DE19706554A1 - Lagerungsvorrichtung für ein Untersuchungsobjekt - Google Patents
Lagerungsvorrichtung für ein UntersuchungsobjektInfo
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Description
Aus der DE 42 24 036 C1 ist sowohl eine einem medizinischen
Gerät zugeordnete Lagerungsvorrichtung mit einer Lagerungs
platte als auch eine einem Fahrgestell zugeordnete Lagerungs
platte bekannt. Auf der dem medizinischen Gerät zugeordnete
Lagerungsplatte erfolgt die Lagerung des Untersuchungsobjek
tes während einer Untersuchung. Die Lagerungsplatte des Fahr
gestelles dient zum Transport des Untersuchungsobjektes.
Die Positionierung des Untersuchungsobjektes während der Un
tersuchung kann durch Riemen erfolgen, durch die das Unter
suchungsobjekt oder dessen Gliedmaße fixiert werden. Ferner
sind Kunststoffschalen bekannt, die beispielsweise an eine
Extremität des Untersuchungsobjektes angepaßt sind, um diese
zu lagern.
Ferner sind Lagerungsvorrichtungen, beispielsweise für ein
Unfallopfer mit Rückenverletzung bekannt, die eine Matratze
aufweisen, in der sich ein Gemisch aus Luft und einem Granu
lat, beispielsweise leichten Kunststoffkugeln, befindet. Ist
die Matratze mit Luft gefüllt, so können die Kunststoffkugeln
an das Untersuchungsobjekt angehäuft werden. Zur Fixierung
wird anschließend die Luft der Matratze entzogen, so daß sich
eine an das Untersuchungsobjekt angeschmiegte relativ starre
Matratze ergibt. Das Untersuchungsobjekt ist somit gut
fixiert und für den Transport in die Unfallklinik bereit.
In der Unfallklinik ist es dann häufig erforderlich das Un
tersuchungsobjekt mittels Strahlung zu diagnostizieren, um
dessen Verletzungen festzustellen. Hierzu kommen insbesondere
Röntgendiagnostikanlagen in Betracht.
Erfolgt eine Umlagerung des Untersuchungsobjektes auf die La
gerungsvorrichtung des medizinisches Gerätes, so läßt sich
eine Überstrahlung in Bereichen mit geringer Strahlenabsorp
tion, insbesondere im Randbereich des Untersuchungsobjektes,
kaum vermeiden. Es werden deshalb Formfilter eingesetzt, die
der Kontur des zu untersuchenden Objektes möglichst gut ange
paßt sind und die die Strahlung im Randbereich des Untersu
chungsobjektes, zur Vermeidung der Überstrahlung, absorbie
ren. In der US-PS 5,365,566 wurde eine Strahlenblende zur
Vermeidung dieser Überstrahlung offenbart, bei der die Blen
denlamelle aus einem elastischen Material besteht. Die Blen
denlamelle kann somit auf einfache Weise der Form eines Un
tersuchungsobjektes angepaßt werden. Durch mehrere Blenden,
von denen zwei von außen an beispielsweise die Beine herange
führt werden können und eine zwischen den Beinen angeordnet
werden kann, ist es möglich, Angiographieaufnahmen mit keiner
oder nur geringer Überstrahlung zu erhalten.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lagerungsvorrichtung für
ein Untersuchungsobjekt so auszugestalten, daß bei der Unter
suchung mit einem Strahlendiagnosegerät gut diagnostizierbare
Ergebnisse erhalten werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand der
Patentansprüche 1, 9 oder 11 gelöst.
Da die Lagerungsvorrichtung erfindungsgemäß ein strahlenab
sorbierendes Material mit einem Strahlenschwächungskoeffizi
enten aufweist, der zumindest annähernd dem des Untersu
chungsobjektes entspricht, werden Überstrahlungen vermieden,
ohne daß hierzu gesonderte Filter notwendig sind. Die Lage
rungsvorrichtung dient folglich als Strahlenfilter.
Ist die Lagerungsvorrichtung in einem ersten Zustand an die
Kontur des Untersuchungsobjektes anpaßbar und ist sie in ei
nen zweiten Zustand überführbar, in dem sie zumindest einen
Teilbereich des Untersuchungsobjektes als annähernd feste
Schale umgibt, so dient die Lagerungsvorrichtung zugleich als
Strahlenfilter und Positioniereinrichtung für das Untersu
chungsobjekt.
