[go: up one dir, main page]

DE19735552A1 - Sicherungselement für elektrische Anlagen - Google Patents

Sicherungselement für elektrische Anlagen

Info

Publication number
DE19735552A1
DE19735552A1 DE1997135552 DE19735552A DE19735552A1 DE 19735552 A1 DE19735552 A1 DE 19735552A1 DE 1997135552 DE1997135552 DE 1997135552 DE 19735552 A DE19735552 A DE 19735552A DE 19735552 A1 DE19735552 A1 DE 19735552A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuse
fuse element
current
reaction
reaction element
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1997135552
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Schulz
Rainer Dr Maeckel
Wolfgang H Dr Grueninger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DE1997135552 priority Critical patent/DE19735552A1/de
Priority to EP98942631A priority patent/EP1004131A2/de
Priority to JP2000510153A priority patent/JP2001516126A/ja
Priority to PCT/EP1998/004683 priority patent/WO1999009575A2/de
Publication of DE19735552A1 publication Critical patent/DE19735552A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/08Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
    • H02H3/087Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for DC applications
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/46Circuit arrangements not adapted to a particular application of the protective device
    • H01H2085/466Circuit arrangements not adapted to a particular application of the protective device with remote controlled forced fusing
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members
    • H01H85/06Fusible members characterised by the fusible material
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/46Circuit arrangements not adapted to a particular application of the protective device

