Die Erfindung betrifft eine Kettentrommelanordnung für Mittel-
oder Doppelmittelkettenkratzförderer entsprechend der im Oberbe
griff des Patentanspruchs 1 angegebenen Bauart.
Eine Kettentrommelanordnung dieser Ausführung ist Gegenstand der
US-PS 5,389,044. Die drehschlüssige Verbindung des geteilten
Kettenrades mit der im Maschinenrahmen des Kettenkratzförderers
gelagerten Antriebswelle erfolgt hier mittels einer axialen Paß
federverbindung. Die Kettenradsegmente des geteilten Kettenrades
weisen an den Seitenflanken ringförmige Seitenschultern auf, die
jeweils von Halteringen übergriffen werden. Die Halteringe haben
einen L-förmigen Querschnitt, so daß der längere Ringsteg eine
Paßsitzfläche der Kettenradsegmente überdecken kann, in der
Bohrungen eingelassen sind, durch die hindurch Schrauben zum
Befestigen der Kettenradsegmente des geteilten Kettenrades an
einander eingeschraubt werden. Die Halteringe wiederum werden
axial durch geteilte, mit dem Kettenrad umlaufende Verschluß
ringe gesichert, die aus lösbarem und radial von der Welle ab
nehmbaren Verschlußringsegmenten bestehen. Die axiale Sicherung
der Verschlußringe an der Welle erfolgt jeweils durch einen am
Wellenumfang vorspringenden Bund. Bei der gattungsgemäßen Ket
tentrommelanordnung sind die Halteringe und die Verschlußringe
dem abrasiven Fördergut ausgesetzt. Bei einem Verschleiß der
Halteringe muß eine komplette Demontage der Welle und somit eine
komplette Demontage der gesamten Kettentrommelanordnung ein
schließlich der mit der Welle verbundenen Teile erfolgen.
Die DE-36 32 970 A1 zeigt eine Kettentrommelanordnung, die aus
mehreren Kettentrommelabschnitten gebildet ist, wobei die mitt
leren Trommelabschnitte das Kettenrad bilden und über einen
Vierkantabschnitt drehschlüssig mit der Welle verbunden sind.
Die beiden äußeren Trommelabschnitte, die keine Kettensterne
tragen, sind über eine Paßfeder mit der Antriebswelle verbunden
und dienen zur Zentrierung der mittleren Trommelabschnitte.
Hierzu weisen die geteilten äußeren Trommelabschnitte axial vor
springende halbringförmige Flansche auf, die in stirnseitige
Einziehungen der mittleren Trommelabschnitte einfassen und so
den mittleren Trommelabschnitt zusammenhalten und in axialer
Richtung auf der Welle positionieren.
Bei der Kettentrommelanordnung nach der DE 92 14 347 U1 sind
zwischen den Kettentrommelenden und den Lagergehäusen Distanz
ringe vorgesehen, die am Maschinenrahmen des Hauptantriebs brei
ter ausgeführt sind als am Maschinenrahmen des Hilfsantriebs.
Hierdurch kann die Kettentrommelanordnung bei Maschinenrahmen
unterschiedlicher Baubreite eingesetzt werden, so daß eine Stan
dardisierung der Kettentrommeln für unterschiedliche Fördererty
pen möglich ist.
Ausgehend von der Kettentrommelanordnung der vorgenannten Art
liegt der Erfindung vornehmlich die Aufgabe zugrunde, diese für
Kettenkratzförderer mit Einfach- oder mit Doppelmittelkettenband
versehene Kettentrommelanordnung in zweckdienlicher Weise so
auszugestalten, daß bei einfacher Montage und Demontage des im
Förderbetrieb einem hohen Verschleiß unterliegenden Kettenrades
die durch Verschleiß bedingten Stillstandzeiten der Kettenkratz
förderer seltener auftreten und kürzer ausfallen können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ver
schlußring oder die Verschlußringe jeweils mit einem ringförmi
gen, die Seitenschultern des geteilten Kettenrades und die an
diesen angeordneten Halteringe übergreifenden Haltebund versehen
ist oder versehen sind.
Bei der erfindungsgemäßen Kettentrommelanordnung ist also das
geteilte Kettenrad über eine einfach und kostengünstig herzu
stellende kräftige Paßfederverbindung für die Übertragung des
Antriebsdrehmomentes zwischen Welle und Kettenrad drehschlüssig
mit der Welle verbunden, und zwar derart, daß nach Lösen und
Entfernen mindestens eines geteilten Verschlußringes die scha
lenförmigen Kettenradsegmente radial aus dem Paßfedereingriff
herausgeführt und von der Welle abgenommen werden können. Damit
ergibt sich eine einfache Montage und Demontage des im Förderbe
trieb einem hohen Verschleiß unterliegenden geteilten Kettenra
des. Der oder die beiderseits des Kettenrades auf der Welle an
geordnete(n) Verschlußring(e), von denen zumindest der eine als
geteilter Verschlußring ausgeführt ist, weisen ringförmige Hal
tebunde auf, mit denen sie die Seitenschultern des geteilten
Kettenrades und die Halterringe, die die Kettenradsegmente an
den ringförmigen Schulterflächen od. dgl. umspannen, übergreifen.
Die Verschlußringe sichern den verschiebefreien Sitz des geteil
ten Kettenrades an der Welle, während die lösbaren Halterringe
vorrangig zur Sicherung des Paßfedereingriffs zwischen Kettenrad
und Welle dienen.
