan oder Toluol, gewaschen und
anschließend getrocknet wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trocknung bei Temperaturen von 20 bis 70°C, bevorzugt
30 bis 50°C, und bevorzugt bei vermindertem Druck
vorgenommen wird.
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