DE19716369A1 - Vorrichtung zum Durchführen kontinuierlicher elektrolytischer Abscheidungsprozesse - Google Patents
Vorrichtung zum Durchführen kontinuierlicher elektrolytischer AbscheidungsprozesseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Durchführen kontinuierlicher
elektrolytischer Abscheidungsprozesse umfassend eine rotierende katho
dische Stromrolle mit einer über ihre gesamte nutzbare Breite elektrisch
leitenden Oberfläche und eine oder mehrere etwa konzentrisch zur Strom
rolle mit Abstand angeordnete Anoden, wobei der zwischen der Stromrolle
und der Anode befindliche Abstandsraum von einem das abzuscheidende
Metall in gelöster Form enthaltenden Elektrolyten durchströmt ist, welcher
Stromrolle in randlicher Anordnung Mittel zum Verhindern einer Be
schichtung der bei elektrolytischen Abscheidungsprozessen von der
Stromrolle ungenutzten Bereiche zugeordnet sind.
Eine Vorrichtung zur elektrolytischen Metallbandherstellung ist beispiels
weise aus der US-PS 2 044 415 bekannt. Eine angetriebene kathodische
Stromrolle bildet mit konzentrisch zur zylindrischen Oberfläche der Strom
rolle angeordneten Anoden, die die Stromrolle etwa in einem Winkel von
160 Grad umgebend angeordnet sind, einen Abstandsraum. Der Ab
standsraum wird von dem das abzuscheidende Metall enthaltenden Elek
trolyten durchströmt. Bei einem Stromfluß scheidet sich dann das zu
nächst in gelöster Form in dem Elektrolyten enthaltene Metall auf der ka
thodischen Oberfläche der Stromrolle ab. Durch die rotierende Bewegung
der Stromrolle kann die elektrolytische Beschichtung dann als Folie oder
dünnes Metallband nach ihrem Austritt aus dem Elektrolyten abgezogen
und nachfolgenden Bearbeitungsschritten kontinuierlich zugeführt werden.
Bei dieser bekannten Stromrolle wird die gesamte Stromrollenbreite für
die elektrolytischen Abscheidungsprozesse zum Bilden der Metallfolie
verwendet. Damit die Stromrolle in ihrem Randbereich im Übergang zu
ihren Stirnflächen einer elektrolytischen Beschichtung nicht unterworfen
ist, welches zu einer Beschädigung derselben führen würde, wird ein im
Querschnitt kreisförmiges Gummiband verwendet, welches sich auf der
stirnseitigen Kante der Stromrolle und auf einem nicht leitenden, an der
Stromrolle stirnseitig angeordneten Flansch abstützt. Dieses abdichtende
Gummiband gewährleistet, daß ein Stromfluß zu den Stirnseiten der
Stromrolle hin und somit eine elektrolytische Beschichtung dieser Berei
che verhindernd vermieden ist.
Durch die spaltbedingte randliche Verhinderung von elektrolytischen Ab
scheidungen ist diese vorbekannte Vorrichtung lediglich zum Herstellen
von Metallbändern oder -folien in einer einzigen Breite, nämlich der Breite
der Stromrolle, geeignet. Für eine Herstellung von Metallbändern unter
schiedlicher Breite ist diese Vorrichtung jedoch ungeeignet. Ebenfalls ist
diese bekannte Vorrichtung nicht zum einseitigen elektrolytischen Be
schichten von Metallbändern vorgesehen.
