DE19746953A1 - Haushaltsgerät - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, beispielsweise eine Waschmaschi
ne, einen Geschirrspüler, einen Wäschetrockner, einen Elektroherd oder
dergleichen.
Das Gehäuse solcher Haushaltsgeräte weist üblicherweise an der Vorderseite
in der Nähe des oberen Randes eine Aufnahme für eine ein- oder aufsteckba
re Blende auf, an der verschiedene Bedienungs- und Anzeigeelemente für die
Bedienung des Gerätes angeordnet sind. Eine elektronische Steuereinrich
tung zur Steuerung von verschiedenen Funktionsteilen des Gerätes wie Moto
ren, Pumpen, Heizaggregaten und dergleichen ist auf einer oder mehreren
Platinen angeordnet, die unmittelbar an der Rückseite der Blende befestigt
sind. Diese Steuereinrichtung ist elektrisch mit den Bedienungs- und Anzei
geelementen verbunden und ist außerdem über Kabel elektrisch mit den zu
steuernden Funktionsteilen verbunden. Ein von der Steuereinrichtung ausge
hender Kabelbaum ist durch eine in der Aufnahme für die Blende ausgesparte
Öffnung des Gerätegehäuses hindurchgeführt und verzweigt sich dann zu den
verschiedenen Funktionsteilen.
Bei der Montage des Haushaltsgerätes werden zunächst die Funktionsteile
nacheinander im Gerätegehäuse installiert. In einem der letzten Montage
schritte wird dann die Blende mit der elektronischen Steuereinrichtung ein
gesetzt. Dabei wird der Kabelbaum durch die Öffnung in der Aufnahme hin
durchgeführt, und die einzelnen Kabel werden an die jeweiligen Funktions
teile angeschlossen.
Dies hat den Nachteil, daß die Verkabelung relativ umständlich ist, weil sie
erst dann vorgenommen werden kann, wenn praktisch sämtliche Funktions
teile im Gerätegehäuse installiert sind, so daß die einzelnen Funktionsteile
schwer zugänglich sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haushaltsgerät zu schaffen, das sich durch
eine hohe Montage- und Wartungsfreundlichkeit auszeichnet.
Diese Aufgabe wird bei einem Haushaltsgerät nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1 dadurch gelöst, daß an der Blende und der Aufnahme zueinander
passende elektrische Steckverbinder angeordnet sind, die beim Ein- oder
Aufstecken der Blende miteinander in Eingriff treten und die Steuereinrich
tung elektrisch mit den Funktionsteilen verbinden.
Bei der Montage des erfindungsgemäßen Haushaltsgerätes entfällt somit die
Notwendigkeit, den Kabelbaum erst beim Einsetzen der Blende durch die
Öffnung in der Aufnahme hindurchzuführen. Vielmehr wird der fest an einem
Ende des Kabelbaums sitzende Steckverbinder schon in einem relativ frühen
Stadium an der Aufnahme befestigt, so daß die einzelnen Funktionsteile be
reits unmittelbar bei ihrer Installation im Gerätegehäuse mit dem verbunden
werden können. Beim Einsetzen der Blende treten die blenden- und aufnah
meseitigen Steckverbinder dann selbsttätig miteinander in Eingriff, so daß
die korrekten elektrischen Verbindungen zwischen den Funktionsteilen und
der Steuereinrichtung hergestellt werden.
Diese Lösung vereinfacht nicht nur den Installationsaufwand, sondern ermög
licht im Fall von Gerätestörungen auch eine einfachere Fehlerdiagnose. Der
Kundendienst kann sich nämlich an Ort und Stelle Zugang zu den elektri
schen Steckverbindern verschaffen, indem er einfach mit wenigen Handgrif
fen die Blende aus ihrer Aufnahme löst. Da die Blende gut zugänglich an der
Vorderseite des Gerätesgehäuses sitzt braucht dazu das Gerätegehäuse nicht
aus dem Geräteschrank ausgebaut zu werden. Nach dem Entfernen der Blen
de können elektrische Prüfungen unmittelbar an den Kontakten des aufnah
meseitigen Steckverbinders vorgenommen werden. Es ist auch möglich, ein
Diagnosegerät oder eine funktionsfähige Steuereinrichtung (beispielsweise an
einer Austauschblende) mit Hilfe des Steckverbinders unmittelbar an das Ge
rät anzuschließen, so daß die Funktionsteile des Gerätes überprüft werden
können. Wenn sich dabei zeigt, daß sämtliche Funktionsteile störungsfrei ar
beiten, so läßt sich die Gerätestörung auf einen Fehler in der Steuereinrich
tung oder in den Bedienungselementen zurückführen, und eine Reparatur
kann an Ort und Stelle vorgenommen werden, indem einfach die Blende mit
der Steuereinrichtung gegen ein entsprechendes Ersatzteil ausgetauscht
wird. Umgekehrt ist es nach dem Lösen der Blende auch möglich, elektri
sche Überprüfungen an den Kontakten des blendenseitigen Steckverbinders
vorzunehmen und so die Funktion der Steuereinrichtung und/oder der Be
dienungs- und Anzeigelemente zu überprüfen. Zu diesem Zweck kann bei
spielsweise ein Diagnosegerät angeschlossen werden, das die Funktionen der
verschiedenen Funktionsteile des Haushaltsgerätes simuliert. Auf diese Weise
wird der Kundendienst in die Lage versetzt, an Ort und Stelle eine wesent
lich gezieltere Fehlerdiagnose als bisher durchzuführen.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Der aufnahmeseitige Steckverbinder kann einfach von der Innenseite des Ge
rätegehäuses aus in eine entsprechende Halterung in der Aufnahme einge
clipst werden und ist zu diesem Zweck vorzugsweise mit Rastklauen verse
hen, die beim Aufstecken der Blende ein Zurückweichen des Steckverbin
ders verhindern.