Landscapes

  • Fuses (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Sicherungselement für elektrische Anlagen, insbesondere für Fahrzeuge.
Insbesondere in Kraftfahrzeugen werden zur Absicherung von elektrischen Leitungen Schmelzsicherungen eingesetzt. Die Absicherung mit Schmelzsicherungen hat den Nachteil, daß sich mit diesen Sicherungen kein optimaler Leitungsschutz erreichen läßt.
Beim Auftreten kurzfristig anliegender Überströme kann eine übliche elektrische Leitung im Fahrzeug wesentlich mehr Strom tragen als die Schmelzsicherung, so daß für kurzzeitige Überströme eine übliche Schmelzsicherung unterdimensioniert ist. Im Bereich länger andau­ ernder Überströme schaltet die Sicherung dagegen zu spät ab, so daß in diesem Fall eine elektrische Leitung und/oder Verbraucher nicht ausreichend geschützt ist. Bei einem Über­ strom von 35% gegenüber dem nominalen Auslösestrom der Sicherung kann es bis zu einer halben Stunde dauern, bis eine Schmelzsicherung tatsächlich auslöst. Bei einem Überstrom von 250%, der dem 3,5fachen nominalen Auslösestrom der Sicherung entspricht, kann es noch 5 Sekunden bis zur Sicherungsauslösung dauern.
Ein weiteres Problem ist dadurch gegeben, daß bei Sicherungswerten mit hohen nominalen Auslösestromwerten der tatsächliche Auslösestrom wesentlich höher sein muß, um die Si­ cherung ausreichend schnell auszulösen. Für eine Schmelzsicherung mit einem nominalen Auslösestrom von 250 A oder mehr bedeutet dies, daß bei einem Überstrom von 250% dem­ nach ein Strom von mindestens 875 A fließen muß, um die Sicherung ausreichend schnell auszulösen. Bei einem Kurzschluß mehrerer Leitungen, insbesondere in einem Fahrzeug bei einem Unfall, kann nicht sichergestellt werden, daß die Batterie überhaupt einen ausreichend großen Strom zum Auslösen einer solchen Schmelzsicherung zur Verfügung stellen kann.
In der DE-A1-195 27 997 ist eine Anordnung offenbart, mit der das Auslösen einer Schmelzsicherung besser vorgebbar ist. Dabei wird der elektrische Strom durch die Siche­ rung gemessen und parallel zur abzusichernden Leitung ein Thyristor geschaltet, der im Fall eines Überstromes definiert eingeschaltet werden kann. Sobald ein Schwellwert überschrit­ ten ist, schaltet der Thyristor ein und erzeugt einen zusätzlichen, hohen Überstrom in der Sicherung, der zum Auslösen der Sicherung führen soll. Der Nachteil dieser Anordnung be­ steht darin, daß für große Sicherungswerte mit hohen nominalen Auslöseströmen große Thy­ ristoren mit Nennströmen von einigen hundert Ampere, bzw. mehrere Thyristoren parallel eingesetzt werden müssen. Es ist nicht sichergestellt, daß die notwendigen Nennströme für das Auslösen entsprechender Thyristoren überhaupt von einer Batterie in einem Fahrzeug aufgebracht werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schmelzsicherung anzugeben, die einen definierten Auslösestrom aufweist und die auch für hohe Auslöse-Nennströme geeignet ist.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterführende und vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen und der Beschreibung zu ent­ nehmen.
Die Erfindung besteht darin, daß das Sicherungselement einen Schmelzleiters aufweist, der zumindest partiell durch ein Reaktionselements gebildet ist, bei dem ein Zündsignal zu einer exothermen Reaktion führt, bei der die Schmelztemperatur des Reaktionselements und/oder des Schmelzleiters zumindest lokal überschritten wird.
Bevorzugt weist das Reaktionselement Aluminium und/oder Nickel und/oder Eisen auf.
Bevorzugt besteht das Reaktionselement aus einer Schweißfolie, welche aus einer Schicht­ folge einer Mehrzahl von abwechselnd angeordneten, sehr dünnen Metallfolien besteht. Der Vorteil dabei ist, daß durch ein Zündsignal eine Reaktion der Metallfolien untereinander auslösbar ist, wobei die Schweißfolie schmilzt und den Stromkreis sehr schnell bleibend unterbricht.
Eine bevorzugte Ausbildung besteht darin, daß das Reaktionselement zumindest bereichs­ weise durch ein feinkörniges Pulver gebildet ist.
Vorzugsweise ist das Heizelement gesteuert einschaltbar, indem ein Zündsignal abhängig von unerwünschten Betriebszuständen im Bordnetz und/oder eines Fahrzeugs auslösbar ist.
