DE19724965A1 - Verfahren zur Herstellung von hochreinem Chlorwasserstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochreinem ChlorwasserstoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hoch
reinem Chlorwasserstoff und dessen Verwendung bei der Herstel
lung von Halbleitermaterialien.
Waferscheiben, wie sie zur Herstellung von Computerchips ein
gesetzt werden, werden in einem mehrstufigen Prozeß herge
stellt, wobei zunächst Trichlorsilan thermisch zersetzt wird,
das damit erhaltene polykristalline Silicium durch Zonen- oder
Tiegelziehen zu einem stabförmigen Einkristall weiterverarbei
tet wird, und die Wafer schließlich durch Zersägen des Einkri
stallstabs hergestellt werden. Wesentlich ist, daß die Verun
reinigung des Silicium-Einkristalls durch Fremdatome so weit
wie möglich verhindert wird. Dies gilt insbesonders auch für
die Verunreinigung durch Kohlenstoff (< 1015 C-Atome pro cm3
Silicium).
Bei der Herstellung des Ausgangsprodukts Trichlorsilan, wel
ches durch Umsetzung von Ferrosilicium mit Chlorwasserstoff
erhalten wird, wird allerdings Chlorwasserstoff aus unter
schiedlichen Quellen eingesetzt, der häufig mit Kohlenwasser
stoffverbindungen wie Alkanen, Alkenen und Alkinen verunrei
nigt ist. Chlorwasserstoff aus einer 1,2-Dichlorethan
pyrolyse ist vor allem mit Ethylen und Acetylen verunreinigt.
Chlorwasserstoff aus der Allylchloridsynthese enthält auch hö
here Olefine, beispielsweise Propylen. Chlorwasserstoff der
bei der Methanchlorierung und bei der Methylchloridchlorierung
anfällt, ist mit Alkanen, insbesondere Methan, verunreinigt.
Aus der DE-C 38 17 938 ist ein Verfahren zur Reinigung von
Chlorwasserstoff aus einer 1,2-Dichlorethanpyrolyse bekannt,
mit welchem sich Acetylen und Ethylen aus dem Chlorwasserstoff
entfernen lassen. Dabei werden Acetylen und Ethylen in einem
ersten Verfahrenschritt mit überschüssigem Chlor zu den ent
sprechenden gesättigten oder ungesättigten Chlorwasserstoffen
chloriert. In der zweiten Stufe wird der Chlorüberschuß aus
der ersten Stufe durch Umsetzung mit bei Atmosphärendruck
gasförmigen Olefinen, die bei Atmosphärendruck bei -50°C bis
+10°C sieden, entfernt, und anschließend der Chlorwasserstoff
durch Tieftemperaturdruckrektifikation abgetrennt.
Durch das in der DE-C 38 17 938 offenbarte dreistufige Verfahren
zur Reinigung von Chlorwasserstoff können neben Ethylen und
Acetylen auch homologe Alkene und Alkine aus Chlorwasserstoff
abgetrennt werden. Alkane werden allerdings bei dieser kataly
tischen Chlorierung nicht zu destillativ abtrennbaren Hochsie
dern umgewandelt. C3-Alkane und höhere Homologe können jedoch
durch Rektifikation in der letzten Stufe dieses Verfahrens vom
Chlorwasserstoff abgetrennt werden, da diese höher sieden als
Chlorwasserstoff. Methan und Ethan sind bezogen auf Chlorwas
serstoff Leichtsieder und somit destillativ nicht von Chlor
wasserstoff abtrennbar und verbleiben damit im Chlorwasser
stoff.
Bei der obengenannten Trichlorsilansynthese aus Ferrosilicium
und Chlorwasserstoff, der ersten Stufe bei der Herstellung von
Reinstsilicium, ist im gereinigten Chlorwasserstoff enthalte
nes Ethan unproblematisch, da sich etwa bildendes Ethyl
dichlorsilan (HSiCl2C2H5) aufgrund seines um ca. 35°C höheren
Siedepunktes sowohl von Trichlorsilan als auch vom verwertba
ren Hauptnebenprodukt der Trichlorsilansynthese, dem Silicium
tetrachlorid (Kp 56.7°C) destillativ leicht abtrennen läßt.
Methan wirkt allerdings bei der Trichlorsilansynthese aus Fer
rosilicium und Chlorwasserstoff bereits in der Größenordnung
von 20 bis 100 Volppm im Chlorwasserstoff äußerst störend.
