DE19731884C1 - Medizinisches Instrument - Google Patents
Medizinisches InstrumentInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein medizinisches Instrument mit einem Schaftrohr, in
dessen distalem Ende das proximale Ende eines Schaftes eines Hilfsinstrumentes
einführbar und proximalwärts durch eine einen Riegel aufweisende Aufnahme
hindurchführbar ist, bis ein mindestens eine Einlaufrille aufweisender Abschnitt
des Hilfsinstrumentes innerhalb eines Durchganges des Riegels zu liegen kommt
und in diesem lösbar in definierter axialer Lage und Drehstellung festlegbar ist,
indem der mit einer Feder in Richtung auf eine Sperrstellung vorgespannte Riegel
mit einer Riegelfläche eine am proximalen Ende des Hilfsinstrumentes angeordne
te Schlüsselfläche übergreift, während der Riegel zum Lösen der Verriegelung
gegen die Wirkung der Feder in eine Freigabestellung bewegbar ist, bei der sich
die Riegelfläche und die Schlüsselfläche außer Eingriff befinden und der Schaft
des Hilfsinstrumentes unter distalwärts gerichtetem Zug aus dem Schaftrohr
entnehmbar ist.
Ein solches Instrument entspricht praktiziertem Stand der Technik. Auch bei
anderen Instrumenten geht es um eine lösbare Verriegelung zweier Instrumenten
teile. So ist der DE 93 17 535 U1 ein Instrument zu entnehmen, bei dem ein Quer
bolzen mit einem Riegelflächen bildenden integriertem Kupplungsschlitz derart
wirkt, daß er in einer Sperrstellung zwei parallel zueinander verlaufende, am
trennbaren Instrumentenschaft eingefräste Kupplungs- bzw. Schlüsselflächen
umgreift. Durch die DE 43 23 584 A1 ist ein Instrument bekannt, bei dem ein
trennbarer Schaft, nämlich ein Arbeitsstab mit Elektrodenrohr, mit einem Kupp
lungsriegel ausgestattet ist, der gegen die Wirkung einer Riegelfeder in eine
Freigabestellung bewegt werden kann.
Aus der DE 36 26 371 C2 ist ein trennbarer Schaft eines Hilfsinstrumentes be
kannt, bei dem eine Verriegelung des Schaftrohres durch die Wirkung einer Feder
erfolgt. Das Lösen der Verriegelung wird über einen Druckknopf realisiert. Dabei
ist eine definierte Raststellung zum Einstellen der Arretierposition eines Gleitrohres
durch einen speziell ausgebildeten Justierstopper möglich. Dieser ist mit Riegel
flächen bildenden Bohrungen versehen, die ein Halteteil freigeben oder bei Verrie
gelung sperrend umgreifen.
Der DE 93 20 450 U1 kann ein trennbarer Schaft eines Instrumentes als bekannt
entnommen werden, bei dem ein federbelastetes Klemmelement Riegelflächen
enthält, die in entsprechende Abflachungen bzw. Schlüsselflächen zur Festlegung
des Schaftes eingreifen. Schließlich ist aus der Schrift DE 25 19 827 B2 ein
lösbarer Zangeneinsatz bekannt, der mit einer Handhabe durch eine als Sperr
schieber ausgebildete Kupplung verbunden ist. Die Verriegelung erfolgt durch eine
Feder, die zur Entriegelung und Teilung des Schaftes durch einen Druckknopf
niedergedrückt wird.
Bei medizinischen Instrumenten der einleitend erwähnten Art kommt es vor, daß
die im Schaftrohr befindlichen Hilfsinstrumente während der Operation aufgrund
von Verschmutzung oder anderweitigen Funktionsstörungen getauscht werden
müssen. Dabei steht das Operationspersonal oft unter Streß und Zeitdruck. Durch
hektisches Hantieren geht Zeit
verloren, bis das Hilfsinstrument, wie etwa ein Zangeneinsatz, eine
Elektrode oder dergleichen, in seiner Arretierstellung einrastet. Da
die Schlüssel-Schloß-Funktion des Schafts des Hilfsinstrumentes in
nerhalb der Aufnahme evtl. nicht einsehbar ist, kann eine Orientie
rung nur ungefähr in Längs- und Winkellage erfolgen.
