DE19802886A1 - Spanneinrichtung für Zugmittel mit hydraulischer Dämpfung - Google Patents
Spanneinrichtung für Zugmittel mit hydraulischer DämpfungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Spanneinrichtungen für Zugmittel, wie bei
spielsweise Riemen und Ketten. Derartige Spanneinrichtungen werden vorzugs
weise im Riemen- oder Kettentrieb von Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen
eingesetzt.
Aus der DE 196 14 546 A1 beispielsweise ist eine Spanneinrichtung für Riemen
offenbart, bei der eine Spannrolle auf einem als Exzenter ausgebildeten Span
narm drehbar gelagert ist. Der Exzenter ist auf einem Bolzen schwenkbar
angeordnet und gegen den Riemen mittels eines Federelementes angefedert.
Weiterhin ist ein hydraulisches Dämpfungselement vorgesehen, das rückläufige
Bewegungen des Spannarms weg von dem Riemen, dämpft. Dieses hydraulische
Dämpfungselement ist ein separates Bauteil, welches einen Zylinder aufweist,
in dem ein Kolben eintaucht, wobei der Kolben und der Zylinder einen Druck
raum begrenzen, der über ein Einwegventil mit einem ebenfalls in diesem
Bauteil vorgesehenen Reservoir für Hydraulikflüssigkeit kommuniziert. Derartige
Spanneinrichtungen haben zwar den Vorteil, daß Spann- und Dämpfungsele
mente jeweils bereits eine Einheit bilden, jedoch ist als nachteilig anzusehen,
daß das mit dem Reservoir versehene Dämpfungselement relativ großen Bau
raum beansprucht, was bei den engen Verhältnissen im Motorraum von Kraft
fahrzeugen unter Umständen erheblichen Aufwand für die Montage bzw.
Demontage der Spanneinrichtung mit sich bringt. Insbesondere dann, wenn das
Dämpfungselement in ein Gehäuse der Spanneinrichtung integriert werden soll,
ist ein entsprechend großes Gehäuse vorzusehen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine nach den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannte Spanneinrichtung anzugeben, die
vergleichsweise weniger Bauraum beansprucht und infolgedessen einfacher im
Riemen- oder Kettentrieb insbesondere von Brennkraftmaschinen vorgesehen
werden kann. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein
Gehäuse mit durch eine Trennwand flüssigkeitsdicht getrennten Kammern
vorgesehen ist, wobei das Federelement in der einen Kammer und das Dämp
fungselement in der anderen Kammer vorgesehen ist, welche andere Kammer
das Reservoir bildet. Bei der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung kann auf ein
eigenes Reservoir des Dämpfungselementes verzichtet werden. Insbesondere bei
Spanneinrichtungen, bei denen ein Gehäuse vorgesehen ist, in dem das Dämp
fungselement angeordnet ist, läßt sich der beanspruchte Bauraum mit der
erfindungsgemäßen Weiterbildung erheblich reduzieren. Da in dem Gehäuse
ohnehin Platz für das Dämpfungselement vorgesehen ist, wird dieser Platz
gleichzeitig für die Aufnahme des Dämpfungselementes und als Reservoir für
Hydraulikflüssigkeit verwendet. Die Trennwand verhindert, daß Hydraulik
flüssigkeit von der einen in die andere Kammer gelangt. Selbstverständlich sind
Verbindungsöffnungen in der Trennwand denkbar, beispielsweise zum Be- und
Entlüften. Da das bei der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung verwendete
Dämpfungselement kein eigenes Reservoir enthält und daher weniger umbauter
Raum entsteht, hat die erfindungsgemäße Spanneinrichtung weniger Masse, was
bei modernen Kraftfahrzeugen erwünscht ist. Das Dämpfungselement ist zur
Dämpfung von Bewegungen des Spannarms vorgesehen, die dieser entgegen
gerichtet zur wirkenden Anfederung des Spannarms durch das Federelement
durchführt.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht eine Welle vor, die durch die
Trennwand hindurchgeführt ist. Einerseits der Welle ist drehfest der Spannarm
und andererseits der Trennwand ist drehfest ein Hebel angeordnet, wobei das
an dem Gehäuse abgestützte Dämpfungselement an dem Hebel angreift. Bei
Schwenkbewegungen des Spannarms verändert sich die effektive Hebellänge für
das Dämpfungselement, das infolgedessen seine Lage in der Kammer verändert.