Eine Vorrichtung zum einseitigen elektrolytischen Beschichten von Metall
bändern ist aus der WO 94/10360 bekannt. Um die angetriebene kathodi
sche Stromrolle ist kontaktierend ein außenseitig zu beschichtendes Me
tallband geführt. Dabei wird das Metallband über eine Umlenkrolle mit
möglichst geringem Abstand zur Stromrolle dieser zugeführt und auf der
gegenüberliegenden Seite über eine weitere Umlenkrolle nach der Be
schichtung weitergeführt. Das Metallband durchläuft einen von einem
Elektrolyten durchströmten Abstandsraum, in welchem das Metallband
elektrolytisch beschichtet wird. Seitlich wird der durch die Bandoberfläche
und die gegenüberliegend angeordnete Anode gebildete Abstandsraum
durch Dichtungen begrenzt, die zur Anpassung an unterschiedliche Brei
ten von zu beschichtenden Metallbändern in Achsrichtung der Stromrolle
einrichtbar sind. Diese Dichtungen stützen sich mit einem Dichtungsab
schnitt jeweils im Randbereich des zu beschichtenden Metallbandes ab.
Diese sich abstützenden Dichtungsabschnitte kontaktieren die Oberfläche
des zu beschichtenden Metallbandes in einem Umschlingungswinkel, der
so groß ist, daß eine ausreichende Dichtigkeit beim Eintreten des Metall
bandes in den Elektrolyten gegeben ist.
Mit einer solchen Vorrichtung lassen sich unterschiedlich breite Metall
bänder einseitig beschichten. Die bei schmalen Metallbandbreiten nicht
genutzten Abschnitte der Stromrolle sind, da durch die Abdichtungsmaß
nahme diese Abschnitte nicht mit Elektrolyt benetzt sind, vor elektrolyti
schen Beschichtungen geschützt. Auch wenn mit dieser bekannten Vor
richtung eine unerwünschte elektrolytische Beschichtung der nicht ge
nutzten Randbereiche der Stromrolle verhindert ist, so stellt sich insbe
sondere bei einer Beschichtung von sehr dünnen Metallbändern, etwa
Folien, das Abstützen der Dichtungsabschnitte auf den Metallbändern als
nachteilig dar. Gerade bei sehr dünnen zu beschichtenden Metallbändern
hinterlassen diese Dichtungsabschnitte, an denen das zu beschichtende
Metallband vorbeigezogen wird, Markierungen. Die Randabschnitte sol
cher Bänder oder Folien müssen dann in einem nachfolgenden Arbeits
schritt abgetrennt werden.
Mit einem Gegenstand gemäß der WO 94/10360 ist eine elektrolytische
Metallbandherstellung nicht durchführbar.
Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung
daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung vorzu
schlagen, bei der nicht nur der nutzbare Bereich der Stromrolle einrichtbar
ist und die ungenutzten Bereiche der Stromrolle wirksam vor uner
wünschten elektrolytischen Beschichtungen geschützt ist, sondern mit der
sowohl eine elektrolytische Metallbandherstellung sowie eine einseitige
elektrolytische Beschichtung von Metallbändern möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Stromrolle
an jeder Seite ein von der Stirnseite über die zylindrische Oberfläche der
Stromrolle ragendes Abschirmband aus einem elektrisch isolierendem
Material zugeordnet ist, das zwischen der kathodischen Stromrolle und
der oder den Anoden und angrenzend an den von der Stromrolle zu elek
trolytischen Abscheidungsprozessen genutzten Bereich (Nutzbereich),
den bei dem Abscheidungsprozeß ungenutzten Randbereich der Strom
rolle elektrisch abschirmend und die Stromrolle zumindest in Füllhöhe des
Elektrolyten umgebend angeordnet ist, wobei die jeweils zum Nutzbereich
weisende Seite eines Abschirmbandes einen in diese Richtung weisen
den, sich über die Länge des Abschirmbandes erstreckenden Absatz auf
weist.
