DE19714059A1 - Thermoplastischer Werkstoff auf der Basis von Polysacchariden sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselben - Google Patents
Thermoplastischer Werkstoff auf der Basis von Polysacchariden sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselbenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft neue thermoplastische Werkstoffe auf der Basis
von Polysaccharidethern die gleichzeitig durch Carbonsäureestergruppen und
Carbamatgruppen substituiert sind, sowie Mischungen solcher Derivate mit nieder
molekularen aliphatischen Harnstoffderivaten.
Weiterhin betrifft die Erfindung die Herstellung solcher Derivate und Mischungen aus
Polysaccharidethern und aliphatischen oder aromatischen Carbonsäuren oder Carbon
säurederivaten und aliphatischen Monoisocyanaten in einem geeigneten Lösungs
mittel. Die erfindungsgemäßen Werkstoffe werden nach Entfernen der Lösungsmittel
bevorzugt als thermoplastisches Material durch Spritzguß oder Extrusion verarbeitet.
Es können Formteile, Fasern, Folien sowie auch Schäume oder Beschichtungen her
gestellt werden.
Es ist bekannt, daß aus Polysacchariden, insbesondere aus Stärken oder Cellulosen
durch Veresterung oder Veretherung der freien Hydroxylgruppen bei homogener
Reaktionsführung thermoplastisch verarbeitbare Materialien hergestellt werden
können (vergl. Enzyclopedia of Polymer Science and Technology Vol. 3, 1985).
Thermoplastische Materialien werden z. B. nach EP 626 392 entsprechend auch durch
Veresterung von Polysaccharid-Hydroxyalkylethern gewonnen.
JP 142938 und Macromolecules 18, 1985, 1746-1752 beschreiben die Umsetzung von
Celluloseethern mit Säurechloriden oder mit Carbonsäureanhydriden.
J. Appl. Polym. Sci. 52, 1994, 755-761 und J. Env. Polym. Degr. 3, 1995, 115-118
beschreiben die Herstellung von thermoplastischen Celluloseestern aus Cellulose und
langkettigen ungesättigten Fettsäureestern in Pyridin/DMF.
Die thermoplastische Verarbeitbarkeit von Polysaccharidderivaten ist abhängig vom
mittleren Substitutionsgrad der Anhydroglucose-Wiederholungseinheit, im folgenden
als DS bezeichnet, dieser beträgt bspw. bei thermoplastischen aliphatischen Cellulose
esterderivaten mindestens ca. 2.0.
Zur thermoplastischen Verarbeitung müssen diesen Polysaccharidderivaten noch
Hilfsmittel, speziell Weichmacher, die die Viskosität des erweichenden Materials
erniedrigen, zugesetzt werden (F. Müller, Ch. Leuschke in. Becker/Braun: Kunststoff-
Handbuch Bd 3/1: Hanser Verlag München 1992). Bei höheren Temperaturen
<220°C wird die Zersetzung und Verfärbung von Polysaccharidderivaten beobachtet.
Während die Veretherung üblicherweise durch Reaktion von Alkalicellulose mit
Epoxiden wie z. B. Ethylenoxid oder Propylenoxid in einem inerten Suspensionsmittel
durchgeführt wird, werden Veresterungen üblicherweise in einem Lösungsprozeß mit
Säuren als Lösungsmittel durchgeführt. Hierbei dient der Quellungsvorgang auch zur
Aktivierung der Cellulose (Enzyclopedia of Polymer Science and Technology Vol. 3,
1985).
Die Synthese der bekannten Polysaccharidcarbon- und -dicarbonsäurehalbester gelingt in
Pyridin oder Essigsäure mit basischen Salzen wie z. B. Natriumacetat als Katalysator (J.
Env. Pol. Degr. 3, 1995, 115-119). Die Produkte sind nur aufwendig von diesen Löse
mitteln zu befreien. Aufgrund der Korrosionsförderung durch diese Lösemittel bedarf es
speziell ausgelegter Anlagen zu ihrer Synthese. Von Vorteil wären hierzu Synthesen in
organischen Standardlösungsmitteln.
Die wirtschaftliche Derivatisierung von Cellulosen durch Säurederivate mit einem
Substitutionsgrad «3 und homogener statistischer Verteilung der Säurederivate
bedarf bislang der vollständigen Substitution der Cellulose (DS ca. 3.0) mit nachfol
gender Teilhydrolyse (US 1984147, US 2129052, US 5478386). Ein wirtschaftlicher
direkter Zugang zu thermoplastischen Cellulosederivaten mit DS < 3.0 und homo
gener statistischer Substituentenverteilung existiert bislang nicht. Dies ist haupt
sächlich auf die schlechte und unvollständige Löslichkeit von teilsubstituierten
Cellulosen in geeigneten organischen Lösungsmitteln zurückzuführen.
In vergleichbarer Weise gelingt die gleichmäßige Umsetzung von Polysacchariden mit
substituierten Isocyanaten oder substituierten Isothiocyanaten ebenfalls nur bei einer
guten Zugänglichkeit der Celluloseketten in homogener Lösung oder in Lösungs
mitteln mit sehr starker Quellwirkung.
Acta Polymerica 32, 1981, 172-176 beschreibt, daß trockene Cellulose ohne Lösungs
mittel und weiteren Katalysator nicht in befriedigender Weise mit Isocyanaten
reagiert. Reaktionen in Lösungsmitteln, die nicht in der Lage sind die Cellulose
mindestens anzuquellen, ergeben keine ausreichenden Umsetzungen mit der Cellulose
(Ang. Chem., 59, 1947, 257-288).
B. Polym. J., 18, 1986, 259-262 beschreibt die Umsetzung von Holzzellulose mit
Alkylmonoisocyanaten. Die Urethanbildung bleibt auf die Oberfläche der Poly
saccharidfasern beschränkt.
DE 23 58 808 beschreibt die auf die Oberfläche von Cellulosepulver beschränkte
Reaktion mit langkettigen Mono- und Diisocyanaten.