Aus diesem Grund ist es Aufgabe der Erfindung, ein gattungsgemäßes
medizinisches Instrument so auszubilden, daß es eine schnelle und
vor allen Dingen sichere, d. h. genau positionierbare Montage des
Hilfsinstrumentes und damit ein schnelles und sicheres Auffinden des
definierten Rastpunktes ermöglicht.
Ein erfindungsgemäßes medizinisches Instrument, das die obige
Aufgabe löst, ist gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß am Schaft des Hilfsinstrumentes zwei
einander diametral gegenüberliegende Schlüsselflächen und am Rie
geldurchgang zwei mit den Schlüsselflächen korrespondierende erste
Riegelflächen gebildet sind, daß jede Schlüsselfläche in eine am
Schaft des Hilfsinstrumentes proximalwärts verlaufende Einlaufrille
übergeht und daß an einem Abschnitt des Riegeldurchgangs zwei sich
jeweils an die ersten Riegelflächen anschließende zweite Riegelflä
chen gebildet sind, die, wenn sich der Schaft des Hilfsinstrumentes in
einer Zwischenposition befindet, mit den Einlaufrillen am Schaft so
verrasten, daß dieser noch bis zum Erreichen seiner Arbeitsposition,
bei der die ersten Riegelflächen sperrend die Schlüsselflächen um
greifen, axial verschiebbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat der Schaft des Hilfs
instrumentes proximalseitig der beiden Einlaufrillen und distalseitig
der Schlüsselflächen eine kreisrunde Außenkontur, und die beiden
Schlüsselflächen sind unter Bildung von Eingriffsschultern, zwischen
die der Riegel mit den ersten Riegelflächen eingreift, gegenüber
dieser Außenkontur radial zurückgesetzt. Bei dieser Ausführungsform
sind die ersten Riegelflächen und die mit ihnen korrespondierenden
Schlüsselflächen am Schaft jeweils in zueinander parallelen Ebenen
gelegen, und der Riegeldurchgang ist symmetrisch und parallel zur
Längsachse des Schaftrohrs ausgebildet. Er weist einen ersten Ab
schnitt mit etwa halbkreisförmiger Kontur auf, an den sich der die ersten
und zweiten Riegelflächen definierende verjüngte Abschnitt des
Riegeldurchgangs anschließt.
Weiterhin ist dieses Instrument mit einer Druckfeder versehen, die
mit ihrer Spannkraft an dem den verjüngten Abschnitt des Riegel
durchgangs anschließenden Ende des Riegels angreift. Die Aufnahme
weist einen Druckstößel auf, durch den der Riegel gegen die Vor
spannung der Feder verschoben werden kann, um dadurch die Ver
riegelung des Riegels an der Schlüsselfläche zu lösen. Das Hilfs
instrument kann ein zur Ausübung bipolarer elektrochirurgischer
Behandlung am Gewebe eines Patienten eingerichteter Bipolar-Zan
geneinsatz sein.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels weiter beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1: eine schematische und teilweise geschnittene Gesamt
ansicht eines als Bipolar-Zange ausgeführten Instru
ments,
Fig. 2: Details des in Fig. 1 dargestellten Instruments im Be
reich II der Aufnahme, teilweise im Schnitt,
Fig. 3: Details des in Fig. 1 dargestellten medizinischen Instru
ments im Bereich III des Schafts gem. Fig. 2 und
Fig. 4
bis 6: jeweils Querschnittsdarstellungen längs der Schnittlinie
A-A durch den Riegel, wobei sich der Schaft des Zan
geneinsatzes in verschiedenen aufeinanderfolgenden
Schiebestellungen innerhalb des Schaftrohrs des in Fig.
1 dargestellten medizinischen Instruments befindet.