Eine besonders gute Handhabung der Lagerungsvorrichtung er
gibt sich, wenn diese als Kissen oder Matratze ausgebildet
ist.
Ist die Lagerungsvorrichtung mit einem gasförmigen oder zu
mindest annähernd flüssigen Medium und einem Granulat oder
einem Pulver aus dem strahlungsabsorbierenden Material ge
füllt, so kann sie durch Entzug des gasförmigen oder flüssi
gen Mediums besonders einfach in den weiten Zustand überführt
werden.
Es ist besonders kostengünstig, wenn das Granulat und/oder
das Pulver aus einem Kunststoff besteht, dem das strahlungs
absorbierende Material beigefügt oder der mit dem strahlungs
absorbierenden Material versehen oder beschichtet ist.
Eine besonders gute Anpassung der Lagerungsvorrichtung an die
Kontur des Untersuchungsobjektes kann erfolgen, wenn das
strahlungsabsorbierende Material ein Gel ist. Um hierbei eine
Positionierung des Untersuchungsobjektes zu ermöglichen ist
es günstig, wenn das Gel durch Energiezuführung oder Energie
entzug oder durch chemische Reaktion von dem ersten in den
zweiten Zustand überführbar ist.
Ist die Lagerungsvorrichtung aus Kunststoff, mit einem Strah
lenschwächungskoeffizienten, der annähernd dem des Untersu
chungsobjektes entspricht, hergestellt und ist der Kunststoff
von einem ersten flexiblen in einen zweiten, festen Zustand
überführbar, so kann auf eine Hülle verzichtet werden, die
das strahlungsabsorbierende Material aufnimmt.
Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Kunststoff
durch Energiezuführung oder Energieentzug und/oder durch
chemische Reaktion von dem ersten in den zweiten Zustand
überführbar ist.
Besonders vorteilhaft ist ein Verfahren zum Lagern und Fixie
ren eines Untersuchungsobjektes mit einer Lagerungsvorrich
tung, wenn diese einen als Kissen oder Matratze ausgebildeten
Hohlkörper aufweist, in den ein strahlungsabsorbierendes Ma
terial mit einem Strahlenschwächungskoeffizienten zumindest
annähernd dem des Untersuchungsobjektes eingebracht ist oder
einbringbar ist, oder wenn durch Entzug oder Zuführen eines
gasförmigen oder flüssigen Mediums ein erster bzw. zweiter
Zustand der Lagerungsvorrichtung herbeiführbar ist.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispie
les anhand der Zeichnungen in Verbindung mit den Unteransprü
chen.
Es zeigt:
Fig. 1 und 2 ein erstes,
Fig. 3 und 4 ein zweites und
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel einer
Lagerungsvorrichtung nach der Erfindung.
In den Figuren ist eine Lagerungsvorrichtung für ein Untersu
chungsobjekt 1 mit dem Bezugszeichen 2 gekennzeichnet. Beim
Ausführungsbeispiel der Lagerungsvorrichtung 2 nach den Fig. 1
und 2 befindet sich im Inneren eines Hohlkörpers 3, bei
spielsweise einem Kissen oder einer Matratze, ein strahlungs
absorbierendes Material 4, das einen Strahlenschwächungskoef
fizienten aufweist, der zumindest annähernd dem des Untersu
chungsobjektes 1 entspricht. Das strahlungsabsorbierende Ma
terial 4 kann hierbei aus einem Granulat und/oder einem Pul
ver bestehen, das mit einem weiteren Medium, beispielsweise
einem gasförmigen oder flüssigen Medium, den Hohlkörper 3 zu
mindest annähernd ausfüllt. Befindet sich das Untersuchungs
objekt 1 auf der Lagerungsvorrichtung 2, so verdrängt es das
strahlungsabsorbierende Material 4 und wird dabei von dem
Hohlkörper 3 eingebettet. Im unteren Bereich des Untersu
chungsobjektes 1 ist somit relativ wenig strahlungsabsorbie
rendes Material 4 vorgesehen, wohingegen im Randbereich rela
tiv viel strahlungsabsorbierendes Material 4 vorgesehen ist.