L. Disserens gibt in "Neueste Fortschritte und Verfahren in der chemischen
Technologie der Textilfasern", Birkhäuser Verlag, Stuttgart, 1957, eine Übersicht
über die auf die Oberfläche beschränkten Reaktionen von Textilfasern mit Mono- und
Diisocyanaten. Bevorzugt werden hierbei langkettige Alkylisocyanate zum Zwecke
der Hydrophobisierung von Textilmaterial verwendet. Die GB 467 992 beschreibt die
heterogene Umsetzung von Textilfasern welche vorher mit Alkylenoxiden umgesetzt
worden sind mit Isocyanaten. Bei der in Benzin durchgeführten Reaktion kommt es
jedoch zu keiner signifikaten Quellung der Cellulose.
Mittlere Umsetzungsgrade von Cellulose mit Isocyanaten werden mit Lösungsmitteln
und Katalysatoren insbesondere dann erhalten, wenn die Cellulose in gequollenem
Zustand vorliegt. Dies kann durch Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels oder
aber durch Verwendung eines Derivates der Cellulose bzw. eines Polysaccharids zu
sammen mit einem geeigneten Lösungsmittel erreicht werden. Die Ausbildung der
Urethanbindung kann hierbei auch durch einen nachträglichen Backprozeß hervor
gerufen werden (Cell. Chem. Technol. 1, 1967, 23-32).
Die Quellung der Cellulose kann durch Anquellen in Wasser und nachfolgendes Aus
tauschen gegen ein polares aprotisches Lösungsmittel erreicht werden.
Alternativ können auch direkt Lösungsmittel mit einer stark quellenden oder lösenden
Wirkung für Cellulose wie DMAc, DMSO, DMAc/LiCl oder DMSO/Formaldehyd-
Mischungen verwendet werden (US 4 129 451, US 4 129 640, US 4 097 666). Über
sichten über Lösungsmittelsysteme sind in Nevell und Zeronian: Cellulose chemistry
and its applications, Wiley, N.Y. 1985, Acta. Polym. 36 (1985), 697-698 und Polymer
news 15, (1990), 170-175 veröffentlicht.
Als gut quellende bzw. lösende Systeme beschrieben werden weiterhin z. B.
Morpholin/Piperidin Mischungen (J. Appl. Polym. Sci, 22, (1978), 1243-1253 sowie
Amin-N-oxide (Acta Polymerica, 39, (1988), 710-714, US 3 508 941) und Metall
kation/Lösungsmittel-Systeme wie Cu/NH3 oder Cd/Ethylendiamin (Polymer 31,
(1990), 348-352).
Die Umsetzung von Phenylisocyanat mit Cellulose in DMSO/Paraformaldehyd
Mischungen wird in J. Appl. Pol. Sci. 27, (1982), 673-685, J. Appl. Pol. Sci. 42,
(1991), 821-827 und in Nevell und Zeronian: Cellulose chemistry and its applications,
Wiley, N.Y. 1985 beschrieben.
Hohe Umsetzungsgrade werden speziell durch die Zugabe von Katalysatoren, durch
eine entsprechend lange gewählte Reaktionsdauer oder durch erhöhte Temperatur
begünstigt. Andererseits wird in DMAc, DMSO oder DMF als Quellungs- oder
Lösungsmittel mit Aminen die Bildung von Isocyanuraten katalysiert (Eur. Polym. J.,
26 (11) (1990) 1217-1220).
Nachstehende Patente und Veröffentlichungen beschreiben die Reaktion von lös
lichem Cellulosecetat mit Substitutionsgraden DS < 3.0 mit Isocyanaten, Isocyanat
Präpolymeren oder Isocyanat-funktionalisierten Polymeren oder -Oligomeren in
homogener Lösung. Nach der Bildung des Urethans können die Acetatgruppen
verseift und Urethanderivate der unsubstituierten Cellulose isoliert:
J. Macromol. Sci. Chem A 16 (1981) 473, Polym. Prepr. Am. Chem. Soc. Div. Poly. Chem. 20 (1979) 574, J. Poly. Sci. Polym. Lett. ed. 111 (12) (1973) 731-735, Macromol. Synth. 7 101-105, Polymer 21 (1980) 648-650, Polym. Prepr. Am. Chem. Soc. Div. Poly. Chem. 3 (1990) 642, US 395 028).
J. Macromol. Sci. Chem A 16 (1981) 473, Polym. Prepr. Am. Chem. Soc. Div. Poly. Chem. 20 (1979) 574, J. Poly. Sci. Polym. Lett. ed. 111 (12) (1973) 731-735, Macromol. Synth. 7 101-105, Polymer 21 (1980) 648-650, Polym. Prepr. Am. Chem. Soc. Div. Poly. Chem. 3 (1990) 642, US 395 028).
Die Umsetzung von Polysaccharidderivaten mit aliphatischen Isocyanaten zu
thermoplastischen Werkstoffen wird in DE 196 13 990 beschrieben. Die Wirtschaft
lichkeit des Verfahrens bedarf jedoch der Verbesserung.
Polysaccharidether, die gleichzeitig durch Carbamat- und Estergruppen modifiziert
worden sind und dadurch thermoplastisch verarbeitet werden können sind nicht
beschrieben.
DE 43 38 152 beschreibt die Herstellung von aliphatischen Carbamaten von Stärke
und Stärkeacetaten. Stärkeether sind in diesem Zusammenhang nicht beschrieben
worden. Stärkederivate besitzen verglichen mit Cellulosederivaten nur unzureichende
mechanische Eigenschaften. Weiterhin benötigt Stärke verglichen mit Cellulose
grundsätzlich verschiedene Synthesebedingungen in geeigneten organischen Lösungs
mitteln, so daß eine Übertragung von Erkenntnissen die mit Stärkederivaten ge
wonnen wurden, nicht oder nur in beschränktem Umfange auf Cellulosederivate
übertragen werden können.
Es ist Aufgabe der Erfindung, wirtschaftliche Reaktionsbedingungen für die Um
setzung von Polysaccharidethern, besonders bevorzugt solche aus Cellulose, mit
Isocyanaten und Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederivaten zu finden, so daß niedrige
bis hohe Umsetzungsgrade resultieren und eine thermoplastische Verarbeitung
möglich ist.