Vorzugsweise ist zu beiden Seiten des auf der Welle angeordne
ten, mit dieser über die Paßfederverbindung verbundenen Ketten
rades ein geteilter Verschlußring angeordnet, der mit dem Ket
tenrad umläuft. Es besteht aber auch die Möglichkeit, auf nur
einer der beiden Seiten des Kettenrades einen geteilten und von
der Welle lösbaren Verschlußring vorzusehen. Hierbei kann auf
der anderen Seite des Kettenrades ein ungeteilter, also eintei
liger Verschlußring angeordnet sein, der zweckmäßig ebenfalls im
Förderbetrieb mit dem Kettenrad umläuft. Dabei läßt sich die An
ordnung so treffen, daß der oder die Verschlußringe mit dem Ket
tenrad für die Drehmitnahme lösbar gekuppelt ist bzw. sind. Vor
zugsweise besteht der oder jeder geteilte Verschlußring aus zwei
Halbringen, die durch Verschraubung mit etwa parallel zur Tan
gentialrichtung der Welle angeordneten Schrauben lösbar verbun
den werden.
Es empfiehlt sich im übrigen, die Teilungsebene des oder der ge
teilten Verschluß- ringe gegenüber der Teilungsebene des geteil
ten Kettenrades in Umfangsrichtung zu versetzen, wodurch die
Verschraubung des oder der geteilten Verschlußringe übermäßig
hohen Betriebsbelastungen entzogen ist.
Es empfiehlt sich im übrigen, die Teilungsebene des oder der ge
teilten Verschlußringe gegenüber der Teilungsebene des geteil
ten Kettenrades in Umfangsrichtung zu versetzen, wodurch die
Verschraubung des oder der geteilten Verschlußringe übermäßig
hohen Betriebsbelastungen entzogen ist.
Nach einem weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal der Er
findung sind die Seitenwangen des Maschinenrahmens jeweils mit
einem in dessen Innenraum axial vorspringenden festen Hohlzapfen
versehen, wobei die Welle mit ihren Wellenlagern in den Hohlzap
fen gelagert ist und der oder die geteilten Verschlußringe als
Zwischenring zwischen dem betreffenden Hohlzapfen und dem Ket
tenrad angeordnet ist bzw. sind. Diese Anordnung bietet die Mög
lichkeit, den oder die Verschlußringe in ihrer Breite verhält
nismäßig schmal zu bemessen, was vor allem auch im Hinblick auf
das einfache Einsetzen und Herausnehmen des geteilten Verschluß
rings in bzw. aus dem Verbund der Kettentrommel vorteilhaft ist.
Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung sind an
den Verschlußringen innenseitig Spaltringdichtungen angeordnet,
welche die Spalten zwischen Verschlußring und Kettentrommel
dichten und für die vorzugsweise die bei Kettentrommeln ge
bräuchlichen Gleitringdichtungen verwendet werden, wobei einer
der Gleitringträger der betreffenden Gleitringdichtung zweckmä
ßig am Verschlußring selbst lösbar angeordnet ist. Vorzugsweise
ist hierbei die Anordnung so getroffen, daß der mit dem Ketten
rad umlaufende Gleitringträger der Gleitringdichtung mit dem um
laufenden Verschlußring drehschlüssig und lösbar verbunden ist,
während der stehende Gleitringträger an dem oben genannten, das
Wellenlager aufnehmenden Hohlzapfen angeordnet ist.
Insbesondere bei einem geteilten Kettenrad für einen Doppelmit
telkettenkratzförderer läßt sich die Breite des oder der geteil
ten Verschlußringe so bemessen, daß sie kleiner ist als dieje
nige des Kettenrades. Das Kettenrad besteht hier zweckmäßig aus
zwei auf der Welle nebeneinander angeordneten Kettensternteilen,
von denen jeder von zwei schalenförmigen Kettenradsegmenten ge
bildet ist. Hierbei können die beiden jeweils geteilten Ketten
radsterne bei entferntem Verschlußring oder entfernten Ver
schlußringen jeweils für sich von der Welle abgenommen bzw. der
Montage auf die Welle aufgesteckt werden. Im übrigen werden die
beiden Kettensternteile des Kettenrades zweckmäßig so über die
Paßfederverbindung mit der Welle verbunden, daß ihre Trennebenen
in Umfangsrichtung der Welle um 60° bis 70° zueinander versetzt
sind, wodurch eine günstige Übertragung des Antriebsdrehmomentes
von der Welle auf das Kettenrad und damit das Kratzerkettenband
erreicht wird.
Bei einem geteilten Kettenrad wird die Trennebene zwischen den
schalenförmigen Kettenradsegmenten zweckmäßig so gelegt, daß sie
an ihren beiden Enden jeweils in einer Zahnlücke des Kettenrades
ausläuft. Weist das Kettenrad bzw. jedes Kettensternteil dessel
ben eine ungerade Anzahl an Zähnen auf, so ist die Trennebene
des Kettenrades bzw. des Kettensternteils eine geknickte Trenn
ebene, deren beide Schenkel unter einem stumpfen Winkel zueinan
der geneigt sind, wobei die beiden schalenförmigen Kettenradseg
mente jeweils eine unterschiedliche Bogenlänge und eine unter
schiedliche Zähnezahl aufweisen.