Mit dem Instrument 1 gemäß Fig. 1 in Form einer Bipolar-Greifzange
ist eine bipolare elektrochirurgische Behandlung von Patientengewebe
ausführbar. In das distale Ende eines Schaftrohrs 2 des Instruments
1 ist das proximale Ende 3a des Schafts 3 eines Zangeneinsatzes
proximalwärts durch eine einen Riegel 5 aufweisende Aufnahme 7 so
weit eingeführt, bis der Riegel 5 in der Aufnahme 7 in Schlüsselflä
chen 3.1 in der Nähe des proximalen Endes 3a des Schafts 2 ver
riegelnd eingreift. Die Details der Funktionsweise des erfindungs
gemäßen medizinischen Instruments beim Einsetzen des Schafts 2 in
das Schaftrohr 3 bis der Riegel 5 sicher in die Schlüsselflächen 3.1
eingreift, wird weiter unten anhand der Fig. 4 bis 6 näher erläu
tert.
Das Bezugszeichen 8 bezeichnet einen Druckstößel, mit dem der
Riegel 5 gegen die Wirkung einer in Fig. 2 gezeigten Feder 6 nach
unten gedrückt werden kann, um dadurch den Eingriff zwischen dem
Riegel 5 und den Schlüsselflächen 3.1 zu lösen. Zum Einsetzen des
Zangeneinsatzes, d. h. seines Schafts 3 in das Instrumentenschaftrohr
2, muß der Druckstößel 8 ebenfalls betätigt werden, damit das proxi
male Ende 3a in die Aufnahme 7 eingeführt bzw. durch den Durch
gang 5.1 des Riegels 5 hindurchgeführt werden kann. Das Schaftrohr
2 und der sich daran anschließende Handhabungsteil 9 bis 11 bilden
eine Baueinheit des Instruments 1, deren zentral angeordneter Kanal
durch eine Dichtkappe 12 abgeschlossen ist.
An diese Einheit schließt sich die Aufnahme 7 und eine mit ihr
verbundene Steckeraufnahme 13 an, die das proximale Ende 3a des
Zangeneinsatzes 3, 4 umgibt. Das proximale Ende 3a bildet den
Anschluß für die Verbindung mit einem Hochfrequenzgenerator. Die
Stromzuführung für die für die bipolare Elektrochirurgie ausgelegten
Zangenmaulteile 4a, 4b erfolgt über die durch Isolierelemente 16
elektrisch voneinander getrennten Anschlußteile 3a, 3b. Auf diese
einen Steckerstift bildenden Anschlußteile kann die Kupplung eines
Hochfrequenzkabels aufgesteckt werden.
Das distale, die Dichtkappe 12 durchdringende Ende 14 der die
Aufnahme 7 und die Steckeraufnahme 13 aufweisenden Baueinheit ist
in einer zylindrischen Hülse 10 gegen die Wirkung einer in Fig. 1
angedeuteten Feder 15 axial verschiebbar. Die Feder 15 bewirkt, daß
das in Fig. 1 dargestellte Zangenmaul 4 mit den Maulteilen 4a und
4b in der unbetätigten Gebrauchslage geschlossen ist, da hierbei die
Branchen des Zangenmauls vom distalen Ende des Schaftrohrs 2
gegeneinander gedrückt werden. Verschiebt man die Aufnahme 7 mit
den damit integralen Teilen 13 und 14 in Richtung auf den Handha
benteil 11, wird, da das proximale Ende 3a des Zangeneinsatzes 3 in
seiner Arbeitsstellung in der Aufnahme 7 festgelegt ist, das Zangen
maul 4 unter gleichzeitiger Spreizung der Maulteilbranchen distal
wärts verschoben (Fig. 1).
Fig. 2 zeigt Details des mit einem Kreis umgebenen Abschnitts II des
Instruments von Fig. 1. Der Druckstößel 8 ist gegen die Vorspan
nungskraft der Feder 6 nach unten gedrückt. Der Schaft 3 des Zan
geneinsatzes kann somit frei im Durchgang des Riegels 5 in Axial
richtung verschoben werden. Die auf einer Seite des Schafts 3 liegen
de Schlüsselfläche 3.1 und die daran proximalwärts anschließende und
axial verlaufende Einlaufsrille 3.2 sind zu sehen. In Fig. 2 ist der
Schaft 3 des Zangeneinsatzes so weit proximalwärts in die Aufnahme
7, d. h. in den Durchgang 5.1 des Riegels 5 geschoben, daß, wenn der
Druckstößel 8 losgelassen wird, zweite Riegelflächen 5.3 des Riegels
5 in rastenden Eingriff mit den sich diametral gegenüberliegenden
Einlaufsrillen 3.2 des Schafts 3 kommen, wie dies nachstehend im
einzelnen anhand der diese Position veranschaulichenden Fig. 5
erläutert wird.