Hierzu war bislang insbesondere eine Reaktion unter homogenen Bedingungen, d. h.
eine Lösung des Polysaccharidderivates im Lösungsmittel erforderlich.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß Polysaccharidether, und insbesondere
bevorzugt Cellulosealkylether die in den erfindungsgemäß verwendeten Lösungs
mitteln zunächst weder löslich noch stark quellbar sind, während der Reaktion mit
Alkylmonoisocyanaten in Lösung gehen oder stark anquellen, und daß im Anschluß
an die Reaktion mit den Alkylisocyanaten direkt eine Veresterung mit aromatischen
oder aliphatischen Mono- oder Dicarbonsäuren erfolgen kann, die wahlweise zu
niedrigen bis hohen Umsetzungsgraden und zu einer homogenen statistischen
Verteilung der Ester- und Carbamatgruppen entlang der Cellulosehauptkette führt.
Weiterhin wurde überraschend gefunden, daß die Hauptprodukte A dieses erfindungs
gemäßen Verfahrens thermoplastisch verarbeitbar sind und speziell die Neben
produkte B des erfindungsgemäßen Verfahrens die thermoplastische Verarbeitbarkeit
der erfindungsgemäßen Produkte verbessern.
Des weiteren wurde überraschend gefunden, daß eine thermoplastische Verarbeitung
der erfindungsgemäßen Derivate im Gegensatz zum beschriebenen Stand der Technik
auch bei niedrigen Substitutionsgraden < Ds = 2.0 möglich ist und weiterhin hierzu
nicht unbedingt des Zusatzes eines Weichmachers bedarf, da die Viskosität des
erweichten Materials für eine thermoplastische Verarbeitung hinreichend niedrig ist.
Die Zugabe von Weichmachern ist jedoch dennoch möglich und verbessert die
mechanischen Eigenschaften des verarbeiteten Materials.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind gleichmäßig substituierte Polysaccharid
derivate der allgemeinen Struktur
Polysaccharid-O-R
wobei Polysaccharid-O eine substituierte oder unsubstituierte Polysaccharideinheit repräsentiert und R ein Substituent einer Polysaccharid-OH-Gruppe entweder mit der Struktur
Polysaccharid-O-R
wobei Polysaccharid-O eine substituierte oder unsubstituierte Polysaccharideinheit repräsentiert und R ein Substituent einer Polysaccharid-OH-Gruppe entweder mit der Struktur
R = -A-B-
oder mit der Struktur
R = -A-C-
oder mit der Struktur
R = -B-
oder mit der Struktur
R = -C-
ist, in der A eine lineare Polyetherkette folgender Struktur ist:
A = (-D-O-)n
in der D eine lineare aliphatische verzweigte oder unverzweigte Kette von 2 bis 12 C-Atomen
bedeutet, O ein Sauerstoffatom repräsentiert und n eine Zahl gleich oder
größer als 1 ist, und
B repräsentiert eine substituierte Carbamidsäure der Struktur
B repräsentiert eine substituierte Carbamidsäure der Struktur
worin E eine lineare oder verzweigte aliphatische Kette von 1 bis 18 C-Atomen
bedeutet,
C repräsentiert einen Carbonsäureester der Struktur
C repräsentiert einen Carbonsäureester der Struktur
worin F eine lineare aliphatische, gesättigte oder ungesättigte verzweigte oder
unverzweigte Kette von 2 bis 22 C-Atomen bedeutet.
Dieses überraschende Ergebnis der erfindungsgemäßen Verfahrensweise war für den
Fachmann nicht zu erwarten. Der Fachmann mußte erwarten, daß für eine thermo
plastische Verarbeitung und eine homogene und statistische Substituentenverteilung
ein hoher Gesamtsubstitutionsgrad erreicht werden muß, daß hierzu eine homogene
Umsetzung in Lösung notwendig ist und gegebenenfalls die Zugabe eines Weich
machers notwendig ist.
Speziell die Kombination der Substituenten, sowie das erfindungsgemäße Verfahren
führen jedoch zu dem überraschenden Ergebnis. Weiterhin mußte erwartet werden,
daß sich die Nebenprodukte B beim nachträglichen thermoplastischen Verarbeiten
zersetzen und störende gasförmige Zersetzungsprodukte bilden.
Die neuen Verbindungen A entsprechend der allgemeinen Struktur:
Polysaccharid-O-R
wobei Polysaccharid-O eine Wiederholungseinheit eines Polysaccharids oder Poly
saccharidethers repräsentiert und R eine substituierende Gruppe, die über ein
Sauerstoffatom an das Polysaccharidderivat gebunden ist.
Diese Substituenten R bestehen aus einer statistischen Mischung von mindestens 2
oder mehreren Substituenten mit einer homogenen Verteilung entlang der
Polysaccharidhauptkette. Die Mischung der Substituenten kann aus unverzweigten
oder verzweigten aliphatischen oder aromatischen Mono- oder Dicarbonsäureester
gruppen und aus unverzweigten oder verzweigten aliphatischen Carbamatgruppen
bestehen.
Das molare Verhältnis der Komponenten A und der Nebenprodukte B wird durch die
Formel
0.001 < B/(A+B) < 0.3
wiedergegeben. Besonders bevorzugt wird es wenn das molare Verhältnis B/(A+B)
mindestens 0.01, insbesondere 0.05-0.1 beträgt. Wird der Grenzwert von 0.3 in
obiger Formel überschritten, d. h. der Anteil des Nebenproduktes angehoben, besitzt
das Produkt keine mechanischen Eigenschaften mehr die einen praktischen Produkt
einsatz ermöglichen.
Die erfindungsgemäße Funktion des Nebenproduktes B ist nur gegeben, wenn die
Schmelztemperatur von B kleiner als die Verarbeitungstemperatur ist.
Gegenstand der Erfindung sind somit thermoplastisch verarbeitbare Polysaccharid
ether-Ester-Carbamat-Derivate, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Polysacchariden
hergestellt werden können, wobei zunächst durch Veretherung Polysaccharidether
hergestellt werden, welche anschließend mit Isocyanaten, gegebenenfalls in blockierter
Form, und Carbonsäurederivaten zu Polysaccharidether-carbamat-ester-Derivaten
umgesetzt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden zunächst Celluloseether mit mittleren
Substitutionsgraden MS pro Anhydroglucoseeinheit MS = 0-5, besonders bevorzugt
0.4-1.5 hergestellt oder eingesetzt, wobei der mittlere Substitutionsgrad abhängig
vom Ethersubstituenten ist und bei weiter funktionalisierbaren Ethergruppen wie z. B.