Durch Vorsehen eines Abschirmbandes, zweckmäßigerweise eines bieg
samen Bandes aus elektrisch nicht leitendem Material, welches die Strom
rolle im Bereich des Elektrolyten umgebend angeordnet ist, ist eine elek
trisch wirksame Abschirmung zwischen der oder den Anoden, die zweck
mäßigerweise unlöslich sind, und der von dem Abschirmband bedeckten
Abschnitte der als Kathode dienenden Stromrolle geschaffen. Ein elektri
scher Stromfluß zwischen der Anode und der Kathode findet daher nur im
Nutzbereich der Stromrolle und somit in den von den Abschirmbändern
nicht bedeckten Bereichen statt, so daß eine elektrolytische Beschichtung
auf den jeweiligen Nutzbereich der Stromrolle beschränkt ist. In den von
den Abschirmbändern bedeckten Abschnitten findet ein Stromfluß und
somit auch eine elektrolytische Beschichtung dagegen nicht statt. Um zu
gewährleisten, daß auch im zum Nutzbereich weisenden Randbereich
eines Abschirmbandes eine erhöhte elektrolytische Beschichtung der
Stromrollenoberfläche verhindert ist, weist dieses einen zur Stromrolle
gerichteten Absatz auf. Dadurch wird auch erreicht, daß in den äußeren
Randabschnitten des herzustellenden oder zu beschichtenden Metallban
des eine randlich ausdünnende Schichtdicke besteht, die bis zur Band
kante auf null verringert ist, so daß auch keine Beschichtung der Strom
rolle außerhalb des Nutzbereichs erfolgt.
Der Nutzbereich der Stromrolle kann beispielsweise dadurch bestimmt
werden, daß für unterschiedliche Abscheidungsprozesse unterschiedlich
breite Abschirmbänder randlich die Stromrolle abschirmend vorgesehen
sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl zur elektrolytischen Her
stellung von Metallbändern oder -folien sowie zum einseitigen elektrolyti
schen Beschichten von Metallbändern geeignet, da die Vorrichtung zum
Schutze der nicht genutzten Stromrollenabschnitte das Prinzip der elektri
schen Abschirmung und nicht das Prinzip einer Flüssigkeitsabdichtung,
wie beispielsweise beim Gegenstand der WO 94/10360 verwendet, be
nutzt. Bei einer einseitigen elektrolytischen Beschichtung von Metallbän
dern greift der Randbereich des zu beschichtenden Metallbandes in den
zum Nutzbereich weisenden Absatz der Abschirmbänder ein, so daß die
seitliche Kante des Metallbandes bereits so weit elektrisch abgeschirmt
ist, daß eine übermäßige Beschichtung dieser Metallbandabschnitte und
eine Beschichtung der Stromrolle in denjenigem Abschnitt vor einer elek
trolytischen Beschichtung geschützt ist, der unmittelbar an den vom zu
beschichtenden Metallband bedeckten Bereich grenzt.
Zweckmäßigerweise sind die beiden zur Abschirmung verwendeten bieg
samen Abschirmbänder jeweils über die Stirnseite der kathodischen
Stromrolle hinausragend angeordnet. Die über die Stirnseiten hinausra
genden Abschnitte können verwendet werden, um die beiden Abschirm
bänder bezüglich der Breite des Nutzbereichs der Stromrolle und somit an
die Breite des abzuschirmenden Randabschnittes der Stromrolle ange
paßt einzurichten. Mit diesen Abschirmbändern kann somit die Nutzbreite
der Stromrolle durch Verschieben der Abschirmbänder an die jeweilig ge
wünschte Breite des Nutzbereiches eingerichtet werden, ohne daß ein
Wechsel der Abschirmbänder erfolgen muß.
An seiner zur Stromrolle gerichteten Seite weist ein sich an der Oberflä
che der Stromrolle abstützendes Abschirmband zweckmäßigerweise
Stützstege und wechselweise mit den Stützstegen angeordnete Ablauf
nuten auf. Durch die Ablaufnuten wird neben einem unmittelbar in den
Abstandsraum reichenden Elektrolytauslauf auch auf diesem Wege Elek
trolyt aus dem Abstandsraum abgeführt. Darüberhinaus erfolgt, insbeson
dere bei zu beschichtenden dünnen Metallbändern, wie etwa Folien,
durch den entstehenden Sog ein Anpressen der Folie vor allem in ihrem
Randbereich an die Stromrolle, wodurch eine bestimmungsgemäße Fixie
rung der Folie an der Stromrolle begünstigt ist.