Bei Waschmaschinen und ähnlichen Geräten ist häufig mindestens ein
Druckwächter zur Überwachung eines statischen Flüssigkeitsdruckes oder
dergleichen vorgesehen. Bisher muß auch dieser Druckwächter elektrisch
mit der Steuereinrichtung verbunden werden. Sofern der Druckwächter
nicht unmittelbar an dem überwachten Druckgefäß sitzt, muß er außerdem
über eine Druckleitung mit diesem Druckgefäß verbunden werden. Gemäß ei
ner zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist der Druckwächter unmit
telbar in die elektronische Steuereinrichtung integriert und beispielsweise
direkt auf der Platine der Steuereinrichtung montiert, so daß der Verdrah
tungsaufwand wesentlich vereinfacht wird. Die von dem überwachten Gefäß
kommende Druckleitung mündet in einem an der Aufnahme befestigten Kupp
lungsteil, das beim Einsetzen der Blende selbsttätig mit einem entspre
chenden Gegenkupplungsteil des Druckwächters in Eingriff tritt. Bei dem
Druckwächter kann es sich um einen pneumatischen Druckwächter handeln,
der einen dem zu überwachenden Druck entsprechenden pneumatischen
Druck in der Druckleitung erfaßt. Falls jedoch der Druckwächter unmittelbar
einen Flüssigkeitsdruck erfaßt und demgemäß die Druckleitung mit Flüssig
keit gefüllt sein muß, kann die Steckkupplung auf der Seite der Aufnahme
und/oder auf der Seite des Druckwächters in bekannter Weise mit einem
Ventil versehen sein, das beim Lösen der Steckkupplung selbsttätig schließt,
damit keine Flüssigkeit ausläuft.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Haushaltsgerätes; und
Fig. 2 einen vergrößerten schematischen Schnitt durch eine
Blende und eine zugehörigen Aufnahme am Gehäuse des
Haushaltsgerätes.
In Fig. 1 ist als Beispiel für ein Haushaltsgerät schematisch eine Waschma
schine mit einem Gerätegehäuse 10 dargestellt. In dem Gerätegehäuse sind
in bekannter Weise eine Waschtrommel 12 sowie verschiedene Funktionstei
le der Waschmaschine untergebracht. Die Funktionsteile umfassen einen
Hauptantriebsmotor 14, ein Heizaggregat 16, eine Pumpe 18 sowie weitere
nicht gezeigte Baugruppen.
An der Vorderseite des Gerätegehäuses 10 ist in der Nähe des oberen Ran
des eine lösbare Blende 20 vorgesehen, die verschiedene Bedienungselemen
te 22 und Anzeigeelemente 24 trägt. Die Blende 20 wird von der Vorderseite
des Gerätegehäuses aus in waagerechter Richtung in eine hierfür vorgesehe
ne Aufnahme 26 des Gerätegehäuses eingesteckt und ist beispielsweise
durch Verrastung oder durch Schrauben in der Aufnahme 26 gehalten. An
der dem Inneren des Gerätegehäuses zugewandten Rückseite der Blende 20
ist eine in Fig. 1 nicht näher gezeigte elektronische Steuereinrichtung an
gebracht, die über Kabel 28 mit den verschiedenen Funktionsteilen 14-18
verbunden ist. Die Kabel 28 sind auf der Seite der Steuereinrichtung zu ei
nem Kabelbaum 30 zusammengefaßt.
Der Druck im Flüssigkeitssystem der Waschmaschine, in Fig. 1 symbolisiert
durch einen Druckbehälter 32, wird mit Hilfe einer Druckleitung 34 abge
fühlt, die zu einem in die Steuereinrichtung integrierten Druckwächter führt
(in Fig. 1 nicht gezeigt).
Die verschiedenen Funktionsteile der Waschmaschine können in bekannter
Weise ausgebildet und angeordnet sein, und ihr Zusammenwirken wird in üb
licher Weise durch die Steuereinrichtung gesteuert. Der Aufbau und die Funk
tionsweise dieser Systeme sind dem Fachmann bekannt und werden hier
nicht näher beschrieben.
