DE19731778A1 - Spritzvorrichtung für medizinische Anwendungen - Google Patents
Spritzvorrichtung für medizinische AnwendungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spritzvorrichtung für human- oder veteri
närmedizinische Anwendungen gemäß den Merkmalen des jeweiligen
Oberbegriffes der unabhängigen Patentansprüche.
Es sind Spritzen bekannt, die aus Kunststoff bestehen und einen
Spritzenkörper aufweisen, wobei in dem Spritzenkörper ein Kolben
längs bewegbar angeordnet ist. Der Spritzenkörper weist einenends
Laschen auf, mit denen der Spritzenkörper zwischen Zeigefinger und
Mittelfinger gehalten werden kann und sodann Druck mit dem Dau
men auf den bewegbaren Kolben ausgeübt werden kann. Anderen
ends ist eine konisch zulaufende Spitze vorhanden, auf die eine Ka
nüle aufsteckbar ist. Solche Spritzen sind zwar im praktischen Ein
satz, haben jedoch den Nachteil, daß es eines erhöhten Kraftaufwan
des bedarf, um die Kanüle auf die konisch zu laufende Spitze des
Spritzenkörpers aufzustecken. Wurde diese Kanüle nicht korrekt und
kraftschlüssig aufgesteckt, kann es nicht nur zum Verlust von Injekti
onsflüssigkeit, die kostenintensiv ist, kommen, sondern darüber hin
aus besteht auch erhöhte Verletzungsgefahr durch abspringende Ka
nülen, insbesondere bei einer verwinkelt angesetzten Spritze. Ein
weiterer Nachteil dieser Spritze liegt darin, daß die Injektionsflüssig
keit nicht hoch präzise dosiert werden kann, weil einerseits der Kolben
schwergängig in dem Spritzenkörper ist und andererseits gerade bei
kleinen Spritzen mit zum Beispiel 5 oder 10 Kubikmillimetern Volu
men die Handhabung eine präzise Dosierung beziehungsweise Teil
dosierung nicht zuläßt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß ein hoher Kraftaufwand bei
Injektionen in hartes Gewebe wie Tumore, Wirbel oder Knochen er
forderlich ist. Dies erfordert entweder eine starke Muskulatur in den
Fingern desjenigen, der den Injektionsvorgang bewerkstelligen will
oder es ist gar nicht möglich, den Injektionsvorgang durchzuführen.
Darüber hinaus ist es schwierig, insbesondere bei größeren Spritzen
(ab 20 ml) genau zu punktieren.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spritzvorrich
tung für medizinische Anwendungen zu verbessern, so daß die ein
gangs geschilderten Nachteile vermieden werden und mittels einer
universell verwendbaren Spritzvorrichtung präzise Injektionen ermög
licht werden.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale der beiden unabhängigen Pa
tentansprüche gelöst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß entweder der Spritzenkörper in
eine Haltevorrichtung ortsfest einlegbar und der Kolben von einem
Stellantrieb antreibbar ist oder daß der Spritzenkörper in eine Halte
vorrichtung einlegbar und von einem Stellantrieb antreibbar ist, wobei
der Kolben ortsfest zu der Haltevorrichtung fixiert ist. Da die Bewe
gung des Kolbens beziehungsweise des Spritzenkörpers, wobei das
jeweils zugehörige Teil ortsfest festgelegt ist, von einem Stellantrieb
antreibbar ist, ist eine feine Dosierung und eine präzise Injektion
möglich. Da die Kanüle ebenfalls mittels der Haltevorrichtung ortsfest
fixiert ist, wird ein Abspringen während des Injektionsvorganges
vermieden, so daß keine kostenintensive Injektionsflüssigkeit verlo
rengeht und darüber hinaus Verletzungsgefahren ausgeschlossen
sind. Da kein Kraftaufwand für den Injektionsvorgang erforderlich ist,
bedeutet dies auch eine Komfortsteigerung.