Fig. 3 zeigt ein vergrößertes Detail innerhalb des durch einen Kreis
umrahmten Bereichs III des Schafts 3. Deutlich zu erkennen sind in
Fig. 3 die Schlüsselflächen 3.1, die am Schaft 3 einander diametral
gegenüberliegend vorgesehen und zur Verriegelung durch die ersten
Riegelflächen 5.2 (vgl. Fig. 6) bestimmt sind. Die Schlüsselflächen
3.1 weisen an ihren beiden Enden jeweils radial vorstehende Schul
tern 3.4 auf, zwischen die der Riegel 5 mit seinen ersten Riegel
flächen 5.2 eingreift (vgl. Fig. 6).
In Fig. 4, die einen Querschnitt längs der Schnittebene A-A in Fig.
2 darstellt, befindet sich der Schaft 3 in einer Position, in der er sich
mit seiner kreisrunden Außenkontur an seinem proximalen Ende 3a
innerhalb des Riegeldurchgangs 5.1 befindet. In dieser Lage ist der
Schaft im Riegeldurchgang 5.1 noch axial verschiebbar und auch
innerhalb des Riegeldurchgangs 5.1 gegenüber der ruhend angenom
menen Aufnahme 7 verdrehbar. Die in Fig. 4 nur schematisch ange
deutete Feder 6 drückt von unten gegen den Riegel 5, so daß dieser
mit seinen ersten Riegelflächen 5.3 leicht gegen die Außenperipherie
des Schafts 3 drückt. Der Riegel 5 selbst und der Riegeldurchgang
5.1 sind symmetrisch zu einer die Schaftlängsachse schneidenden
Längsachse B des Riegels 5 angeordnet.
Der Durchgang 5.1 hat einen oberen Abschnitt 5.1.1 mit einer etwa
halbkreisförmigen Kontur, an die sich parallele gerade Abschnitte
nach unten anschließen. An diese geraden Abschnitte schließen sich
die nach innen gekurvten zweiten Riegelflächen 5.3 an, die in die
parallel und diametral einander gegenüberliegenden ersten Riegel
flächen 5.2 fluchtend übergehen. In seinem unteren Abschnitt 5.1.2
weist der Durchgang 5.1 wieder eine halbkreisförmige Kontur auf, die
an die geraden und parallelen Abschnitte der ersten Riegelflächen 5.2
anschließt. Der Radius der halbkreisförmigen Kontur im unteren
Abschnitt 5.1.2 ist um ein bestimmtes Maß kleiner als der Radius der
halbkreisförmigen Kontur im oberen Abschnitt 5.1.1.
Die in Fig. 5 gezeigte axiale Stellung des Schafts 3 im Durchgang
5.1 des Riegels 5 ist so, daß die zweiten Riegelflächen 5.3 bereits in
die Einlaufrillen 3.2 eingegriffen haben, nachdem der Schaft 3 gege
benenfalls vorher noch durch Drehen um seine Längsachse in die für
den Eingriff erforderliche Position gebracht wurde. Das Eingreifen
geschieht unter der Wirkung der Druckfeder 6, die den Riegel 5
gegenüber der in Fig. 4 gezeigten Stellung um eine gewisse Distanz
weiter nach oben gedrückt hat. Die eine abgerundete Kontur auf
weisenden, diametral gegenüberliegenden zweiten Riegelflächen 5.3
des Riegels 5 greifen in die am Schaft 3 gebildeten Einlaufrillen 3.2
ein. In der in Fig. 5 gezeigten Zwischenposition ist der Schaft 3 noch
axial verschiebbar.