Weitere Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den einzel
nen Ansprüchen angegeben und ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispie
le. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Kettentrommelanordnung mit
Teilen des der Verlagerung der Kettentrommel die
nenden Maschinenrahmens im Schnitt,
Fig. 2 in der Schnittdarstellung der Fig. 1 eine geän
derte Kettentrommelanordnung gem. der Erfindung;
Fig. 3 in einer Seitenansicht das bei der Kettentrommel
anordnung nach den Fig. 1 und 2 vorgesehene ge
teilte Kettenrad mit seiner Teilungsebene;
Fig. 4 einen einzelnen Verschlußring der Kettentrommelan
ordnung nach den Fig. 1 und 2 in Seitenansicht,
teilweise im Radialschnitt;
Fig. 5 den Verschlußring nach Fig. 4 in einer Seitenan
sicht;
Fig. 6 die in Fig. 2 mit dem Kreisfeld VI bezeichnete
Einzelheit in größerem Maßstab;
Fig. 7 einen einzelnen Haltering in einer Teilansicht.
Fig. 8 im Axialschnitt eine geänderte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Kettentrommelanordnung;
Fig. 9 in schematischer Vereinfachung eine Einzelheit der
Kettentrommelanordnung nach Fig. 8, nämlich eine
zwischen den beiden Kettenradsegmenten angeordnete
Flachdichtung;
Fig. 10 in einem Schnitt in Durchmesserrichtung einen der
beiden geteilten Verschlußringe der Kettentrommel
anordnung nach Fig. 8;
Fig. 11 den Verschlußring nach Fig. 10 in einer Ansicht in
Richtung des Pfeiles XI der Fig. 10;
Fig. 12 in Ansicht eine Dichtung am geteilten Verschluß
ring gemäß den Fig. 10 und 11;
Fig. 13 in einem Schnitt in Durchmesserrichtung einen der
bei der Kettentrommelanordnung nach den Fig. 8 bis
12 vorgesehenen Halteringe;
Fig. 14 in Ansicht ein scherenartiges Demontagewerkzeug
zur Demontage der Halteringe bei der erfindungsge
mäßen Kettentrommelanordnung.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Kettentrommelanordnungen für
Mittel- oder Doppelmittelkettenkratzförderer bestehen in ihren
Hauptteilen aus einem geteilten Kettenrad 1, einer dieses Ket
tenrad tragenden horizontalen Welle 2, die beiderseits des Ket
tenrades 1 in aus Wälzlagern bestehenden Wellenlagern 3 gelagert
ist, und bei der Ausführungsform nach Fig. 1 einem geteilten
Verschlußring 4 und bei der Ausführungsform nach Fig. 2 zwei
Verschlußringen 4 und 5. Die beiden vertikalen Seitenwangen 6
des die Kettentrommel aufnehmenden Maschinenrahmens des Ketten
kratzförderers sind in den Fig. 1 und 2 lediglich im Bereich der
Wellenverlagerung und der hier an ihnen angeordneten Wangenöff
nungen gezeigt. An den Seitenwangen 6 ist jeweils ein axial in
den Innenraum des Maschinenrahmens vorspringender Hohlzapfen 7
fest angeordnet, der das betreffende Wellenlager 3 der Welle 2
aufnimmt, die mit ihrem antriebsseitigen Wellende 2' seitlich
aus dem Maschinenrahmen herausgeführt ist.
Das Kettenrad 1 ist in den Fig. 1 und 2 als Doppelkettenrad für
einen Doppelmittelkettenkratzförderer ausgebildet und weist dem
gemäß zwei einzelne Kettenradteile bzw. Kettensterne 1A und 1B
auf, die untereinander gleich ausgebildet sein können und je
weils aus zwei schalenförmigen Kettenradsegmenten 1' und 1" be
stehen, wie dies aus Fig. 3 erkennbar ist. Jedes Kettensternteil
1A und 1B ist also geteilt ausgeführt und weist im gezeigten
Ausführungsbeispiel eine ungerade Anzahl an Zähnen, hier sieben
Zähne 9 auf. Die Trennebene des Kettenrades bzw. jedes seiner
beiden Kettensternteile 1A und 1B ist in Fig. 3 mit 10 bezeich
net und läuft jeweils in einer Zahnlücke zwischen zwei benach
barten Zähnen 9 des betreffenden Kettensterntelis 1A bzw. 1B
aus. Jedes Kettensternteil 1A und 1B besteht folglich aus zwei
schalenförmigen Kettenradsegmenten 1' und 1" unterschiedlicher
Bogenlängen und Zähnezahl, wobei im gezeigten Ausführungsbei
spiel das Kettenradsegment 1' die größere Bogenlänge aufweist
und mit vier über die Bogenlänge verteilt angeordneten Zähnen 9
versehen ist, während das andere Kettenradsegment 1" mit der
kleineren Bogenlänge drei Zähne 9 trägt. Aufgrund der unter
schiedlichen Bogenlängen der Kettenradsegmente 1' und 1" ergibt
sich an jedem Kettensternteil 1A und 1B eine geknickte Stoßfuge
bzw. Trennebene zwischen den beiden Kettenradsegmenten 1' und
1", wobei die beiden Schenkel dieser Trennebene 10 zum Mittel
punkt des Kettensternteils versetzt unter einem Winkel α zu
einander geneigt sind, der vorzugsweise etwa 110° bis 120° be
trägt. Die beiden Kettensternteile 1A und 1B werden im Mittelbe
reich zwischen den beiden Seitenwangen 6 des Maschinenrahmens
mit der Antriebswelle 2 drehschlüssig und lösbar verbunden, und
zwar über eine axiale Paßfederverbindung 8, wobei jedes Ketten
sternteil 1' und 2' mittels einer Paßfederverbindung 8 an der
Welle 2 in deren Drehrichtung drehmomentübertragend angeschlos
sen ist. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, erstreckt sich die Paßfe
derverbindung 8 über den Mittelbereich der Welle 2, die beider
seits dieses Mittelbereichs im Durchmesser abgesetzt ist. Im
Anbauzustand liegen die beiden Kettensternteile 1A und 1B mit
ihren einander zugewandten Seitenflächen aneinander.