Vorzugsweise sind jedem Abschirmband an seiner von dem Nutzbereich
der Stromrolle wegweisenden, über die Stirnseite der Stromrolle hinaus
ragenden Seite Rückhaltemittel zugeordnet, die mit einer Verstellvorrich
tung zum Einrichten der Bänder bezüglich der Breite des jeweils abzu
schirmenden Stromrollenrandes im Eingriff stehen. In einem Ausfüh
rungsbeispiel sind als Rückhaltemittel voneinander beabstandete Stege,
in Reihe angeordnet vorgesehen, die in einer etwa komplementär ausge
bildeten Aufnahmenut eines Aufnahmestückes gehalten sind. Dabei ist die
Beabstandung der Stege gewählt, um ein Einfädeln eines Abschirmban
des in ein solches Aufnahmestück zu erleichtern. Zweckmäßigerweise
steht ein solches Aufnahmestück mit Kolben-Zylinderanordnungen im
Eingriff, mit denen die Einrichtung eines Abschirmbandes bezüglich der
Breite der abzuschirmenden Stromrollenabschnitte erfolgt. Jedoch sind
auch andere Mittel zum Einrichten des Aufnahmestückes, wie etwa Spin
deln, gegebenenfalls motorisch angetrieben, denkbar.
Weitere Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung sind Bestandteil der
Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzug
ten Ausführungsbeispieles. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zum einseitigen
elektrolytischen Beschichten von Metallbändern entlang der
Linie A-B der Fig. 2,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung der Fig. 1 entlang
der Linie C-D der Fig. 1,
Fig. 3 eine Detailvergrößerung des mit "X" gekennzeichneten Be
reiches der Fig. 2 und
Fig. 4 einen Schnitt entsprechend der Darstellung der Fig. 1 einer
Vorrichtung zur elektrolytischen Metallbandherstellung.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zum einseitigen elektrolytischen Beschich
ten von Metallbändern (Beschichtungsvorrichtung) 1. Die Beschichtungs
vorrichtung umfaßt eine Wanne 2, in der eine kathodische Stromrolle 3
drehbar gelagert ist. Die Drehrichtung der Stromrolle 3 ist durch den Pfeil
4 angedeutet. Bei der Stromrolle 3 handelt es sich um eine ungeteilte
Stromrolle, deren zylindrische Oberfläche über die gesamte Breite der
Stromrolle 3 elektrisch leitend ausgebildet ist. Durch Vorsehen einer sol
chen ungeteilten Stromrolle 3 sind insbesondere bei einer Beschichtung
von dünnen Metallbändern auftretende Markierungen, wie sie bei geteilten
Stromrollen auftreten, vermieden. Die notwendigen Anoden sind bei dem
in Fig. 1 dargestellten Schnitt nicht erkennbar; diese befinden sich hinter
einer Stützwand 5. Bei den verwendeten Anoden handelt es sich um un
lösliche Anoden. Der durch die Oberfläche der Stromrolle 3 und die An
oden gebildete Abstandsraum 6 ist von einem Elektrolyten durchströmt,
der kontinuierlich über eine Elektrolytzuführung 7 in den Abstandsraum 6
eingebracht und über die Vorrichtung 7' abgezogen wird. Die Zuführrich
tung des Elektrolyten ist durch den Pfeil 8 angedeutet. Die Strömungs
richtung des Elektrolyten ist somit gleichsinnig bezüglich der Drehrichtung
4 der Stromrolle 3. In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbei
spiel ist vorgesehen, daß die Strömungsrichtung des Elektrolyten entge
gengesetzt zur Drehrichtung 4 der Stromrolle 3 vorgesehen ist. Randlich
ist der Abstandsraum 6 durch jeweils ein Abschirmband 9, 9' begrenzt,
von denen in Fig. 1 nur das Abschirmband 9 erkennbar ist. Die zur
Stromrolle 3 weisende Seite des Abschirmbandes 9 ist durch wechselwei
se angeordnete Stützstege 10 und Ablaufnuten 11 strukturiert ausgebil
det. Mit den Stützstegen 10 stützt sich das Abschirmband 9 an der abzu
schirmenden Oberfläche der Stromrolle 3 ab. Die Ablaufnuten 11 dienen
zum Ablaufen des in dem Abstandsraum 6 befindlichen Elektrolyten und
münden außenseitig jeweils in einen Sammler 12. Im Tiefsten eines
Sammlers 12 ist jeweils ein Auslauf 13 angeordnet, aus dem gemäß dem
Pfeil 14 der aus den Ablaufnuten 11 ausgetretene Elektrolyt abgezogen
wird.