In Weiterbildung der Erfindung weist der Stellantrieb einen
Elektromotor auf, wobei in einer besonderen Ausgestaltung der Er
findung der Stellantrieb über eine Umsetzung mit dem Spritzenkörper
oder dem Kolben verbunden ist. Dabei wird die Drehbewegung des
Elektromotors direkt oder untersetzt in eine Linearbewegung umge
setzt und auf den Kolben beziehungsweise den Spritzenkörper über
tragen, so daß durch Ein- und Ausschalten beziehungsweise eine
Drehrichtungsumkehr des Elektromotors nicht nur injiziert werden
kann- sondern auch der Kolben beziehungsweise der Spritzenkörper
zurückgefahren werden kann. Dies kann auch beispielsweise zur
Aufnahme von Injektionsflüssigkeit in den Spritzenkörper durchge
führt werden. Somit wird also mit der erfindungsgemäßen Spritzvor
richtung nicht nur der Injektionsvorgang präzise automatisiert, son
dern darüber hinaus auch der Aufnahmevorgang für die zu injizie
rende Flüssigkeit (Injektionsflüssigkeit). Denkbar ist es auch, Flüssig
keit im Körper mit dieser Vorgehensweise abzusaugen.
Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Spritzvorrichtun
gen, aus denen sich ebenfalls vorteilhafte Wirkungen erzielen, sind in
den weiteren Unteransprüchen angegeben, die anhand von Ausfüh
rungsbeispielen im folgenden beschrieben und anhand der Zeichnun
gen erläutert sind.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführung einer erfindungsgemäßen
Spritzvorrichtung,
Fig. 2 eine zweite Ausführung einer erfindungsgemäßen
Spritzvorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Fig. 2,
Fig. 4 und 5 Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Spritzvor
richtung,
Fig. 6 eine Ausgestaltung der Haltevorrichtung und
Fig. 7 eine Steuereinrichtung.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführung einer Spritzvorrichtung 1. In die
Spritzvorrichtung 1 ist eine an sich bekannte Spritze, insbesondere
eine Kunststoff-Einmal-Spritze, in eine Haltevorrichtung einlegbar,
wobei die Spritze einen Spritzenkörper 2 aufweist, in der linear be
wegbar ein Kolben 3 gelagert ist. Innerhalb des Spritzenkörpers 2
weist der Kolben 3 einenends eine Dichtplatte 4 auf, wobei der
Dichtplatte 4 abgewandt eine Daumenplatte 5 angeordnet ist, mittels
derer die Daumenplatte 5 kraftbeaufschlagbar ist, so daß der Kolben
3 über die Dichtplatte 4 das davor vorhandene Volumen an Injekti
onsflüssigkeit aus dem Spritzenkörper 2 in einen Frontbereich 6, in
dem eine Kanüle 7 aufsteckbar ist, herausdrückt. Die Spritze weist
darüber hinaus Halterungen 8 auf, mit denen ohne Verwendung der
Spritzvorrichtung 1 die Spritze normalerweise zwischen Mittel- und
Zeigefinger gehalten werden kann. Diese Halterungen 8, die teilweise
oder ganz radial am Ende des Spritzenkörpers 2 angeordnet sein
können, dienen der Fixierung des Spritzenkörpers 2 in der Spritzvor
richtung 1, wie noch erläutert wird.
Weiterhin ist in Fig. 1 gezeigt, daß die Spritzvorrichtung 1 aufgeteilt
ist in ein Antriebsteil 9 und ein Aufnahmeteil 10 (Haltevorrichtung),
wobei das Aufnahmeteil 10 zur Aufnahme der Spritze ausgebildet ist.
Zu diesem Zweck ist das Aufnahmeteil 10 zur Aufnahme des
Spritzenkörpers 2 zumindest in diesem Bereich etwa als Halbschale
mit einer Lagefixierung des Spritzenkörpers 2 in dessen vorderen Be
reich (Frontbereich 6) ausgebildet. Durch diese Ausgestaltung ist die
Stellung des Kolbens 3 sehr gut beobachtbar. Alternativ dazu ist es
denkbar, daß die Haltevorrichtung zur Aufnahme des Spritzkörpers 2
zumindest in diesem Bereich rohrartig ausgebildet ist, wobei die
Spritze in den rohrartigen Körper hineingeschoben wird. Eine weitere
Ausgestaltung zur Lagefixierung der Spritze ist darin zu sehen, daß
die Haltevorrichtung zur Aufnahme des Spritzenkörpers 2 zumindest
in diesem Bereich zwei insbesondere gleichartig ausgebildete Halb
schalen aufweist, die über ein Scharnier oder dergleichen miteinan
der verbunden sind, so daß nach Aufklappen der beiden Halbschalen
die Spritze eingelegt wird und durch Zusammenklappen die Spritze
lagefixiert ist.