Ein besonders vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, das Sicherungselement mit einer Steuerungseinheit zur Steuerung des Zündimpulse zu verbinden. Dies ermöglicht es, mit demselben Sicherungselement unterschiedliche Charakteristiken und auch unterschiedliche nominale Auslöseströme nachzubilden, so daß die Auslösekurve des Sicherungselements dynamisch veränderbar ist.
Im folgenden sind die Merkmale, soweit sie für die Erfindung wesentlich sind, eingehend erläutert und anhand von einer Prinzipskizze einer Schaltung näher beschrieben.
Übliche Schmelzsicherungen gemäß dem Stand der Technik bestehen aus einem definiert geformten elektrischen Leiter mit einem definierten Widerstand. Durch den Stromfluß wird der Leiter erhitzt, bevorzugt in einem speziell präparierten Bereich, im folgenden Schmelz­ leiter genannt, und erreicht, je nach Sicherungstyp, zwischen 420°C und über 1000°C sei­ nen Schmelzpunkt. Das Aufschmelzen des Schmelzleiters führt zu einer Unterbrechung des Stromkreises. Häufig wird eine Zinnpille auf den Schmelzleiter aufgebracht, welche ober­ halb von 230°C aufschmilzt und eine Reaktion mit dem Schmelzleitermaterial eingeht, die eine Erniedrigung des Schmelzpunktes des Schmelzleiters zur Folge hat.
Durch einen dem Verbraucher parallelgeschalteten Thyristor gemäß dem aus der DE-A1 195 27 997 bekannten Stand der Technik wird der Schmelzleiter mit einem zusätzlichen, hohen Strom belastet, der durch zusätzliche ohmsche Verluste den Schmelzleiter zum Durch­ schmelzen bringt, ohne daß die Leitung mit dem zusätzlich auftretenden Überstrom belastet wird.
Ein erfindungsgemäßes Sicherungselement weist einen Schmelzleiter auf, der zumindest par­ tiell aus einem Material besteht, welches eine selbsterhaltende exotherme Reaktion ausführt, sobald diese durch einen Zündimpuls ausgelöst wird.
Ganz besonders vorteilhaft ist, wenn Mittel vorgesehen sind, die den Zündimpuls zu defi­ nierten Zeitpunkten und/oder in definierten Zuständen einschaltbar macht. Zweckmäßiger­ weise erst dann ausgelöst, wenn ein Fehlerfall ansteht. Als Einschaltkriterien können unter­ schiedliche Zustände, insbesondere Fehlersignale, dienen, vorzugsweise Überstromsignale zur Überstromüberwachung eines Verbrauchers und/oder Temperatursignale zur Übertempe­ raturüberwachung eines Verbrauchers und/oder Spannungssignale und/oder Crash-Signale, insbesondere, um elektrische Verbraucher bei einem Unfall eines Fahrzeugs vom Bordnetz zu trennen. Durch das gesteuerte Einschalten des Zündsignals ist sichergestellt, daß im Normalbetrieb die Schmelzsicherung nicht versehentlich ausgelöst wird, im Fehlerfall dage­ gen sehr schnell und zuverlässig auslösbar ist.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß die Anforderungen an das ursprüngliche Sicherungselement hinsichtlich von Auslegungstoleranzen verringert werden können.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß der ohmsche Widerstand des Sicherungs­ elements gesenkt werden kann, da das Sicherungselement nicht mehr selbst die ohmsche Verlustleistung zum Auslösen des Schmelzleiters erzeugen muß. Dadurch wird der Span­ nungsabfall von der Batterie bis zum Verbraucher vorteilhaft verringert.
Ein großer Vorteil der Erfindung ist die Möglichkeit, mit dem gleichen Sicherungselement verschiedene Charakteristiken und/oder verschiedene nominale Auslöseströme nachzubil­ den. Der Auslösezeitpunkt des Sicherungselements kann vorteilhaft durch eine geeignete intelligente Steuereinheit dynamisch verändert werden. Dies hat die günstige Folge, daß das gleiche Sicherungselement für unterschiedliche Belastungen eines elektrischen Leiters ver­ wendet werden kann, insbesondere bei unterschiedlichen Fahrzeugen oder Fahrzeugvarian­ ten. Damit ist es möglich, unterschiedliche Fahrzeuge mit einer relativ einheitlichen elektri­ schen Schutzausrüstung zu versehen, was die Fertigung sehr vereinfacht und Kostenvorteils bringt.
Vorteilhafterweise können sich mehrere solcher erfindungsgemäßen Sicherungselemente bevorzugt über Mehrfachschalter angesteuert werden.