Die beiden Kettensternteile 1A und 1B werden über die Paßfeder
verbindungen 8 so an der Welle 2 angebaut, daß ihre geknickten
Trennebenen 10 in Umfangsrichtung der Welle 2 um einen Winkel
zueinander versetzt sind, zweckmäßig um einen Winkel von
60° bis 70°. Mit dieser winkelversetzten Einbaulage der beiden
das Kettenrad 1 bildenden Kettensternteile 1A und 1B wird im
Förderbetrieb die Drehmomentübertragung von der Welle 2 über das
Kettenrad 1 auf die beiden Kratzerketten verbessert. Die Paßfe
derverbindungen können aus fest an der Welle 2 angeordneten
kräftigen Paßfedern bestehen, die in entsprechende axiale Nuten
8' an den inneren zylindrischen Nabenflächen der Kettensterntei
le 1A und 1B bzw. deren Kettenradsegmente 1' und 2' mit Dreh
schluß einfassen. Stattdessen können die Federleisten der Paß
federverbindungen 8 aber auch an den inneren Nabenflächen der
Kettensternteile fest angeordnet sein und in entsprechende
axiale Nuten der Welle 2 einfassen. Aus den Fig. 1 und 2 ist zu
ersehen, daß die axiale Länge der Paßfederverbindungen 8 etwas
kleiner ist als die Breite des als Doppelkettenrad ausgebildeten
Kettenrades 1. Die beiden Kettensternteile 1A und 1B können an
ihren einander zugewandten und in Flächenanlage zueinander ste
henden Seitenflächen durch axiale Verzapfung oder Verstiftung
verbunden und in der vorgenannten Drehwinkelversetzung in der
Einbaulage zueinander positioniert sein. In den Fig. 1 und 2 ist
ein solcher Spann- oder Paßstift 11 gezeigt, der in Sackboh
rungen 11' an den Seitenflächen der Kettensternteile 1A und 1B
einfaßt und damit die beiden Kettensternteile in Drehrichtung
zueinander lösbar positioniert.
Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte geteilte Verschlußring 4 ist
als Zwischenring zwischen dem betreffenden Hohlzapfen 7 und dem
angebauten Kettenrad 1 angeordnet. Wie vor allem die Fig. 4 und
5 zeigen, besteht der geteilte Verschlußring 4 aus zwei Halb
ringteilen bzw. Ringsegmenten 4' und 4", die an ihren radialen
Trennebenen 12 mittels Schrauben 13 zu dem geschlossenen Ver
schlußring lösbar miteinander verbunden sind, wobei die Schrau
ben 13 etwa tangentiale Bohrungen an den Verschlußringsegmenten
4' und 4" durchfassen. Gemäß Fig. 4 können die beiden Verschuß
ringsegmente 4' und 4" an jeder Trennebene 12 mit zwei paralle
len Schrauben 13 verbunden werden, die parallel zur Tangential
richtung der Welle 2 angeordnet sind. Außerdem zeigen die Fig.
1, 2 und 4, daß der Verschlußring 4 an seinem Außenumfang einen
axial gegen das Kettenrad gerichteten Flansch bzw. ringförmigen
Haltebund 14 aufweist, der im Montagezustand eine ringförmige
Seitenschulter 15 an der betreffenden Seitenfläche des geteilten
Kettenrades 1 bzw. seines Kettensternteils umschließt.
Bei der Kettentrommelanordnung nach Fig. 1 ist nur auf der einen
(linken) Seite des geteilten Kettenrades 1 ein Verschlußring 4
der vorgenannten Art als Zwischenring zwischen dem Kettenrad 1
und dem Hohlzapfen 7 angeordnet, während auf der gegenüberlie
genden Seite das geteilte Kettenrad 1 im Spaltabstand zu der in
neren ringförmigen Stirnfläche des hier befindlichen Hohlzapfens
7 endet. Die Kettentrommel weist Spaltringdichtungen auf, welche
die Spalten zwischen dem Verschlußring 4 und dem hier befindli
chen Hohlzapfen 7 bzw. zwischen der Kettentrommel und dem an
schließenden Hohlzapfen 7 schließen und die aus Gleitringdich
tungen bestehen. Die Gleitringdichtungen weisen jeweils zwei
ringförmige Gleitringträger 16 und 17 auf, die mit den in Dicht
anlage zueinander stehenden metallenen Gleitringen 18 bzw. 19
bestückt sind. An der Seite des geteilten Verschlußrings 4 liegt
der Gleitringträger 16 in einer inneren, mehrfach im Durchmesser
gestuften Ausdrehung des Verschlußrings 4 bzw. seiner beiden
Ringsegmente 4' und 4", während der andere Gleitringträger 17
endseitig im Hohlzapfen 7 angeordnet ist. Dabei ist der dem Ver
schlußring 4 zugeordnete Gleitringträger 16 zweckmäßig dreh
schlüssig, aber lösbar mit dem Verschlußring 4 bzw. seinen bei
den Segmenten 4' und 4" verbunden, so daß er von dem sich mit
dem Kettenrad 1 drehenden Verschlußring 4 mitgenommen wird. An
der gegenüberliegenden Seite, an der gem. Fig. 1 kein geteilter
Verschlußring 4 vorgesehen ist, befindet sich der äußere Glei
tringträger 17 ebenfalls stirnseitig in der Innenöffnung des
Hohlzapfens 7, während der innenliegende Gleitringträger 16 in
einer Ausdrehung an der Nabe des geteilten Kettenrades 1 ange
ordnet und entweder mit der Welle 2 oder aber mit dem Kettenrad
für die Drehmitnahme drehschlüssig, aber lösbar verbunden ist.