Ein zu beschichtendes Metallband 15 wird an einer ersten Umlenkrolle 16
zum Zuführen desselben in den Abstandsraum 6 umgelenkt. Dabei ist
vorgesehen, daß das Metallband 15 bereits vor seinem Eintritt in den mit
dem Elektrolyten befüllten Abstandsraum 6 die Oberseite der kathodi
schen Stromrolle 3 kontaktiert. Beim Durchlaufen des Abstandsraumes
erfolgt dann auf der Außenseite des Metallbandes 15 die gewünschte Be
schichtung. Das nach Durchlaufen der Beschichtungsvorrichtung 1 be
schichtete Metallband 15' wird über eine zweite Umlenkrolle 17 weiterge
führt.
Aus dem in Fig. 2 gezeigten Längsschnitt der Beschichtungsvorrichtung
1 wird die Anordnung der beiden Abschirmbänder 9, 9' in Bezug auf den
Nutzbereich N der Stromrolle 3 deutlich. Der obere Teil des Längsschnit
tes der Fig. 2 zeigt die Abschirmbänder 9, 9', die im Bereich jeweils ei
nes Stützsteges 10, 10' während die Abschirmbänder 9, 9' im unteren Teil
dieses Längsschnittes im Bereich jeweils einer Ablaufnut 11, 11' ge
schnitten dargestellt sind. Die Abschirmbänder 9, 9' weisen eine Breite
auf, bei der gewährleistet ist, daß auch bei dem zu beschichtenden Me
tallband mit geringster Breite diese stirnseitig über die Stromrolle 3 hin
ausragen. Mit diesen, über die Stirnseite der Stromrolle 3 hinausragenden
Endabschnitten stehen die Abschirmbänder 9, 9' jeweils mit einer Ver
stellvorrichtung 18, 18' im Eingriff, mittels der die Abschirmbänder 9, 9'
bezüglich der Breite des von der Stromrolle 3 abzuschirmenden Randab
schnittes einrichtbar sind. Zu diesem Zweck weisen die Abschirmbänder
9, 9' außenseitig jeweils Rückhaltestege 19, 19' auf, die in eine entspre
chend geformte Aufnahme 20, 20' eines Aufnahmestückes 21, 21' ein
greifen. Bei den Rückhaltestegen 19, 19' handelt es sich um eine Vielzahl
voneinander beabstandeter einzelner Stege.
Im Bereich des über die Stirnseite der Stromrolle 3 hinausragenden Ab
schnittes der Abschirmbänder 9, 9' sind in den Ablaufnuten 11, 11' Ab
lauföffnungen 22, 22' eingebracht, damit heraustretender Elektrolyt durch
diese Ablauföffnungen 22, 22' in die darunter angeordneten Sammler 12,
12' ablaufen kann.