Ein bevorzugtes exothermes Reaktionselement besteht insbesondere aus einer Schweißfolie, die durch Einwirkung eines Zündimpulses eine stark exotherme Reaktion auslöst und in sehr kurzer Zeit sehr hohe Temperaturen erreicht. Die Schweißfolie besteht vorzugsweise aus einer Serie von sehr dünnen Metallfolien, insbesondere aus Aluminium- und Nickelfolien und/oder Eisenfolien, die alternierend aufeinander gestapelt sind. Eine typische Schichtdicke der einzelnen Folien liegt im Bereich von wenigen Atomlagen bis 100 Atomlagen. Durch einen geeigneten Zündimpuls ausgelöst, reagieren die Metallfolien-Konstituenten miteinan­ der und erwärmen sich typischerweise in wenigen Millisekunden von 25°C auf über 1000°C.
Auch andere Materialkombinationen, die eine derartige exotherme Reaktion eingehen, sind als Reaktionselemente in Folien- oder Pulverform geeignet. Dabei kann das Reaktionsele­ ment den Schmelzleiter umgeben, insbesondere kann ein pulverförmiges Reaktionsmaterial den Schmelzleiter in einer Kapsel umgeben oder benachbart zum Schmelzleiter in einer Kapsel angeordnet sein. Die Körnung des Pulvers liegt dabei vorzugsweise im Submikron­ bereich.
Eine bevorzugte Zündmethode ist, das Reaktionselement mit einem Transistor oder mit ei­ nem Stromstoß aus einem Kondensator zu beaufschlagen. Eine weitere bevorzugte Zünd­ methode ist, das Reaktionselement mittels optischer Anregung, insbesondere mit ultravio­ letter Strahlung, und/oder thermischer Fremdheizung zu beaufschlagen. Es ist ausreichend, das Reaktionselement lokal zu erwärmen, um dort die Reaktion in Gang zu setzen. Eine weitere geeignete Zündmethode besteht darin, das Reaktionselement einem Zündfunken einer Batterie oder einem Lichtbogen auszusetzen.
Der Vorteil hierbei ist, daß diese Ausführung eines Reaktionselements keine eigene Strom­ versorgung zum Zünden benötigt, sondern nur einen geeigneten Zündimpuls. Vorteilhaft ist, daß sich der Zündimpils durch eine geeignete Ansteuerung erzeugen und/oder steuern läßt, so daß eine zuverlässige und schnelle Auslösung im Fehlerfall ermöglicht ist.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Anordnung dargestellt. Eine Batterie 1 in einem Bord­ netz versorgt einen Verbraucher 10. Zwischen Batterie 1 und Verbraucher 10 ist ein Siche­ rungselement angeordnet, welches einen verbraucherseitigen Anschluß 3, einen batterieseiti­ gen Anschluß 2 und einen dazwischenliegenden Schmelzleiter 12 aufweist. Hier ist der Schmelzleiter vollständig aus dem Reaktionselement gebildet. Es ist jedoch möglich, den Schmelzleiter nur partiell durch das Reaktionselement zu bilden. Der Schmelzleiter 12 ist mit einem Bauelement 7 verbunden, insbesondere mit dem Drainanschluß eines MOSFET, welcher sourceseitig mit Masse verbunden ist. Das Bauelement 7 ist über einen als Steuer­ anschluß ausgebildeten Kontaktpunkt 13 mit dem Reaktionselement 12 verbunden.
Das abhängig von einem Fehlerfall gesteuerte Bauelement 7 kann je nach verwendeter Zündmethode auch einen Kondensator, eine Heizquelle, eine Batterie, ein Hochspannung­ selement oder eine Lichtquelle umfassen, die im Fehlerfall die Auslöseenergie bereitstellen oder schalten.
Mit Hilfe eines Stromsensors 9 und einer Auswerte- und Auslöseeinheit 8 kann der Strom in einer Leitung 11 bestimmt werden, die vom Sicherungselement 2, 3, 12 zum Verbraucher 10 führt. In der Auswerteeinheit 8 ist eine Auslösekurve des Sicherungselements abgelegt. Im einfachsten Fall kann dies ein Schwellwert und/oder ein Strom/Zeit-Verhalten des Siche­ rungselements sein.
Übersteigt der aktuelle Stromwert in der Leitung 11 diese Auslösekurve oder entsprechend festgesetzte Grenzwerte, so schaltet die Einheit 8 das Bauelement 7 ein, so daß ein Start- oder Zündimpuls erzeugt wird und das als Schmelzleiter wirkende Reaktionselement zündet. Dieses erwärmt sich sehr schnell durch exotherme Erhitzung seines Materials und schmilzt, wodurch der Stromkreis sicher und in kurzer Frist unterbrochen wird.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird im Fehlerfall der als Schalter eingesetzte MOSFET durch die Auslöseeinheit 8 in den leitenden Zustand gesteuert, so daß zusätzlich Fehlerstrom auch ein Kurzschlußstrom durch das Sicherungselement 2, 3, 12 gegen Masse fließt und die dadurch jedenfalls ausgelöste Zusatzerwärmung des Schmelzleiters 12 seine exotherme Selbstzerstörung einleitet.
Zusätzlich kann die Auswerteeinheit 8 auch von einem Aufprallsensor angesteuert werden, der bei einem Unfall des damit ausgestatteten Fahrzeugs das z. B. als Hauptsicherung einge­ setzte Sicherungselement 2, 3, 12 oder andere Sicherungselemente auslöst.