An der Seite des geteilten Verschlußrings 4 sind die beiden
Kettenradsegmente 1' und 1" des Kettensternteils 1A über einen
lösbaren Haltering 20 zusammengehalten werden, der die ringför
mige Seitenschulter 15 umspannt und von dem ringförmigen Halte
bund 14 des Verschlußrings 4 umschlossen wird. Diese Situation
ist in Fig. 6 in größerem Maßstab gezeigt. Es ist hieraus wie
auch aus Fig. 7 zu erkennen, daß der Haltering 20 über seinen
Ringumfang verteilt mehrere Gewindebohrungen 21 aufweisen kann,
in die sich nach entferntem Verschlußring 4 von dem dadurch ge
schaffenen Freiraum her eine Abziehschraube eindrehen läßt, mit
der sich der Haltering 20 von der Seitenschulter zu dem benach
barten Hohlzapfen 7 hin abziehen läßt. Stattdessen oder zusätz
lich können am Haltering 20 über dessen Ringumfang verteilt meh
rere Ausnehmungen 22 angeordnet sein, in die sich ein Handwerk
zeug einführen läßt, um den Haltering von der Seitenschulter 15
abzuziehen.
Der geteilte Verschlußring 4 ist mit dem Kettenrad 1 bzw. seinem
Kettensternteil 1A drehschlüssig und lösbar gekoppelt. Dies
kann, wie in Fig. 7 gezeigt, dadurch geschehen, daß der Halte
ring 20 an seiner ringförmigen Außenkontur mit mindestens einer
Abflachung 23 versehen wird, gegen die sich eine entsprechend
abgeflachte nockenartige Ausformung 14' (Fig. 4) an der ring
förmigen Innenfläche des Haltebunds 14 des Verschlußrings 4
legt, so daß dieser im Einbauzustand von dem über die Welle 2
angetriebenen Kettenrad 1 mitgenommen wird. Stattdessen kann die
Drehmitnahme des Verschlußrings 4 aber auch in anderer Weise er
folgen, z. B. durch eine drehschlüssige Verbindung mit der Welle
oder dem geteilten Kettenrad.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind die beiden schalenför
migen Kettenradsegmente 1' und 1" des anderen Kettensternteils
1B ebenfalls über einen Haltering 20 der genannten Art zusammen
gehalten, der diese Kettensternsegmente an einer Ringschulter 15
umspannt, die sich an dem hier befindlichen Ende des Kettenrades
1 bzw. seines Kettensterntelis 1B befindet. Ferner zeigt Fig. 1,
daß weitere Halteringe 20 zwischen den beiden Kettensternteilen
1A und 1B angeordnet werden können, die zu diesem Zweck an ihren
einander zugewandten Seitenflächen jeweils eine umlaufende Ring
nut 20' für die Aufnahme eines lösbaren Halterings 20 aufweisen.
Insgesamt sind hier als am geteilten Kettenrad 1 vier die Ket
tenradsegmente umspannende Halteringe 20 vorgesehen, die bei der
Montage des Kettenrades von ihrem Sitz an den Kettensternteilen
1A und 1B entfernt werden können und im Montagezustand die Ket
tenradsegmente im Paßfedereingriff mit der Welle 2 sichern.
Um bei der Kettentrommelanordnung nach Fig. 1 das geteilte Ket
tenrad 1 auszubauen und bei Bedarf gegen ein neues Kettenrad
auszuwechseln, werden die Schrauben 13 des Verschlußrings 4 ge
löst und die beiden voneinander getrennten Verschlußringsegmente
4' und 4" radial von der Welle abgenommen. Anschließend wird
der auf der Seite des Verschlußrings 4 befindliche Haltering 20,
wie oben beschrieben, mit Hilfe eines Werkzeugs von der Seiten
schulter 15 der Kettentrommel 1 seitlich zu dem hier befindli
chen Hohlzapfen 7 hin abgezogen, worauf das Kettensternteil 1A
unter Lösen der Paßstiftverbindung 11 von dem anderen Ketten
sternteil 1B nach links auf der Welle 2 verschoben wird, so daß
nunmehr die zwischen den Kettensternteilen 1A und 1B befindli
chen Halteringe 20 wie auch der weitere auf der rechten Seite
befindliche Haltering 20 gelöst werden können und sich die Ket
tenradsegmente 1' und 1" des geteilten Kettenrades 1 bzw. sei
ner beiden Kettensternteile 1A und 1B in Radialrichtung gem.
Pfeil R aus dem Paßfedereingriff herausheben und von der Welle 2
abnehmen lassen. Die Montage des geteilten Kettenrades 1 an der
Welle 2 erfolgt sinngemäß in umgekehrter Weise. Hierbei ist an
zumerken, daß die Halteringe 20 bei der Demontage des Kettenra
des 1 auf der Welle 2 verbleiben können, so daß sie später bei
der Montage eines neuen Kettenrades für die Verklammerung seiner
Kettenradsegmente zur Verfügung stehen.