Mit dem Aufnahmeteil 10 ist kraftschlüssig oder formschlüssig oder
einteilig das Antriebsteil 9 verbunden, wobei in dem Antriebsteil 9 ein
Elektromotor 11 als Stellantrieb angeordnet ist. Anstelle des Elektro
motors 11 kann selbstverständlich auch ein hydraulischer, pneumati
scher, magnetischer oder sonstiger Antrieb Verwendung finden, der
es allgemein gestattet, direkt, untersetzt und/oder nach Umsetzung
von einer Bewegungsrichtung (beispielsweise Drehbewegung) in eine
weitere Bewegungsrichtung (beispielsweise Linearbewegung) den
Kolben 3 in dem Spritzenkörper 2 zu bewegen beziehungsweise bei
festgelegtem Kolben 3 den Spritzenkörper 2 zu bewegen. Mit der Be
zugsziffer 12 ist eine Halterung bezeichnet, die beispielsweise für den
Fall die Antriebseinheit aufnimmt, bei dem die Haltevorrichtung rohr
artig ausgebildet. Ist das Antriebsteil 9 rohrartig ausgebildet, wird
nach Einlegen der Spritze die Antriebseinheit einfach aufgesteckt.
Ist die Haltevorrichtung als Halbschale ausgebildet oder besteht sie
aus zwei über ein Scharnier miteinander verbundene Halbschalen,
können Antriebsteil 9 und Aufnahmeteil 10 eine einstückige Bauein
heit bilden oder ebenfalls zusammensetzbar sein. Das Antriebsteil 9
weist noch einen Handgriff 13 auf, in dem Schalter 14 und 15 inte
griert sind, wobei der Schalter 14 dem Ein- und Ausschalten des
Elektromotors 11 dient und die Schalter 15 eine Drehrichtungsumkehr
des Elektromotors 11 bewirken. Die Schalter 14 und/oder 15 können
ein Bauteil bilden und darüber hinaus auch als Taster oder derglei
chen ausgestaltet sein.
In dem Antriebsteil 9 ist vorgesehen, daß auf der nicht näher be
zeichneten Welle des Elektromotors 11 eine Transporteinrichtung,
hier eine Gewindespindel 16, angeordnet ist, wobei auf der Gewinde
spindel 16 eine mit dem Kolben 3 und der Transporteinrichtung in
Verbindung stehende Kraftübertragungseinrichtung, hier zum Beispiel
eine Gleitmutter 17, gelagert ist. Durch das Zusammenspiel von Au
ßengewinde der Gewindespindel 16 und Innengewinde der Gleitmut
ter 17 wird die Drehbewegung des Elektromotors 11 in eine Linear
bewegung umgesetzt. Dazu ist die Gleitmutter 17 in Längsstegen 18
des Antriebsteiles 9 gelagert. In einfachster Ausgestaltung kann die
Gleitmutter 17 auf die Daumenplatte 5 wirken, um somit den Injekti
onsvorgang durch Einschalten des Elektromotors 11 zu bewirken. In
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist an der Gleitmutter 17
eine Aufnahme 19 (Laschen) vorgesehen, durch die die Gleitmutter
17 kraft- und/oder formschlüssig (auswechselbar) mit der Daumen
platte 5 des Kolbens 3 verbunden wird, so daß vor dem Injektionsvor
gang auch die Injektionsflüssigkeit durch Betätigung des Elektromo
tors 11 aufgenommen werden kann. Eine Besonderheit des Aufnah
meteils 10 ist noch darin zu sehen, daß dieses beispielsweise eine
Gewindeverbindung 20 aufweist, mittels der das Aufnahmeteil 10
längs veränderbar ist, um verschiedene Größen (Längen) von Sprit
zen aufnehmen zu können. Außerdem dient diese Gewindeverbin
dung 20 oder eine entsprechend ausgestaltete Verbindung dazu, daß
der bei Betrachtung der Fig. 1 linke Teil des Aufnahmeteils 10, das