Claims (19)

1. Sicherungselement für einen Stromkreis, insbesondere in Fahrzeugen, mit einer Schmelzsicherung, die bei einer über dem Nennstrom liegenden Strombelastung des Stromkreis bleibend unterbricht, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (2, 3, 12) in einem zum Schmelzen vorgesehenen Bereich ein exothermes Reaktionselement (12) aufweist.
2. Sicherungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionselement Aluminium und Eisen aufweist.
3. Sicherungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionselement (12) Aluminium und Nickel aufweist.
4. Sicherungselement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionselement (12) ein Pulver ist.
5. Sicherungselement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionselement (12) eine Schweißfolie ist.
6. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (2, 3, 12) im Bereich seines exothermen Reaktionselements (12) einen zusätzlichen Steueranschluß (13) aufweist.
7. Verfahren zum Betreiben eines Sicherungselements, bei dem ein Strom durch das Siche­ rungselement gemessen wird, wobei das Sicherungselement bei einer über dem Nenn­ strom liegenden Strombelastung ausgelöst wird und den Stromkreis bleibend unter­ bricht, insbesondere nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auftreten eines Fehlersignals im Stromkreis zumindest der Schmelzleiter (12) des Sicherungselements (2, 3, 12) mit einem Zündimpuls beaufschlagt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stromschwellwert als Fehlersignal verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromschwellwert aus einer Auslösekurve des Sicherungselements bestimmt wird, die in einer Auswerteeinheit (8) abgelegt ist.
10. Verfahren nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Temperaturschwellwert als Fehlersignal verwendet wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spannungsschwellwert als Fehlersignal verwendet wird.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufprallsignal als Fehlersignal verwendet wird.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündimpuls durch Fremdbeheizung des Reaktionselements (12) entsteht.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündimpuls durch Einwirkung eines Stromstoßes auf das Reaktionselement (12) entsteht.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündimpuls durch Einwirkung eines Lichtpulses auf das Reaktionselement (12) entsteht.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündimpuls durch Einwirkung eines Zündfunkens einer Batterie auf das Reak­ tionselement (12) entsteht.
17. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündimpuls durch Einwirkung eines Lichtbogens auf das Reaktionselement (12) entsteht.
18. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündimpuls durch Einwirkung eines Zündfunkens eines Kondensators auf das Reaktionselement (12) entsteht.
19. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (2, 3, 12) in Serie in eine Leitung (11) zwischen einer Stromquelle (1) und einem Verbraucher (10) geschaltet ist und einen zusätzlichen Steu­ eranschluß (13) aufweist, der an ein steuerbares Bauelement (7) angeschlossen ist, über welches zusätzliche Energie auf das Sicherungselement (2, 3, 12) aufschaltbar ist.
DE1997135552 1997-08-16 1997-08-16 Sicherungselement für elektrische Anlagen Withdrawn DE19735552A1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1997135552 DE19735552A1 (de) 1997-08-16 1997-08-16 Sicherungselement für elektrische Anlagen
EP98942631A EP1004131A2 (de) 1997-08-16 1998-07-25 Sicherungselement für elektrische anlagen
JP2000510153A JP2001516126A (ja) 1997-08-16 1998-07-25 電気設備のための安全装置
PCT/EP1998/004683 WO1999009575A2 (de) 1997-08-16 1998-07-25 Sicherungselement für elektrische anlagen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1997135552 DE19735552A1 (de) 1997-08-16 1997-08-16 Sicherungselement für elektrische Anlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19735552A1 true DE19735552A1 (de) 1999-02-18

Family

ID=7839169

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1997135552 Withdrawn DE19735552A1 (de) 1997-08-16 1997-08-16 Sicherungselement für elektrische Anlagen

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP1004131A2 (de)
JP (1) JP2001516126A (de)
DE (1) DE19735552A1 (de)
WO (1) WO1999009575A2 (de)