Die Verstellvorrichtungen 18, 18' umfassen jeweils zwei Kolben-
Zylinderanordnungen, die sich an der Wanne 2 abstützen, mittels denen
die Aufnahmestücke 21, 21' axial bezüglich der Stromrolle 3 bewegbar
und einrichtbar sind. Fig. 2 zeigt eine Anordnung der Abschirmbänder 9,
9', die lediglich zur Illustration der Variabilität der Einrichtbarkeit der Ab
schirmbänder 9, 9' gewählt worden ist. Darin ist das Abschirmband 9 mit
seiner Verstellvorrichtung 18 in einer Stellung gezeigt, die zur Erstellung
eines relativ breiten Nutzbereiches N, hier: zur Beschichtung eines relativ
breiten Metallbandes gewählt werden würde. Dagegen ist das Abschirm
band 9' mit seiner Verstellvorrichtung 18' in einer Stellung gezeigt, die zur
Bildung eines relativ schmalen Nutzbereiches N, hier: zum Beschichten
eines sehr viel schmaleren Metallbandes, gewählt werden würde. In bei
den Fällen ist gewährleistet, daß die von dem Metallband nicht benutzten
Bereiche der Stromrolle 3 durch die Abschirmbänder 9, 9' elektrisch abge
schirmt sind und somit keiner elektrolytischen Beschichtung unterliegen.
Im Normalfall sind die Abschirmbänder 9, 9' jedoch bezüglich der Mittelli
nie 23 der Stromrolle 3 zentriert angeordnet.
Die Einrichtung der Abschirmbänder 9, 9' mittels ihrer Verstellvorrichtung
18, 18' kann über eine entsprechend positionierte Fotozelle erfolgen, mit
der die jeweilige Breite eines zu beschichtenden Metallbandes 15 auf der
Stromrolle 3 erfaßt wird. Über eine von einer solchen Fotozelle beauf
schlagte Steuereinrichtung werden dann die Verstellvorrichtungen 18, 18'
zum Einrichten der Abschirmbänder 9, 9' angesteuert.
Besonders deutlich wird die Anordnung der Abschirmbänder 9, 9' aus der
in Fig. 3 dargestellten Ausschnittsvergrößerung "X" des Abschirmbandes
9'. Das Abschirmband 9' stützt sich mit seinen Stützstegen 10' an der
elektrisch leitend ausgebildeten Außenseite der Stromrolle 3 ab. Lediglich
im Bereich der Ablaufnuten 11' steht auch dieser Randabschnitt der
Stromrolle 3 in Kontakt mit dem Elektrolyten. Durch die elektrisch nicht
leitende Ausbildung des Abschirmbandes 9' ist dieser Bereich der Strom
rolle 3 jedoch elektrisch abgeschirmt, so daß eine elektrolytische Be
schichtung dieser Randabschnitte verhindert ist. Das Abschirmband 9'
wird mit geeigneten Spannmitteln in Kontakt zur Außenseite der Strom
rolle 3 gehalten. Zwischen der Oberseite der Stromrolle 3 und dem Ab
schirmband 9' besteht daher ein gleitender Kontakt. Die Abschirmbänder
9, 9' stützen sich in Drehrichtung 4 der Stromrolle 3 endseitig an einem
Anschlag ab.
Außenseitig stützt sich das Abschirmband 9' an der in der Stützwand 5
aufgenommenen Anodenhalterung 24 ab, wobei das Abschirmband 9' für
seine Einrichtbarkeit in Längsrichtung der Stromrolle 3 einen gleitend ab
gedichteten Kontakt aufweist. In der Anodenhalterung 24 ist die Anode A
gehalten.
In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen,
daß die Abschirmbänder 9, 9' mit sich an der Anodenhalterung 24 abstüt
zenden Druckmitteln gegen die Oberfläche der Stromrolle 3 gedrückt wer
den. Als solches Druckmittel kann beispielsweise ein aufblasbarer
Schlauch vorgesehen sein.
Die zum Metallband 15 weisende Seite des Abschirmbandes 9' trägt ei
nen Absatz 25', dessen Höhe an die Dicke des aufzunehmenden Metall
bandes 15 angepaßt ist. Durch den Absatz 25' ist ein Vorsprung 26', der
außenseitig über den äußeren Randbereich des Metallbandes 15 ragt
gebildet. Durch den über das Metallband 15 ragenden Vorsprung 26' wird
eine Beschichtung des äußersten Randbereiches des Metallbandes bis
zur Bandkante auf eine Schichtdicke von null verringert, so daß auch kei
ne Beschichtung der Stromrolle außerhalb des Nutzbereichs N erfolgt.