Bei der Kettentrommelanordnung nach Fig. 1 empfiehlt es sich,
auf derjenigen Seite, an der sich kein geteilter Verschlußring 4
befindet, den hier befindlichen Hohlzapfen 7 mit einem dem Hal
tebund 14 entsprechenden ringförmigen Haltebund zu versehen,
welcher im Montagezustand das Kettenrad bzw. sein Kettenstern
teil 1B umgreift. Im übrigen wird das Kettenrad im Montagezu
stand durch den sich in der gezeigten Einbauposition befindli
chen geteilten Verschlußring 4 und auf der gegenüberliegenden
Seite durch den Hohlzapfen 7 gegen Axialverschieben auf der
Welle 2 gesichert.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Kettentrommelanordnung
nach Fig. 2 sind zu beiden Seiten des geteilten Kettenrades 1
und des die Paßfederverbindung 8 aufweisenden Längenabschnitts
der Welle 2 Verschlußringe 4 und 5 angeordnet. Hierbei kann der
Verschlußring 5 ebenfalls als geteilter Verschlußring ausgeführt
sein entsprechend dem vorstehend beschriebenen Verschlußring 4.
Stattdessen kann der Verschlußring 5 aber auch als ungeteilter,
einstückiger Verschlußring ausgebildet sein, der mit seinem
ringförmigen Haltebund 14 die ringförmige Seitenschulter 15 des
Kettensternteils 1B umschließt. Das als Doppelkettenrad ausge
bildete geteilte Kettenrad 1 wird hier also im Einbauzustand
durch die beiden Verschlußringe 4 und 5 gegen Axialverschieben
auf der Welle 2 gesichert. Im übrigen sind die beiden Ketten
sternteile 1A und 1B auch hier über einen Paßstift 11 in ihrer
Drehversetzung zueinander positioniert und durch vier Halteringe
20 im Paßfedereingriff 8 gesichert. Die Anordnung entspricht in
soweit derjenigen nach Fig. 1, wobei lediglich der auf der Seite
des Verschlußrings 5 befindliche Haltering 20 von dessen Halte
bund 14 umgriffen wird. Die auf den Verschlußringseiten liegen
den Halteringe sind, wie vorstehend in Verbindung mit den Fig. 4
bis 7 beschrieben, mit dem geteilten Kettenrad zur Drehmitnahme
verbunden. Die Montage und Demontage des geteilten Kettenrades 1
nach Fig. 2 erfolgt sinngemäß in gleicher Weise wie bei der Aus
führungsform nach Fig. 1.
Ist bei der Kettentrommelanordnung nach Fig. 2 auch der Ver
schlußring 5 entsprechend dem Verschlußring 4 als geteilter Ver
schlußring ausgeführt, so können zum Ausbauen des geteilten Ket
tenrades 1 beide Verschlußringe 4 und 5 durch Lösen ihrer
Schrauben 13 ausgebaut werden, worauf sich das geteilte Ketten
rad nach Lösen der Halteringe 20 in Radialrichtung R von der
Welle 2 abnehmen läßt.
Während bei den vorstehend beschriebenen und in den Fig. 1 und 2
gezeigten Ausführungsbeispielen das Kettenrad 1 aus einem Dop
pelkettenrad mit zwei jeweils geteilten Kettensternteilen 1A und
1B besteht und demgemäß für die Verwendung bei einem Doppelmit
telkettenkratzförderer bestimmt ist, kann das Kettenrad 1 aber
auch für einen Mittelkettenkratzförderer mit nur einem einzigen
mittig in der Förderrinne umlaufenden Kettenband ausgeführt
sein. Das Kettenrad 1 weist in diesem Fall nur ein einziges Ket
tensternteil auf, das in der beschriebenen Weise von zwei scha
lenförmigen Kettenradsegmenten 1' und 1" gebildet wird, die in
gleicher Weise über die Paßfederverbindungen mit der Welle 2
drehschlüssig verbunden und mit Hilfe des oder der Verschlußrin
ge an der Welle gesichert werden, wobei die beiden Kettenrad
segmente 1' und 1" durch zwei auf seinen Verschlußringseiten
auf den Seitenschultern 15 angeordnete Halteringe 20 zusammen
gehalten werden können. Im übrigen wird die Anordnung zweckmäßig
so getroffen, daß die Teilungsebene des oder der geteilten Ver
schlußringe gegenüber derjenigen des geteilten Kettenrades in
Umfangsrichtung der Welle zueinander versetzt sind. Wie in Fig.
2 angedeutet, können die rotierenden Gleitringträger 16 mit
axialen Zapfen oder eingesteckten axialen Spannstiften 24 ver
sehen sein, die in entsprechende Ausnehmungen 25 am Innenumfang
des Verschlußrings 4 bzw. 5 einfassen, wodurch diese Gleitring
träger mit dem Verschlußring drehschlüssig verbunden sind, so
daß sie von dem sich mit dem Kettenrad 1 drehenden Verschlußring
mitgenommen werden. Die Ausnehmungen 25 können hierbei aus Nuten
bestehen, die zur Welle 2 hin offen sind, so daß sich der
geteilte Verschlußring 4 mit seinen beiden Ringsegmenten 4' und
4" nach Lösen der Verschraubung 13 von dem Gleitringträger 16
abziehen läßt, der dabei an der Welle 2 verbleibt.