Cited By (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0940836A3 (de) * 1998-03-03 1999-11-03 Yazaki Corporation Gesteuerte Schmelzsicherung und Schalter
DE29913555U1 (de) 1999-08-03 1999-12-23 Wilhelm Pudenz GmbH, 27243 Dünsen Elektrische Sicherung
DE10049071A1 (de) * 2000-10-02 2002-04-25 Micronas Gmbh Sicherungsvorrichtung für einen Stromkreis insbesondere in Kraftfahrzeugen
US6388554B1 (en) 1999-03-10 2002-05-14 Yazaki Corporation Circuit breaker device
EP1047092A3 (de) * 1999-04-23 2002-11-27 Sony Chemicals Corporation Überstromschutzvorrichtung
DE19910911C2 (de) * 1998-03-12 2003-06-26 Yazaki Corp Stromunterbrechungsvorrichtung für ein Fahrzeug
DE10011476B4 (de) * 1999-03-10 2004-02-26 Yazaki Corp. Schaltervorrichtung
WO2004034416A1 (de) * 2002-09-28 2004-04-22 Wickmann-Werke Gmbh Mittels lichtbogen selbst-konfigurierendes bauelement
DE10328184B3 (de) * 2003-06-24 2004-11-18 Martin Klose Vorrichtung mit integrierter Hochstrom-Schmelzsicherung zum Spannungsfreischalten von Starterbatterien
DE102005036174A1 (de) * 2005-08-02 2007-02-15 Daimlerchrysler Ag Vorrichtung und Verfahren zur Auslösung von Batterieabtrennungen in Kraftfahrzeugen
DE102006021256A1 (de) * 2006-04-28 2007-11-08 Danfoss Compressors Gmbh Motorstartschaltkreis
US7777438B2 (en) 2006-07-19 2010-08-17 Danfoss Compressors Gmbh Motor start circuit
US7777992B2 (en) 2006-11-07 2010-08-17 Danfoss Compressors Gmbh Motor start circuit
US7969275B2 (en) * 2007-11-14 2011-06-28 Enerdel, Inc. Fuse assembly with integrated current sensing
EP2393102A3 (de) * 2010-05-27 2012-09-05 Sanyo Electric Co., Ltd. Stromquellenvorrichtung mit durch eine Sicherung umgesetzter Überstromabschaltung

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPWO2014109067A1 (ja) * 2013-01-08 2017-01-19 日立オートモティブシステムズ阪神株式会社 内燃機関用点火装置

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1952799A1 (de) * 1969-10-20 1971-04-29 Gv Trudogowo Nautschhno I T I Schaltungsanordnung zur Messung und Registrierung der Daten von Schwingungssignalen
US3958206A (en) * 1975-06-12 1976-05-18 General Electric Company Chemically augmented electrical fuse
US4107758A (en) * 1977-05-16 1978-08-15 Sprague Electric Company Fused oil filled capacitor
GB8426109D0 (en) * 1984-10-16 1984-11-21 Brush Fusegear Ltd Electrical fuse
US5208575A (en) * 1992-01-10 1993-05-04 General Electric Company Apparatus for coordinated triggering of chemically augmented electrical fuses
CA2085727C (en) * 1992-01-15 2005-08-02 Radhakrishnan Ranjan Apparatus for triggering chemically augmented electrical fuses

Cited By (19)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0940836A3 (de) * 1998-03-03 1999-11-03 Yazaki Corporation Gesteuerte Schmelzsicherung und Schalter
US6243245B1 (en) 1998-03-03 2001-06-05 Yazaki Corporation Forced-fusion fuse and circuit breaker
DE19910911C2 (de) * 1998-03-12 2003-06-26 Yazaki Corp Stromunterbrechungsvorrichtung für ein Fahrzeug
DE10011280B4 (de) * 1999-03-10 2004-04-08 Yazaki Corp. Schaltervorrichtung
DE10011476B4 (de) * 1999-03-10 2004-02-26 Yazaki Corp. Schaltervorrichtung
US6388554B1 (en) 1999-03-10 2002-05-14 Yazaki Corporation Circuit breaker device
EP1047092A3 (de) * 1999-04-23 2002-11-27 Sony Chemicals Corporation Überstromschutzvorrichtung
DE29913555U1 (de) 1999-08-03 1999-12-23 Wilhelm Pudenz GmbH, 27243 Dünsen Elektrische Sicherung
DE10049071B4 (de) * 2000-10-02 2004-12-16 Micronas Gmbh Sicherungsvorrichtung für einen Stromkreis insbesondere in Kraftfahrzeugen
DE10049071A1 (de) * 2000-10-02 2002-04-25 Micronas Gmbh Sicherungsvorrichtung für einen Stromkreis insbesondere in Kraftfahrzeugen
WO2004034416A1 (de) * 2002-09-28 2004-04-22 Wickmann-Werke Gmbh Mittels lichtbogen selbst-konfigurierendes bauelement
DE10328184B3 (de) * 2003-06-24 2004-11-18 Martin Klose Vorrichtung mit integrierter Hochstrom-Schmelzsicherung zum Spannungsfreischalten von Starterbatterien
DE102005036174A1 (de) * 2005-08-02 2007-02-15 Daimlerchrysler Ag Vorrichtung und Verfahren zur Auslösung von Batterieabtrennungen in Kraftfahrzeugen
DE102006021256A1 (de) * 2006-04-28 2007-11-08 Danfoss Compressors Gmbh Motorstartschaltkreis
US7630180B2 (en) 2006-04-28 2009-12-08 Danfoss Compressors Gmbh Motor starter circuit
US7777438B2 (en) 2006-07-19 2010-08-17 Danfoss Compressors Gmbh Motor start circuit
US7777992B2 (en) 2006-11-07 2010-08-17 Danfoss Compressors Gmbh Motor start circuit
US7969275B2 (en) * 2007-11-14 2011-06-28 Enerdel, Inc. Fuse assembly with integrated current sensing
EP2393102A3 (de) * 2010-05-27 2012-09-05 Sanyo Electric Co., Ltd. Stromquellenvorrichtung mit durch eine Sicherung umgesetzter Überstromabschaltung