Methan reagiert nämlich zu Methyldichlorsilan (HSiCl2CH3, Kp
40.4°C), das vom Zielprodukt Trichlorsilan (SiHCl3, Kp 31.7°C)
aufgrund der engen Siededifferenzen nur sehr schwer unter gro
ßen Ausbeuteverlusten destillativ abtrennbar ist. Infolge des
Methangehalts im Ausgangsprodukt Trichlorsilan steigt der Koh
lenstoffgehalt im Endprodukt, dem einkristallinen Silicium,
auf nicht tolerierbare Werte an.
Es bestand somit die Aufgabe, ein wirtschaftliches Verfahren
zur Reinigung von methanhaltigem Chlorwasserstoff aus
unterschiedlichen Quellen zu entwickeln, mit dem der Methanan
teil im Chlorwasserstoff so weit reduziert werden kann, daß
die Reinheitsanforderungen an "electronic grade" Chlorwasser
stoff erfüllt werden.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß bei der Partialkonden
sation von methanhaltigem Chlorwasserstoff eine Methananrei
cherung in der Chlorwasserstoff-Gasphase erfolgt und der ver
flüssigte Anteil gelöstes Methan in stark abgereicherter Form
enthält.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung von
gasförmigem, methanhaltigem Chlorwasserstoff, dadurch gekenn
zeichnet, daß der gasförmige Chlorwasserstoff bei 8 bis 13 bar
Überdruck und bei einer Temperatur von -22°C bis -36°C parti
alkondensiert wird, der gasförmige Anteil abgetrennt wird und
der verflüssigte Chlorwasserstoff nach Verdampfung isoliert
wird.
Die erfindungsgemäße Verfahrensweise eignet sich zur Reinigung
von gasförmigem, methanhaltigem Chlorwasserstoff aus unter
schiedlichsten Quellen, beispielsweise aus der 1,2-Dichlor
ethanpyrolyse zur Vinylchloridherstellung, aus der Methanchlo
rierung und aus der Methylchloridchlorierung. Es können auch
Gemische von Chlorwasserstoff eingesetzt werden, welcher aus
verschiedenen Chlorwasserstoff erzeugenden Prozessen stammt.
Der Verflüssigungsgrad bei der Partialkondensation hängt vom
Mengenanteil des Methans im Chlorwasserstoff und vom gewünsch
ten Reinheitsgrad des bei der erfindungsgemäßen Verfahrenswei
se verflüssigten Chlorwasserstoffs ab. Daneben bestimmt der
Verflüssigungsgrad auch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens.
Empirisch wurde folgende Beziehung ermittelt:
Volppm Methan im kondensierten Chlorwasserstoffanteil = 0.0485×Volppm Methan im gasförmigen Ausgangschlorwasser stoff.
Volppm Methan im kondensierten Chlorwasserstoffanteil = 0.0485×Volppm Methan im gasförmigen Ausgangschlorwasser stoff.
Vorzugsweise wird mit einem Verflüssigungsgrad von 0.1 bis 0.3
gearbeitet, das heißt 0.1 bis 0.3 Gewichtsteile des
gasförmigen, methanhaltigen Chlorwasserstoffs werden
partialkondensiert.
Mit der erfindungsgemäßen Verfahrensweise kann bei 100 Volpppm
Methan im Ausgangsprodukt Chlorwasserstoff mit einem Methange
halt von < 5 Volppm zur Verfügung gestellt werden. Derartig
hochreiner Chlorwasserstoff kann auch in Vorstufen zur Her
stellung von Reinstsilicium eingesetzt werden, beispielsweise
zur Trichlorsilansynthese. Der nichtkondensierte, mit Methan
angereicherte Anteil kann beispielsweise zur Oxichlorierung,
zur Methanolveresterung oder zur Erzeugung von Salzsäure ein
gesetzt werden.
Falls gasförmiger Chlorwasserstoff zu reinigen ist, der neben
Methan noch höhere Anteile an Alkenen oder Alkinen enthält,
kann nach den erfindungsgemäßen Verfahrenschritten auch noch
das dreistufige Reinigungsverfahren aus der DE-C 38 17 938 aus
geführt werden.
Dazu wird der nach der Partialkondensation flüssig vorliegende
Anteil des Chlorwasserstoffs bei einem Druck von 5 bis 20 bar
abs. verdampft, auf eine Temperatur von 120°C bis 220°C er
wärmt und in einem adiabatisch betriebenen Reaktor in Gegen
wart eines Aktivkohle-Katalysators, der mit Übergangsmetall
chloriden imprägniert ist, mit Chlorgas in solchen Mengen um
gesetzt, daß bei Austritt aus dem Reaktor im Chlorwasserstoff
noch 100 bis 2000 Volppm Chlor enthalten sind. Im zweiten
Schritt wird in einem zweiten adiabatisch betriebenem Reaktor,
in Gegenwart desselben Katalysators, das Reaktionsgemisch bei
Temperaturen von 80°C bis 180°C mit bei Atmosphärendruck gas
förmigen Olefinen oder Chlorolefinen, die bei Atmosphärendruck
im Temperaturbereich von -50°C bis +10°C sieden, in solchen
Mengen umgesetzt, daß in dem aus dem Reaktor austretenden
Chlorwasserstoff noch 100 bis 1500 Volppm dieser Olefine oder
Chlorolefine enthalten sind. Im letzten Verfahrensschritt wird
das in dieser Stufe erhaltene Reaktionsgemisch durch Tieftem
peraturdruckrektifikation getrennt und der reine Chlorwasser
stoff bei einem Druck von 9 bis 14 bar abs. und einer
Temperatur von -20°C bis -40°C durch Kondensation isoliert.