Demzufolge müssen die Abstützungen an dem Gehäuse und an dem Hebel
derart beschaffen sein, daß ein Verschwenken des Dämpfungselementes an der
Abstützung möglich ist. Dies kann vorzugsweise durch Drehgelenke gewähr
leistet werden, die zwischen dem Dämpfungselement und dem Hebel bzw.
zwischen dem Dämpfungselement und dem Gehäuse angeordnet sind. Ein der
artiges Drehgelenk kann einen in einer Pfanne aufgenommenen Kugelkopf
aufweisen, wobei die Pfannen gehäuseseitig in dem Reservoir und spannarmsei
tig an dem Hebel ausgebildet sein können. Bei einer derartigen Anordnung
weisen der Zylinder und der Kolben an ihren entgegengesetzten Enden je einen
Kugelkopf auf. Anstelle einer kugeligen Fläche kann beispielsweise auch eine
teilzylindrische Fläche vorgesehen sein. In bekannter Weise ist ein Federele
ment, beispielsweise Schraubendruckfeder, vorgesehen, die einerseits an dem
Kolben und andererseits an dem Zylinder derart angreift, daß die Kugelköpfe
von Kolben und Zylinder gegen die Pfannen angefedert sind.
Zur Erzeugung der Spannkraft für den Riemen ist vorzugsweise eine Schrau
bendrehfeder vorgesehen, die um die Welle gewunden ist, und die einerseits an
dem Gehäuse abgestützt ist und die andererseits an dem Spannarm angreift.
Das Dämpfungselement ist derart in der anderen Kammer angeordnet, daß
dessen Rückschlagventil in die Hydraulikflüssigkeit des Reservoirs eintaucht. Bei
erfindungsgemäßen Weiterbildungen, die die Durchführung der Welle durch die
Trennwand vorsehen, ist es vorteilhaft, daß ein zwischen der Welle und der
Trennwand vorhandener Ringspalt mittels wenigstens eines Dichtringes ver
schlossen ist.
Bei bekannten Dämpfungselementen ist der Zylinder geradlinig ausgebildet, so
daß Bewegungen des Kolbens in dem Zylinder ebenfalls entlang einer geraden
Linie, erfolgen. Eine besonders günstige erfindungsgemäße Weiterbildung sieht
vor, daß der Zylinder gekrümmt ist. Der darin längsverschieblich angeordnete
Kolben wird demzufolge nicht entlang einer geraden Linie sondern entlang
einer gekrümmten Linie verschoben. Vorzugsweise ist dieser gekrümmte Zylin
der wenigstens annähernd konzentrisch zu der Welle angeordnet. Bei dieser
erfindungsgemäßen Weiterbildung kann ein großer Kolbenweg im Zylinder
vorgesehen werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß dieser Zylinder das
Gehäuse in radialer Richtung überragt. Vielmehr wird durch die Krümmung des
Zylinders erreicht, daß innerhalb des vorhandenen Raums eine Verlängerung
des möglichen Kolbenwegs erreicht wird ohne weiteren radialen Bauraum für
den Zylinder vorzusehen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von drei in insgesamt fünf Figuren
dargestellten Spanneinrichtungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Spannein
richtung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Spanneinrichtung aus Fig. 1,
Fig. 3 die Dämpfungseinrichtung aus Fig. 2 in einer um 90° ge
drehten Ansicht,
Fig. 4 einen Querschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße
Spanneinrichtung und
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße
Spanneinrichtung.