Aus der Anordnung des Abschirmbandes 9' wird deutlich, daß mit diesem
eine wirksame elektrische Abschirmung der nicht von dem Metallband 15
bedeckten Bereiche der Stromrolle 3 erzielt wird, ohne daß Mittel zum Er
zielen einer Flüssigkeitsabdichtung zum Fernhalten des Elektrolyten von
diesem Bereich vorgesehen werden müssen. Insbesondere wird aus Fig.
3 deutlich, daß das Metallband 15 frei in dem Absatz 25', ohne Kontakt zu
dem Abschirmband 9' geführt ist.
In Fig. 4 ist die Beschichtungsvorrichtung 1 abgebildet, wobei die Be
schichtungsvorrichtung 1 nunmehr zur elektrolytischen Metallbandher
stellung eingerichtet ist. Die Zuführung eines zu beschichtenden Metall
bandes über die Umlenkrolle 16 erfolgt daher nicht. Bei einem Stromfluß
scheidet sich auf der zylindrischen Oberfläche der Stromrolle 3 ein metal
lischer Belag ab, der im Bereich des Austretens der Stromrolle 3 aus dem
Abstandsraum 6 durch die Rotation der Stromrolle 3 von dieser über die
Umlenkrolle 17 abgezogen wird. Das auf diese Weise hergestellte Metall
band 28 kann dann einer weiteren Bearbeitung kontinuierlich zugeführt
oder zur Zwischenlagerung aufgerollt werden. Die Oberfläche der Strom
rolle 3 ist zu diesem Zweck derart konditioniert, daß gewährleistet ist, daß
der sich bildende metallische Belag auf der Stromrollenoberfläche nur ge
ring anhaftet und somit ohne weiteres abgezogen werden kann.
Zur Einrichtung der gewünschten Breite des herzustellenden Metallban
des werden die Abschirmbänder 9, 9' so eingerichtet, daß der Nutzbereich
N der Stromrolle der Breite des herzustellenden Metallbandes 28 ent
spricht. Durch die Möglichkeit des Einrichtens der Abschirmbänder 9, 9' ist
die Vorrichtung 1 zur Herstellung unterschiedlich breiter Metallbänder ge
eignet.
Aus den dargestellten Ausführungsbeispielen wird deutlich, daß die Be
schichtungsvorrichtung 1 ohne Durchführung von Änderungen sowohl zur
einseitigen elektrolytischen Beschichtung von Metallbändern als auch zum
eigentlichen Herstellen von Metallbändern mittels Elektrolyse geeignet ist.
Die Variabilität bezüglich der Einrichtbarkeit über die Abschirmbänder 9, 9'
ermöglicht einen universellen Einsatz der Vorrichtung 1.