ein Gegenlager 21 aufweist, zur Lagefixierung und kraftschlüssigen
Verbindung der Kanüle 7 auf dem Frontbereich 6 des Spritzenkörpers
2 dient. Dadurch kann ohne Verletzungsgefahren die Kanüle 7 ein
fach und ohne großartigen Kraftaufwand lagefixiert werden.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Spritzvorrichtung 1, wobei wie bei Fig. 1 gleiche Komponenten mit
gleichen Bezugsziffern versehen worden sind. In Fig. 1 war gezeigt,
daß sich in Längsrichtung des Spritzenkörpers 2 und des Kolbens 3
das Antriebsteil 9 anschließt. In Fig. 2 ist alternativ dazu dargestellt,
daß das Antriebsteil 9, insbesondere die Gewindespindel 16, zumin
dest teilweise längs-parallel zu dem Spritzenkörper 2 zur Erzielung
einer kompakten Bauweise angeordnet ist. Weiterhin ist noch gezeigt,
daß zwischen der Gewindespindel 16 und dem Elektromotor 11 eine
Kupplung 22 (gegebenenfalls unter zusätzlicher Verwendung eines
Lagers) vorhanden ist, die die Spritzvorrichtung 1 beziehungsweise
den Elektromotor 11 insbesondere vor Überlast schützt. In dem in Fig.
2 gezeigten Fall weist die Gleitmutter 17 Laschen 23 auf, die der
art federbelastet sein können, daß sie die Daumenplatte 5 einklemmt.
Die Kraftübertragungseinrichtung (Gleitmutter 17) kann zum Beispiel
geteilt oder aufklappbar sein oder auch mit einer Ratsche versehen
sein, damit die Spritzvorrichtung 1 zwecks Zeitersparnis und einfa
cher Handhabung auch manuell auf die Ausgangsstellung der Dau
menplatte 5 einzustellen ist.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch Fig. 2, wobei besonders gut die
Längsstege 18 zur Führung der Gleitmutter 17 erkennbar sind. Mit
der Bezugsziffer 24 ist angedeutet, daß in die Haltevorrichtung der
Spritzvorrichtung 1 Spritzenkörper 2 mit unterschiedlichem Durch
messer (und natürlich auch unterschiedlicher Länge) eingelegt wer
den können. Dies erhöht die Flexibilität bei der Anwendung der erfin
dungsgemäßen Spritzvorrichtung.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Spritzvorrichtung 1, wobei angedeutet ist, daß das Antriebsteil 9 mit
seinem Elektromotor 11 auf eine Zahnstange 25 wirkt, wobei die Li
nearbewegung der Zahnstange 25, an deren Ende sich die Aufnahme
19 für die Daumenplatte 5 befindet, auf den Kolben 3 übertragen
wird. Für den Aufnahmevorgang von Injektionsflüssigkeit und für die
Abgabe (Injektion) bewegen sich Kolben 3 und Zahnstange 25 jeweils
in die gleiche Richtung.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Spritzvorrichtung 1, wo
bei hier dargestellt ist, daß die Drehbewegung des Elektromotors 11
auf ein Zahnrad 26 überträgt, wobei die Drehbewegung des Zahnra
des 26 auf ein Schneckenrad 27 übertragen wird und somit in eine
Linearbewegung umgesetzt wird, wobei an dem einen Ende des
Schneckenrades 27 wiederum die Aufnahme 19 zur Aufnahme der
Daumenplatte 5 angeordnet ist. Sollte der Kolben 3 einenends keine
solche Daumenplatte 5 aufweisen, ist es selbstverständlich möglich,
die Aufnahme 19 derart auszugestalten, daß ein Kraft- oder Form
schluß zwischen dem einen Ende des Kolbens 3 und dem jeweiligen
Antriebselement (wie Gleitmutter 17 oder dergleichen) herstellbar ist.
In Fig. 6 ist gezeigt, daß das Aufnahmeteil 10 in etwa halbschalen
förmig ausgebildet und im Aufnahmebereich der Kanüle 7 das Gegen
lager 21 aufweist. Dieses Gegenlager 21 ist in etwa schlüsselloch
förmig ausgebildet, so daß nach Einlegen des Spritzenkörpers 2 mit
der schon leicht aufgesteckten Kanüle 7 und nach dem Betätigen des
Elektromotors 11, Spritzenkörper 2 und Kanüle 7 gegen das Gegen
lager 21 gedrückt und somit lagefixiert und abgedichtet werden.
Fig. 7 zeigt eine Steuereinrichtung 28, wobei der Stellantrieb
(Elektromotor 11) mit der Steuereinrichtung 28 verbunden ist. In be
sonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Steuer
einrichtung 28 eine Speichereinrichtung 29, in der anwendungsab
hängige Daten abgelegt sind, auf. In der Steuereinrichtung 28 ist
somit eine intelligente Steuerung für den Injektionsvorgang (Füllen
der Spritze mit Injektionsflüssigkeit und anschließendes komplettes
oder teilweises Abgeben der Injektionsflüssigkeit oder nur injizieren
der Injektionsflüssigkeit) implementiert, die beispielsweise in einem
Mikroprozessor enthalten sein kann. In der Steuereinrichtung 28 ist
weiterhin noch eine Stromversorgung 30 vorgesehen, die derart intel
ligent ausgestattet ist oder sein kann, daß der Energiespeicher
(Batterie, Akku oder dergleichen, insbesondere integriert im Handgriff
13 und auswechselbar) zur Stromversorgung des Elektromotors 11
dahingehend überprüft wird, daß die Stromversorgung 30 noch für
mindestens einen Injektionsvorgang ausreicht. Sollte dies nicht der
Fall sein, wird der Antrieb des Elektromotors 11 blockiert und die
nicht ausreichende Stromversorgung signalisiert. Bei der Stromver
sorgung kann es sich auch um eine externe Stromversorgung han
deln. Die Steuereinrichtung 28 kann auch noch mit einer Eingabeein
richtung 31 verbunden sein oder selbst eine solche aufweisen, über
die solche anwendungsabhängige Daten, wie Anzahl der Injektions
vorgänge, und Menge der zu injizierenden Flüssigkeit enthält. Die
anwendungsabhängigen Daten können über die Eingabeeinrichtung
31, bei der es sich beispielsweise um einen Kartenleser handelt, ein
gegeben werden; die Eingabeeinrichtung 31 kann aber auch als
Schnittstelle ausgebildet sein, an die einen Computer (PC) ange
schlossen werden kann, der die Patientendaten beinhaltet. So ist es
denkbar, den Injektionsvorgang manuell durch Betätigen des Schal
ters 14 zu steuern oder auch über Betätigung des Schalters 14 ma
nuell auszulösen, so daß im weiteren der Injektionsvorgang automa
tisch von der Steuereinrichtung 28 steuerbar ist. Mit der Bezugsziffer
32 ist noch eine Erkennungseinrichtung bezeichnet, die in der Lage
ist, die Art der Injektionsflüssigkeit zu erkennen. Die augenblickliche
Stellung des Kolbens 2 kann mit einem Positionsgeber, der mit der
Steuereinrichtung 28 verschaltet ist, erfaßt werden. Insbesondere die
Endstellungen werden auch erfaßt durch Endlagenschalter, die mit
der Steuereinrichtung 28 verschaltet sind, oder durch Messen eines
Parameters des Stellantriebes (insbesondere der Stromaufnahme des
Elektromotors 11), da sich ein solcher Parameter im Bereich einer
Endlage wesentlich ändert (die Stromaufnahme steigt stark an).