Hydroxypropylethern der Cellulose < 3.0 sein kann, bei nicht weiter funktionalisier
baren Celluloseethergruppen wie z. B. in Methylcellulose jedoch nur maximal MS =
3.0 betragen kann.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt der mittlere Gesamtsubstitu
tionsgrad bezogen auf die Summe aus Ester- und Carbamatsubstituenten relativ zur
Anhydroglucoseeinheit DS = 0.3-3.0, besonders bevorzugt 0.5-2.5, wobei der
Anteil an Carbamatsubstituenten am DS 0.3-3.0 mindestens 0.2, bevorzugt 0.3-1.0
beträgt.
Gegenstand der Erfindung ist auch die Mischung der erfindungsgemäßen Poly
saccharidether-Ester-Carbamat-Derivate mit niedermolekularen unverzweigten oder
verzweigten, symmetrischen oder unsymmetrischen aliphatischen Di-Alkyl-harn
stoffderivaten, mit Kettenlängen von 1-20 Kohlenstoffatomen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird das molare Verhältnis der erfindungsge
mäßen Polysaccharidether-Ester-Carbamat-Derivate A und der Di-Alkyl-harnstoff
derivate B durch die Formel 0.01 < B/(A+B) < 0.3 wiedergeben. Besonders bevor
zugt beträgt das molare Verhältnis B/(A+B) mindestens 0.01. insbesondere bevorzugt
0.05-0.1.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von derartigen
erfindungsgemäßen Polysaccharidetherestercarbamaten sowie Gemischen hiervon mit
niedermolekularen Harnstoffderivaten, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zunächst
der Polysaccharidether hergestellt wird und danach dieser in einem Nichtlösungsmittel
mit einem geeigneten Katalysator vorgelegt wird und dann mit einem Isocyanat in das
entsprechende Carbamat überführt wird, wobei die so entstehenden Polysaccharid
ethercarbamate, die gegebenenfalls niedermolekulare Harnstoffderivate enthalten, in
dem verwendeten Lösungs- bzw. Suspensionsmittel löslich sind oder stark quellen
und anschließend durch Zugabe geeigneter aktivierter Derivate von Carbonsäuren
verestern werden und anschließend über eine Fällung, Abdampfen des Lösungsmittels,
oder eine Ausdampfextrusion isoliert werden können.
In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der mittlere Gesamtsubstitutionsgrad
bezogen auf die Summe aus Ester- und Carbamatsubstituenten relativ zur Anhydro
glucoseeinheit DS = 0.3-3.0, besonders bevorzugt 0.5-2.5.
In einer weitern bevorzugten Ausführungsform wird das molare Verhältnis der bei der
Carbamatbildung entstehenden Di-Alkyl-harnstoffderivate erfindungsgemäßen durch
die Formel 0.01 < B/(A+B) < 0.3 wiedergeben (molare Menge Polysaccharidether-
Ester-Carbamat-Derivate = A und molare Menge Di-Alkyl-harnstoffderivate = B).
Besonders bevorzugt beträgt das molare Verhältnis B/(A+B) mindestens 0.01.
insbesondere bevorzugt 0.05-0. 1.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden als aktivierte aliphatische oder aroma
tische Carbonsäurederivate mono- oder difunktionelle Carbonsäurechloride, -an
hydride oder aktivierte Ester derselben verwendet. Besonders bevorzugt werden
aliphatische Carbonsäureanhydride eingesetzt.
Die erfindungsgemäßen Polysaccharidether-Ester-Carbamate können gegebenenfalls
mit üblichen Additiven wie z. B. Weichmachern, Schlagzähmodifikatoren, Flamm
schutzmitteln, Antioxidantien, UV-Schutzmitteln, Hydrophoisierungsmitteln, Nukleierungsmitteln
und/oder anderen Mitteln, sowie Füllstoffen ausgerüstet werden.
Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der erfindungsgemäßen thermo
plastisch verarbeitbaren Polysaccharidether-Ester-Carbamat-Derivate als thermoplasti
scher Werkstoff für die Herstellung von Spritzgußteilen, zur Extrusion zum Blas
formen z. B. von Flaschen, Pflanztöpfen und anderen Hohlkörpern und zur Herstellung
von Folien, Fasern, Schäumen und Beschichtungen.
Die Verarbeitung der erfindungsgemäßen Werkstoffe erfolgt in herkömmlichen
Kunststoffverarbeitungsmaschinen wie z. B. Spritzgußmaschinen bzw. Extrudern.
Hierbei kommen Temperaturen von 80-220, vorzugsweise 100-200°C zum Einsatz.
Zur Synthese wird das Polysaccharid gegebenenfalls mit Alkalilauge oder
Ammoniumsalzen, oder auch hydrothermisch, durch flüssigen Ammoniak und/oder
Ultraschall aktiviert. Das aktivierte Polysaccharid kann isoliert oder direkt weiter
verarbeitet werden. Vor Beginn der Veretherungsreaktion wird gegebenenfalls ent
haltenes Wasser oder Lösungsmittel durch eine Lösungsmittelwäsche oder durch
Destillation entzogen, und durch Zugabe von Epoxid der Polysaccharidether her
gestellt. Die Veretherung ist auch in Gegenwart von wäßriger Alkali-Lauge möglich.
Zur weiteren Synthese wird ein weitgehend wasserfreier Polysaccharidether (Wasser
gehalt < 5 Gew.-%, vorzugsweise ein Celluloseether wie z. B. Hydroxypropyl- oder
Hydroxyethylcellulose in einem Suspensionsmittel unter Rückfluß erwärmt und nach
Zugabe eines Katalysators die Isocyanatverbindung zugetropft. Dabei reagiert das
Isocyanat mit dem Polysaccharidether in einer fest-flüssig Zweiphasenreaktion in
Standard-Suspensionsmitteln. In Suspensionsmitteln wie Dioxan und Toluol gehen die
Reaktionsprodukte während der Reaktion in Lösung. Durch diese überraschende
Homogenisierung der Reaktionslösung kann eine Umsetzung mit weiteren Derivaten
vereinfacht erfolgen. Überraschenderweise sind auf diese Weise auch niedrig
substituierte homogen derivatisierte Polysaccharidether-carabamat-ester erhältlich, die
somit ohne den Weg einer Vollsubstitution und einer nachfolgenden Hydrolyse
erhältlich sind.