Also Published As

Publication number Publication date
WO1999009575A2 (de) 1999-02-25
EP1004131A2 (de) 2000-05-31
JP2001516126A (ja) 2001-09-25
WO1999009575A3 (de) 1999-05-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102016107707B3 (de) Schutzvorrichtung für eine Hochvolt-Spannungsversorgung
EP1004130B1 (de) Sicherungselement für elektrische anlagen sowie verfahren und schaltungsanordnung zum betreiben eines sicherungselements
DE19735552A1 (de) Sicherungselement für elektrische Anlagen
EP1019934B1 (de) Schaltungsanordnung und verfahren zum betreiben eines sicherungselements
EP3264439B1 (de) Schmelzleiter und überstrom-schutzeinrichtung
DE102013110240A1 (de) Schaltungsanordnung für einen Photovoltaikwechselrichter zur Ausschaltentlastung mit Kurzschlussschaltern und Verwendungen der Schaltungsanordnung
EP0563947A1 (de) Verfahren, zum Sichern von Stromkreisen, insbesondere von hohen Strömen führenden Stromkreisen, gegen Überströme und elektrisches Sicherungselement, insbesondere Hochstromsicherungselement
EP3178104B1 (de) Schmelzsicherung für eine zu schützende einrichtung
DE202015106793U1 (de) Schmelzsicherung
DE102014205871A1 (de) Schmelzleiter und Überstrom-Schutzeinrichtung
DE102013012578B4 (de) Vorrichtung zum Absichern einer elektrischen Leitung sowie Verfahren zum Betreiben einer auf einer elektrischen Leitung angeordneten Vorrichtung
DE102019131533A1 (de) Elektronische Sicherung zur Absicherung einer elektrischen Leitung gegen thermische Überlast
DE19506547A1 (de) Ganzbereichs-Stromrichtersicherung
DE19821487C1 (de) Elektrische Sicherung mit ansteuerbarer Trennvorrichtung
EP3580772B1 (de) Schmelzsicherung für niederspannungsanwendungen
DE19827374C2 (de) Sicherungselement für elektrische Anlagen
DE102014221526A1 (de) Vorrichtung zur zellspannungssensitiven Überstromunterbrechung
EP4167413A1 (de) Trennschaltanordnung zur absicherung eines fahrzeug-bordnetzes
DE102018129679B4 (de) Überspannungsschutzvorrichtung mit thermischer Überlastschutzvorrichtung
AT524425A4 (de) Vorrichtung zum sicheren Trennen eines Hochvoltstromspeichers
EP3192093A1 (de) Mehrfachsicherung
DE102021200782A1 (de) Schmelzsicherung mit Zündleiter
EP4105960A1 (de) Sicherungseinrichtung für ein elektrisches energieversorgungsnetz
DE102020112852A1 (de) Elektrochemische Zelle mit einer Schutzvorrichtung zum Unterbrechen eines elektrischen Leistungspfades und Verfahren zum Unterbrechen eines elektrischen Leistungspfades durch eine elektrochemische Zelle
DE102024107159A1 (de) Elektronische Sicherung mit einer Verpolschutzschaltung und zugehöriger Leitungssatz

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE

8139 Disposal/non-payment of the annual fee