Bei der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung nach Fig. 1 ist ein Gehäuse 1
und ein gegenüber dem Gehäuse 1 schwenkbar angeordneter Spannarm 2
vorgesehen, an dessen einem Ende eine lediglich gestrichelt dargestellte Spann
rolle 2a angeordnet ist, die an einem nicht dargestellten Riemen anliegt. Der
Spannarm 2 ist mittels einer Schraubendrehfeder 3 gegen den nicht dargestellten
Riemen angefedert, wobei die Schraubendrehfeder 3 einerseits an dem Gehäuse
1 abgestützt ist und andererseits an dem Spannarm 2 unter Ausübung eines
Torsionsmomentes angreift. Der Spannarm 2 ist drehfest auf einer Welle 4
angeordnet, die in dem Gehäuse 1 aufgenommen ist und gegenüber dem
Gehäuse 1 mittels zwei Radiallagern 5 schwenkbar gelagert ist. Das Gehäuse 1
ist mit einer Trennwand 6 versehen, die quer zu der Welle 4 angeordnet ist,
und die von der Welle 4 durchstoßen wird. Diese Trennwand 6 trennt zwei
Kammern 7, 8 voneinander, wobei die eine Kammer 7 als Reservoir für die
Aufnahme von Hydraulikflüssigkeit ausgebildet ist, und wobei die andere
Kammer 8 zur Aufnahme der Schraubendrehfeder 3 vorgesehen ist. In der
Kammer 7 ist ein Dämpfungselement 9 angeordnet, das über einen Hebel 10 an
der Welle 4 angreift, wobei der Hebel 10 drehfest auf der Welle 4 angeordnet
ist. Ein von der Welle 4 und der Trennwand 6 gebildeter Ringraum ist mittels
eines Dichtringes 11 verschlossen, so daß die beiden Kammern 7, 8 flüssig
keitsdicht voneinander getrennt sind. Die Kammer 7 ist mittels eines Deckels
11a flüssigkeitsdicht zur Umgebung hin verschlossen.
Fig. 2 zeigt deutlich das geschnittene Dämpfungselement 9, das einen Zylinder
12, einen darin eintauchenden Kolben 13, einen von dem Zylinder 12 und dem
Kolben 13 begrenzten Druckraum 14 umfaßt, wobei der Druckraum 14 über
ein Rückschlagventil 15 mit dem Reservoir 7 kommuniziert. Das Dämpfungs
element 9 ist derart in der Kammer 7 angeordnet, daß das Rückschlagventil 15
unterhalb eines Flüssigkeitsspiegels der Hydraulikflüssigkeit liegt.
Fig. 3 zeigt das Dämpfungselement 9 in einer um 90° gedrehten Ansicht,
wobei dieser Ansicht deutlich zu entnehmen ist, daß der Kolben 13 und der
Zylinder 12 an ihren voneinander abgewandten Enden an spannarmseitig und
gehäuseseitig vorgesehenen Schwenkzapfen 16, 17 über Lageraugen 18, 19
schwenkbar aufgenommen sind, wobei das Lagerauge 18 an dem Kolben 13
und das Lagerauge 19 an dem Zylinder 12 ausgebildet sind.
Die in der Fig. 4 dargestellte erfindungsgemäße Spanneinrichtung unterschei
det sich von der oben beschriebenen Spanneinrichtung im wesentlichen durch
modifizierte Drehgelenke für das Dämpfungselement. Der Zylinder 12 und der
Kolben 13 sind an ihren voneinander abgewandten Enden je mit einem Kugel
kopf 20, 21 versehen, die jeweils in einer Pfanne 22, 23 schwenkbar angeord
net sind, wobei die Pfannen 22, 23 in der Kammer 7 an dem Gehäuse 1 und an
dem Hebel 10 vorgesehen sind. Weiterhin ist in dem von dem Kolben 13 und
dem Zylinder 12 begrenzten Raum eine Schraubendruckfeder 24 angeordnet,
die einerseits an dem Kolben 13 und die andererseits an dem Zylinder 12 derart
angreift, daß die Kugelköpfe 20, 21 gegen die Pfannen 22, 23 angefedert sind.
Die hier gezeigte Schraubendruckfeder 24 kann selbstverständlich auch au
ßerhalb des von dem Kolben 13 und von dem Zylinder 12 begrenzten Raum,
also extern angeordnet sein. Anstelle der Schraubendruckfeder 24 ist auch eine
extern angeordnete Schenkelfeder denkbar, die mit dem einem Schenkel an
dem Zylinder und die mit dem anderen Schenkel an dem Kolben angreift.
