DE19727092A1 - Abgeschirmter elektrischer Verbinder - Google Patents
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- Multi-Conductor Connections (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine abge
schirmte elektrische Verbinderanordnung und betrifft
einen abgeschirmten Verbinder, der eine Stiftführung
aufweist, die sich an dem Verbinder in einer derarti
gen Weise anbringen läßt, daß die Größe und die Her
stellungskosten der Verbinderanordnung auf ein Minimum
reduzierbar sind.
Abgeschirmte elektrische Verbinder werden in der
Elektronikindustrie aufgrund ihrer Fähigkeit
verwendet, elektrische Schaltungen vor den schädlichen
Wirkungen in der Umgebung vorhandener elektrischer
oder elektromagnetische Energie, d. h. elektromagneti
scher Interferenz EMI, abzuschirmen. Eine standard
mäßige Abschirmungsausbildung schafft einen Erdungs
weg, durch den die elektromagnetische Energie an Masse
abgeführt und dadurch abgeleitet wird. Abgeschirmte
Verbinder beinhalten häufig Stiftkontakte als Ein
richtung zum elektrischen Verbinden des Verbinders zum
Beispiel mit einer gedruckten Schaltungsplatte. Aus
Gründen der Herstellungszuverlässigkeit werden die
Stifte mittels eines Stiftführungselements geschützt
und zu speziellen Lötstellen auf der gedruckten
Schaltungsplatte geführt. Wenn man davon ausgeht, daß
die Zuverlässigkeit des fertigen abgeschirmten Verbin
dererzeugnisses zufriedenstellend ist, sind häufig die
Herstellungskosten solcher elektrischer Verbinder der
entscheidende Faktor dafür, ob das Produkt im Handel
erfolgreich ist. Daher ist im allgemeinen die Kombi
nation einer hohen Zuverlässigkeit des abgeschirmten
Verbinders mit niedrigen Gesamtkosten desselben am
vorteilhaftesten.
Eine bekannte abgeschirmte Verbinderanordnung ist in
der US-A-5304069 offenbart, die durch Bezugnahme in
ihrer Gesamtheit zu einem Bestandteil der vorliegenden
Beschreibung gemacht wird, wobei diese Anordnung ein
abgeschirmtes Verbindergehäuse mit einem Stift
führungselement schafft. Eine Plattenverriegelungsein
richtung ist in integraler Weise mit der Abschirmung
ausgebildet, und das Stiftführungselement wird an dem
Verbinder durch Keilglieder angebracht, die sich von
einer Rückseite des Verbinders wegerstrecken. Die als
Einheit ausgebildete Abschirmung-/Plattenverriege
lungs-Konstruktion ist in der Herstellung teuer und
bringt auch potentielle Herstellungs- und Montage
schwierigkeiten mit sich. Zu einem großen Teil
aufgrund der Keilkonstruktion nimmt der bekannte Ver
binder ferner in nachteiliger Weise übermäßig viel
Platz in einem Elektronikgehäuse ein.
Zur Überwindung dieser Probleme schafft die vorliegen
de Erfindung eine elektrische Verbinderanordnung mit
einem elektrischen Verbinder, in dem wenigstens ein
elektrischer Kontakt vorhanden ist, mit einer leit
fähigen Abschirmung, die an dem Verbinder angebracht
ist, wobei die Abschirmung wenigstens eine Ab
schirmungs-Lötlasche aufweist, und mit wenigstens
einer Kontaktstiftführungseinrichtung, die an dem
elektrischen Verbinder anbringbar ist. Die Stift
führungseinrichtung besitzt eine zugeordnete Montage
bewegungsrichtung relativ zu dem elektrischen Verbin
der, wobei die Stiftführung wenigstens eine sich durch
diese hindurcherstreckende Kontaktaufnahmeöffnung zum
Führen des elektrischen Kontakts sowie eine Abschir
mungs-Lötlaschen-Aufnahmeöffnung zum Aufnehmen der
Lötflasche durch diese hindurch aufweist, wenn die
Stiftführung an dem elektrischen Verbinder angebracht
wird. Die vorstehend beschriebene Stiftführungsanord
nung definiert im großen und ganzen einen Verbinder,
der in vorteilhafter Weise niedrige Produktionskosten
aufweist.