Fig. 8 zeigt in der Schnittdarstellung der Fig. 1 und 2 eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen
Kettentrommelanordnung im Maschinenrahmen eines Kettenkratzför
derers, wobei übereinstimmende oder funktionell gleichwertige
Bauteile mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Die Ketten
trommelanordnung nach Fig. 8 ist im gezeigten Ausführungsbei
spiel für einen Doppelmittelkettenkratzförderer bestimmt, dessen
beide zueinander parallele, die Kratzer 26 tragenden endlosen
Kettenbänder 27 in Fig. 8 angedeutet sind. Das Kettenrad 1 be
steht hier aus einem geteilten Doppelkettenrad, dessen beide
schalenförmigen Kettenradsegmente 1' und 1" jeweils mit zwei
fest, vorzugsweise einstückig an ihnen angeordneten Kettenstern
segmenten bzw. Kettensternteilen 1A und 1B versehen sind. Die
beiden die Kettentrommel im Verbindungszustand bildenden Ketten
radsegmente können in der Weise geteilt sein, wie dies in Fig. 3
für das Einzelkettenrad gezeigt ist mit der abgewinkelten Trenn
ebene 10 der Kettenradsegmente 1' und 1". Stattdessen können
bei der Kettentrommelanordnung nach Fig. 8 die beiden Kettenrad
segmente 1' und 1" aus die Kettensternteile tragenden Halb
schalen bestehen, die zu der zylindrischen Kettentrommel entlang
einer Durchmesserebene zusammengesetzt werden. Bei der Ketten
trommelanordnung nach Fig. 8 können die beiden Kettenradsegmente
aber auch mit nur einem einzigen Kettenstern versehen sein,
falls die Kettentrommelanordnung bei einem Mittelkettenkratzför
derer mit nur einem einzigen Kratzerkettenband 27 Verwendung
findet.
Bei der Anordnung nach Fig. 8 ist die in den Wellenlagern 3 ge
lagerte Kettentrommelwelle 2 mit ihren beiden Enden 2' seitlich
aus den Öffnungen der Seitenwangen 6 des Maschinenrahmens des
Kettenkratzförderers herausgeführt, so daß hier ein Doppelan
trieb für die Welle 2 und die daran angeordnete Kettentrommel
vorgesehen werden kann. Der Aufbau der Kettentrommelanordnung
ist im übrigen zur vertikalen Mittelebene symmetrisch ausgeführt
unter Verwendung von zwei untereinander gleich ausgebildeten ge
teilten Verschlußringen 4, die mit ihren nach Art von Ringflan
schen ausgebildeten Haltebunden 14 die ringförmigen Seitenschul
tern 15 und die hierauf mit Spannung aufliegenden Halteringe 20
umschließen, wobei die flanschartigen Haltebunde 14 die mit
Hilfe der Paßfederverbindungen 8 drehschlüssig, aber radial lös
bar an der Welle 2 angeordneten Kettenradsegmente endseitig im
Außenumfangsbereich unter Zwischenschaltung einer Dichtung 28
umgreifen, die in einer Nut der Kettenradsegmente angeordnet
ist. Die von den äußeren Halteringen 20 umspannten Seitenschul
tern 15 sind gemäß Fig. 8 konisch ausgeführt, derart, daß sie
von ihrem auf der Seite des Verschlußrings 4 liegenden Ende in
Axialrichtung der Kettentrommel- und Wellenachse unter einem
kleinen Konuswinkel von etwa 2-4° ansteigt und demgemäß eine
Haltering-Auflager- und Aufkeilfläche bildet. Wie Fig. 13 zeigt,
ist der einteilige Haltering 20 mit einer entsprechend konisch
ansteigenden ringförmigen Innenfläche 20" versehen, die hier
unter einem Konuswinkel von 3° von der einen zur anderen Seite
des Halterings hin ansteigt. Durch Aufschieben der beiden ein
teiligen Halteringe 20 auf die ihnen zugeordneten konischen Sei
tenschultern 15 der axial geteilten Kettentrommel erfolgt somit
eine Verkeilung und feste Verspannung der beiden schalenförmigen
Kettenrad- bzw. Kettentrommelsegmente unter Sicherung ihres Paß
federeingriffs an der Welle. Insbesondere Fig. 13 läßt außerdem
erkennen, daß die beiden gleich ausgebildeten Halteringe 20 je
weils mit einer in ihrem Außenumfangsbereich angeordneten, ring
förmig umlaufenden Kantenabschrägung 29 versehen sind, die z. B.
unter einem Winkel von 30° zur Durchmesserrichtung des Halte
rings geneigt ist und eine Angriffsfläche für ein weiter unten
noch näher beschriebenes Lösewerkzeug bildet, mit dessen Hilfe
sich die mit Keilverspannung auf den Seitenschultern 15 sitzen
den Halteringe 20 von den Seitenschultern in Richtung auf den
benachbarten Hohlzapfen 7 abdrücken lassen.
Die bei der Kettentrommelanordnung nach Fig. 8 verwendeten Ver
schlußringe 4 sind in den Fig. 10 und 11 gezeigt. Die aus den
miteinander verschraubbaren Halbringen 4' und 4" bestehenden
Verschlußringe 4 weisen die oben erwähnten, in der Trennebene 12
der Ringsegmente 4' und 4" liegenden Ausnehmungen 25 für den
Eingriff der Zapfen oder Spannstifte 24 auf, welche der Drehmit
nahme der Gleitringträger 16 im Förderbetrieb dienen. Diese Aus
nehmungen 25 sind zur Innenseite des geteilten Verschlußrings
hin offen. Weiterhin ist erkennbar, daß die Verschlußringe 4 je
weils an ihrer dem benachbarten Wellenlager 3 zugewandten Außen
seite mit in Radialrichtung nach außen ansteigenden Keilandruck
flächen 30 versehen sind, die aus z. B. durch Verklebung be
festigten Keilstücken bestehen und die im gezeigten Ausführungs
beispiel in der Bogenmitte der beiden verschraubbaren Ringseg
mente 4' und 4" angeordnet sind. Fig. 8 läßt erkennen, daß die
durchgehende Welle 2 an jeder Verschlußringseite einen Wellen
flansch oder festen Wellenbund 31 aufweist, gegen den sich die
Verschlußringe 4 mit ihren Keilandruckflächen 30 abstützen. Mit
dieser Maßnahme wird erreicht, daß bei der Montage der Ver
schlußringe 4, d. h. beim Festziehen der Schrauben 13 die Ring
segmente 4' und 4" durch die Keilabstützung an den Wellenbunden
31 gegen die betreffende Stirnseite der Kettentrommel gedrückt
werden, wodurch die Halteringe 20 mit ihren inneren Konusflächen
20" unter Verkeilung bzw. fester Verspannung auf die konischen
Seitenschultern 15 aufgepreßt werden, wodurch die Kettenradseg
mente mit Hilfe der Halteringe 20 fest umspannt und in ihrer
Lage an der Welle 2 gesichert werden.