1
Beschichtungsvorrichtung
2
Wanne
3
Stromrolle
4
Pfeil
5
Stützwand
6
Abstandsraum
7
Elektrolytzuführung
8
Pfeil
9
,
9
' Abschirmband
10
,
10
' Stützsteg
11
,
11
' Ablaufnut
12
,
12
' Sammler
13
Auslauf
14
Pfeil
15
Metallband
16
Umlenkrolle
17
Umlenkrolle
18
,
18
' Verstellvorrichtung
19
,
19
' Rückhaltesteg
20
,
20
' Aufnahme
21
,
21
' Aufnahmestück
22
,
22
' Ablauföffnung
23
Mittellinie
24
Anodenhalterung
25
' Absatz
26
' Vorsprung
27
' Randspalt
28
Metallband
A Anode
N Nutzbereich der Stromrolle
A Anode
N Nutzbereich der Stromrolle
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Durchführen kontinuierlicher elektrolytischer Ab
scheidungsprozesse umfassend eine rotierende kathodische
Stromrolle (3) mit einer über ihre gesamte nutzbare Breite elek
trisch leitenden Oberfläche und eine oder mehrere etwa konzen
trisch zur Stromrolle (3) mit Abstand angeordneten Anode (A), wo
bei der zwischen der Stromrolle (3) und der Anode (A) befindliche
Abstandsraum (6) von einem das abzuscheidende Metall in gelö
ster Form enthaltenden Elektrolyten durchströmt ist, welcher Strom
rolle (3) in randlicher Anordnung Mittel zum Verhindern einer Be
schichtung der bei elektrolytischen Abscheidungsprozessen von
der Stromrolle (3) ungenutzten Bereiche zugeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stromrolle (3) an jeder Seite ein von der
Stirnseite über die zylindrische Oberfläche der Stromrolle (3) ra
gendes Abschirmband (9, 9') aus einem elektrisch isolierendem
Material zugeordnet ist, das zwischen der kathodischen Stromrolle
(3) und der oder den Anoden (A) und angrenzend an den von der
Stromrolle zu elektrolytischen Abscheidungsprozessen genutzten
Bereich (Nutzbereich) (N), den bei dem Abscheidungsprozeß un
genutzten Randbereich der Stromrolle (3) elektrisch abschirmend
und die Stromrolle (3) zumindest in Füllhöhe des Elektrolyten um
gebend angeordnet ist, wobei die jeweils zum Nutzbereich (N) wei
sende Seite eines Abschirmbandes (9, 9') einen in diese Richtung
weisenden, sich über die Länge des Abschirmbandes (9, 9') er
streckenden Absatz (25') aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Abschirmband (9, 9') mit seiner vom Nutzbereich (N) wegweisen
den Seite über die seitliche Stirnfläche der Stromrolle (3) hinausra
gend angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Abschirmband (9, 9') an der abzuschirmenden Ober
fläche der Stromrolle (3) abstützt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abschirmband (9, 9') an seiner zur Stromrolle (3) weisenden Seite
quer zur Bandlänge ausgerichtete Stützstege (10, 10') und wech
selweise mit diesen angeordnete Ablaufnuten (11, 11') aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ablaufnuten (11, 11') im Bereich ihrer Auslauf
enden Ablauföffnungen (22, 22') aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich das Abschirmband (9, 9') außenseitig abge
dichtet an einer Aufnahme (24) zur Halterung der Anoden (A) ab
stützt.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß jedes Abschirmband (9, 9') an seiner
stirnseitig über die Stromrolle (3) hinausragenden Seite Rückhal
temittel (19, 19') aufweist, die mit einer Verstellvorrichtung (18, 18')
zum Einrichten der Abschirmbänder (9, 9') bezüglich der Breite des
jeweils abzuschirmenden Stromrollenrandes im Eingriff stehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verstellvorrichtung (18, 18') ein teilringförmiges Aufnahmestück
(21, 21') umfaßt, in dessen zur Stromrolle (3) weisenden Seite eine
Aufnahmenut (20, 20') zur Aufnahme des äußeren Randes des Ab
schirmbandes (9, 9') mit seinen Rückhaltemitteln (19, 19') ange
ordnet ist, welches Aufnahmestück (21, 21') in Achsrichtung der
Stromrolle (3) einrichtbar angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Verstellvorrichtung (18, 18') zum axialen Einrichten eines Auf
nahmestückes (21, 21') zwei Kolben-Zylinderanordnungen umfaßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückhaltemittel Stege (19, 19') sind, die in Abständen voneinander
in Längsrichtung des Abschirmbandes (9, 9') an dessen äußerem
Rand von der Bandfläche abragend angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die zur Stromrolle (3) weisende
Seite jedes Abschirmbandes (9, 9') zumindest im Bereich der mit
der Stromrolle (3) kontaktierenden Abschnitte reibungsmindernd
beschichtet ist.
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