Die in der Fig. 5 dargestellte erfindungsgemäße Spanneinrichtung unterschei
det sich von der aus der Fig. 4 im wesentlichen dadurch, daß der Kolben 13
und der Zylinder 12 gekrümmt sind. Verschiebungen des Kolbens 13 gegenüber
dem Zylinder 12 finden demzufolge nicht entlang einer geraden Linie, sondern
entlang einer gekrümmten Linie statt, die vorzugsweise - wie dargestellt - als
Kreisbahn ausgebildet und konzentrisch zur Welle 4 angeordnet ist. Mit dieser
erfindungsgemäßen Weiterbildung lassen sich lange Verschiebewege am Kolben
realisieren, ohne daß eine zusätzliche radiale Erweiterung an dem Gehäuse 1
zur Aufnahme eines vergrößerten Dämpfungselementes 9 erforderlich ist.
1
Gehäuse
2
Spannarm
2
a Spannrolle
3
Schraubendrehfeder
4
Welle
5
Radiallager
6
Trennwand
7
Kammer
8
Kammer
9
Dämpfungselement
10
Hebel
11
Dichtring
11
a Deckel
12
Zylinder
13
Kolben
14
Druckraum
15
Rückschlagventil
16
Schwenkzapfen
17
Schwenkzapfen
18
Lagerauge
19
Lagerauge
20
Kugelkopf
21
Kugelkopf
22
Pfanne
23
Pfanne
24
Schraubendruckfeder
Claims (10)
1. Spanneinrichtung für Zugmittel, insbesondere Riemen, welche einen mit
einem Spannmittel, insbesondere Spannrolle (2a), für das Zugmittel versehenen
Spannarm (2) umfaßt, der mittels eines Federelementes (3) gegen das Zugmittel
angefedert ist, und wobei ein hydraulisches Dämpfungselement (9) vorgesehen
ist, dessen in einen Zylinder (12) eintauchender Kolben (13) mit dem Zylinder
(12) einen Druckraum (14) begrenzt, der über ein Einwegeventil (15) mit einem
Reservoir (7) für Hydraulikflüssigkeit kommuniziert, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Gehäuse (1) mit durch eine Trennwand (6) flüssigkeitsdicht getrennten
Kammern (7, 8) vorgesehen ist, wobei das Federelement (3) in der einen Kam
mer (8) und das Dämpfungselement (9) in der anderen Kammer (7) vorgesehen
sind, welche andere Kammer (7) das Reservoir bildet.
2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, bei der eine durch die Trennwand (6)
hindurchgeführte Welle (4) vorgesehen ist, an der einerseits der Trennwand (6)
drehfest der Spannarm (2) und an der andererseits der Trennwand drehfest ein
Hebel (10) angeordnet sind, wobei das an dem Gehäuse (1) abgestützte Dämp
fungselement (9) an dem Hebel (10) angreift.
3. Spanneinrichtung nach Anspruch 2, bei der das Dämpfungselement (9) über
je ein Drehgelenk (16, 17, 18, 19, 22, 21) an dem Hebel (10) und an dem
Gehäuse (1) abgestützt ist.
4. Spanneinrichtung nach Anspruch 3, bei dem das Drehgelenk einen in einer
Pfanne (22, 23) aufgenommenen Kugelkopf (20, 21) aufweist.
5. Spanneinrichtung nach Anspruch 4, bei dem gehäuseseitig in dem Reservoir
(7) und spannarmseitig an dem Hebel (10) je eine der Pfannen (22, 23) ausge
bildet sind.
6. Spanneinrichtung nach Anspruch 2, bei der eine um die Welle (4) gewunde
ne Schraubendrehfeder (3) vorgesehen ist, die einerseits an dem Gehäuse (1)
abgestützt ist und die andererseits an dem Spannarm (2) angreift.
7. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Rückschlagventil (15) in die
Hydraulikflüssigkeit des Reservoirs (7) eintaucht.
8. Spanneinrichtung nach Anspruch 2, bei der wenigstens ein Dichtring (11)
vorgesehen ist, der einen zwischen der Welle (4) und der Trennwand (6)
vorhandenen Ringspalt verschließt.
9. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, bei der der Zylinder (12) und der Kolben
(13) gekrümmt sind.
10. Spanneinrichtung nach Anspruch 9, bei der der Zylinder (12) und der
Kolben (13) wenigstens annähernd konzentrisch zu der Welle (4) angeordnet
sind.
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