Diese Verfahrensvariante ist in der DE-C 38 17 938 in Spalte 2,
Zeile 34 bis Spalte 5, Zeile 55 detailliert beschrieben.
Anhand der folgenden Beispiele wird die Erfindung näher
erläutert:
5 kmol/h gasförmiger Chlorwasserstoff mit 50 Volppm Methan
wurden auf 8.5 bar Überdruck gebracht und auf -33°C abgekühlt,
wobei 0.5 kmol/h Chlorwasserstoff verflüssigt wurden (Verflüs
sigungsgrad 0.1) und 4.5 kmol/h Chlorwasserstoff gasförmig
blieben. Der verflüssigte Chlorwasserstoff wurde abgetrennt
und anschließend in einem Wärmeaustauscher verdampft.
Im abgetrennten und anschließend verdampften Flüssigchlorwas
serstoff wurde ein Methan-Gehalt von 2.40 Volppm gemessen. Der
bei der Teilkondensation verbliebene gasförmige Chlorwasser
stoff enthielt 55.3 Volppm.
Es wurde analog Beispiel 1 vorgegangen, mit dem Unterschied
daß bei 8.5 bar Überdruck und bei einer Temperatur von -33°C
von den 5 kmol/h Chlorwasserstoff mit 50 Volppm Methan 1.25
kmol/h Chlorwasserstoff verflüssigt wurden (Verflüssigsgrad
0.25). Der anschließend verdampfte Flüssigchlorwasserstoff
enthielt nur mehr 2.42 Volppm Methan, der verbliebene gasför
mige Chlorwasserstoff enthielt 65.9 Volppm Methan.
Es wurde analog Beispiel 1 vorgegangen, wobei 5 kmol/h Chlor
wasserstoff mit einem Methan-Gehalt von 80 Volppm auf 11.5 bar
Überdruck gebracht und auf -25°C abgekühlt wurden. Es wurde
ein Anteil von 0.75 kmol/h kondensiert (Verflüssigungsgrad
0.15). Der kondensierte Anteil wurde in einem Wärmetauscher
verdampft und es wurde ein Methan-Anteil von 3.9 Volppm gemes
sen. Der bei der Teilkondensation verbliebene Anteil gasförmi
ger Chlorwasserstoff enthielt 93.4 Volppm Methan.
Aus einer 1,2-Dichlorethanpyrolyse wurde ein Spaltgasgemisch
mit 30 t/h Vinylchlorid und 482 kmol/h Chlorwasserstoff erhal
ten. Der Chlorwasserstoff wurde durch Tieftemperaturrektifika
tion bei einer Temperatur von -33°C und bei einem Überdruck
von 8.5 bar vom Spaltgasgemisch abgetrennt. Der gasförmig aus
der Kolonne abgegebene Chlorwasserstoff war mit 60 Volppm
Methan, 2.5 Volppm Ethan, 362 Volppm Ethylen, 2560 Volppm Ace
tylen, 1.2 Volppm Vinylchlorid und 2.1 Volppm Ethylchlorid
verunreinigt.
Bei dem genannten Druck- und Temperaturniveau wurden 110
kmol/h des verunreinigten Chlorwasserstoffs verflüssigt (Ver
flüssigungsgrad 0.23) und anschließend nach Druckerhöhung über
ein Flüssig-HCl-Pumpe bei einem Überdruck von 13 bar ver
dampft. Der verdampfte Flüssigchlorwasserstoff enthielt noch
3.4 Volppm Methan, 0.7 Volppm Ethan, 220.9 Volppm Ethylen,
3866.6 Volppm Acetylen, 1.1 Volppm Vinylchlorid und 6.2 Volppm
Ethylchlorid.