In Fig. 6 schließlich ist eine Position des Schafts 3 im Durchgang 5.1
des Riegels 5 dargestellt, bei der der Riegel mit seinen ersten, diame
tral einander gegenüberliegenden Riegelflächen 5.2 die damit korre
spondierenden Schlüsselflächen 3.1 des Schafts 3 umgreift. Dies wird
durch die Druckkraft der Feder 6 bewirkt, die, sobald der Schaft 3
seine definierte axiale Position erreicht hat, den Riegel 5 noch weiter
nach oben drückt. In dieser Stellung ist der Schaft 3 vom Riegel 5
axial und hinsichtlich seiner Drehstellung verriegelt. Mit Hilfe der in
der Stellung gemäß Fig. 5 zum Tragen kommenden Einlaufrillen wird
erreicht, daß der Schaft 3 die definierte axiale und Drehstellung
einnehmen kann. Der Anwender spürt das Einrasten des Riegels 5 in
die in Fig. 5 gezeigte Rastposition, d. h. das durch die Feder 6 be
wirkte Einrasten der zweiten Riegelflächen 5.3 an den Schultern der
Einlaufrillen 3.2 des Schafts 3. Ferner spürt der Anwender, der den
Schaft 3 des Zangeneinsatzes in das Schaftrohr 2 proximalwärts
schiebt, wenn der Schaft 3 seine endgültige verriegelte Arbeitsposi
tion erreicht hat, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist. Diese Position und
die zugehörige Riegelstellung sind auch optisch dadurch erkennbar,
daß der Druckstößel 8 wieder seine Endposition eingenommen hat.
Die in den Fig. 2 und 4-6 lediglich angedeutete Form des Riegels
5 kann z. B. kreiszylindrisch sein und zusammen mit dem ebenfalls
kreiszylindrisch ausgebildeten Druckstößel 8 und mit der Feder 6 in
einer entsprechenden kreiszylindrischen Bohrung der Aufnahme 7 in
der senkrecht zur Instrumentenlängsachse liegenden Druckrichtung des
Druckstößels beweglich geführt sein.
Der in das Schaftrohr 2 eingeschobene und mit dem erfindungsgemä
ßen medizinischen Instrument zu betätigende Zangeneinsatz ist ein
zur Ausübung der bipolaren Elektrochirurgie gestalteter Zangenein
satz.
Im Bereich der Erfindung liegen jedoch auch andere Ausführungs
formen. Insbesondere können die Abmessungen und die Gestaltung
von Details des Riegels und der Schlüsselflächen und Einlaufrillen
von der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform abweichen.
Da der Zangeneinsatz bei der Erfindung in einfacher und sicherer Art
auswechselbar ist, kann das medizinische Instrument auch mit anderen
Zangeneinsätzen versehen werden, deren Einsatzzwecke sich von der
bipolaren Elektrochirurgie unterscheiden. So kann ein Zangeneinsatz
eingesetzt werden, der zur monopolaren Elektrochirurgie dient, oder
ein Zangeneinsatz, der nur zum Ergreifen und Festhalten von Gewebe
vorgesehen ist.
Insgesamt ermöglicht die erfindungsgemäße Gestaltung des medizini
schen Instruments eine sichere und schnelle Montage des Hilfsinstru
mentes und damit auch eine einfache und sichere Auswechselbarkeit
desselben im Inneren des Instruments, d. h. im Inneren des Schaft
rohrs. Durch die besondere Gestaltung des Riegels, seiner Riegel
flächen und der damit korrespondierenden Schlüsselflächen am Schaft
des Hilfsinstrumentes und der Einlaufrillen ist gewährleistet, daß der
federvorgespannte Riegel sicher und in definierter Stellung des
Schafts automatisch einrasten kann.
