DE19736525C1 - Entwicklungseinrichtung für fotografische Schichtträger - Google Patents
Entwicklungseinrichtung für fotografische SchichtträgerInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Entwicklungseinrichtung für fotografische
Schichtträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Naßentwicklungsgerät dieser Art ist beispielsweise in der DE 39 21 657 C1
beschrieben. Bei diesem Gerät ist eine Sprührohranordnung zwischen den Be
handlungstanks vorgesehen, die den Film mit Wasser spült, um so die Behand
lungsflüssigkeit vom Film zu entfernen.
Bei der Spülung des Films wird das Spülwasser mit Chemikalien versetzt. Die
Entsorgung dieses verschmutzten Spülwassers ist teuer und aufwendig. Um die
sen Wasserverbrauch zu reduzieren, wurde auch schon vorgeschlagen, das
Spülwasser aufzubereiten und erneut zu verwenden.
So wird in der DE 41 05 918 beispielsweise ein Naßverarbeitungsverfahren mit
Zwischenwässerung beschrieben, bei dem das gebrauchte Spülwasser wieder
verwendet wird. Hier wird das Spülwasser gereinigt und mit Chemikalien ver
setzt, um es anschließend als Behandlungslösung in die Behandlungstanks ein
zufüllen. Das Reinigen von Spülwasser erfordert jedoch viel Energie.
In der DE 41 14 591 wurde deshalb eine einfachere Möglichkeit verfolgt, ge
brauchtes Wasser wieder zu verwenden. Hier wird das Wasser, welches bei
einer nachgeschalteten Wässerung abläuft, einer vorgeschalteten Zwischen
wässerung zugeführt.
Es war die Aufgabe der Erfindung, eine Entwicklungseinrichtung bereitzustellen,
die es mit einfachen Mitteln ermöglicht, den Wasserverbrauch zu reduzieren,
ohne daß dabei die Qualität der entwickelten Schichtträger vermindert wird.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Entwicklungseinrichtung mit den kennzeich
nenden Merkmalen des Anspruchs 1. Die Erfindung ermöglicht es, das aus der
Spüleinheit ablaufende, verunreinigte Spülwasser in der Wässerungseinrichtung
noch einmal zu verwenden, wodurch das der Wässerungseinrichtung zuzufüh
rende Frischwasser reduziert werden kann. Der fotografische Schichtträger wird
also nach dem Durchlaufen der Behandlungsstufen noch einmal mit Wasser be
handelt, welches mit Chemikalien verunreinigt ist. Da jedoch der Wässerungs
einrichtung zusätzlich Frischwasser zugeführt wird, ist die Verunreinigung mit
Chemikalien so gering, daß sie sich nicht negativ auf die Entwicklung auswirkt.
Für die Qualität der Entwicklung ist wesentlich, daß der Schichtträger am Ende
des gesamten Behandlungsprozesses mit einer notwendigen Mindestmenge
gewässert wird. Ferner ist ein Spülen nach dem Entwicklungsbad wichtig, um
das Verschleppen von Entwicklerlösung in das Fixierbad zu verhindern. Erfin
dungsgemäß ist nun für das Spülen keine zusätzliche Wassermenge notwendig,
da das gesamte Spülwasser der Endwässerung zugeführt wird.
Die Menge des insgesamt benötigten Wassers wird in Abhängigkeit von der ge
förderten Schichtträgerfläche bestimmt und verteilt sich auf Spüleinheit und
Wässerungseinrichtung. Wurde bereits der Spüleinheit ein Großteil der benötig
ten Wassermenge zugeführt, so kann die Frischwasserzufuhr an der Wässe
rungseinrichtung auf eine geringe Menge reduziert werden. Die Dosierung der
notwendigen Frischwassermenge erfolgt über Magnetventile, die von einer
Steuereinrichtung angesteuert werden. Der Bediener der Entwicklungseinrich
tung kann über ein Bedienerdisplay die Aufteilung des Frischwassers optimieren.
Ebenso besteht die Möglichkeit, das Magnetventil für die Frischwasserzufuhr der
Wässerungseinrichtung einzusparen und alles Frischwasser über die Spüleinheit
zu führen.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, eine Spüleinheit zwischen dem
Entwicklungs- und dem Fixierbad mit der Wässerungseinrichtung zu verbinden.
In diesem Fall wird mit Entwicklungslösung versetztes Wasser in die Wässe
rungseinrichtung eingeleitet, in der der Schichtträger endgewässert wird, nach
dem er das Fixierbad durchlaufen hat. Es hat sich überraschenderweise heraus
gestellt, daß die beigemengten Entwicklungschemikalien eine Wasserfleckenbil
dung bei der Trocknung des Schichtträgers verhindern.