In Fig. 2 sind die Blende 20 und die zugehörige Aufnahme 26 im Gerätege
häuse 10 in einem vergrößerten Schnitt dargestellt. Die Blende 20 ist ein fla
ches, im wesentlichen kastenförmiges Kunststoff-Spritzteil, das zur Rücksei
te hin offen ist und in dessen Vorderseite die Bedienungselemente 22 und
Anzeigeelemente 24 angeordnet sind. Bei der Montage wird die Blende 20 in
Richtung des Pfeils A paßgenau in die Aufnahme 26 des Gerätegehäuses ein
gesetzt. Vom Rand der Blende 20 vorspringende Zentrierstifte oder Raststifte
36 greifen dabei in entsprechende Buchsen 38 in der Aufnahme 26 ein.
Die bereits erwähnte Steuereinrichtung 40 ist in der kastenförmigen Blende
20 untergebracht und wird im gezeigten Beispiel durch eine Platine 42 gebil
det, die mit elektronischen Bauelementen 44 bestückt ist. Die Bedienungs- und
Anzeigeelemente können ebenfalls unmittelbar auf der Platine 42 ange
ordnet sein.
Weiterhin ist auf der Rückseite der Platine 42 ein vielpoliger elektrischer
Steckverbinder 46 angeordnet, dessen Kontakte 48 in Richtung des Pfeils A
vorspringen. In einer der Position des Steckverbinders 46 entsprechenden
Position ist in der Aufnahme 26 ein komplementärer Steckverbinder 50 an
geordnet, der am Ende des Kabelbaums 30 sitzt und dessen Kontakte 52
elektrisch mit den Kabeln 28 verbunden sind. Das Gehäuse des Steckverbin
ders 50 ist von der Innenseite des Gerätegehäuses 10 aus in eine Öffnung
der Aufnahme 26 eingesetzt und mit Hilfe von rampenförmigen Rastklauen
54 formschlüssig an der Bodenwand der Aufnahme 26 festgelegt.
Auf der Rückseite der Platine 42 ist weiterhin ein Druckwächter 56 angeord
net, an dem an der Rückseite ein Kupplungselement 58 einer Fluid-Steck
kupplung ausgebildet ist. Die Druckleitung 34 mündet in einer zu dem Kup
plungselement 58 komplementären Kupplungselement 60, das formschlüssig
in der Bodenwand der Aufnahme 26 gehalten ist.
Wenn die Blende 20 in Richtung des Pfeils A in die Aufnahme 26 eingesetzt
wird, so treten die Steckverbinder 46 und 50 miteinander in Eingriff, so daß
die elektrische Verbindung zwischen der Steuereinrichtung 40 und den
Funktionsteilen der Waschmaschine hergestellt wird. Gleichzeitig greift das
Kupplungselement 60 in das entsprechende Kupplungselement 58 des
Druckwächters 56 ein, so daß der Druckwächter 56 den pneumatischen oder
hydraulischen Druck in der Druckleitung 34 erfassen kann.
Claims (5)
1. Haushaltsgerät mit einer mit Bedienungs- und/oder Anzeigeelementen
(22, 24) versehenen Blende (20), die in eine Aufnahme (26) des Gerätege
häuses (10) einsteckbar oder auf diese aufsteckbar ist, und mit einer an der
Rückseite der Blende angebrachten elektronischen Steuereinrichtung (40),
die elektrisch mit den Bedienungs- und Anzeigeelementen sowie über Kabel
(28) mit Funktionsteilen (14, 16, 18) des Gerätes verbunden ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß an der Blende (20) und der Aufnahme (26) zueinander
passende elektrische Steckverbinder (46, 50) angeordnet sind, die beim Ein- oder
Aufstecken der Blende miteinander in Eingriff treten und die Steuerein
richtung (40) elektrisch mit den Funktionsteilen (14, 16, 18) verbinden.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an
der Aufnahme (26) angebrachte Steckverbinder (50) von der Innenseite des
Gerätegehäuses (10) aus in eine Öffnung der Aufnahme (26) einsteckbar und
mit Rastklauen (54) formschlüssig an der Aufnahme verrastbar ist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuereinrichtung (40) eine mit elektronischen Bauelementen (44) be
stückte Platine (42) aufweist und daß der blendenseitige Steckverbinder (46)
unmittelbar auf der Platine (42) angeordnet ist.
4. Haushaltsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einem
Druckwächter (56) zur Überwachung eines Flüssigkeits- oder Gasdruckes in
einem Druckbehälter (32) oder einer Leitung des Haushaltsgerätes, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckwächter (56) in die Steuereinrichtung (40)
Integriert und über eine Druckleitung (34) sowie über eine Fluidkupplung mit
beim Einsetzen der Blende in die Aufnahme ineinandergreifenden Kup
plungselementen (58, 60) mit dem Druckbehälter (32) oder der Leitung ver
bunden ist.
5. Haushaltsgerät nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckwächter (56) unmittelbar auf der Platine (42) angeordnet ist.
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| TR199701232A2 (xx) | 1998-05-21 |
| DE29618572U1 (de) | 1998-02-26 |
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