Der Gesamtsubstitutionsgrad setzt sich aus den einzelnen Substitutionsgraden für
Carbamat und Carbonsäurester zusammen und beträgt maximal 3 falls weiter
funktionalisierbare Ethergruppen wie z. B. in Hydroxypropylethern der Polysaccharide
vorliegen. Bei nicht weiter funktionalisierbaren Celluloseethergruppen wie z. B. in
Methylcellulose vermindert sich der maximal mögliche DS um den mittleren
Substitutionsgrad MS des eingesetzten Polysaccharidethers.
Die Isolierung des Produktes kann im erfindungsgemäßen Verfahren über z. B. eine
Fällung, Abdampfen des Lösungsmittels oder durch eine Ausdampfextrusion erfolgen.
Durch die Stöchiometrie und den Verlauf der Reaktion läßt sich der Grad der
Umsetzung des Polysaccharidderivates, sowie dessen Anteil an Carbamat und
Estergruppen in weiten Grenzen einstellen. Für eine thermoplastische Verarbeitbarkeit
des Materials ist hierbei ein Gesamtsubstitutionsgrad ab 1.0 ausreichend.
Polysaccharide und Polysaccharidderivate können bei Normaldruck und Raum
temperatur Wasser in einem niedrigen Gewichtsanteil enthalten. Die Nebenreaktion
der Isocyanatverbindungen mit Wasser führt zu Bildung von Nebenprodukten, unter
denen sich bevorzugt disubstituierte Harnstoffe befinden. Das Ausmaß der Bildung
der Nebenprodukte hängt hierbei stark vom Wassergehalt der Reaktionslösung ab.
Diese Nebenprodukte weisen Schmelztemperaturen < 200°C auf und führen, wenn sie
bei der Aufarbeitung des Polysaccharidderivate nicht entfernt werden, zu einer
deutlichen Verbesserung der thermoplastischen Verarbeitbarkeit des Produktes.
In einem weiteren Schritt kann bei der erfindungsgemäßen Veresterung der Poly
sacchardiderivate mit Dicarbonsäureestern die noch freie Carboxylgruppe des so ent
standenen Dicarbonsäuremonoesters mit Alkylenoxiden umgesetzt werden. Dabei können
die Mengenverhältnisse so gewählt werden, daß die freien Carbonsäuren vollständig oder
nur teilweise mit Alkylenoxid umgesetzt werden. Ebenso können die freien Säuregruppen
als Starter für einen polymeren Etheraufbau dienen.
Wurde zur Aktivierung Amin verwendet, dient es auch bei diesem Reaktionsschritt als
Katalysator. Entsprechend können bei Alkaliaktivierung an dieser Stelle geringe Mengen
Amin zugegeben werden.
Für die Synthese sind technisch zugängliche Polysaccharide beliebigen Molgewichts, wie
z. B. native und lösliche Stärke beliebiger Provenienz, Amylose, Amylopektin, Alginsäuren
und Alginate, Carraghenan, Chitin, Chitosan, Dextran, Glycogen, Guar, Johannisbrot
kernmehl, Laevan, Pektin, Pullulan, Xanthan und Xylan geeignet. Besonders bevorzugt ist
Cellulose.
Werden direkt Polysaccharidether, insbesondere Celluloseether eingesetzt, eignen sich
Celluloseether wie Methylcellulose, Ethylcellulose oder Benzylcellulose mit durchschnitt
lichen Substitutionsgraden kleiner oder gleich 2.5, Hydroxyethylcellulose, Hydroxy
propylcellulose, Dihydroxypropylcellulose, Hydroxybutylcellulose, Methylhydroxyethyl
cellulose, Methylhydroyypropylcellulose, Methylhydroxybutylcellulose, Ethylhydroxv
propylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose, Carboxyalkylcellulose, Sulfoalkylcellulose,
Cyanoethylcellulose und deren Mischether. Als Polysaccharidkomponente können
weiterhin auch Ether der o.g. Polysaccharide.
Als Suspensions- bzw. Lösungsmittel eignen sich Ketone wie z.B Methylethylketon, Ether
und cyclische Ether wie z. B. Dimethoxyethan, Dimethoxymethan, Dimethylether,
Diethylenglykoldimethylether, Dioxan und Tetrahydrofuran, Acetale, Kohlenwasserstoffe
und polare aprotische Verbindungen wie Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Dimethyl
acetamid, N-Methylmorpholin, N-Methylpyrrolidon, Trialkylphosphat, Essigester sowie
unpolare aprotische Lösungsmittel wie Toluol. Bevorzugt werden Dioxan und Toluol.
Als Isocyanatverbindungen eignen sich aliphatische lineare und verzweigte Mono
isocyanate mit gesättigter oder ungesättigter Alkylkette wie z. B. Methylisocyanat,
Ethylisocyanat, Propylisocyanat, Isopropylisocyanat, Butylisocyanat, Pentylisocyanat,
Hexylisocyanat, Heptylisocyanat, Octylisocyanat, Nonylisocyanat, Decylisocyanat,
Undecylisocyanat, Dodecylisocyanat, Tetradecylisocyanat, Hexadecylisocyanat, Octa
decylisocyanat die entsprechenden Isothiocyanate sowie beliebige Mischungen aus den
genannten Monoisocyanaten und Isothiocyanaten.
Als Katalysatoren für die Reaktion eignen sich Amine, besonders sterisch gehinderte
tertiäre organische Amine wie Trimethylamin, Triethylamin, Tributylamin, Tetramethylen
diamin, Pyridin, N,N-Dimethylcyclohexyldiamin, N,N-Dimethylbenzylamin, 4-Pyrilidino
pyridin, Permethyldiethylentramin, 1,4-Diazabicyclo(2.2.2)octan, 1,8-Diazabi
cyclo(5.4.0)undec-7-en, 1,5-Diazabicyclo(4.3.0)non-5-en sowie beliebige Mischungen aus
ihnen.
Ebenso geeignet sind die in der Polyurethanchemie gebräuchlichen Katalysatoren wie z. B.
Organozinnverbindungen.
Bei der Katalyse wirkt sich die einzusetzende Menge an Amin auf den Derivati
sierungsgrad des Polysaccharids aus. Zur Umsetzung mit dem Polysaccharidderivat wird
das Amin im molaren Verhältnis zum Polysaccharid von 0.01 bis 3 bevorzugt von 0.1 bis
1 eingesetzt.