Vorteilhafterweise besitzt die Stiftführung eine
Plattenverriegelungseinrichtung, und der elektrische
Verbinder sowie die Stiftführung besitzen eine komple
mentäre Befestigungskonstruktion, wobei die Befesti
gungskonstruktion wenigstens einen Schlitz zum Auf
nehmen eines jeweiligen Montagevorsprungs aufweist. Im
spezielleren besitzen der elektrische Verbinder und
die Stiftführung eine komplementäre Befestigungskon
struktion zum Montieren der Stiftführung an dem elek
trischen Verbinder, wobei die Stiftführungs-Montagebe
wegungsrichtung sich dem elektrischen Verbinder in
vorteilhafter Weise von einer Bodenseite desselben her
nähert. Eine solche Montagebewegung ermöglicht, daß
die Stiftführung die Plattenverriegelungseinrichtung
beinhaltet und daß den Abschirmungs-Lötlaschen
Rechnung getragen werden kann, wodurch sich insgesamt
eine kompakte Anordnung ergibt.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden
im folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen
eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert in
den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer abgeschirmten
elektrischen Verbinderanordnung gemäß der vor
liegenden Erfindung;
Fig. 2 eine isometrische Ansicht der Abschirmung der
Fig. 1;
Fig. 3 eine isometrische Ansicht elektrischer
Kontakte unmittelbar vor dem Einführen in den
elektrischen Verbinder der Fig. 1;
Fig. 4 eine isometrische Ansicht der Kontakte der
Fig. 3 in dem elektrischen Verbinder, jedoch
vor dem Biegen derselben;
Fig. 5 eine isometrische Montageansicht einer Stift
führung gemäß der vorliegenden Erfindung, die
von dem elektrischen Verbindergehäuse weggezo
gen dargestellt ist;
Fig. 6 eine Querschnittsansicht des elektrischen Ver
binders der Fig. 1 entlang der Linie 6-6; und
Fig. 7 eine isometrische Ansicht der Stiftführung
gemäß der vorliegenden Erfindung.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1, 3 und 5 wird nun die
abgeschirmte Verbinderanordnung 10 gemäß der vor
liegenden Erfindung beschrieben. Die abgeschirmte Ver
binderanordnung 10 beinhaltet einen Sockel 20, eine
Abschirmplatte oder Erdungsplatte 30 und eine Stift
führung 40. Der Sockel 20 beinhaltet: Stiftkontakte
21, die in Stiftkontakt-Aufnahmeöffnungen 21a angeord
net sind, wie dies am besten in den Fig. 1 und 4 zu
sehen ist; eine Aussparung 22 zum Aufnehmen der Ab
schirmplatte 30 in dieser; Führungsstifte 23 zur Aus
fluchtung mit der Abschirmplatte 30; Kontaktstifter
hebungen 24, an denen Klammerangreifflächen 24a ausge
bildet sind; sowie ein Paar schwalbenschwanzförmiger
Aussparungen 26 zum Aufnehmen eines Teils der Ab
schirmplatte 30 in diesen, wie dies am besten in Fig. 3
gezeigt ist.
Die Abschirmplatte 30 beinhaltet Führungsstift-Auf
nahmeöffnungen 33 zur Ausfluchtung mit den Führungs
stiften 23 des Sockels 20, Erhebungsaufnahmeöffnungen
34 zum Aufnehmen der Kontaktstifterhebungen 24 in
diesen, wobei die Öffnungen 34 Klammern 34a für einen
Klammereingriff mit den Klammerangreifflächen 24a des
Sockels 20 aufweisen, einen Versetzungs- bzw.
Kröpfungsabschnitt 35, der in der Abschirmplatte 30
ausgebildet ist, Abschirmlaschen 38 zum Verlöten z. B.
mit einer gedruckten Schaltungsplatte, sowie
Expansionsabschnitte 30, die Öffnungen aufweisen, um
eine Expansion oder Kontraktion der Abschirmplatte 30
relativ zu dem Sockel 20 ermöglichen.
Die Stiftführung 40 beinhaltet Stiftaufnahmeöffnungen
41 zum Aufnehmen der Stiftkontakte 21, eine Leiste 45
mit einer in dieser ausgebildeten Verriegelungsein
richtung 45a, wie dies am besten in Fig. 7 zu sehen
ist, Schwalbenschwanzgebilde 46, die zur Aufnahme in
jeweiligen schwalbenschwanzförmigen Aussparungen 28
des Sockels 20 dimensioniert sind, Laschenaufnahme
schlitze 48 zum Aufnehmen der Abschirmlaschen 38 in
diesen, sowie eine Plattenverriegelungskonstruktion 49
zum Anbringen der Verbinderanordnung 10 beispielswei
se an einer gedruckten Schaltungsplatte. Die Platten
verriegelungskonstruktion 49 besitzt eine Plattenver
riegelungseinrichtung, die innerhalb einer Zapfenein
richtung angebracht ist. Durch Ausbildung der Platten
verriegelungskonstruktion an der Stiftführung 30 an
statt an dem Gehäuse 12 läßt sich das Gewicht des Ge
häuses reduzieren, das schwerer ist als die Stiftfüh
rung. Das Gehäuse kann man somit als Bestandteil des
Herstellungsvorgangs des Gehäuses einfach aus einer
Spritzform herausfallen lassen, so daß kein Roboter-
Aufnahme- und Plazierungsarm bei dem Vorgang zum Ent
fernen des Gehäuses aus der Form erforderlich ist.
Wie in Fig. 2 zu sehen ist, besitzt die Abschirmplatte
30 Erhebungsaufnahmeöffnungen 34 mit federnd nachgie
bigen Klammern bzw. Laschen 34a, 34a′ zum Festhalten
der Abschirmplatte 30 an dem Sockel 20 durch den Ein
griff mit den Klammerangreifflächen 24a. Die entgegen
gesetzte Ausrichtung der Klammern 34a relativ zu den
Klammern 34a′ schafft eine ausgewogene Festhalteanord
nung. Die Abschirmlaschen 38 sind in mehreren Gruppen
angeordnet, wodurch eine Mehrzahl von Wegen des ge
ringsten Widerstands an Masse für die von der Abschir
mung absorbierte elektromagnetische Energie geschaffen
wird und dadurch die Abschirmungswirksamkeit der Ab
schirmung 30 gesteigert wird. Die Abschirmplatte 30
ist aus einem geeigneten metallischen Material zum
Zweck der Bildung einer Trennungsbarriere um die
Schaltung herum hergestellt, um eine Wechselwirkung
der elektrischen Felder und/oder der Magnetfelder der
Schaltung mit den entsprechenden Feldern von in der
Nähe angeordneten Elementen zu verhindern.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4 wird nun die
Montage der Kontaktstifte 21 in dem Sockel 20 be
schrieben. Zuerst wird die Abschirmplatte 30 in
Richtung auf die Aussparung 22 des Sockels 20 bewegt,
so daß die Führungsstifte 23 mit den jeweiligen Stift
aufnahmeöffnungen 33 ausgefluchtet werden, wonach die
Platte 30 dann in Richtung auf den Sockel 20 gedrückt
wird und in der Aussparung 22 montiert wird. Dabei
greifen die Klammern 34a der Platte 30 an den
jeweiligen Klammerangreifflächen 24a des Sockels 20
an, wodurch die Platte 30 an dem Sockel 20 festge
halten wird. Als nächstes werden die Stiftkontakte 21
in die jeweiligen Kontaktaufnahmeöffnungen 21a der
Stifterhebungen 24 eingefädelt. Die Stifte 21a ragen
dann aus den Stifterhebungen 24 heraus und von diesen
weg, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist, bevor sie gebogen
werden. Die Stifte werden später in einem Winkel von
im wesentlichen 90 Grad abgebogen, wie dies in Fig. 5
gezeigt ist.
Im folgenden wird die Montage der Stiftführung 40 an
dem Sockel 20 und der Abschirmung 30 beschrieben. Wie
in Fig. 5 gezeigt ist, sind Plattenverriegelungs
glieder 49 zur Verbindung mit der Stiftführung 40 vor
gesehen. Als nächstes wird die Stiftführung 40 zur
Montage an dem Sockel 20 derart ausgerichtet, daß die
Stiftkontakte 21 mit den entsprechenden Stiftaufnahme
öffnungen 41 ausgefluchtet sind, die Leiste 45 zur
Aufnahme in dem Versetzungsabschnitt 35 ausgefluchtet
ist, die Schwalbenschwanzabschnitte 46 zum Einschieben
in die jeweiligen schwalbenschwanzförmigen Aussparun
gen 26 ausgefluchtet sind und die Laschenaufnahme
schlitze 48 zum Aufnehmen der Abschirmlaschen 38 in
sich durch diese hindurcherstreckender Weise ausge
fluchtet sind. An diesem Punkt des Montagevorgangs
wird die Stiftführung 40 derart in Richtung auf den
Sockel 20 bewegt, daß die schwalbenschwanzförmigen
Profile bzw. Abschnitte 46 in die jeweiligen
schwalbenschwanzförmigen Aussparungen 26 eingeschoben
werden, und die Stiftführung 40 wird in Position auf
den Sockel 20 geschoben, und zwar in der durch den
Pfeil A dargestellten Richtung. Der Pfeil A zeigt
die Richtung der Montagebewegung an, wodurch sicherge
stellt wird, daß die Stiftführung 40 korrekt an dem
Sockel 20 angebracht wird. Bei diesem Vorgang werden
die Stifte 21 durch die Stiftaufnahmeöffnungen 41 hin
durchgeführt, die Laschen 38 werden durch die Laschen
aufnahmeschlitze 48 hindurchgeführt, und die Leiste 45
wird unter dem Versetzungsabschnitt 35 angeordnet.