Es empfiehlt sich, die beiden schalenförmigen Kettenradsegmente
an ihrer Trennebene gegen Schmutz- und Feuchtigkeitseintritt zu
dichten. Dies ist in Fig. 9 angedeutet. Danach sind an den bei
den Trennebenen, an denen die Kettenradsegmente 1' und 1" an
einander liegen, Flachdichtungen 32 angeordnet, die hier die
Trennfugen zwischen den Kettensternteilen in deren Montagezu
stand nach außen abdichten. Diese Flachdichtungen können aus
einem geeigneten nachgiebigen Gummi- oder Kunststoffmaterial
od. dgl. bestehen und weisen zweckmäßig eine Dicke auf, die etwa
bei 1 mm liegt. Auch die geteilten Verschlußringe 4 können an den
Trennebenen ihrer Ringsegmente 4' und 4" mit Flachdichtungen
versehen sein. Eine solche Flachdichtung ist in Fig. 12 bei 33
dargestellt. Es ist erkennbar, daß die Flachdichtung eine Umriß
form aufweist, die der Querschnittsform des Verschlußringes 4
mit dem flanschartigen Haltebund 14 entspricht. Auch diese
Flachdichtungen 33 bestehen zweckmäßig aus einem Kunststoff-
oder Gummimaterial mit einer Dicke von etwa 1 mm. Die Flachdich
tungen 33 können auch an einem der beiden Ringsegmente 4', 4"
der Verschlußringe, z. B. durch Kleben angeheftet sein. Gleiche
Befestigungsart gilt im Bezug auf die Flachdichtungen 32 zwi
schen den Kettenradsegmenten der Kettentrommel.
Zur Demontage der in Fig. 8 gezeigten Kettentrommel werden die
Schraubverbindungen 13 der beiden Verschlußringe 4 gelöst,
worauf sich die Ringsegmente 4' und 4" der Verschlußringe ra
dial zur Wellenachse aus dem Verbund herausnehmen lassen. An
schließend werden die mit Keilverspannung auf den Seitenschul
tern 15 sitzenden Halteringe 20 seitlich von den Seitenschul
tern abgedrückt. Dies läßt sich mit Hilfe eines Werkzeugs, wel
ches am Haltering 20 bzw. an dessen Kantenabschrägung 29 ange
setzt wird, bewerkstelligen. Ein
für die Schnell-Demontage verwendbares Hand
werkzeugs 34 ist in Fig. 14 gezeigt.
Nach dem Ausbauen der Verschlußringe 4 wird das scherenartige
Demontagewerkzeug 34 gemäß Fig. 14 radial zur Achse der Welle 2
so gegen den auf der Seitenschulter 15 aufgekeilten Haltering 20
angesetzt, daß seine beiden gespreizten Scherenbacken 37 mit
ihren Angriffsflächen 38 an zwei diametral gegenüberliegenden
Stellen des Halterings 20 an dessen Kantenabschrägung 29 angrei
fen. Anschließend wird der Schwenkzylinder 40 mit Hilfe der
Handpumpe 41 im Sinne einer Schließbewegung der Schere bzw. sei
ner beiden Scherenbacken 37 betätigt, so daß durch die Schließ
bewegung der Haltering 20 von den an der Kantenabschrägung 29
angreifenden Backenflächen 38 von der Seitenschulter 15 zu der
Seite hin abgedrückt wird, zu der sich zuvor der Verschlußring 4
befand. Nach entfernten Halteringen 20 lassen sich die beiden
Kettenradsegmente der Kettentrommel radial aus dem Paßfederein
griff 8 herausnehmen und ausbauen, wie dies weiter oben im Zu
sammenhang mit den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 und 2
erläutert wurde.
Mit der oben im Zusammenhang mit mehreren Ausführungsbeispielen
beschriebenen Paßfederverbindung des geteilten Kettenrades mit
der Welle 2 ergeben sich erhebliche Herstellungsvereinfachungen.
Zugleich wird mit der Erfindung die Möglichkeit geschaffen, den
oder die Verschlußringe mit kleinen Breitenabmessungen herzu
stellen, was im Falle des geteilten Verschlußringes auch den
Vorteil einer besonders einfachen Handhabung desselben beim Ein
bau und beim Lösen hat. Es versteht sich, daß die im Zusammen
hang mit den Fig. 8 bis 13 beschriebenen Detailmerkmale der Ket
tentrommelanordnung sich auch einzeln oder in Kombination bei
den Kettentrommelanordnungen nach den Fig. 1 und 2 verwenden
lassen. Wie ausgeführt, kann die erfindungsgemäße Kettentrommel
anordnung wahlweise mit nur einem einzigen Kettenstern oder mit
einem Doppelkettenstern ausgestattet sein. Wesentlich ist vor
allem, daß die Kettentrommel selbst axial geteilt und aus auf
der Welle 2 zusammenbaubaren schalenförmigen Kettenradsegmenten
besteht, die über den Paßfedereingriff 8 drehschlüssig, aber ra
dial lösbar mit der Welle 2 verbunden werden können.