Dieses Gemisch wurde auf 150°C vorgewärmt und nach Zugabe von
22.5 m3/h Chlorgas entsprechenden Druckes in einem ersten Re
aktor, der mit 0.8 m3 Katalysator, bestehend aus Aktivkohle
dotiert mit je 16 Gew.-% CuCl2 und MnCl2, befüllt war, eingelei
tet. Bei adiabatischer Reaktionsführung wurden Ethylen, Acety
len und Vinylchlorid mit Chlor zu 1,1,2,2-Tetrachlorethan,
1,2-Dichlorethan und 1,1,2-Trichlorethan umgesetzt. Das Reak
tionsgemisch verließ den ersten Reaktor mit einem Überschuß
von etwa 1000 Volppm Chlor. Die Konzentration von Ethylen und
Acetylen lag bei Werten < 1 Volppm.
Nach Zumischen von 5 m3/h gasförmigen Vinylchlorids entspre
chenden Druckes und Zwischenkühlung auf etwa 125°C wurde das
Reaktionsgemisch in einen zweiten Reaktor, der mit 0.5 m3 des
gleichen Katalysators wie im ersten Reaktor befüllt war, zur
Umsetzung des freien Chlors mit Vinylchlorid zu 1,1,2-Tri
chlorethan eingeleitet. Das Reaktionsgemisch verließ den zwei
ten Reaktor chlorfrei mit einem Gehalt von etwa 1000 Volppm
Vinylchlorid.
Nach Abkühlung unter Teilkondensation der gebildeten Chlorie
rungsprodukte wurde der Gasstrom in einer Destillationskolonne
bei einem Überdruck von 12.5 bar und einer Kopftemperatur von
-23°C, unter Rückführung von 1.5 t/h Flüssigchlorwasserstoff
als Rücklauf zur Kolonne, fraktioniert. Zur Aufrechterhaltung
eines konstanten Blasenstandes und einer konstanten Blasentem
peratur von etwa 75°C wurden in die Kolonnenblase ca. 20 kg/h
Vinylchlorid flüssig zugegeben. Das im Sumpf der Kolonne an
fallende Produkt enthielt neben Vinylchlorid und Ethylchlorid
die Chlorierungsprodukte 1,2-Dichlorethan, 1,1,2-Trichlorethan
und 1,1,2,2-Tetrachlorethan. Der am Kopf der Kolonne anfallen
de Chlorwasserstoff wurde mit folgender Reinheit zur Herstel
lung von Trichlorsilan zur Verfügung gestellt:
| Methan | 3.4 Volppm |
| Ethan | 0.7 Volppm |
| Ethylen | 0.1 Volppm |
| Acetylen | 0.4 Volppm |
| Vinylchlorid | 0.3 Volppm |
| Ethylchlorid | 0.1 Volppm |
Claims (5)
1. Verfahren zur Reinigung von gasförmigem, methanhaltigem
Chlorwasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der gasför
mige Chlorwasserstoff bei 8 bis 13 bar Überdruck und bei
einer Temperatur von -22°C bis -36°C partialkondensiert
wird, der gasförmige Anteil abgetrennt wird und der ver
flüssigte Chlorwasserstoff nach Verdampfung isoliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Partialkondensation mit einem Verflüssigungsgrad von 0.1
bis 0.3 durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der nach der Partialkondensation flüssig vorliegende
Anteil des Chlorwasserstoffs
- a) bei einem Druck von 5 bis 20 bar abs. verdampft, auf eine Temperatur von 120°C bis 220°C erwärmt und in einem adiabatisch betriebenen Reaktor in Gegenwart eines Aktiv kohle-Katalysators, der mit Übergangsmetallchloriden im prägniert ist, mit Chlorgas in solchen Mengen umgesetzt wird, daß bei Austritt aus dem Reaktor im Chlorwasserstoff noch 100 bis 2000 Volppm Chlor enthalten sind, und
- b) in einem zweiten adiabatisch betriebenem Reaktor, in Gegenwart desselben Katalysators, das Reaktionsgemisch bei Temperaturen von 80°C bis 180°C mit bei Atmosphärendruck gasförmigen Olefinen oder Chlorolefinen, die bei Atmosphä rendruck im Temperaturbereich von -50°C bis +10°C sieden, in solchen Mengen umgesetzt wird, daß in dem aus dem Reak tor austretenden Chlorwasserstoff noch 100 bis 1500 Volppm dieser Olefine oder Chlorolefine enthalten sind, und
- c) das in dieser Stufe erhaltene Reaktionsgemisch durch Tieftemperaturdruckrektifikation getrennt und der reine Chlorwasserstoff bei einem Druck von 9 bis 14 bar abs. und einer Temperatur von -20°C bis -40°C durch Kondensation isoliert wird.
4. Verwendung des nach Anspruch 1 bis 3 erhaltenen Chlorwas
serstoffs bei der Herstellung von Halbleitermaterialien.
5. Verwendung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Chlorwasserstoff zur Trichlorsilansynthese verwendet
wird.
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