1
Spritzvorrichtung
2
Spritzenkörper
3
Kolben
4
Dichtplatte
5
Daumenplatte
6
Frontbereich
7
Kanüle
8
Halterung
9
Antriebsteil
10
Aufnahmeteil
11
Elektromotor
12
Halterung
13
Handgriff
14
Schalter
15
Schalter
16
Gewindespindel
17
Gleitmutter
18
Längsstege
19
Aufnahme
20
Gewindeverbindung
21
Gegenlager
22
Kupplung
23
Laschen
24
verschiedene Spritzenkörper
25
Zahnstange
26
Zahnrad
27
Schneckenrad
28
Steuereinrichtung
29
Speichereinrichtung
30
Stromversorgung
31
Eingabeeinrichtung
32
Erkennungseinrichtung
Claims (18)
1. Spritzvorrichtung (1) für human- oder veterinärmedizinische An
wendungen mit einer einen Spritzenkörper (2) und einem in dem
Spritzenkörper (2) bewegbaren Kolben (3) aufweisenden Spritze,
insbesondere einer Kunststoff-Einmalspritze, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Spritzenkörper (2) in eine Haltevorrichtung
ortsfest einlegbar und der Kolben (3) von einem Stellantrieb an
treibbar ist.
2. Spritzvorrichtung (1) für medizinische Anwendungen mit einer
einen Spritzenkörper (2) und einem in dem Spritzenkörper (2)
bewegbaren Kolben (3) aufweisenden Spritze, insbesondere ei
ner Kunststoff-Einmalspritze, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spritzenkörper (2) in eine Haltevorrichtung einlegbar und von ei
nem Stellantrieb antreibbar ist, wobei der Kolben (3) ortsfest zu
der Haltevorrichtung fixiert ist.
3. Spritzvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stellantrieb zumindest einen Elektromotor (11)
aufweist.
4. Spritzvorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Stellantrieb über eines Untersetzung mit
dem Spritzenkörper (2) oder dem Kolben (3) verbunden ist.
5. Spritzvorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Elektromotor (11) mit einer Transporteinrich
tung verbunden ist, wobei die Daumenplatte (5) über eine
Kraftübertragungseinrichtung mit der Transporteinrichtung ver
bunden ist.
6. Spritzvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftübertragungseinrichtung manuell in Richtung einer
Ausgangsstellung des Kolbens (3) einstellbar ist.
7. Spritzvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Transporteinrichtung eine Gewindespindel (16)
ist, wobei als Kraftübertragungseinrichtung auf der Gewindespin
del (16) eine mit dem Kolben (3) in Verbindung stehende Gleit
mutter (17) gelagert ist
8. Spritzvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleitmutter (17) fest oder lösbar mit dem Kolben (3) ver
bunden ist.
9. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung zur Auf
nahme des Spritzenkörpers (2) zumindest in diesem Bereich
etwa als Halbschale mit einer Lagefixierung des Spritzenkörpers
(2) in dessen vorderem Bereich ausgebildet ist.
10. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung zur Auf
nahme des Spritzenkörper (2) zumindest in diesem Bereich rohr
artig ausgebildet ist.
11. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung zur Auf
nahme des Spritzenkörper (2) zumindest in diesem Bereich zwei
Halbschalen aufweist, die über ein Scharnier miteinander auf
klappbar verbunden sind.
12. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung ein Auf
nahmeteil (10) zur Aufnahme zumindest des Spritzenkörpers (2)
und ein mit dem Aufnahmeteil (10) verbundenes oder verbindba
res Antriebsteil (9) zumindest mit dem Stellantrieb aufweist.
13. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb oder die
Kraftübertragungseinrichtung selbsthemmend ist.
14. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb reversierbar
ist.
15. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb diskontinuier
lich antreibbar ist.
16. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb mit einer eine
anwendungsabhängige Daten beinhaltende Speichereinrichtung
(29) aufweisende Steuereinrichtung (28) verbunden ist.
17. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (28)
eine Eingabeeinrichtung (31) zumindest zur Eingabe von anwen
dungsabhängigen Daten aufweist.
18. Spritzvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerung des Stellan
triebes manuell auslösbar ist und im weiteren automatisch von
der Steuereinrichtung (28) steuerbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997131778 DE19731778A1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Spritzvorrichtung für medizinische Anwendungen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997131778 DE19731778A1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Spritzvorrichtung für medizinische Anwendungen |
Publications (1)
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|---|---|
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