Eine besonders einfache Realisierung der Zuführung des Spülwassers zur Wäs
serungseinrichtung besteht darin, den Überlauf der Spüleinheit mit dem Zulauf
der Wässerungseinrichtung so zu verbinden, daß das Spülwasser gravitations
bedingt ohne zusätzliche Pumpe zur Wässerungseinrichtung fließt. Hierzu ist der
Zulauf der Wässerungseinrichtung unterhalb des Überlaufs der Spüleinheit an
geordnet. Ist dieser Aufbau nicht möglich, so kann das Spülwasser aber auch mit
einer Pumpe zu der Wässerungseinrichtung gefördert werden, was jedoch zu
sätzliche Kosten verursacht.
In Entwicklungseinrichtungen, in denen mehrere Spüleinheiten zwischen diver
sen Behandlungsstufen vorgesehen sind, können erfindungsgemäß auch meh
rere Spüleinheiten miteinander und diese dann mit der Wässerungseinrichtung
verbunden werden. Das Spülwasser einer Spüleinheit kann dann entweder bei
der nächsten Spüleinheit wieder mitverwendet werden, so daß es dann schließ
lich nach dem Durchlaufen mehrerer Spüleinheiten in die Wässerungseinrichtung
gelangt, oder aber direkt in die Wässerungseinrichtung geführt werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unter
ansprüchen im Zusammenhang mit der Beschreibung eines Ausführungsbei
spiels, das anhand der Zeichnung eingehend erläutert wird.
Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbei
spiels einer Entwicklungseinrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte Entwicklungseinrichtung weist ein Entwicklungsbad 2
und ein Fixierbad 3 auf, zwischen denen eine Spüleinheit 4 vorgesehen ist. Im
Anschluß an das Fixierbad befindet sich eine Wässerungseinrichtung 5, durch
die der fotografische Schichtträger 6 gefördert wird, nachdem er Entwicklungs
bad 2 und Fixierbad 3 durchlaufen hat. Anschließend wird der fotografische
Schichtträger einer Trocknungseinheit 7 zugeführt. Während des Entwicklungs
prozesses wird der fotografische Schichtträger sowohl in der Spüleinheit 4 als
auch in der Wässerungseinrichtung 5 gewaschen. Das hierfür notwendige
Frischwasser wird über ein Doppelmagnetventil 8 zugeführt, welches von einer
Steuereinrichtung 9 angesteuert wird. Erfindungsgemäß ist zwischen dem Abfluß
der Spüleinheit 4 und dem Zulauf der Wässerungseinrichtung 5 ein Wasserka
nal 10 vorgesehen, der das mit Entwicklerchemikalien versetzte Spülwasser dem
Frischwasserzulauf der Wässerungseinrichtung zuführt. Auf diese Weise kann
die notwendige Frischwasserzufuhr für eine effektive Wässerung des Schichtträ
gers in der Wässerungseinrichtung 5 reduziert werden, ohne daß dabei die
Qualität der entwickelten Schichtträger leidet. Ganz im Gegenteil hat sich sogar
ein positiver Effekt herausgestellt: die Ausbildung von Wasserflecken während
des Trocknungsvorganges konnte erheblich reduziert werden.
Claims (10)
1. Entwicklungseinrichtung für fotografische Schichtträger, in der die Schicht
träger nacheinander durch mehrere Behandlungsstufen und im Anschluß
durch eine Wässerungseinrichtung gefördert werden, wobei zwischen zwei
Behandlungsstufen eine Spüleinheit vorgesehen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Verbindung zwischen der Spüleinheit und der Wässe
rungseinrichtung so ausgebildet ist, daß Spülwasser aus der Spüleinheit in
die Wässerungseinrichtung gelangt.
2. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl die Spüleinheit als auch die Wässerungseinrichtung über eine Do
siereinrichtung mit einer Frischwasserzufuhr verbunden sind.
3. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dosiereinrichtung Magnetventile mit einer Steuereinrichtung aufweist,
wobei die Steuereinrichtung so aufgebaut ist, daß die Menge des Frisch
wassers, das der Wässerungseinrichtung zugeführt wird, in Abhängigkeit
von der geförderten Schichtträgerfläche und der Spülwassermenge ge
steuert wird.
4. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spüleinheit zwischen einem Entwicklungsbad und einem Fixierbad vor
gesehen ist.
5. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spüleinheit einen Überlauf aufweist, der mit einem Zulauf der Wässe
rungseinrichtung verbunden ist.
6. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Überlauf so ausgeführt ist, daß das verbrauchte Spülwasser vollständig
der Wässerungseinrichtung zugeführt wird.
7. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das gesamte für die Wässerungseinrichtung notwendige Wasser durch die
Spüleinheit zugeführt wird.
8. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Überlauf der Spüleinheit und der Zulauf der Wässerungseinrichtung so
angeordnet sind, daß das Spülwasser gravitationsbedingt der Wässe
rungseinrichtung zugeführt wird.
9. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Spüleinheiten zwischen den Behandlungsstufen vorgesehen sind.
10. Entwicklungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Spüleinheiten miteinander und/oder mit der Wässerungseinrich
tung verbunden sind.
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|---|---|---|---|
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Also Published As
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