Ferner werden die schwalbenschwanzförmigen Profile 46
satt anliegend in die schwalbenschwanzförmigen Aus
sparungen 26 eingeführt, und zwar aufgrund eines Fest
sitzes zwischen diesen, um dadurch die Stiftführung 40
fest an dem Sockel 20 festzuhalten, wie dies am besten
in Fig 6 zu sehen ist. Die Verriegelungseinrichtung
45a der Leiste 45 tritt mit einem Bereich des
Verbinders 20 in Eingriff und schafft dadurch eine
positive Verriegelung der Stiftführung 40 an dem
Sockel 20. Beim Einführen der schwalbenschwanzförmigen
Profile 46 in die schwalbenschwanzförmigen Aus
sparungen 26 wird die Stiftführung 40 ferner in
Richtung auf den Sockel 20 gezogen, da der Festsitz
zwischen den schwalbenschwanzförmigen Profilen 46 und
Aussparungen 26 beim Bewegen der Stiftführung 40 in
Richtung auf den Sockel 20 zunimmt. Ferner führt die
Montage der Stiftführung 40 an dem Sockel 20 aus der
Richtung des Pfeiles A in vorteilhafter Weise zu einer
Minimierung eines Toleranzaufbaus, d. h. es sind weni
ger Dimensionen erforderlich, um das beste
Dimensionsschema zu erzielen.
Claims (5)
1. Elektrische Verbinderanordnung (10) mit einem
elektrischen Verbinder (20), in dem wenigstens ein
elektrischer Kontakt (21) vorhanden ist, mit einer
an dem Verbinder (20) angebrachten leitfähigen
Abschirmung (30), wobei die Abschirmung (30)
wenigstens eine Abschirmungs-Lötlasche (38) auf
weist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kontaktstiftführungseinrichtung (40) vor
gesehen ist, die an dem elektrischen Verbinder
montierbar ist und eine zugeordnete Montagebewe
gungsrichtung relativ zu dem elektrischen Verbin
der aufweist, wobei die Stiftführung (40) wenig
stens eine sich durch diese hindurcherstreckende
Kontaktaufnahmeöffnung (41) zum Führen des we
nigstens einen elektrischen Kontakts (21) sowie
eine Abschirmungs-Lötlaschen-Aufnahmeöffnung (48)
zum Aufnehmen der Lötlasche (38) durch diese hin
durch aufweist, wenn die Stiftführung (40) an dem
elektrischen Verbinder angebracht wird.
2. Verbinderanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stiftführung (40) eine Plattenver
riegelungseinrichtung (49) aufweist.
3. Verbinderanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Verbinder (20) und die Stift
führung (40) eine komplementäre Befestigungskon
struktion (26, 46) aufweisen, und daß die Befesti
gungskonstruktion wenigstens einen Schlitz (26)
zum Aufnehmen eines jeweiligen Befestigungsvor
sprungs (46) aufweist.
4. Verbinderanordnung nach einem der vorausgehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Verbinder (20) und die Stift
führung (40) eine komplementäre Befestigungskon
struktion (26, 46) zum Anbringen der Stiftführung
(40) an dem elektrischen Verbinder aufweisen, und
daß die Stiftführungs-Montagebewegungsrichtung
sich dem elektrischen Verbinder von einer Boden
seite desselben her nähert.
5. Verbinderanordnung nach einem der vorausgehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschirmung (30) Klammern (34a, 34a′) zum
Befestigen der Abschirmung (30) an dem elektri
schen Verbinder (20) aufweist.
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