Claims (7)
1. Medizinisches Instrument (1) mit einem Schaftrohr (2), in
dessen distalem Ende das proximale Ende (3a) eines Schaftes (3) eines
Hilfsinstrumentes einführbar und proximalwärts durch eine einen
Riegel (5) aufweisende Aufnahme (7) hindurchführbar ist, bis ein
mindestens eine Einlaufrille (3.2) aufweisender Abschnitt des Schaf
tes (3) des Hilfsinstrumentes innerhalb eines Durchganges (5.1) des
Riegels (5) zu liegen kommt und in diesem lösbar in definierter
axialer Lage und Drehstellung festlegbar ist, indem der mit einer
Feder (6) in Richtung auf eine Sperrstellung vorgespannte Riegel (5)
mit einer Riegelfläche (5.2) eine am proximalen Ende des Hilfsinstru
mentes befindliche Schlüsselfläche (3.1) übergreift, während der
Riegel (5) zum Lösen der Verriegelung gegen die Wirkung der Feder
(6) in eine Freigabestellung bewegbar ist, bei der sich die Riegel
fläche (5.2) und die Schlüsselfläche (3.1) außer Eingriff befinden und
der Schaft (3) des Hilfsinstrumentes unter distalwärts gerichtetem Zug
aus dem Schaftrohr (2) entnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
am Schaft (3) des Hilfsinstrumentes zwei einander diametral gegen
überliegende Schlüsselflächen (3.1) und am Riegeldurchgang (5.1)
zwei mit den Schlüsselflächen (3.1) korrespondierende erste Riegel
flächen (5.2) ausgebildet sind, daß jede Schlüsselfläche (3.1) in eine
am Schaft (3) des Hilfsinstrumentes proximalwärts verlaufende Ein
laufrille (3.2) übergeht und daß an einem Abschnitt (5.1.2) des Rie
geldurchgangs (5.1) zwei sich jeweils an die ersten Riegelflächen
(5.2) anschließende zweite Riegelflächen (5.3) gebildet sind, die,
wenn sich der Schaft (3) des Hilfsinstrumentes in einer Zwischenposi
tion befindet, mit den Einlaufrillen (3.2) am Schaft (3) so verrasten,
daß dieser noch bis zum Erreichen seiner Arbeitsposition, bei der die
ersten Riegelflächen sperrend die Schlüsselflächen (3.1) umgreifen,
axial verschiebbar ist.
2. Medizinisches Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schaft (3) des Hilfsinstrumentes proximalseitig der
beiden Einlaufrillen (3.2) und distalseitig der Schlüsselflächen (3.1)
eine kreisrunde Außenkontur hat und daß die beiden Schlüsselflächen
(3.1) unter Bildung von Eingriffsschultern (3.4), zwischen die der
Riegel mit den ersten Riegelflächen (5.2) eingreift, gegenüber dieser
Außenkontur radial zurückgesetzt sind.
3. Medizinisches Instrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die ersten Riegelflächen (5.2) und die mit ihnen
korrespondierenden Schlüsselflächen (3.1) am Schaft (3) jeweils in
zueinander parallelen Ebenen liegen.
4. Medizinisches Instrument nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegeldurchgang (5.1)
symmetrisch und achsparallel zur Längsachse des Schaftrohrs (2)
ausgebildet ist und einen ersten Abschnitt (5.1.1) mit etwa halbkreis
förmiger Kontur aufweist, an den sich der die ersten und zweiten Riegel
flächen (5.2 und 5.3) definierende verjüngte Abschnitt (5.1.2) an
schließt.
5. Medizinisches Instrument nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Vorspannung in Rich
tung der Sperrstellung auf den Riegel (5) ausübende Feder (6) eine
Druckfeder ist, die mit ihrer Spannkraft an dem den verjüngten
Abschnitt (5.1.2) des Riegeldurchgangs (5.1) anschließenden Ende des
Riegels (5) angreift.
6. Medizinisches Instrument nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (7) einen Druck
stößel (8) aufweist, durch den der Riegel (5) gegen die Vorspannung
der Feder (6) verschoben werden kann, um dadurch die Verriegelung
des Riegels (5) an der Schlüsselfläche (3.1) zu lösen.
7. Medizinisches Instrument nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsinstrument ein zur
Ausübung bipolarer elektrochirurgischer Behandlung am Gewebe eines
Patienten eingerichteter Bipolar-Zangeneinsatz (3, 4, 4a, 4b) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997131884 DE19731884C1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Medizinisches Instrument |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997131884 DE19731884C1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Medizinisches Instrument |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19731884C1 true DE19731884C1 (de) | 1999-04-22 |
Family
ID=7836786
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997131884 Expired - Lifetime DE19731884C1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Medizinisches Instrument |
Country Status (1)
| Country | Link |
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