Zur Bildung der erfindungsgemäßen Estersubstituenten der Polysaccharidderivate können
substituierte oder unsubstituierte, aliphatische oder aromatische, verzweigte oder unver
zweigte Carbonsäurederivate, wie z. B. die entsprechenden Säurechloride oder Anhydride
verwendet werden. Bevorzugt sind die Carbonsäureanhydride wie z. B. Essigsäure
anhydrid, Propionsäureanhydrid, Isobuttersäureanhydrid, Buttersäureanhydrid, Trimethyl
essigsäureanhydrid, Valeriansäureanhydrid, Hexansäureanhydrid, Nonansäureanhydrid und
Mischungen hiervon. Besonders bevorzugt werden hiervon Essigsäureanhydrid, Propion
säureanhydrid, Isobuttersäureanhydrid, Buttersäureanhydrid.
Als Dicarbonsäureanhydride eignen sich Anhydride von substituierten oder unsubsti
tuierten, aliphatischen oder aromatischen, verzweigten oder unverzweigten Dicarbon
säurederivaten, bevorzugt deren Säurechloride oder Anhydride. Besonders bevorzugt sind
hierbei Phthalsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid, Hexahydrophthalsäure
anhydrid, Maleinsäureanhydrid, Bernsteinsäureanhydrid, Trimellitsäureanhydrid und Isato
säureanhydrid. Ebenso geeignet sind die Alkan- und Alkenylbernsteinsäureanhydride wie
Hexyl-, Hexenyl-, Octyl-, Octenyl-, Nonyl-, Nonenyl-, Decyl-, Decenyl-, Dodecyl-,
Dodecenyl-, Tetradecyl-, Tetradecenyl-, Hexadecyl-, Hexadecenyl-, Octadecyl-,
Octadecenyl-, iso-Octadecyl-, iso-Octadecenyl-, Eicosyl- und Docosylbemsteinsäure
anhydrid.
Als Epoxide eignen sich bevorzugt Monoepoxide wie Ethylenoxid, Propylenoxid,
1,2-Epoxybutan, 1,2-Epoxyhexan, 1,2-Epoxyoctan, 1,2-Epoxydecan, 1,2-Epoxydodecan,
1,2-Epoxyhexadecan, 1,2-Epoxyoctadecan, Stearinsäureglycidylether, Epoxybutylstearat,
Laurylglycidylether, Glycidylmethylether, Glycidylethylether, Glycidylpropylether,
Glycidylbutylether, Glycidyltertiärbutylether, Glycidylacrylat, Glycidylniethacrylat, Allyl
glycidylether, Butadienmonoxid, Glycidol, 3-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycid
oxypropyltriethoxysilan, Di-N-Butylamino-2,3-epoyypropan, Diethyl-β, γ-epoyypropyl
phosphat, 4-(2,3-Epoxypropyl)morpholin, Styroloxid und Phenoxypropylenoxid.
Die Reaktionstemperatur der Polysaccharidderivate mit den Isocyanaten und Carbon
säurederivaten beträgt 20 bis 150°C, vorzugsweise 40-130°C, besonders bevorzugt
60-120°C. Die Reaktionszeiten betragen 0.5 bis 16 Stunden, vorzugsweise 0.5 bis 9
Stunden.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zugänglichen Polysaccharidestercarbamate
sind nach Entfernen der Lösemittel thermoplastisch verarbeitbar und mit den her
kömmlichen Verarbeitungstechniken wie Extrusion in z. B. Spritzgußformteile, Folien oder
Fasern überführbar.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß sich abhängig
vom Wassergehalt der Polysacharidkomponente während der Reaktion Nebenprodukte,
besonders bevorzugt Dialkylharnstoffe, bilden. Der Verbleib dieser Nebenprodukte im
Produkt verbessert die thermoplastische Verarbeitbarkeit der Celluloseetherurethan
derivate.
Die erfindungsgemäßen Polysaccharidderivate und ihre Mischungen mit niedermole
kularen Harnstoffderivaten sind geeignet zur Herstellung von Beschichtungen, Fasern,
Pulvern, Folien, Schäumen und Formkörpern. Sie können in ihren Eigenschaften durch
die Herstellung von Blends beliebiger Zusammensetzung mit anderen Komponenten, wie
z. B. Polysacchariden und Polysaccharidderivaten oder Polyurethanen variiert werden. Die
Kombination mit Weichmachern, Brandschutzmitteln, Pigmenten und Verarbeitungs
hilfsmitteln wie z. B. langkettigen Fettsäureamiden ist dabei ebenfalls möglich. Speziell die
Zugabe von Weichmachern wie z. B. Triethylenglykol, aliphatische Ester der Phthalsäure,
Adipinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure und Phosphorsäure, wie beispielsweise Di
methylphthalat, Dibutylphthalat, Dibutyladipat, Dioctyladipat, Didbutyiacetat, Trichlor
ethylphosphat, Trichlorpropylphosphat und Tributylphosphat sowie Milchsäureestern oder
Weinsäureestern oder Mischungen der genannten Weichmacher verbessert die thermo
plastische Verarbeitbarkeit und ermöglicht die Verarbeitung auch bei niedrigen Substitu
tionsgraden wie z. B. DS = 0.5-1.0.
Die erfindungsgemäßen thermoplastisch verarbeitbaren Formmassen können außerdem
Additive enthalten um z. B. die Polymermischungen zu färben, zu pigmentieren, um ihre
Oxidations- oder Lichtbeständigkeit zu verbessern oder Entflammbarkeit zu verringern.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung soll anhand der vorliegenden Beispiele noch
näher erläutert werden.
Erfindungsgemäß eingesetzte Celluloseether wie z. B. die in den nachstehenden
Beispielen eingesetzte Hydroxypropylcellulose (HPC) ist durch technische Prozesse
wie z.B in Enzyclopedia of polymer science and engineering, Vol. 3, 1985, Wiley
N.Y. beschrieben, erhältlich. Die in den Beispielen verwendete HPC zeichnet sich
durch MS-Werte von 0.4-4.5 bei einem Molekulargewicht (Zahlenmittel) im Bereich
von 10.000-200.00 aus. Bevorzugt verwendet wurde HPC MS=0.9, Mw ca.
200.000.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose wird in 200 g Dioxan mit
0.0125 mol DBU 30 Minuten am Rückfluß gekocht. Anschließend wird das Isocyanat
zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß gerührt. Danach wird das Phthalsäureanhydrid
gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 3 Stunden am Rückfluß gerührt. Anschließend
wird 0.025 mol Propylenoxid zugetropft und 13 Stunden am Rückfluß gerührt. Das
Produkt wird aus Aceton ausgefällt, mit Aceton gewaschen und im Vakuum
getrocknet. In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute und die
Erweichungstemperatur des Produktes angegeben.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.0125 Triethylamin 30 Minuten am Rückfluß gekocht. Anschließend wird das
Isocyanat zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß gerührt. Danach wird das Phthal
säureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 3 Stunden am Rückfluß gerührt.
Anschließend wird Essigsäureanhydrid zugetropft und 13 Stunden am Rückfluß
gerührt. Das Produkt wird aus Aceton ausgefällt, mit Aceton gewaschen und im
Vakuum getrocknet. In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute
und die Erweichungstemperatur des Produktes angegeben.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.0125 Triethylamin 30 Minuten am Rückfluß gekocht. Anschließend wird das
Isocyanat zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß gerührt. Danach wird das Phthal
säureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 3 Stunden am Rückfluß gerührt.
Anschließend wird Propionsäureanhydrid zugetropft und 13 Stunden am Rückfluß
gerührt. Das Produkt wird aus Aceton ausgefällt, mit Aceton gewaschen und im
Vakuum getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute und die Er
weichungstemperatur des Produktes angegeben.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.2 ml 1,8-Diazabicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten am Rückfluß gekocht.
Anschließend wird das Isocyanat zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß gerührt.
Danach wird das Propionsäureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 13
Stunden am Rückfluß gerührt. Das Produkt wird aus n-Hexan ausgefällt, mit Hexan
gewaschen und im Vakuum getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Er
weichungstemperatur und der durch 13-C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substi
tutionsgrad des Produktes angegeben.
Die mechanische Prüfung nach DIN 53 457 und ISO 180-1C ergibt folgende
mechanische Eigenschaften:
(Angegeben sind die in der Reaktion eingesetzten Equivalente der Isocyanate und Anhydride bezogen auf die Wiederholungseinheit der HPC).
(Angegeben sind die in der Reaktion eingesetzten Equivalente der Isocyanate und Anhydride bezogen auf die Wiederholungseinheit der HPC).
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropyicellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.2 ml 1,8-Diazabicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten am Rückfluß gekocht.
Anschließend wird das Isocyanat zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß gerührt.
Danach wird das Buttersäureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 13
Stunden am Rückfluß gerührt. Das Produkt wird aus Wasser pH 8-9 ausgefällt,
abgesaugt,anschließend nochmals mit Wasser pH 9 gewaschen und an der Luft
getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Er
weichungstemperatur und der durch 13-C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substi
tutionsgrad des Produktes angegeben.
26.7 g (0.125 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 750 g Dioxan
mit 1 ml 1,8-Diazabicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten am Rückfluß gekocht. An
schließend wird das Isocyanat zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß gerührt. Da
nach wird das Buttersäureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 9 Stunden
am Rückfluß gerührt. Das Produkt wird aus Wasser pH 8-9 (NH4OH) ausgefällt,
abgesaugt, anschließend nochmals mit Wasser pH 9 gewaschen und an der Luft
getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Er
weichungstemperatur und der durch 13-C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substi
tutionsgrad des Produktes angegeben.
Die in Beispiel 5 und 6 beschrieben Materialien besitzen in der mechanischen Prüfung
nach DIN 53 457 und ISO 180-1C folgende Eigenschaften:
(Angegeben sind die in der Reaktion eingesetzten Equivalente der Isocyanate und Anhydride bezogen auf die Wiederholungseinheit der HPC).
(Angegeben sind die in der Reaktion eingesetzten Equivalente der Isocyanate und Anhydride bezogen auf die Wiederholungseinheit der HPC).
Nachstehende molare Angaben bei Polymeren und Oligomeren sind auf die mittleren
Molekulargewichte der idealisierten Wiederholungseinheiten bezogen.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.2 ml 1,8-Diazabicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten am Rückfluß gekocht.
Danach wird das Acetanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 13 Stunden am
Rückfluß gerührt. Das Produkt wird aus n-Hexan ausgefällt, mit Hexan gewaschen
und im Vakuum getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Erweichungs
temperatur und der durch 13C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substitutionsgrad
des Produktes angegeben.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.2 ml 1,8-Diazabicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten am Rückfluß gekocht.
Danach wird das Propionsäureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 13
Stunden am Rückfluß gerührt. Das Produkt wird aus n-Hexan ausgefällt, mit Hexan
gewaschen und im Vakuum getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Erweichungs
temperatur und der durch 13C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substitutionsgrad
des Produktes angegeben.
5.3 g (0.025 mol) getrocknete Hydroxypropylcellulose MS 0.9 wird in 200 g Dioxan
mit 0.2 ml 1,8-Diazabicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten am Rückfluß gekocht.
Danach wird das Buttersäureanhydrid gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 13
Stunden am Rückfluß gerührt. Das Produkt wird aus Wasser pH 8-9 ausgefällt,
abgesaugt, anschließend nochmals mit Wasser pH 9 gewaschen und an der Luft
getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Erweichungs
temperatur und der durch 13C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substitutionsgrad
des Produktes angegeben.
7.1 g (0.025 mol) Plastacetat DS 2.0 (Acetat 53%) wird mit 1,8-Diaza
bicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten in 200 g Dioxan am Rückfluß gekocht. Danach
wird das Isocyanat gelöst in 50 g Dioxan zugetropft und 2 Stunden am Rückfluß
gerührt. Das Produkt wird aus n-Hexan ausgefällt, mit Hexan gewaschen und ge
trocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Erweichungs
temperatur und der durch 13-C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substitutionsgrad
des Produktes angegeben.
7.1 g (0.025 mol) Plastacetat DS 2.0 (Acetat 53%) wird mit 1,8-Diaza
bicyclo[4,5,0]undec-7-en 30 Minuten in 200 g DMAc bei 130°C gerührt. Danach
wird das Isocyanat gelöst in 50 g DMAc zugetropft und 2 Stunden gerührt. Das
Produkt wird aus n-Hexan ausgefällt, mit Hexan gewaschen und getrocknet.
In nachstehender Tabelle sind die Einsatzmengen, die Ausbeute, die Erweichungs
temperatur und der durch 13-C-NMR-Spektroskopie nachgewiesene Substitutionsgrad
des Produktes angegeben.
Claims (7)
1. Gleichmäßig substituierte Polysaccharidderivate der allgemeinen Struktur
Polysaccharid-O-R
wobei Polysaccharid-O eine substituierte oder unsubstituierte Polysaccharid einheit repräsentiert und R ein Substituent einer Polysaccharid-OH-Gruppe entweder mit der Struktur
R = -A-B-
oder mit der Struktur
R = -A-C-
oder mit der Struktur
R = -B-
oder mit der Struktur
R = -C-
ist, in der A eine lineare Polyetherkette folgender Struktur ist:
A = (-D-O-)n
in der D eine lineare aliphatische verzweigte oder unverzweigte Kette von 2 bis 12 C-Atomen bedeutet, O ein Sauerstoffatom repräsentiert und n eine Zahl gleich oder größer als 1 ist, und
B repräsentiert eine substituierte Carbamidsäure der Struktur
worin E eine lineare oder verzweigte aliphatische Kette von 1 bis 18 C-Atomen bedeutet,
C repräsentiert einen Carbonsäureester der Struktur
worin F eine lineare aliphatische, gesättigte oder ungesättigte verzweigte oder unverzweigte Kette von 2 bis 22 C-Atomen bedeutet.
Polysaccharid-O-R
wobei Polysaccharid-O eine substituierte oder unsubstituierte Polysaccharid einheit repräsentiert und R ein Substituent einer Polysaccharid-OH-Gruppe entweder mit der Struktur
R = -A-B-
oder mit der Struktur
R = -A-C-
oder mit der Struktur
R = -B-
oder mit der Struktur
R = -C-
ist, in der A eine lineare Polyetherkette folgender Struktur ist:
A = (-D-O-)n
in der D eine lineare aliphatische verzweigte oder unverzweigte Kette von 2 bis 12 C-Atomen bedeutet, O ein Sauerstoffatom repräsentiert und n eine Zahl gleich oder größer als 1 ist, und
B repräsentiert eine substituierte Carbamidsäure der Struktur
worin E eine lineare oder verzweigte aliphatische Kette von 1 bis 18 C-Atomen bedeutet,
C repräsentiert einen Carbonsäureester der Struktur
worin F eine lineare aliphatische, gesättigte oder ungesättigte verzweigte oder unverzweigte Kette von 2 bis 22 C-Atomen bedeutet.
2. Polysaccharidderivat gemäß Anspruch 1 im Gemisch mit niedermolekularen
unverzweigten oder verzweigten, symmetrischen oder unsymmetrischen
aliphatischen Dialkyl-harnstoffderivaten B mit Kettenlängen von 1 bis 20
C-Atomen und wobei das molare Verhältnis von A zu B durch die Formel
0,001 < B/(A+B) < 0,3
wiedergegeben wird.
0,001 < B/(A+B) < 0,3
wiedergegeben wird.
3. Urethanester-Derivate von Polysacchariden bzw. Polysaccharidethern gemäß
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Isocyanaten oder
blockierten Isocyanaten und aktivierten Carbonsäurederivaten zu mittleren
Substitutionsgraden (bezogen auf die Anhydroglucoseeinheit) von DS = 0,3
bis 3,0, bevorzugt 0,6 bis 2,8 umgesetzt wurden.
4. Thermoplastisch verarbeitbare Polysaccharidderivate gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als veretherte Polysaccharide Celluloseether mit
einem mittleren Substitutionsgrad MS von 0,1 bis 5 eingesetzt werden.
5. Gemische gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sie übliche Additive wie Weichmacher, Schlagzähmodifikatoren, Flamm
schutzmittel, Antioxidantien, UV-Schutzmittel, Nukleierungsmittel und/oder
Füllstoffe enthalten.
6. Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Polysaccharidderivaten
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Poly
saccharid oder der Polysaccharidether in einem Nichtlösungsmittel mit einem
geeigneten Katalysator vorgelegt wird und dann mit einem Isocyanat in das
entsprechende Urethan überführt wird, wobei die so entstehenden Poly
saccharidurethane oder Polysaccharidetherurethane, sowie die niedermolekularen
Harnstoffderivate in dem verwendeten Lösungs- bzw. Suspensions
mittel löslich sind, und anschließend mit einem aktivierten Carbonsäurederivat
in dem verwendeten Lösungs- bzw. Suspensionsmittel zu dem entsprechenden
Urethan-Ester-Derivat umgesetzt wird.
7. Verwendung der Gemische nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Herstellung
von Beschichtungen, Fasern, Folien, Schäumen und Formkörpern jeglicher
Art.
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| EP98917074A EP0971960A1 (de) | 1997-04-05 | 1998-03-25 | Thermoplastischer werkstoff auf der basis von polysacchariden sowie ein verfahren zu dessen herstellung und verwendung desselben |
| PCT/EP1998/001744 WO1998045334A1 (de) | 1997-04-05 | 1998-03-25 | Thermoplastischer werkstoff auf der basis von polysacchariden sowie ein verfahren zu dessen herstellung und verwendung desselben |
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| AU70409/98A AU7040998A (en) | 1997-04-05 | 1998-03-25 | Polysaccharide-based thermoplastic material, process for preparing the same and use thereof |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19714059A DE19714059A1 (de) | 1997-04-05 | 1997-04-05 | Thermoplastischer Werkstoff auf der Basis von Polysacchariden sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19714059A1 true DE19714059A1 (de) | 1998-10-08 |
Family
ID=7825518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19714059A Withdrawn DE19714059A1 (de) | 1997-04-05 | 1997-04-05 | Thermoplastischer Werkstoff auf der Basis von Polysacchariden sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselben |
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| US (1) | US6362330B1 (de) |
| EP (1) | EP0971960A1 (de) |
| JP (1) | JP2001518952A (de) |
| KR (1) | KR20010005999A (de) |
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| DE (1) | DE19714059A1 (de) |
| WO (1) | WO1998045334A1 (de) |
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