Hierdurch wird eine Überstrahlung, insbesondere im Randbe
reich des Untersuchungsobjektes 1 vermieden. Durch die Ein
bettung des Untersuchungsobjektes 1 erfolgt gleichzeitig eine
gewisse Fixierung.
Um eine verbesserte Fixierung zu bewirken, kann ein Gel ver
wendet werden, das durch Energiezuführung oder Energieentzug
oder durch chemische Reaktion von einem ersten in einen zwei
ten Zustand überführbar ist. Im ersten Zustand ist die Lage
rungsvorrichtung 2 flexibel oder elastisch und kann sich da
durch besonders gut an die Kontur des Untersuchungsobjektes 1
anpassen. Im zweiten Zustand umgibt sie zumindest einen Teil
bereich des Untersuchungsobjektes 1 als annähernd feste
Schale und dient somit zur Fixierung des Untersuchungsobjek
tes 1.
Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung nach den Fig. 3 und 4
ist an den Hohlkörper 3 eine Pump-/Saugeinrichtung 5 an
schließbar, die das strahlungsabsorbierende Material 4 aus
einem Vorratsbehälter 6 entweder in den Hohlkörper 3 ein
bringt oder dem Hohlkörper 3 entzieht und in den Vorratsbe
hälter einbringt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird das Un
tersuchungsobjekt 1 zur Untersuchung zuerst auf der Lage
rungsvorrichtung 2 positioniert und anschließend die Pump-/
Saugeinrichtung 5 aktiviert, so daß strahlungsabsorbierendes
Material 4 in den Hohlkörper 3 eingebracht wird. Das strah
lungsabsorbierende Material 4 umgibt hierbei die Kontur des
Untersuchungsobjektes 1, wobei gleichzeitig eine Fixierung
erfolgt.
Bei einer alternativen Ausführungsform bildet die Lagerungs
vorrichtung 2 mit dem strahlungsabsorbierenden Material 4 bei
Entzug eines flüssigen oder gasförmigen Mediums aus dem Hohl
körper 3 eine feste Unterlage, auf der das Untersuchungsob
jekt 1 positioniert werden kann. Zur Lagerung und Fixierung
wird dann das gasförmige oder flüssige Medium in den Hohlkör
per 3 eingebracht, so daß sich dieser an das Untersuchungs
objekt 1 anschmiegen kann. Durch Entzug des flüssigen oder
gasförmigen Mediums wird dann eine an die Kontur des Unter
suchungsobjektes 1 angepaßte Schale erhalten.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß
der Fig. 4 weist die Lagerungsvorrichtung 2 einen Kunststoff
körper mit einem Strahlungsschwächungskoeffizienten auf, der
annähernd dem des Untersuchungsobjektes 1 entspricht. Dieser
Kunststoffkörper kann durch Energiezuführung oder Energieent
zug und/oder durch chemische Reaktion von dem bereits erläu
terten ersten in den zweiten Zustand überführt werden. Der
Kunststoffkörper kann hierzu beispielsweise von elektrischen
Leitern 7 durchsetzt sein, denen eine Spannung einer Span
nungsquelle 8 zuführbar ist. Durch Erwärmen des Kunststoff
körpers wird dieser elastisch und schmiegt sich somit an das
Untersuchungsobjekt 1 an. Durch Unterbrechung der Spannungs
zuführung kühlt sich der Kunststoffkörper ab und erzeugt zu
mindest eine annähernd feste Schale. Wird ein Kunststoff ge
wählt, der durch die Körpertemperatur des Untersuchungsobjek
tes 1 erweicht, so kann auch hierdurch eine an die Kontur des
Untersuchungsobjektes 1 angepaßte Schale erhalten werden.
Im Rahmen der Erfindung kann das strahlungsabsorbierende Ma
terial 4 beispielsweise aus Kunststoffkugeln, Granulat oder
Pulver bestehen, die bzw. das aus strahlungsabsorbierenden
Material bestehen bzw. besteht oder mit diesem beschichtet
oder versehen ist. Vorzugsweise besteht das strahlungsab
sorbierende Material aus einem Gel oder einer Flüssigkeit.
Besonders bevorzugt besteht das strahlungsabsorbierende
Material 4 aus Wasser oder aus geliertem Wasser und ist somit
besonders gut für die Untersuchung eines Menschen oder Tieres
geeignet.
Claims (12)
1. Lagerungsvorrichtung (2) für ein Untersuchungsobjekt (1),
wobei die Lagerungsvorrichtung (2) zumindest ein strahlungs
absorbierendes Material (4) mit einem Strahlenschwächungs
koeffizienten aufweist, der zumindest annähernd dem des
Untersuchungsobjektes (1) entspricht.
2. Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 1,
wobei die Lagerungsvorrichtung (2) in einem Zustand an die
Kontur des Untersuchungsobjektes (1) anpaßbar ist.
3. Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 2,
wobei die Lagerungsvorrichtung (2) in einen weiteren Zustand
überführbar ist, in dem sie zumindest einen Teilbereich des
Untersuchungsobjektes (1) als annähernd feste Schale umgibt.
4. Lagerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die Lagerungsvorrichtung (2) als Kissen oder Matratze
ausgebildet ist.
5. Lagerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Lagerungsvorrichtung (2) in dem einen Zustand mit einem gasförmigen oder zumindest annähernd flüssigen Medium und einem Granulat oder einem Pulver aus dem strahlungsabsor bierenden Material (4) gefüllt ist und
wobei der weitere Zustand durch Entzug des gasförmigen oder flüssigen Mediums herbeiführbar ist.
wobei die Lagerungsvorrichtung (2) in dem einen Zustand mit einem gasförmigen oder zumindest annähernd flüssigen Medium und einem Granulat oder einem Pulver aus dem strahlungsabsor bierenden Material (4) gefüllt ist und
wobei der weitere Zustand durch Entzug des gasförmigen oder flüssigen Mediums herbeiführbar ist.
6. Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 5,
wobei das Granulat und/oder das Pulver aus einem Kunststoff
besteht, dem das strahlungsabsorbierende Material (4) beige
fügt oder der mit dem strahlungsabsorbierenden Material (4)
versehen oder beschichtet ist.
7. Lagerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei das strahlungsabsorbierende Material (4) ein Gel ist.
8. Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 6,
wobei das Gel durch Energiezuführung oder Energieentzug von
dem einen in den weiteren Zustand überführbar ist.
9. Lagerungsvorrichtung aufweisen einen Kunststoffkörper mit
einem Strahlenschwächungskoeffizienten der annähernd dem
eines Untersuchungsobjektes (1) entspricht, und wobei der
Kunststoffkörper von einem ersten flexiblen in einen zweiten
festen Zustand überführbar ist.
10. Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 9,
wobei der Kunststoffkörper durch Energiezuführung oder
Energieentzug und/oder durch chemische Reaktion von dem
ersten in den zweiten Zustand überführbar ist.
11. Verfahren zum Lagern eines Untersuchungsobjektes (1) mit
einer Lagerungsvorrichtung (2) aufweisend einen als Kissen
oder Matratze ausgebildeten Hohlkörper (3), in dem sich ein
strahlungsabsorbierendes Material (4) mit einem Strahlen
schwächungskoeffizienten zumindest annähernd dem des Unter
suchungsobjektes (1) befindet und wobei durch Zuführen oder
Entzug eines flüssigen oder gasförmigen Mediums ein fester
oder elastischer Zustand des Hohlkörpers (3) herbeiführen
läßt.
12. Verfahren nach Anspruch 1 zum Lagern oder Matratze aus
gebildeten Hohlkörpers (3),
wobei das strahlungsabsorbierende Material (4) ein Granulat
und/oder ein Pulver ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19706554A DE19706554A1 (de) | 1997-02-19 | 1997-02-19 | Lagerungsvorrichtung für ein Untersuchungsobjekt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19706554A DE19706554A1 (de) | 1997-02-19 | 1997-02-19 | Lagerungsvorrichtung für ein Untersuchungsobjekt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19706554A1 true DE19706554A1 (de) | 1998-04-30 |
Family
ID=7820822
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19706554A Withdrawn DE19706554A1 (de) | 1997-02-19 | 1997-02-19 | Lagerungsvorrichtung für ein Untersuchungsobjekt |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |